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Litelok Gold & Litelock Silver Schlösser im Test

Litelok Gold & Litelock Silver Schlösser im Test

16.09.19 10:30 9Text: Luke BiketalkerFotos: Erwin HaidenLeicht und sicher - wir haben die flexiblen Schlösser von Litelok ausprobiert.16.09.19 10:30 2.007

Litelok Gold & Litelock Silver Schlösser im Test

16.09.19 10:30 2.007 Luke Biketalker Erwin HaidenLeicht und sicher - wir haben die flexiblen Schlösser von Litelok ausprobiert.16.09.19 10:30 2.007

Hinter der in unseren Breiten noch relativ unbekannten Firma Litelok steht ein gewisser Professor Neil Barron, seines Zeichens ehemaliger Luftfahrtsingenieur bei Rolls-Royce. Nachdem ihm auf den Straßen Londons gleich mehrere Räder gestohlen wurden und er genug davon hatte, schwere Schlösser mit sich herumzuschleppen, machte er sich kurzerhand selbst an die Entwicklung einer eigenen leichten und sicheren Lösung. Nach Jahren der Entwicklung „erfanden“ sein Team und er ein neues Material mit Namen Boaflexicore. Das innovative Material ist aus mehreren Schichten gefertigt und soll die Liteloks leicht und gleichzeitig schwer zu knacken machen. Jede einzelne Lage gibt dabei zusätzliche Sicherheit vor Bolzenschneidern, Sägen und Co. Der Verschluss selbst ist aus gehärtetem Stahl gefertigt und - dank eines patentierten Systems - ebenfalls gut vor „Picking“ geschützt. Das Besondere an den Litelok Schlössern ist, dass sie zum Teil auch als Wearables - sprich, als Hüftgurt/Gürtel getragen werden können. Die Schlösser sind in vielen Varianten und mehreren Sicherheitsstufen verfügbar.

Litelok Gold Original

Das Litelok Gold Original behauptet von sich, das leichteste Sold Secure Gold Schloss am Markt zu sein. Für den sportiven Bereich vielleicht weniger relevant, lassen sich die Schlösser alternativ zum Rucksack auch mit beiliegenden Befestigungsriemen am Fahrrad selbst befestigen. Je nach gewählter Variante und mit der richtigen Gurtlänge zum Hüftumfang kann das 1.100 g schwere Schloss aber auch als Gürtel getragen werden. Der große Vorteil der Schlösser ist ihr Underdog-Dasein. Jedes Schloss ist knackbar - doch wenn der potenzielle Dieb zum vielleicht ersten Mal vor dem Litelok steht, ist die Chance groß, dass er auch mit viel Zeit und Liebe daran scheitert. Außerdem sticht unsere giftgrüne Variante farblich direkt ins Auge und schreckt schon rein optisch ab.

Im Handling ist das Litelok Gold nicht ganz so federleicht-flexibel wie beworben. Trägt man es als Gurt, zwickt es durch die große Breite etwas unangenehm um die Hüfte. Und der offensichtlich sehr schnittfeste Boaflexicore eignet sich durch seine recht feste Struktur eher zur Befestigung des Rahmens an Laternenmasten oder Geländern. Laufrad und Rahmen gemeinsam irgendwo abzuschließen, ist durch das doch recht starre Band kaum möglich. Die hohe Rückstell-/Federkraft der geschlossenen Schlaufe machen auch den Verschlussmechanismus etwas hakelig. Vor allem beim Öffnen braucht man immer zwei freie Hände und genügend Platz, um die beiden Enden auf gleiche Höhe zu bringen und den Riegel so zu öffnen. Dafür wird der Schlüssel aber nur zum Öffnen benötigt - geschlossen werden kann das Litelok Gold auch ohne. Wer nach einem sicheren und vor allem leichten Schloss für Hotelkeller, vor der Hütte oder rund um den einen oder anderen Marathon sucht, könnte mit dem Litelok durchaus glücklich werden. Wer häufig auf engen Räumen agiert, ist wohl mit einer flexibleren Lösung besser beraten.

Litelok Silver

Und nochmals ein leichtestes Schloss der Welt: mit dem Litelok Silver möchten die Briten auch im Standard Sold Secure Silver diesen Titel für sich beanspruchen. Mit schlanker Linie und geringerer Breite mag es zwar eine Spur weniger sicher sein, ist im Handling und im Alltag allerdings die bessere Lösung. Das Litelok Silver trägt sich nicht nur unauffällig, sondern vor allem auch bequem um die Hüfte und kann - wenn gewünscht - auch am Rahmen befestigt werden. Dank seiner Konstruktion ist das Schloss etwa 40 bis 50 % leichter als vergleichbar sichere Bügelschlösser, Ketten oder Panzerkabel - und das spürt man auch beim Tragen. Das Schloss bringt mit 70 cm Länge 730 g, mit 85 cm Länge 830 g auf die Waage.

Zwar ist das Litelok Silver nicht flexibler als sein großer Bruder, das Ab- und Aufschließen gelingt allerdings trotzdem deutlich leichter. Dank dem Schiebe-Mechanismus des Verschlusses sind die „Federkräfte“ der runden Konstruktion nicht spürbar und das Schloss kann auch mit einer Hand bedient werden. Ein Schlüssel ist übrigens auch am Silver nur zum Öffnen nötig. Insgesamt für den Alltag und Unterwegs wohl die praktikablere Lösung aus dem Hause Litelok.

Preise:
Litelok Gold: ab 128,95 Euro
Litelok Silver: ab 89,95 Euro


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  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    Litelok Gold & Litelock Silver Schlösser im Test

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  2. #2
    ich will sommer!! Avatar von mbiker
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    wenns um die hüfte unangenehm zwickt, hat das meist andere gründe
    cu, martin

    2RC °199 "NoRegrets"

  3. #3
    Keine Panik! Avatar von marty777
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    Sturm?


    Im Ernst: hat jemand eins dieser Schlösser im täglichen Gebrauch?

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von grey
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    Sep 2007
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    Wien
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    https://www.youtube.com/watch?v=D-On0DGcDlc

    16 Sekunden, aber fesch ist es!
    zu verkaufen: CCDB AIR CS 222x70, Rock Shox Monarch Plus RC3 216x63 M/L Tune

  5. #5
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    Verwende es seit knapp zwei Jahren bei meinem Stadtrad und bin eigentlich sehr zufrieden damit, aber ja das Video ist echt gruselig. Dennoch bietet Litelok eine unschlagbar günstige Diebstahlversicherung an. Habe mein Backroad (in meinem Fall bis 2.300 €) versichert, was jährlich nur 34,90 kostet. Werde hoffentlich nie erfahren, wie das ganze dann im Schadensfall abgewickelt wird.

    Falls wer Interesse hat, habe noch ein originalverpacktes Litelok Gold in schwarz herumliegen.