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Sitzposition auf dem Rennrad

Neben der physischen Leistungsfähigkeit bildet die optimale Sitzposition für den Radfahrer die Grundlage für eine effiziente Kraftentfaltung, einen geringen Luftwiderstand und entspanntes Fahren. Eine allgemein gültige Definition der "optimalen Sitzposition" erweist sich allerdings als sehr schwierig. Individuelle anatomische Merkmale sowie unterschiedliche Anforderungsprofile machen die einheitliche Anpassung unmöglich.
Es gibt keine standardisierte Sitzposition. Jeder Athlet muss den für ihn besten Kompromiss finden. Daher sind die folgenden Ratschläge nur als Richtlinien zu verstehen!
Auf der Suche nach dem individuellen Kompromiss zwischen „optimaler Aerodynamik“ und „entspannter Haltung“ geht man laut klassischer Literatur nach folgendem Schema vor.
Es gibt keine standardisierte Sitzposition. Jeder Athlet muss den für ihn besten Kompromiss finden. Daher sind die folgenden Ratschläge nur als Richtlinien zu verstehen!
Auf der Suche nach dem individuellen Kompromiss zwischen „optimaler Aerodynamik“ und „entspannter Haltung“ geht man laut klassischer Literatur nach folgendem Schema vor.
1. Körperdaten ermitteln
- Körpergröße
- Schulterbreite: Abstand zwischen den Schulterknochen
- Innenbeinlänge (Schrittlänge): Dabei stellt man sich mit dem Rücken an die Wand und schiebt die Wasserwaage im Schritt nach oben (der Druck soll zirka dem Satteldruck entsprechen). Der Abstand vom Boden bis zur Oberkante der Wasserwaage entspricht der Schrittlänge.
- Rumpflänge: Becken und Rücken müssen auf voller Länge an die Wand gepresst werden. Der Messwert wird von der Sitzfläche bis zur v-förmigen Knochenmulde des Brustbeins ermittelt.
- Armlänge: dabei den Arm locker hängen lassen, gemessen wird der Abstand vom Schulterknochen bis vor die geballte Faust.
2. Parameter der Sitzposition errechnen und Grundeinstellung vornehmen
- Sitzhöhe: Der Abstand von der Tretlagermitte bis zur Oberkante des Sattels in der Mitte der Sitzfläche.
Sitzhöhe = 0,885 * Innenbeinlänge +/- 10mm
Die Differenz von 10mm ergibt sich aufgrund der unterschiedlichen Pedal-Bauhöhen, Schuhplatten, unterschiedlichen Kurbellängen und persönlichen Vorlieben.
- Sattelposition: Der Sattel sollte horizontal mit der Wasserwaage ausgerichtet werden. Bei der korrekten vertikalen Position sollte ein Lot bei waagrechter Kurbelstellung (3 Uhr) von der Mitte des Kniegelenks (Drehpunkt hinter der Kniescheibe), des auf dem Rad sitzenden Fahrers, durch die Pedalachse fallen.
- Individuelle Rückenneigung: Die Auswahl der gewünschten Neigung bestimmt den Faktor N, den wir für die nächste Berechnung brauchen.
Sehr sportlich (aerodynamisch): N = 0,545
Sportlich: N = 0,535
Komfortabel (tourentauglich): N = 0,520
- Sitzlänge: Der Abstand von der Oberlenkermitte bis zur Sattelspitze. Sie ist von der gewünschten Rückenneigung abhängig.
Sitzlänge = N * (Rumpflänge + Armlänge) - (0,59 * Sattellänge)
- Überhöhung: Der Höhenunterschied zwischen der Satteloberseite und der Lenkeroberkante. Je größer die Überhöhung, desto aerodynamischer fällt die Sitzposition aus, natürlich leidet die entspannte Haltung darunter.
- Vorbaulänge: Durch die Sattelstellung, Sitzlänge und gewünschter Überhöhung ergibt sich nun die passende Vorbaulänge.
- Lenkerbreite: Diese richtet sich nach der Schulterbreite und sollte auch in etwa dieser entsprechen.
- Kurbellänge: Ist von vielen Faktoren abhängig und bleibt wohl auf ewig ein Streitthema. Die wichtigste Einflussgröße stellt wohl die Schrittlänge dar.
Kurbellänge = Schrittlänge * 0,205
- Lenkerenden: Im Normalfall werden diese parallel zum Boden ausgerichtet oder geringfügig tiefer zwecks ergonomischerer Stellung der Handgelenke.
- Bremshebel: Mit einer Wasserwaage oder einem Lineal an der Unterkante des Unterlenkers ausrichten, damit sie mit diesem eine Linie bilden.
| 2PEAK Sitzpositions Rechner .xls |
3. Die Sitzposition optimieren
Nachdem die Sitzposition grob ermittelt wurde, sollte diese den individuellen Gegebenheiten und Ansprüchen angepasst werden.
Nachdem die Sitzposition grob ermittelt wurde, sollte diese den individuellen Gegebenheiten und Ansprüchen angepasst werden.
- Sitzhöhe: Für lange Belastungen mit hoher Trittfrequenz ist meistens ein geringfügig niedriger Sattel angenehmer. Der etwas höher eingestellte Sattel bietet beim langsamen und kraftbetonten Fahren Vorteile. Grundsätzlich ist ein zu tiefes Sitzen mit Beschwerden an der Kniescheibe verbunden, während eine zu hohe Sitzhöhe Schmerzen in der Kniekehle oder in den Waden zur Folge hat. Die Hüfte darf bei der Trittbewegung auf keinen Fall hin- und herkippen.
- Sattelstellung: Bergfahrer stellen sich den Sattel meist ein wenig nach hinten. Zeitfahrer bevorzugen die "American Position", bei welcher der Sattel sehr weit nach vorne gestellt wird. Drückt er zu sehr am Sitzknochen, kann er vorne ruhig ein wenig nach oben geneigt werden. Zwickt es im Dammbereich und schlafen einem öfters die Genitalien ein, hilft oft eine geringe Neigung der Spitze nach unten.
- Kurbellänge: Kürzere Kurbeln werden oft von kleineren, weniger ambitionierten Fahrern, Kriterienspezialisten oder Athleten mit langen Unterschenkeln und kleinen Füßen verwendet. Längere Kurbeln kommen bei großen, sportlich ambitionierten, Berg- und manchmal auch Zeitfahrern und Athleten mit langen Oberschenkeln und großen Füßen zum Einsatz.
- Aerodynamik: Je steiler der Sitzwinkel bzw. je weiter der Sattel nach vorne geschoben wird, umso tiefer kann der Lenker gestellt werden und die Sitzposition wird durch die verkleinerte Stirnfläche und aerodynamischere Form des Körpers "schneller". Dieser Vorteil wird bei der "American Position" in extremer Weise bei Zeitfahrern und Triathleten ausgenutzt, kann aber auch beim normalen Rennrad in geringerem Maße umgesetzt werden.
Radschuhe
Beim Rennradschuh ist neben dem Gewicht, der Steifigkeit und der Einlegesohle, seine Passform die oberste Priorität. Der Kauf von perfekten Schuhen kann leicht zum Projekt ausarten. Zu unterschiedlich sind die Auslegungen der Konfektionsgrößen unter den Herstellern. Außerdem ist die Breite im Fersenbereich und seine Form dafür entscheidend ob der Schuh angenehm sitzt und die Kraft direkt aufs Pedal bringt. Ohne längere Probefahrt ein schwieriges Unterfangen.
Eigenschaften eines guten Radschuhs
a) der Schuh muss möglichst steif sein - vor allem im Bereich der Außensohle (z.B. Carbonsohle)
b) Kompromiss beim Obermaterial - es darf weder zu dicht sein (Belüftung), noch zu weich (dehnbar, geringer Halt)
Tipp: Der LAKE CX401 ist ein leichter, eher breiter, individuell anpassbarer Carbon-Schuh mit einer stark gekrümmten Sohle und einer anatomisch geformten Einlegesohle. Das Obermaterial ist aus atmungsaktivem und strapazierfähigem Känguruleder mit Duratek Oberfläche und die Sohle aus Carbon. Das "Hammer-Feature" des Profi-Schuhs (z.B. Team Cervelo) ist der individuell anpassbare Mittelfuß- und Fersenbereich. Beim Referenzmodell sind Sohle und Ferse in einem Arbeitsgang gefertigt. Carbon wird in mehreren Lagen und Richtungen übereinander gelegt und ein "Foam" eingearbeitet, der sich nach Erwärmung des Schuhs für einige Minuten verformen lässt. Mit dem CX401 und dem MTB Bruder MX401 bringst du deine Kraft direkt und unvermittelt aufs Pedal. (Testurteil Roadbike 2009: Sehr gut)
Eigenschaften eines guten Radschuhs
a) der Schuh muss möglichst steif sein - vor allem im Bereich der Außensohle (z.B. Carbonsohle)
b) Kompromiss beim Obermaterial - es darf weder zu dicht sein (Belüftung), noch zu weich (dehnbar, geringer Halt)
Tipp: Der LAKE CX401 ist ein leichter, eher breiter, individuell anpassbarer Carbon-Schuh mit einer stark gekrümmten Sohle und einer anatomisch geformten Einlegesohle. Das Obermaterial ist aus atmungsaktivem und strapazierfähigem Känguruleder mit Duratek Oberfläche und die Sohle aus Carbon. Das "Hammer-Feature" des Profi-Schuhs (z.B. Team Cervelo) ist der individuell anpassbare Mittelfuß- und Fersenbereich. Beim Referenzmodell sind Sohle und Ferse in einem Arbeitsgang gefertigt. Carbon wird in mehreren Lagen und Richtungen übereinander gelegt und ein "Foam" eingearbeitet, der sich nach Erwärmung des Schuhs für einige Minuten verformen lässt. Mit dem CX401 und dem MTB Bruder MX401 bringst du deine Kraft direkt und unvermittelt aufs Pedal. (Testurteil Roadbike 2009: Sehr gut)
Anpassung der CFC (Custom Fit Carbon) Schuhe
Neben den Schuhen in der passenden Größe (Zehen sollten die Schuhspitze berühren, der Schuh darf nicht drücken -> durch das Anpassen wird der Schuh etwa 1/2 Nummer bleibend größer), brauchst du einen Backofen, Handschuhe, eine Zeituhr und deine Radsocken.
10 Minuten nach der Anpassung ist der Schuh abgekühlt und einsatzfähig. Falls beim ersten Anpassungsvorgang kein optimaler Fit erreicht wird, was oft erst nach mehrmaligem Fahren festgestellt werden kann, ist das Erhitzen und Anpassen der Schuhe unbegrenzt wiederholbar.
Neben den Schuhen in der passenden Größe (Zehen sollten die Schuhspitze berühren, der Schuh darf nicht drücken -> durch das Anpassen wird der Schuh etwa 1/2 Nummer bleibend größer), brauchst du einen Backofen, Handschuhe, eine Zeituhr und deine Radsocken.
10 Minuten nach der Anpassung ist der Schuh abgekühlt und einsatzfähig. Falls beim ersten Anpassungsvorgang kein optimaler Fit erreicht wird, was oft erst nach mehrmaligem Fahren festgestellt werden kann, ist das Erhitzen und Anpassen der Schuhe unbegrenzt wiederholbar.
Fußstellung
Mindestens genau so wichtig wie die anderen bereits vorgestellten Positionsfaktoren ist die richtige Fußstellung. Leider wird die Einstellung der Pedalplatten oft vernachlässigt: "mittig drauf und passt schon" kostet im Normalfall Kraft und kann im schlimmsten Fall zu Schmerzen und Verletzungen in den Gelenken führen.
Faustregel
Die Fußballenmitte (siehe Bild rechts) muß genau über der Pedalachse stehen und der Schuh soll parallel entlang der Rahmenachse geführt werden. So hat man im Normalfall die effektivste Krafteinleitung.
Die Hautfalte auf der Fußoberseite gibt die Lage des Drehpunktes zwischen dem Mittelfußknochen und dem Großzehengelenk (Z) an. Man schlüpft in den Schuh, sucht dann erneut den Drehpunkt und markiert ihn auf der Schuh-Außenseite mit einem Stück Klebeband (M). Danach wird die Pedalplatte so montiert, dass die Markierung mit der Pedalachse fluchtet. Manche Pedalplatten (z.B. Look Kéo) besitzen eine Markierung, welche die Mitte der Pedalachse anzeigt. Jetzt muss im "eingeklickten" Zustand nur mehr kontrolliert werden, ob die Schuhplatte den Schuh auch parallel zur Rahmenachse führt. Dazu zentriert man die Platten am besten entlang des Kurbelarms. Das "Spiel" der Pedalplatten sollte in beide Richtungen in etwa gleich sein (Ausnahme: 0° Cleats).
Sonderfälle
a) Manche Bahnsprinter setzen den Fußballen etwas weiter nach vorn und vergrößern so den Fußhebelarm (R).
b) Bei einer vorliegenden schiefen Anatomie ist es sinnvoller eine unverkrampfte Einstellung vorzunehmen, auch wenn diese nicht der Einstellregel entspricht.
Nachdem die Pedalplatten vollständig eingestellt wurden, überprüfe bitte das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment. Bei zu wenig Zug können sich die Cleats verschieben, bei zuviel Kraft läufst du Gefahr die filigranen Schrauben "abzunudeln".
Faustregel
Die Fußballenmitte (siehe Bild rechts) muß genau über der Pedalachse stehen und der Schuh soll parallel entlang der Rahmenachse geführt werden. So hat man im Normalfall die effektivste Krafteinleitung.
Die Hautfalte auf der Fußoberseite gibt die Lage des Drehpunktes zwischen dem Mittelfußknochen und dem Großzehengelenk (Z) an. Man schlüpft in den Schuh, sucht dann erneut den Drehpunkt und markiert ihn auf der Schuh-Außenseite mit einem Stück Klebeband (M). Danach wird die Pedalplatte so montiert, dass die Markierung mit der Pedalachse fluchtet. Manche Pedalplatten (z.B. Look Kéo) besitzen eine Markierung, welche die Mitte der Pedalachse anzeigt. Jetzt muss im "eingeklickten" Zustand nur mehr kontrolliert werden, ob die Schuhplatte den Schuh auch parallel zur Rahmenachse führt. Dazu zentriert man die Platten am besten entlang des Kurbelarms. Das "Spiel" der Pedalplatten sollte in beide Richtungen in etwa gleich sein (Ausnahme: 0° Cleats).
Sonderfälle
a) Manche Bahnsprinter setzen den Fußballen etwas weiter nach vorn und vergrößern so den Fußhebelarm (R).
b) Bei einer vorliegenden schiefen Anatomie ist es sinnvoller eine unverkrampfte Einstellung vorzunehmen, auch wenn diese nicht der Einstellregel entspricht.
Nachdem die Pedalplatten vollständig eingestellt wurden, überprüfe bitte das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment. Bei zu wenig Zug können sich die Cleats verschieben, bei zuviel Kraft läufst du Gefahr die filigranen Schrauben "abzunudeln".

























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