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Liteville 301 Scaled Sizing

Vom ersten Moment an strahlte das 301er eine gewisse Anziehungskraft auf mich aus. Es ist dieser radikale Purismus, die Reduktion aufs Wesentliche, gepaart mit einem Maximum an Flexibilität und Funktionalität, die meine Fantasie beflügeln. Ich sehe endlose Alpentrails garniert mit Felsstufen, saftige Almwiesen durchschnitten von welligen, kurvigen Singletrails, trockene Föhrenwälder mit Wurzeln und rieche den Duft der Pinien an der Cote d'Azur. Das Bike in diesen Gegenden über die Trails zu jagen, das wär's!

Doch zuvor bringt mich der erste Schritt unseres Tests nach Haag, in die bunte Welt von Thomas Forstmayers Bimato-Bikeshop. Die Qual der Wahl beginnt dabei bei Rahmen- und Laufradgröße, geht weiter über die Komponenten und endet beim edlen Eloxal-Finish von Rahmen, Laufrädern, Dämpfer-Wippe und Hinterbau in knalligsten Farben - leicht und robust zugleich. Hier könnte man Stunden mit Konfigurieren und Gustieren zwischen Laufrädern, Federgabeln und anderen feinsten Teilen verbringen.

Bei der Auswahl meines Testbikes steht mir ein kompetenter Berater zur Seite: Johannes Pistrol von ridewithpassion lässt mich auf etlichen Bikes ein paar Parkplatzrunden drehen und gibt mir ein paar Tipps. Schnell steht deshalb fest, welches Modell es werden soll. Zufall oder nicht, das Chef-Bike passt perfekt: Rahmen in Large, 27,5” vorne, 26” hinten, mit 160 mm-Setup und in Schwarz-Titangrau. Interessierte Käufer sollten sich die Möglichkeit einer ausgiebigen Testfahrt auf keinen Fall entgehen lassen, gerade bei den zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten, die so ein Liteville bietet.

Up'n'Down auf heimischen Trails

Es geht auf die heimischen Trails meiner Norm-Hausrunde. Schon auf den ersten Metern wird klar. Das Liteville 301 ist extrem steif und direkt. Die RockShox Pike, die breiten Syntace Laufräder, der Vorbau - all das verstärkt das erste Gefühl. Ich steh auf die kleineren Reifen. Sie sind vielleicht nicht ganz so schnelle Überroller wie 29er, aber ich mag die Wendigkeit, die Verspieltheit, ich mag die wohl überlegte mehr als die "Augen zu und Durch"-Linie. Insofern passen die Laufräder sehr gut zu meinem persönlichen Fahrstil.

Auf Asphalt bewegt sich die Dämpferwippe minimal, was aber vor allem an der Länge des Umlenkhebels und dessen Position im Sichtfeld liegt. Bergauf klettere ich die direktesten Linien meiner Teststrecke, bis meine Waden explodieren. Selbst bei ausgefahrener Gabel sind steilste Hänge kein Problem, die absenkbare Pike bietet das Plus an Komfort für längere, steile Anstiege.

Bergab fallen mir als erstes Schwalbes Magic Mary in Kombination mit den sehr breiten Syntace-Laufrädern auf. Die Reifen sind keine ausgesprochenen Roller, was ich persönlich jetzt weniger mag; dafür bieten sie aber Grip ohne Ende. Selbst im rutschenden Grenzbereich auf Schotter, in den man sehr spät kommt, bleibt die Fuhre schön stabil, ohne dabei abrupt wegzubrechen. Ob's auch an dem 27,5er Vorderreifen liegt, kann ich nicht wirklich beurteilen, jedenfalls gab's während des Tests ein paar echte Aha-Momente im positiven Sinn.

Am Hochwechsel-Gipfel geht's mit Vollgas, aber dank des 301er Fahrwerks völlig stressfrei, über die verblockten Wiesen - ich bin bereit für das nächste Level.

Rock'n'Roll in Finale Ligure

Lassen wir meine Fantasie Wirklichkeit werden: Draußen duftet es nach Meer und Pinien. Eine leichte Brise weht über die Hänge der italienischen Riviera. Vor der Haustür durchschneiden unzählige Singletrails die Hänge. Dieses Eldorado aus Fels- und Nadelwald-Wegen ist nicht nur mein Terrain, sondern auch das des 301ers.

Während ich mich Kehre um Kehre höherschraube, genieße ich den Blick aufs Meer und die Übersetzung des 301er. Nicht zu knackig und genau richtig für meine Beine und die etwas mehr als 13 kg des Liteville. Am Ende der Ausbaustrecke Richtung Monte Camo erwartet mich eine 500 Hm Tragepassage. Das Pedal liegt am Rucksack und somit das meiste Gewicht des Gesamtpakets auf meinen Schultern. Ich könnte stundenlang so wandern. Weniger steile Passagen versuche ich zu fahren. Der Vorderreifen bleibt dabei schön am Boden - auch ohne Gabel-Absenkung.

Einen kurzen Moment verweile ich am Gipfel, genieße das Panorama, öffne den Dämpfer, versenke die Sattelstütze und dann geht's bergab. Im steilen, verblockten Gelände zeigen Rahmen, Gabel, Laufräder und Reifen, was in ihnen steckt. Die Front ist sehr steif, der Reifen hält, das Setup macht mächtig Spaß, weil die Balance stimmt. Schon auf den ersten Testmetern habe ich Spacer rausgenommen und den Vorbau ganz nach unten gesetzt. Das gibt mir persönlich nochmal etwas mehr an Sicherheit. Da ist nichts Bockiges am 301er, in keinem Moment hab ich das Gefühl, Passagier zu sein und so geht's mit schmatzendem Fahrwerk in gemäßigtem Tempo und mit einem breiten Grinsen von Felsblock zu Felsblock und von Stufe zu Stufe immer tiefer. Die Reserven, die das 301er bei meiner Geschwindigkeit bietet, sind enorm. Selbst in den wirklich steilen Passagen des Varigotti-Downhills berührte mein Hintern nie den Reifen. Auch die enorme Bodenfreiheit unterm Tretlager sorgt für entsprechend entspanntes Abklettern. Dafür ist eine Vario-Stütze Pflicht, um im Fall der Fälle wieder würdig zurück aufs Bike zu kommen.

Bald nach dem Rifugio Pian delle Bosse beginnt ein schneller Trail, auf dem ich's für meine Verhältnisse richtig krachen lasse. Schon zu Hause hab ich den Dämpfer etwas härter (Pin-auf-Pin +1) gestellt. Jetzt geht's so richtig dahin. An kleineren Schupfern lässt sich's mit dem Vorderrad spielen, hin und wieder verlässt auch die ganze bewegte Masse für den Bruchteil einer Sekunde den sicheren Boden - an meiner Airtime werde ich noch arbeiten. Magic Mary ist für mich eine zweischneidige Sache: Einerseits ist der Reifen absolut kein Roller, aber dieser Grip ... genau so macht das Anbremsen und Durchdriften von Schotterkehren richtig Spaß.

Es ist, wie ich vermutet habe, das Zen des Mountainbikens, sich nach langem und kräftezehrendem Aufstieg mit einem 301er auf solchen Trails zu bewegen - Ensō ...

 "Einklang des Universums, Erleuchtung, Stärke, Eleganz, Ausdruck des Moments" 

Ensō

Design und pure Technik

In Zeiten innen verlegter Bowdenzüge, durchdesignter Carbon-Rahmen und mehr oder weniger aufwändiger Lackierungen bricht das Liteville 301 mit Trends anderer Hersteller. Liteville setzt auf Evolution statt Revolution. So ist das 301er mittlerweile in der elften Generation am Markt. In kleinen, aber sinnvollen Schritten wurde bis zum heutigen Stand optimiert und perfektioniert. Mal war es mehr Federweg, mal Gleitlager, mal eine Stealth Sattelstütze oder einfach nur ein paar verfeinerte Schrauben. In der aktuellen Evolutionsstufe sind es der variable Steuersatz (+/- 1.5°), das Fox Float CTP Federbein, Reverb-Stealth und Co. Leitungsführung, sowie eine geändertee Geometrie des XXL Rahmens für 29" Laufräder.

Scaled Sizing

Der Werkstoff Aluminium hat dabei deutliche Vorteile, denn so lassen sich auch in kleineren Serien die Geometrien und Rahmengrößen von XS bis XXL perfekt abstimmen. Das Scaled Sizing Konzept ist neben dem variablen Steuersatz und Federweg (140-160 mm) das Tüpfelchen auf dem i. So lässt sich das 301er optimal an Körpergröße und die Fahr-Vorlieben anpassen. 29” vorne, 27,5 hinten, warum nicht? Alles ist möglich!

Im unserem Setup fahren wir einen MK10-Rahmen, der dank Reverb-Stealth Bohrung aber nahezu dem aktuellen Mk11 entspricht. Lediglich der neue CTD-Dämpfer ist im Grundsetup ein wenig straffer als der auf unserem Testgerät verbaute RP32. Ich persönlich würde jetzt nicht zu einer 29-26 Kombination greifen, aber mich hat die Idee, am 301er vorne 27,5 und hinten 26" zu fahren überzeugt - vor allem aufgrund des etwas flacheren Lenkwinkels.

Technische Details

Für den Hinterbau kommen eine 8-fache Kugellagerung plus zwei gedichteten Nadellagern im Oberrohr und je zwei gedichteten Nadelhülsen mit seitlichen Anlaufscheiben im Federbein zum Einsatz. Das Ausfallende ist mit der leichten Syntace X12-Steckachse versehen, das Schaltauge ist sehr steif und die Befestigungsschraube das schwächste Glied, das bei einer Überbelastung bricht. Für diesen Fall befindet sich eine Ersatzschraube im Rahmen.

Die Kabelführung erfolgt gewichtsoptimiert am Unterrohr und mit so wenig Kurven wie möglich. Standardmäßig ist ein 0°-Steuersatz verbaut, der gegen einen +/- 1,5° Steuersatz getauscht werden kann - beides von Syntace. Die eigens entwickelte Kettenführung ist beim Kauf eines 301er meiner Meinung nach ebenso Pflicht wie eine Vario-Sattelstütze. Letztere erleichtert nicht nur das Downhill-Handling sondern auch das Aufsteigen in steilem Gelände - bergauf wie bergab.

Tech Specs

RahmenLiteville 301 Mk11Kurbele*thirteen TRS R 24-38
SteuersatzSyntace taperedKasetteSram X9 10-42
GabelRockShox Pike 27,5 Dual Position AirDämpferFox RP23
VorbauSyntace Megaforce 2 60mm TitanSchalthebelSram X0
LenkerSyntace Vector Carbon 12° Low 5SchaltwerkSram X9 Type 2 speziell abgestimmt
GriffeSyntace Moto 33.0UmwerferShimano XTR
SattelstützeRock Shox Reverb Stealth 150mm KetteSram 1091R
Laufrad vorneSyntace W35 - 32 SpeichenLaufrad hintenSyntace W40 - 32 Speichen
Reifen vorneSchwalbe Magic Mary 27,5x2,35 TrailstarReifen hintenSchwalbe Magic Mary 26x2,35 Trailstar
SattelSQLab 611PreisRahmen: 2.198,- Komplettbike: ab 4.799,-
BremsenAvid Elixir 9 TrailGewicht13,2 kg ohne Pedale

Fazit

Liteville 301 Mk11 - 27,5 - 26
Modelljahr:2014
Testdauer:2 Monate, 400 km
+Präzision
+Fertigungsqualität
+Rahmensteifigkeit
+Einsatzbereich und Vielseitigkeit
+Geometrie
+Features
oPreis
-Reifenfreiheit der Gabel
BB-Urteil:Eine Hochpräzisions-Spaßmaschine für alle Fälle

Kein Wunder, dass sich das Liteville 301 vor allem unter Vertridern größer Beliebtheit erfreut. Das Bike ist eine Hochpräzisions-Spaßmaschine vom Feinsten: Leicht genug, um auch die eine oder andere Passage am Rücken zu verbringen, dabei vollgepackt mit durchdachten Detaillösungen und Funktionen. Jeder noch so kleine Winkel am Rahmen erfüllt einen Zweck, und genau diesem Ansatz trägt auch die Designsprache Rechnung: Schnörkellos und aufs Wesentliche reduziert. Wer braucht schon 200-300 g Lack, wenn es dieses Teil in robustem Eloxal in zig bunten Farben gibt.

Bergauf setzen Übersetzung und Waden dem Spektakel wesentlich früher ein Ende, als ein aufsteigender Vorderreifen. Eine versenkbare Gabel ist bei dieser Geometrie eher eine Sache des Komforts. Am Trail spielte das 301er alle Stärken aus. Das Liteville lässt sich punktgenau und nahezu unspektakulär im technisch verblockten Gelände bewegen. Wer’s in schnellen Passagen gerne krachen lässt, wird sich über Gewicht und Wendigkeit bei 160 mm Federweg freuen. Die Reifen-Felgen-Kombi tat in unserer Testkonfiguration ihr Übriges dazu. Der 27,5" Vorderreifen sorgt für leicht verbessertes Überrollverhalten, vor allem aber für einen etwas flacheren Lenkwinkel. Ich bin noch selten ein so ausgewogenes und gut balanciertes Bike gefahren.

Was Kritikpunkte angeht, habe ich wirklich lange danach gesucht. Eine einzige Sache hat mich während der zwei Monate am 301er genervt: Die Gabel ist zwar schön steif, die Reifenfreiheit aber so gering, dass im Herbst permanent Blätter zwischen Gabel und Reifen hängen bleiben und dann minutenlang dahinknattern bis noch größere Blätter, Äste oder die eigenen Finger dem grausamen Spiel ein Ende bereiten.

Unterm Strich ist das 301er mit all seinen Möglichkeiten ist ein perfektes Multitool - ein Allround-Bike für Technik-Liebhaber und Puristen, das sich von 140-160 mm für verschiedenste Einsätze rüsten lässt.

Liteville Österreich + Testcenter


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  1. #1
    Admin Avatar von NoSane
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    Liteville 301 Scaled Sizing Test

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  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Lebiminatore
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    Steh selbst gerade vor dem Projekt 301. Unentschlossen bin ich bei der Frage des passenden Laufradsatzes. Hält der LRS was Syntace verspricht? Was ist dran an den breiten Felgen. Spürbarer Unterschied zwischen der 35er vorne und der 40er hinten?
    I’ve missed more than 9000 shots in my career. I’ve lost almost 300 games. 26 times, I’ve been trusted to take the game winning shot and missed. I’ve failed over and over and over again in my life.
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  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von gsiberger
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    Schöner Bericht. Wie hat dir denn die Avid Elixir 9 Trail Bremse gefallen ?

  4. #4
    Admin Avatar von NoSane
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    Zitat Zitat von Lebiminatore Beitrag anzeigen
    Steh selbst gerade vor dem Projekt 301. Unentschlossen bin ich bei der Frage des passenden Laufradsatzes. Hält der LRS was Syntace verspricht? Was ist dran an den breiten Felgen. Spürbarer Unterschied zwischen der 35er vorne und der 40er hinten?
    Der 40er hinten war nur eine "Notlösung", weil grad keine andere Felge bei der Hand war. Hätte ich die Wahl würde ich vorne 35 und hinten 30 oder 35 fahren mit einem schnelleren Reifen (Bsp. MuddyM 2,35 vorne, NobbyNic 2,35 hinten), dafür mit 32 Speichen - ich denke ein guter Kompromiss was das Gewichts- Roll- Steifigkeitsverhältnis angeht. Über den Syntace LRS kann ich jedenfalls nichts schlechtes sagen, vor allem die breite Felge ist deutlich spürbar und ein klarer Vorteil aus meiner Sicht, und schön steif sind's auch, da wabbelt nix ... aja, und der Freilauf knattert schön laut, spart die Klingel.

    Die 40er Felge macht mMn nur bei wirklich fetten Reifen Sinn. Hast du die Möglichkeit zu testen?

  5. #5
    Admin Avatar von NoSane
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    Zitat Zitat von gsiberger Beitrag anzeigen
    Schöner Bericht. Wie hat dir denn die Avid Elixir 9 Trail Bremse gefallen ?
    Auch sehr gut, beißt nicht zu brutal und ist wirklich gut zu dosieren. Druckpunktverstellung ist ein coole Feature wie ich finde, bin's auch von der Avid XX gewohnt. Hebelweite lässt sich einfach mit einem Rädchen einstellen.

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Lebiminatore
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    Nein - leider keine Tests möglich derzeit. Die LR von Syntace hat auch kein Händler in meiner Umgebung so rumliegen.
    Ich werde die 140mm Version aufbauen. Ich schwanke zwischen 30er und 35er bzw. einem klassischen LRS vom Pancho mit DT240/FlowEX/Aerolite in 650B.
    Preislich sinds halt noch a bissl teurer die Klieber-Teile.
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  7. #7
    Mörder Fotos Erwin - RESPEKT!

  8. #8
    More than back!!! Avatar von riffer
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    Meine Erfahrungen zu den Syntace W35-MX sind kurz, aber sehr positiv. Sehr steif, leicht und die Reifen enorm breit machend. Mir fällt zwar kein Unterschied zu den 240er Naben mit FunWorks AmRide25 (auch nur knapp 1600g bei 30mm außen/25mm innen) in Sachen Steifigkeit und Agilität auf, die Einrastpunkte an den DT Swiss waren serienmäßig aber sehr weit auseinander, die Syntace rastet (wenn ich mich recht erinnere) noch enger ein als die getunten 240er-Zahnscheiben, was einen enorm direkten Kraftschluß (z.B. zum Balancieren) ermöglicht. Optisch sind sie sehr sauber, aber du sagst richtig: mächtig teuer. Sofern du bei tf bikes konfigurierst, wirst du allerdings mit alternativen Laufrädern zumindest preismäßig nichts herausholen. Bei den wenigen Einsätzen hatten sie keine Dellenentwicklung.

    Vom Gefühl her ist das Scaled Sizing aber wirklich bergaborientiert - was soll ein kleineres Hinterrad für einen normalen Tourenfahrer bringen außer bergab einen flacheren Lenkwinkel und agileres, eventuell auch leichteres Heck???

  9. #9
    Asphalt ist Teufelswerk Avatar von muerte
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    dh du hast zwischen maulweite 30 und 25 mm vom fahrverhalten her keine nennenswerte unterschiede festgestellt? von dellen hört man bei den laufrädern sehr viel, ja. aber ich denke eher aus der ich fahre 0,5 bar oder ich ballere voll krass runter fraktion? bei mir zB würden sie vermutlich halten, also die felgenhörner.

    ich find das bild wo er einen wheelie macht mit dem sonnenuntergang im hintergrund echt toll!
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  10. #10
    More than back!!! Avatar von riffer
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    Zitat Zitat von muerte Beitrag anzeigen
    dh du hast zwischen maulweite 30 und 25 mm vom fahrverhalten her keine nennenswerte unterschiede festgestellt? von dellen hört man bei den laufrädern sehr viel, ja. aber ich denke eher aus der ich fahre 0,5 bar oder ich ballere voll krass runter fraktion? bei mir zB würden sie vermutlich halten, also die felgenhörner.

    ich find das bild wo er einen wheelie macht mit dem sonnenuntergang im hintergrund echt toll!
    Falls du mich meinst: Nein, da waren die beiden Bikes (601 und Slash) viel unterschiedlicher und auch die verwendeten Reifen (MM/HD in 2,35TS zu MinionDHF2,5st/RQ2,4BCC). Dellen hab ich prinzipiell wenig, also sicher keine Referenz...

    Die Bilder schauen wirklich z.T. sensationell aus!

  11. #11
    Asphalt ist Teufelswerk Avatar von muerte
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    Zitat Zitat von riffer Beitrag anzeigen
    Falls du mich meinst: Nein, da waren die beiden Bikes (601 und Slash) viel unterschiedlicher und auch die verwendeten Reifen (MM/HD in 2,35TS zu MinionDHF2,5st/RQ2,4BCC). Dellen hab ich prinzipiell wenig, also sicher keine Referenz...

    Die Bilder schauen wirklich z.T. sensationell aus!
    ja dich mein ich. die bereifung is ja eh ähnlich die du angibst. aber denkst du einen unterschied von 5 mm in der maulweite zu spüren oder eher nicht?
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  12. #12
    More than back!!! Avatar von riffer
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    Nein, ich war bei der Testfahrt auf LV601 mit 40er und 35er unterwegs, das hat man gemerkt. Aber natürlich auch und v.a. die trägeren Laufräder. Vielleicht bin ich auch nicht der Maßstab, allerdings geht der Trend ja bei einigen auch wieder zurück zu "schmäleren" Felgen ähnlich der Flow, so wie die Crossmax oder i23. Mir persönlich waren die Fahreigenschaften der leichten 35er nicht so dramatisch anders vorgekommen, drum bin ich auf die Flow EX und AmRide25 gegangen, die ich eh ganz und gar nicht schmal finde...

  13. #13
    Admin Avatar von NoSane
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    Zitat Zitat von riffer Beitrag anzeigen
    Vom Gefühl her ist das Scaled Sizing aber wirklich bergaborientiert - was soll ein kleineres Hinterrad für einen normalen Tourenfahrer bringen außer bergab einen flacheren Lenkwinkel und agileres, eventuell auch leichteres Heck???
    Die Frage ist meiner Meinung und Erfahrung nach eher, welche Vorteile hätte ein 27,5er hinten bei dem Setup? Die Vorteile vom 26er sind wie du schon schreibst, ein kleines bisschen agiler und leichter, dazu der flachere Lenkwinkel. Wobei im Tourenbereich sicher auch ein reines 27,5er Setup keine Nachteile bringt oder ein reines 26er Setup, wenn's auf jedes Gramm ankommt.

    @Reini: Danke, werd's weiterleiten

  14. #14
    because earth isn't flat Avatar von M4chen
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    Toller Bericht! Danke! Deckt sich mit meinen Erfahrungen mit meinem 301ser :-)

    Zitat Zitat von riffer Beitrag anzeigen
    Meine Erfahrungen zu den Syntace W35-MX ... und die Reifen enorm breit machend. ...
    Punkto Einfluss der Felgenbreite auf die effektive Reifenbreite bin ich bei einer Messreihe im Keller zu einem eher ernüchternden Ergebnis gekommen.

    Habe unterschiedliche Lauf-Räder aufgebaut und verglichen und gemessen, und die Felgenbreite hat unerwartet wenig Einfluss auf die Reifenbreite:

    Felge
    1) ZTR
    2) Tune 24
    3) Syntace W35
    Felgenbreite
    1) 21,4mm/24,4mm
    2) 24mm/28mm
    3) 28,5mm/35mm
    Reifen
    1) Nobby NIC 2,4
    2) Nobby NIC 2,4
    3) Nobby NIC 2,4
    gemessene Reifenbreite
    1) 59,5mm
    2) 61,25mm
    3) 63mm
    gemessene Reifenhöhe
    1) 52mm
    2) 53mm
    3) 53mm

    Damit macht eine breitere Felge denselben Reifen relativ wenig mehr breit, ein klarer Vorteil der breiteren Felgen ist aber sicher die Steifigkeit und dass der Reifen auch bei geringem Druck stabil auf der Felge liegt.
    gtx
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  15. #15
    More than back!!! Avatar von riffer
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    Die Kombination MuddyMary und HansDampf in 2,35 hatte iene Breite von 67mm auf der W35! Die Felgen des Tune 24 sind Flow EX, nehme ich an, die ZTR sind wohl Arch EX?!

    Ich weiß, dass sich da in den absoluten Maßen wenig tut, und weil Schwalbe eh groß baut, hab ich auch oben mal gemeint, dass die Vergleichsbereifung Minion/RQ vergleichsweise "schmal" ist. Was aber der Fall ist: Das Volumen des Reifens baut sich weniger rund auf, sondern macht steilere Reifenflanken. Dadurch ergibt sich - theoretisch zumindest - ein größeres Volumen, weniger Snakebiktegefahr und ein gegen Walken stabilerer Reifen. Insgesamt schaut ein Reifen auf den breiten W35 schon mächtiger aus, auch wenn es sich in den Außenmaßen um wenige Millimeter handelt.

    @NoSane: Ganz genau. Natürlich kann man das deutsche Forum zitieren: Unnötig lange Kettenstreben...

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