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Bollé Shifter, Furo & Trackdown

Bollé Shifter, Furo & Trackdown

16.04.19 08:55 2.086Text: Luke BiketalkerFotos: Luke BiketalkerWir waren bei Importeur Hartje auf Entdeckungsreise und haben dort die innovativen Brillentechnologien und interessanten Helmkonzepte der französische Marke Bollé entdeckt.16.04.19 08:55 2.450

Bollé Shifter, Furo & Trackdown

16.04.19 08:55 2.450 Luke Biketalker Luke BiketalkerWir waren bei Importeur Hartje auf Entdeckungsreise und haben dort die innovativen Brillentechnologien und interessanten Helmkonzepte der französische Marke Bollé entdeckt.16.04.19 08:55 2.450

Die französische Marke Bollé ist hierzulande deutlich dünner vertreten, als es deren über 130 Jahre alte Geschichte vermuten lassen würde. Tatsächlich begann der Werdegang von Bollé 1888 in den französischen Alpen, damals noch als Kammhersteller. Als begeisterter Bergsportler nutzte der Firmengründer jedoch schon bald die Infrastruktur seiner Produktionsstätte, um Brillen zu produzieren. 1934 kamen optische Gläser mit Sehstärke hinzu, 1956 entwarf man den legendären Catey Style. Damals war man noch eher modeorientiert, stieg 1958 aber über den Radsport ins Sportsponsoring ein. 1960 entwickelten die Franzosen gemeinsam mit Athleten die erste Skibrille und begann sich in die Bereiche Outdoor, Performance und Lifestyle zu differenzieren. Am Performance-Sektor wurden seitdem Gläser, Kontrast und Passform spezifisch auf den Einsatz bei Golf, Ski sowie Fahrrad getrimmt. 1984 verbaute Bollé die ersten Gläser mit echtem UV-Filter, 2007 kamen Ski- und 2015 Fahrradhelme ins Sortiment hinzu. Seinen Hauptsitz hat Bollé Brands (Bollé, Cebe und Serengeti) heute in Paris. Im Radsport arbeiten die Franzosen als Brillensponsor intensiv mit dem Team AG2R La Mondial zusammen.

Shifter

Und exakt aus jener Kooperation entstand auch die Brille Shifter, welche vom Team nicht nur getestet, sondern tatsächlich auch mitentwickelt wurde. Mit Retro-futuristischem Design versteht sich die Shifter als Performance-orientierte Hommage an die jahrzehntelange Fahrrad-Historie von Bollé. Direkt in den Nylonrahmen integrierte frontale Belüftungsöffnungen sorgen für optimale Luftzirkulation und beugen einem Beschlagen (während der Fahrt) vor. Die gummierten Brillenbügel verbessern nicht nur den Sitz, sondern sollen auch die Passform unter diversen Arten von Helmschalen und -gurten optimieren. Die selbe Thermogrip-Gummierung sorgt auch am Nasensteg für perfekten Halt.

Kernstück der Shifter (und auch vieler anderer Bollé Brillen) ist allerdings die Phantom genannte Technologie der Gläser. Gemeinsam mit Essilor entwickelt, will das Phantom Glas mit branchenführender optischer Klarheit und photochromatischen Eigenschaften begeistern. Für die außergewöhnliche optische Schärfe der Gläser zeichnet deren NXT-Material verantwortlich. Basis für dieses NXT ist Trivex, ein spezielles Polymer, welches vor allem im militärischen Bereich seine Anwendung findet. Bruch-, schlag- und teilweise sogar schussfest, erhält NXT seine positiven Eigenschaften durch den Herstellungsprozess. Während etwa Polycarbonat im Spritzgussverfahren flüssig unter hohem Druck in die Formen gepresst und dann rasch abgekühlt wird, fließt NXT deutlich langsamer in die Form und kühlt länger aus. Daher entstehen weniger Spannungen und Mikrorisse im Glas - das Geheimnis der überragenden optischen Güte. Zusätzlich verbreitern die photochromatischen Eigenschaften der Phantom Gläser den Einsatzbereich. Je nach Filter (auch hier gibt es eine große Auswahl für diverse Anwendungen von Berg über Wald bis Straße) passt sich die Tönung des Glases so rasch und je nach Lichtverhältnissen von Kat. 1 bis Kat. 3 an.

Eine weitere Besonderheit der Shifter und auch einiger anderer Modelle: Zusammen mit Optikern bietet Bollé sozusagen ab Werk optische Gläser mit Sehstärke. Ab Bestellung sollen sie binnen 5 Werktagen aus einem eigenen Werk in Indien beim Optiker eintreffen - und das nicht nur als schnödes Standardglas, sondern auf Wunsch auch in sämtlichen Tönungen und mit all den Vorzügen der Phantom-Technologie. Sollten die Augen des Kunden mit dem Schliff nicht zurechtkommen, ist er von einer Geld-zurück-Garantie abgesichert.

Shifter: Je nach Farbe und Filter zwischen UVP € 89 bis € 149

Ebenfalls interessant, die B-Rock: Je nach Farbe und Filter € 109 bis € 149

Auch ein interessantes Produkt, die Aeromax: Halbrahmen, je nach Farbe und Filter € 99 bis € 149

Furo MIPS

Der Furo Mips stellt das Flaggschiff im noch jungen Helmsortiment von Bollé dar. Hinsichtlich der im Helmdesign stetig an Bedeutung gewinnenden Faktoren Aerodynamik, Ventilation und Luftströmung bediente man sich Erkenntnissen aus Automobilbau und Lufttechnik. Dies spiegelt sich zum Teil auch optisch wider. Naca Duct nennt sich die mittig in der Schale eingearbeitete „Hutze“, die an turboaufgeladene WRC-Autos erinnert. Trotz geringen Luftwiderstands erlaubt diese Öffnung eine erhöhte Luftzirkulation im Inneren des Helmes. Die Abrisskannte am Hinterkopf, das sogenannte Kamm-Tail, optimiert den Luftstrom und verbessert dadurch die Aerodynamik.

Wie ein Überrollkäfig verstärken Nylonstreben die Schale, ohne die Belüftung in ihrer Funktion zu beschneiden. Im Inneren des Furo sorgt auch ein 360° integriertes Mips-System für Sicherheit. Bollé entschied sich dabei dazu, die Mips LFL (Low Friction Layer) mit dem hauseigenen Helm-Fit System zu verschmelzen. Das Ergebnis sind eine angeblich bessere Passform und höherer Tragekomfort. Abnehmbare Wind Shells (auf den Bildern gut ersichtlich) verschließen den Helm und machen ihn noch aerodynamischer, schützen den Träger allerdings optional auch vor Wind und Wetter. Hinter dem etwas sperrigen Namen Opti-Dock verbirgt sich bei Bollé die Brillengarage. Ein beinahe unabdingliches Feature, welches die Brille in der Dämmerung oder während schweißtreibender Anstiege sicher verwahrt und bei der Konkurrenz leider nur allzu oft übersehen wird.

Den Bollé Furo Mips gibt es in den Größen 51-54/54-58/58-62 cm und drei Farben zum UVP von € 199.

Trackdown

Auch für Mountainbiker haben die Franzosen einen interessanten High-End Helm im Portfolio. Bereits im Vorjahr vorgestellt, kommt der Trackdown in zwei Versionen: Einmal mit und einmal ohne Mips. Je nach Budget und ob man an die beworbenen Vorteile des schwedischen Sicherheitssystems glaubt, hat man so die Wahl. Beiden Modellen gemein ist die tief in den Hinterkopf und über die Schläfen gezogene Schale mit Bollés Avid Progressive EPS-Konstruktion. Dabei kommen Schaumstoffe mit unterschiedlicher Dichte zum Einsatz. Härtere Schichten in der Außenstruktur schützen bei harten Aufschlägen und vor Penetration durch spitze Gegenstände, weichere Schichten im Inneren dämpfen leichtere Stöße. Diese Materialkombination ergänzt Bollé durch eingefräste Luftkanäle, welche die Zirkulation verbessern und die Materialdichte virtuell verringern, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.

Die zentralen Ventilationsöffnungen sind mit gummierten Einsätzen verschließbar - für Regen, Wind und Winter. Brillen finden wie auch am Furo im Opti-Dock System festen Halt. Das Visier des Trackdown ist in der Höhe verstellbar und bietet auch Platz für Goggles, sollte man das wollen. Über Bollés Click-to-Fit-System dürfte er sich an viele Kopfformen anpassen lassen. Erhältlich ist der Bollé Trackdown mit oder ohne Mips in den Größen 52-55/55-59/59-62 cm. Preis: € 149 respektive € 119.

  • Trackdown MipsTrackdown Mips
    Trackdown Mips
    Trackdown Mips
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  1. #1
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    Bollé Shifter, Furo & Trackdown

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  2. #2
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    301
    Das Gewicht des Aerohelmes bitte, ist nirgendwo zu finden, wird schon seinen Grund haben, denk ich mal...
    Wolf

  3. #3
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    Jun 2012
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    Hatte leider auch keine Waage dabei. Und kommuniziert wurde das Gewicht auch nirgendwo...