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First Ride: Mondraker Raze RR 2022

First Ride: Mondraker Raze RR 2022

27.10.21 09:40 2.106Text: Ralf HauserFotos: Chiara Stifer, NR22Raze nennt sich die brandneue 29"-bereifte Wunderwaffe in Mondrakers Lineup, die mit 130 mm Federweg am Heck und 150 mm an der Front im Trail-Segment mitmischen will. Wir durften bereits für einen kurzen Ausflug die ersten Meter damit zurücklegen.27.10.21 09:40 3.186

First Ride: Mondraker Raze RR 2022

27.10.21 09:40 3.186 Ralf Hauser Chiara Stifer, NR22Raze nennt sich die brandneue 29"-bereifte Wunderwaffe in Mondrakers Lineup, die mit 130 mm Federweg am Heck und 150 mm an der Front im Trail-Segment mitmischen will. Wir durften bereits für einen kurzen Ausflug die ersten Meter damit zurücklegen.27.10.21 09:40 3.186

Während das Enduro-lastige Foxy Carbon eine Generalüberholung spendiert bekommt, steht mit dem Raze ein komplett neues Bike auf dem Parkett. Mit geringem Gewicht, höchst effizient arbeitender Hinterbaufederung und einem Schuss zusätzlichem Federweg an der Front will Mondraker das Beste aus allen Welten in einem Bike mit vielseitigem Einsatzbereich vereinen.

Auch beim Raze wird Mondrakers Forward Geometry konsequent umgesetzt. Ein langer Reach wird mit kurzem Vorbau gekoppelt, 470 mm Reach und 30 mm Vorbaulänge sind es beim getesteten Größe M Rahmen. Extrem kurz für ein 29"-bereiftes Bike sind die Kettenstreben mit nur 435 mm Länge.
Das Mondraker Zero Suspension Federungssystem mit virtueller Federungskurve wurde auf den Federweg von 130 mm optimiert. Das Fox DPS Federelement ist speziell auf das Bike abgestimmt.

Zahlreiche Details wie direkte Kabelführung durch das Top-Cap des Steuersatzes, Schmutzfänger vor dem Federelement, Custom Kettenstrebenschutz, integrierte minimalistische Kettenführung und passgenaue Einbettung eines FidLock-Flaschenhalters werten das Gesamtkonzept auf.

Nur knapp 2.000 Gramm ohne Federelement soll der Rahmen aus der neuesten Generation von Mondrakers Stealth Air Carbon nur wiegen. Auch die einteilige Hauptwippe ist aus Carbon geformt.

Die Raze-Reihe umfasst drei Modelle: Raze RR SL, Raze RR und Raze R. Alle drei teilen sich denselben Rahmen sowie eine Fox Federgabel der 36er-Serie und Fox-Hinterbauelement der DPS-Serie.
Ab Werk werden alle Modelle des Raze mit dem MIND-Telemetrie-System ausgeliefert, welches dabei hilft, das Bike schnell abszustimmen und das Beste aus dem Federungspotenzial herauszuholen.

Erste Impressionen

Nicht zu schwer soll es sein, um bergauf mit effizienter Federung nicht zur Schnecke zu mutieren, bergab aber auch auf fordernden Strecken nicht den Fahrer in Angst und Schrecken versetzen - ein Spagat, der wahrlich nicht leicht zu meistern ist.
Vor allem nicht in heutigen Zeiten, wo über die letzten Jahre pannensichere Reifen und stabile Komponenten das Gewicht immer weiter nach oben trieben.

Da ich aufgrund verschiedener Umstände mit eher fragwürdiger Form zum First Ride angetreten bin, war schnell klar, dass das Raze nicht der limitierende Faktor beim Erklimmen des Gipfels sein würde. Flink lässt es sich vorantreiben, ohne dass dem Fahrwerk ein unangenehmes Wippen oder Abtauchen anzumerken gewesen wäre. Auch der mit 76,5 Grad recht steile Sitzwinkel trägt zur guten Kletterfähigkeit bei.
Mit nur 12,5 kg Gesamtgewicht für das Raze RR, welches sich in puncto Ausstattung zwischen dem Raze RR SL (12,2 kg) und Raze R (13,2 kg) positioniert, hat Mondraker hinsichtlich der Wahl der Komponenten eine gute Wahl an gleichermaßen kletter- als auch abfahrtstauglichen Teilen - welche die Waage nicht unnötig belasten - gefunden.

War ein Lenkwinkel mit 65,5 Grad noch vor ein paar Jahren nur Enduro-Bikes vorbehalten, punktet das Raze mit Spurtreue, ohne dabei viel seiner Agilität einbüßen zu müssen. Einen hohen Teil dazu tragen sicher die kurzen Kettenstreben bei.
Persönlich hat sich meine Vorliebe eher zu längeren Kettenstreben hin entwickelt, dem Raze mit 29" Laufrädern und spritzigem Handling scheint das Setup allerdings gut zu stehen.

Bergab braucht sich das Bike also auch nicht zu verstecken. Die steife 36er Federgabel mit 20 mm zusätzlichem Federweg fügt sich gut ins Gesamtbild ein, ohne das Fahrwerk aus der Balance zu werfen, und unterstützt das Downhill-Potenzial positiv.
Obwohl die Hinterbaufederung in erster Instanz nicht übermäßig progressiv erschienen ist, war sie auch willig, gröbere Brocken ohne viel Murren oder übermäßig viele ungewollte Durchschläge zu schlucken. Ab und an wurde man zwar daran erinnert, dass der Federweg mit 130 mm limitiert ist, allerdings nie auf eine Art und Weise, bei der das Fahrwerk außer Kontrolle geraten zu sein schien.

Fazit

Zweifellos: Das Raze wird viele Leute ansprechen - und äußerst glücklich machen - die schon immer ein Arbeitsgerät gesucht haben, das zwischen der XC-Rakete F-Podium und dem All-Mountain- beziehungsweise Enduro-lastigen Foxy ein passendes Arbeitsgerät angesiedelt ist.


Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von NR22
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    First Ride: Mondraker Raze RR 2022

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  2. #2
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    Schaut richtig scharf aus, wenn das Gewicht auch wirklich stimmt hat man hier vieles richtig gemacht
    ��

  3. #3
    kaFee Avatar von bbkp
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    gefaellt mir gut.

    gibts nicht immer so tabellen bei denn beitraegen zu bikes wo das technik und geometriezeugs steht ?
    milkit zu verschenken: 60ml flascherl original, und ca 100ml noch in grosser flasche.
    panaracer seal smart dichtmilch zu verschenken.

  4. #4
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    Zitat Zitat von bbkp Beitrag anzeigen
    gefaellt mir gut.

    gibts nicht immer so tabellen bei denn beitraegen zu bikes wo das technik und geometriezeugs steht ?
    https://mondraker.com/at/de/2022-raze-carbon-rr

    475 Reach fürs M, schon recht happig.