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Crocodile Trophy 2015

Crocodile Trophy 2015

08.10.15 08:44 5.514Text: Luke Biketalker, PMFotos: Regina Stanger/Crocodile TrophyUrs Huber und Sarah White gewinnen die 21. Crocodile Trophy! Lukas Islitzer landet als bester Österreicher auf Rang 5.08.10.15 08:44 5.519

Crocodile Trophy 2015

08.10.15 08:44 5.519 Luke Biketalker, PM Regina Stanger/Crocodile TrophyUrs Huber und Sarah White gewinnen die 21. Crocodile Trophy! Lukas Islitzer landet als bester Österreicher auf Rang 5.08.10.15 08:44 5.519

Islitzer gewinnt!

Auf 127 heißen Kilometern führte die siebte Etappe von der ehemaligen Goldgräberstadt Irvinebank in die Kaffeehochburg Skybury. Die Kaffeeplantage ist Australiens ältester Kaffeeproduzent und wird nach wie vor als Familienunternehmen geführt. Dank milden Wintern und heißen Sommern gedeiht hier nicht nur der Kaffee, sondern auch allerlei tropische Früchte fühlen sich auf der Farm pudelwohl. Nur allzu gerne hätten sich einige Starter angesichts der auf der Strecke herrschenden Temperaturen von 35 bis 40° C wohl unter einem der dortigen Bananensträuche versteckt. Die Taktik für solch einen Tag? Wer schneller fährt, kann länger Papayas naschen.

  • Etappensieg für Lukas Islitzer!
    Etappensieg für Lukas Islitzer!
    Etappensieg für Lukas Islitzer!

Und so formierte sich bereits am ersten Anstieg nach Stannary Hill eine fünfköpfige Führungsgruppe, die sich dank guter Zusammenarbeit schnell vom Feld absetzen konnte. Urs Huber, ein stark fahrender Lukas Islitzer, der tschechische Doppel-Croc-Sieger Ondrej Fojtik, Sören Nissen und Brendan Johnston arbeiteten in Folge gut zusammen. Nicholas Pettina schien den Zug versäumt zu haben und fuhr hinterher. Die Spitze hingegen blieb auch auf den technischen Abfahrten rund um die ersten beiden Laben dicht beisammen.

Als der hügelige Kurs langsam flacher und flacher wurde, drückten die fünf Gefährten in bester Rennradmanier gehörig aufs Tempo, wechselten sich gegenseitig im Wind ab. Die letzten zwei Kilometer bis ins Ziel warteten schließlich mit einem technischen Singletrail auf, der, ob der vorangegangenen 120 Rennkilometer in sengender Hitze, nochmals vollste Konzentration erforderte. An diesem Tag war es Lukas Islitzer, der sich über den Trail in eine gute Ausgangsposition brachte. So gut, dass der Gosauer im Sprint einen Vorsprung von 0,8 Sekunden auf Urs Huber und 5 Sekunden auf Ondrej Fojtik herausfahren konnte. Überglücklich fiel er im Ziel seiner Teamkollegin und Freundin Regina Genser in die Arme. Man darf gratulieren, der erste Etappensieg auf der Croc ist damit für ihn geschafft!

 "Das ist ein absoluter Traum. Ich bin wirklich bisher weit über meine Erwartungen hinaus gut gefahren. Ich habe jeden Tag hart gearbeitet und mich so in der Führungsgruppe behaupten können. Der heutige Sieg ist unglaublich und ich bin überglücklich." 

Tagesschnellster Lukas Islitzer

Am Gesamtergebnis änderte diese Ankunft nichts. Urs Huber hält nach wie vor einen komfortablen Vorsprung von 16 Minuten auf Sören Nissen, dahinter folgen Brendan Johnston und Nicholas Pettina, dem nur noch vier Minuten Polster auf Lukas Islitzer auf der 5 verbleiben. Auch Matthias Grick verteidigt seinen 8. Gesamtrang erfolgreich.

Bei den Damen waren es tags zu vor fünf Minuten, die Kristin Endres auf Elitefahrerin Sarah White verloren hatte. Auf der siebten Etappe konnte sie erneut bis auf 20 Minuten an die Australierin heranfahren. In der inoffiziellen Gesamtwertung liegt die Deutsche nun 40 Minuten hinter White. Der klassenübergreifende Kampf geht also weiter.

  • Kristin Endres auf dem Weg.Kristin Endres auf dem Weg.
    Kristin Endres auf dem Weg.
    Kristin Endres auf dem Weg.
  • Auch für die Spitze war es hart.Auch für die Spitze war es hart.
    Auch für die Spitze war es hart.
    Auch für die Spitze war es hart.

Huber again

Auf der vorletzten Etappe der Crocodile Trophy erwartete das international besetzte Starterfeld ein finaler Marathon über 101 Kilometer. Final darum, da ja die neunte und letzte Etappe auch in diesem Jahr wieder im Einzelzeitfahren entschieden wird. Der hügelige Weg von der tropisch-romantischen Skybury Coffee Farm zur Wetherby Cattle Station bot so die letzte Chance auf Windschatten, Gruppenbildung und atemlose Pläuschchen. Vor dem morgendlichen Start fast schon Plicht: ein schneller Kaffee, gewachsen, geerntet, geröstet und genossen an ein und demselben Ort.

  • Die Spitzengruppe unter Wasser.
    Die Spitzengruppe unter Wasser.
    Die Spitzengruppe unter Wasser.
  • Auch Sarah White trug ihr Bike durch den Fluss.Auch Sarah White trug ihr Bike durch den Fluss.
    Auch Sarah White trug ihr Bike durch den Fluss.
    Auch Sarah White trug ihr Bike durch den Fluss.
  • Er hätte daran wohl ebenso gut getan.Er hätte daran wohl ebenso gut getan.
    Er hätte daran wohl ebenso gut getan.
    Er hätte daran wohl ebenso gut getan.

Nach dem Startschuss zeigte sich dann wieder ein beinahe schon zur Routine gewordenes Bild. Erneut waren es altbekannte Trikots und deren Träger, die sich um den Gesamtführenden Urs Huber sammelten und bald darauf auch schon weit vom Feld absetzten. Und nach etlichen Kilometern Seite an Seite war es einmal mehr der Schweizer, der sich in einer schnellen Abfahrt kurz vor der letzten Labe von seinen Begleitern absetzen konnte. Sören Nissen versuchte dies noch mit allen Mitteln zu unterbinden, kam dabei jedoch zu Sturz und hatte in der Folge kein Chance mehr, auf den in Topform befindlichen Huber aufzuholen.

Der Eidgenosse sicherte sich somit einen weiteren Tagessieg, distanzierte Nissen um knapp 50 Sekunden. Zweiendhalb Minuten dahinter rollte der Italiener Nicholas Pettina in der Wetherby Cattle Station ein. Lukas Islitzer erreichte als sechster zehn Minuten nach der Spitze das heutige Etappenziel. Grick hatte erneut Pannenprobleme, wieder war es Teamkollege Manuel Pliem, dessen Laufradspende ein rasches Weiterfahren möglich machte. Der Rückstand von über 25 Minuten kostete ihm allerdings einige Plätze im Gesamtklassement, vor dem Zeitfahren liegt er auf dem 9. Rang. Islitzer hingegen liegt nach wie vor auf Rang 5, die Top 3 bleiben ebenfalls unverändert. Johnston auf 3, davor der Däne Nissen, dem ganze 17 Minuten auf den führenden Huber fehlen. Ob daran noch viel gerüttelt werden kann?

  • Ein weiterer heißer und langer Tag für das Feld.
    Ein weiterer heißer und langer Tag für das Feld.
    Ein weiterer heißer und langer Tag für das Feld.

Die Damen entschieden sich für den Tag zu einer gemeinsamen Ausfahrt. Sarah White und Kristin Endres wichen sich über die gesamte Etappe nicht von der Seite, fuhren zeitgleich über die Ziellinie. Die beiden verteidigten damit ihre jeweiligen Gesamtführungen - bei White wohl wenig überraschend, ist sie doch Last Elitewoman Standing.

Die Sieger stehen fest

Die letzten Kilometer der diesjährigen Crocodile Trophy führten über den Sandstrand von Four Miles Beach, direkt am Meer entlang. Seit neun Tagen kämpfte das Fahrerfeld von der Atherton Hochebene über den zugehörigen Mountainbikepark, hin ins Outback rund um Irvinebank und zur Skybury Kaffeeplantage um Ehre und Positionen. Nach einer weiteren Nacht auf der Wheterby Rinderstation fand der Zieleinlauf zum zweiten Mal in der Geschichte des Croc in Port Douglas statt. Unter dem Jubel von beinahe 500 Zusehern vermochten sich 78 Fahrer in die Finisherliste der Crocodile Trophy einzutragen.

  • Gesamtsieger Huber und White in Feierlaune.
    Gesamtsieger Huber und White in Feierlaune.
    Gesamtsieger Huber und White in Feierlaune.

In umgekehrter Reihenfolge zur Gesamtklassifikation startete das Feld zum finalen Einzelzeitfahren über 30 Kilometer. Nach 15 Kilometern über historische Goldrauschtrails führte eine steile, mit Schotterpassagen gespickte Abfahrt - der sogenannte Pumptrack - durch dichten Regenwald direkt nach Port Douglas. Über den Sandstrand ging's dann gen Zielflagge.

Erneut war Huber für seine Verfolger nicht zu knacken. In 54 min 24 sec fixierte er Etappensieg Nummer 7, brach dabei den im Vorjahr aufgestellten Streckenrekord um beinahe vier Minuten und sicherte sich nach 2009 und 2010 seinen mittlerweile dritten Gesamtsieg. Zweiter wurde der Italiener Nicholas Pettina, der durch sein Pannenpech dennoch nur den undankbaren vierten Gesamtplatz erreichen konnte. Als Tages- und Gesamtdritter überquerte der Australier Brendan Johnston die Ziellinie, welcher damit gleich bei seinem ersten langen Etappenrennen einen Podestplatz ergatterte. Dem Dänen Sören Nissen genügt heute ein zehnter Platz, um seinen zweiten Gesamtrang erfolgreich verteidigen zu können.

  • Huber dominiert auch im finalen Zeitfahren.
    Huber dominiert auch im finalen Zeitfahren.
    Huber dominiert auch im finalen Zeitfahren.

Mit zwei Top 10 Platzierungen hat sich die weite Anreise auch für die beiden Österreicher Lukas Islitzer (Gesamt 5.) und Matthias Grick (Gesamt 9.) absolut gelohnt. Grick sprach darüber hinaus auch seinem Teamkollegen Manuel Pliem einen besonderen Dank aus, der sich nach einer verkorksten ersten Etappe trotz treuer Helferdienste und Ersatzteilspenden noch in die Top 20 vorzuarbeiten vermochte.

 "Ich freue mich wirklich über diesen dritten Sieg bei der Crocodile Trophy. Diese Veranstaltung hat sich so verändert seit den Jahren 2009 und 2010" 

Gesamtsieger Urs Huber
  • Die bissige Siegestrophähe...Die bissige Siegestrophähe...
    Die bissige Siegestrophähe...
    Die bissige Siegestrophähe...
  • ...für die glücklichen Finisher....für die glücklichen Finisher.
    ...für die glücklichen Finisher.
    ...für die glücklichen Finisher.

Amateurstarterin Kristin Endres schaffte es im abschließenden Zeitfahren endlich, Elite-Solistin Sarah White zu schlagen, war knapp zwei Minuten schneller als die ehemalige australische Ultraläuferin. Beide krönten sich somit am Meer zu den Gesamtsiegerinnen ihrer jeweiligen Klassen. Mit ihrem starken Auftritt bringen sie hoffentlich mehr Damen auf den Geschmack der Crocodile Trophy, auf dass bei der nächstjährigen Austragung ein dichteres Frauenfeld die Hatz durch Urwald, Outback und Hitze in Angriff nehme.

GESAMT TOP RESULTATE ELITE MEN:

1. Urs Huber (SUI) // Team Bulls // 26h32:40

2. Sören Nissen (DEN) // Stevens Racing Team // 26h54:06 +21:26 min

3. Brendan Johnston (AUS) // Trek Racing Australia // 27h13:39 +40:59 min

4. Nicholas Pettina (ITA) // Gruppo Sportivo Forestale // 27h23:52 +51:12 min

5. Lukas Islitzer (AUT) // CRAFT – Rocky Mountain Team // 27h38:26 +1h05:46 min

GESAMT TOP RESULTATE ELITE DAMEN:

1. Sarah White (AUS) // Astute Financial Racing // 36h56:30

WEITERE GEWINNER EINZELKATEGORIEN:

A Women: Kristin Endres (GER) // lakatexpress.de // 38h14:37

A1 Men (U30): Evert Feyaerts (BEL) // 33h15:52

A2 Men (30+): Christian Leschke (GER) // Team Leschi // 30h27:14

A3 Men (40+): Bart Duraj (AUS) // Astute Financial Racing // 31h03:51

A4 Men (50+): Garry James (AUS) // Corry Cycles ACE Racing/Specialised // 32h01:07

08.10.15 08:44 5.514Nach sechs Renntagen ist die Dominanz von Urs Huber ungebrochen. Mit Lukas Islitzer und Matthias Grick sind allerdings auch zwei Österreicher auf dem Vormarsch.

08.10.15 08:44 Nach sechs Renntagen ist die Dominanz von Urs Huber ungebrochen. Mit Lukas Islitzer und Matthias Grick sind allerdings auch zwei Österreicher auf dem Vormarsch.

Drei aus Vier für Urs Huber

Ein weiterer nasser Tag stand dem Fahrerfeld auf der vierten Etappe bevor. Ob des andauernden Regen- und Schlammbeschusses träumten viele Fahrer schon von Sonne, Strand und Meer am Four Mile Beach in Port Douglas. Tag vier führte allerdings nicht ans Meer, sondern von Atherton aus über einen Rundkurs durch die Great Dividing Range, einem der höchsten Gebirgszüge des Kontinents, welcher auch als berüchtigte Wetterscheide gilt.

  • Nicholas Pettina auf der Jagd nach Urs Huber.
    Nicholas Pettina auf der Jagd nach Urs Huber.
    Nicholas Pettina auf der Jagd nach Urs Huber.

Den Schweizer Urs Huber ließ all dies kalt. Erneut bewies er auf den 80 Kilometern, dass er in der Vorbereitung seine Hausaufgaben gemacht hat. Gemeinsam mit dem Italiener Nicholas Pettina konnte er sich trotz der extrem schlammigen und rutschigen Bedingungen vom Feld absetzen. Nach mehreren erfolglosen Attacken von Pettina musste dieser den Gesamtführenden ziehen lassen. Von einer vibrierenden Gabel zum defensiven Fahren gezwungen, konnte der Däne Sören Nissen dahinter einen weiteren dritten Platz ins Ziel retten. Als Vierter sah der junge Österreicher Lukas Islitzer die Zielflagge, der mit seiner Leistung damit auf Rang 6 in der Gesamtwertung aufrückt. Ebenso dürfte Matthias Grick über seinem 6. Platz überaus glücklich sein. Mit vereinten Kräften - sein Teamkollege Manuel Pliem hat seine Croc-Form noch immer nicht gefunden, unterstützte Grick jedoch nach Kräften - rückt er auf Rang 8 vor. An der Spitze hat Huber mittlerweile komfortable fünf Minuten Vorsprung auf Pettina, ganze 13 sind es auf den drittplatzierten Sören Nissen.

  • Der Italiener gab alles, konnte aber dann ...Der Italiener gab alles, konnte aber dann ...
    Der Italiener gab alles, konnte aber dann ...
    Der Italiener gab alles, konnte aber dann ...
  • das Tempo des Schweizers doch nicht ganz mitgehen.das Tempo des Schweizers doch nicht ganz mitgehen.
    das Tempo des Schweizers doch nicht ganz mitgehen.
    das Tempo des Schweizers doch nicht ganz mitgehen.

 "Es war so derartig schön im Regenwald! Schon hart zu fahren, aber die Vögel haben gezwitschert und die Pflanzen und Bäume sind so anders als alles, was ich bisher gesehen habe, einfach genial." 

Kristin Endres, die als Amateurin in der Elite aufmischt.

Wie bei den Männern rollte auch bei den Elite Damen ein altbekanntes Gesicht als erstes im Ziel ein. Sarah White, die mit den Bedingungen gut zu Recht zu kommen schien, hat jedoch in der inoffiziellen Gesamtwertung nach wie vor gleich zwei deutsche Damen im Rücken. Denn die schnellsten Beine der Amateurklasse, und damit auch deren Besitzerin Kristin Endres, liegen nach wie vor zwischen den beiden Elitefahrerinnen White und Genser. Letztere zeigte sich ob ihrer bisherigen Renntage unzufrieden, konnte sich nicht so recht erklären, warum es für sie nicht läuft. Sie liegt nun bereits 1 Stunde hinter der Australierin, auf die in einem anderen Klassement befindliche Endres fehlen ihr gut 20 Minuten.

  • Lange fahren Genser und White Seite an Seite...Lange fahren Genser und White Seite an Seite...
    Lange fahren Genser und White Seite an Seite...
    Lange fahren Genser und White Seite an Seite...
  • ...doch erneut ist es die Australierin,die das Rennen dominiert....doch erneut ist es die Australierin,die das Rennen dominiert.
    ...doch erneut ist es die Australierin,die das Rennen dominiert.
    ...doch erneut ist es die Australierin,die das Rennen dominiert.

Und da war es nur noch Eine

Nach weniger klischeehaften Wetterbedingungen an den vorangegangenen Tagen stellte sich an Tag 5 mit Überschreiten der Great Dividing Range endlich das ersehnte trockene und heiße australische Wetter ein. Kräftezehrende und steile Anstiege durch den Atherton MTB Park sowie den Hasting Swamp National Park eröffneten die Hitzeschlacht über 2.700 Höhenmeter, die das Starterfeld auf 96 Kilometern tief ins Outback führen sollte.

  • Früh formierte sich eine Führungsgruppe um Urs Huber und Nicholas Pettina.
    Früh formierte sich eine Führungsgruppe um Urs Huber und Nicholas Pettina.
    Früh formierte sich eine Führungsgruppe um Urs Huber und Nicholas Pettina.

Schnell setzten sich die vier führenden der Gesamtwertung vom Rest des Feldes ab; fernab aller Mobil- und WiFi-Netze vermochte sich erneut der Schweizer Urs Huber wenige Kilometer vor dem Ziel auf weit offenen Mienenzufahrtswegen von seinen Verfolgern abzusetzen. Ein durchaus altbekannte Bild. Diesmal allerdings mit neuer Entstehungsgeschichte, berichteten seine Verfolger - Pettina auf 2 und Sören auf 3 - doch erstmals nicht von vernichtenden Attacken an den Anstiegen, sondern von fürchterlichem Wüten in den finalen Abfahrten, auf denen sich Huber erneut 1 min 07 sec erarbeiten konnte. In der Schweiz lernt man eben nicht nur das Bergfahren sondern weiß auch, wie man würdig wieder ins Tal kommt.

An der Spitze des Gesamtklassements bleibt damit alles beim Alten. Lukas Islitzer, der in einem packenden Sprintfinish die fünftschnellste Tageszeit einheimste, sorgte hingegen für Sesselrücken auf den weiteren Plätzen. Denn der junge Gosauer setzte seinen kontinuierlichen Vormarsch erfolgreich fort und rangiert damit bereits auf Rang 5.

  • Lukas Islitzer #20 in der Verfolgergruppe mit Miltan Ramos #20 und dem zweimaligen Sieger Ondrej Fojtik #17.Lukas Islitzer #20 in der Verfolgergruppe mit Miltan Ramos #20 und dem zweimaligen Sieger Ondrej Fojtik #17.
    Lukas Islitzer #20 in der Verfolgergruppe mit Miltan Ramos #20 und dem zweimaligen Sieger Ondrej Fojtik #17.
    Lukas Islitzer #20 in der Verfolgergruppe mit Miltan Ramos #20 und dem zweimaligen Sieger Ondrej Fojtik #17.
  • Die Österreicher sind auf dem Vormarsch. Hier Islitzer vor Grick.Die Österreicher sind auf dem Vormarsch. Hier Islitzer vor Grick.
    Die Österreicher sind auf dem Vormarsch. Hier Islitzer vor Grick.
    Die Österreicher sind auf dem Vormarsch. Hier Islitzer vor Grick.

Im Elitefeld der Damen fehlte an diesem fünften Renntag ein Gesicht. Regina Genser scheint den Grund für ihre vorangegangene Kraftlosigkeit gefunden zu haben. Eine nächtlich ausgebrochene Magendarm-Erkrankung setzte dem Rennen für die junge Deutsche ein jähes Ende. Der nunmehr auf Solofahrt befindlichen Sarah White liegt dies ebenfalls im Magen. Ob der wachsenden Etappenlängen rechnete sie mit einer Aufholjagd von Genser, freute sich schon auf das Duell der kommenden Tage.

Kann sie nun gänzlich frei von Druck ans Meer rollen? Wohl kaum, denn wenn sie sich als schnellste Dame im Feld behaupten möchte, muss sie sich immer noch vor der Amateurin Kristin Endres in Acht nehmen. Schließlich trudelte diese lediglich zwölf Minuten nach ihr im historischen Goldgräberdorf Irvinebank ein.

  • Nach dem Ausfall von Regina Genser ist Sarah White nun alleine in der Eliteklasse.Nach dem Ausfall von Regina Genser ist Sarah White nun alleine in der Eliteklasse.
    Nach dem Ausfall von Regina Genser ist Sarah White nun alleine in der Eliteklasse.
    Nach dem Ausfall von Regina Genser ist Sarah White nun alleine in der Eliteklasse.
  • Weniger Druck hat sie deshalb allerdings nicht. Amateurin Kristin Endres ist ihr auf den Fersen.Weniger Druck hat sie deshalb allerdings nicht. Amateurin Kristin Endres ist ihr auf den Fersen.
    Weniger Druck hat sie deshalb allerdings nicht. Amateurin Kristin Endres ist ihr auf den Fersen.
    Weniger Druck hat sie deshalb allerdings nicht. Amateurin Kristin Endres ist ihr auf den Fersen.

Jetzt kommt die Sonne

115 Kilometer, 2700 Höhenmeter, 35° C im schattenbefreiten Outback. Mit diesen Eckdaten entsprach der sechste Tag der Crocodile Trophy erstmals tatsächlich dem meteorologischen Klischee eines australischen Etappenrennens. Von einigen Startern vorsichtig als "urige Crocodile Trophy Etappe" bezeichnet, führte die Tagesetappe mit Start und Ziel in Irvinebank über offene und breite Outbackstraßen quer durch das Bergbaugebiet rund um den Etappenort. Eine vom zuständigen UCI-Verantwortlichen ob der Hitze verordnete Labestation 12 Kilometer vor dem Ziel sollte jenen Fahrern entgegenkommen, denen der plötzliche Temperaturumschwung zu sehr zu schaffen machte.

  • Erneut zeigten sich die beiden Österreicher Lukas Islitzer (Bild) und Matthias Grick in Top-Form.
    Erneut zeigten sich die beiden Österreicher Lukas Islitzer (Bild) und Matthias Grick in Top-Form.
    Erneut zeigten sich die beiden Österreicher Lukas Islitzer (Bild) und Matthias Grick in Top-Form.
  • Das Wetter war am sechsten Tag sehr australisch ...Das Wetter war am sechsten Tag sehr australisch ...
    Das Wetter war am sechsten Tag sehr australisch ...
    Das Wetter war am sechsten Tag sehr australisch ...
  • ... die Wege im Outback heiß und staubig.... die Wege im Outback heiß und staubig.
    ... die Wege im Outback heiß und staubig.
    ... die Wege im Outback heiß und staubig.

Einigen Elitefahrern ebenfalls sehr zu schaffen machen dürfte mittlerweile die Dominanz des Schweizer Uhrwerks Urs Huber. Nach den starken Auftritten während der letzten Etappen will dessen Druck am Pedal nicht nachlassen. Mit relativ ungefährdeten zwei Minuten Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Sören Nissen konnte Huber erneut als erster vom Rad steigen. Schon weit früher im Rennen musste übrigens ein anderer kurzfristig sein Rad abstellen. Ein Platten kostete dem Italiener Nicholas Pettina wertvolle Minuten und Plätze, was sich für ihn auch im Gesamtklassement negativ auswirken sollte. Während also Pettina aus der Führungsgruppe fiel, konnten der Australier Brendan Johnston und die beiden Österreicher Lukas Islitzer und Matthias Grick das Tempo hingegen hoch halten, landeten auf den Rängen 3, 4 und 5. Ob sich da in den nächsten Tagen ein Österreicher am Podest zeigen wird?

  • Pannenpech für Pettina.Pannenpech für Pettina.
    Pannenpech für Pettina.
    Pannenpech für Pettina.
  • Abkühlung für Jiri Krivanek.Abkühlung für Jiri Krivanek.
    Abkühlung für Jiri Krivanek.
    Abkühlung für Jiri Krivanek.

Mit seinem Sieg baute Huber auch seinen Zeitpolster im Gesamtklassement weiter aus, liegt nun auf Kosten des vom Pannenteufel geplagten Pettina bereits mehr als 16 Minuten vor dem auf Rang 2 vorgerückten Dänen Sören Nissen. Ganze 30 Minuten fehlen dem drittplatzierten Brendan Johnston nun auf den Gesamtführenden, für Pettina auf der 4 sind es 34 Minuten. Der knappe Zeitabstand zwischen den beiden könnte sich noch zu einem packenden Duell entwickeln. Dem sensationellen 5. Lukas Islitzer fehlen mehr als 50 Minuten auf den Schweizer Crack, die Richtung für den Gosauer stimmt aber auf alle Fälle.

 "Ich gab auf 115 km alles und das bei 35 Grad Hitze [...] Positiv ist, dass ich Dritter wurde und so auf den gesamt dritten Platz vorrücke. Es hat sich ausgezahlt, und drei Etappen stehen noch auf dem Plan." 

Ein glücklicher Brendan Johnston.
  • Sarah White auf dem Weg zu einem weiteren Triumph gegen sich selbst.Sarah White auf dem Weg zu einem weiteren Triumph gegen sich selbst.Sarah White auf dem Weg zu einem weiteren Triumph gegen sich selbst.
    Sarah White auf dem Weg zu einem weiteren Triumph gegen sich selbst.
    Sarah White auf dem Weg zu einem weiteren Triumph gegen sich selbst.
  • Kette rechts im Outback. Nissen, Huber und Johnston.Kette rechts im Outback. Nissen, Huber und Johnston.Kette rechts im Outback. Nissen, Huber und Johnston.
    Kette rechts im Outback. Nissen, Huber und Johnston.
    Kette rechts im Outback. Nissen, Huber und Johnston.

Mit lediglich einer verbliebenen Starterin muss man kein Orakel befragen, um die Tagesschnellste und damit Gesamtführende im Elitefeld der Damen zu erraten. Schade eigentlich für Sarah White, deren hervorragende Leistung dadurch nicht so prominent erscheint. Gerade deshalb soll an dieser Stelle gesagt sein, dass einiges dazugehört, um trotz nur eines Jahres MTB-Rennerfahrung in solch einem Klassiker bestehen zu können. Vergangenheit als Ultraläuferin hin oder her.

Wie es den Amateuren und Amateurinnen auf der sechsten Etappe ergangen ist, müssen wir noch nachreichen. Im tiefen Outback, ganz ohne WiFi und Telefonnetz haben die Organisatoren Schwierigkeiten, die detaillierten Ergebnisse umgehend bis nach Österreich zu liefern. Sobald die Timing Crew im nächsten Etappenort eingetroffen ist, werden die Zeiten hier aktualisiert. Ob Kristin Endres weiter Druck auf die verbliebene Elitefahrerin machen kann? Seht selbst ...

  • Noch drei Tage bis zum Meer...
    Noch drei Tage bis zum Meer...
    Noch drei Tage bis zum Meer...

Drei Tage Croc stehen den Startern noch bevor. Die 7. Etappe bringt den Tross von Irvinebank weiter gen Norden zur Skybury Kaffeeplantage. Nach zwei staubigen Tagen in der sengenden Hitze des Outbacks erreicht das Fahrerfeld wieder tropische Gefilde. In Küstennähe belohnen frisch gerösteter Kaffee, süße rote Papayas und Bananen für die Strapazen, welche die längste Etappe der diesjährigen Crocodile Trophy mit sich bringen mag.

Crocodile Trophy 2015

Crocodile Trophy 2015

08.10.15 08:44 5.514Text: Luke Biketalker, PMFotos: Regina Stanger/Crocodile TrophyDie ersten drei Tage des Etappenrennens Down Under sind geschlagen. Die bisher besten Beine gehören dem Schweizer Urs Huber sowie der Australierin Sarah White.08.10.15 08:44 5.519

Crocodile Trophy 2015

08.10.15 08:44 5.519 Luke Biketalker, PM Regina Stanger/Crocodile TrophyDie ersten drei Tage des Etappenrennens Down Under sind geschlagen. Die bisher besten Beine gehören dem Schweizer Urs Huber sowie der Australierin Sarah White.08.10.15 08:44 5.519

Seit am Samstag, dem 17. Oktober, der Startschuss für die legendäre Crocodile Trophy gefallen ist, haben die Teilnehmer schon ein Drittel des Etappenrennens absolviert. Zeit also für einen ersten Zwischenbericht.

Im Baumwollshirt zum Etappensieg

Mehr als 100 Starter aus 17 Nationen stellen sich in Australien der neuntägigen Herausforderung, welcher von der UCI auch heuer erneut der höchste Status eines S1-Kategorie Rennens verliehen wurde. Tropische Temperaturen und sengende Hitze prägten den ersten Renntag in Queensland. In bester XC Manier wurde die Trophy auf einem Rundkurs rund um Cairns eröffnet.

Im hochrangigsten Elitefeld der Geschichte des Klassikers konnte sich der Italiener Nicholas Pettina nach 33 Kilometern und 900 Höhenmetern vor Mitfavorit Urs Huber aus der Schweiz sowie dem Australier Brendan Johnston behaupten. Mit legerem Baumwollshirt statt engem Lycra - das Gepäck des Italieners entschied sich wohl für eine etwas andere Reiseroute von Europa nach Australien, ein Shirt des Veranstalters musste so vorerst als Rennpanier herhalten - konnte der italienische U23 Staatsmeister 3 min 18 sec Vorsprung auf seine Verfolger herausfahren. Die Österreicher Lukas Islitzer und Matthias Grick konnten auf den Rängen 6 und 7 finishen, Manuel Pliem blieb durch einen Laufraddefekt mit beinahe vier Stunden Rückstand nur die rote Laterne.

  • Sarah White und Regina Genser (dahinter) starten ins Rennen.Sarah White und Regina Genser (dahinter) starten ins Rennen.
    Sarah White und Regina Genser (dahinter) starten ins Rennen.
    Sarah White und Regina Genser (dahinter) starten ins Rennen.
  • Der spätere Tagessieger Pettina vor Johnston am Start in Smithfield.Der spätere Tagessieger Pettina vor Johnston am Start in Smithfield.
    Der spätere Tagessieger Pettina vor Johnston am Start in Smithfield.
    Der spätere Tagessieger Pettina vor Johnston am Start in Smithfield.

Ein Blick auf das Elitefeld der Damen lässt heuer nichts anderes als ein Duell zu, sind doch nur zwei Starterinnen genannt. Die Lokalmatadorin Sarah White konnte den ersten von neun Zweikämpfen gegen Regina Genser für sich entscheiden, sie distanzierte die Deutsche um fast sechs Minuten. “I tried to stay calm today and had a strong race”, so White, die mit 1h 53 min 39 sec auf ihrer Hausstrecke lediglich 23 min hinter Herrensieger Pettina über die Ziellinie rollte.

Doch hinter der Führungsgruppe aus Elitefahrern stellen sich auch zahlreiche Amateure der Hatz durch Queensland. Mitten drin der gebürtige Oberösterreicher Martin Wisata, der mit seiner mittlerweile sechsten Teilnahme schon vor der ersten Etappe für einen Rekord sorgen konnte. „Man bekommt die Chance, mit Teilnehmern aus aller Welt zu fahren, die Strecke hat sich in den letzten Jahren extrem gewandelt“ zeigt sich der 38-jährige Wahlaustralier vom Rennen begeistert. Wie die anderen Amateure ist auch er nur hier, um sich einmal mehr in den erlesenen Kreis der Crocodile-Trophy-Finisher einzutragen.

  • Brendan Johnston, bester Australier im Dschungel von Smithfield.Brendan Johnston, bester Australier im Dschungel von Smithfield.
    Brendan Johnston, bester Australier im Dschungel von Smithfield.
    Brendan Johnston, bester Australier im Dschungel von Smithfield.
  • Nicholas Pettina in seiner Notfallspanier.Nicholas Pettina in seiner Notfallspanier.
    Nicholas Pettina in seiner Notfallspanier.
    Nicholas Pettina in seiner Notfallspanier.

Urs Huber schlägt zurück

Mit nassem Start, 74 km und 1.500 Hm entsprach die zweite Etappe von Cairns hinauf auf die Hochebene von Atherton eher den Vorlieben von Urs Huber. Der zweimalige Sieger, der mit den Bedingungen des Vortages nach eigenen Angaben doch sehr zu kämpfen hatte, konnte sich bis ins Ziel am Lake Tinaroo 30 Sekunden auf seinen dänischen Verfolger Sören Nissen erarbeiten und die Etappe so für sich entscheiden. Der finalen Tempoverschärfung von Huber und Nissen war der Auftaktsieger Nicholas Pettina nicht ganz gewachsen. 4 min 41 sec Rückstand reichten nicht aus, um seine Gesamtführung gegen Urs Huber zu verteidigen, der im Gesamtklassement nun 1 min 23 sec vor Nissen rangiert. Wenige Minuten dahinter entschied ein packendes Sprintfinish über die Plätze 4 bis 6, in welchem sich der Tscheche Ondrej Fojtik vor Brendan Johnston, dem Australier, und Milton Ramos aus Spanien durchsetzen konnte.

  • Wetter und Streckenprofil an Tag zwei entsprachen eher den Vorlieben von Urs Huber.
    Wetter und Streckenprofil an Tag zwei entsprachen eher den Vorlieben von Urs Huber.
    Wetter und Streckenprofil an Tag zwei entsprachen eher den Vorlieben von Urs Huber.

Mit einem weiteren Tagessieg konnte die Australierin Sarah White hingegen ihre Gesamtführung gegen Regina Genser verteidigen und auf mittlerweile 23 min Vorsprung ausbauen. Die ehemalige Ultraläuferin, die erst seit einem Jahr in der Mountainbikeszene aktiv ist, hat sich damit einen respektablen Vorsprung erarbeiten können. Dort zu trainieren, wo man auch Rennen fährt, scheint sich für sie bezahlt zu machen.

Den in den Vorjahren unter den Teilnehmern stets mit Schrecken im Streckenprofil entdeckten Anstieg auf den Mount Edith hat man heuer übrigens im Streben nach mehr Abwechslung umfahren. „Wir arbeiten eng mit Gemeinden, Mountainbikeclubs und einheimischen Fahrern zusammen, die uns immer wieder Tipps für neue Streckenabschnitte geben. Zwar haben wir mittlerweile ein gutes Streckenprogramm, wollen es aber doch immer wieder etwas aufpeppen“ so Gründer und Organisator Gerhard Schönbacher.

  • Der Tageszweite Soren Nissen im Matsch.Der Tageszweite Soren Nissen im Matsch.
    Der Tageszweite Soren Nissen im Matsch.
    Der Tageszweite Soren Nissen im Matsch.
  • Die Führungsgruppe auf der Brücke über Copperlode Dam.Die Führungsgruppe auf der Brücke über Copperlode Dam.
    Die Führungsgruppe auf der Brücke über Copperlode Dam.
    Die Führungsgruppe auf der Brücke über Copperlode Dam.
  • Nicholas Penttina konnte für den Tag Baumwollshirt gegen Leaderjersey tauschen.Nicholas Penttina konnte für den Tag Baumwollshirt gegen Leaderjersey tauschen.
    Nicholas Penttina konnte für den Tag Baumwollshirt gegen Leaderjersey tauschen.
    Nicholas Penttina konnte für den Tag Baumwollshirt gegen Leaderjersey tauschen.

Eine Amateurstarterin auf dem Vormarsch

Schmale Trails, kurze, knackige Anstiege, dazwischen enge Kurven und Spitzkehren, riesige Anlieger und steinige Passagen erwarteten das Starterfeld am dritten Renntag. Erneut war es Urs Huber, der mit der 60 Kilometer langen Trailhatz am besten zurechtkam. In 3 h 01 min und 57 sec fixierte er Tagessieg Nummer 2 knappe 39 Sekunden vor dem australischen Marathonstaatsmeister Brendan Johnston.

Die Crocodile Trophy stellt für den 24-Jährigen das erste lange Etappenrennen dar. Dementsprechend zurückhaltend auch seine Strategie: "Ich nehme mir einen Tag nach dem anderen vor. Urs [Huber] und ich fuhren den ganzen Tag über gemeinsam und er attackierte dann zwei Kilometer vor dem Ziel hart. Ich habe vor, ein schlaues Rennen zu fahren, es liegen noch sechs Etappen und die längsten Tage vor uns."

Doch auch an Huber hinterließ der Tag seine Spuren. Für ihn war es "eine der härtesten Etappen", die er bisher in Australien fahren durfte.

  • Der Gesamtführende Urs Huber auf Trailjagd.
    Der Gesamtführende Urs Huber auf Trailjagd.
    Der Gesamtführende Urs Huber auf Trailjagd.

 "Mir tut alles weh, vor allem mein Rücken. Das war harte Arbeit heute." 

Urs Huber, erschöpfter Gesamtführender

Mit 2 min 39 Rückstand auf Huber konnte sich als Tagesdritter auch Nicholas Pettina erneut am Podium behaupten. Damit arbeitete er sich auch im Gesamtklassement wieder nach vorn.

Der Schweizer Urs Huber liegt nun nach drei Tagen 4 min 11 sec vor Nicholas Pettina, Sören Nissen ist mit 6 min 45 Sekunden Rückstand ebenfalls in Schlagweite. Und auch der Gosauer Lukas Islitzer, konstant in den Top 10 unterwegs, befindet sich mit 15 min Rückstand und Gesamtrang 6 noch in aussichtsreicher Ausgangslage.

Seine beiden Landsleute Matthias Grick und Manuel Pliem sind hingegen nach wie vor vom Pannenpech verfolgt. Nach einem Vorderraddefekt von Grick in Etappe 3 half ihm Teamkollege Pliem – selbst am ersten Tag durch einen Defekt weit zurückgeworfen – zwar mit einer Laufradspende zurück ins Rennen, dennoch fielen beide im Klassement zurück (Grick Platz 9, 25 min Rückstand, Pliem 30.).

  • Mit drei Tagessiegen bisher souverän unterwegs: die Australierin Sarah White.
    Mit drei Tagessiegen bisher souverän unterwegs: die Australierin Sarah White.
    Mit drei Tagessiegen bisher souverän unterwegs: die Australierin Sarah White.
  • Die zweite Elitefahrerin Regina Genser wurde von der Amateurin Kristin Endres im inoffiziellen Gesamtklassement überholt.Die zweite Elitefahrerin Regina Genser wurde von der Amateurin Kristin Endres im inoffiziellen Gesamtklassement überholt.
    Die zweite Elitefahrerin Regina Genser wurde von der Amateurin Kristin Endres im inoffiziellen Gesamtklassement überholt.
    Die zweite Elitefahrerin Regina Genser wurde von der Amateurin Kristin Endres im inoffiziellen Gesamtklassement überholt.
  • Der Gosauer Lukas Islitzer unterwegs zu einem weiteren Top-Ergebnis.Der Gosauer Lukas Islitzer unterwegs zu einem weiteren Top-Ergebnis.
    Der Gosauer Lukas Islitzer unterwegs zu einem weiteren Top-Ergebnis.
    Der Gosauer Lukas Islitzer unterwegs zu einem weiteren Top-Ergebnis.

Bei den Damen war Sarah White der Tagessieg auch diesmal nicht zu nehmen. Auf der teils nassen und rutschigen Strecke hatte sie immer wieder zu kämpfen und zeigte sich im Ziel ob ihres erneuten Sieges gegen eine Sturz- und Defekt-geschwächte Regina Genser dementsprechend erleichtert.

Trotz ihrer mittlerweile auf 37 min angewachsenen Gesamtführung ist ihre Konkurrenz stärker geworden, hat sie jetzt doch plötzlich zwei deutsche Fahrerinnen im Nacken. Denn in der alle Klassen umfassenden Gesamtwertung hat sich nun mit Kristin Endres die Führende der Amateurklasse zwischen die beiden Elitefahrerinnen geschoben. "Die engen Trails liegen mir eigentlich, und die zweite Hälfte der Runde war wirklich toll zu fahren. So ein schöner Ausblick und ich war wirklich gut unterwegs - es war wie tanzen. Aber zum Schluss hin war es hart und die Trails wurden mir fast zu viel", so eine inoffiziell auf Platz zwei rangierende Endres.
Die Gesamtwertung der Amateur-Männer führt übrigens ihr deutscher Landsmann Christian Leschke vor den beiden Australiern Lincoln Carolan und Bart Duraj an.

Sechs Etappen sind noch offen, und damit auch das Rennen um den Gesamtsieg. Als nächstes führt die Route der Crocodile Trophy von Atherton auf die Great Dividing Range und wieder zurück. 80 Kilometer und 2.200 Höhenmeter durch den Herbert State Forest sollten wieder für Spannung sorgen. Detaillierte Ergebnisse gibt’s hier. Wir werden den Rennverlauf weiter beobachten. Also, stay tuned ...

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08.10.15 08:44 5.514Text: Luke BiketalkerFotos: Regina Stanger, Kenneth LorentsenIn wenigen Tagen blickt die Marathonwelt zum 21. Mal nach Australien. Von 17. bis 25. Oktober ist wieder Crocodile Trophy-Time.

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08.10.15 08:44 Luke Biketalker Regina Stanger, Kenneth LorentsenIn wenigen Tagen blickt die Marathonwelt zum 21. Mal nach Australien. Von 17. bis 25. Oktober ist wieder Crocodile Trophy-Time.

Und jährlich grüßt das Krokodil. Quer durch den tropischen Norden von Queensland, Australien findet von 17. bis 25. Oktober die 21. Austragung eines der wohl härtesten Etappenrennen für Mountainbiker statt. Neuerdings als UCI S1 Rennen gewertet, kämpfen auch heuer wieder zahlreiche Elitefahrer im Outback um wertvolle Weltranglistenpunkte und 40 000 AUD an Preisgeld. Den meisten Teilnehmern geht's allerdings ums Abenteuer - und ums Durchkommen.


Auf einem Rundkurs um Cairns wird die Trophy eröffnet, in Folge stehen den Fahrern 900 Rennkilometer über feinste Singletrails in MTB Parks, durch Flüsse und entlang der legendären Outback Highways bevor. Was die Etappenführung betrifft, hat die Crocodile Trophy wohl weltweit die bunteste Vielfalt an Landschaft und Untergrund zu bieten.

Auf die Regenwälder in und um Cairns folgen drei Tage im Hochland von Atherton. Durch den Busch und das abgelegene Outback geht es in (meistens) Hitze und großer Trockenheit immer weiter zu den Kaffeeplantagen von Skybury und in weiterer Folge ans Meer. Neun Tage später findet das Rennen am atemberaubenden Strand von Port Douglas sein Ende - natürlich nicht, ohne vorher noch vier kräftezehrende Meilen über selbigen im Renntempo zurückzulegen.

Etappenübersicht


17. Oktober: Smithfield (5 Runden)
33 km/ 900 hm
18. Oktober: Cairns − Lake Tinaroo
85 km/ 2000 hm
19. Oktober: Atherton - Atherton
60 km/ 1500 hm
20. Oktober: Atherton - Atherton
72 km/ 2200 hm
21. Oktober: Atherton - Irvinebank
96 km/ 2700 hm
22. Oktober: Irvinebank - Irvinebank
115 km/ 1700 hm
23. Oktober: Irvinebank - Skybury Coffee
127 km/ 1300 hm
24. Oktober: Skybury - Wetherby Station
101 km/ 1400 hm
25. Oktober: Wetherby - Port Douglas (Zeitfahren)
30 km/ 350 hm

Wir werden euch während der Crocodile Trophy über die Etappen und die Geschichten, die es zu erzählen gibt, am laufenden halten. Also stay tuned...


Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
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    krieglach
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    Crocodile Trophy 2015

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  2. #2

  3. #3
    ich will sommer!! Avatar von mbiker
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    Wien
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    3.249
    auf der startliste stehen matthias grick und lukas islitzer
    cu, martin

    2RC °199 "NoRegrets"

  4. #4

  5. #5
    Registrierter Benutzer
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    http://www.crocodile-trophy.com/file...st_CT_2015.pdf

    ...und Manuel Pliem ist auch noch dabei. Ist auf der Startliste als Australier geführt, ich wüsste aber nyx davon, dass der neben der österreichischen noch eine andere Staatsbürgerschaft hat.

  6. #6
    früher mal Weltmeisterin Avatar von NoMan
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