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Nachbericht Race Around Austria und RAA Challenge 2020

Nachbericht Race Around Austria und RAA Challenge 2020

18.08.20 16:59 1.819Text: PM, Luke BiketalkerFotos: Granadia; Mandl, RAAChristoph Strasser holt sich einen weiteren Sieg über die Extrem-Distanz des RAA - neuer Streckenrekord inklusive.18.08.20 16:59 2.569

Nachbericht Race Around Austria und RAA Challenge 2020

18.08.20 16:59 2.569 PM, Luke Biketalker Granadia; Mandl, RAAChristoph Strasser holt sich einen weiteren Sieg über die Extrem-Distanz des RAA - neuer Streckenrekord inklusive.18.08.20 16:59 2.569

Ausgehend vom oberösterreichischen St. Georgen im Attergau ging das Ultra-Rennen entlang der österreichischen Staatsgrenze Anfang August in seine zwölfte Austragung. Mit im „Rahmenprogramm“ des Race Around Austria war auch in diesem für Veranstalter so schwierigem Jahr die RAA Challenge rund um Oberösterreich sowie eine eigene „unsupported“ Wertung für die Extreme-Distanz.

Seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie war das Race Around Austria die erste mehrtägige Radsportveranstaltung in Österreich. Entsprechend groß und hochkarätig besetzt zeigten sich die Starterfelder über die diversen Strecken und Klassen. Zahlreiche Profisportler und Amateure ließen es sich nicht nehmen, bei der diesjährigen Austragung an den Start zu gehen. Für viele unter ihnen war es zugleich Saisonauftakt und Saisonhöhepunkt.
So fanden sich Namen wie jener des Vorjahressiegers Rainer Steinberger oder des amtierenden Weltrekordhalters Ralph Diseviscourt ebenso in den Nennlisten, wie jene des 6-fachen RAAM-Gewinners Christoph Strasser oder des Bergwertungssiegers der Oberösterreich-Rundfahrt 2017, Robert Müller.
Mangels alternativer Rennen hatten auch Continental-Teams für das Rennen genannt. Johannes Schinnagel, Daniel Geismayr, Felix Meo und Jack Burke bildeten das Quartett vom Team Vorarlberg Santic, das sich mit der Teilnahme am 4er-Bewerb auf der Ultralangdistanz in komplettes Neuland begab. Kurzfristig hatte dann auch noch das Team Felbermayr Simplon Wels die Teilnahme an der CHALLENGE verkündet. Das Team schickte die beiden Klassikerspezialisten Stephan Rabitsch und Manuel Bosch über die 560-km-Runde.
Besonderen Anreiz zur Teilnahme stellte heuer wohl die Vergabe der Österreichischen Meisterschaftsehren im Ultrabewerb dar.

Challenge unsupported

Zum ersten Mal in der Race Around Austria Geschichte durfte die 560 Kilometer lange "Challenge" rund um Oberösterreich unsupported, sprich ohne Begleitfahrzeug, ohne Betreuer und ganz auf sich alleine gestellt, absolviert werden. Von dieser Option machten gleich bei der ersten Austragung nicht weniger als 34 Athleten Gebrauch. Lediglich acht der 34 Einzelstarter mussten das Rennen vorzeitig beenden.
Als erste Richtmarke für zukünftige Austragungen holte sich der Innviertler Sebastian Michetschläger mit einer Zeit von 17 Stunden und 59 Minuten den Sieg. Den zweiten und dritten Platz belegten die beiden Deutschen Florian Schütte und Jochen Böhringer. Die Damenwertung sicherte sich Andrea Rösch mit 20 Stunden und 26 Minuten vor Tabea Ruegge und Anja Weilguni.

RAA Challenge

Den Sieg in der siebten Ausgabe der "Race Around Austria Challenge" sicherte sich der Atterseer Felix Hermanutz, der sein Heimatbundesland in 16 Stunden und 18 Minuten umrundete. Mountainbiker Wolfgang Krenn erreichte Rang zwei, gefolgt von Daniel Biehler. Anna Kofler dominierte die Damenwertung mit 19 Stunden und 36 Minuten. Tanja Spielberger belegte den zweiten Platz, Rang drei ging an Anke Heinicke.

Das Team Kapl Bau sicherte sich hingegen nicht nur den Sieg, sondern auch das Österreichische Meistertrikot über die 560 Kilometer lange Distanz. Das Mühlviertler Zweierteam, bestehend aus Michael Kampelmüller und Rene Pammer, benötigte 14 Stunden und 14 Minuten für die Umrundung und stellte damit auch eine neue Bestzeit auf.
Hinter ihnen hohlte das Team Felbermayr Simplon Wels Silber, den dritten Podestplatz bei der Teamwertung der Challenge belegten Christoph Mitterbauer und Simon Kislinger, die gemeinsam team alpha – tischlerei grömmer bildeten.

Erstmals gemeinsam gingen Anna Bachmann und Barbara Mayer als Team togetHERstrong bei der Challenge an den Start und machten ihrem Teamnamen alle Ehre. Sie umrundeten Oberösterreich in 17 Stunden und 13 Minuten und sicherten sich damit den Österreichischen Meistertitel im 2er-Bewerb. Der Vizemeistertitel ging an die Wienerinnen Anna Svozil und Sabrina Kuhrn, die als Rasende Wellensittiche das Abenteuer bestritten.

Bei der Fever-Tree Business Challenge setzte sich das Team BistroBox Racing, bestehend aus Georg Leutgeb und Alexander Lemp durch (15 Stunden 49 Minuten). Auf den Rängen zwei und drei folgten ihnen Fever – Tree / Weinturm (Julian Rittberger und Thomas Windhager) und Rosenbauer International AG (Florian Katzlberger und Michael Pusch).

Race Around Austria Extreme Distanz

Auf der Extreme Distanz zeichnete sich von Beginn an ein Duell der Favoriten ab. Nach wenigen Stunden Renndauer war es Strasser, der das Tempo konstant steigern und sich an die Spitze setzen konnte. Trotz heftiger Gegenwehr durch den ehemaligen deutschen Profi Robert Müller sollte Strasser seine Führung bis ins Ziel des 2.175 km langen Rennens nicht wieder abgeben.
Mit 3 Tagen, 11 Stunden und 26 Minuten war er um 75 Minuten schneller als im Jahr 2016 und triumphierte zum vierten Mal auf der Ultradistanz des Race Around Austria. Somit verbesserte Strasser abermals seinen eigenen Streckenrekord, Robert Müller und der Luxemburger Ralph Diseviscourt holten Silber und Bronze.
Als einzige Starterin auf der Langstrecke holte sich Nicole Reist in 4 Tagen 10 Stunden und 18 Minuten den Sieg. Damit zieht die Schweizerin mit Strasser gleich und schreibt ebenso als Vierfach-Gewinnerin Race Around Austria Geschichte.

Die Teamwertung im 2er- bzw. 4er-Team ging ins Inn- bzw. Mühlviertel. Die Teams CLR Sauwald Cofain 699 mit Amadeus Cosimo Lobe und Markus Eichinger, sowie das Team Sareno/ElektroReindl holten die Mannschaftswertungen rund um Österreich. Das Team Sareno/ElektroReindl mit Michael Gabriel, Michael Hofer, Christian Oberngruber und Andreas Paster wurde in einer Zeit von 2 Tagen 15 Stunden und 33 Minuten Österreichischer Meister im 4er-Bewerb und durfte somit das Meisterschaftstrikot mit nach Hause nehmen. Den jeweils zweiten und dritten Podiumsplatz erreichten Team Forchheim und Tantscher im 2er-Team, bei der 4er-Wertung gingen die Ränge an Bikeregion Bucklige Welt und Infraworld Frankenburg.

Der 3-fache RAA-Gewinner Eduard Fuchs sicherte sich schließlich den Sieg beim Race Around Austria 1500. Bei dieser verkürzten Form wird der Westteil rund um Vorarlberg und Tirol ausgelassen. Auf dieser Distanz erzielten Markus Fiedler und Philipp Reiterits den zweiten und dritten Rang.

Alle Ergebnisse zum Race Around Austria unter: https://race.perfect-tracking.com/race/raa2020/ergebnisse


Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
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    Nachbericht Race Around Austria und RAA Challenge 2020

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  2. #2
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    Genial wars! Top Organisation und Traum-Strecke. Ich bin sicher wieder mal dabei. Meinen Erfahrungsbericht von der Challenge Unsupported gibts hier: https://bikeboard.at/Board/showthrea...Challenge-2020

    Die Leistungen der Fahrer sind tlw. wirklich beeindruckend. Gratulation allen Finishern!

  3. #3
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    Der 4. Platz bei der Extrem-Wertumg vom jungen MTB-Fahrer Lukas Kaufmann (voraussichtlich auch Sieger der heurigen SKGT-A) wäre vielleicht auch noch eine Erwähnung wert.

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Karl_rudolf
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    Ich konnte hier eine offene Rechnung begleichen. Mit einem hervorragenden Team im Rücken durfte ich die Ziellinie überqueren und mir so ein großes Geburtstagsgeschenk machen. Alle auftretenden Mühen, Schmerzen und Probleme sind Vergangenheit (na ja: fast )

    Das Rennen ist ein würdiges. Und um die heurigen Bedingungen und Auflagen beneide ich den Veranstalter in keinster Weise. Das Publikum ist Top! Im Westen stehen Laute auf der Strasse und feuern dich mit dem Vornamen an!! Im W/4, wo ich Heimvorteil hatte, standen Leute auf der Strasse die sich extra Zeit genommen haben! Sowas motiviert!
    Schade, eigentlich sehr schade, finde ich, dass die Siegerehrung ohne Information von Sonntag auf Samstag vorverlegt wurde. Wir sind extra deswegen in St. Georgen geblieben um am So um 13:00 bei der Siegerehrung zu sein. Erst auf Nachfrage vor-Ort wurde uns gesagt, dass diese bereits gestern war. Das hat einen bitteren Nachgeschmack bei uns allen hinterlassen.
    Ein (Team-) Erlebnis ist's in jedem Fall! Lehrreich obendrein.

    lg
    Karl
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  5. #5
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    Nachdem ich meine Finger langsam wieder bewegen kann ist auch meine Zusammenfassung fertig.
    Anbei zur Nachlese für Interessierte.

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  6. #6
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    @Karl_rudolf: interessanter und spannender Bericht. Gratuliere zur Leistung.

  7. #7
    Mostly harmless Avatar von thingamagoop
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    Wahnsinnsleistung und toll zu lesen. Auch wenn du in ganz anderen Leistungskategorien fährst: Knieschmerzen, Zwischentiefs wo man kurz vorm aufgeben ist, das Gefühl ins Ziel zu kommen und taube Körperteile danach: ich kann viel nachvollziehen!
    Nächstes Jahr wieder?

  8. #8
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    Danke Leute!

    Für eine fundierte Aussage ob das 2021 wiederholt wird ist es noch zu früh. Das hängt von mehreren Faktoren ab. Aber mit diesem Team im Rücken würde ich nicht lange überlegen müssen
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  9. #9
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    Zitat Zitat von Karl_rudolf Beitrag anzeigen
    Nachdem ich meine Finger langsam wieder bewegen kann ist auch meine Zusammenfassung fertig.
    Anbei zur Nachlese für Interessierte.

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    BRAVO Karl Super Leistung, Super Team und ein super Bericht