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Rotor INpower

Rotor INpower

04.02.16 08:23 33.163Text: Luke BiketalkerFotos: Erwin HaidenMit dem INpower weitet der spanische Hersteller Rotor sein Portfolio an Leistungsmesssystemen weiter aus. Wir konnten dem tretlagerbasierten Powermeter auf den Zahn fühlen.
04.02.16 08:23 34.180

Rotor INpower

04.02.16 08:23 34.180 Luke Biketalker Erwin HaidenMit dem INpower weitet der spanische Hersteller Rotor sein Portfolio an Leistungsmesssystemen weiter aus. Wir konnten dem tretlagerbasierten Powermeter auf den Zahn fühlen.
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Der spanische Antriebs-Spezialist Rotor bietet seinen Kunden nun schon seit einigen Jahren neben den erfolgreichen Kurbeln auch auf selbigen basierende Leistungsmesssysteme an. Den Anfang machte Rotor Power (den Test dazu gibt es hier), dem später, um dem Preisdruck der Konkurrenz nachgeben zu können, der einseitig messende Power LT zur Seite gestellt wurde. Beim Rotor Power erfolgt die Leistungsmessung in beiden Kurbelarmen, während beim LT nur der linke, beim LT-R nur der rechte Kurbelarm mit Sensoren bestückt ist.
Von der Fachwelt unbemerkt, waren vergangen Winter und in der frühen Saison 2015 einige Profis von MTM Qubeka und Lampre Merida auf einem weiteren Powermeter unterwegs. Dank dem unauffälligen Äußeren blieb der neue INpower bis zum offiziellen Launch im April unterm Radar. Da beim INpower System die Leistungsmessung in der UBB 30 mm Achse sitzt, ist der Powermeter von außen nur mittels geschultem Auge als solcher zu erkennen. Doch was kann das mittlerweile vierte Leistungsmesssystem aus spanischem Hause, was andere nicht können?

Technik

Maßgeblicher Unterschied zu anderen Powermetern ist wohl der Ort der Messung. Die Elektronik sitzt nicht so wie bei den meisten Mitbewerbern im Kurbelarm oder im Kurbelstern sondern gut versteckt in der Kurbelachse. Damit haucht Rotor einer Subkategorie unter den Powermetern neues Leben ein, gab es doch in den vergangenen zehn Jahren immer wieder Versuche, die Achse zur Leistungsmessung heranzuziehen.
Die Leistungs- oder genauer gesagt Kraftmessung erfolgt einseitig links, da Achse und linker Kurbelarm eine Einheit darstellen. Basis des Systems sind, wie auch bei den restlichen Rotor Modellen, die Kurbelgarnituren aus eigenem Haus. Neben der von uns getesteten 3D+ Version gibt es im Rennradbereich auch noch Versionen basierend auf Flow- und 3D30-Kurbeln. Für MTB und Crosser werden ebenfalls Varianten angeboten.

Dank des UBB 30 mm Systems – UBB steht für Universal Bottom Bracket, 30 mm für den Achsdurchmesser – können die Kurbeln in beinahe jedem Rahmen verbaut werden. Die Quintessenz aus untenstehender Grafik? Alles außer BB 90 (und BB 95 für den MTB-Bereich) sollte passen. Aus diesem Grund legt Rotor im Lieferumfang keine Tretlager bei, führt aber im Zubehörprogramm für jeglichen Standard das passende Modell, meist auch in mehreren Varianten.
Wer bereits stolzer Besitzer einer Rotor Kurbel ist, kann auch nur den passenden linken Kurbelarm mit Achse und Messelektronik kaufen, und seine bestehende Antriebsseite weiterverwenden. So bleibt mehr Geld fürs nächste Bike im Börserl. Oder für den Lebensabschnittspartner. Oder für Ostern. In jedem Fall ist INpower mit bestehenden Modellen kompatibel, was im Falle der 3D+ den Preis von € 899,- nochmals auf € 699,- senkt.

Die Alukurbel aus CNC gefrästem Aluminium - Rotor nennt seine Technologie Infinity Drill - bringt ohne Kettenblätter, aber mit Messelektronik nur 525 Gramm auf die Waage. Im Vergleich zum Standardmodell bedeutet dies ein Mehrgewicht von lediglich 50 Gramm, was ein paar Gramm mehr als bei Stages sind, sonst aber im Rahmen der Konkurrenz liegt. Stellt man das Gesamtgewicht des INpower der 3D+ Version von SRM gegenüber, zeigt sich eine Gewichtsersparnis von etwa 100 Gramm, Power2max 3D+ Variante ist ebenfalls etwa 75 Gramm schwerer. Unser Testsample brachte jedoch stolze 557 Gramm auf die Waage. Hier scheint Rotor Werksseitig ohne Batterie zu wiegen.

Was neben dem geringen Gewicht und der Rotor-typischen Steifigkeit aus nüchterner Faktenanalyse noch für den INpower spricht, ist der Ort, an dem die Elektronik - übrigens von Indra, die nur einen Steinwurf von Rotor entfernt stationiert sind, produziert − untergebracht ist: Dehnmessstreifen und Sensoren sind in der Achse und damit im Rahmen gut vor Umwelteinflüssen, Schmutz und Stürzen geschützt, auch Batterieversorgung und die restliche Elektronik sind innenliegend. Lediglich die ANT+ Antenne sitzt im Kurbelarm.
Neben der daraus gewonnenen Robustheit wird der Powermeter so für Unwissende auch beinahe unsichtbar. Außer der Akkuabdeckung und dem INpower Schriftzug verrät nichts, was in der Kurbelgarnitur tatsächlich steckt.

Rotor sieht in dieser Konstruktion die Zukunft der Leistungsmessung. Durch die Platzierung will man auch einen reibungsloseren Datentransfer über ANT+ sowie weniger Störfaktoren und Temperatureinflüsse verwirklichen.
Bei Stürzen können Beschleunigungssensoren und Dehnmessstreifen nicht beschädigt werden, und im Vergleich zum Grad der Verformung, die etwa ein Spyder unter hohen Temperaturen erfährt, sind der Tretlagerbereich und die Achse relativ temperaturgeschützt. Man darf gespannt sein.

Tech Specs

Wattmessung:In der 30 mm UBB AchseBatterie:AA; Reicht laut Hersteller für bis zu 300 h
Trittfrequenz:Interne MessungFunkübertragung:ANT+
Übertragene Daten:Leistung, Trittfrequenz, Torque 360, OCA; nur links: Pedal Smoothness und DrehmomenteffizienzQ-Faktor:148 mm
Kalibrierung:Nur nach Ein- bzw. Umbauten und
alle 30 h zur Kontrolle
Gewicht:525 g; 50 g mehr als Standardkurbel
Nullstelle:AutomatischKompatibilität:Alle ANT+ fähigen Geräte
Temperatur-Kompensation:Selbstständig; ist laut Rotor nicht
von Temperaturschwankungen betroffen
Rotor 3D+ Facts:UBB 30 Achse kompatibel mit: BB30; PressFit30; BBright; BBright Direct fit; BSA; ITA, BB86; 386 EVO; BB89 und BB92 - Kurbellängen von 150 bis 175 mm - 110 oder 130 BCD
Updates:Firmwareupdate über Onlineplattform und
Software vom User selbst
Lieferumfang Sensor:Kurbel, ohne Innenlager, ohne Kettenblätter, mit Kettenblattschrauben aus Aluminium, Spacer, Manual
Preis:€ 899,-
Was wird gemessen?

Welche Daten bringt mir die Messelektronik nun auf meinen Fahrradcomputer? Um eines gleich vorweg zu nehmen: Wer unterwegs sämtliche Funktionen des Powermeters nutzen will, kommt um einen Computer neuester Bauart nicht herum: Ältere Modelle à la Garmin Edge 500 können nicht alle Parameter darstellen. Über Rotors Gratissoftware und einen ANT+ Dongle kann jedoch, zumindest auf der Walze betrieben, auf das gesamte Spektrum zurückgegriffen werden.

Aber der Reihe nach: Mittels eingebauter Beschleunigungssensoren kann das System die Trittfrequenz selbstständig errechnen. Der Hersteller empfiehlt auch, etwaige externe Magneten oder ähnliches zu entfernen, da sich die beiden "Geber" gegenseitig stören könnten.
Logischerweise wird über Trittfrequenz und aufgebrachte Kraft, respektive dem Drehmoment, das an der Achse entsteht, die Leistung ermittelt. No na – man hat ja auch ein Leistungsmessgerät vor sich. Da die Messung nur links erfolgt, kann auch nur die Kraftentwicklung des linken Beines in Realzahlen erfasst werden. Das System rechnet dann selbstständig auf die Gesamtleistung für beide Beine hoch, multipliziert also mal zwei.
Dass dies nur bei einer 50/50 Verteilung der Leistung zwischen den beiden Beinen akkurate Zahlen auswirft, hat Rotor rechtzeitig erkannt und eine Lösung gefunden. Wer beispielsweise aus einer vorhergehenden Diagnostik um eine etwaige Dysbalance in der Beinkraft weiß, kann über die Rotor Software nachbessern. Damit kann der Powermeter so programmiert werden, dass er bei seiner Berechnung etwa von einer 47 zu 53 % Verteilung ausgeht. So sollen die Leistungsdaten trotz lediglich einseitiger Messung möglichst genau angezeigt werden.

  • Drehmomenteffizienz. Vortriebswirksame Kraft in Grün, bremsende Kräfte des entgegengesetzen Beines auf die Kurbel in Rot.
    Drehmomenteffizienz. Vortriebswirksame Kraft in Grün, bremsende Kräfte des entgegengesetzen Beines auf die Kurbel in Rot.
    Drehmomenteffizienz. Vortriebswirksame Kraft in Grün, bremsende Kräfte des entgegengesetzen Beines auf die Kurbel in Rot.

Die Dremomenteffektivität ist für geneigte Powermeterjünger wohl ebenfalls kein unbekannter Begriff mehr. Der Parameter ermöglicht Aufschluss darüber, wie viel negatives (bremsendes) Drehmoment während einer Kurbelumdrehung entsteht. Der Wert berechnet sich aus dem Verhältnis zwischen Gesamtdrehmoment und gemessenem positiven Drehmoment. In einfachen Worten: Wie sehr arbeitet mein gerade in der Hubphase befindliches Bein gegen das in der Druckphase befindliche an, und „bremst“ mit dem negativen Drehmoment meine positive Kraftentwicklung ein.
Allerdings wird dies, wie auch der folgende Parameter, nur für das linke Bein und damit lediglich für einen Teil unseres vortriebswirksamen Systems erfasst, was bei der Interpretation mit Vorsicht genossen werden sollte.

Mit der Erfassung der Pedal Smoothness ist es möglich, Rückschlüsse auf das Trittmuster – ausgehend vom linken Bein – zu treffen. Ist der Tritt seidenweich und geschmeidig, oder hackt man in die Pedale wie ein Berserker? Die Elektronik weiß Bescheid …

Nicht ohne Seitenblick auf die ovalen Q-Rings, auf die Rotor schon jahrelang setzt, wurden erstmals für INpower die Parameter Torque 360 und OCA implementiert, welche mit der freien Software von Rotor analysiert werden können.

  • Der linke Kurbelarm, mit gut ersichtlichem Batteriedeckel. Dieser lässt sich leicht von Hand öffnen.
    Der linke Kurbelarm, mit gut ersichtlichem Batteriedeckel. Dieser lässt sich leicht von Hand öffnen.
    Der linke Kurbelarm, mit gut ersichtlichem Batteriedeckel. Dieser lässt sich leicht von Hand öffnen.

Torque 360 macht sich einerseits die Position im Kraftfluss – nämlich die Achse – und andererseits die Tatsache, dass lediglich an der linken Seite gemessen wird, zu Nutze. So wird es möglich, die komplette Pedalumdrehung hinsichtlich der aufgebrachten Kraft zu analysieren. Es wird ersichtlich, wie sich Kraft bzw. Drehmoment über Druck-, Zug-, Hub- und Schubphase entwickeln. Der Parameter stellt demnach mehr oder weniger eine sehr detaillierte Aufschlüsselung der Drehmomenteffektivität dar.

In enger Verbindung mit Torque 360 steht der sogenannte OCA. Was in ausgeschriebener Form nichts anderes als Optimum Chainring Angle heißen will, stellt ein nettes Feature für Q-Ring User dar. Die Software errechnet sich salopp gesagt über die positiv und negativ – vortriebswirksam und vortriebshindernd – wirkenden Drehmomente den individuell optimalen Winkel, respektive die jeweils perfekte Position der Q-Rings.
Dies geschieht über die Ermittlung des Massezentrums der Krafteinwirkung. Da die Blätter oval sind, und damit an unterschiedlichen Stellen unterschiedliche Durchmesser haben, ermittelt das System, welche Montageposition am besten zum individuellen Trittmuster passt. Wo muss der größte, bzw. kleinste Durchmesser sitzen, damit man den maximalen Benefit aus den Q-Rings ziehen kann?

Erstkontakt und Montage

Öffnet man die mit einem kleinen Magneten verschlossene Box, findet man im Inneren einen rechten Kurbelarm mit Spider und einen linken Kurbelarm mit Achse. Darunter noch ein paar Manuals und ein Schächtelchen mit Distanzringen und Kettenblattschrauben. Alles in edlem Schwarz – eine Rotor Kurbel eben.
Erst auf den zweiten Blick erkennt man die kleine Nase am unteren Ende des linken Kurbelarms und den Batteriedeckel, der auf Höhe der Achse untergebracht ist. Besagte Nase war nötig, um der ANT+ Antenne ein Zuhause zu geben, der Batteriedeckel beheimatet eine gewöhnliche AA Batterie.

Dank der bereits erwähnten UBB Achse mit 30 mm Durchmesser können sämtliche Rotor Kurbeln in beinahe jeden Tretlagerstandard eingepasst werden. Dazu haben die Spanier auch passende Innenlager im Sortiment, die getrennt geordert werden müssen. In unserm Fall – ein etwas betagtes aber doch stets treues Trek – war dies ein BSA 68 mm Tretlager, was das BSA 30 Innenlager zum korrekten Counterpart macht.
Der Einbau selbst gestaltete sich recht unkompliziert: Dura Ace Kurbel runter, altes Innenlager raus und das BSA 30 mit dem mitgelieferten Schlüssel montiert. Besagter Schlüssel hat als nettes Feature übrigens ein Loch, das als Aufnahme für Vierkanteisen von Drehmomentschlüsseln dient. Damit wird es zum Kinderspiel, die geforderten 40 Nm zu treffen.

So innenlagerlos die INpower ausgeliefert wird, so zahnlos liegt sie auch im Karton. Soll heißen: Kettenblätter bitte extra besorgen. Die Rennrad-Kurbeln gibt es mit 110 und 130 mm Lochkreis, womit viele Kettenblattkombinationen möglich werden.
Ob klassisch rund oder mit den ovalen Q-Rings, muss jeder für sich entscheiden. Die Messelektronik des INpower soll den Spaniern zufolge jedenfalls mit beiden Formen zurechtkommen, was bei einigen anderen Herstellern laut eigener Aussagen nicht immer der Fall ist.

Kurzer Ausflug in die Theorie

Warum kommt es zwischen ovalen Kettenblättern und Powermetern manchmal zu leichten Verständigungsschwierigkeiten? Powermeter gehen davon aus, dass die Rotationsgeschwindigkeit der Blätter während einer Umdrehung gleichmäßig bleibt. Für runde Kettenblätter ideal. Treten nun aber wie bei ovalen Blättern unterschiedliche Geschwindigkeiten während eines Umlaufs auf, kann es zu Berechnungsproblemen kommen, wenn der Powermeter zu große Samplingraten aufweist. Je engmaschiger die Messsamples - je öfter also pro Sekunde aufgezeichnet wird -, desto genauer kann eine Kurbelumdrehung analysiert werden, und umso genauer wird die Leistungsmessung auch mit ovalen Blättern. Mittels der hohen Samplingrate, welche eine Positionierung in der Achse ermöglicht - auf ihr liegt ja permanent Drehmoment an - will Rotor dieses Problem minimieren.

Wie auch immer man sich entschieden hat, sollte man sich im nächsten Schritt vergewissern, dass Batterie und Abdeckung entfernt sind, bevor die Kurbel in den Rahmen kommt. Keine Ahnung warum, aber die Gebrauchsanweisung wünscht's, und wir befolgen es. Man will ja keine unnötigen Schäden verursachen, um anschließend nächtelang das „hätte ich“-Spiel zu spielen. Also Batterie raus, die geforderten Spacer – in unserem Fall ein dünner Kunststoffring – platzieren und rein mit der Kurbel in den Rahmen.
Über die Antriebsseite werden die beiden Arme mittels Inbusschlüssel miteinander verschraubt, zur Sicherung kommt noch eine zweite Schraube obenauf. Jetzt geht's ans Feintuning. Damit die Kurbel leicht läuft, gleichzeitig aber kein Spiel entwickelt, sitzt an der linken Seite ein kleiner, Preload Adjuster genannter Ring, der von Hand im Uhrzeigersinn angezogen werden will. Dieser Prozess kann schon ein paar Minuten in Anspruch nehmen. Sollte man auf gar keinen grünen Zweig kommen, empfiehlt Rotor, die Kurbel zu demontieren und bei zu viel Einstellbereich einen Washer hinzuzufügen, vice versa selbigen zu entfernen.

Ist der handwerkliche Teil der Montage erledigt, geht es an die Elektronik. Befinden sich keine anderen aktiven Powermeter im Raum, wovon man in der Regel wohl ausgehen kann, kann der Pairing-Prozess automatisiert ablaufen. Dazu den INpower kurz „aufwecken“, was so viel bedeutet wie: ein paar Meter fahren oder fester Druck mit dem gesamten Körpergewicht auf das linke Pedal. Anschließend am Fahrradcomputer oder in der Rotorsoftware am PC „scan“ (oder wie auch immer die Funktion am jeweilgen Endgerät bezeichnet sein mag) wählen und die Verbindung läuft automatisch.
Für die Kalibrierung ist dann entweder ein aktueller Fahrradcomputer oder ein PC, der via Software und ANT+ Dongle mit dem Powermeter verbunden ist, nötig. Alte Fahrradcomputer vom Typ eines Edge 500 sind ebenso kompatibel, das Setup muss dann jedoch via USB-Dongle und Rotor-Software am PC vorgenommen werden. Wie auch immer: Kalibrieren muss man den INpower stets zweimal.
Hierzu das Fahrrad möglichst gerade stellen und den linken Kurbelarm unbelastet nach unten schauen lassen. Jetzt sollte der Wert „1000“ am Display erscheinen. Für den zweiten Schritt die Kurbel mindestens zwei Rotationen drehen und wieder bei senkrecht nach unten stehendem Kurbelarm kalibrieren. Nun sollte eine Zahl zwischen +/- 200 angezeigt werden. Ist dies der Fall, steht der ersten Testfahrt nichts mehr im Wege. Alle 30 Betriebsstunden beziehungsweise nach Kettenblatttausch oder sonstigen Um- und Einbauten sollte der Prozess wiederholt werden.

Was den INpower ebenfalls interessant macht, ist die Tatsache, dass sein Besitzer faktisch alle Servicearbeiten selbstständig durchführen kann. Eine handelsübliche AA Batterie – sie soll laut Hersteller für 300 h ausreichen – dient als Stromversorgung und kann über die Serviceklappe problemlos selbst gewechselt werden. Wer eine Taschenlampe sein Eigen nennt undbedienen kann, der sollte auch mit dieser Aufgabe zurechtkommen. Lediglich der Dichtungsring an der Verschlusskappe will mit Vorsicht behandelt werden. Andernfalls könnten unwillkommene Wassereinbrüche ob mangelnder Abdichtung die Folge sein.
Auch Firmware-Updates sind in der heimischen Garage oder im Wohnzimmer schnell erledigt. Update downloaden, Software und Powermeter mittels ANT+ Dongle verbinden. Über die Schaltfläche „Firmware-Updates“ kann dann die Aktualisierung vorgenommen werden. Das Einsenden der Kurbel, wie bei vielen Konkurrenten nötig, entfällt somit.

Praxis

Unser Testmuster kam zuerst als 1x-Version am Ritchey Crosser, später mit Q-Rings in 2-fach Ausführung am guten alten Trek zum Einsatz. Beide Male mit BSA-Lagern installiert, zeigten sich für ein und dieselbe Leistungsmesseinheit doch große Diskrepanzen in der Anwendung.
Die daraus gezogene Lehre: Bei der Montage der Kurbel gilt es, penibel alle Details einzuhalten. Andernfalls können – wie in unserem Fall – große Leistungsabweichungen entstehen. Das Problem am Ritchey? Rotors INpower misst einseitig links. Klickt man sich nun während der Fahrt auf besagter linker Seite aus dem Pedal aus und sorgt in weiter Folge nur mit dem rechten Bein für Vortrieb, sollte am Garmin Display laut Adam Riese eine Fette 0 vor der Wattanzeige stehen. Tat es aber nicht. Stur zeigte das System 15 Geisterwatt als momentane Leistung. Softwarefehler? Firmware-Update? Eher weniger. Wohl eher hatte sich irgendwo in der Montage- und Kalibrations-Kette ein unauffindbarer Fehler eingeschlichen. Denn nach dem Umbau auf 2-fach Antrieb und in ein anderes Bike waren auch ohne Firmware-Update plötzlich 10 Watt verschwunden.

Was bei uns – und laut Rotor auch bei jedem INpower – in Kombination mit Garmins Headeinheiten blieb, waren Geisterwatt in der Höhe von 1-2, am Cyclus2 bis zu 4 Watt. Auf ebener Strecke bei Trittfrequenzen über 80 rpm waren es 0, bei niedrigeren 1, und bei steilen Rampen und wirklich niedriger Frequenz kurzzeitig 2 Watt. Dies liegt dem technischen Service der Spanier zufolge in den Voreinstellungen der Garmin Geräte begründet. Darüber hinaus ist ein Teil der gemessenen Watt auch auf die Fliehkräfte, welche auf das rotierende linke Pedal einwirken, zurückzuführen. Großes Problem? Eher nicht. Aber erwähnt wollten wir es an dieser Stelle dennoch haben.

Ansonsten zeigt sich der INpower bei korrekter Montage im Alltag unproblematisch. Die Kurbel selbst ist, wie für Rotor typisch, angenehm steif und wertig verarbeitet. Auch bei Stürzen ist die Messeinheit selbst gut geschützt. Wirkt sich eine Brez'n bis in das Tretlager aus, sollte ein beschädigter Powermeter akut wohl ohnehin das geringste Problem darstellen.

Konzeptbedingt muss man beim INpower, wie bei allen anderen einseitig messenden Leistungsmessern auch, ein paar Eigenarten in Kauf nehmen, bezahlt dafür aber in der Regel auch entsprechend weniger als für beidbeinige Messgeräte.
Einseitige Messung bedeutet, dass immer etwas Mathematik und Kalkulation seitens des Systems nötig wird, um tatsächliche Wattwerte ans Display geliefert zu bekommen. Soll heißen: Gemessen wird links, die geschätzte momentane Leistung des rechten Beins wird addiert. Hat man nun große Diskrepanzen in seiner Links/Rechts-Balance, entstehen dadurch unabdingbar fehlerhafte Leistungsoutputs. Zwar versucht man bei Rotor durch einstellbare Balancewerte dieses Problem zu minimieren, dies funktioniert aber auch nur dann, wenn man erstens seine Balance kennt, und zweitens auch konstant tritt.
Was bei gleichmäßiger Fahrt und im Hobbybereich für die allgemeine Trainingssteuerung und Kontrolle unserer Meinung nach absolut ausreicht, kann hingegen bei intensiven Intervallen und häufigen Antritten doch zu verfälschten Leistungsdaten führen. Denn die Erfahrung zeigt, dass sich in gewissen Situationen, sei es im Wiegetritt, oder durch Ermüdung, auch die Balance zwischen den Beinen immer wieder ändert.

Tests am Cylus2

Testprotokoll

Cyclus2
(Watt Avg)
Rotor
(Watt Avg)
Rotor
Abweichung (Watt)
Rotor
Abweichung (%)
Nullstelle-Kalibration
Warm-up 15 min-- - -
Nullstelle-Kalibration
30 min, sitzend200214,314,37,1 %
Nullstelle-Kalibration
15 min, sitzend200215,415,47,7 %
### Cyclus & INpower gänzlich aufgewärmt
Nullstelle-Kalibration
90 sek, sitzend200223,6 23,611,8 %
90 sek, sitzend ***250 Watt Ausgeruht***
250274,824,89,9 %
90 sek, sitzend300317,217,25,7 %
60 sek, sitzend
350367,117,14,9 %
### Wiegetritt & Li/Re-Balance
90 sek, stangeln200210,610,65,3 %
90 sek, stangeln *** 250 Watt Wiegetritt ***250258,78,73,5 %
90 sek, stangeln300311,011,03,7 %
3 min, sitzend ***erschöpft ***200218,018,09,0 %
10 sek, mit linkem Bein200416.0216108,0 %
10 sek, mit linkem Bein korrigiert auf 50/50
Beinkraftverteilung
20020884 %
10 sek, mit rechtem Bein2004,3-195,7-97,8 %

Wie alle unsere Leistungsmesser, musste sich auch der INpower samt dem Verfasser dieser Zeilen durch unsere Tests am Cyclus2 quälen, um die gemessenen Werte mit einer Referenzleistung vergleichen zu können. Tests im Sitzen und im Wiegetritt, mit wenig Leistung sowie mit viel Druck am Pedal brachten hervor, dass der INpower konstant zu hohe Messungen produziert. Diese variieren je nach Messprotokoll zwischen 3 und 10 %. Auffällig war, dass im Wiegetritt, wo andere Systeme sonst oft so ihre Schwierigkeiten haben, die höchste Genauigkeit vorzufinden war.
Darüber hinaus hat auch die Sitzposition teils spürbare Auswirkungen auf die Systemgenauigkeit. In unserem Setup - Q-Rings, voreingestellte Kraftbalance von 50/50 und Holzhackertritt - fanden sich bei aufrechter, freihändiger Fahrt geringere Abweichungen von den vom Cyclus2 vorgegebenen Werten, als dies bei selber Leistung und Trittfrequenz am Unterlenker der Fall war. Eine Theorie hierfür wäre die unterschiedliche Krafteinwirkung auf die Q-Rings in den verschiedenen Positionen. Allerdings meint der Hersteller, die Verwendung der ovalen Blätter sei unbedenklich, und wirke sich nicht aufs System aus.
Fakt ist, dass in unserem Testlauf untenstehende Abweichungen aufgetreten sind. Diese sind grundsätzlich im Rahmen dessen, was erfahrungsgemäß auch andere einseitige Messinstrumente der Konkurrenz im Vergleich zum Cyclus2 aufweisen.

Fazit

Rotor INpower
Modelljahr:2015
Testdauer:ca. 500 km
+Optik
+Aussehen und Verarbeitung
+Benutzerfreundlickeit
+Kompatibilität
oLeistungsabweichung zum Cyclus2
-Offset ist nicht konstant
BB-Urteil:Günstiger und robuster Powermeter mit interessantem Konzept.
Dier Rotor INpower ist, wie bereits erwähnt, zur grundlegenden Überwachung des Trainings – und das ist es, was das Gros der potenziellen Käufer will – absolut ausreichend, und in Kombination mit Herzfrequenzgurten ein mehr als wirksames Trainingsmittel.
Für jene, die auf der Suche nach den letzten 5 Watt mit akribischen Trainingsprotokollen arbeiten, stellen wohl zweiseitige Systeme vom Kaliber eines Rotor Power, Power2Max oder SRM die bessere Wahl dar.

Wer zum günstigeren Preis mit systembedingten Abweichungen leben kann, für den ist der INpower eine empfehlenswerte Alternative. In der Achse geschützte Messelektronik, unkomplizierter Einbau, Updates und Batteriewechsel – letzterer sogar ohne Werkzeug –, stehen auf der Habenseite. Ob man dafür die möglichen Messungenauigkeiten in Kauf nimmt oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Eine wertige Wahlmöglichkeit zur Konkurrenz stellt der Spanier in jedem Fall dar.

Fein sind auch die mitgetesteten Q-Rings, die sich bereits nach kurzer Eingewöhnungszeit angenehm natürlich anfühlten und den Tritt subjektiv geschmeidiger machten. Über wissenschaftlich fundierte Ergebnisse zum Thema lässt sich streiten. Fakt ist jedoch, dass man - oder zumindest der Verfasser dieser Zeilen - ein gutes Gefühl damit hat. Feel good, ride good, wie man so schön sagt. Ausprobieren lohnt sich in jedem Fall.

Seite 1 von 2 12
Ergebnis 1 bis 15 von 27
  1. #1
    Registrierter Benutzer
    User seit
    Jun 2012
    Ort
    krieglach
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    473

    Rotor INpower

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  2. #2
    the dude rocks ..... Avatar von wüdi
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    Servus,

    danke für den genauen und ausführlichen Bericht. Ist auf jeden Fall ein weiteres interessantes Teil.

    Vielleicht noch die Überschrift beim Testprotokoll von Stages auf Rotor ändern.

    lg

  3. #3
    rund und gsund Avatar von NoFlash
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    eigentlich ein stolzer Preis für ein einbeiniges Powermeter mit diesen systembedingten Ungenauigkeiten. interessant wäre vielleicht noch gewesen, ob mit runden Blättern am Prüfstand tatsächlich das gleiche Ergebnis gewesen wäre

  4. #4
    früher mal Weltmeisterin Avatar von NoMan
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    Vielleicht noch die Überschrift beim Testprotokoll von Stages auf Rotor ändern.
    Ein Klassiker. Wer checkt schon Überschriften (außer den Lesern natürlich)
    merci!
    NoMan

  5. #5
    Admin Avatar von NoSane
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  6. #6
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    Zitat Zitat von NoFlash Beitrag anzeigen
    eigentlich ein stolzer Preis für ein einbeiniges Powermeter mit diesen systembedingten Ungenauigkeiten...
    inkl. Kurbel geht der Preis allerdings wieder in Ordnung.

  7. #7
    zwartrijder
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    Danke für den Test - erleichtert mir die Entscheidung ungemein.

  8. #8
    rund und gsund Avatar von NoFlash
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    da hast du natürlich recht. aber um den Preis bekomme ich auch ein P2M samt Kurbel, welches deutlich zuverlässigere Werte ausspuckt als das INpower
    Zitat Zitat von Forstus Beitrag anzeigen
    inkl. Kurbel geht der Preis allerdings wieder in Ordnung.

  9. #9
    Admin Avatar von NoPain
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    Zitat Zitat von NoFlash Beitrag anzeigen
    da hast du natürlich recht. aber um den Preis bekomme ich auch ein P2M samt Kurbel, welches deutlich zuverlässigere Werte ausspuckt als das INpower
    Ich persönlich würde ebenfalls einem System, das die gesamte Kraft misst, also links und rechts, den Vorzug geben.

    Dennoch: Ein großer Vorteil vom INpower ist, dass er völlig Spider-unabhängig funktioniert. Hast du z.B ein Rad mit einer 3D30 mit BCD130 und eines mit 3D+ BCD110 und vielleicht noch ein drittes mit 3D+ CX 1x11, reicht die günstige Variante "INpower only", also linker Kurbelarm mit 30mm Spindel und du kannst einen PM für alle drei Varianten nutzen. Bei P2M bräuchtest du schon mind. zwei Sensoren, wobei 1x11 in einen Kettenlinien-Kompromiss ausarten würde.

  10. #10
    no DISCussion please! Avatar von kapi
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    Interessanter und guter Test, wobei ich auch glaube, dass der Markt für einen "einseitigen Premiumpowermeter" mittlerweile (aufgrund der vielen Alternativen und laufend fallenden Preisen) überschaubar ist.

    Ein paar Fehler sind mir aufgefallen:
    -die Gewichtersparnis gegenüber SRM von 250g kann nicht stimmen (der ganze Kurbelstern mit Messeinheit von SRM wiegt nicht so viel), kann es sein dass hier die Werksangabe von SRM (die normal inkl Kettenblätter ist) zum Vergleich genommen wurde?
    -eine Achse die Drehmoment überträgt ist keine Achse, sondern eine Welle

    Interessant wäre auch die Frage ob der Tester die L/R Balance angepasst hat, sonst sind Bewertungen der Absolutwerte Makulatur.
    Geändert von kapi (06-02-2016 um 12:18 Uhr)

  11. #11
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    Wie im Text geschrieben steht, haben wir die Balance bei den voreingestellten 50/50 belassen. Ohne exakte Werte zu kennen, und in Anbetracht der Tatsache, wie sich die Balancewerte bei zunehmender Ermüdung, im Wiegetritt etc. verändern, wohl die objektivere Methode. Vor allem, dann, wenn man mit anderen einseitigen Geräten vergleichen möchte.

    Bei SRM haben wir die Werksangaben herangezogen, ja. SRM 3d+ Werksangabe 776 g (mit 53/39er Kombi), INpower 3d+ 525 g zuzüglich 53/39 er Blätter 145 g = 670 g. Bleiben 100 g Differenz in den offiziellen Werksangaben der beiden Hersteller. Danke
    Geändert von Luke Biketalker (08-02-2016 um 11:31 Uhr)

  12. #12
    no DISCussion please! Avatar von kapi
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    3.949
    Wenn man den Test so vereinfacht dass man 50/50 annimmt, darf man meiner Meinung nicht als Kritik anführen dass der Absolutwert nicht mit dem Cyclus überein stimmt und gerade der Vergleich mit anderen einseitigen Leistungsmessern ist in dem Zusammenhang interessant.

    Stages bietet bis dato die Einstellung L/R nicht an, für mich ein großer Nachteil. Bei mir zB ist die L/R Verteilung (sowohl laut Vector, als auch laut P2M) 48/52 und zwar unabhängig von der absoluten Leistung als auch von der Ermüdung. Rotor (oder 4iii) wären daher für mich (zumindest theoretisch) durchaus interessant.

  13. #13
    Registrierter Benutzer
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    Kann man es bei diesem System nicht als großen Vorteil sehen, dass man hier den runden Tritt Schulen kann, da man die Hubphase dargestellt bekommt - Stichwort Drehmomenteffiktifität.
    Wäre das auch bei einem Power2max oder Quarq möglich?

  14. #14
    Registrierter Benutzer Avatar von mahatma
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    Zitat Zitat von felixl Beitrag anzeigen
    Kann man es bei diesem System nicht als großen Vorteil sehen, dass man hier den runden Tritt Schulen kann, da man die Hubphase dargestellt bekommt - Stichwort Drehmomenteffiktifität.
    Wäre das auch bei einem Power2max oder Quarq möglich?
    Runder Tritt = Marketing Bla Bla. Gibt keine Studie, die besagt, dass ein "runder" (möglichst gleichmässiger) Tritt besser ist als was anderes. Gleiches gilt für die R/L Verteilung. Die ist nur wichtig, wenn man versucht einbeinigen "Schätzometern" beizubringen vergleichbare Gesamtwerte auszuspucken.

    Das beste was ich zum praktischen Nutzen der erweiterten Messwerte kenne ist das da: http://www.hunterallenpowerblog.com/...ght-power.html

    Da steht aber letztlich auch nur das Wie drinnen und nicht was man dann damit macht.
    "Without action, you aren't going anywhere" - http://blog.jpansy.at

  15. #15
    zwartrijder
    nicht registriert
    Kann den Inpower schon jemand sein Eigen nennen?

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