sicher kannst mich anschreiben...
aber ich bin nur normaler User, das Thema interessiert mich aber seit 2 Jahren ungemeint
und davor hab ich halt noch 20 Jahre Erfahrung mit Akkus durch Modellbau (und da hab ich alles durchgemacht von Blei, Nicd, Nimh, LiMn, Tadiran, Lipos, LiIonen und jetzt Fepo4)
also a bissal Ahnung hab ich
für mehr Infos würde ich dringend www.pedelec-forum.de empfehlen (das einzige deutschsprache Forum das sich um Elektroräder dreht)
da hab ich auch grossteil meiner Infos her
ein Carbon-hardtail hast ihr gekauft.. wuii...
is halt trotzdem so:
ein 3000 Euro Carbonteil das 5kg weniger wiegt bringt am Berg doch nicht soviel wie ein 250 Euro Motorset das 200 - 400Watt rausschiebt
90kg vs. 95kg (Carbon vs. Stahl oder alu)
200Watt (Frau allein) vs. 150Watt Frau + 200Watt Motor = 350Watt
also mit nem Elektroradl kannst als nicht-Profi-Radler kaum mithalten..
meine Freundin (60kg) fährt immer mit meinem und ich dann mit normalen Rad wenn wir gemeinsam fahren
die bis zu 400Watt plus die sie kriegt kann ich nicht ausgleichen
damits ned ganz unlustig (für mich) wird, lass ich sie immer mit einem nicht zu grossen Akku fahren, sage ihr wieviel sie drin hat (z.b. 4000mah) und am Display sieht sie dann wie die "verrinnen"
das motiviert sehr, sparsam mit dem Strom umzugehen, und ihn hauptsächlich da einzusetzen wo man ihn braucht (z.b. bergauf)
ad Allradbike:
eigentlich ist jedes Elektrorad mit Frontmotor ien Allradbike:
hinten du selber, vorne der Motor
Vorteile sind nicht zu unterschätzen vom Allrad
habs diesen Winter gemerkt... bei 10cm Schnee im Wald -> ohne Motor mit meinen BigApple Strassenreifen CHANCENLOS... da gibts kein weiterkommen, nur rutschen am Stand
mit Allrad hingegen (also hinten ich, vorne Motor) schaut die Sache ganz anders aus
zusätzlich wird das Vorderrad super in Spur gezogen, sichereres Fahren auf rutschigem Untergrund
Man mag von Mountainbikes mit Elektromotor halten, was man will: Als Lachtherapeut und somit Stimmungsaufheller ist das KTM eRace unschlagbar
Draufsetzen, loslachen. So einfach wie genial ist die Wirkung, welche die Benützung des KTM eRace mit hundertprozentiger Garantie entfaltet. Selbstredend gibt es daneben noch einige mehr; Benutzer-, Fitness- und Einsatzgebiets-abhängig, sozusagen. Aber die ansteckende Fröhlichkeit ist bei dem orange-weißen Elektro-Flitzer serienmäßig eingebaut.
Im Praxisbetrieb stellt sie sich üblicherweise in vier Stufen ein - von den vier Leistungsstufen der am Lenker montierten Steuerungseinheit übrigens gänzlich unabhängig:
Draufsetzen, loslachen. So einfach wie genial ist die Wirkung, welche die Benützung des KTM eRace mit hundertprozentiger Garantie entfaltet. Selbstredend gibt es daneben noch einige mehr; Benutzer-, Fitness- und Einsatzgebiets-abhängig, sozusagen. Aber die ansteckende Fröhlichkeit ist bei dem orange-weißen Elektro-Flitzer serienmäßig eingebaut.
Im Praxisbetrieb stellt sie sich üblicherweise in vier Stufen ein - von den vier Leistungsstufen der am Lenker montierten Steuerungseinheit übrigens gänzlich unabhängig:
- Skeptisch-überraschtes Grinsen. Wer zum ersten Mal in seinem Leben wenig tritt und trotzdem flott rollt, kann sich einer gewissen, freudigen Verwunderung nicht erwehren.
- Schüchtern-staunendes Lächeln. Wer zum ersten Mal in seinem Leben mit Vollgas einen Berg raufschießt, ohne auch nur zu schnaufen, kann's schlicht und ergreifend nicht glauben.
- (Schaden)frohes Lachen. Wer sodann die Vorteile des Gefährts gezielt bei Ortstafelsprints, Bergankünften o.ä. einzusetzen lernt, will sich ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellen.
- Hemmungsloses Zerkugeln: Wer es schließlich wirklich wissen will, auf der obersten Unterstützungsstufe durchs echte Gelände brettert und das eigene Reaktionsvermögen permanent hinter dem (ohne nennenswerter Anstrengung realisierbaren) Speed herhinken sieht , kann's definitiv nicht mehr bestreiten: e-Mountainbiken ist lustig!
Tech Talk
Wobei das Wort e-Bike im Fall des KTM ja an sich fehl am Platz ist. Tatsächlich nämlich handelt es sich um ein sogenanntes Pedelec (pedal electric cycle), bei dem der Motor im Unterschied zu einem echten Elektro-Bike lediglich der Unterstützung dient. Im Gegenzug zum verpflichtenden Mitreten erspart man sich die Zulassung, dafür ist bei 25 km/h Schluss mit lustig - der Motor schaltet sich ab.
Nominell liefert der BionX-Motor, der in der hinteren Nabe sitzt, 250 Watt. Tatsächlich ist die Leistung vom eigenen Muskelschmalz abhängig, liefern doch die vier Regulierungsstufen keine absoluten Werte. Vielmehr bieten sie verschiedene Grade der Unterstützung: 35, 75, 150 oder 300 Prozent.
Vifes Detail: Der Antrieb fungiert, ebenfalls vierstufig regulierbar, nebst Energiefresser auch als Energieerzeuger. Ähnlich wie bei Hybridautos kann die Hinterradnabe nämlich von der Bremse zum Generator werden. Dieses Gimmick gestattet die teilweise Strom-Rückgewinnung beim Bergabfahren.
Nominell liefert der BionX-Motor, der in der hinteren Nabe sitzt, 250 Watt. Tatsächlich ist die Leistung vom eigenen Muskelschmalz abhängig, liefern doch die vier Regulierungsstufen keine absoluten Werte. Vielmehr bieten sie verschiedene Grade der Unterstützung: 35, 75, 150 oder 300 Prozent.
Vifes Detail: Der Antrieb fungiert, ebenfalls vierstufig regulierbar, nebst Energiefresser auch als Energieerzeuger. Ähnlich wie bei Hybridautos kann die Hinterradnabe nämlich von der Bremse zum Generator werden. Dieses Gimmick gestattet die teilweise Strom-Rückgewinnung beim Bergabfahren.
Gespeist wird der Motor von einem Lithium-Mangan-Akku, der anstelle des Flaschenhalters im vorderen Rahmendreieck thront (logische Konsequenz: ein Trinkrucksack wird zum quasi verpflichtenden Accessoire).
Bei vollständig geladener Batterie (Ladezeit im Testbetrieb 3:14 Stunden) verspricht KTM eine Reichweite von bis zu 90 km, abhängig von Steigung, Gelände, Unterstützungsstufe, Gewicht des Fahrers, Wetter und Temperatur. Unser Akku war bereits nach der Hälfte der Distanz leer gezuzzelt, hatte bis dahin aber freilich kaum einen Schongang gesehen und sich prinzipiell mit den Gegebenheiten des Salzkammerguts (echte Berge, wechselnder Untergrund, Temperaturen knapp über Null) herumschlagen müssen.
Halten soll die Batterie 500 Ladezyklen lang, macht bei durchschnittlichem Gebrauch umgerechnet vier bis sechs Jahre.
Bei vollständig geladener Batterie (Ladezeit im Testbetrieb 3:14 Stunden) verspricht KTM eine Reichweite von bis zu 90 km, abhängig von Steigung, Gelände, Unterstützungsstufe, Gewicht des Fahrers, Wetter und Temperatur. Unser Akku war bereits nach der Hälfte der Distanz leer gezuzzelt, hatte bis dahin aber freilich kaum einen Schongang gesehen und sich prinzipiell mit den Gegebenheiten des Salzkammerguts (echte Berge, wechselnder Untergrund, Temperaturen knapp über Null) herumschlagen müssen.
Halten soll die Batterie 500 Ladezyklen lang, macht bei durchschnittlichem Gebrauch umgerechnet vier bis sechs Jahre.
Die nackten Zahlen
| Batterie | Lithium Mangan (LIMN), 9,6 Ah, 37 V; Energiekapazität: 355 Wh |
| Leistung | 250 Watt nominell |
| Ladezeit | 3-4h, zum Laden abnehmbar; Lebensdauer 500 Zyklen |
| Reichweite | 30-90 km |
| 4 Stufen | 35, 75, 150, 300 % |
Bike Talk
So raffiniert die elektronischen Details, so simpel (noch) die Rohdaten des Bikes. Die Geometrie des in gefälligen Farben lackierten Hardtails fällt sportlich-gemütlich aus. An den 6061-Alurahmen mit dreifach konifizierten Rohren wurde ein funktionierender, aber nicht gerade spektakulärer Mix aus Shimano-Parts (Deore, SLX, Alivio), Magura Julie-Bremsanlage (180/160 mm Discs), Rigida-Felgen und Rock Shox Dart-Gabel (100 mm, sperrbar) geschraubt.
Hier liegt ebenso Entwicklungspotenzial - wobei zugegebenermaßen High-end-Parts ebenfalls keinen Sinn machen würden - wie beim Gewicht. Das fällt mit 21 kg nämlich beachtlich hoch aus. Das Verladen ins Auto wird so zur kurzzeitigen Spitzenbelastung für das Herz-Kreislaufsystem, und wer die veranschlagten 2.399 Euro Verkaufspreis für das eRace auf den Tisch blättert, sollte sich dieses gewichts- und auch ausstattungsmäßigen "Missverhältnisses" zu allein mit Muskelkraft betriebenen Bikes bewusst sein.
Das bereits deutlich Richtung Trekking-/City-Bike orientierte eCross gibt's mit Suntour-Gabel und Alivio-Antrieb um zwei Hunderter weniger.
Hier liegt ebenso Entwicklungspotenzial - wobei zugegebenermaßen High-end-Parts ebenfalls keinen Sinn machen würden - wie beim Gewicht. Das fällt mit 21 kg nämlich beachtlich hoch aus. Das Verladen ins Auto wird so zur kurzzeitigen Spitzenbelastung für das Herz-Kreislaufsystem, und wer die veranschlagten 2.399 Euro Verkaufspreis für das eRace auf den Tisch blättert, sollte sich dieses gewichts- und auch ausstattungsmäßigen "Missverhältnisses" zu allein mit Muskelkraft betriebenen Bikes bewusst sein.
Das bereits deutlich Richtung Trekking-/City-Bike orientierte eCross gibt's mit Suntour-Gabel und Alivio-Antrieb um zwei Hunderter weniger.
Ausstattung KTM eRace
| Rahmen | Aluminium 6061 triple-butted | Felgen | Rigida Taurus2000, Alu |
| Gabel | Rock Shox DART 3 LO, 10 mm Travel, ext. Reb. & Turnkey Lockout | Speichen | DT Champion, Inox 2mm, hinten 2,3 mm |
| Schalthebel | Shimano Deore/Alivio | Reifen | Schwalbe Racing Ralph 2.1 |
| Schaltwerk vo/hi | Shimano Deore Downswing/Shimano SLX | Steuersatz | Ritchey OE Press-Fit integrated |
| Mittellager | Shimano Cartridge | Vorbau | Ritchey OE |
| Pedal | Wellgo C128 | Lenker | Ritchey OE flat |
| Bremse | Magura Julie Disc, 180/160 mm | Sattel | KTM VL-1205 |
| Bremshebel | Magura Julie Disc mit Schalter-Rückgewinnung | Sattelstütze | Ritchey OE |
| Nabe Vr. | Shimano M529 Disc 6-Loch | Gewicht | 21,0 kg ohne Pedale |
| Nabe Hr. | BIONX-Hinterrad-Nabenmotor | Preis | 2.399 Euro |
Ride Talk
Dass sich 21 Kilogramm Lebendgewicht im (unterstützungslosen) Fahrverhalten bemerkbar machen, liegt auf der Hand. Die Angst vor der plötzlichen Leere des Akkus ist damit ständiger Begleiter, kann aber dank Batteriestands-Anzeige eine ganze Weile hintangehalten werden. Entsprechend sorgenfrei betrachtet, bewegt sich das KTM im Geradeauslauf sogar verhältnismäßig leichtfüßig, häufige Richtungswechsel auf kurvigen Strecken sind hingegen seine Sache nicht.
Dies liegt aber nicht nur am Gewicht allein, sondern auch an dessen Verteilung. Der Schwerpunkt des E-Bikes hockt logischerweise extrem weit hinten, entsprechend schwerfällig folgt der Hintern den an der Front ausgegebenen Befehlen. Gelegentlich wünscht man sich außerdem ein vollgefedertes Fahrwerk herbei. Wenn nämlich das wuchtige Hinterrad gegen Steine oder in Schlaglöcher donnert, geht das am Kreuz alles andere als unbemerkt vorbei.
Allerdings sitzt man auf einem motorisierten Bike ja ohnehin nicht, um dessen Nachteile durch Ignorieren der Unterstützung auszukosten. Also eingelegt Stufe 1, 2, 3, 4 und losgeflitzt! Ein wenig Übung braucht's für die einwandfreie Koordination von Schalten, Bremsen und Motorunterstützung, das Handling der Konsole an sich ist aber deppensicher: zwei Schalter für Plus und Minus, einer für den Modus und ein gut lesbares Display, das über die gewählte Einstellung samt Akku-Ladestand informiert.
Dies liegt aber nicht nur am Gewicht allein, sondern auch an dessen Verteilung. Der Schwerpunkt des E-Bikes hockt logischerweise extrem weit hinten, entsprechend schwerfällig folgt der Hintern den an der Front ausgegebenen Befehlen. Gelegentlich wünscht man sich außerdem ein vollgefedertes Fahrwerk herbei. Wenn nämlich das wuchtige Hinterrad gegen Steine oder in Schlaglöcher donnert, geht das am Kreuz alles andere als unbemerkt vorbei.
Allerdings sitzt man auf einem motorisierten Bike ja ohnehin nicht, um dessen Nachteile durch Ignorieren der Unterstützung auszukosten. Also eingelegt Stufe 1, 2, 3, 4 und losgeflitzt! Ein wenig Übung braucht's für die einwandfreie Koordination von Schalten, Bremsen und Motorunterstützung, das Handling der Konsole an sich ist aber deppensicher: zwei Schalter für Plus und Minus, einer für den Modus und ein gut lesbares Display, das über die gewählte Einstellung samt Akku-Ladestand informiert.
Bergab kann die Art "Motorbremse" sogar das normale Bremsen überflüssig machen (wisst's, wie lustig? Steil bergab zu zuckeln, ohne die Finger am Bremshebel haben zu müssen), mitunter beginnt dabei aber auf losem Untergrund das Hinterrad zu blockieren - also lieber mit Bedacht in die elektronischen Eisen greifen!
Die wahre Stunde des KTM schlägt aber freilich bergauf. Geräuschlos schaltet der Motor zu, mühelos folgt der gelegenheitsradelnde Kettenraucher der trainierten Leistungssportlerin - und das auf Stufe 2. Neugierig sitzt die Dame mittleren Alters auf, wählt erst zögerlich die Eins, dann forsch Stufe 3 - und zieht ab wie eine Rakete, den Hügel hinauf. Die Kombination von technischen Passagen und Stufe 4 schließlich birgt selbst für geübte Freerider bewusstseinserhellende Momente, was die Unzulänglichkeit des eigenen Reaktionsvermögens betrifft: Huch, Kurve! Achtung, Wurzel! Und jessas, da kommt schon die Rinne! Mit der Zeit holt das Hirn aber auf.
Die wahre Stunde des KTM schlägt aber freilich bergauf. Geräuschlos schaltet der Motor zu, mühelos folgt der gelegenheitsradelnde Kettenraucher der trainierten Leistungssportlerin - und das auf Stufe 2. Neugierig sitzt die Dame mittleren Alters auf, wählt erst zögerlich die Eins, dann forsch Stufe 3 - und zieht ab wie eine Rakete, den Hügel hinauf. Die Kombination von technischen Passagen und Stufe 4 schließlich birgt selbst für geübte Freerider bewusstseinserhellende Momente, was die Unzulänglichkeit des eigenen Reaktionsvermögens betrifft: Huch, Kurve! Achtung, Wurzel! Und jessas, da kommt schon die Rinne! Mit der Zeit holt das Hirn aber auf.
Future Talk
Was aber auch mit ein bisschen Routine und nach den ersten, euphorisch absolvierten Spielereien bleibt, ist der eingangs erwähnte Spaß. Und was dazukommt, sind Gedankenspiele: Können dank e-Bikes bald leistungsmäßig komplett verschiedene Partner auf gemeinsame Mehrtagestour gehen? Schwirren künftig Leute in den Bergen herum, die dort oben überhaupt nichts zu suchen hätten? Fühlen sich Alte wieder jung, weil sie noch einmal die herrlichen Wege von damals befahren können? Sind e-Bikes ein Fluch oder ein Segen?
Man wird sehen. Das KTM eRace jedenfalls ist eine diesbezüglich äußerst inspirierende Errungenschaft ...
Fazit:
Beschwingtes Überlegenheitsgefühl trifft die Angst vor dem Akku-Aus. Für den echten Geländeeinsatz braucht's noch ein paar Entwicklungsstunden (Stichwort Gewicht, Fahrwerk, Handling, Ladestationen), zum Lachen und Träumen regt's aber jetzt schon an.
Text: NoMan
Fotos: KTM, NoDad
Man wird sehen. Das KTM eRace jedenfalls ist eine diesbezüglich äußerst inspirierende Errungenschaft ...
Fazit:
Beschwingtes Überlegenheitsgefühl trifft die Angst vor dem Akku-Aus. Für den echten Geländeeinsatz braucht's noch ein paar Entwicklungsstunden (Stichwort Gewicht, Fahrwerk, Handling, Ladestationen), zum Lachen und Träumen regt's aber jetzt schon an.
Text: NoMan
Fotos: KTM, NoDad

















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