Wos für a Gschicht
Liebe Boardies!
Autofahrerverbände wettern immer mal gerne gegen die ach so rücksichtslosen Radfahrer,
dieses Pack, das in der Fußgängerzone mit atemberaubender Geschwindigkeit sogar
Kinderwägen überholt, und, sogbedingt, sogar einem kräftigen Säugling den Schnuller aus
dem Zuckergoscherl reißt, Opas Spazierstock stantepede in ein splitterndes Nichts
verwandelt, kurzum, sich gebärdet wie eine brünstige Filzlaus im frühlingshaft sprossendem
Schamhaar.
Dem soll nun Einhalt geboten werden!
Es ist hoch an der Zeit für die Nummerntafelpflicht!
Allein, wie soll diese aussehen?
Ein für den Biker gerade noch erträgliches Format in Briefmarkengröße, auch für
Modelleisenbahnen zu verwenden, wird wegen Unleserlichkeit abgelehnt.
Größere Tafeln, wie im internationalen Flugverkehr üblich (OE 4711), erhöhen
deutlich den Luftwiderstand und sind ein ernstzunehmendes Hindernis für
den Gegenverkehr!
Natürlich lässt sich der radelnde Übeltäter auch aufgrund einer Personenbeschreibung
ausforschen.
Obwohl selbst kein Speichenrowdy, wollte ich doch meine sehr geschätzte
Anonymität wahren und beschloss, mir eine Burka zu kaufen.
Jedoch, woher diese nehmen???
Wie das Leben halt so spielt, lernte ich einen pensionierten Taliban kennen,
der in Lallarallallabad einst Damenschneider gewesen.
(Name und Adresse vom Autor geändert).
Schon zwei Tage später durfte ich meine neue Radfahrdress zu einem
sehr günstigen Preis abholen.
Die Burka, in leuchtendem Mattblau gehalten, passte wie angegossen.
Dass ich gleich bei der ersten Ausfahrt mit dem Burkazipfel zwischen
die 54er Scheibe und die Kette geriet, warf mich zwar fast vom Sattel,
aber dafür hatte ich jetzt ein Designer-Stück!
Mit dem Gitter vor den Augen sah ich die Welt nun etwas kleinkariert,
das störte nicht wesentlich, so ist ja auch meine Weltanschauung.
In einem Fachgeschäft für Campingbedarf erwarb ich wohlfeil einen
Imprägnierungsspray und konnte schon nächsten Tages den Unbillen
der Witterung der nördlich des Alpenhauptkammes gelegenen
Gefilden leichten Herzens trotzen!
Auch das kleine Geschäftchen, das manche Radler zwingt, bierbedingt
und hundegleich den nächsten Baum heimzusuchen, tangierte
mich nun nicht mehr.
Diskret unter der Burka in ein Billa-Plastiksackerl gepinkelt und die
Sache war gebongt!
Soeben habe ich bei meinem Tali-Schneider eine Zweitburka bestellt,
da ich der Meinung bin, dass nach wochenlangem Tragen dieses
nützliche Utensil meinen Mitmenschen odeurmäßig nicht
mehr zumutbar ist.
Heute hat mich ein schnittiges Cabrio überholt.
Der Fahrer, tiefgebräunt, adlernasig und Dischdaschträger,
dadurch auch für meinen eingeschränkten Gesichtskreis
leicht als Wüstensohn erkennbar, zeigte mir den Vogel.
Wahrscheinlich weil ich keine Nummerntafel habe.
Liebe Grüße,
Hans
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Alles Irdische ist vergänglich, nur der Kuhschwanz, der ist länglich.
Wos für a Gschicht
"Voi de Härte Oida"
eine andere, aber nicht unwesentlich schreckeneinflößendere taktik bei verwarnungen durch die exekutive:
man nehme:
- einen alten mantel
- einen ledergürtel, billig aber leicht oversized
- 18 packungen Schafskäse
- spagat
mit letzterem knüpft man den schaftskäse gut an den gürtel,
den man wiederum um die approximative körpermitte anlegt und festschnallt.
darüber trägt man den mantel.
winkt einen der straßenwächter zur seite,
setzt man kurzerhand sein bösestes und vollbärtigstes gesicht auf,
radelt auf den beamten zu, ohne abzusteigen,
und hebt einen teil des mantels zur seite.
dabei sagt man ruhig, aber bestimmt,
auf den käsegürtel deutend:
plastiksprengstoff.
"nothing compares to the simple pleasure of a bike ride."
herrlichund wo is das foto??
Jo..........da muss er sich jetzt was einfallen lassen. Ich will es auch sehen
"Voi de Härte Oida"
thx a lot gschichtl... äähhh buchdrucker *lach*
vor der Imprägnierung
nach der Imprägnierung
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