Buchdrucker47
11-12-2008, 01:07
Hallo Boardies,
dies ist eigentlich die Fortsetzung der "traurigen Geschichte".
So traurig ist diese eigentlich gar nicht, eher kurios, deshalb beschloss ich, einen neuen Thread zu öffnen.
Oft stritten wir.
Sie war die Katze, ich die Maus.
Für mich, damals ohne Lebenserfahrung, sah es nach
einem Streit immer so aus,
als wäre diese unsere Beziehung endgültig beendet.
Nun wusste ich aber, dass SIE am Wochenende nach
Weikertschlag fahren würde, wo wir schon etliche Male
genächtigt hatten.
In den Wäldern, die dieses etwa drei Kilometern von der
tschechischen Grenze lieblich gelegene Örtchen umgaben,
fanden sich damals noch Eierschwammerln in Hülle und Fülle.
Auch im Wirtshaus am Hauptplatz waren wir wohlgelitten,
vielleicht lag es, erstens, daran, dass meine Mutter
Waldviertlerin war, oder, zweitens, dass ich stets mit dem
Rennrad aufkreuzte, oder, drittens, unsere Konsumationen
stets die Hälfte des Tagesumsatzes ausmachten.
Ich vermute eher Letzteres.
Der einzige Bäcker des Ortes war immer sehr sympathisch und besoffen, diese Sympathie steigerte sich noch, als wir zu
unserer Freude feststellen konnten, dass er am Sonntag
frische Semmeln buk, weil er dachte, es sei Samstag.
Diese noch warmen Gebäcke, kombiniert mit Butter, Honig,
Kaffee und zwei Vierterln Weißwein eröffneten völlig neue
Perspektiven und ließen den kommenden Tag in einem völlig
neuen Licht erscheinen!
Obgenannte Herberge barg auch einen kleinen "Theatersaal".
Wir vergaßen, manchmal telefonisch eines der wenigen Zimmer zu
reservieren, waren schon zu betrunken (what shalls),
um nachhause oder sonstwohin zu fahren, waren des
Wohlwollens der Wirtin ausgeliefert, die uns dann den
Vorschlag unterbreitete, wir könnten doch im
Zuschauerraum des Theaterchens schlafen.
Gesagt, getan. Wir rückten acht Stühle zusammen, es fand
sich auch eine Decke und nicht der Tugend, aber der Not
gehorchend, begannen wir zu vögeln.
Plötzlich ward es auf der Bühne licht, und die etwa 90jährige
Mutter erschien wie eine Ahnfrau. Sie hatte auf einem Bett
auf der Bühne geschlafen, welchen Umstand wir
dunkelheitsbedingt nicht bemerkten.
Wo ist jetzt die Kiwi-Bowle?
Geduld, bitte.
Ein kleines Intermezzo.
Es treiben sich auch im Waldviertel Insekten herum, die
extrem störenden Einfluss auf das Wohlbefinden etwaiger sich
dortselbst befindlicher Gäste bewirken: Als da sind, zB,
Wespen und Zecken, von beiden ein gerüttelt Maß!
Nach einem abendlichen stundenlangen Streit am Tisch
vor der Lokalität beugte sich vorgenannte Oma aus dem
Fenster und meinte: (Mich betreffend: "Mei, des is a orma Bua").
Das Frühstück nächsten Tags (nicht vergessen: Noch warme
Semmeln, Butter, Honig und zwei oder drei Vierteln des
weißen Weines) versöhnten uns aber wieder und so gingen
wir händchenhaltend gen Norden, um ein lauschiges
Plätzchen zu finden, wo wir unausgesprochen unserer
Lust frönen könnten. Eine Sekunde nach Vollendung der
"Frönung" wurde meine Allerliebste von einer Wespe in
den Allerwertesten gestochen, fünf Sekunden später
fuhr ein Traktorfahrer im Abstand von drei Metern vorbei,
und als wir uns dann wenig später wieder in Weikertschlag
einfanden, befand sich in ihrem Edelkörper, um das Maß
vollzumachen, auch noch eine Zecke! HIIIILFE!
Man glaubt es kaum: In Weikertschlag befand sich auch ein
Arzt (der ungefähr dieselben Arbeitszeiten hatte, wie
der Bäcker) er war im Besitz einer Antihistaminspritze
(Wespe) und einer Spezialpinzette (Zecke)!
Nun sehe ich zu meinem Leidwesen am Balken rechts, dass
ich wegen Platzmangels diese Kiwi-Bowlen-Geschichte nicht
mehr unterbringe, verspreche aber, diese demnächst
nachzuliefern. Ehrenwort!
Bis bald,
es grüßen Euch,
Hans (und Pepi)
:wink: :wink:
Nur für Boardies, die`s interessiert, ich versuche jetzt noch drei
Pics als Attachment anzuhängen, weiß aber nicht, ob`s mir
gelingt.
Bild eins: Hans (noch ohne Pepi) mit 16 Jahren, ich ganz links.
Bild zwei: Hans (schon mit Pepi, aber nicht sichtbar) mit ca 35 Jahren.
Bild drei: Hans mit Pepi, 61jährig.
dies ist eigentlich die Fortsetzung der "traurigen Geschichte".
So traurig ist diese eigentlich gar nicht, eher kurios, deshalb beschloss ich, einen neuen Thread zu öffnen.
Oft stritten wir.
Sie war die Katze, ich die Maus.
Für mich, damals ohne Lebenserfahrung, sah es nach
einem Streit immer so aus,
als wäre diese unsere Beziehung endgültig beendet.
Nun wusste ich aber, dass SIE am Wochenende nach
Weikertschlag fahren würde, wo wir schon etliche Male
genächtigt hatten.
In den Wäldern, die dieses etwa drei Kilometern von der
tschechischen Grenze lieblich gelegene Örtchen umgaben,
fanden sich damals noch Eierschwammerln in Hülle und Fülle.
Auch im Wirtshaus am Hauptplatz waren wir wohlgelitten,
vielleicht lag es, erstens, daran, dass meine Mutter
Waldviertlerin war, oder, zweitens, dass ich stets mit dem
Rennrad aufkreuzte, oder, drittens, unsere Konsumationen
stets die Hälfte des Tagesumsatzes ausmachten.
Ich vermute eher Letzteres.
Der einzige Bäcker des Ortes war immer sehr sympathisch und besoffen, diese Sympathie steigerte sich noch, als wir zu
unserer Freude feststellen konnten, dass er am Sonntag
frische Semmeln buk, weil er dachte, es sei Samstag.
Diese noch warmen Gebäcke, kombiniert mit Butter, Honig,
Kaffee und zwei Vierterln Weißwein eröffneten völlig neue
Perspektiven und ließen den kommenden Tag in einem völlig
neuen Licht erscheinen!
Obgenannte Herberge barg auch einen kleinen "Theatersaal".
Wir vergaßen, manchmal telefonisch eines der wenigen Zimmer zu
reservieren, waren schon zu betrunken (what shalls),
um nachhause oder sonstwohin zu fahren, waren des
Wohlwollens der Wirtin ausgeliefert, die uns dann den
Vorschlag unterbreitete, wir könnten doch im
Zuschauerraum des Theaterchens schlafen.
Gesagt, getan. Wir rückten acht Stühle zusammen, es fand
sich auch eine Decke und nicht der Tugend, aber der Not
gehorchend, begannen wir zu vögeln.
Plötzlich ward es auf der Bühne licht, und die etwa 90jährige
Mutter erschien wie eine Ahnfrau. Sie hatte auf einem Bett
auf der Bühne geschlafen, welchen Umstand wir
dunkelheitsbedingt nicht bemerkten.
Wo ist jetzt die Kiwi-Bowle?
Geduld, bitte.
Ein kleines Intermezzo.
Es treiben sich auch im Waldviertel Insekten herum, die
extrem störenden Einfluss auf das Wohlbefinden etwaiger sich
dortselbst befindlicher Gäste bewirken: Als da sind, zB,
Wespen und Zecken, von beiden ein gerüttelt Maß!
Nach einem abendlichen stundenlangen Streit am Tisch
vor der Lokalität beugte sich vorgenannte Oma aus dem
Fenster und meinte: (Mich betreffend: "Mei, des is a orma Bua").
Das Frühstück nächsten Tags (nicht vergessen: Noch warme
Semmeln, Butter, Honig und zwei oder drei Vierteln des
weißen Weines) versöhnten uns aber wieder und so gingen
wir händchenhaltend gen Norden, um ein lauschiges
Plätzchen zu finden, wo wir unausgesprochen unserer
Lust frönen könnten. Eine Sekunde nach Vollendung der
"Frönung" wurde meine Allerliebste von einer Wespe in
den Allerwertesten gestochen, fünf Sekunden später
fuhr ein Traktorfahrer im Abstand von drei Metern vorbei,
und als wir uns dann wenig später wieder in Weikertschlag
einfanden, befand sich in ihrem Edelkörper, um das Maß
vollzumachen, auch noch eine Zecke! HIIIILFE!
Man glaubt es kaum: In Weikertschlag befand sich auch ein
Arzt (der ungefähr dieselben Arbeitszeiten hatte, wie
der Bäcker) er war im Besitz einer Antihistaminspritze
(Wespe) und einer Spezialpinzette (Zecke)!
Nun sehe ich zu meinem Leidwesen am Balken rechts, dass
ich wegen Platzmangels diese Kiwi-Bowlen-Geschichte nicht
mehr unterbringe, verspreche aber, diese demnächst
nachzuliefern. Ehrenwort!
Bis bald,
es grüßen Euch,
Hans (und Pepi)
:wink: :wink:
Nur für Boardies, die`s interessiert, ich versuche jetzt noch drei
Pics als Attachment anzuhängen, weiß aber nicht, ob`s mir
gelingt.
Bild eins: Hans (noch ohne Pepi) mit 16 Jahren, ich ganz links.
Bild zwei: Hans (schon mit Pepi, aber nicht sichtbar) mit ca 35 Jahren.
Bild drei: Hans mit Pepi, 61jährig.