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Bike Night Flachau 2014

Schlamm, Schmutz, tiefer Boden! Was die Teilnehmer der Bike Night Flachau heuer erwartete, war die ultimative Marathonherausforderung. Ein Fall für den Tschechen Jiri Novak, der die Schlammschlacht in einem Wimpernschlagfinale für sich entschied. Bester Österreicher wurde der 20-jährige Tiroler Michael Mayer. Bei den Damen strahlte mit Barbara Mayer eine Oberösterreicherin vom obersten Podest.

Zum herausfordernden Rennmodus der Bike Night Flachau, der zweistündigen Renndauer und dem kräftezerrenden Rundkurs, kamen diesmal noch die Erschwernisse, die Mutter Natur vom Himmel schickte: Pünktlich zum Qualifying setzte Starkregen mit Blitz und Donner ein; ebenso pünktlich zum Start hatte der Spuk wieder ein Ende. Trotzdem reichten die Wassermassen, um die Befahrung der weltberühmten Hermann-Maier-Strecke zu vereiteln. Die Organisatoren machten jedoch das schier Unmögliche möglich und installierten kurzerhand eine Alternativstrecke. Aber auch ohne den spektakulären Downhill über die nach dem berühmtesten Flachauer benannte Skipiste wartete auf die 200 wackeren Teilnehmer die härteste Auflage in der vierjährigen Geschichte der Bike Night Flachau.

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Tschechischer Dreifach-Erfolg und Österreichische Doppelspitze

Die Wetterkapriolen trennten die sprichwörtliche Spreu vom Weizen. Nach 18 Schleifen und einer Rennzeit von 2:04,39,7 jubelte der Tscheche Jiri Novak über seinen ersten Sieg in Flachau: „Ich bin hier schon zweimal Zweiter gewesen. Das war ein verrücktes Rennen, aber ich bin glücklich, dass ich es heute auf das oberste Podest geschafft habe.“
Bester Österreicher hinter zwei weiteren Tschechen wurde der junge Tiroler Michael Mayer, der zwischenzeitlich sogar die Führung übernehmen konnte. „Mit dem Drittplatzierten bin ich bis zwei Runden vor Schluss Rad an Rad gefahren, zuletzt hat es leider nicht mehr gereicht. Die Stimmung war aber genial.“ Christoph Soukup und Alexander Gehbauer, die beiden österreichischen Mountainbike-Aushängeschilder, hatten mit der Entscheidung letzlich nichts zu tun: Gehbauer, unlängst mit Blinddarm-Durchbruch notoperiert, landete auf Rang 14, Soukup, der Schnellste der Qualifikation, musste nach zwischenzeitlicher Führung das Rennen aufgrund eines verbogenen Schaltwerks frühzeitig beenden, nachdem ein überrundeter Fahrer vor ihm gestürzt war.

Wie bei den Herren und passend für Flachau hieß es auch bei den Damen „keine Feier ohne Mayer“. Die Linzerin Barbara Mayer setzte sich nach 15 Runden und einer Zeit von 2:05.11,1 mit nur zwei Sekunden Vorsprung gegen ihre bis unmittelbar vor Schluss führende Landsfrau Sabine Sommer durch. Letztere hatte die Glocke zur finalen Runde überhört und im Schlamm zudem ihre Konkurrentin nicht erkannt. Erstere jubelte umso glücklicher:

Ich kann es noch nicht ganz glauben. Es war heute unheimlich hart, zwischenzeitlich wollte ich sogar aufgeben. Einfach brutal.

Barbara Mayer

Auf Rang drei landete die Tschechin Pavlina Sulcova.

Benjamin Karl vs. Kristian Ghedina

Im internen Duell der preisgekrönten Wintersportler behielt Benjamin Karl klar die Oberhand. Der Snowboard-Weltmeister beendete sein Rennen als 27. der Gesamtwertung und zeigte sich in gar fein unfeinen Worten begeistert von der tollen Stimmung: "An der g'schissensten, steilsten Stelle, wo i blade Sau eh nur mehr schnauf und kaum rauf komm, haben mich Kinder, Familien so angefeuert, dass wieder alles vergessen war." Auch Stammgast Kristian Ghedina genoss den Bewerb sichtlich, nahm sich ausreichend Zeit für Speis' und Trank und hatte selbst beim Reinigen seines Racebikes noch Spaß am Schlamm.
Generell und trotz des Wetterpechs beim Auftakt bestach das sommerliche Event-Pendant zum alpinen Skiweltcup wieder durch seine Zuschauerkulisse, die vielen Sideevents und die hohe Promidichte. Neben dem Stargast, Dschungelprinzessin Larissa Marolt, ließ sich die heimische Sportprominenz rund um Joachim Puchner, Michael Walchhofer, die Riegler-Schwestern, die beiden Skeletonis Janine Flock und Matthias Guggenberger, der Nordische Kombinierer Lukas Klapfer oder Fußball-Ass Martin Hinteregger die Bike Night nicht entgehen.

Sonniger Familientag zum Abschluss

Mit dem Bike Night Familienfest und dem Kids Bike Race ging die Bike Night Flachau, die bereits am Freitag mit einer Filmnacht samt Stargast David Lama und einer Ausfahrt mit Hans-Peter Obwaller begonnen hatte, am Sonntag zu Ende.
Im Gegensatz zur Schlammschlacht, die sich die Teilnehmer der Bike Night am Samstag geliefert hatten, ging das Kids Bike Race zum krönenden Abschluss des Wochenendes bei traumhaften Bedingungen über die Bühne. Erneut zählte der Bewerb zur Junior Challenge, der Nachwuchsserie von Österreichs größtem Marathon-Cup. Mit 140 Kindern, darunter sogar schon Laufrad-Racer, gab es wieder eine deutliche Steigerung der Teilnehmerzahl. Ein positiver Trend, der in den kommenden Jahren noch ausgebaut werden soll.
Und auch jenen Kindern und Familien, die sich zwischen Hüpfburg, Spielstationen und Grillfest vergnügten, lachte die Sonne.

Trotz der Wetterkapriolen im Verlauf des Wochenendes können die Organisatoren der Bike Night Flachau rund um OK-Chef Andreas Fischbacher ein durchwegs positives Resümee ziehen: "Wir sind sehr zufrieden. Trotz des teils heftigen Regens am Samstag waren an den drei Eventtagen wieder tausende Zuschauer vor Ort und haben mit uns ein wahres Bikefestival gefeiert. Die vielen positiven Rückmeldungen der Teilnehmer und Eventbesucher sind der Lohn für den großartigen Einsatz, den das gesamte Team der Bike Night Flachau geleistet hat. Auf diesem Wege geht mein Dank an die vielen freiwilligen Helfer, ohne die eine solche Veranstaltung nicht durchführbar ist. Im nächsten Jahr feiert die Bike Night ein kleines Jubiläum und wir werden uns sicher wieder die eine oder andere Überraschung einfallen lassen", so Fischbacher.




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  1. #1
    messerspeichenfan Avatar von bigair
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    Bildbericht Bike Night Flachau 2014

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  2. #2

  3. #3
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    Eigentlich ein super Rennen, nur sollten sie 2015 statt einer Dschungeltussi vielleicht mehr Waschmöglichkeiten für die Bikes und Fahrer organisieren, denn EIN Wasserschlauch nach dieser Schlammschlacht ist etwas wenig.
    Wenn man sich dann um 22:00 völlig durchnässt und unterkühlt eine Stunde zum Bike waschen anstellen muss ist nicht super.
    Dann waschen sich natürlich noch einige Schlaumayr die Schuhe in der Dusche was natürlich den Ablauf verstopft und eine herrliche Überschwemmung bis zum Eingang hervorruft.

    Also für 2015: Weg mit der Tussi her mit den Wasserschläuchen ist sicher billiger.

    Ich freue mich schon auf 2015!!!