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13. Int. ASVÖ Hrinkow MTB-Citykriterium

Spannende Rennen, traumhafte Kulisse, trockener Boden, Topstars zum Anfassen – und das Ganze erstmals auch für Nachwuchsfahrer. Das 13. Steyrer Kräftemessen über Pflastersteine und Altstadtstiegen war ein tolles Sportfest mit spektakulärem Ausgang: Hrinkow-Legionär Petr Cirkl deklassierte mit seinen 39 Jahren nochmal die Konkurrenz.

Verschwitzte und rundum zufriedene Gesichter säumten am Abend des 29. Mai den Steyrer Stadtplatz. Teilnehmer und Publikum sind beim 13. Int. ASVÖ-Hrinkow MTB-Citykriterium voll auf ihre Kosten gekommen. Vor 4.000 Zuschauern lieferten sich vor allem die Elitefahrer einen heißen Straßenkampf. Bis zur Hälfte des Rennen bildete eine acht Mann starke Gruppe – darin Vorjahressieger Gerald Burgsteiner, Routinier Petr Cirkl, Profi Roman Rametsteiner – die Spitze des Feldes. Sieben Runden vor Schluss attackierte Hrinkow-Biker Petr Cirkl und schaffte, was kaum einer seiner Mitstreiter ihm zugetraut hätte: Der 39-jährige Tscheche fuhr solo zu seinem siebten Sieg, dahinter landeten der Windhaager Markus Loisl und Mountianbiker-Pilot Gerald Burgsteiner. Roman Rametsteiner muss mit Platz vier weiterhin auf seinen Steyr-Sieg warten.
Petr Cirkl zeigte sich im Sieger-Interview hochzufrieden: „Nach meinem Pedalbruch im Vorjahr freut mich dieser Sieg besonders. Mit meinem Alter die jungen Gegner noch besiegen zu können, ist sehr schön – und dann noch mit einer Solofahrt vor dieser Zuschauerkulisse. Das ist das schönste, was man als Mountainbiker erleben kann.“

Auch das Rennen der Sportklasse ging an den Veranstalterverein. Alois Jaksch konnte André Reitmayr und Paul Krempl auf die Plätze verweisen. Das Promirennen, bei dem sich traditionell auch manch österreichischer Schistar die Ehre gibt und angeblich ja nur um die Ehre gefahren wird, gewann Abfahrer Andreas Buder vor Master-Weltmeister Gerhard Hrinkow und Ex-Radcrosser Martin Aichholzer. Vor und nach der sportlichen Challenge mischten sich Gerrit Glomser, Hannes Trinkl & Co. ganz relaxed unters Publikum, plauderten locker mit ihren Fans und schrieben Autogramme.

Als unerwartet großer Erfolg entpuppten sich die heuer erstmals ausgetragenen Nachwuchs-Bewerbe. Zahlreiche Vereine nützten die Chance, ihre Mitglieder von U9 bis U17 erstmals Kriteriumsluft schnuppern zu lassen. Und diese ließen zwischen den engen Kurven, holprigen Pflastersteinen und tausenden Zusehern aber auch gar nichts anbrennen und zeigten eindrucksvoll, was unter „klein, aber oho“ genau zu verstehen ist.