Bikeboard.at - Ein Herz für den Radsport

Man mag von Mountainbikes mit Elektromotor halten, was man will: Als Lachtherapeut und somit Stimmungsaufheller ist das KTM eRace unschlagbar

Draufsetzen, loslachen. So einfach wie genial ist die Wirkung, welche die Benützung des KTM eRace mit hundertprozentiger Garantie entfaltet. Selbstredend gibt es daneben noch einige mehr; Benutzer-, Fitness- und Einsatzgebiets-abhängig, sozusagen. Aber die ansteckende Fröhlichkeit ist bei dem orange-weißen Elektro-Flitzer serienmäßig eingebaut.
Im Praxisbetrieb stellt sie sich üblicherweise in vier Stufen ein - von den vier Leistungsstufen der am Lenker montierten Steuerungseinheit übrigens gänzlich unabhängig:
  1. Skeptisch-überraschtes Grinsen. Wer zum ersten Mal in seinem Leben wenig tritt und trotzdem flott rollt, kann sich einer gewissen, freudigen Verwunderung nicht erwehren.
  2. Schüchtern-staunendes Lächeln. Wer zum ersten Mal in seinem Leben mit Vollgas einen Berg raufschießt, ohne auch nur zu schnaufen, kann's schlicht und ergreifend nicht glauben.
  3. (Schaden)frohes Lachen. Wer sodann die Vorteile des Gefährts gezielt bei Ortstafelsprints, Bergankünften o.ä. einzusetzen lernt, will sich ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellen.
  4. Hemmungsloses Zerkugeln: Wer es schließlich wirklich wissen will, auf der obersten Unterstützungsstufe durchs echte Gelände brettert und das eigene Reaktionsvermögen permanent hinter dem (ohne nennenswerter Anstrengung realisierbaren) Speed herhinken sieht , kann's definitiv nicht mehr bestreiten: e-Mountainbiken ist lustig!

Tech Talk


Wobei das Wort e-Bike im Fall des KTM ja an sich fehl am Platz ist. Tatsächlich nämlich handelt es sich um ein sogenanntes Pedelec (pedal electric cycle), bei dem der Motor im Unterschied zu einem echten Elektro-Bike lediglich der Unterstützung dient. Im Gegenzug zum verpflichtenden Mitreten erspart man sich die Zulassung, dafür ist bei 25 km/h Schluss mit lustig - der Motor schaltet sich ab.

Nominell liefert der BionX-Motor, der in der hinteren Nabe sitzt, 250 Watt. Tatsächlich ist die Leistung vom eigenen Muskelschmalz abhängig, liefern doch die vier Regulierungsstufen keine absoluten Werte. Vielmehr bieten sie verschiedene Grade der Unterstützung: 35, 75, 150 oder 300 Prozent.

Vifes Detail: Der Antrieb fungiert, ebenfalls vierstufig regulierbar, nebst Energiefresser auch als Energieerzeuger. Ähnlich wie bei Hybridautos kann die Hinterradnabe nämlich von der Bremse zum Generator werden. Dieses Gimmick gestattet die teilweise Strom-Rückgewinnung beim Bergabfahren.

Gespeist wird der Motor von einem Lithium-Mangan-Akku, der anstelle des Flaschenhalters im vorderen Rahmendreieck thront (logische Konsequenz: ein Trinkrucksack wird zum quasi verpflichtenden Accessoire).

Bei vollständig geladener Batterie (Ladezeit im Testbetrieb 3:14 Stunden) verspricht KTM eine Reichweite von bis zu 90 km, abhängig von Steigung, Gelände, Unterstützungsstufe, Gewicht des Fahrers, Wetter und Temperatur. Unser Akku war bereits nach der Hälfte der Distanz leer gezuzzelt, hatte bis dahin aber freilich kaum einen Schongang gesehen und sich prinzipiell mit den Gegebenheiten des Salzkammerguts (echte Berge, wechselnder Untergrund, Temperaturen knapp über Null) herumschlagen müssen.

Halten soll die Batterie 500 Ladezyklen lang, macht bei durchschnittlichem Gebrauch umgerechnet vier bis sechs Jahre.
Die nackten Zahlen
BatterieLithium Mangan (LIMN), 9,6 Ah, 37 V; Energiekapazität: 355 Wh
Leistung250 Watt nominell
Ladezeit3-4h, zum Laden abnehmbar; Lebensdauer 500 Zyklen
Reichweite30-90 km
4 Stufen
35, 75, 150, 300 %


Bike Talk

So raffiniert die elektronischen Details, so simpel (noch) die Rohdaten des Bikes. Die Geometrie des in gefälligen Farben lackierten Hardtails fällt sportlich-gemütlich aus. An den 6061-Alurahmen mit dreifach konifizierten Rohren wurde ein funktionierender, aber nicht gerade spektakulärer Mix aus Shimano-Parts (Deore, SLX, Alivio), Magura Julie-Bremsanlage (180/160 mm Discs), Rigida-Felgen und Rock Shox Dart-Gabel (100 mm, sperrbar) geschraubt.

Hier liegt ebenso Entwicklungspotenzial - wobei zugegebenermaßen High-end-Parts ebenfalls keinen Sinn machen würden - wie beim Gewicht. Das fällt mit 21 kg nämlich beachtlich hoch aus. Das Verladen ins Auto wird so zur kurzzeitigen Spitzenbelastung für das Herz-Kreislaufsystem, und wer die veranschlagten 2.399 Euro Verkaufspreis für das eRace auf den Tisch blättert, sollte sich dieses gewichts- und auch ausstattungsmäßigen "Missverhältnisses" zu allein mit Muskelkraft betriebenen Bikes bewusst sein.

Das bereits deutlich Richtung Trekking-/City-Bike orientierte eCross gibt's mit Suntour-Gabel und Alivio-Antrieb um zwei Hunderter weniger.

Ausstattung KTM eRace
RahmenAluminium 6061 triple-buttedFelgenRigida Taurus2000, Alu
GabelRock Shox DART 3 LO, 10 mm Travel,
ext. Reb. & Turnkey Lockout
SpeichenDT Champion, Inox 2mm,
hinten 2,3 mm
SchalthebelShimano Deore/AlivioReifenSchwalbe Racing Ralph 2.1
Schaltwerk vo/hiShimano Deore Downswing/Shimano SLXSteuersatzRitchey OE Press-Fit integrated
MittellagerShimano CartridgeVorbauRitchey OE
PedalWellgo C128LenkerRitchey OE flat
BremseMagura Julie Disc, 180/160 mmSattelKTM VL-1205
BremshebelMagura Julie Disc mit Schalter-RückgewinnungSattelstützeRitchey OE
Nabe Vr.Shimano M529 Disc 6-LochGewicht21,0 kg ohne Pedale
Nabe Hr.BIONX-Hinterrad-NabenmotorPreis2.399 Euro

Ride Talk

Dass sich 21 Kilogramm Lebendgewicht im (unterstützungslosen) Fahrverhalten bemerkbar machen, liegt auf der Hand. Die Angst vor der plötzlichen Leere des Akkus ist damit ständiger Begleiter, kann aber dank Batteriestands-Anzeige eine ganze Weile hintangehalten werden. Entsprechend sorgenfrei betrachtet, bewegt sich das KTM im Geradeauslauf sogar verhältnismäßig leichtfüßig, häufige Richtungswechsel auf kurvigen Strecken sind hingegen seine Sache nicht.

Dies liegt aber nicht nur am Gewicht allein, sondern auch an dessen Verteilung. Der Schwerpunkt des E-Bikes hockt logischerweise extrem weit hinten, entsprechend schwerfällig folgt der Hintern den an der Front ausgegebenen Befehlen. Gelegentlich wünscht man sich außerdem ein vollgefedertes Fahrwerk herbei. Wenn nämlich das wuchtige Hinterrad gegen Steine oder in Schlaglöcher donnert, geht das am Kreuz alles andere als unbemerkt vorbei.

Allerdings sitzt man auf einem motorisierten Bike ja ohnehin nicht, um dessen Nachteile durch Ignorieren der Unterstützung auszukosten. Also eingelegt Stufe 1, 2, 3, 4 und losgeflitzt! Ein wenig Übung braucht's für die einwandfreie Koordination von Schalten, Bremsen und Motorunterstützung, das Handling der Konsole an sich ist aber deppensicher: zwei Schalter für Plus und Minus, einer für den Modus und ein gut lesbares Display, das über die gewählte Einstellung samt Akku-Ladestand informiert.

Strom gibt's in der kleinsten Hütte
Strom gibt's in der kleinsten Hütte
Die Schaltzentrale: echt easy
Die Schaltzentrale: echt easy
*grins* vor, nach und am Berg
*grins* vor, nach und am Berg
Bergab kann die Art "Motorbremse" sogar das normale Bremsen überflüssig machen (wisst's, wie lustig? Steil bergab zu zuckeln, ohne die Finger am Bremshebel haben zu müssen), mitunter beginnt dabei aber auf losem Untergrund das Hinterrad zu blockieren - also lieber mit Bedacht in die elektronischen Eisen greifen!

Die wahre Stunde des KTM schlägt aber freilich bergauf. Geräuschlos schaltet der Motor zu, mühelos folgt der gelegenheitsradelnde Kettenraucher der trainierten Leistungssportlerin - und das auf Stufe 2. Neugierig sitzt die Dame mittleren Alters auf, wählt erst zögerlich die Eins, dann forsch Stufe 3 - und zieht ab wie eine Rakete, den Hügel hinauf. Die Kombination von technischen Passagen und Stufe 4 schließlich birgt selbst für geübte Freerider bewusstseinserhellende Momente, was die Unzulänglichkeit des eigenen Reaktionsvermögens betrifft: Huch, Kurve! Achtung, Wurzel! Und jessas, da kommt schon die Rinne! Mit der Zeit holt das Hirn aber auf.


Future Talk


Was aber auch mit ein bisschen Routine und nach den ersten, euphorisch absolvierten Spielereien bleibt, ist der eingangs erwähnte Spaß. Und was dazukommt, sind Gedankenspiele: Können dank e-Bikes bald leistungsmäßig komplett verschiedene Partner auf gemeinsame Mehrtagestour gehen? Schwirren künftig Leute in den Bergen herum, die dort oben überhaupt nichts zu suchen hätten? Fühlen sich Alte wieder jung, weil sie noch einmal die herrlichen Wege von damals befahren können? Sind e-Bikes ein Fluch oder ein Segen?
Man wird sehen. Das KTM eRace jedenfalls ist eine diesbezüglich äußerst inspirierende Errungenschaft ...

Fazit:
Beschwingtes Überlegenheitsgefühl trifft die Angst vor dem Akku-Aus. Für den echten Geländeeinsatz braucht's noch ein paar Entwicklungsstunden (Stichwort Gewicht, Fahrwerk, Handling, Ladestationen), zum Lachen und Träumen regt's aber jetzt schon an.

Text: NoMan
Fotos: KTM, NoDad



Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 16 bis 30 von 60
  1. #16
    Carboniker Avatar von Evil_Jason
    Registriert seit
    Oct 2008
    Ort
    Wien
    Beiträge
    1.778
    Zitat Zitat von Kraeuterbutter Beitrag anzeigen
    man kann mit Getriebemotoren z.b. auch sowas bauen:



    vorne UND hinten ein Motor


    preislich immernoch deutlich unter dem BionX Antriebsset
    von der Power her aber über BionX
    und gute Gewichtsverteilung

    Nader der auch dieses Bike gebaut hat, plant bereits ein weiteres Dual-Motor-Bike, mit den neuen kleinen Cute-Motoren..
    die sind nochmal deutlich kleiner und wiegen nur 1,6kg das Stück

    Also praktisch an Allradler. Geht sowas auch mit an Citybike mit 28" und 42er Reifen?
    Alles, was nicht rund ist, ist eckig, oder hin...
    Ich HASSE Kopfsteinpflaster
    --------------------------------------------------------
    Jahreshighlight 2011: Innsbruck- Passau- Wien: ca. 675KM... Schön war's
    Jahreshighlight für 2012: Berlin Mauer- Weg

  2. #17
    RC-Modellflieger
    Registriert seit
    Oct 2006
    Ort
    Wien
    Beiträge
    882
    Zitat Zitat von biker7 Beitrag anzeigen
    Würdest du dein Know-How auch verkaufen?Schaut aus, als wüßtest du weit mehr als die Fachgeschäfte.Wollte für meine Frau ein E-Bike kaufen.Die Beratung und die Testfahrten waren das Gegenteil von überzeugend.Hab es dann sein lassen und ihr ein gutes leichtes Carbon-Hardtail gekauft.Aber der Motor fehlt ja doch.Nur der Motor, denn wir getestet haben, war anscheinend defekt(oder war es die Elektronik?).Anscheinend war trotz voll geladenem Akku die Leistung nur zeitweise vorhanden.Endergebnis:Genau an der steilsten Auffahrt war es dann komplett ohne Funktion :-( Das Gewicht für Motor und Akku war natürlich noch da ;-)
    Vielleicht darf ich dich kontaktieren für eine gute Beratung?
    sicher kannst mich anschreiben...
    aber ich bin nur normaler User, das Thema interessiert mich aber seit 2 Jahren ungemeint
    und davor hab ich halt noch 20 Jahre Erfahrung mit Akkus durch Modellbau (und da hab ich alles durchgemacht von Blei, Nicd, Nimh, LiMn, Tadiran, Lipos, LiIonen und jetzt Fepo4 )


    also a bissal Ahnung hab ich
    für mehr Infos würde ich dringend www.pedelec-forum.de empfehlen (das einzige deutschsprache Forum das sich um Elektroräder dreht)
    da hab ich auch grossteil meiner Infos her

    ein Carbon-hardtail hast ihr gekauft.. wuii...
    is halt trotzdem so:
    ein 3000 Euro Carbonteil das 5kg weniger wiegt bringt am Berg doch nicht soviel wie ein 250 Euro Motorset das 200 - 400Watt rausschiebt

    90kg vs. 95kg (Carbon vs. Stahl oder alu)
    200Watt (Frau allein) vs. 150Watt Frau + 200Watt Motor = 350Watt

    also mit nem Elektroradl kannst als nicht-Profi-Radler kaum mithalten..
    meine Freundin (60kg) fährt immer mit meinem und ich dann mit normalen Rad wenn wir gemeinsam fahren
    die bis zu 400Watt plus die sie kriegt kann ich nicht ausgleichen
    damits ned ganz unlustig (für mich) wird, lass ich sie immer mit einem nicht zu grossen Akku fahren, sage ihr wieviel sie drin hat (z.b. 4000mah) und am Display sieht sie dann wie die "verrinnen"
    das motiviert sehr, sparsam mit dem Strom umzugehen, und ihn hauptsächlich da einzusetzen wo man ihn braucht (z.b. bergauf)


    ad Allradbike:
    eigentlich ist jedes Elektrorad mit Frontmotor ien Allradbike:
    hinten du selber, vorne der Motor

    Vorteile sind nicht zu unterschätzen vom Allrad
    habs diesen Winter gemerkt... bei 10cm Schnee im Wald -> ohne Motor mit meinen BigApple Strassenreifen CHANCENLOS... da gibts kein weiterkommen, nur rutschen am Stand
    mit Allrad hingegen (also hinten ich, vorne Motor) schaut die Sache ganz anders aus
    zusätzlich wird das Vorderrad super in Spur gezogen, sichereres Fahren auf rutschigem Untergrund

  3. #18
    RC-Modellflieger
    Registriert seit
    Oct 2006
    Ort
    Wien
    Beiträge
    882
    [qoute]ein Carbon-hardtail hast ihr gekauft.. wuii...
    is halt trotzdem so:
    ein 3000 Euro Carbonteil das 5kg weniger wiegt bringt am Berg doch nicht soviel wie ein 250 Euro Motorset das 200 - 400Watt rausschiebt[/quote]
    letztes Jahr: mit 6kg Anhänger - 22kg Hund drin aufs Schloss Tabor raufgefahren...


    Steigung: jenseits der 10% auf jedenfall, stellenweise 15%

    bin Kopf an Kopf mit dem Rennradler (ich sitzend, er im Wiegetritt) raufgefahren...
    zuerst hatte ich ihn überholt, was er sich nicht bieten hat lassen (nen Radl mit dicken 60er Schlappen UND nen Anhänger UND nen Hund drin... das geht ned)
    er in Wiegetritt gegangen und dann eben neben mir her bis nach oben
    oben haben wir uns dann unterhalten

    er eben mit 2000-3000 Euro Carbon-Asphalt-Feile und knackigen Waden,
    ich mit 17 Jahre altem Stahlrahmenmountainbike

    jedenfalls: sowas geht


    achja, die Frage mit 28"-Rädern.. natürlich geht das auch
    Motoren sind eingespeicht von 16", 20", 26" und 28" zu haben
    andere Grössen muss man dann halt selber einspeichen

  4. #19
    RC-Modellflieger
    Registriert seit
    Oct 2006
    Ort
    Wien
    Beiträge
    882
    übrigens: wer sein Bike nicht umrüsten will, bzw. allen seinen Bikes die Chance auf E-Unterstützung bieten will:
    der oben von mir abgebildete Anhänger (gibts für 40 Euro neu bei ebay)
    hat hier auf dem Video jemand zu einem Schubanhänger umgebaut:

    http://www.youtube.com/watch?v=l31sKRRgAF8

    auch sowas geht...

    40 Euro Anhänger
    100 Euro Akkus
    250 Euro Antriebsset

    bei gebrauchtteilen entsprechend billiger

    man braucht dann nur an jedem Rad ne Anhängerkupplung und schon kann man den Anhänger an mehreren Bikes verwenden

  5. #20
    Carboniker Avatar von Evil_Jason
    Registriert seit
    Oct 2008
    Ort
    Wien
    Beiträge
    1.778
    Zitat Zitat von Kraeuterbutter Beitrag anzeigen
    [qoute]letztes Jahr: mit 6kg Anhänger - 22kg Hund drin aufs Schloss Tabor raufgefahren...


    Steigung: jenseits der 10% auf jedenfall, stellenweise 15%

    bin Kopf an Kopf mit dem Rennradler (ich sitzend, er im Wiegetritt) raufgefahren...
    zuerst hatte ich ihn überholt, was er sich nicht bieten hat lassen (nen Radl mit dicken 60er Schlappen UND nen Anhänger UND nen Hund drin... das geht ned)
    er in Wiegetritt gegangen und dann eben neben mir her bis nach oben
    oben haben wir uns dann unterhalten

    er eben mit 2000-3000 Euro Carbon-Asphalt-Feile und knackigen Waden,
    ich mit 17 Jahre altem Stahlrahmenmountainbike
    Ich stell ma des gerade bildlich vor: Er bekommt grad noch so a Luft und du tuckerst als ob nyx wäre den Berg rauf
    Alles, was nicht rund ist, ist eckig, oder hin...
    Ich HASSE Kopfsteinpflaster
    --------------------------------------------------------
    Jahreshighlight 2011: Innsbruck- Passau- Wien: ca. 675KM... Schön war's
    Jahreshighlight für 2012: Berlin Mauer- Weg

  6. #21
    RC-Modellflieger
    Registriert seit
    Oct 2006
    Ort
    Wien
    Beiträge
    882
    ne.. das bitte ned falsch verstehen:
    ich hab einen 24V Motor mit 180W Dauerleistungsrating (also einen der schwächsten erhältlichen)
    den ich mit 36V betreibe (für Speed)

    (kann man hier sehen: 50km/h in der Ebene (mit 44V Akku): http://www.youtube.com/watch?v=3TQZqctp-gY )

    für Bergfahren ist der Motor nicht optimal...
    er gibt seine maximale Leistung bei 33km/h ab (350-400watt), ab 40km/h keine Unterstützung mehr

    Bergauf bei z.b. 10km/h sinds dann aber nur ~100Watt die da aus dem Motor noch rauskommen
    das reicht um das Mehrgewicht des Bikes, des Hundes und Anhängers auszugleichen..
    aber selber muss ich mich da schon auch noch ordentlich reinhängen und mittreten..

    (bin zwar kein Radsportler wie die meisten hier, aber so auf 12000-15000km im Jahr als Fahrradbote (ohne Motor) komme ich auch)
    also auch in meinen Beinen steckt ein klein wenig Schmalz

    hier noch ein Video (hab ich glaub ich schon gepostet ?) wo man das ganze mit Anhängerbetrieb sehen kann... (am Ende des videos gibts da mehr davon zu sehen)

    http://www.vimeo.com/5150567
    Geändert von Kraeuterbutter (02-03-2010 um 13:25 Uhr)

  7. #22
    RC-Modellflieger
    Registriert seit
    Oct 2006
    Ort
    Wien
    Beiträge
    882
    na, eine Geschicht hab ich noch:
    ich und freundin unterwegs, sie am Elektrobike, das erstemal liegend am Trialenker für sie, ohne anhänger

    unser Hausberg, 1km lang, gemessene 8 - 9% Steigung
    sie ist das mit ihren leichten 60kg den Berg mit anfangs 32km/h und gegen Schluss noch 28km/h hochgeblasen
    hat dabei auch einen Rennradler (geschätzte Mitt-40) gleich auf den ersten paar 100m geschnupft, wobei dem natürlich ebenfalls sofort der "Wiegetritt-reflex eingeschossen ist" (konnte ich schön von hinten beobachten)

    "Mädel, auf nem Mountainbike mit fetten 60er Reifen überholt mich am Berg ? das geht ned"
    jedenfalls war er auf den ca. 1km chancenlos

    von hinten ist der Elektromotor von einem nachfahrenden nicht zu bemerken (nicht zu sehen, und auch nicht zu hören.. bei 32km/h ist sowieso Abrollgeräusch der Reifen grösser)

  8. #23
    RC-Modellflieger
    Registriert seit
    Oct 2006
    Ort
    Wien
    Beiträge
    882
    ich hoffe das nimmt mir niemand übel dass ich da jetzt soviel Poste...
    will einfach vermitteln dass Elektrobikes auch spass machen, und nicht nur was für Pensionisten sind die damit 10km um irgendeinen See rumfahren (in die Ecke werden E-Bikes ja gerne gestellt)

    hier mal mein Ausflug im Sommer:
    230km (hab meine Oma besucht, 5 Stunden Mittagspause gemacht und bin am selben Tag wieder zurückgefahren)

    in der Früh los:


    am Abend wieder daheim:


    mitgehabt habe ich meinen Anhänger, mit Akkus und allerlei Zeugs
    -> 32kg Anhänger
    somit in Summe 52kg Gespanngewicht (+ 75kg Fahrer)




    mit dem Gewicht dann doch einige Hügel überwunden
    (laut Online-Routenberechnung in Summem 2400hm)

    mit 52kg Gewicht schon ne Aufgabe



    bergab:

    schiebt das Gewicht dann ordentlich an...
    (und ich nur Canti-Bremsen am Bike)


    wärend ich dann bei meiner Oma den Rasen gemäht habe....
    (2 Stunden lang.. nur Teil des Gartens, ist fast 20.000m² gross *gg*)


    hab ich den Akku des Bikes nachgeladen...
    zufälligerweise ist mir einen Tag zuvor mein 12V-Netzteil eingegangen...
    mein ladegerät (Modellbau) benötigt aber 12V Versorgungsspannung, weshalb ich mir den Strom aus Omas Lupo geborgt habe






    am Abend, nach 230km Radfahren und 2 Stunden Rasenmähen als "Pause" stieg ich vom Radl, ohne Popoweh (Tria-Lenker sei Dank)
    und hab mir gedacht: "eigentlich hättens ruhig noch 50km mehr sien dürfen *gg* "
    aber gut war eh schon finster...

    achja: verbraucht hab ich ca. 3Wh/km
    also mit 2 handelsüblichen Pedelec-Akkus (36V 10Ah) wären sich die 230km ohne nachladen ausgegangen

    (ich hatte mehrere, kleinere Modellbauakkus mit, musste unterwegs also mehrmals umstecken)

    diesen Sommer - hab mittlerweile mehr Akkus - sind 300km Tagesstrecke angestrebt... (Rasenmähen lass ich dann aber mal bleiben *gg* )
    Geändert von Kraeuterbutter (02-03-2010 um 14:17 Uhr)

  9. #24
    RC-Modellflieger
    Registriert seit
    Oct 2006
    Ort
    Wien
    Beiträge
    882
    übrigens: die Strom(Energie)menge, die ich auf diesen 230km verbraucht habe, entspricht ungefähr der Strommenge, die man benötigt um ein Ei in einem 1Liter Gefäss ohne Deckel auf einem Elektroherd hart zu kochen


    bzw. dem Standby-Verbrauch von Fernseher + Standby von Videorekorder (summe 15Watt) in 48 Stunden
    Geändert von Kraeuterbutter (02-03-2010 um 14:49 Uhr)

  10. #25
    Carboniker Avatar von Evil_Jason
    Registriert seit
    Oct 2008
    Ort
    Wien
    Beiträge
    1.778
    Zitat Zitat von Kraeuterbutter Beitrag anzeigen
    übrigens: die Strom(Energie)menge, die ich auf diesen 230km verbraucht habe, entspricht ungefähr der Strommenge, die man benötigt um ein Ei in einem 1Liter Gefäss ohne Deckel auf einem Elektroherd hart zu kochen


    bzw. dem Standby-Verbrauch von Fernseher + Standby von Videorekorder (summe 15Watt) in 48 Stunden
    Aber die Batterie vom Lupo hast deiner ma jetzt net komplett entladen, oder? Net, das er nimma anspringt...
    Alles, was nicht rund ist, ist eckig, oder hin...
    Ich HASSE Kopfsteinpflaster
    --------------------------------------------------------
    Jahreshighlight 2011: Innsbruck- Passau- Wien: ca. 675KM... Schön war's
    Jahreshighlight für 2012: Berlin Mauer- Weg

  11. #26
    Wahnsinnsapostel Avatar von Buchdrucker47
    Registriert seit
    Aug 2008
    Ort
    Wien
    Beiträge
    537
    Hallo kraeuter!
    Bisher hab`ich die E-Murln nur an MTBs angebaut gesehen. Da ich sehe, dass Du als Experte der
    richtige Ansprechpartner bist, möchte ich Dich fragen, ob man auch ein RR umrüsten kann!?
    In meinem Fall ein Trek y foil mit HED3 Laufrädern. Es bittet um Antwort (ev. per PN),
    liebe Grüße,
    Hans
    (Buchdrucker47)

    Alles Irdische ist vergänglich, nur der Kuhschwanz, der ist länglich.

  12. #27
    RC-Modellflieger
    Registriert seit
    Oct 2006
    Ort
    Wien
    Beiträge
    882
    Hi...
    ich bin sicher kein Experte, ja sogar meilen meilen weit davon entfernt..
    bin was Fahrräder angeht eher Anfänger...

    nur mal so dasst da vorstellen kannst: ich hab mir jetzt vor 1 Monaten mal ein aktuelleres Radl kauft, das gut 10 Jahre jünger ist wie alle anderen meine Räder:
    ein Cannondale Super V --> und das ist auch schon wieder fast 10 Jahre alt

    also ich hab kein aktuelles Rad, und kenn mich mit der Technik auch ned aus

    Rennrad:

    inkl. 10Ah Akku (gut für ca. 100km) unter 16kg

    der verwendet das für die tägliche Fahrt zur Arbeit

    also generell ists kein Problem (in ne Carbon-Gabel würde ich den Motor aber ned einbauen)
    das Hauptproblem stellt das Gesetz dar..
    25km/h max... alles darüber ist kein Pedelec mehr
    bei seinem Rennrad unterstützt der Motor (der selben den ich auch habe) bis ca. 40km/h

    bei uns in Österreich scheint es auch keine S-Pedelec-Klasse wie in Deutschland zu geben
    da brauchts dann zwar ne Nummerntafel, aber keine Helmpflicht, Fahrradwege darf man benutzen und da das Rad gemeldet ist, kann man es extrem günstig Diebstahlversichern was sicher auch ein Pluspunkt ist

    wie gesagt, bei uns Österreich: leider nein

    so, hier noch ein nettes Bild:
    Nader im Pedelec-Forum hat heut wieder ein Bike fertiggestellt *gg* (sein 10tes oder 11tes E-bike)
    ganz nett geworden

    mit Puma-Motor (500Watt nominell, aber jeh nach Regler gehen auch 1000Watt)
    also a stück Stärker wie das KTM-Bike
    jeh nach verwendeten Akku bis ca. 50km/h Unterstützung
    Gewicht: ~17kg

    nett auch der selbstgebaute Flaschenakku:




    Kosten des Motors: 200 Euro
    Kosten des Regler: 50-60 Euro
    Kosten Akku: jeh nach Akku 150 - 400 Euro

    also ein Stückweit günstiger wie das BionX-Set

    hier noch ein Video, was der Puma-Motor für Leistung hat bzw. aushält wenn man die Spannung des akkus etwas erhöht:
    sollte reichen um Spass zu haben *gg*

    http://www.youtube.com/watch?v=oK4FOv4FD1Q

    mir wäre das schon viel zu viel Power... das geht schon richtung Motocross dann

  13. #28
    RC-Modellflieger
    Registriert seit
    Oct 2006
    Ort
    Wien
    Beiträge
    882
    im Testbericht des KTM wurde das Gewicht des Motors im Hinterrad (ca. 4kg der BionX Motor) also negativ bemerkbar beschrieben (Rücken)....

    hier eine Möglichkeit um dies zu umgehen:

    Motor ist ein Tongxin (Rollengetriebe, der Motor ist praktisch lautlos, beim Fahren nicht zu hören)
    wiegt nur 2kg (mit selbstgebauten kohlefasergehäuse sogar nur noch 1,7kg)
    bei der letzten Sammelbestellung hat der Motor 95 Euro gekostet

    die Laufräder bleiben leicht, die Federung behält zu 100% ihre ursprüngliche Funktion

    der Motor kann zudem auch noch die Gangschaltung mitverwenden... also egal ob mit 10km/h bergauf oder mit 40km/h zügig dahin: er kann immer seine volle Leistung beisteuern

    auch für ein Rennrad würde sich sowas wohl anbieten (jeh nach Übersetzung könnte dann der Motor auch noch bei 55km/h unterstützen)

    nötiges Zubehör:



    Kurbel wurde dahingehend modifiziert, dass ein Freilauf eingebaut wurde
    (also Motor kann die Kettenblätter antreiben ohne dass sich die Pedale mitbewegen)

    mehr infos zu diesem Umbau:
    http://www.pedelecforum.de/forum/showthread.php?t=4194

  14. #29
    RC-Modellflieger
    Registriert seit
    Oct 2006
    Ort
    Wien
    Beiträge
    882
    und wer gern mal E-Mountainbike in Aktion sehen will:

    http://www.youtube.com/watch?v=o1lHb3ODuko
    Jane liefert sich ein kleines Wettrennen mit einem Zug

    und
    hier noch ein nettes Video:
    http://www.youtube.com/watch?v=XhRhx2WRq2w

    also mit Elektro-Bikes können eben nicht nur Pensionisten Spaß haben

  15. #30
    I like dirt :-) Avatar von freak-j
    Registriert seit
    Jun 2009
    Ort
    Wien
    Beiträge
    63
    Cool, aber für richtige Mountainbiker heist das jetzt noch mehr Höhenmeter und KM machen um ruhe und Natur pur zu genießen. Ich gehe zum MTB um ruhe vor dem ganzem elektro Kram zu haben!
    Ausprobieren wurde ich es aber auch mal das KTM

Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte