Ich hätte mich noch vor einiger Zeit liebend gerne in diese Diskussion gestürzt und über Proteinangaben und Intervalllängen diskutiert.
Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob das irgendeine Relevanz für mich hat. Ich bin mir sicher, dass ein Lance Armstrong gegen einen Jan Ullrich nicht zuletzt deshalb immer gewonnen hat, weil er ein Team gehabt hat, dass sich für diese Details interessiert hat und er danach gelebt hat.
Nur auf menschlichem Level gilt für mich immer mehr, Gordo Byrn:
"Don't over think this. You don't need to be sitting on an exact wattage or heart rate to benefit from your endurance training. The key thing is to be out there each day." (
http://www.coachgordo.com/gtips/endu...d_summary.html)
"#6 - Patience
A few winters ago, I spent a lot of time on my CompuTrainer watching IMH videos. I noticed something about the elite female athletes. Their individual body composition changed significantly through the 90s. Specifically, have a look at Paula, Lori and Joanna over a series of years. These ladies race(d) very lean, but they did not always have the look that we perceive. What's my point? My point is that the body responds gradually to both training stress and effective nutrition. It takes years to get an elite body." (
http://www.coachgordo.com/gtips/nutr...ition_201.html)
Auf unserem Level sind mE erst einmal die basics in den Griff zu bekommen, ich habe vor kurzem die 25.000 km geknackt (im Leben - nicht in der Saison), das fahren normale Profis in weniger als einem Jahr und das seit 10 Jahren.
Da kanns nicht darum zu gehen, irgendeinen Bereich aufs Komma zu treffen, sondern viel mehr, möglichst rasch und ohne mich zu killen auf 50.000 zu kommen. Und so zu essen, dass ich gut regenerier, das Gewicht wird irgendwo am Weg zwischen 25.000 und 100.000 schon auf den Level kommen, der für mein Fahren optimal ist.
Wenn ich mir jetzt - wie ichs schon gemacht hab - an Hand einer Formel ausrechne, dass ich mit 68 statt 74 Kilo um x% schneller wär, überhol ich einfach mich selbst. Ich hatte vor Kurzem (3-4 Jahre ist für den Körper vor kurzem) 85 Kilo, offensichtlich ist 74 ein PLateau, nur sollt ich mich nicht selbst überholen.
Beim Training seh ichs ähnlich, nur weil irgenwelche Pros 20-30 Stunden wegstecken, werd ich bei mehr als 20 Stunden trotzdem leichter krank. Und wer nicheinmal 1/2 Jahr 5-10 Stunden verkraftet hat, sollt mE nicht über 15 nachdenken.
Ich kann derzeit 15h locker wegstecken, >20 bisher (ohne Erkrankung) nur auf Trainingslager oder Radreise, also wenn ich ausser Essen, Schlafen und Traininieren nix tun muss.
Ich würd gerne wieder von vorne anfangen können, das ist uns halt nicht gegeben, aber ich seh die Entwicklung von AD Athleten in mehreren Stufen, die sich halt nicht überspringen lassen. Und ein noch so chaotisch trainierender 10 jähriger wird einen 2 jährigen (Trainingsjahre) meist killen ....
Stufe 1: Von der Inaktivität zum Freizeitsportler (5-10 h) 1-2 Jahre
Don't sweat the details, enjoy ! Ich hab mich in der Phase (gegen jede Warnung) voll selbst überholt, Alles gelesen, was ich in die Finger gekriegt hab, zuviel trainiert, zuviel diätlt, geglaubt ich kann eine Entwicklung die Jahre dauert in Monaten durchlaufen.
Stufe 2: Vom Freizeit zum Leistungssportler (5-15h) 2-7 Jahre
Da bin ich jetzt, noch immer sind die Details eigentlich blunzen, Konsistenz, erste Wettkampferfahrungen, Training bissi strukturierter
Stufe 3: Vom Leistungs zum Hochleistungssportler
jetzt gehts ums siegen, jetzt machen Diätüberlegungen, Intervalldiskussionen echt Sinn. Aber >5J sollt man vielleicht schon in den Beinen haben und erste echte Siege ...
Trotzdem sollte hier mE Gesundheit und Freude noch dominieren.
Stufe 4: Vom Hochleistungssportler zum Profi
mE fast ein Rückschritt, sportliche Entwicklung tritt mE in den Hintergrund, jetzt gehts um Plazierung, Marketing und geld. Die Leistungsfähigkeit muss schon längst da sein, jetzt wird sie mit allen (legalen

) Mitteln ausgereizt.
Wer vorher dopt/so trainiert, dass die Gesundheit mit sicherheit gefährdet ist etc, ist mE ein Dillo, wer jetzt dopt macht vielleicht nur was, was halt zum job gehört.
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