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Happy Family - Fox 32 Float, 36 Float und 40 Float

Happy Family - Fox 32 Float, 36 Float und 40 Float

28.12.14 22:46 13.643Text: Ralf Hauser, Martin GanglbergerFotos: NR22, Ronny Kalchhauser, Erwin Haiden, Chiara StifterLeichter, besser, steifer, schneller - so in etwa das Credo des 2015er Lineups von Fox. Im Test: Fox 32 Float 27,5 FIT CTD Remote, 36 Float 27,5 160 FIT RC2 und 40 Float 27,5 RC2.28.12.14 22:46 13.644

Happy Family - Fox 32 Float, 36 Float und 40 Float

28.12.14 22:46 13.644 Ralf Hauser, Martin Ganglberger NR22, Ronny Kalchhauser, Erwin Haiden, Chiara StifterLeichter, besser, steifer, schneller - so in etwa das Credo des 2015er Lineups von Fox. Im Test: Fox 32 Float 27,5 FIT CTD Remote, 36 Float 27,5 160 FIT RC2 und 40 Float 27,5 RC2.28.12.14 22:46 13.644

Die Float-Serie - also die luftgefederten Varianten ohne externe Federwegsverstellung - hat mittlerweile Vertreter in jedem Segment des Federgabel-Lineups von Fox. Bei allen hochwertigen Factory-Modellen ist zudem das FIT-Blasen-System an Bord, welches Luft und Öl streng voneinander trennt, um optimale und gleichbleibende Funktion auch unter extremen Bedingungen zu gewährleisten.
Ebenso kommt bei allen Modellen dieser Gruppe die Kashima Coat-Tauchrohrbeschichtung zum Einsatz, wodurch butterweiches Ansprechverhalten und geringe Reibung garantiert werden soll. In ihrer neuesten Version wurden diese Charaktereigenschaften durch ein neue Behandlungsmethode nochmals verbessert.


Für all jene, bei denen Individualisierung hoch im Kurs steht, bietet Fox eine limitierte Auflage der Heritage-Stickerkits an, mit denen die Federgabeln an Rahmenfarben anpassbar sind oder sich sonstige Gestaltungsideen verwicklichen lassen.
Der Wechsel ist denkbar einfach, nachdem sich die Originalsticker rückstandslos entfernen lassen. Erhältlich in den Farben Orange, Weiß, Rot, Neon Yellow, Cyan Blau, Grau und Grün. Wir haben die Umwandlung an der 36 Float ausprobiert.

40 FLOAT 27.5 FIT RC2

40 FLOAT 27.5 FIT RC2

28.12.14 22:46 13.643Es war lange Zeit ein gut gehütetes Geheimnis, bis erste Spy-Shots von Bikes der Weltcup-Piloten auftauchten ...

40 FLOAT 27.5 FIT RC2

28.12.14 22:46 Es war lange Zeit ein gut gehütetes Geheimnis, bis erste Spy-Shots von Bikes der Weltcup-Piloten auftauchten ...

... 2014 stand dann endlich fest: Die legendäre 40 wird in ihrer Top-Version zum luftgefederten Modell. Fox ist bekannt dafür, Nachfolge-Modelle nur auf den Markt zu bringen, wenn sie wirklich eine bessere Performance als ihre Vorgänger abliefern können. Der Schritt zu einer Luft-Version der Downhill-Gabel war also vermutlich wohlüberlegt und umfasste mehrere Prototypen-Generationen, von denen einige wieder verworfen wurden. Über zwei Jahre Entwicklungszeit, darunter professionelle Härtetests der Weltcup-Piloten des RAD-Programms (Racing Applications Development), stecken letztendlich in dem serienreifen Produkt.

Die Innereien

Mit der Umstellung auf Luft blieb bei der Gabel kein Stein auf dem anderen. Besonders deutlich kommt die Neugestaltung des Chassis beim Gesamtgewicht zu tragen: Die 40 Float wiegt nur 2.806 g mit voller Steuerrohrlänge und Achse. Durch strukturell optimierte Teile wie die Gabelkronen, mehrfach konifizierte Tauchrohre und die Bremsbrücke mit Wabendesign konnte an vielen Stellen Gewicht eingespart werden.
Die leichteren Dropouts und Klemmungen der Achse wurden komplett neu gestaltet und verfügen nun über austauschbare Inserts, sollte bei unsachgemäßer Behandlung einmal eine Schraube abbrechen.
Auch die etwas überfällige Einführung von Post Mount-Befestigungen, passend für 200 mm Scheibenbremsen, sind in das neue Design eingeflossen.

Einer der größten Vorteile der Luftfeder der 40 Float ist, dass sie in ihrer Kennlinie angepasst werden kann. Grundsätzlich verläuft diese bis zur ersten Hälfte des Federwegs linear, um dann in der zweiten Hälfte progressiver anzusteigen, um Durchschlägen vorzubeugen.
Dies wird durch ein neuartiges Negativ-Feder-System erreicht, welches eine relativ lange Negativ-Feder aus Titan beherbergt. Wird bei Luftfeder-Systemen normalerweise die Negativ-Feder bereits abrupt nach 15 % des Federwegs entkoppelt, sorgt die Feder in der 40 Float für eine lineare und harmonische Entkopplung nach 50 % des erreichten Federwegs.
Anders als die 36 Float verfügt die 40 Float leider über keinen automatischen Luftausgleich der Negativ-Feder, nachdem es sich hierbei um ein Modell aus Titan (in vier Härtegraden erhältlich) handelt. Im Endeffekt bedeutet dies, dass Fahrer, die mehr oder weniger als 75-95 kg wiegen, die Negativ-Feder der Gabel bei einem autorisierten Händler wechseln lassen müssen. Ist die Negativ-Feder nicht an das Gewicht des Fahrers angepasst, sitzt die Gabel zu tief (bei leichten Piloten) oder hoch (bei schwereren Fahrern) im Federweg und man kann nicht die bestmögliche Performance ausnützen.

Die Progression kann mittels eines Kolbens - dessen Position in neun Stufen verschoben werden kann und dadurch die Größe der Luftkammer beeinflusst - adaptiert werden. Die Gabel wird in der mittleren Position ausgeliefert, kann also dementsprechend linearer oder progressiver gestaltet werden (Kompressionsverhältnis von 2,68 in minimaler Position, 3,56 in maximaler Stellung).
Wer eine Spiegelung der Kennlinie des 40er Stahlfedermodells sucht, muss das Setting des Kolbens auf die linearste Stellung setzen.

Auch an der Dämpfung wurde ausgiebig getüftelt. Der hydraulische Bottom-Out älterer Versionen konnte aufgrund des neuen Designs eliminiert werden.
Dank dem Air-Bleed-System an der Rückseite der Standrohre kann eine interne Druckveränderung durch entstehende Elevationsunterschiede blitzschnell ausgeglichen werden. Die High-speed, Low-speed Kompressionsdämpfung und Zugstufendämpfung können unabhängig voneinander über einen großen Bereich justiert werden.
Drei Montage-Gewinde an der Unterseite der Gabelkrone erlauben die Montage von spezifischen Schmutzfängern.
Praktisches Detail am Rande: Das Luftsystem kann auch bei älteren Modellen nachgerüstet werden.
Ein erfreulicher Umstand ist, dass das Topmodell der 40 um 200 Euro billiger geworden ist, womit sie immer noch nicht die billigste High-End-Downhill-Gabel ist, aber durchaus mit vielen ihrer Konkurrenten mithalten kann. Erhältlich ist die 40 Float mit 203 mm Federweg in den Farben Black Diamond und White.

Down

Wechselt man vom Stahlfeder-Vorgängermodell zur Float, ist das geringere Gewicht deutlich spürbar. Die Front lässt sich müheloser anlupfen und sorgt für eine etwas leichtgängigere Lenkbewegung.
Darüber hinaus bedeutet geringere Masse grundsätzlich, dass die Gabel eine Spur schneller ihre Federungsarbeit verrichten kann, was sich bereits bei der Reaktion auf kleine Unebenheiten niederschlägt. Vergleicht man eine gut gewartete 40 mit Stahlfeder und eine 40 Float ist der Unterschied nicht riesig (was will man erwarten, war doch der Vorgänger bereits eine der besten Downhill-Gabeln auf dem Markt), dennoch spürt man bei der 40 Float eine extrem hohe Ausgewogenheit, die ihresgleichen sucht.
So ist bereits nach der ersten Abstimmung auf das Fahrergewicht eine hohe Balance zwischen dem Eliminieren von kleinen Unebenheiten und Bremswellen sowie dem äußerst kontrollierten Schlucken von groben Brocken und harten Landungen festzustellen. Eine Kombination, die nicht leicht zu erzielen ist.

Der wirklich ausschlaggebende Faktor ist, dass man die Float wirklich perfekt auf unterschiedliche Fahrergewichte, Strecken und Vorlieben anpassen kann. Einige Piloten hatten schon immer ein Problem damit, genau die richtige Federhärte zu finden. Wer dann genau zwischen einem Härtegrad mit voller Vorspannung und dem nächsthärteren gelegen ist, hat einfach den Kürzeren gezogen. Mit der Float ist innerhalb weniger Hübe mit der Luftpumpe das Problem in den meisten Fällen gelöst. Für das Verstellen der Progression muss man ins Innere der Gabel vordringen, aber jeder halbwegs schraubaffine Biker sollte in wenigen Minuten die Verstellung des Kolbens ohne Spezialwerkzeug vornehmen können.
Mit diesem Unterschied steigt auch die Performance der 40 Float auf ein neues Level, da man selbst bei einem wöchentlichen Besuch verschiedener Bikeparks mit ihren unterschiedlichen Strecken das Setup einfach anpassen könnte. Zumindest in der Theorie, und wenn man dafür nicht zu faul ist.

Mit ihrem progressiveren Grundsetup (im Vergleich zu der stahlgefederten Version) ist die 40 etwas mehr auf die Bedürfnisse von Rennfahrern ausgelegt, die gute Absorptionsarbeit im ermüdenden Bereich von kleinen bis mittleren Schlägen suchen, aber die nötige Unterstützung bei harten Hits nach großen Sprüngen oder beim Durchfahren von kindskopfgroßen Löchern benötigen. Dabei können Tüftler etwas weniger Hi-speed Druckstufendämpfung einstellen, als sie es vom Vorgängermodell gewöhnt sind, da diese Arbeit nun von der Luftfederung übernommen werden kann.
Das Schöne an der Gabel ist aber, dass nicht nur dezidierte Rennfahrer den Federweg gut ausnützen können. Selbst Novizen werden mit einer lineareren Abstimmung das Beste für ihren Fahrstil aus der Gabel holen können. So wird auch an einem langen Tag im Bikepark für entspannte Hände gesorgt.

Die 40 ist als eine der steifsten Gabeln am Markt bekannt. In der Vergangenheit wurde von manchem Abfahrer sogar kritisiert, dass sie zu steif war, da sie in gewissen Situationen von großen Steinen eher abgelenkt wurde, als - wie manch ihrer "weicheren" Konkurrenten - nachzugeben und sich an Hindernissen gewissermaßen vorbeizuschmiegen.
Im Zuge der Neukonstruktion wurde eine Spur mehr natürlicher Flex in die Gabel integriert, um auch leichteren Fahrern eine harmonischere Spurtreue zu bescheren. Angst vor einem stark veränderten Gefühl braucht man deshalb allerdings nicht zu haben. In der Praxis folgt die Gabel präzise den Lenkbewegungen des Fahrers und hält unbeirrbar ihre Spur.

Fazit

Fox 40 Float 27,5 FIT RC2
Modelljahr:2015
Testdauer:ca. 35 h
Preis:€ 1.899,–
+exzellentes Absorptionsverhalten
+leicht
+justierbare Federkennlinie
+großer Einstellbereich der Dämpfung
+steif
oNegativ-Feder muss vom Service-Center gewechselt werden
-hat ihren Preis
BB-Urteil:Die 40 Float mach Vollblut-Racer froh, und alle anderen Downhill-Könnerstufen ebenso.
Mit ihren Eigenschaften erfüllt die 40 Float nicht nur sämtliche Ansprüche eines ambitionierten oder professionellen Rennfahrers; ihre Justierbarkeit macht sie auch interessant für Fahrer, die nicht um jede einsparbare Sekunde den Berg hinunter kämpfen.
Kurzum ließe sich behaupten, dass mit der 40 Float Piloten eines jeden Könner-Levels einen mehr als kompetenten Partner zur Seite haben.

Natürlich haben Features wir die einstellbare Federkennlinie ihren Preis (der dank genereller Preisreduktion in etwas erschwinglichere Dimensionen rückt), dafür bekommt man aber auch eine der ausgeklügeltsten und bewährtesten Downhill-Federgabeln am Markt, mit der sogar der Weg zur höchsten Stufe des Renngeschehens geebnet werden kann.
36 FLOAT 27.5 160 FIT RC2

... Bei der neuesten Inkarnation der fetten Einfachbrückengabel kann man eigentlich nicht mehr von Modellpflege reden. Vielmehr handelt es sich um ein von Grund auf neuentwickeltes Modell. Das Ergebnis lässt nicht nur Enduro-Racern das Wasser im Mund zusammenlaufen, sondern auch Fahrer aus anderen Kategorien hellhörig werden.

Die Innereien

Die neue 36 ist leicht. Nur 1.996 g zeigt unsere elektrische Waage mit voller Schaftlänge an, womit sie selbst bei All-Mountain-Einsätzen keine schlechte Figur macht. Ihre wahre Berufung findet sie aber beim Enduro oder Freeride, wo ihre fetten 36 mm dicken Tauchrohre für höchste Steifigkeit sorgen.
Die Überlappung zwischen Lagern und Tauchrohren ist die höchste aller Fox Single-Crown-Modelle. Flex durch Torsionskräfte, unabhängige Bewegungen des Laufrads und Flex in Längsrichtung wurden allesamt in Betracht gezogen, beziehungsweise lieferte Gelerntes der 40er-Reihe Anhaltspunkte, um die bestmögliche Kombination aus Steifigkeit und Fahrgefühl zu gewährleisten.
Das neu entwickelte Chassis beherbergt einen eigens für die 36 entwickelten RC2-Dämpfer mit überarbeitetem Ventil-System für besseres Ansprechverhalten, höhere Sensibilität und besseres Traktionsvermögen sowie einen vergrößerten Einstellungs-Bereich. Das durch Adapter konvertierbare Achs-System kann mit 15 mm und 20 mm Achsen gefahren werden. Dabei muss man ohne ein Schnellspann-System auskommen.

Das 27,5" Float-Modell kann mit 140, 150, 160 und 170 mm Federweg geordert werden. Bei 26" gibt es sogar die Option mit 180 mm Hub, im Vergleich zum Vorgängermodell ist die Verlängerung der Standrohre unterhalb der Achsenhöhe Geschichte. Bei 29" ist das Maximum bei 160 mm erreicht.
Der Federweg ist auch nachträglich intern verstellbar. Dabei muss man aber zwischen Versionen über und unter 160 mm Federweg unterscheiden, da diese unterschiedliche Dämpfer-Einheiten besitzen und demnach Grenzen hinsichtlich der Anpassung besitzen.

Die neue Konstruktion der Gabelkrone ermöglichte es, die Einbauhöhe zu reduzieren, womit sich die 36 auf dem selben Niveau wie eine 34 mit vergleichbarem Federweg befindet. Ein wichtiger Punkt, will man beim eventuellen Nachrüsten die Geometrie des Bikes nicht beeinflussen.
Die RC2-Dämpfung bietet, wie die Kürzel erraten lassen, verstellbare Zugstufen-, sowie High-speed und Low-speed Kompressionsdämpfung.
Die Postmount Scheibenbremsaufnahme ist auf 180 mm Rotorgrößen abgestimmt, mit Adapter kann man auch größere Discs fahren.
Die meisten Ausführungen der Gabel sind nur mit dem Tapered-Steuerrohr-Standard verlaufend von 1,125" auf 1,5" erhältlich, allerdings gibt es ein paar ausgewählte Optionen, die auch mit dem 1,125"-Standard geliefert werden. Fahrer mit älteren Rahmen können also auch in den Genuss des neuesten Offerts von Fox kommen.

Ein neuartiges System passt die Negativ-Feder, welche für optimales Ansprechen sorgt, automatisch an den jeweiligen Luftdruck in der Gabel an. Damit steht die Gabel bei unterschiedlichen Fahrergewichten immer perfekt im Federweg.
Eines der besten Features ist allerdings die Möglichkeit, die Float in ihrer Kennlinie mittels Volumen-Spacern zu ändern. Einer davon befindet sich bereits im Inneren der Gabel, zwei weitere sind im Lieferumfang enthalten.

Up

Auch wenn der Weg zum Gipfel eher als Nebensächlichkeit erscheint, muss man trotzdem erst einmal hinauf gelangen, bevor man runterbrettern kann.
Die 36er besitzt in keiner ihrer Ausführungen das CTD-System. Somit orientiert sich die 36 eher an der Downhill-Gabel als an ihren kleineren Schwestern. Dennoch agiert die Float 36 auch bergauf nicht wie ein in Seenot geratenes Schiff bei hohem Wellengang. Die Gabel sitzt recht hoch im Federweg und ebnet sensibel bei kleinen und gutmütig bei gröberen Hindernissen den Weg. Wer ein leichtes Auf und Ab beim Treten unterdrücken will, kann die Low-speed Kompressionsdämpfung erhöhen.
Naturgemäß geht die Gabel etwas in die Knie, wenn man im Wiegetritt nach Vortrieb sucht. Aber wie bereits erwähnt, sehen wir in derlei aktivem Verhalten in dieser Kategorie kein Problem.
Biker, die ihre Gabel gerne beim Bergauffahren absenken, sollten zur TALAS-Version greifen, die in unterschiedlichen Federweg-Variationen erhältlich ist.

Down

Egal, was man der Gabel entgegenwirft: Sie schluckt Wurzeln und Felsbrocken mit Bravour und erlaubt Geschwindigkeiten, die man von einer Gabel mit 160 mm Federweg nicht unbedingt erwarten würde. Das Ziel der Konstrukteure, ihren Enduro World Series-Rennfahrern ein geeignetes Arbeitsgerät zur Verfügung zu stellen, scheint aufgegangen zu sein.

Die 36 Float fühlt sich bei ihrer Absorptionsarbeit sehr aktiv an und - man verzeihe die Floskel, aber sie ist einfach zu passend - klebt förmlich am Boden. Die Sensibilität wurde gegenüber letztjährigen Generationen deutlich verbessert. Egal ob langsame verblockte Passagen oder schnelle mit losen Steinen versetzte Kurven: Die 36 Float sucht sich unbeirrbar ihren Weg durch alle erdenklichen Unebenheiten.
In ihrer Gesamtheit legt die 36 während der Federungsarbeit einen etwas lebhafteren Charakter als ihre derzeit wohl größte Konkurrentin eines anderen Herstellers an den Tag. Im Endeffekt bedeutet dies, dass man sich während des Fahrens keine Gedanken über die Gabel machen muss - ein schönes Gefühl!

Das überarbeitete Setup des RC2-Dämpfers sorgt dafür, dass die Gabel nicht mehr so leicht wie ihre Vorgänger in die Knie geht und mehr Federweg für den jeweils nächsten Schlag bereitsteht. Den Ingenieuren ist es gelungen, dieses Verhalten zu erzielen, ohne die Gabel dabei straff wirken zu lassen.
Während der Arbeit ist - manchmal deutlicher, manchmal eher auf subtiler Ebene - ein hörbares Schmatzen der Dämpfung zu registrieren. Ob man sich davon beirren lässt, ist vermutlich Einstellungssache. Wir haben es nach einer Weile nicht mehr wirklich wahrgenommen.

Das Grundsetup der Federkennlinie sollte einem breiten Publikum zusagen. Wir konnten den Federweg gut ausnützen, ohne dabei jemals merkbar durchzuschlagen. Wer lieber Drops statt Trails unter die Räder nimmt, wird aber vermutlich ein oder zwei Spacer zum Setup addieren wollen, um die Luftkammer zu verkleinern und für eine progressivere Kennlinie zu sorgen.
Nicht zu vergessen ist die exzellente Spurtreue, welche die 36 punktgenau auf dem Trail hält. Da gibt's keine "Vernudeln" der Rohre oder eine unpräzise Linienführung, selbst bei schwereren Piloten im Kamikaze-Downhill-Modus nicht. Auf unserem Test-Modell waren wir ausschließlich mit 20 mm-Achse unterwegs, inwieweit die Umrüstung auf 15 mm die Steifigkeit beeinflusst, können wir deshalb nicht sagen.

Fazit

Fox 36 Float 27,5 160 FIT RC2
Modelljahr:2015
Testdauer:ca. 30 h
Preis:€ 1.099,–
+exzellentes Absorptionsverhalten
+leicht
+justierbare Federkennlinie
+großer Einstellbereich der Dämpfung
oSchmatzen der Dämpfung manchmal zu hören
-nicht die billigste
BB-Urteil:Mit Vollgas den Berg hinunter: Die 36 Float überzeugt auf ganzer Linie, sofern man sie sich leisten kann.
Mit der neuen 36 ist Fox ein großer Wurf gelungen. Es fällt schwer, auf einem solchen Level Kritikpunkte zu finden, außer dem offensichtlichen, dass die Gabel ihren Preis hat.

Sensibilität und Schluckvermögen sind top, die Steifigkeit sollte auch brutale Runterprescher glücklich machen und in puncto Abstimmung bleiben keine Wünsche offen.
Fahrer, die ihren Schwerpunkt eher auf das Bergabfahren richten, finden in der Fox 36 Float also einen exzellenten Kumpanen.
Fox 32 Float 27,5 100 FIT CTD Remote

Fox 32 Float 27,5 100 FIT CTD Remote

28.12.14 22:46 13.643Die 32 ist nach wie vor die meistgewollte Plattform von Fox ...

Fox 32 Float 27,5 100 FIT CTD Remote

28.12.14 22:46 Die 32 ist nach wie vor die meistgewollte Plattform von Fox ...

... So ist es kein Wunder, dass das Modell in über 30 Varianten erhältlich ist. Dabei stehen zwischen 100 und maximal 150 mm Federweg, unterschiedliche Dämpfungs-Optionen und das TALAS-System zur Auswahl im Regal. Vom Cross-Country-Racer bis zum ambitionierten Trail-Rider steht der Weichmacher also hoch im Kurs.

Die Innereien

Die Ausrichtung unserer 100 mm-Federwegs-Variante ist eindeutig auf Cross-Country-Einsätze ausgelegt. Somit stehen geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher Steifigkeit an erster Stelle der Prioritätenliste. Die Waage hält bei 1.669 g an, womit die 32 Float nicht die leichteste Gabel ihres Segments ist. Aber in puncto Steifigkeit zählt sie zu den absolut Führenden. Dies wird einerseits mittels der 15 mm Steckachse samt Quick Release-Mechanismus erzielt, andererseits durch jahrelanges Feintuning des Chassis.

Das CTD-System (Climb-Trail-Descend) übernimmt die Dämpfungsarbeit. Im Climb Mode - also der Position für optimiertes Klettern - schaltet die Dämpfung für maximale Tret-Effizienz auf die langsamste Stellung der Low-Speed Kompressionsdämpfung. Der Trail Mode sorgt bei einer mittelmäßigen Stellung der Low-Speed Kompressionsdämpfung für eine optimale Mischung aus Vortrieb und Bike-Kontrolle, um unterschiedlichsten Bedingungen des Untergrundes gerecht zu werden. Beim Descend Mode wurde eine Einstellung der Low-Speed Kompressionsdämpfung gewählt, welche eine gute Balance zwischen Kontrolle und Schluckvermögen für steile und aggressive Abfahrten erzeugt.

Der Remote-Hebel, der auch bei anderen Modellen nachrüstbar ist, ermöglicht das Umschalten der verschiedenen Stellungen vom Lenker aus. Dieses Extra-Teil samt Kabeln addiert zusätzliche 73 g zum Gewicht.
Die tief hinuntergezogenen Dropouts schützen das Rebound-Verstellrad und den Montagebolzen vor Felsen oder ähnlichen Hindernissen.

Up

Nach anfänglicher Skepsis hat sich CTD seit der Einführung am Markt in gewissen Segmenten etabliert. Das Setup der Gabel wird dadurch stark vereinfacht und die Verwendung eines Hinterbaudämpfers mit gleicher Funktion führt zu einem schnell anpassbaren Fahrwerk an unterschiedliche Fahrsituationen.
Der Haupttester ist nach einer Saison von der wirklich gut ansprechenden 100er Magura Elect Gabel auf die Fox 32 Float umgestiegen. Speziell dem CTD-Lenkerschalter wurde misstrauisch begegnet, da der Automatikmodus des elektronisch gesteuerten Elect-Lockouts die Lockout-Aktivierungsarbeit bis dato abgenommen hatte und der Mensch ja bekanntlich ein Gewohnheitstier ist.

Die Bedenken waren ungerechtfertigt, entpuppte sich doch der Trail-Modus als großartiger Mittelweg, in welchem die Fox unter fast allen Bedingungen sehr gut anspricht und zudem bergauf nicht störend wippt. Nur auf langen Asphalt-Passagen oder supersteilen Uphills wurde in den Climb-Modus geschaltet, der dann beinahe Lockout-typisches Verhalten brachte. Vergisst man, die Gabel bei Abfahrten aus dieser Stellung zu öffnen, ist das nicht weiter tragisch, da die Gabel nie völlig blockiert und Schäden an der Dämpfung deshalb nicht möglich sind. Ein kurzes Hintasten zum Remote-Hebel reicht aus, um die Gabel zu entsperren.

Down

Anfänglich war der Unterschied des Federungsverhaltens zwischen den Einstellungen Descend und Trail nur schwer auszumachen. Nach dem Einfahren der Gabel und einer Erhöhung der Zugstufen-Dämpfung änderte sich das Ansprechverhalten allerdings maßgeblich.
Dennoch ging die Tendenz dazu, einfach auch im Downhill auf der Trail-Position zu verharren, auch wenn die Gabel in der offenen Position eine Spur schneller auf Hindernisse reagieren kann und sanfter auf Unebenheiten reagiert. Die Vorlieben und Einsatz der verschiedenen CTD-Positionen sind aber Geschmackssache und sollte jeder für sich selbst entscheiden.

Fazit

Fox 32 Float 27,5 100 FIT CTD Remote
Modelljahr:2015
Testdauer:ca. 20 h
Preis:Gabel w/o Remote € 899,-
Remote Topcap € 24,90
Remote Kit € 98,-
+sehr steif samt gutem STW-Verhältnis
+schnelle und unkomplizierte Fahrwerksanpassung
+variable Montagemöglichkeit des Remote-Hebels
okeine Fein-Einstellung des "Trail-Modus" beim CTD Remote
BB-Urteil:High Tech, Easy Life: selbst für den Laien verständlich und kaum falsch zu handhaben.
Zur Abstimmung der Gabel justierten wir lediglich die Federvorspannung (Luftdruck) und die Zugstufe. Um die Druckstufe selbst mussten wir uns keine Gedanken machen, denn das CTD-System wählt automatisch die richtige Abstimmung. Rasch und effektiv bewirkt es, wie schnell oder langsam die Federelemente einfedern.

Die neu entwickelte Fernbedienung kann rechts wie links sowie unter- und oberhalb des Mountainbike-Lenkers montiert werden. Per Daumen wechselt der Biker in jeder Fahrsituation bequem zwischen den drei Modi.

Offenkundigster Unterschied zum Gabelvorgänger ist die immens hohe Steifigkeit der 32er-Rohre sowie der 15 mm Steckachse für ein Cross-Country-Modell. Steifigkeit kann eben nur durch noch höhere Steifigkeit ersetzt werden, und das ist Fox bei der 100 mm Gabel eindeutig gelungen.

Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von NR22
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    Happy Family - Fox 32 Float, 36 Float und 40 Float

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  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von noBrakes80
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    Koroska
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    hab die aktuelle 36er und bin sehr begeistert. nur rauscht sie mir beim empfohlenen luftdruck zu oft durch. weiß jemand was es mit den spacern auf sich hat und ob man die - etwas handwerkliches geschick vorausgesetzt - selbst montieren kann ohne dabei was kaputt zu machen?

  3. #3
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    Das soll ja grad bei der neuen Fox 36 mega einfach sein! Daß sind doch diese orangenen und blauen Spacer...
    Hier gibts ein schönes Video wo das erklärt wird:*http://www.ridefox.com/help.php?m=bike&id=412
    Changing Compression with Air Volume Spacers heißt das!

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von noBrakes80
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    Koroska
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    sehr cool, wusste ich nicht! merci!

    muss ich nur schauen wo ich die spacer bekomme...
    Geändert von noBrakes80 (31-12-2014 um 09:21 Uhr)