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In Bildern: DH & XCO Worldcup Saalfelden Leogang 2021

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14.06.21 08:05 2.344Text: PM, Luke BiketalkerFotos: Richard Wimmer, Moritz Ablinger & Stefan VoitlDer Weltcup-Zirkus kehrte von 11. bis 13. Juni zurück nach Saalfelden Leogang und lieferte ein gewohnt spannendes Wochenende rund um Downhill und XCO.14.06.21 08:05 2.443

In Bildern: DH & XCO Worldcup Saalfelden Leogang 2021

14.06.21 08:05 2.443 PM, Luke Biketalker Richard Wimmer, Moritz Ablinger & Stefan VoitlDer Weltcup-Zirkus kehrte von 11. bis 13. Juni zurück nach Saalfelden Leogang und lieferte ein gewohnt spannendes Wochenende rund um Downhill und XCO.14.06.21 08:05 2.443

Nach vielen Absagen, Verschiebungen und Verzögerungen feuerte die Mountainbike-Welt von 11. bis 13. Juni beim UCI Mountainbike Weltcup in Saalfelden Leogang endlich wieder aus allen Rohren. Eingebettet in das traditionelle Out of Bounds Festival, lieferten sich die Helden des Downhill- und erstmals auch Crosscountry-Zirkus spannende Duelle um Punkte und Platzierungen.

Short-Track

Eröffnet wurde das Wochenende bereits am Freitag, dem 11. Juni, mit dem dritten Short-Track Rennen der Saison. Bei den Damen legte die Österreicherin Laura Stigger eine sehr starke erste Runde ein, ließ aber in Runde zwei nach und musste, wie auch schon in Nové Mesto, schließlich aufgeben.
Die junge Französin Loana Lecomte absolvierte, wie von ihr gewohnt, einen schnellen Start und führte das Rennen weiter souverän an. Sie konnte ihren Vorsprung über die gesamten sieben Runden halten und kam schließlich als Erstplatzierte mit einer Zeit von 21:10 ins Ziel. Jolanda Neff (SUI) holte während des Rennens nach und nach auf und machte zunehmend Platzierungen gut. Letztlich kam die Australierin Rebecca McConnell (AUS), gefolgt von Jolanda Neff, als Zweite ins Ziel.

Kurz nach den Damen standen die Elite Herren bereits an der Startlinie für das Short Track Rennen. Anton Cooper (NZL) hatte einen Blitzstart, gefolgt von Mathias Flückiger, Ondrej Cink (CZE) und Jordan Sarrou (FRA), die ihn nicht entkommen ließen.
Es gelang schließlich Flückiger und Cink, sich von den anderen abzusetzen. Der Schweizer Meister attackierte in der letzten Runde und konnte seinen ersten Short-Track Sieg vor dem Tschechen ins Ziel bringen. Somit holte er den insgesamt erst zweiten Short-Track Sieg für die Eidgenossen. Milan Vader (NED) musste bis zur letzten Runde warten, um beim Kampf um Bronze dabei zu sein. Aber ein starkes Finale reichte aus, um ihn vor Sarrou (FRA) und Cooper zu platzieren.

Downhill

Nach dem Qualifying am Freitag bekamen die Downhiller am Samstag ihre große Bühne. Schon das Rennen der Elite Damen blieb bis zur letzten Sekunde spannend. Downhill-Youngster Vali Höll (AUT) war die letzte Frau auf dem Berg, ihre Erwartungen nach überstandener Verletzung (wir erinnern uns: Trainingsrun Heim-WM, Herbst 2020 ...) und souveräner Qualifikation hoch.
Im Finale fuhr die junge Österreicherin kontrolliert und lag lange in Führung, bis sie in der letzten Kurve stürzte. Enttäuscht von sich selbst, aber dennoch mit einer beachtlichen Leistung, sicherte sich die Saalbacherin bei ihrem ersten Elite Weltcup-Rennen den zweiten Platz. Damit landete sie trotz des Sturzes nur 1,42 Sekunden hinter der amtierende Weltmeisterin Camille Balanche (SUI). Der dritte Platz ging an die Slowenin Monika Hrastnik (SLO), die sich nach WM-Bronze hier im Pinzgau erneut mit einer sehr starken Performance präsentierte.
„Es ist schwer", gestand Höll im Ziel. "Das war mein erster Elite-Weltcup, also ist der zweite Platz ziemlich gut, aber ich habe es in der letzten Kurve vor dem Ziel einfach so vermasselt. Vielleicht muss ich einfach noch ein bisschen warten. Ich werde einfach härter und härter arbeiten, bis ich es geschafft habe. Ich glaube, ich bin vielleicht auch ein bisschen zu ehrgeizig.“

Bei den Herren holte QUali-Sieger Troy Brosnan (AUS) seinen insgesamt dritten Weltcup-Sieg und ersten seit vier Jahren. Er gab alles in der Wald-Sektion und entschied hier das Rennen für sich. Rang zwei beim UCI Mountain Bike Downhill World Cup in Saalfelden Leogang ging an den jungen Franzosen Thibaut Daprela (FRA). Er riskierte extrem viel, fuhr aggressiv und hatte in der Schlüssel-Stelle sogar einen kurzen Stopper und zeigte sich im Ziel sehr zufrieden mit seinem bisher besten Weltcup-Ergebnis in seiner erst zweiten Elite-Saison. Team-Kollege Amaury Pierron (FRA) reihte sich hinter ihm auf dem dritten Platz ein. Pierron fiel letztes Jahr aufgrund von einer schweren Verletzung komplett aus und konnte heute sehr lange den Hot Seat genießen.
Der siegeshungrige Reece Wilson (GBR), amtierender Weltmeister und vergangenen Herbst der Überraschungsmann in Saalfelden Leogang, beendete das Weltcup-Rennen auf dem vierten Platz vor dem französischen Meister Benoit Coulanges (FRA). Vize-Weltmeister David Trummer (AUT) landete nach einer starken Qualifikation (5. Rang) auf dem 19. Platz.

Schnellster Junior beim ersten Weltcup-Rennen der Saison war der spanische Meister Pau Menoyo Busquets. Der zweite Platz ging an Downhill-Young-Gun Jackson Goldstone (CAN), dicht gefolgt von Dennis Luffman (GBR). Bester Österreicher wurde Noah Hofmann (AUT) mit einem starken 10. Platz. Er hatte sich nur eine Woche vor dem ersten Weltcup der Saison bei einem Crash im Training den kleinen Finger gebrochen, und so war eine Teilnahme in Leogang bis vor kurzem eher unrealistisch erschienen.

Lokalmatadorin Sophie Guthörle überzeugte mit einer extrem guten Performance vor allem in dem Wald-Abschnitt und sicherte sich letztlich mit 11 Sekunden Vorsprung Platz 1 beim UCI Mountainbike Weltcup in Saalfelden Leogang. Keine große Überraschung, nachdem die Vize-Weltmeisterin bereits gestern beim Seeding die schnellste Zeit hatte. Der zweite Platz ging an die Französin Leona Pierrini (FRA), gefolgt von Izabela Yankova (BUL).

Cross Country

Bewölkter Himmel und angenehme Temperaturen läuteten den letzten Weltcup-Tag im Pinzgau ein, später am Tag ließ sich nach und nach die Sonne blicken. Spannung und Nervenkitzel gab’s beim Damen Elite Cross-Country Rennen vor allem im Kampf um Platz zwei und drei.
Mit einem sehr explosiven Start setzte sich die Schweizerin Jolanda Neff (SUI) direkt zu Beginn an die Spitze, hatte sich wohl etwas übernommen und fiel zurück. Die amtierende Weltmeisterin, Pauline Ferrand-Prévot (FRA) ging eine Zeit lang in Führung, wurde jedoch bald von Überfliegerin Loana Lecomte (FRA) überholt. Lecomte konnte sich direkt absetzen und meisterte den technisch anspruchsvollen Track mit Leichtigkeit. Jede Runde baute sie ihren Vorsprung weiter aus und holte sich letztlich extrem souverän mit einer Zeit von 1:17.03 ihren dritten XCO Weltcup-Sieg in der Elite. 

Ferrand-Prévot kämpfte zusammen mit Neff, Batten (USA) und Rissveds (SWE) um den Anschluss an die junge Französin, jedoch vergeblich. Die Österreicherin Laura Stigger (AUT), die einen sehr schlechten Startplatz hatte, arbeitete sich taktisch clever Runde um Runde nach vorne. So konnte sie bereits im frühen Rennverlauf zur Verfolgergruppe aufschließen.
Stigger schaffte es schließlich, sich in der letzten Runde von der Gruppe abzusetzen. Rissveds wollte sich dies nicht gefallen lassen, war nach kurzer Zeit auf Augenhöhe mit der jungen Österreicherin. Kurz vor Schluss war klar, die Olympiasiegerin von 2016 hatte noch etwas mehr Körner. Jenny Rissveds kam als Zweitplatzierte ins Ziel, zwei Sekunden vor Laura Stigger.
Die mit lediglich 20 Jahren jüngste Fahrerin im Starterfeld zeigte sich wahnsinnig glücklich über dieses Ergebnis - zu Recht: Seit elf Jahren gab es auf der Olympischen Distanz keine Österreicherin mehr auf dem Podest! „Das ist mein allererster Heimwelt-Cup in der Elite, und dann so abzuschließen, das kann man sich gar nicht besser vorstellen. Es ist unglaublich! Da sieht man aber auch was die heimischen Fans ausmachen. Das erste Rennen wieder mit Zuschauern, das gibt einfach einen extra Push, das freut einen einfach“, so die dreifache Junioren-Weltmeisterin (2 x MTB, 1x Straße) aus Innsbruck.

Auch bei den Elite Herren blieb es bis zum Ende spannend. Ondrej Cink (CZE) führte das Rennen früh an und konnte sich nach der ersten kleineren Runde etwas absetzen. Mathias Flückiger (SUI) und Anton Cooper (NZL) gelang es kurz darauf, aufzuschließen. Zu Beginn der dritten Runde überholte der Sieger des Short Tracks vom Freitag erstmals Ondrej Cink. Von da an schaffte Cink an den Anstiegen immer wieder den Anschluss, während sich Flückiger bergab ein ums andere Mal mühelos absetzte.
Um dem ein Ende zu setzen, attackierte Cink folglich in der vierten Runde am Anstieg und platzierte sich vor den Schweizer Meister. In der vorletzten Runde trat dieses Mal Flückiger am Berg an und arbeitete einen kleinen Vorsprung auf Cink heraus, den er schließlich weiter ausbaute. Nach dem Short Track sicherte sich Flückinger somit auch das Rennen über die olympische Distanz. Hinter ihm folgten ein starker Ondrej Cink vor Anton Cooper.

Beim U-23 Rennen der Damen dominierte erwartungsgemäß die junge Österreicherin Mona Mitterwallner das Rennen von Beginn an und baute ihren Vorsprung vor den Verfolgerinnen Runde für Runde aus. Die amtierende Junioren-Weltmeisterin gehört in ihrem ersten U-23 Jahr zu den Jüngsten im Feld, scheint ihren Konkurrentinnen aber bei weitem überlegen zu sein. Sie gewann mit mit über einer Minute Vorsprung vor Kata Blanka Vas und Caroline Bohe (DEN) und formulierte im Ziel auch dementsprechend ihre Pläne für den Rest der Saison: Weltcup-Gesamtsieg mit weißer Weste.
Bei den U-23 Herren gewann Amos Riley (USA) vor Martin Kossmann Vidaurre (CHI) und Joel Roth (SUI). Als bester Österreicher beendete Marion Bair (AUT) das Rennen auf Rang 10.

Alle Ergebnisse des Doppel-Weltcups in Saalfelden Leogang gibt es hier.


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  1. #1
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    In Bildern: DH & XCO Worldcup Saalfelden Leogang 2021

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  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von #radlfoan
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    Vor dem Hintergrund des ganzen Geplappers wie schwer ein Dropper ist, von einem Fully ganz zu schweigen, fand ich es echt geil, dass Cink mit einer Fox 34 gefahren ist - nicht SC!

  3. #3
    Trailliebhaber Avatar von Gipfelstürmer
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    Zitat Zitat von #radlfoan Beitrag anzeigen
    Vor dem Hintergrund des ganzen Geplappers wie schwer ein Dropper ist, von einem Fully ganz zu schweigen, fand ich es echt geil, dass Cink mit einer Fox 34 gefahren ist - nicht SC!
    Schau nochmal genau

  4. #4
    früher mal Weltmeisterin Avatar von NoMan
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