hier die antwort
Die Einzelteile kosten $ 2700
Wird sich aber hoffentlich noch ändern.
Shimano Dura Ace 7900 Langzeittest
Während Campa seinen Topgruppen ein elftes Ritzel spendierte und den Schalthebeln ein zeitgemäßes Design verpasste, brachte Shimano die elektronische Dura-Ace zur Serienreife und überarbeitete die mechanische Dura-Ace Topgruppe gänzlich.
Neuheiten bei der Dura-Ace 7900
- Schalthebel: Der Schalthöcker wurde durch die neu positionierte Schaltmechanik deutlich verkleinert. Einstellbare Griffweite, angenehmere Handablage als früher, Verlegung aller Züge unter dem Lenkerband, gut dosierbare Bremswirkung aufgrund des etwas längeren Hebelwegs.
- Schaltwerk & Umwerfer: Das Top-Schaltwerk besteht aus einem Alu/Carbon/Titan-Mix und liegt, neben der besten Funktion im Bikeboard-Vergleich, auch gewichtsmäßig weit vorne. Der Umwerfer ist überhaupt der leichteste aller drei Hersteller und benötigt bei korrekter Einstellung während der Fahrt kein Trimmen.
- Kurbelsatz: Die klassische Dura-Ace Kurbel besteht nach wie vor aus Aluminium und setzt auf hohle Konstruktionen der Arme - auch das große Kettenblatt ist aus zwei Teilen zusammengeklebt und innen hohl. Die Bauweise garantiert die höchste Steifigkeit unter allen Standard-Kurbeln. Das Gewicht liegt knapp unter Sram, allerdings ca. 50g über dem der Campa Super Record.
- Ritzel & Kette: Ein Mix aus Stahl- und Titanritzeln senkt das Gewicht erneut (ca. 178g). Allerdings hoher Listenpreis mit € 210,-. Neu im Programm sind die 11-25er und 11/12-28er Ritzelpakete. Die neue Dura-Ace Kette ist asymmetrisch und muss unbedingt in vorgegebener Richtung montiert werden, damit sie optimal schaltet. Durch das neue Kettendesign sind schrägere Kettenlinien möglich, ohne dass die Kette am Ritzel reibt.
- Bremsen: Angepasstes Design, von der Funktion aber relativ unverändert. Sie arbeiten perfekt mit den neuen Schalthebeln zusammen und sind grundsätzlich sehr gut zu dosieren - je nach Belag/Felge auch etwas bissig.
KUOTA KOM Limited Testrad 2009
| KUOTA KOM Limited Konfiguration | ||||
| Rahmen/Gabel | KUOTA KOM Gr. L (920/359 g) | Shimano Dura Ace 7900 | ||
| Steuersatz | Stronglight 1 1/8*1 1/4 | Kurbel + Innenlager | FC-7950 (725 g) | |
| Sattelstütze | KUOTA Carbon SP 01 | Schaltbremshebel | ST-7900 (365 g) | |
| Sattel | Selle Italia SLR Flow (125 g) | Schaltwerk | RD-7900 (165 g) | |
| Vorbau | Ritchey WCS Carbon 4Axis 120mm | Umwerfer | FD-7900 (67 g) | |
| Lenker | Ritchey Superlogic Logic II 42 cm | Zahnkranzkassette | CS-7900 12-25 (169 g) | |
| Lenkerband | Ritchey schwarz | Kette | CN-7900 (252 g) | |
| Laufräder | Mavic Aksium (übergangsweise ;) | Bremse vo/hi | BR-7900 (296 g) | |
| Reifen | Vredestein Fortezza Pro TriComp 23 | Pedale | Look KEO Carbon | |
Testergebnis nach einer Saison
Eines vorweg - das KOM Testrad (siehe oben) ist NoSanes Renner und er war das ganze Jahr über sehr zufrieden. Kein Defekt und absolut kein Verschleiß... er ist aber auch nur etwa 3000 Kilometer damit gefahren und selbst für ein subjektives Urteil fehlt ihm der Vergleich mit den anderen Komponentenherstellern.
Ich habe diese Saison tausende Kilometer mit der Dura-Ace 7900 am Zeitfahrrad und auf dem Corratec-Leihrad, bei widrigsten Wetterbedingungen während des Peakbreak Etappenrennen, zurückgelegt. Zusätzliche 5.000 Kilometer mit Campas 11-fach und weitere 5.000 Kilometer mit der 2010er SRAM Force ermöglichen mir einen Systemvergleich zwischen den drei Herstellern.
PRO Dura-Ace
- Funktion: Die Dura-Ace funktioniert am besten. Das war immer schon so und das wird wohl immer so sein. Klick und unten, klack und oben, keine Schaltfehler, kein Rattern, kein Schleifen. Sogar extrem schräge Ketten beim Zeitfahren werden verziehen. Egal wie versifft die Bowdenzüge sind, das Ding funkt in jeder Lebenslage.
- Kompatibilität: Ritzelpakete zwischen Sram und Shimano können getauscht werden und passen wirklich auf jeden Shimano 10f-Freilauf. Sogar bei extremer Einspeichung (Beispiel Cycle Ops Powertap in Hochprofil Felgen) streift das Schaltwerk nicht an den Speichen.
- Design (eine Geschmacksfrage): Abgesehen von der massiven Kurbel gefällt mir das kühle Dura-Ace Design besser als die protzige Super Record und die filigranen Sram Gruppen. Die neuen Hebel sehen genial aus und endlich können auch die Schaltbowden schön unter dem Lenkerband verlegt werden.
KONTRA Dura-Ace
- Gewicht: theoretische 2078g Gesamtgewicht stehen 1987g der Super Record und 1959g der Red gegenüber. Einsparungspotential gäbs sicher noch an den Hebeln (dann funktionierts aber wahrscheinlich nicht mehr so toll) und an der Kurbel (zum Glück gibts BB30 von FSA und Stronglight).
- Preis: Listenpreis geringfügig höher als bei der Konkurrenz (Dura Ace: € 2.122,- / Super R: 2.002,- / Sram: 2.077,-)
Genial finde ich die "serienmäßigen" Kettenniet Glieder, welche das Öffnen und Verschließen der Kette jederzeit ermöglichen (putza, tauschta). Allerdings verschleissen diese etwas schneller als die Kette. Tipp: Rechtzeitig einen Satz als Reserve besorgen und bei verschlechteter Schaltperformance oder Laufruhe den Verschleiß des Kettenniet Glieds prüfen - die Kette hält vermutlich bedeutend länger.
Fazit: Schlussendlich bleibt es eine Frage der persönlichen Neigung, welches Schaltprinzip der Rennradfahrer favorisiert. An der Funktion gab es schon bei der "alten" 7800er Dura-Ace nichts zu bekriteln und deshalb war es schwierig, etwas ohnehin Herausragendes grundlegend zu verbessern. Bei den Hebeln und kleinen Details wie Umwerfer, Kette und Ritzel ist es dennoch gelungen. An meine Rennräder montiere ich vorerst nur mehr Shimanos Dura-Ace mit BB30 oder SRM Kurbel.
Text: NoPain
Fotos: NoSane























Zitieren
