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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Drei Radfahrer bei Pkw-Unfall getötet!



Kuglblitz
10-04-2011, 15:40
Ich weiß, lediglich Pressemeldungen wiederzugeben ist nicht besonders kreativ. Aber wenn ich so etwas lese wie soeben, wünsch' ich mir echt alle Autos zum Teufel! :mad:

Drei tote Radfahrer: Pkw geriet bei Überholmanöver ins Schleudern
Salzburg - Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bruck an der Glocknerstraße im Salzburger Pinzgau sind, heute, Sonntag, drei Radfahrer gestorben. Das bestätigte das Rote Kreuz. Ein Pkw habe einen der Sportler überholt, sei dabei ins Schleudern geraten und mit zwei weiteren Radfahrern kollidiert, sagte der Sprecher des Roten Kreuzes zum Unfallhergang.

http://derstandard.at/1301874273230/Salzburg-Drei-tote-Radfahrer-Pkw-geriet-bei-Ueberholmanoever-ins-Schleudern

simplonthepride
10-04-2011, 18:01
Ein Wahnsinn, manchmal kommt es mir echt vor, dass ein Menschenleben nix mehr wert ist wenn es um den Gewinn wertvoller Sekunden geht.

snowdeep
10-04-2011, 18:34
Unglaublich! Hab es grad vorher im Radio gehört...da bekommt man echt soooo a WUT!!!

www.kleinezeitung.at:
"Die Feuerwehr, die mit drei Fahrzeugen und 18 Mann vor Ort war, musste zunächst den Unfallbereich großräumig absperren, weil sich rasch viele Schaulustige versammelt hatten."

So a Wut de i kriag wenn i sowas lies losst mich fast grün anlaufen!:mad:

chriz
10-04-2011, 18:41
Ein Wahnsinn, manchmal kommt es mir echt vor, dass ein Menschenleben nix mehr wert ist wenn es um den Gewinn wertvoller Sekunden geht.

nicht nur dir !

JIMMY
10-04-2011, 19:06
Ein Wahnsinn, manchmal kommt es mir echt vor, dass ein Menschenleben nix mehr wert ist wenn es um den Gewinn wertvoller Sekunden geht.
...und da gehts ned amal um wertvolle sekunden,meistens nur ums mittagsschnitzel ,oder nur des überholen wollens......fuck rücksichtslose autofahrer

NoDoc
10-04-2011, 19:06
Fahrerin ist in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn gekommen....Grässlich

ckazok
10-04-2011, 20:48
Aus Oberösterreichischen NAchrichten: "Die Lenkerin des Autos war in Richtung Zell am See gefahren. Sie dürfte nach einer starken Rechtskurve die Kontrolle über den Pkw verloren haben und geriet ins Schleudern. Dabei kam sie auf die linke Fahrbahnseite und stieß gegen die entgegenkommenden Radfahrer."

unfaßbar, die Radler waren alle über 70.

Was einen noch mehr ärgert und den Magen umdreht, sind meistens die Kommentare unter der Nachricht in diversen Zeitungen. Wie krank sind die Menschen...

Wicht
10-04-2011, 20:49
orf.at (http://salzburg.orf.at/stories/509439/)
Wäh mir ist schlecht. Lt. dem letzten Absatz (denke ich mal) abgelenkt und zu schnell unterwegs. Auf einer übersichtlichen, geraden Strasse in den Gegenverkehr zu rasen, geht fast nicht anders.

Fl0
11-04-2011, 00:47
Zuerst: Wirklich tragisch. Und vor allem unfassbar dass alle 3 tot sind :-( Sowas macht einem dann schon sehr nachdenklich, wenn man selbst viel auf der Straße mit dem Rad unterwegs ist.
Zum anderen: Durch irgendwelche Anschuldigungen gegen die Autofahrerin ist niemandem geholfen. Die Frau ist eh sehr arm dran und wird ihr leben lang darunter leiden.. Der Unfall muss nicht zwangsläufig auf einer menschlichen Fehlleistung basieren. Es kann 1000 andere Gründe auch geben. Viele hier schreiben, als ob sie alles ganz genau wüssten, (abgelenkt, zu schnell,.....) alles Dinge die so bisher nicht bestätigt wurden.

shroeder
11-04-2011, 01:51
was nun? kurve oder gerade?

JIMMY
11-04-2011, 06:06
@ flo

tschuldigung flo,aber mit menschen die andere umbringen hab ich kein mitleid,bzw arm is sie das stimmt - im schädel...

weils alle ned bei der sache sind,wenns in ihren shice kisten sitzen.....
da geht mas gimpfte auf,wen ich sowas les'

ps: war sicher ein gebrechen an der lenkung oder wahrscheinlich bremsversagen....

grey
11-04-2011, 06:12
leid tut mir die fahrerin bestimmt nicht.

steve4u
11-04-2011, 06:36
@ flo

tschuldigung flo,aber mit menschen die andere umbringen hab ich kein mitleid,bzw arm is sie das stimmt - im schädel...

weils alle ned bei der sache sind,wenns in ihren shice kisten sitzen.....
da geht mas gimpfte auf,wen ich sowas les'

ps: war sicher ein gebrechen an der lenkung oder wahrscheinlich bremsversagen....


Stimmt, im Radio wird schon von "Experten" spekuliert, ev. sind die Winterreifen mit ihrer Gummimischung schuld gewesen, da kommt man leichter ins Rutschen...:rolleyes:

JIMMY
11-04-2011, 07:13
Stimmt, im Radio wird schon von "Experten" spekuliert, ev. sind die Winterreifen mit ihrer Gummimischung schuld gewesen, da kommt man leichter ins Rutschen...:rolleyes:
...alle die vollen experten,und schuld ist ja fast eh nie der mensch.....

sieht man eh jeden tag,wennst mitn radl unterwegs bist,mit welchem "sicherheitsabstand" überholt wird,
so wie wenn wir radfahrer nur begrenzungspflöcke wären....

ich fahr auch auto,und ich bin in den 30 jahren die ich jetzt den FS hab auch schon öfters zu schnell
unterwegs gewesen,wer ned, ABER ich hab sicher noch nie einen schwächeren verkehrsteilnehmer gefährdet oder genötigt .

Ernie77
11-04-2011, 07:24
Was einen noch mehr ärgert und den Magen umdreht, sind meistens die Kommentare unter der Nachricht in diversen Zeitungen. Wie krank sind die Menschen...

Jo.... heutzutage ist Egoismus "in". Und oberlehrerhaft über die anderen schimpfen. Mitgefühl - wozu?
Ist leider in allen Sparten so...

<Philipp>
11-04-2011, 07:53
Tragisch, mehr kann ma dazu ned sagen.

feristelli
11-04-2011, 07:53
fürchterlich.

und die autofahrer, die's nötig hätten, lassen sich nicht abschrecken und denken nicht einmal daran, was sie anrichten können, sondern reißen witze oder schimpfen über radfahrer.

kupi
11-04-2011, 08:20
und was hinzu kommt: die 21-jährige hat offensichtlich ihr auto noch nicht im griff und nun kommen schon 16-jährige im auto daher - für mich ein irrer zustand.

grey
11-04-2011, 09:11
vernunft hat nix mit alter zu tun.

tom37
11-04-2011, 09:14
sieht man eh jeden tag,wennst mitn radl unterwegs bist,mit welchem "sicherheitsabstand" überholt wird,
so wie wenn wir radfahrer nur begrenzungspflöcke wären....

Genau so und kein bissl anderns ist die tägliche Realität! Erst wenn´s ein paar Tote gibt stimmt (ein Teil) der Autofahrer mit in unser Klaglied ein, um kurze Zeit später wieder während der Autofahrt mit dem Handy zu spielen, eine zu Rauchen, oder wie Vettel draufzudrücken.

Grad vor ein paar Tagen fährt direkt bei der Einfahrt in einen Kreisverkehr eine Autofahrerin (von hinten, fährt also auch gerade in den Kreisel) neben mich heran, nach 180° vom Kreisel, Beifahrertür mittlerweile direkt neben mir, biegt die dumme S.. einfach rechts ab.

revilO
11-04-2011, 09:39
Einem Autofahrer, der so etwas zu verschulden hat, bleibt eigentlich nur die Kugel oder der Glaube an den Determinismus.

Wicht
11-04-2011, 10:46
Die Polizei sagt, dass es eine gerade, übersichtliche Stelle war und ich fahr selber Rad und weiss durch was Autofahrer alles abgelenkt sein können z.B. laute Musik, rauchen, schminken, usw. ... Also selbst du flo wirst zugeben müssen, dass es auf der Hand liegt, dass sie entweder ihr Auto nicht so gut unter Kontrolle hatte, weil zu schnell oder abgelenkt. Stimmt ich hab nicht abgewartet was der Gutachter sagt, aber wer tut das. Ich hab jeden Tag mit Unfällen, Pannen, kranken Menschen und deren Heimbringung/Hilfestellung, Hubschraubereinsätzen, Bergungen zu tun und das seit 15 Jahren. Was Unfallgründe sein können und Situationen einschätzen, kann ich schon recht gut.

feristelli
11-04-2011, 11:05
die lenkerin kann einem trotzdem leid tun.
die hat jetzt mehr als sprichwörtlichen a**** offen.

JIMMY
11-04-2011, 11:17
die lenkerin kann einem trotzdem leid tun.
die hat jetzt mehr als sprichwörtlichen a**** offen...leid tun mir nur die angehörigen der verunfallten .

Weight Weenie
11-04-2011, 11:21
Mir tun alle beteiligten Leid. Auch die junge Lenkerin wird noch lange davon verfolgt werden - und im nachhinein wird auch sie klüger sein. Bringt halt leider den verstorbenen und deren Hinterbliebenen überhaupt nichts mehr :(

HAL9000
11-04-2011, 11:46
... und im nachhinein wird auch sie klüger sein...
wenn jeder erst durch das unabsichtliche umbringen anderer verkehrsteilnehmer klüger werden würde,
wären wir recht bald ausgestorben...

sicher wird die 21-jährige leiden... - hoffentlich!! und hoffentlich sehr lange! und hoffentlich wird sie vielen
von ihrem erlebnis erzählen. dann war es vielleicht nicht völlig sinnlos... - und dabei ist es in diesem
fall völlig egal, ob es radfahrer, eine kindergruppe oder ein tschechischer kleinbus war, den sie
weggeräumt hat...

CU,
HAL9000

berggassigeher
11-04-2011, 11:57
vernunft hat nix mit alter zu tun.

also entweder bist du sehr jung (beneidenswert) oder warst nie jung (weniger beneidenswert) ;-)

im ernst: vernunft hat sehr wohl etwas mit alter zu tun. da brauch ich mir nur meine kids anschaun, mich in meiner jugend oder die freunde meiner sturm- und drangzeit (und wie manche von denen jetzt so sind). wenn schon jugendliche "vernünftig" wären, würde unserer gesellschaft ein wichtiges korrektiv fehlen. das soll jetzt nicht heißen, dass jeder erwachsene vernünftiger ist als jugendliche. aber im schnitt nimmt uns die erfahrung doch einige ecken und kanten, was uns letztendlich "vernünftiger" macht (wobei mir manche unvernunft bei weitem lieber ist, als vieles, was unsere gesellschaft als vernünftig bezeichnet. letztendlich ist der begriff von vernunft ja auch etwas sehr subjektives)

kami
11-04-2011, 12:26
orf.at (http://salzburg.orf.at/stories/509439/)
[...] Auf einer übersichtlichen, geraden Strasse in den Gegenverkehr zu rasen, geht fast nicht anders.
Die Polizei sagt, dass es eine gerade, übersichtliche Stelle war ...Du sprichst vom selben Unfall? Nach Meldungen der APA (Beispiele: derstanddard (http://derstandard.at/1302515859877/Salzburg-Drei-getoetete-Radfahrer-80-Meter-lange-Schleuderspur), gmx (http://www.gmx.net/themen/oesterreich/nachrichten/867h8cm-drei-radler-sterben-am-glockner) ...) war es eine Rechtskurve, etwa an der Stelle: http://www.bing.com/maps/?v=2&cp=47.28824223144175~12.813288981871281&lvl=17&dir=0&sty=r&FORM=LMLTCC. Auch die bewegten ORF-Bilder (http://tvthek.orf.at/programs/70019-Salzburg-heute/episodes/2131333-Salzburg-heute/2132713-Drei-Radfahrer-toedlich-verunglueckt) lassen die Kurve, in welcher der SEAT ins Untersteuern geriet, eindeutig erkennen.


Stimmt ich hab nicht abgewartet was der Gutachter sagt, aber wer tut das.Nicht jeder wartet den Bericht eines Gutachters ab. Aber umgekehrt behauptet nicht jeder Dinge, die so zumindest in den meisten Medien nicht geschrieben sind (auch nicht im den von dir verlinkten orf-Artikel) und die auch offensichtlich nicht den Tatsachen entsprechen.

Weshalb der Feuerwehrkommandant Franz Eder von einer geraden Stelle spricht, ist mir unklar. Demnach (http://www.salzburg.com/sn/nwas/PictureGallery_scom4/PHP-Files/ShowImage.php?Ref=DBild/tqyub_kjwhi4l_8fxxsymea) kann die Gerade nur ~50 Meter lang sein bis sich in Blickrichtung die "entscheidende" Kurve anschließt.

Kuglblitz
11-04-2011, 12:32
Tragisch, mehr kann ma dazu ned sagen.
Man kann, ja sollte mE sogar sehr viel dazu sagen.
Z.B könnte man die Führerscheinausbildung in der jetzigen Form sowie den lebenslangen Führerschein ohne weitere Kontrollprüfungen hinterfragen. Des weiteren könnte man über Geschwindigkeitsbegrenzungen und bessere Kontrollen nachdenken. Auch eine breite Diskussion über die nachhaltige Akzeptanz von schwächeren Verkehrsteilnehmern würde Sinn machen. Oder über die positiven Gesamtauswirkungen bei einem höheren Radverkehrsanteil.
Es gäbe wirklich viel zu sagen.

aTiroler
11-04-2011, 12:37
Wundern darf uns bei der heutigen "Rechtsprechung" nichts mehr. Solange den Autofahrern mehr oder weniger ein
Persilschein ausgestellt wird können wir keine Rücksicht auf den Straßen erwarten. Das zur Frühlingszeit wieder
mit mehr oder weniger starken Biker (Pedal oder Motorrad) aufkommen zu rechnen ist sollte gerade einem Jungen
Fahrzeuglenker entw. von der Fahrschule oder aus eigener Vergangenheit (z.B.:Mofa) bekannt sein. Traurig das
wieder UNSCHULDIGE ihr Leben haben lassen müssen. Mir tut diese Fahrerin zu keinem Zeitpunkt Leid, da sie
sehr wahrscheinlich mit einer Bedingten Strafe davonkommen wird. Da man ja Rücksicht auf ihre Zukunft nehmen
muss.

PS.: Ich bin selber Autofahrer (und LKW) der sehr wohl Rücksicht auf schwächere nehmen kann ohne gleich
einen Psychiater wegen komplexe konsultieren zu müssen. Obwohl ich einen etwas größeren PKW habe.

lg Stefan

steve4u
11-04-2011, 12:43
Wahrscheinlich werdens jetzt einfach das Radfahren auf der Glockerstrasse verbieten, weils zu gefährlich ist...

GO EXECUTE
11-04-2011, 12:52
Wahrscheinlich werdens jetzt einfach das Radfahren auf der Glockerstrasse verbieten, weils zu gefährlich ist...

Das kann durchaus passieren. Immer sehr beliebt, egal in welchen Bereichen des Lebens, den/die Verursacher zu entlasten in dem man die Geschädigten einfach dem Einflußbereich der Verursacher entzieht.

Bestrafung der Opfer; Schutz für die Täter.
Natürlich genau der falsche Weg.

krull
11-04-2011, 12:59
Man kann, ja sollte mE sogar sehr viel dazu sagen.
Z.B könnte man die Führerscheinausbildung in der jetzigen Form sowie den lebenslangen Führerschein ohne weitere Kontrollprüfungen hinterfragen. Des weiteren könnte man über Geschwindigkeitsbegrenzungen und bessere Kontrollen nachdenken. Auch eine breite Diskussion über die nachhaltige Akzeptanz von schwächeren Verkehrsteilnehmern würde Sinn machen. Oder über die positiven Gesamtauswirkungen bei einem höheren Radverkehrsanteil.
Es gäbe wirklich viel zu sagen.

Exakt!

Beim Onlinestandard gibts übrigens einen neue Artikel zu dem Unfall: http://derstandard.at/1302515859877/Salzburg-Drei-getoetete-Radfahrer-80-Meter-lange-Schleuderspur

Vor paar Tagen ist übrigens in Linz ein Radfahrer von einem LKW getötet worden: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art84416,593662

Wicht
11-04-2011, 13:07
Gestern habe ich nur 2 Berichte gelesen und keine bewegten Bilder gesehen. Nichts desto trotz sehr tragisch und nicht mehr rückgängig zu machen.
Tragisch finde ichs für alle, für die junge Frau, die es sicher nicht mit Absicht gemacht hat und die Familien der Hinterbliebenen sowieso. Hoffentlich regt es aber manche Menschen zum Nachdenken an und hoffentlich gibts nicht nur kritische Stimmen gegen Radfahrer (hättens den Radweg benützt ...) und junge Autofahrer (eh klar, viel zu schnell und unkontrolliert unterwegs ...) - nicht alle über einen Kamm scheren. Fehler passieren uns allen. Gott sei Dank nicht immer mit so einem dramatischen Ausgang.

Kraeuterbutter
11-04-2011, 13:15
tja.. der LKW-Unfall.. leider klassisch

leider ist es vielen Radfahrern nicht bewusst, in welche Gefahr sie sich da direkt neben einem LKW begeben
da wird zwar über die Rot-über-die-Ampel-Radfahrer geschimpft was nur geht, aber selber dann bei Grün ohne Hirn losgefahren

als RAdfahrer oder Fussgeher wird man von einem LKW gerade im Bereich des Vorderrades nicht gesehen, wenn der dann abbiegt liegt man unterm Hinterrad

ähnliches hab ich mal live auf der Dresdnerstrasse in Wien gesehen:
Autokolonne, ein 40Tonner REnault-LKW (sehr hohes Fahrerhaus)

Kolonne steht
marschriert doch ein alter Mann mit Stock DIREKT vorm LKW im Schneckentempo über die Strasse
die Kolonne bewegt sich weiter, der LKW natürlich auch und natürlich hat der mit der Stossstange den Alten einen kleinen Schubser gegeben
der LKW-Fahrer hatte KEINE Chance den Fussgeher zu sehen, wenn sich der direkt unter seiner Windschutzscheibe vorbeischleicht

der ältere Herr stürzte nicht und die Kolonne stand nach 2-3m auch schon wieder
mit dem Stock hat er dann auf den Vorderreifen des LKWs eingedroschen, was der Fahrer nicht mal mitbekommen hat, paar Sekunden später fuhr die Kolonne eh schon wieder weiter

wäre der Alte nur zum 20cm langsamer gegangen, wäre er nicht auf die Seite sondern nach vorne gestossen worden und direkt vom Vorderreifen überrollt worden

gut, bei den 3 Leuten mit den Rädern: da hatten sie keine Chance
aber bei den meisten "Radler unter rechtsabbiegenden LKW-Hinterreifen"-Unfällen denke ich dass da der RAdler auch mitschuld trägt
egal ob Vorrang oder nicht, man schleicht sich nicht recht an einem LKW vorbei wenn der rechts abbiegen könnte (egal ob er blinkt oder nicht)

2fast4u
11-04-2011, 13:17
Leider ist meines Erachtens die Führerscheinausbildung einfach nur schlecht. Wer keinen L17 macht (3 x 1.000km begleitete Fahrpraxis), darf sich nach wenigen Praxistunden (< 20) und bestandener Prüfung schon alleine hinters Lenkrad klemmen. Hier fehlt jegliche von außen zugetragene Erfahrung und das Bewußtsein, mit dem Auto eine durchgeladene Waffe in der Hand zu haben. Nein, Mitleid mit der Lenkerin kann ich beim besten Willen nicht haben.

Kraeuterbutter
11-04-2011, 13:20
ich hatte sogar nur 8 Fahrstunden mit dem Auto
2h Autobahn, 2h Stadt, 2h Land und 2h Nacht
(wobei Stadt bei uns 3000 Einwohner bedeutet, mit KEINER Einbahn und KEINER Ampel ;) )

(hab allerdings auch LKW Schein damals gemacht)

revilO
11-04-2011, 13:59
Leider ist meines Erachtens die Führerscheinausbildung einfach nur schlecht. Wer keinen L17 macht (3 x 1.000km begleitete Fahrpraxis), darf sich nach wenigen Praxistunden (< 20) und bestandener Prüfung schon alleine hinters Lenkrad klemmen. Hier fehlt jegliche von außen zugetragene Erfahrung und das Bewußtsein, mit dem Auto eine durchgeladene Waffe in der Hand zu haben. Nein, Mitleid mit der Lenkerin kann ich beim besten Willen nicht haben.
Eben deshalb, weil die Ausbildung so mangelhaft ist und die Bewusstseinsschulung um die Gefährlichkeit eines Autos von seiten der Politik völlig vernachlässigt wird, sollte man Mitleid mit einem Menschen haben, der vermutlich für den Rest seines Lebens mit dieser "Schuld" zu kämpfen hat, obwohl er für die Versäumnisse nichts kann und lediglich zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war. Man könnte sagen, dass derjenige die echte Arschkarte gezogen hat, passieren kann es aber fast jedem von uns.

herbert12
11-04-2011, 14:07
Eben deshalb, weil die Ausbildung so mangelhaft ist und die Bewusstseinsschulung um die Gefährlichkeit eines Autos von seiten der Politik völlig vernachlässigt wird, sollte man Mitleid mit einem Menschen haben, der vermutlich für den Rest seines Lebens mit dieser "Schuld" zu kämpfen hat, obwohl er für die Versäumnisse nichts kann und lediglich zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war. Man könnte sagen, dass derjenige die echte Arschkarte gezogen hat, passieren kann es aber fast jedem von uns.


und deswegen darf jetzt jeder das hirn ausschalten sorry das kan es auch nicht sein .

marty777
11-04-2011, 14:32
Wahrscheinlich werdens jetzt einfach das Radfahren auf der Glockerstrasse verbieten, weils zu gefährlich ist...

Das glaube ich nicht. Die Unfallstelle war nicht oben auf der Mautstraße, sondern in Bruck (soweit ich es auf google maps gesehen habe).
Wenn sie mehr Radwege neben Landstraßen bauen, wäre ich nicht unglücklich.
Auf jeden Fall tragisch.

hermes
11-04-2011, 14:48
und deswegen darf jetzt jeder das hirn ausschalten sorry das kan es auch nicht sein .
entschuldige schon, aber die derzeit vermutete unfallursache hat nix mit hirnausschalten zu tun. es war ein pech. ja, auch ein fahrfehler mit fatalem ausgang, aber weder leichtsinnig noch mutwillig herausgefordert.
wenn rauskommt, dass das mädl 150 gefahren ist, oder 3 promill gehabt hat, schauts anders aus, aber davon ist bisher noch nichts berichtet worden.

revilO
11-04-2011, 14:56
und deswegen darf jetzt jeder das hirn ausschalten sorry das kan es auch nicht sein .
Glaubt man der aktuellen Erkenntnissen der Gehirnforschung ist das gar nicht möglich. Das Gehirn macht womöglich was es aufgrund seiner gesammelten Erfahrungen (die eben aufgrund der mangelnden Ausbildung im Straßenverkehr nicht ausreichend sind) tun muss, und übermittelt uns die Illusion, dass wir es sind, die tun, was sie wollen. Wenn die Deterministen recht haben, hinkt der "scheinbare" Wille des Menschen aber dem "Handlungsbefehl" des Gehirns hinterher. "Schuld" an einem solchen Unfall kann dann nur das geschaffene Umfeld haben, das allerdings wiederum ein Ergebnis aus Ursache und Wirkung wäre.

kaufii
11-04-2011, 15:10
und deswegen darf jetzt jeder das hirn ausschalten sorry das kan es auch nicht sein .
weißt du etwa mehr, als alle anderen?
wo erkennst du das "hirn ausschalten"?
bis jetzt ist noch nichts bekannt von telefonieren am steuer, einer kurvengeschwindigkeit von 140km/h, alkohol/drogen am steuer oder sonstigen mutwilligen, grob fahrlässigen verschuldensgründen wie überholen bei sperrlinie...

tragisch ist das unglück allemal, aber eine kurze unkonzentriertheit und ein plötzliches ausbrechen des autos in einer kurve (wenn halt andere verschuldensgründe dazukommen, schauts natürlich wieder anders aus) kann halt jedem autofahrer passieren (ausnahmen sind natürlich die perfekten autofahrer hier im forum)

herbert12
11-04-2011, 15:18
weißt du etwa mehr, als alle anderen?
wo erkennst du das "hirn ausschalten"?
bis jetzt ist noch nichts bekannt von telefonieren am steuer, einer kurvengeschwindigkeit von 140km/h, alkohol/drogen am steuer oder sonstigen mutwilligen, grob fahrlässigen verschuldensgründen wie überholen bei sperrlinie...

tragisch ist das unglück allemal, aber eine kurze unkonzentriertheit oder ein plötzliches ausbrechen des autos in einer kurve (wenn halt andere verschuldensgründe dazukommen, schauts natürlich wieder anders aus) kann halt jedem autofahrer passieren (ausnahmen sind natürlich die perfekten autofahrer hier im forum)

tragisch finde ich das hier versucht wird die autofahrer in schutz zu nehmen jeder der sich hinter steuer setzt muß sich im klaren sein das er damit auch eine waffe in händen hält, und wie schnell da gleich immer die autos von selber in der kurve ausbrechen (das kann doch wohl nicht dein ernst sein).

ich fahre lang genug mit dem auto um schon einiges erlebt zu haben aber wen ich mich heute auf der straße umschaue ist das ein schlachtfeld und nichts anderes mehr und jeder der so einen unfall verurscht gehört wegen mord und nichts andern ins gefängnis.

revilO
11-04-2011, 15:22
jeder der sich hinter steuer setzt muß sich im klaren sein das er damit auch eine waffe in händen hält.
stellt sich die Frage, warum nahezu jeder mit einer solchen Waffe gleichsam durchgeladen frei herumlaufen darf

StyriaBiker
11-04-2011, 15:37
Hallo Leute,

in unserer Familie wurde vor einigen Jahren auch jemand auf einer Landesstraße, Auto vs. Motorroller aus dem Leben geschossen/gerissen. Die Untersuchungen ergaben, dass weder zu hohe Geschwindigkeit, Alkohol, Drogen, Telefonieren, Rauchen bzw. witterungsbedingte Umstände den Unfall auslösten! Die Person die das KFZ gelenkt hat, hat beim Überholen mit 100km/h gemäß StVo alles richtig gemacht aber unser Familienmitglied auf dem Motorroller schlicht weg übersehen und frontal abgeschossen - Shit happens!

Bitte erspart den Betroffenen und Angehörigen an dieser Stelle eure persönlichen Meinungen und Urteile sondern spendet Trost mit vernünftigen Beileidtexten bzw. Trauerbriefen - Danke!

kaufii
11-04-2011, 15:39
...und jeder der so einen unfall verurscht gehört wegen mord und nichts andern ins gefängnis.genau - vorsätzlicher mord, und lebenslänglich wegsperren: super idee!

ich versuch da auch nicht die autofahrer in schutz zu nehmen (bin tag für tag als radfahrer im straßenverkehr unterwegs, und sehe täglich duzende situationen, in denen autofahrer schwächere verkehrsteilnehmer auch mutwillig und wissentlich gefährden), aber man muss halt realistisch den tatsachen ins auge sehen - und soweit bis jetzt bekannt ist, hat die autofahrerin weder vorsätzlich, noch mutwillig, noch grob fahrlässig den unfall verursacht

yellow
11-04-2011, 16:31
das einzige was sowas verhindern würde, wären
MEHR Kontrollen und die im FLIESSVERKEHR

Weil die Unfallverursacherin, und viele andere die ich täglich seh, wird bei den üblichen, dämlichen Laser-tempoüberwachungen - grad da drüben im Westen ist das total auf Geldverdienen aus und nicht auf Erhöhung der Sicherheit - nicht auffallen.
Dabei liegts bei denen einfach im Gemüt zu überholen, dass sofort der Schein abgenommen ghört.
Nur fällt das ohne Fahrzeuge die dort mitfließen nicht auf.

exotec
11-04-2011, 16:49
echt sehr schlimm das Ganze.

Was ich mich allerdings bei solch tragischen Ereignissen und der nachfolgenden Diskussionen immer frage ist, wieviele von jenen, die wissen was schlecht ist und wies anders und besser wäre, sich auch tatsächliche "politisch" engagieren um etwas zu bewegen.

krull
11-04-2011, 17:03
der LKW-Fahrer hatte KEINE Chance den Fussgeher zu sehen, wenn sich der direkt unter seiner Windschutzscheibe vorbeischleicht

Ich gebe dir Recht, dass man bei LKWs extrem vorsichtig sein sollte, trotzdem stellt sich die Frage wieso sich solche Fahrzeuge in der Form mit dieser Häufigkeit in urbanen Raum bewegen dürfen. Ich denke da insbesondere an die Sicherheit von Kindern und älteren Personen, die nicht immer "extrem vorsichtig" sein können. Muss man das als Kollateralschäden in Kauf nehmen? An dem Punkt, kommen jetzt sicher wieder die Meldung ob Billa Filialen in Zukunft mit dem Rad beliefert werden müssen. Nein müssen sie nicht, es gibt auch andere Lösungen. Zumindest denkbar (!) wären unterirdische "Pipelines" in denen fern-/computergesteuerte Schienenfahrzeuge den Transport erledigen. In diesen Tunnels könnte man sämtliche andere Leitungen auch führen. Kostet natürlich Geld, aber dafür keine Menschenleben.

Um aber im hier und jetzt zu bleiben: Ich bin kein Techniker, aber könnte man LKW nicht in Hinblick auf Fußgängersicherheit anders konstruieren? (Stadt-)Busfahrer sitzen ja auch sehr niedrig und man liest selten, von Radfahrer bzw. Fußgängerunfällen. Ich nehme man an dass man den LKW-Motor sowie die Vorderräder weiter nach hinten setzen müsste, was weniger Platz für die geführte Last bedeutet, weil die Gesamtlänge gesetzlich limitiert ist. Kostet also wieder insgesamt mehr Geld, schützt aber Menschenleben. Was uns gegenwärtig wichtiger ist, sieht man jeden Tag auf der Straßen.

NoDoc
11-04-2011, 17:21
Und dazu sah ich gestern den Film "Sieben Leben"..... (Bitte, der Film war grottenschlecht, aber die Thematik hat mich dann schon aus dem Anlass berührt).

Sieben Leben - Kritik (http://www.filmstarts.de/kritiken/92144-Sieben-Leben/kritik.html)

derDim
11-04-2011, 17:35
Ich gebe dir Recht, dass man bei LKWs extrem vorsichtig sein sollte, trotzdem stellt sich die Frage wieso sich solche Fahrzeuge in der Form mit dieser Häufigkeit in urbanen Raum bewegen dürfen...

Um aber im hier und jetzt zu bleiben: Ich bin kein Techniker, aber könnte man LKW nicht in Hinblick auf Fußgängersicherheit anders konstruieren?

so einen fall hatten wir auch in graz
http://graz.radln.net/cms/beitrag/11059831/36832857/
und http://steiermark.orf.at/stories/328565/

technische möglichkeiten werden auch schon seit jahren diskutiert
http://www.handelsblatt.com/auto/nachrichten/eu-beschliesst-spiegel-nachruestung-fuer-lkw/2745030.html
aber
http://news.sky.com/skynews/Home/UK-News/Lorry-Shunting-Car-Video-Arclid-Launch-Probe-Into-Truck-Pushing-Renault-Clio-Along-A1M-Wetherby/Article/201003315576181

hermes
11-04-2011, 19:42
Kostet natürlich Geld, aber dafür keine Menschenleben.
das problem ist, dass ein menschenlaben eigentlich nichts kostet, während es bei allen (und da schließ ich mich ehrlicherweise mit ein) "überlebenden" einigen unmut erregen würde, wenn die lebensmittel- und sonstigen preise steigen würden. wenn man deiner idee der unterirdischen anlieferung folgen würde, dann wären das riesenkosten, die zu bewältigen wären. mal abgesehen von den technischen problemen, die sich da in bestehenden städten auftun (da läuft nämlich einiges unter der erde).

ich bin halt der meinung, dass man als schwächerer immer gegenüber den stärkeren nachgeben muss, wenns drauf ankommt. vielleicht ist das der grund, warum ich noch nie einen unfall mit dem rad hatte, und ich beweg mich seit mittlerweile fast 30 jahren im straßenverkehr herum. lieber einmal unrecht geschehen lassen, als tot oder verletzt sein.

krull
11-04-2011, 20:01
ich bin halt der meinung, dass man als schwächerer immer gegenüber den stärkeren nachgeben muss

Hermes, das kannst du jetzt doch nicht wirklich so meinen oder? Das Recht des Stärkeren also? Hackordnung? Ich halte es so dass der Schwächere schützenswert ist und der Stärkere nachgeben soll/muss. Übrigens auch unfallfrei nach sicher 5 Jahren am Stadtradl und knapp 10 Jahren im Auto.

Das mit der Pipeline ist eine "zumindest denkbare" Alternative - das heißt nicht, dass die sofort und überall umsetzbar ist. Denkbar wären auch kleinere Einkaufsstätten ("Greißler") mit weniger nötigem Transportvolumen.

HAL9000
11-04-2011, 20:18
... Ich halte es so dass der Schwächere schützenswert ist und der Stärkere nachgeben soll/muss...
soweit die theorie, die auch ich vollstens unterstütze. ich habe hermes' posting aber so interpretiert, dass es in der derzeitigen realität
leider so aussieht und du danach handeln musst. wenn jeder radfahrer auf seinem recht bestehen würde, gäbe es noch viel mehr tote.

ich habe die erfahrung gemacht, dass man als radfahrer für _alle_ mitdenken muss, autofahrer und fußgänger. ich hatte nur einen einzigen
unfall mir autobeteiligung, da hatte ich allerdings nicht den funken einer chance, auch nicht mit allergrößter aufmerksamkeit.

CU,
HAL9000

Flo
11-04-2011, 20:28
ich bin halt der meinung, dass man als schwächerer immer gegenüber den stärkeren nachgeben muss, wenns drauf ankommt. vielleicht ist das der grund, warum ich noch nie einen unfall mit dem rad hatte, und ich beweg mich seit mittlerweile fast 30 jahren im straßenverkehr herum. lieber einmal unrecht geschehen lassen, als tot oder verletzt sein.

Und wie machst du das mit dem "nachgeben" wenn dich von hinten einer von der Straße räumt,
oder ein anderer einfach ein Stoppschild ignoriert, oder dir nach dem extubieren erzählt wird
was vor 4 Tagen überhaupt passiert ist ?

simplonthepride
11-04-2011, 20:30
ich bin halt der meinung, dass man als schwächerer immer gegenüber den stärkeren nachgeben muss,

Das unschlagbare System des kalten Krieges und genau das erleben wir jeden Tag auf der Straße.

Edit: Panzer darf ich leider nicht fahren:(

Flo
11-04-2011, 20:32
Das unschlagbare System des kalter Krieges - gefällt mir, ab morgen fahre ich Panzer

Yea, in einem T80 sitzend, mit gutem Gewissen und einem fetten Grinser, einen A8 frontal nehmen. Das wär mal was =)

hermes
11-04-2011, 20:38
Hermes, das kannst du jetzt doch nicht wirklich so meinen oder? Das Recht des Stärkeren also? Hackordnung? Ich halte es so dass der Schwächere schützenswert ist und der Stärkere nachgeben soll/muss. Übrigens auch unfallfrei nach sicher 5 Jahren am Stadtradl und knapp 10 Jahren im Auto.
dass du einen nicht unwesentlichen teil meines satzes aus dem zitat genommen hast, ist dir eh klar, oder?
und wenn du ihn mitliest, dann ja, so mein ichs. bevor ich im spital lieg, soll lieber der andere vorrang haben. von recht desstärkeren ist das noch weit entfernt.


denkbar ist vielen, gerade in zeiten wie diesen: massive verteuerung von energie zum beispiel würde die ganze verkehrs- und transportproblematik massiv reduzieren, gleichzeitig würden alternativenergien und energiesparmaßnahemn einen enormen aufwind erfahren. aber, ich habs wo anders schon geschrieben, ich zweifle an der durchsetzbarkeit, weils für die reichen (also uns alle, die wir hier mitlesen) große verluste von lebensqualität bringen würde und wer will das schon? unser aller hobby können wir dann vergessen, weil wir hackeln müssen, damit wir was zu essen und brennstoff bekommen. nix freizeit, nix urlaub, nix internet. so wie früher halt, leben um zu überleben.

hermes
11-04-2011, 20:44
Und wie machst du das mit dem "nachgeben" wenn dich von hinten einer von der Straße räumt,
oder ein anderer einfach ein Stoppschild ignoriert, oder dir nach dem extubieren erzählt wird
was vor 4 Tagen überhaupt passiert ist ?
solche fälle mein ich nicht. unfälle lassen sich nie gänzlich verhindern. unaufmerksamkeit oder schlichte fahrfehler können immer und jedem passieren, auch radfahrern. bei denen sind die konsequenzen für andere halt nicht so dramatisch.
ich mein zb., dass ich schon aufpasse, dass ich mich als radfahrer nicht im toten winkel von autos aufhalte, dass ich als fußgänger sehr wohl schau, bevor ich über einen zebrastreifen geh usw.

krull
11-04-2011, 21:13
dass du einen nicht unwesentlichen teil meines satzes aus dem zitat genommen hast, ist dir eh klar, oder?
und wenn du ihn mitliest, dann ja, so mein ichs. bevor ich im spital lieg, soll lieber der andere vorrang haben. von recht desstärkeren ist das noch weit entfernt.

Nein war mich nicht klar. Bevor ich im Spital liege, gebe ich auch nach. Das wird denke ich sowieso jeder so handhaben, sofern ihm die Gefahr bewusst ist. Das soll die "Stärkeren" aber nicht davor entheben, umso mehr aufzupassen.


denkbar ist vielen, gerade in zeiten wie diesen: massive verteuerung von energie zum beispiel würde die ganze verkehrs- und transportproblematik massiv reduzieren, gleichzeitig würden alternativenergien und energiesparmaßnahemn einen enormen aufwind erfahren. aber, ich habs wo anders schon geschrieben, ich zweifle an der durchsetzbarkeit, weils für die reichen (also uns alle, die wir hier mitlesen) große verluste von lebensqualität bringen würde und wer will das schon? unser aller hobby können wir dann vergessen, weil wir hackeln müssen, damit wir was zu essen und brennstoff bekommen. nix freizeit, nix urlaub, nix internet. so wie früher halt, leben um zu überleben.

Es gibt aber nun mal mehr als schwarz und weiß. Lebensqualität heißt nicht zwingend, dass alles (vor allem Energie) so billig wie möglich verfügbar sein muss. Ich kenne nur den Zusammenhang zwischen Glück und Wohlstand auf nationaler Ebene (Quelle hab ich nicht parat, lässt sich aber sicher leicht finden). Da hat sich jedenfalls relativ deutlich gezeigt, dass ab einer bestimmten Schwelle das Glück trotz steigendem Wohlstands nicht weiter zunimmt. Klingt plausibel finde ich - auch auf individueller Ebene.
Für mich heißt Lebensqualität jedenfalls auch, dass ich im Verkehr keine Angst haben muss und dass ich in der Stadt keine vergiftete Luft atmen muss. Dafür wäre ich gerne bereit, höhere Energiepreise zu zahlen. Vor ein paar Tagen bin ich zufällig über folgendes, hier passendes, Video gestolpert: http://www.youtube.com/watch?v=LtD91gzYlww&feature=youtu.be Ich belasse es hier bewusst ohne Wertung.

Fl0
11-04-2011, 21:18
"Nur 50 Meter vom Unfallort entfernt befindet sich auch ein Radweg. Weshalb die drei verunglückten Radfahrer diesen nicht benutzt haben, "wissen wir nicht", so Bürgermeister Herbert Reisinger. "Sie sind Einheimische, sie haben den Radweg sicher gekannt. Aber, ich habe das nicht zu beurteilen." Grundsätzlich werde der Radweg auf jeden Fall sehr gut angenommen, erst kürzlich sei wieder ein neuer Abschnitt eröffnet worden."

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/649394/Auto-rast-in-Radfahrer_Ursache-noch-unklar-?from=gl.home_panorama
:(

outmen
11-04-2011, 23:28
wahnsinn, ein 5 seiten thread und nur ganz wenige beiträge die nicht vor dummheit und totaler ignoranz nur gleich so strotzen:f:

niemand mäht absichtlich 3 menschen nieder und niemand ist davor gefeit fehler zu machen, weder wir selber noch unsere familienmitglieder, ob da dann auch alle so hart ins gericht gehen würden?
eine tragische situation für ALLE beteiligten:(
mein beileid.

shroeder
11-04-2011, 23:33
wahnsinn, ein 5 seiten thread und nur ganz wenige beiträge die "nicht" vor dummheit und totaler ignoranz nur gleich so strotzen:f:

niemand mäht absichtlich 3 menschen nieder und niemand ist davor gefeit fehler zu machen, weder wir selber noch unsere familienmitglieder, ob da dann auch alle so hart ins gericht gehen würden?
eine tragische situation für ALLE beteiligten:(
mein beileid.

meinst, oder?

revilO
12-04-2011, 07:02
aber, ich habs wo anders schon geschrieben, ich zweifle an der durchsetzbarkeit, weils für die reichen (also uns alle, die wir hier mitlesen) große verluste von lebensqualität bringen würde und wer will das schon? unser aller hobby können wir dann vergessen, weil wir hackeln müssen, damit wir was zu essen und brennstoff bekommen. nix freizeit, nix urlaub, nix internet. so wie früher halt, leben um zu überleben.
Wenn man den Preis von Fleisch, Strom und Treibstoff, aus meiner Sicht die drei Dinge, mit denen der Mensch extrem verschwenderisch umgeht, um das beispielsweise Doppelte erhöht, bedeutet das nicht gleichzeitig, dass der Verbraucher für diese drei Dinge das Doppelte ausgeben muss. Als Alternative könnte er auch nur die Hälfte davon verbrauchen. Wer das nicht möchte oder kann, der muss eben entsprechend wo anders einsparen (dann wird man eben den einen oder anderen Luxusartikel herunterschrauben) oder mehr hackeln gehen.

Man muss aber auch festhalten, dass trotz (gefühlt enorm) steigendem Straßenverkehr die Verkehrstoten nahezu jedes Jahr weniger werden. 1970 sind in Österreich im Straßenverkehr noch über 2500 Menschen ums Leben gekommen, im Vorjahr waren es 548.

Daniel Saxon
12-04-2011, 07:39
Mein Beileid an die Familien der Opfer.

Ich bin gespannt, wie lange die Medien noch Interesse haben werden an dem Fall... ich denke mal außer den Lokalen Medien wird wohl keiner mehr großartig davon berichten, somit wird die Sache wieder aus den Köpfen der Autofahrer aber auch Radler verschwinden, und es geht weiter wie bisher... das wäre aber ein leicht zu ändender Zustand, und würde meiner Meinung auch etwas bringen.
Ich weiß natürlich das man abgestumpft wird oder werden kann wenn man etwas immer und immer lesen muss, aber schaden kann es ganz bestimmt nix...

Kuglblitz
12-04-2011, 08:05
wahnsinn, ein 5 seiten thread und nur ganz wenige beiträge die vor dummheit und totaler ignoranz nur gleich so strotzen:f:
.
Inwiefern?

feristelli
12-04-2011, 13:31
letzten freitag (http://oe1.orf.at/programm/tag/20110408)gab's auf Ö1 eine sendung zur situation der fernfahrer in europa :eek:
wahnsinn, was da so unterwegs ist! die quote bei beanstandungen bei lkw-kontrollen sind unglaublich hoch - aber wie es scheint, schert's niemanden.

die sendung war ein interview mit dem journalist und ehem. fernfahrer Jochen Dieckmann, der das buch "Geschlafen wird am Monatsende" geschrieben hat und darin so aus dem nähkästchen plaudert.
ein paar tage kann man die sendung noch nachhören: hier auf der Ö1-site (http://oe1.orf.at/programm/271577) (schwarzweißen pfeil anklicken)

yellow
12-04-2011, 17:48
die quote bei beanstandungen bei lkw-kontrollen sind unglaublich hoch - aber wie es scheint, schert's niemanden.dabei darfst aber nicht vergessen, dass dort "nur" gezielt "offensichtliche Kandidaten" rausgezogen werden.
Klar ist damit die Quote hoch - wäre ja auch n ziemliches Armutszeugnis für die Kibara, wenn sie das Aug nicht dafür haben würden.
N guter Vergleich ist die Quote bei Lebensmittelkontrollen - die nehmen ja auch das abgepackte Faschierte, das schon grün schimmelt und nicht das gute.

... wie viele LKW gut aussehen (wie viele Packungen Fleisch top sind), das kommt da ja nicht raus, oder?
Also völlig ohne echte Aussagekraft.

aTiroler
12-04-2011, 18:42
Zu dem Thema LKW usw. könnt i a a Buch schreiben. In 18 Jahren kommt da schon einiges unter.
Am besten haben mir immer die Kontrollen der Ostblock LKW's gefallen.

Polizei: Führerschein und Papiere Bitte.
Ostler: I nix Deutsch, Nix verstehen.
Polizei: Dokumenta, Papira, Lizenza?
Ostler: I nix verstehen, Nix Deutsch.
Polizei: Na Supa wos moch ma mit dem?
Polizei Kollege: Los eam Foan i mog mi ned Plogn!
Polizei: Foans weiter oba schnell.
Ostler: Lacht über beide Ohren und is weg.

Mir als nächsten haben's dann bis auf de Taschenlampe und Feuerlöschdecke usw.
alles Kontrolliert. Hat meist länger gedauert da entweder Gefahrengut oder Schwertransport
mit über 25m Länge und/oder bis zu 6m Breite. Ist fast immer so g'wesen, leider.
Aber wehe unsereiner hat ned Italienisch und Englisch mehr oder weniger Perfekt können.

lg Stefan

feristelli
12-04-2011, 20:56
...
Also völlig ohne echte Aussagekraft.

gut.
aber die tricks, mit denen arbeitszeitbeschränkungen umgangen und pausen eingespart werden, urlaubsscheine, die einen nie genossenen urlaub bekunden etc. haben's schon in sich. und die sind nicht eben selten.
nicht einmal die neuen elektronischen fahrtenschreiber sind für was gut ...
laut Jochen Dieckmann.

Casky
12-04-2011, 21:12
Dazu noch ein follow-up:
http://salzburg.orf.at/stories/509659/

Interessante Aussage von Friedrich Schmidhuber, Leiter der Landesverkehrsabteilung:

"Ich erleide ja nicht einen wesentlichen Nachteil dadurch, dass ich einen Radweg benutze", argumentiert Schmidhuber.

Ich denke, der gute Mann fährt wenig bis nie Rad bzw hat sehr wenig Ahnung von der Qualität diverses Radwege in Salzburg.

Generell finde ich es bedenklich, dass selbst die Polizei hier wieder indirekt die Schuld in Richtung Opfer schiebt.

yellow
12-04-2011, 21:36
sowohl in Zeitung, als auch in ZIB:
"ein paar Meter weiter war ein Radweg"
"die Winterreifen waren schuld"

wahrscheinlich genauso wie die "Sandwolke", die dran "schuld" war, was kürzlich in Deutschland passiert ist
(oder mit der Rauchgranate bei uns damals)

Es darf wohl nie der Autofahrer - zu schnell für die Gegebenheiten - schuld sein.
:f:

HAL9000
12-04-2011, 21:44
mich würde interessieren, was geschrieben worden wäre, wenn das 3 einheimische burschen mit ihren mofas gewesen wären...

CU,
HAL9000

Fl0
12-04-2011, 22:17
mich würde interessieren, was geschrieben worden wäre, wenn das 3 einheimische burschen mit ihren mofas gewesen wären...

CU,
HAL9000

die sind zhumindest 100%ig von der Radwegbenützungspflicht nicht erfasst ;) Ob in diesem fall die opfer, den radweg benützen hätten müssen, muss man klären.
Es ist zwar sicher falsch hier jetzt die Opfer mit der ganzen schuld zu belasten, dennoch sicher eine tatsache die gewürdigt werden muss.
Im übrigen hat ja die tatsache, dass die winterreifen suboptimal für die verhältnisse waren ja keine auswirkung auf die schuld. Nachdem die Winterreifen weder ins Gefängnis gehen, noch Schadenersatz zahlen, wirds ja eh den autofahrer treffen. Dieser wird ja eh nicht seiner verantwortung entbunden.
Man kann nur hoffen dass der Gesetzgeber halt auch überlegt ob eine relative Winterreifenpflicht bis mitte april sinnvoll ist. Vor 5 Jahren wär niemand auf die Idee gekommen anfang - mitte april mit den summerheidln rumzufahren.

outmen
13-04-2011, 00:04
meinst, oder?

danke, schon geändert!

Kraeuterbutter
13-04-2011, 00:37
Das mit der Pipeline ist eine "zumindest denkbare" Alternative - das heißt nicht, dass die sofort und überall umsetzbar ist. Denkbar wären auch kleinere Einkaufsstätten ("Greißler") mit weniger nötigem Transportvolumen.
hmmm.
ich würde vermuten dass vielleicht in diesem Fall sogar genau das Gegenteil eintreten würde...

statt ein grosser LKW der gut sichtbar (und hörbar ist) der einen grossen Supermarkt beliefert,
hast du dann 10-15 kleine Kastenwägen/Sprinter die
a) weniger auffallen wie ein LKW
b) meist aggressiver unterwegs sind

ob sich so die unfallzahlen verringern lassen ?

man kann die ganz Welt nicht in Watte packen
für uns Radfahrer und Fussgänger, Mopedfahrer usw. heißt es dann einfach: doppelte vorsicht neben einem LKW

AB
13-04-2011, 06:58
Dazu noch ein follow-up:
http://salzburg.orf.at/stories/509659/
Interessante Aussage von Friedrich Schmidhuber, Leiter der Landesverkehrsabteilung:
"Ich erleide ja nicht einen wesentlichen Nachteil dadurch, dass ich einen Radweg benutze",


Oida! :f: Typischer Autofahrer und nicht (zumindest schneller fahrender) Radfahrer. Ich benutze zwar auch immer die Radwege, wenn es einen gibt. Aber:
1) Sind die Radwege meist ohnehin genau neben der Straße und baulich nicht getrennt / abgesichert. Also wenns da wenn schleudert, bin ich trotzdem tot.
2) Auf einem Radweg kommt man durch die vielen Kreuzungen, Kurven, Umwege langsamer voran. An vielen Kreuzungen hat man Nachrang (Stopptafel, Radweg Ende und nach der Kreuzung wieder Radweg Anfang :rolleyes: )
3) Man hat ein erhöhtes Unfallrisiko durch die vielen Kreuzungen, Einfahrten etc.

Wobei man leider schon sagen muss, dass es ein paar resistente langsame Radfahrer gibt, die glauben sich an keine Regeln halten zu müssen und wie das sprichwörtliche Traummännlein ohne nach links und rechts zu schauen herumfahren. Die Leute gibts aber genauso bei den Autofahrern, Fußgängern usw.

Mein Beileid den Angehörigen!

Edith: Ich war bei 30°C+ schon mit Winterreifen unterwegs und lebe heute noch. Also die Winterreifen haben sicher nicht alleinige Schuld. Dann müssten ja auch die ganzen weichen DH-Reifen auf Asphalt grenzwertig zu fahren sein!?

kupi
13-04-2011, 07:34
Edith: Ich war bei 30°C+ schon mit Winterreifen unterwegs und lebe heute noch. Also die Winterreifen haben sicher nicht alleinige Schuld. Dann müssten ja auch die ganzen weichen DH-Reifen auf Asphalt grenzwertig zu fahren sein!?

die winterreifen als auslöser für eine 80m schleuderspur zu betrachten, finde auch ich als totalen schwachsinn. ich fahre schon den dritten sommer mit winterreifen durch, weil ich nicht weiß, wie lange es meine alte kiste noch macht, bzw. sinn macht zu reparieren - absolut kein problem. hingegen hatte ich einmal einen gebrauchten passat um eur 8000,- bei einem vw-händler gekauft mit, wie ich später erst merkte, veralteten sommerreifen - das war wirklich extrem kritisch bei nasser fahrbahn, wie auf glatteis.
bin noch immer überzeugt, das die lady wohl durch irgendetwas abgelenkt gewesen sein muss, oder sonst etwa kurzes blackout, oder...

shroeder
13-04-2011, 07:37
danke, schon geändert!
ka ursache :wink:

shroeder
13-04-2011, 07:42
die winterreifen als auslöser für eine 80m schleuderspur zu betrachten, finde auch ich als totalen schwachsinn. ich fahre schon den dritten sommer mit winterreifen durch, weil ich nicht weiß, wie lange es meine alte kiste noch macht, bzw. sinn macht zu reparieren - absolut kein problem. hingegen hatte ich einmal einen gebrauchten passat um eur 8000,- bei einem vw-händler gekauft mit, wie ich später erst merkte, veralteten sommerreifen - das war wirklich extrem kritisch bei nasser fahrbahn, wie auf glatteis.
bin noch immer überzeugt, das die lady wohl durch irgendetwas abgelenkt gewesen sein muss, oder sonst etwa kurzes blackout, oder...
Genau solche profis und auskenner benoetigt die welt ganz dringend hinterm lenkrad um unsern strassenverkehr sicherer zu machen....

JIMMY
13-04-2011, 08:00
Genau solche profis und auskenner benoetigt die welt ganz dringend hinterm lenkrad um unsern strassenverkehr sicherer zu machen....
..ist aber irgendwie logischer als der shice mit den winterreifen - schleudern usw
wieviel tempo mus man überschreiten,dass es einem bei trockener fahrbahn schleudert,sowas bringt man normalerweise echt nur zusammen
wenn man es provoziert.

aber wie schon jetzt öfters gepostet,die schuld wird bei allem anderen gesucht als beim fahrer-
radfahrer nicht am radweg usw - s' echt a frechheit :rolleyes:

feristelli
13-04-2011, 08:14
... s' echt a frechheit :rolleyes:

den versicherungen sind bei den zu erwartenden summen frechheiten herzlich egal.
da geht's ned um Gerechtigkeit, bestenfalls ums Recht. aber v.a. um viel Geld.

Kuglblitz
13-04-2011, 08:15
Dazu noch ein follow-up:
http://salzburg.orf.at/stories/509659/

Interessante Aussage von Friedrich Schmidhuber, Leiter der Landesverkehrsabteilung:
Ich denke, der gute Mann fährt wenig bis nie Rad bzw hat sehr wenig Ahnung von der Qualität diverses Radwege in Salzburg.
Generell finde ich es bedenklich, dass selbst die Polizei hier wieder indirekt die Schuld in Richtung Opfer schiebt.
Ja, der Beitrag ist wirklich schlimm.
"Ich glaube, dass die Autofahrer immer wieder für ihr Verhalten aufgeklärt werden."
Wieso kommt mir dann vor, dass nach wie vor beim fahren telefoniert wird (ohne Freisprecheinrichtung), immer weniger geblickt wird, Radwege allzuoft als Parkplätze benutzt werden und sehr oft der Sicherheitsabstand nicht eingehalten wird? Und viele Radwege sein einfach gefährlich, etwa die "Todesstreifen" neben parkenden Autos oder weil sie extrem eng, unübersichtlich oder gleich neben Ausfahrten angelegt sind.
Und was ist mit der Nichtgültigkeit der Radwegbenutzungspflicht bei Rennrädern?

Solche Meidungen verstärken Autofahrer nur noch weiter, die Straße als ihr alleinige Refugium zu betrachten.
Bis zu den nächsten Toten. Und dann waren wieder die reifen und nicht der Fahrer schuld. :s:

Edit: Ich habe meine Kritik jetzt auch an bpds.salzburg@polizei.gv.at geschickt.

NoDoc
13-04-2011, 08:18
den versicherungen sind bei den zu erwartenden summen frechheiten herzlich egal.
da geht's ned um Gerechtigkeit, bestenfalls ums Recht. aber v.a. um viel Geld.
Alte, tote Menschen, da sieht unsere Rechtsordnung nicht allzuviel vor....

shroeder
13-04-2011, 08:34
wieviel tempo mus man überschreiten,dass es einem bei trockener fahrbahn schleudert


aus erfahrung reicht scho geringe differenz auch bei verschiedener gummimischung von sommerreifen zu sommerreifen, der unterschied zu winterreifen is da schon recht gewaltig, obs da messergebnisse im kurvenverhalten gibt weiss ich ned, besonders deutlich sieht man den unterschied bei bremswegmessungen, dei frau müsst da zugang zu genaueren daten haben?

JIMMY
13-04-2011, 08:37
aus erfahrung reicht scho geringe differenz auch bei verschiedener gummimischung von sommerreifen zu sommerreifen, der unterschied zu winterreifen is da schon recht gewaltig, obs da messergebnisse im kurvenverhalten gibt weiss ich ned, besonders deutlich sieht man den unterschied bei bremswegmessungen, dei frau müsst da zugang zu genaueren daten haben?
..hast eh so wie immer echt,ich bin ja noch nie auto oder sonst was gefahren,was red' i da mit.

G.Hans
13-04-2011, 08:38
"Nur 50 Meter vom Unfallort entfernt befindet sich auch ein Radweg. Weshalb die drei verunglückten Radfahrer diesen nicht benutzt haben, "wissen wir nicht", so Bürgermeister Herbert Reisinger. "Sie sind Einheimische, sie haben den Radweg sicher gekannt. Aber, ich habe das nicht zu beurteilen." Grundsätzlich werde der Radweg auf jeden Fall sehr gut angenommen, erst kürzlich sei wieder ein neuer Abschnitt eröffnet worden."

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/649394/Auto-rast-in-Radfahrer_Ursache-noch-unklar-?from=gl.home_panorama
:(

da ich dort aufgewachsen bin und die Unfallstelle sehr gut kenne, kann ich nur sagen, daß der Radweg in diesem Bereich von manchen bewusst gemieden wird, er verläuft hier nämlich extrem unübersichtlich, d.h. durch eine eher enge Unterführung in die man durch eine leicht abschüssige 90 Grad Kurve einfährt, entgegenkommende Radfahrer, Skater, (teils leider auch Mopedfahrer) sieht man erst sehr spät und es kommt immer wieder zu unangenehmen Begegnungen.

shroeder
13-04-2011, 08:49
..hast eh so wie immer echt,ich bin ja noch nie auto oder sonst was gefahren,was red' i da mit.

was fragst dann deppert wennsd die antwort ned hörn willst :D

obs in sachen kurvenverhalten auch "wissenschaftliche" untersuchungen mit fürn normalbürgern greifbaren differenzwerten gibt würd mich aber intressiern...

Scorpio
13-04-2011, 12:24
..ist aber irgendwie logischer als der shice mit den winterreifen - schleudern usw
wieviel tempo mus man überschreiten,dass es einem bei trockener fahrbahn schleudert,sowas bringt man normalerweise echt nur zusammen
wenn man es provoziert.

aber wie schon jetzt öfters gepostet,die schuld wird bei allem anderen gesucht als beim fahrer-
radfahrer nicht am radweg usw - s' echt a frechheit :rolleyes:

viel brauchts nicht - kleiner Ölfleck, paar Kieselsteinchen, kurz unkonzentriert und zu heftig korrigiert - dazu eine unroutinierte Fahrerin, die vielleicht auch das Auto noch nicht so richtig gut kennt.
Wenn sonst niemand dort gewesen wäre wärs nicht einmal ein Nebensatz in der Lokalzeitung. So ist es ein tragischer Unglücksfall. Beileid an alle Beteiligte.

ad Winterreifen: Bin letzten Sommer auch meine fertig gefahren, waren im Sommer besser als im Winter. Könnten aber auch all-Season gewesen sein.
Mit anderen WR habe ich es auch schon gemacht - ein bißchen weicher fahren sie sich. Der Unterschied von Premium-Sommerreifen zu billig-China-Sommerreifen ist sicher größer als von Premium-Winter zu Sommer.

sonina
13-04-2011, 14:47
Alsooo,

ich habe den Bericht auch in den OÖ Nachrichten gelesen, und muss eines dazu sagen: mit der Autofahrerin habe ich NULL Mitleid! Ich habe seit bald 30 Jahren meinen PKW-Schein und seit 25 Jahren den fürs Motorrad und ich habe noch nie jemanden ernsthaft gefährded. Sicher, auch ich war manchmal müde, abgelenkt, vielleicht auch zu schnell, nervös, in Eile usw. Aber trotz alldem MUSS ich wenn ich Auto fahre auf die anderen Verkehrsteilnehmer aufpassen, besonders auf die schwächeren.

Ich war gestern noch ca. 180 km von Wien entfernt und wollte noch am Abend heimfahren. Aber ich hatte eine starke Migräneattacke - also setzte ich mich nicht ins Auto und legte mich schlafen. Ich bin dann heute um 6:00 Uhr gefahren - ohne Kopfweh und ganz ruhig. Ich bin mir sicher, dass ich gestern nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit gefahren wäre. Soweit muss man als motorisierter Verkehrsteilnehmer sein - auch einmal auf eine Fahrt verzichten, wenn man sich nicht wirklich fit fühlt.

Außerdem 80 Meter Schleuderspur - das hinterfragt niemand??? Wie schnell war denn die junge Dame unterwegs - die erlaubten 100 km/h auf einer Freilandstraße bringen nicht einmal meinen alten klapprigen Kleinwagen (meine Stoßdämpfer sind auch schon beim nächsten Pickerl fällig) bei einer starken Kurve zum Ausbrechen! Und ich fahre derzeit auch noch mit den Winterreifen - ja mit billigen, aber da müsste schon viel passieren, dass ich 80 Meter weit schleudern würde.

Mein Beileid gilt den Hinterbliebenen der Radfahrer.

Mein Zorn richtet sich (wieder einmal) gegen alle, die Schnellfahren als "Freiheit" bezeichnen und Rücksichtslosigkeit als "sportlichen Fahrstil".

LG
S.

yellow
13-04-2011, 16:49
Ihr vergleichts da jetzt Leute (Euch nämlich), die es bewußt darauf anlegen am (Hobby-)Limit der Teile rumzugondeln,
der überwiegende Teil der Autofahrer kommt aber genau nie in den Bereich, dass er/sie nen Unterschied spürt
... bzw. leider nur ein Mal, so wie die Dame da jetzt.
Die war aber zu schnell + überfordert, so dass sichs auch nicht ausgegangen wäre, wenn sie Supertopreifen auf einem X-Bow gehabt hätte.

Fehlverhalten auf irgendwas abzuschieben ist daher total lächerlich, auch wenn die Winterreifen im Sommer messbar längeren Bremsweg haben


PS: HEUTE gab es ein paar Sperrungen bzw. Winterreifenpflicht - sowiel zu "welcher vernünftige hätte im April noch die Winterreifen montiert".
Die Geschichte ist nicht hier im Großraum Wien passiert!

Fl0
13-04-2011, 16:51
Außerdem 80 Meter Schleuderspur - das hinterfragt niemand???

Da man davon ausgehen kann, dass schleudern, sofern man nicht gegen ein festes Hindernis kracht den Bremsweg nicht verkürzt, entspricht die länge ungefähr einem Bremsweg von ca. 90km/h auf 0. Davon alleine kann also nicht auf eine stark überhöhte Geschwindigkeit geschlossen werden.

yellow
13-04-2011, 17:17
Floh, ist diese alte Formel (Bremsweg = V/10 ²) noch aktuell?
Ich mein, unter 40 Meter (ein Mal Leitpflock zu Leitpflock = 33 Meter + ein bissl was dazu) ..., bei einer kontrollierten Vollbremsung aus 100, das geht sich doch locker aus.
Wird mit der alten Formel noch gerechnet?

Fl0
13-04-2011, 17:36
Floh, ist diese alte Formel (Bremsweg = V/10 ²) noch aktuell?
Ich mein, unter 40 Meter (ein Mal Leitpflock zu Leitpflock = 33 Meter + ein bissl was dazu) ..., bei einer kontrollierten Vollbremsung aus 100, das geht sich doch locker aus.
Wird mit der alten Formel noch gerechnet?

grs. kann man das ohne genauem reibwert der Fahrbahn und sonstiger informationen zu den Verhältnissen nichts genaues sagen.
man kann pi x Daumen Formeln hernehmen, die bei hohen Geschwindigkeiten meist stark abweichen.
das was du da mit den 40m gesagt hast, das ist trifft auf die Gefahrenbremsung im Idealfall mit modernen Autos zu.
beim schleudern in der kurve hast sicher nicht die Verzögerung wie bei einer Vollbremsung.
die 80m entsprechen einer normalen, etwas stärkeren Bremsung, wie man sie öfters im Straßenverkehr machen muss.
Eine wirkliche Vollbremsung habe ich in meinem Leben erst einmal gemacht, und die will auch gelernt sein. Eine derartige Bremsung sollte man im übrigen in einer Kurve ohnehin nicht machen. Denn bei einer wirklichen Vollbremsung blockieren bei einem Auto ohne ABS alle 4 Räder ab dem ersten Bremsimpuls.

grey
13-04-2011, 20:14
Davon alleine kann also nicht auf eine stark überhöhte Geschwindigkeit geschlossen werden.

Naja, anscheinend war sie zu schnell, sonst wär das ganze wohl nicht passiert.
Dass man unter optimalen Bedingungen bis zu 100km/h fahren darf heisst nicht dass 100 km/h gefahren werden können.
Allein die Tatsache dass vermutlich kein technischer Defekt vorlag und sie die Radfahrer niedergemäht hat lässt darauf schließen dass sie einfach zu schnell dran war. Tempolimit hin oder her..

p-dorfbiker
13-04-2011, 20:53
Alsooo, ........................


Mein Beileid gilt den Hinterbliebenen der Radfahrer.

Mein Zorn richtet sich (wieder einmal) gegen alle, die Schnellfahren als "Freiheit" bezeichnen und Rücksichtslosigkeit als "sportlichen Fahrstil".

LG
S.
:klatsch::klatsch::klatsch: bester Beitrag des threads:toll::toll::toll:

maxtc
13-04-2011, 21:23
Ich habe seit bald 30 Jahren meinen PKW-Schein und seit 25 Jahren den fürs Motorrad und ich habe noch nie jemanden ernsthaft gefährded. Sicher, auch ich war manchmal müde, abgelenkt, vielleicht auch zu schnell, nervös, in Eile usw.sicher warst du das auch, nur damit fängt es oft an. woher willst du wissen, dass genau diese punkte nur mit viel glück nicht zu einem unfall geführt haben. oft sind es 4-5km/h, die man zu schnell ist, oft reicht es, ganz kurz abgelenkt zu sein.

unfälle passieren nun mal, viele wären zu verhindern, viele sind es nicht.

ich bin bisher ca. 18x mit dem auto um die erde gefahren, ohne einen kratzer, ohne unfall. man muss immer sein hirn einschalten, nicht nur für sich selbst, leider auch für viele andere, jeden unfall kann man aber sicher nicht verhindern. wer viel fährt, hat auch mehr risiko. auch einem michael schumacher kann mit dem pkw ein fehler passieren, jeder radfaher und jeder fußgeher ist irgenwann gestresst, müde, unkonzentriert, unachtsam und vielleicht hat auch jeder einfach nur mal pech, oder nicht das glück, aus einer kritischen situation mit einem blauen auge rauszukommen.

was genau die frau falsch gemacht hat, wird vielleicht sie wissen, wenn überhaupt. nachher ist man immer klüger. genauso das mit dem radweg.

die rücksichtslosigkeit vieler ist trotzdem bedenklich, vorallem, wenn ich mir täglich ansehe, wieviel manche riskieren, um genau 1 auto weiter davor im stau zu stehen...

und ...ed ist englisch ;)

krull
13-04-2011, 22:25
unfälle passieren nun mal, viele wären zu verhindern, viele sind es nicht.

Ich nehm jetzt mal dein Zitat raus, weil ich sowas in die Richtung hier jetzt schon paar mal gelesen. Was bleibt ist die Frage, was für Konsequenzen wir ziehen? Kopf in den Sand stecken und weiter machen wie bisher? Die 6 toten Kinder heuer haben einfach Pech gehabt? (http://derstandard.at/1301874134060/Verkehrsunfaelle-Heuer-bereits-sechs-tote-Kinder-auf-den-Strassen )

Tödliche Verkehrsunfälle im Alltag geschehen häufig mit Beteiligung des Autoverkehrs. Die einfachste und nahe liegenste Lösung wäre folglich den Autoverkehr zu reduzieren. Ich möchte gar nicht wissen, bei wievielen Unfällen mit Autobeteiligung die Autofahrer zu faul waren die 3km zum Supermarkt mit alternativen Verkehrsmitteln zurückzulegen.

whoknowsme
14-04-2011, 07:08
Die einfachste und nahe liegenste Lösung wäre folglich den Autoverkehr zu reduzieren.

das stimmt so leider nicht ganz!
die statistik sagt aus, daß es früher viel mehr tote im strassenverkehr gegebne hat und damals waren erheblich weniger autos unterwegs!
liegt also vermutlich auch an vielen dingen wie bspw. ABS, ESP, und anderen helferlein im auto, daß mehr autos nicht unbedingt mehr tote bedeuten.

revilO
14-04-2011, 08:08
Autos sind jedenfalls deutlich sicherer geworden und vermutlich auch der Straßenbau, ob das auch beim Fahrstil der Lenker zutrifft, weiß ich nicht, ich habe aber schon das Gefühl, dass die Raser weniger geworden sind. Wenn man die zusätzlichen Ablenkungen im Auto wie vor allem das Handy und das deutlich höhere Verkehrsaufkommen hinzunimmt, ist es eigentlich schon erstaunlich, wie sehr sich die Zahl der tödlichen Unfälle im Laufe der Jahre reduziert hat.

krull
14-04-2011, 08:16
das stimmt so leider nicht ganz!
die statistik sagt aus, daß es früher viel mehr tote im strassenverkehr gegebne hat und damals waren erheblich weniger autos unterwegs!
liegt also vermutlich auch an vielen dingen wie bspw. ABS, ESP, und anderen helferlein im auto, daß mehr autos nicht unbedingt mehr tote bedeuten.

Ist ein gutes Argument. Ich hab mich auf das Zitat bezogen. So lange es Autoverkehr in der heutigen Form gibt, wird es Unfälle geben. Die Frage ist, ob und welche Zahl an Verkehrstoten akzeptabel ist?! Aktuell akzeptieren wir bewusst oder unbewusst beispielsweise die sechs verkehrstoten Kinder des jungen heurigen Jahres.
Ansonsten bin ich gespannt was Fußgängererkennungssysteme etc. bringen werden. Temporeduktion wäre ein erster Schritt, der sofort umsetzbar ist. Bei Fußgängerunfällen mit 30km/h ist die Überlebenschance sehr hoch, bei 50km/h drastisch niedriger. Wäre alles nur eine Frage der Prioritäten. Am Ende bleibt nämlich der Wunsch nach "Freiheit", "Schnelligkeit" und "Flexibilität" versus Menschenleben. Und ich muss mich da selbst auch an der Nase nehmen und die Sinnhaftigkeit jeder einzelnen Autofahrt hinterfragen.

feristelli
14-04-2011, 08:21
in dem fall kann ich mich krulls vorschlag zur reduzierug der pkws auch nicht anschließen.
weniger autos bedeuten mehr leute, sie seltener fahren, d.h. mehr ungeübte und unroutinierte auf den straßen.
mehr fahrräder würden übrigens auch mehr unfälle bedeuten, an denen radfahrer schuld sind.

ich hab jetzt auch nicht die patentlösung, aber
vielleicht würde schon 0 promille etwas helfen. in HU ist das seit ein paar jahren so.
das gab natürlich erst einen riesen aufschrei. mittlerweile ist trinken und lenken aber so tabu, dass dem lenker nicht einmal etwas angeboten wird (bei uns dagegen: na geh, aans geht scho, nua a achterl, nua aa klaans stamperl ...).
wer erwischt wird, verliert den führerschein, pasta. das riskiert niemand.
(wer jetzt anfängt, unfallstatistiken in HU und AUT zu vergleichen, bedenke die unterschiedlichen straßenverhältnisse u.a. faktoren.)

grey
14-04-2011, 08:24
Technik kann viele menschliche unzulänglichkeiten ausbügeln, bringt aber alles nix wenn der hinterm Steuer bewusst seine Freude oder seinen Frust am Fahren auslebt.
Aber es ist natürlich wünschenswert dass mehr technische helferlein richtige unfälle verhindern.

krull
14-04-2011, 08:28
in dem fall kann ich mich krulls vorschlag zur reduzierug der pkws auch nicht anschließen.
weniger autos bedeuten mehr leute, sie seltener fahren, d.h. mehr ungeübte und unroutinierte auf den straßen.
mehr fahrräder würden übrigens auch mehr unfälle bedeuten, an denen radfahrer schuld sind.

Oft sinds ja gerade die "geübten" und "routinierten" die schnell fahren, mal abgesehen davon gibts ja heute auch ungeübte und unroutinierte. Also deswegen die Zahl der Pkw-Kilometer nicht zu reduzieren höre ich erstmals.
Ich rede außerdem gar nicht von der rechtlichen Schuldfrage - es muss ja nicht der Autofahrer an einem Fußgängerunfall rechtlich schuld sein. Das Ergebnis ist ein toter Mitmensch. Man muss sich nur mal Vorstellen dass man (ohne rechtlicher Schuld) einen Menschen aus dem Leben reißt. Daran hat man glaube ich lang zu kiefeln.
Der Unterschied bei einem Fahrradunfall ist die Schwere der Folgen! Ich werde lieber von einem Fahrrad als von einem Auto über den Haufen gefahren.

/edit: Null Promille würde ich aus den genannten Gründen auch unterstützen!

hermes
14-04-2011, 08:44
Ist ein gutes Argument. Ich hab mich auf das Zitat bezogen. So lange es Autoverkehr in der heutigen Form gibt, wird es Unfälle geben. Die Frage ist, ob und welche Zahl an Verkehrstoten akzeptabel ist?! Aktuell akzeptieren wir bewusst oder unbewusst beispielsweise die sechs verkehrstoten Kinder des jungen heurigen Jahres.
das ist eine gute frage. ich kenns berufsbedingt von einer anderen thematik: von baustellenunfällen. es ist ein wahnsinn, was sich da in den letzten jahren an scherheitsmaßnahmen getan hat und an den handelnden personen - alkohol auf großbaustellen wirst beispielsweise kaum noch finden, dazu sicherheitsausrüstung, alle arten von absturzsicherungen (die kosten mittlerweile einen anteil der gesamtbausumme) usw. trotzdem hauts jedes monat irgendwo einen arbeiter runter. unfälle sind nicht zu verhindern, natürlich ist jeder einzelne fall tragisch und immer ist irgendwas nicht so gewesen, wie es sein sollte, aber 100%ige sicherheit und überprüfung gibts nur in der theorie. 1000mal steigt einer gesichert aufs dach, 1x nicht, weil er seinen hammer eh nur in 3m entfernung liegen sieht, und schon ist es passiert.
solange wir nicht unter einem glassturz leben, sind wir einem risiko ausgesetzt.
maßnahmen, die die verkehrssicherheit betreffen gibt es schon viele und viele (elektronische) systeme sind auch schon in der entwicklung. trotzdem wird es niemals ein jahr ohne verkehrstoten geben, da bin ich sicher.
ich überleg mir auch jede autofahrt und fahr auch nimma so viel, aber wenn ich ehrlich bin, für die breite masse fehlt die alternative. morgen muss ich nach wr. neustadt, da bin ich immer mit dem auto hin. 1h fahrzeit, trotz donauuferautobahn und tangente und ich park genau dort, wo ich hin will. diesmal fahr ich öffentlich, da muss ich am tag vorher schon schauen, wann die züge gehn, ich muss unterwegs irgendwo eine fahrkarte kaufen, vom bahnhof muss ich 15 minuten gehn (hoffentlich ohne regen und sturm), das gleiche wieder retour. pro strecke 1:45 unterwegs. ich seh es als opfer für die umwelt, aber es ist ein opfer, das tu ich mir sicher nicht jede woche an. solange beamen nicht geht, wird man die leut nicht aus den autos raus bekommen.

edit: auch ich wär für 0 promille, aber eine einhaltung der 0,5 würd auch schon sehr viel helfen. generell seh ich bei den verkehrsstrafen das größte potential zur erhöhung der verkehrssicherheit. wenn einer 80 statt 50 im ortsgebiet fährt, dann soll er gleich ordentlich brennen. bei 200 auf der autobahn wird das fahrzeug beschlagnahmt und versteigert, ordentlich geld weg, wenn einer bei rot über die kreuzung fährt. und viel mehr überwachung. kann ja nicht sein, dass es keine geschwindigkeitsmessungen gibt, nur weils regnet, oder der wind geht. :mad:

feristelli
14-04-2011, 08:46
Der Unterschied bei einem Fahrradunfall ist die Schwere der Folgen! Ich werde lieber von einem Fahrrad als von einem Auto über den Haufen gefahren.

das stimmt natürlich

revilO
14-04-2011, 09:05
Ich bin auch für 0 Promille, aber überall in der Öffentlichkeit! Ich bin auch für Autos, die nicht schneller fahren können als die zulässige Höchstgeschwindigkeit und die ist nun mal von einem einzigen Land abgesehen maximal 130km/h.

krull
14-04-2011, 09:29
das ist eine gute frage. ich kenns berufsbedingt von einer anderen thematik: von baustellenunfällen. es ist ein wahnsinn, was sich da in den letzten jahren an scherheitsmaßnahmen getan hat und an den handelnden personen - alkohol auf großbaustellen wirst beispielsweise kaum noch finden, dazu sicherheitsausrüstung, alle arten von absturzsicherungen (die kosten mittlerweile einen anteil der gesamtbausumme) usw. trotzdem hauts jedes monat irgendwo einen arbeiter runter. unfälle sind nicht zu verhindern, natürlich ist jeder einzelne fall tragisch und immer ist irgendwas nicht so gewesen, wie es sein sollte, aber 100%ige sicherheit und überprüfung gibts nur in der theorie. 1000mal steigt einer gesichert aufs dach, 1x nicht, weil er seinen hammer eh nur in 3m entfernung liegen sieht, und schon ist es passiert.
solange wir nicht unter einem glassturz leben, sind wir einem risiko ausgesetzt.
maßnahmen, die die verkehrssicherheit betreffen gibt es schon viele und viele (elektronische) systeme sind auch schon in der entwicklung. trotzdem wird es niemals ein jahr ohne verkehrstoten geben, da bin ich sicher.
ich überleg mir auch jede autofahrt und fahr auch nimma so viel, aber wenn ich ehrlich bin, für die breite masse fehlt die alternative. morgen muss ich nach wr. neustadt, da bin ich immer mit dem auto hin. 1h fahrzeit, trotz donauuferautobahn und tangente und ich park genau dort, wo ich hin will. diesmal fahr ich öffentlich, da muss ich am tag vorher schon schauen, wann die züge gehn, ich muss unterwegs irgendwo eine fahrkarte kaufen, vom bahnhof muss ich 15 minuten gehn (hoffentlich ohne regen und sturm), das gleiche wieder retour. pro strecke 1:45 unterwegs. ich seh es als opfer für die umwelt, aber es ist ein opfer, das tu ich mir sicher nicht jede woche an. solange beamen nicht geht, wird man die leut nicht aus den autos raus bekommen.

edit: auch ich wär für 0 promille, aber eine einhaltung der 0,5 würd auch schon sehr viel helfen. generell seh ich bei den verkehrsstrafen das größte potential zur erhöhung der verkehrssicherheit. wenn einer 80 statt 50 im ortsgebiet fährt, dann soll er gleich ordentlich brennen. bei 200 auf der autobahn wird das fahrzeug beschlagnahmt und versteigert, ordentlich geld weg, wenn einer bei rot über die kreuzung fährt. und viel mehr überwachung. kann ja nicht sein, dass es keine geschwindigkeitsmessungen gibt, nur weils regnet, oder der wind geht. :mad:

100%ige Sicherheit gibts nicht, da hast du Recht. Aber wenn sich ein Bauarbeiter nicht sichert gefährdert er in der Regel sich selbst, ein Autofahrer im öffentlichen Straßenverkehr gefährdet oft auch andere. Das ist der eklatante Unterschied, finde ich.

Ja leider mangelt es häufig (noch) an komfortablen Alternativen zum Auto. Ich denke aber, dass ein Wandel auch bottom-up stattfinden könnte. Je mehr auf Alternativen umsteigen, desto besser wird das Angebot (hoffentlich).

whoknowsme
14-04-2011, 10:15
hab zufällig eine sehr aktuelle Statistik gefunden - mit teils erstaunlichen werten!


http://www.statistik.at/web_de/statistiken/verkehr/strasse/unfaelle_mit_personenschaden/019874.html

- generell gingen die getöteten personen zurück!
- pkw-tote stellen die größte gruppe!
- die motorrad-toten sind fast genauso zahlreich wie die fußgänger!

hermes
14-04-2011, 10:17
Ja leider mangelt es häufig (noch) an komfortablen Alternativen zum Auto. Ich denke aber, dass ein Wandel auch bottom-up stattfinden könnte. Je mehr auf Alternativen umsteigen, desto besser wird das Angebot (hoffentlich).
ich glaub aber ehrlich gesagt nicht, dass das angebot jemals an die bequemlichkeit eines autos herankommen wird, höchstens innerhalb des gürtels. einen teil wird man sicher zum umsteigen bewegen können, indem man die kosten steigert (treibstoff, strafen), aber es ist nicht das gleiche, ob man im auto im stau steht oder in der u-bahn neben einem rudel verschwitzter bauarbeiter, oder in der früh neben einem kebab essenden jugendlichen. davon abgesehen, gibts zuwenig sitzplätze. ich bin jahrzehnte lang mit den öffis unterwegs gewesen und bin es immer noch, aber es war ein quantensprung in der qualität des arbeitsweges, als ich mir einen 125er roller gekauft hab (von der zeitersparnis gar nicht zu reden, ich brauch jetzt die halbe zeit). leider ist so ein roller halt bei einer witterung wie jetzt gerade und im winter ein schas. da fahr ich halt öffentlich (oder mit dem auto, aber eher selten). umweltmäßig derzeit auch, aber das ließe sich seitens der hersteller leicht ändern.
ideal, zumindest fürs stadtgebiet, wäre die entwicklung eines individualverkehrsmittels, dass ganzjährig benutzbar ist (d.h. eine wettergeschützte kiste), klein (mehr als 1 person sieht man eh selten im auto sitzen), emissionsarm und geschwindigkeitsgeregelt (mehr als 80 braucht das ding nicht können). sowas wie den smart, nur halt zu einem vernünftigen preis. nachteil: wennst auch überland unterwegs bist, brauchst was anderes, wennst familie hast auch. da könnten dann vielleicht leistbare car-sharing-modelle greifen.

krull
14-04-2011, 11:02
ich glaub aber ehrlich gesagt nicht, dass das angebot jemals an die bequemlichkeit eines autos herankommen wird, höchstens innerhalb des gürtels. einen teil wird man sicher zum umsteigen bewegen können, indem man die kosten steigert (treibstoff, strafen), aber es ist nicht das gleiche, ob man im auto im stau steht oder in der u-bahn neben einem rudel verschwitzter bauarbeiter, oder in der früh neben einem kebab essenden jugendlichen. davon abgesehen, gibts zuwenig sitzplätze. ich bin jahrzehnte lang mit den öffis unterwegs gewesen und bin es immer noch, aber es war ein quantensprung in der qualität des arbeitsweges, als ich mir einen 125er roller gekauft hab (von der zeitersparnis gar nicht zu reden, ich brauch jetzt die halbe zeit). leider ist so ein roller halt bei einer witterung wie jetzt gerade und im winter ein schas. da fahr ich halt öffentlich (oder mit dem auto, aber eher selten). umweltmäßig derzeit auch, aber das ließe sich seitens der hersteller leicht ändern.
ideal, zumindest fürs stadtgebiet, wäre die entwicklung eines individualverkehrsmittels, dass ganzjährig benutzbar ist (d.h. eine wettergeschützte kiste), klein (mehr als 1 person sieht man eh selten im auto sitzen), emissionsarm und geschwindigkeitsgeregelt (mehr als 80 braucht das ding nicht können). sowas wie den smart, nur halt zu einem vernünftigen preis. nachteil: wennst auch überland unterwegs bist, brauchst was anderes, wennst familie hast auch. da könnten dann vielleicht leistbare car-sharing-modelle greifen.

Ja das mit der Bequemlichkeit ist wohl wahr, wobei der ÖV da durchaus auch punkten kann. Man kann arbeiten, lesen, soziale Kontakte pflegen & knüpfen, andere Leute beobachten, die Umgebung anschauen etc. Am Ende, wenn der Preisdruck zu groß wird, bleibt uns wohl eh keine andere Möglichkeit als nach Alternativen ausschau zu halten.

Ideen für so E-Minimobile gibts eh bereits, beispielsweise den Segway P.U.M.A.:

http://www.blogcdn.com/www.engadget.com/media/2009/04/gm-segway-puma-rm-eng.jpg

kami
14-04-2011, 11:34
Außerdem 80 Meter Schleuderspur - das hinterfragt niemand??? Wie schnell war denn die junge Dame unterwegs - die erlaubten 100 km/h auf einer Freilandstraße bringen nicht einmal meinen alten klapprigen Kleinwagen (meine Stoßdämpfer sind auch schon beim nächsten Pickerl fällig) bei einer starken Kurve zum Ausbrechen!War es nicht so, dass die Pkw-Fahrerin in der vorherigen Rechtskurve schon einen Radfahrer überholt hat? Die Kurve allein war es nicht.
Zwei ähnliche Situationen hatte ich schon durch:
(1) Als Radfahrer in einer Linkskurve durch einen Kleinwagen (Renault R5) überholt: Beim "zurückwechseln" auf seine Spur brach der R5 aus, hüpfte mit der HA nach links, rechts und dann landete der Wagen im Straßengraben.
(2) Als Pkw-Fahrer in eine Rechtskurve; entgegenkommender Bus scheidet die Kurve: Der Versuch meinerseits die Geschwindigkeit zu reduzieren und gleichzeitig den Radius zu verkleinern endet mit einem ausbrechenden Heck (Kammscher Kreis ist eben endlich). Geholfen hat mir ein rechts stehender Leitpfosten, an dem der Außenspiegel "hängen blieb". Das Spiegelglas war zwar vertrümmert, der Wagen kam aber wieder auf den richtigen Weg - Hardware-ESP sozusagen.



das stimmt so leider nicht ganz!
die statistik sagt aus, daß es früher viel mehr tote im strassenverkehr gegebne hat und damals waren erheblich weniger autos unterwegs!
liegt also vermutlich auch an vielen dingen wie bspw. ABS, ESP, und anderen helferlein im auto, daß mehr autos nicht unbedingt mehr tote bedeuten.Welche Entwicklungen tragen an der reduzierten Zahl der Verkehrstoten höheren Anteil? (a) Die der Fahrzeugtechnik (aktive wie passive Systeme), (b) Verbesserungen in Straßenführung/-bau ... oder (c) die der Rettungskette/medizinischen Versorgung? Es ist ja nicht so, dass nur die Fahrzeugtechnik verbessert wurde. Gerade (c) dürfte im Zeitalter von Handy/automatischem Notruf/GPS-Ortung/Rettung aus der Luft/... den größten Anteil haben.


Ich bin auch für Autos, die nicht schneller fahren können als die zulässige Höchstgeschwindigkeit und die ist nun mal von einem einzigen Land abgesehen maximal 130km/h.Polen: 140 km/h
Italien: unter bestimmten Voraussetzungen 150 km/h

Falls ein anderes Land gemeint ist, liefert die Statistik wieder interessante Zahlen; Tote je Kilometer Autobahn:
Österreich 2010: ~0.0364 (62 Tote auf 1703 km)
Österreich 2009: ~0,0387 (65 Tote auf 1680 km), Anm.: Streckenlänge über Stand "2010-A5" berechnet
Deutschland 2009: ~0.0374 (475 Tote auf 12.700 km)

So groß ist der Unterschied nicht.
Wichtiger wäre in dem Zusammenhang die tatsächliche (Durchschnitts)Geschwindigkeit auf den (freien) Autobahnstücken. Die zulässige HG sagt ja nichts über die tatsächlich gefahrene aus. Ich z.B. fahre tendenziell in A schneller als in D.

revilO
15-04-2011, 09:43
Die zulässige HG sagt ja nichts über die tatsächlich gefahrene aus. Ich z.B. fahre tendenziell in A schneller als in D.
Deshalb sollte man die Geschwindigkeit von Autos begrenzen, dann spart man sich gesetzliche Regelungen über Höchstgeschwindigkeiten. Von mir aus kann man die Höchstgeschwindigkeit auch auf 150km/h festlegen, aber der Sinn von Straßenautos, die über 200km/h (so geil sie technisch betrachtet auch sind: SSC Aero (http://de.wikipedia.org/wiki/SSC_Ultimate_Aero_TT#SSC_Ultimate_Aero_TT); Bugatti Veyron (http://de.wikipedia.org/wiki/Bugatti_Veyron)) gehen, erschließt sich mir nicht.

whoknowsme
15-04-2011, 11:45
was ich noch schnell geschaut habe, nur so als vergleich.....

wieviele tote hat es heuer eigentlich auf der SKIPISTE gegeben?

das ergbnis ist extrem erschreckend (stand 12.04.2011)

47 Wintersportler tödlich verunglückt
47 Todesfälle hat es in der laufenden Skisaison bisher gegeben. 39 Menschen starben bei Unfällen auf gesicherten Pisten - ein leichter Anstieg. Unter Skitourengehern hingegen gab es deutlich weniger Tote als im Jahr davor.

Neuschneemangel schuld an Zunahme
Acht Tourengeher bzw. Variantenfahrer sind im freien Skiraum tödlich verunglückt. Diese Zahlen stammen aus einer am Dienstag veröffentlichten Zwischenbilanz des Kuratoriums für Alpine Sicherheit und der Alpinpolizei.


quelle: http://oesterreich.orf.at/stories/503086/

Scorpio
15-04-2011, 15:51
Deshalb sollte man die Geschwindigkeit von Autos begrenzen, dann spart man sich gesetzliche Regelungen über Höchstgeschwindigkeiten. Von mir aus kann man die Höchstgeschwindigkeit auch auf 150km/h festlegen, aber der Sinn von Straßenautos, die über 200km/h (so geil sie technisch betrachtet auch sind: SSC Aero (http://de.wikipedia.org/wiki/SSC_Ultimate_Aero_TT#SSC_Ultimate_Aero_TT); Bugatti Veyron (http://de.wikipedia.org/wiki/Bugatti_Veyron)) gehen, erschließt sich mir nicht.

was läuft eigentlich ein Moped heutzutage so ?

MalcolmX
15-04-2011, 16:02
Deshalb sollte man die Geschwindigkeit von Autos begrenzen, dann spart man sich gesetzliche Regelungen über Höchstgeschwindigkeiten. Von mir aus kann man die Höchstgeschwindigkeit auch auf 150km/h festlegen, aber der Sinn von Straßenautos, die über 200km/h (so geil sie technisch betrachtet auch sind: SSC Aero (http://de.wikipedia.org/wiki/SSC_Ultimate_Aero_TT#SSC_Ultimate_Aero_TT); Bugatti Veyron (http://de.wikipedia.org/wiki/Bugatti_Veyron)) gehen, erschließt sich mir nicht.

in japan ist das scheinbar so... da wird die höchstgeschwindigkeit freigeschaltet, wenn man sich auf einer rennstrecke befindet... sonst gibt es ein elektronisches limit...

bigair
15-04-2011, 17:48
was läuft eigentlich ein Moped heutzutage so ?

ab werk um die 60. nachher 120.
viele oberklassewagen sind bei 250 abgeregelt. viel mehr kann man nichtmal auf der a92 fahren.

Scorpio
17-04-2011, 05:49
ab werk um die 60. nachher 120.
.........

die 60 legal und führerscheinfrei ? :eek:
zu meiner Jugendzeit waren es 40 - und trotzdem haben die meisten 80-100 herausgebracht und einige gute 110.

Die 250-Sperre lässt sich auch entfernen, vom ganzen Chiptuning red ich gar nicht. Soviel bringt die Abregelerei.

shroeder
17-04-2011, 05:56
die 60 legal und führerscheinfrei ? :eek:
zu meiner Jugendzeit waren es 40 - und trotzdem haben die meisten 80-100 herausgebracht und einige gute 110.
Ueber 40 ab werk meistens, zulaessig sind aber wie damals nur die 40, haften fuer die 40 tun ber ned der hersteller oder verkauefer, sondern jener welcher das gefaehrt in betrieb nimmt

Casky
26-04-2012, 15:47
Heute gab es nun in diesem Fall das Urteil, 5 Monate bedingt.
Mildernd wurde unter anderem die Schadenswiedergutmachung durch die Haftpflichtversicherung gewertet!
http://derstandard.at/1334796294005/Salzburg-Drei-Radfahrer-getoetet-Bedingte-Haft-fuer-Autofahrerin

grey
26-04-2012, 15:56
eh billig so ein menschenleben

FloImSchnee
26-04-2012, 22:27
eh billig so ein menschenlebenNoch nie einen Fehler gemacht, wo du dir dann gedacht hast, "verdammt, das hätte auch viel schlimmer ausgehen können"?

Das Dirndl ist ohnehin gestraft bis an ihr Lebensende. Dass sie für den Tod von drei Menschen verantwortlich ist, wird sie nie vergessen können.
Ob sie dafür nun 5 oder 15 Monate sitzt, ist doch einfach nur wurscht.

Viele in diesem Thread urteilen so locker und schwarz/weiß, das stört mich.

shroeder
26-04-2012, 22:40
Noch nie einen Fehler gemacht, wo du dir dann gedacht hast, "verdammt, das hätte auch viel schlimmer ausgehen können"?

Das Dirndl ist ohnehin gestraft bis an ihr Lebensende. Dass sie für den Tod von drei Menschen verantwortlich ist, wird sie nie vergessen können.
Ob sie dafür nun 5 oder 15 Monate sitzt, ist doch einfach nur wurscht.

Viele in diesem Thread urteilen so locker und schwarz/weiß, das stört mich.

so is das...

herbert12
27-04-2012, 06:39
Noch nie einen Fehler gemacht, wo du dir dann gedacht hast, "verdammt, das hätte auch viel schlimmer ausgehen können"?

Das Dirndl ist ohnehin gestraft bis an ihr Lebensende. Dass sie für den Tod von drei Menschen verantwortlich ist, wird sie nie vergessen können.
Ob sie dafür nun 5 oder 15 Monate sitzt, ist doch einfach nur wurscht.

Viele in diesem Thread urteilen so locker und schwarz/weiß, das stört mich.

mal sehen ob du auch so locker drauf bist wen es wem aus deinem umfeld erwischt

ich würde sagen pro zu erwartenden lebens jahr ein jahr strafe es wird zeit das ein menschenleben mehr wert ist als 100 euro

dodl
27-04-2012, 07:53
Mit der Argumentation koenntma den §81 ja dann abschaffen :)

cu
martin

wo-ufp1
27-04-2012, 08:13
Noch nie einen Fehler gemacht, wo du dir dann gedacht hast, "verdammt, das hätte auch viel schlimmer ausgehen können"?

Das Dirndl ist ohnehin gestraft bis an ihr Lebensende. Dass sie für den Tod von drei Menschen verantwortlich ist, wird sie nie vergessen können.
Ob sie dafür nun 5 oder 15 Monate sitzt, ist doch einfach nur wurscht.

Viele in diesem Thread urteilen so locker und schwarz/weiß, das stört mich.
Natürlich muss man die Umstände berücksichtigen, genau so wie das Argument, dass man mal einen Fehler machen kann.
Und wenn wir alle in uns gehen, werden wir, leider, feststellen, schon mal einen Fehler gemacht zu haben.
Und manchmal konnten wir froh sein, dass nicht mehr passiert ist.
Ein paar Zehntel/Sekunden später/früher und die Radfahrerinn oder die anderen drei wären vielleicht nur gestreift worden oder es wäre gar nichts passiert.

Trotzdem, es muss auch bei Gericht ein Umdenken stattfinden. Das Radfahr Tote billigend in Kauf genommen werden bzw damit argumentiert wird, dass dies eben die Risiken des Straßenverkehrs sind, ist meiner Meinung nach nicht in Ordnung.

Einerseits weiß der Gesetzgeber sehr wohl, dass ein KFZ gefährlich ist, daher gibt es sogar ein eigenes Gesetz dafür (Eisenbahn- und Kraftfahrzeughaftpflichtgesetzes) und andererseits tut er auch viel für die Unfallvermeidung (Geschwindigkeitsbegrenzungen, bauchliche Maßnahmen und gelegentliche Aufklärungskampagnen).

Doch leider werden die Aufklärungskampagnen nur müde belächelt oder überhaupt für vollkommen nutzlos angesehen.
Dabei ist gerade in der heutigen schnellebigen und hektischen Zeit, die Gefährdung Anderer am größten. Dazu noch die Ablenkung durch Musik, Telefon, quängelnde Kinder am Rücksitz und in (der) Stadt blinkende Reklame, zig Verkehrsschilder dazu noch Fuß- und Radfahrer die ebenfalls nicht aufpassen.

Umsonst gibt es nicht Maßnahmen, die versuchen, all diese Mißstände abzubauen. Leider dauert das alles seine Zeit bzw. bis das in das Bewußtsein der Menschen dringt. Und auch bei Gericht hat sich die Auffassung noch nicht/wenig durchgesetzt :mad:, dass gerade Radfahrer (und zum Teil auch Fußgeher) keine Kollateralschäden :rolleyes: des KFZ Verkehrs sind. Das muss endlich einmal ernst genommen werden und das dies keine Kavaliersdelikte sind. Die Strafen werden da wohl wenig bewirken und ausrichten. Andererseits heißt es aber auch, Strafen sollen eine Signalwirkung haben (von Abschreckung möchte ich hier lieber nicht schreiben).
Unfälle werden weder mit lebenslänglichen noch mit mehrjährigem Gefängnis vermieden werden.
Sondern eher durch Aufklärung und Training. Vor allem das Training in der Fahrschule gehört viel mehr ausgebaut. Dass was man zB bei den Fahrsicherheitszentren der Autofahrerclubs lernen und üben kann. Leider ist das freiwillig und kostenpflichtig. So etwas sollte schon ihm Rahmen der Fahrschulausbildung gelehrt werden. Und zusätzlich, wie beim Flugzeug/Hubschrauber, Übungen im Simulator. Damit man auch, zB versteht, wie sich ein LKW, Bus, Straßenbahnfahrer fühlt bzw. sieht.
Von den Wiener Linien gibts sogar einen Bus Simulator, der auch beim Argus Bikefestival ausgestellt war :toll:.

Und noch etwas zu den Strafen.
Jeder Fall wird für sich genommen betrachtet und danach geurteilt. Somit fällt es natürlich schwer, Fälle bzw. Urteile miteinander zu vergleichen. Trotzdem vergleiche ich jetzt mal (Äpfel mit Birnen; sind auch beides Obstsorten ;-)).

Die Unfalllenkerin bekommt 5 Monate.
Nazi-Postings und Hasstiraden im Internet: 30 Monate bedingt
(http://derstandard.at/1334796302940/Wiederbetaetigung-Nazi-Postings-und-Hasstiraden-im-Internet-30-Monate-bedingt)Klar, auch Nazi und Hassparolen sind nicht in Ordnung, aber der Strafrahmen gegenüber der Unfalllenkerin ist nicht wirklich nachvollziehbar, oder?

Der Fußballer Laszlo Bodnar ist nach einem von ihm verschuldeten tragischen Verkehrsunfall zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. (http://www.handelsblatt.com/sport/fussball/nachrichten/fussball-international-bodnar-kommt-mit-bewaehrungsstrafe-davon/3256766.html) Quelle (http://www.kleinezeitung.at/sport/fussball/2128854/haft-bewaehrung-fuer-ex-salzburger-bodnar-nach-unfall.story)2.

SirDogder
27-04-2012, 08:22
Viel disqualifizierender finde ich die Postings der Standard - Leser.

grey
27-04-2012, 08:26
Das Dirndl ist ohnehin gestraft bis an ihr Lebensende. Dass sie für den Tod von drei Menschen verantwortlich ist, wird sie nie vergessen können.
Ob sie dafür nun 5 oder 15 Monate sitzt, ist doch einfach nur wurscht.


5 jahre bedingt = nichts, sie hat 3 Menschen das Leben genommen.

Da dürfte es mMn. schonmal ein Jahr unbedingt sein, solche Fehler müssen konsequenzen haben.

outmen
27-04-2012, 10:14
5 jahre bedingt = nichts, sie hat 3 Menschen das Leben genommen.

Da dürfte es mMn. schonmal ein Jahr unbedingt sein, solche Fehler müssen konsequenzen haben.

und wem bringt das was?
das würde ich mir bei vorsatz als abschreckung für andere einreden lassen, aber hier war es unabsichliches menschliches versagen, wie es jedem jeden tag passieren kann, in diesem fall mit leider tragischem ausgang :(
wer hat nun was davon wenn man das mädchen einsperrt, passieren dan keine unabsichtlichen fehler mehr weil jeder weiß wie hart die justiz ist?
wäre schön wenn es so einfach ginge.

Wolfg@ng
27-04-2012, 10:24
Ihr urteilt zum Teil über das Mädel, als ob sie ihr Auto ABSICHTLICH als Mordwaffe eingesetzt hat. Nun ja, es gibt sicher Fälle, bei denen jemand einen anderen absichtlich über den Haufen führt. Aber es muss, wie schon andere auch geschrieben haben, unterschieden werden, ob das Ganze mit Vorsatz geschehen ist, oder nicht.

Das nächste Mal werdet ihr auf einmal zu einer Gefängnisstrafe verdonnert, weil ihr mit dem Bike im Wald ein Tier über den Haufen fahrt - das würde dann unter Wilderei fallen?

Also schon ein bisserl nachdenken, bevor allgemein Verurteilt wird. Ihr stellt das Mädel ja zum Teil als vorsätzliche und berufsmäßige Mörderin hin. So gehts IMHO auch wieder nicht. Denkt euch mal in die Lage des Mädels hinein. Stellt euch vor, euch wäre dies passiert, ihr würdet doch freiwillig lebenslänglich hinter Gitter gehen? Natürlich, das kauf ich euch sofort ab.....:f:

NoFatMan
27-04-2012, 10:30
ICH und ich denke einige von euch hatten in ihrer Autofahrerkarriere

einfach Glück - das ein Anderer den Fehler korrigieren konnte

so etwas kann jedem in der ein oder anderen Form passieren ( als Opfer wie als Verursacher )
und da ist viel Glück und Unglück dabei


vom bequemen Sessel aus schreibt es sich nun mal leicht ....

MalcolmX
27-04-2012, 10:36
richtig... ich würde ihr allerdings sozialen dienst in einem krankenhaus aufbrummen bis sie schwarz wird... so ein unfall passiert mit einer sehr hohen wahrscheinlichkeit in einer situation, wo ein hohes risiko in kauf genommen wurde... und diese risikobereitschaft muss man hald schon auch sanktionieren...

shroeder
27-04-2012, 10:39
vom bequemen Sessel aus schreibt es sich nun mal leicht ....

schon, aber in österreich muss einfach einer schuld sein und büßen. des is so.

ich glaub auch, dass die junge dame mit dem wissen drei menschen das leben genommen zu haben lebenslang ausreichend gestraft ist...

shroeder
27-04-2012, 10:41
richtig... ich würde ihr allerdings sozialen dienst in einem krankenhaus aufbrummen bis sie schwarz wird... so ein unfall passiert mit einer sehr hohen wahrscheinlichkeit in einer situation, wo ein hohes risiko in kauf genommen wurde... und diese risikobereitschaft muss man hald schon auch sanktionieren...

in "kauf genommen" würd "absicht" ned "irrtum/fehler" bedeuten...

krull
27-04-2012, 10:44
Womit wir wieder bei dem Thema sind, warum die Gefahr und das Risiko "Auto" einen dermaßen hohen Akzeptanzgrad hat. Wo sonst wir es mehr oder weniger akzeptiert, dass drei eigentlich Unbeteiligte einfach mal sterben. Konsequenzen gibts wenn überhaupt auf individueller aber fast nie auf systemischer Ebene. Wehe man plädiert als Politiker für Tempo 30/80/100.

dodl
27-04-2012, 10:53
Was sich da wohl der naechste denkt, der mir vor Rauchenwarth in der 60er Kurve auf meiner Seite entgegenkommt?

"Wurscht wenn i den Radler wegräum, gibt hoechstens a Bedingte auf 2 Jahre."

Und wenn er bsoffn auch is, besser liegenlassen und am naechsten Tag traenenreich stellen.
Übrigens fast 1:1 die Argumentation des Typen der sich 87 auf der Avanti Tankstelle bei der Leopoldauerstr. verstecken wollt, nachdem er ein Kind totgefahren hat.

Solche Urteile haben halt auch eine gewisse "Signalwirkung"...

cu
martin

feristelli
27-04-2012, 12:45
richtig... ich würde ihr allerdings sozialen dienst in einem krankenhaus aufbrummen bis sie schwarz wird... risikobereitschaft muss man hald schon auch sanktionieren...

was können die patienten dafür? ;)



ich glaub auch, dass die junge dame mit dem wissen drei menschen das leben genommen zu haben lebenslang ausreichend gestraft ist...

und mit ihr ihr ganzes umfeld ... ihre freunde, ihre eltern, ...



Solche Urteile haben halt auch eine gewisse "Signalwirkung"...

cu
martin

eine signalwirkung könnte auch eine tv-doku in mehreren teilen über das traumatisierte mädl sein,
stellungnahmen von radfahrern, berichte von den verwandten der toten radfahrer etc.

grey
27-04-2012, 13:37
würde sie in dancing stars ihre trauer von der seele tanzen würde sie wohl mehr leute erreichen als in einer noch so ernstgemeinten guten doku.

yellow
27-04-2012, 20:47
Unfälle werden weder mit lebenslänglichen noch mit mehrjährigem Gefängnis vermieden werden.
Sondern eher durch Aufklärung und Training. Vor allem das Training in der Fahrschule gehört
NUR!!
wenn die Karren mal selbst fahren und Fahrer/in nichts mehr außer dem Zielort beeinflussen können.

Alles andere ist, wenn man sichs durchdenkt, in Wirklichkeit Quatsch
(Selbstüberschätzung, Imponiergehabe, Ablenkung, Beeinflussung durch Alk/Drogen/..., usw.)

PS: nicht dass ich mich um so a Fahrzeug reissen würde ...
:rolleyes:



PPS: und natürlich KONTROLLEN!
im FLIESSVERKEHR!!!
Dann geb ich zwar jeden Tag den Deckel ab, aber viele & vernünftige Kontrollen, mehr als jetzt, was auf der Straße gemacht wird, ist das einzige die wirklich gefährlichen Leute rauszuholen.
Und die "Einnahmen" würden den "Aufwand" der Mehrkontrollen lockerst egalisieren, da muss noch nicht mal die Umwegrentabilität bemüht werden ...

FloImSchnee
29-04-2012, 22:29
Vor allem das Training in der Fahrschule gehört viel mehr ausgebaut. Dass was man zB bei den Fahrsicherheitszentren der Autofahrerclubs lernen und üben kann. Leider ist das freiwillig und kostenpflichtig. So etwas sollte schon ihm Rahmen der Fahrschulausbildung gelehrt werden.Ein Fahrtechniktraining ist seit Jahren Pflicht im Zuge des Mehrphasenführerscheins.


Was sich da wohl der naechste denkt, der mir vor Rauchenwarth in der 60er Kurve auf meiner Seite entgegenkommt?

"Wurscht wenn i den Radler wegräum, gibt hoechstens a Bedingte auf 2 Jahre."Du kannst nicht allen Ernstes glauben, dass jemand sowas denken könnte?

dodl
30-04-2012, 16:57
Du kannst nicht allen Ernstes glauben, dass jemand sowas denken könnte?

Zitat aus Golf Cabrio: Hupf in Gatsch oder stirb du Sau :D

Ein Bekannter: Ueber an Radlfoahrer ned 1x sondern 2x drueber. Kommt billiger wenn er tot is.

Ein anderer ehemaliger Bekannter nachdem er einen Baum geschnupft hat und sie seine Freundin aus dem Auto schneiden mussten: Des wird teuer, jetzt muss i wochenlang ins Puff...

Ich frueher: Geht si scho aus. Und wenn ned, wird scho nix passieren...

cu
martin

Sleipnir
30-04-2012, 18:17
Was sich da wohl der naechste denkt, der mir vor Rauchenwarth in der 60er Kurve auf meiner Seite entgegenkommt?

"Wurscht wenn i den Radler wegräum, gibt hoechstens a Bedingte auf 2 Jahre."


Genau das ist der Punkt. Das Urteil ist eine Schande für die österreichische Rechtsprechung. Man erweckt mit derart lächerlichen Strafen den Eindruck, als wäre Radfahrer umzumähen ein Kavaliersdelikt. Was für eine shice Justiz..