Guat, mit dem möchte ich mich auch nicht länger als notwendig in der Öffentlichkeit zeigenZitat von Gaffi
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Aerts selbst ist ein charismatischer, noch relativ junger Mann, der sein Unternehmen mit recht simplen Prinzipien führt. Der Erfolg scheint ihm Recht zu geben. "Form follows function" und "There is always a better way", sagt er, wenn er nach seiner Philosophie befragt wird.
"Wir bauen Räder, die auch unter härtesten Bedingungen bestehen müssen. Egal, ob in den belgischen Klassikern oder im Cross Weltcup. Unsere Räder folgen nicht dem Trend des ultimativen Leichtbaus, sondern sind so funktionell entwickelt, dass wir selbst für unsere Profiteams keine eigenen Räder herstellen müssen. Alle Sportler fahren auf Bikes, die jeder Kunde bei uns kaufen kann. Fahrräder, die nur schön und leicht sind, aber nicht entsprechend steif und haltbar, passen nicht in unser Konzept", so Aerts.
Dass es in Österreich bisher dennoch nicht wirklich mit Ridley klappte, räumt er bereitwillig ein, über die Gründe will er sich aber nicht äußern. Dennoch ist Aerts davon überzeugt, in Zukunft mit einem eher ungewöhnlichen Vertriebssystem kräftig am heimischen Markt mitmischen zu können. Zusammen mit einem neuen Vertriebspartner will er in Radsportshops Showrooms einrichten, in welchen man die Produktpalette ansehen und in Folge auch testen kann. Eine große Investition ist daher für die ausgesuchten Händler nicht erforderlich, denn bestellt wird nur auf Kundenwunsch online, und schon knapp 2 bis 4 Tage später soll das gewünschte Rad für den Kunden zum Abholen bereit stehen.
Wer länger warten kann, hat die Möglichkeit, sein Rad gegen Aufpreis (die Höhe ist abhängig vom Kundenwunsch) mit eigenen Grafiken oder Designs schmücken zu lassen. Beinahe jede Farbkombination ist möglich, was die Ridley-Räder zu absoluten Einzelstücken werden lässt. Etwa 8 Wochen Lieferzeit braucht Ridley für die Lieferung von eigens lackierten Rädern. Nicht ohne Stolz erzählen uns die Grafiker bei der Werksbesichtigung, dass bei Ridley keinerlei Aufkleber mehr Verwendung finden: Alle Designs werden am Computer entworfen und danach in mehreren Schichten als Lack auf den Rahmen gebracht.
Bei ersten Tests konnten uns vor allem die zwei Rennräder Noah Fast und Helium beeindrucken. Während das Noah in Monocoque-Bauweise hergestellt wird, schwört man beim superleichten Helium (Rahmengewicht etwa 750g) auf "Tube to Tube". Leider war das Wetter (Hagel und Schneeregen) auf den Teststrecken - es handelte sich dabei um schwere Abschnitte des Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich - so dermaßen schlecht, dass umfangreichere Tests nicht möglich waren. Die Testräder waren allesamt mit Carbonlaufrädern bestückt, was die Abfahrten nach der "Côte de Wanne" und der "La Redoute" recht spannend machte. Ob die Ridley-Räder tatsächlich halten, was Aerts verspricht, werden wohl erst die geplanten Langzeittests zeigen.
Tipp: BikeCity in Wien
Gaffi, Mechanikerin bei BikeCity: "Ich persönlich steh voll auf die Radeln und fahre seit Jahren einen Ridley Crosser. Mir gefallen das Rahmendesign und die Custom-Lackiermöglichkeit, und ich bin von den Fahreigenschaften schwer begeistert. Seitdem unser Chef ein Noah Fast sein eigen nennt, ist er jeden Tag um 10 Minuten schneller in der Firma ;-). Außerdem ist es schön, unseren Kunden etwas Besonderes anbieten zu können, das sich von der Stangenware großer Hersteller unterscheidet."








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