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Wahoo Kickr

Alle Pragmatiker, die keine Spinning-Kurse besuchen oder Hochleistungs-Ergometer ihr Eigen nennen wollen, brauchen trotz Kälte, Schnee und Dunkelheit nicht auf spezifisches Radtraining verzichten. Der KICKR Power Trainer von Wahoo Fitness ist eine ernsthafte Indoor-Alternative fürs Wintertraining mit dem eigenen Rennrad oder Mountainbike.

Neben einem akzeptablen Geräuschpegel und verschwindend geringen Vibrationen (der Nachbar dankt's) glänzt die Trainingsrolle mit einer stabilen Aufnahme an den hinteren Ausfallenden und integrierter Watt-Steuerung über iPhone, iPad, Android oder PC. Lange Trainingsfahrten, hohe Watt-Widerstände, maximale Auslastungen und Sprints im Wiegetritt sind ohne weiteres möglich und kommen der Realität sehr nahe. Zusätzlicher Vorteil: Am Trainingsrad stimmt auf Anhieb die Sitzposition, Tretmotorik und Koordination lassen sich verbessern und man kann in den eigenen vier Wänden wetterunabhängig bei konstanten Umgebungsfaktoren trainieren.

Wer sich trotz Einhaltung persönlicher Intervallvorgaben nicht ausgelastet fühlt, kann das Rollentraining mit zahlreichen interaktiven Trainingsprogrammen (siehe unterhalb) ebenso effektiv wie abwechslungsreich gestalten. Den Versprechen des Herstellers zum Trotz empfiehlt sich für präzises, wattgesteuertes Training ein eigener Leistungsmesser am Rad - ansonsten besteht die Gefahr, dass man nicht exakt mit der eigentlich geplanten Intensität trainiert.

Wahoo Kickr Power Trainer

Tech Specs

Bremseelektronisch steuerbar, bis max 2.000 Watt ohne Schlupf
Laufradgrößen24" RD, 24" MTB, 650c RD, 26" MTB, 700c RD, 650b MTB, 29"
Nabenbreiten130 mm (Road) oder 135 mm (MTB oder Road Disc)
Kassette/FreilaufSram/Shimano 10-speed 11-25 (out-of-the-box)
Frelauf ist kompatibel mit Sram/Shimano 7/8/9/10/11-speed,
für Campagnolo 9/10/11-speed ist ein anderer Freilauf notwendig (€ 69,99)
AchseSchnellspanner QR-9 (out-of-the-box)
für 12x142 mm through axle gibt es einen eigenen Kit (€ 29,99)
Gewicht20,5 kg
Staumaß52 x 23 x 47 cm
TrainingseignungGrundlage, Kraftausdauer, Schwellentraining, VO2-Max-Training, kurze und lange Sprints
Lautstärke*68.7 Dezibel (32 km/h bei 200W), 83.5 Dezibel (48 km/h bei 200W), 86.1 Dezibel (80 km/h bei 200W)
Preis€ 1.199,99 (eu.wahoofitness.com)

* gemessen von DC Rainmaker

Unboxing & Inbetriebnahme

Auspacken, aufklappen, einspannen, anstecken. Fast fertig. Der KICKR ist out-of-the-box in mechanischer Hinsicht völlig einsatzbereit. Die Verarbeitung ist hochwertig, seine Füße lassen sich in der Höhe verstellen, um auch auf unebenen Böden einen stabilen und waagrechten Stand zu finden, und die hinteren Ausfallenden des Rads werden direkt auf das Ritzelpaket gespannt. Durch Tausch des integrierten Nabenadapters eignet sich der Trainer für 130- und 135-Millimeter-Hinterbauten. Die einfache Höhen-/Winkelverstellung macht ihn ebenfalls für alle gängigen Laufradgrößen kompatibel. Grundsätzlich benötigt der KICKR eine 220V Stromversorgung, es soll aber auch ein Kabel für 12V-Zigarettenanzünder geben. Ob man den KICKR mit seinen 20,5 Kilogramm Lebendgewicht gerne spazieren trägt, sei mal dahingestellt.

Vor der ersten, ernsthaften Inbetriebnahme sollte die Firmware vom KICKR auf den letzten Stand gebracht werden und ein initialer Spindown (Nullstellen-Kalibrierung durch den Anwender) durchgeführt werden. Das geht am einfachsten mit dem iPhone, iPad oder Android Handy und der kostenlosen Wahoo Utility App, die über iTunes oder den Google Play Store geladen werden kann.

Nun muss der KICKR nur mehr mit der App verbunden und die selbsterklärenden Schritte "Update" und "Init Spindown" durchgeführt werden. Das Ganze ist selbst für Technikverächter noch einfacher, als es sich liest.

Wahoo Utility App

Training mittels Wahoo Fitness App
Da sich der KICKR nur über Bluetooth oder ANT+ steuern lässt, ist die Auswahl der Programme - obwohl der Powertrainer offen für Software-Programme von Drittanbietern ist - ein wenig eingeschränkt. Am einfachsten funktioniert die Steuerung mit der kostenlosen Wahoo Fitness App, die für Radfahrer und Läufer konzipiert wurde und mit den meisten iPhones, iPads und Android-Geräten kompatibel ist.
Diese erlaubt in erster Linie das Einstellen fixer Widerstände (in Watt, Widerstandsstufen oder simulierten Widerstands-%) und bietet keinerlei Möglichkeiten für automatisierte Trainingsprogramme, um beispielsweise GPX Strecken abzufahren oder ein vorprogrammiertes Intervalltraining zu absolvieren. Außerdem handelt es sich dabei um keine native iPad Applikation - d.h. sie ist zwar für Handys optimiert, läuft auf Pads allerdings nur hochskaliert und im Hochformat.

Geräte-Kompatibilität
  • iPhone 6, 5S, 5C, 5, 4S, iPod Touch 5th
  • iPad 3 oder neuer, alle iPad Mini
  • Android 4.3 oder neuer mit Bluetooth 4.0 Unterstützung

Sensoren-Kompatibilität
  • alle mit Wahoo gekennzeichneten Fitness-Sensoren: BlueHR, BlueSC, RFLKT, KICKR, TICKR, TICKR Run und viele mehr!
  • Sensoren mit Bluetooth 4.0
  • Sensoren mit ANT+ (Achtung: das Steuergerät auf welchem die App läuft muss ANT+ ebenfalls unterstützen)
Trainings-Webseiten und Formate
  • Uploadmöglichkeit auf GarminConnect.com, Strava.com, TrainingPeaks.com, MapMyFitness.com, Runkeeper.com, Nike+.com, MapMyTracks.com, 2Peak.com, RideWithGPS.com, dailymile.com, MyFitnessPal, Dropbox.com
  • versende Daten in den Formaten .pwx, .tcx, .csv, .gpx oder.wf per E-Mail

Weitere Rad-Features
  • Erfassung und Anzeige von Rad-Power-Daten (Watt, Power, nPower, iFactor, TSS, Meanmax 20 Sekunden, 1, 2, 20, oder 60 Minuten), kompatibel mit allen ANT+ Powermetern (Achtung: das Steuergerät auf welchem die App läuft muss ANT+ ebenfalls unterstützen)
  • bis zu 5 Anzeigen fürs Radfahren
  • die App berechnet deine persönlichen Pulszonen, zeigt dir deinen aktuellen, durchschnittlichen und deinen Maximalpuls an und wie lange du während des Trainings in den verschiedenen Zonen warst
  • Berechnung der verbrauchten Kalorien (anhand Alter, Gewicht, Größe)
  • spezielle KICKR-Trainingsanzeige mit vier Modi: Widerstand-Level, Ergo-Modus, Simulationsmodus und manueller Modus

Alternative KICKR kompatible Apps
  • Trainer Road: strukturierte Workouts inkl. zahlreichen Analysemöglichkeiten (PC)
  • Kinomap: fahre Videos in Echtzeit ab (PC, iPhone, iPad)
  • Segments: match dich mit den Kings und Queens auf ihren Strava-Segmenten (iPad)
  • iMobileIntervals: Trainingsplattform mit FTP-Test (iPhone, iPad)
  • MTB-Simulator: Online Plattform (PC mittels Garmin-ANT+ Usb Stick)
  • BKOOL: virtuelle Trainingsplattform mit 3D-Simulation (PC, iPad)
  • PerfPro: Performance Trainings-SW (PC)
  • VirtualTraining: virtuelle Trainingsplattform (Desktop-, Tablet)
  • Zwift: Multi-Player Indoor Cycling mit 3D-Simulation (Mac, PC)

Test: Watt-Genauigkeit (SRM)

Ausgestattet mit integrierter Leistungsmessung, sollte sich der KICKR hervorragend zum professionellen Watt-Training eignen. Wer allerdings sehr spezifisch und intensiv nach Leistung trainiert, wird um einen "echten" Powermeter nicht umhinkommen. Denn wattgesteuerte Rollentrainer funktionieren für gewöhnlich relativ ungenau und sind zudem einer recht hohen Temperaturdrift unterworfen, die mit zunehmender Trainingsdauer die Wattwerte immer mehr verfälscht - in Summe sind plus/minus 10 bis 20 Watt keine Seltenheit.

Um die Messgenauigkeit des KICKRs zu prüfen brachte ich ihn mitsamt meiner SRM Kurbel (Pm7 Cannondale) auf Zimmertemperatur und fuhr beide Geräte 15 Minuten lang warm. Danach kalibrierte ich die Nullstelle des KICKRs mittels der eingebauten Spindown-Funktion (Wahoo Fitness App) und nullte das SRM ab. Es folgten zwei Stufentests von 200 Watt bis 350 Watt mit zwischenzeitlicher Nullstellen-Kalibrierung beider Geräte.

Resultat: Die integrierte Leistungsmessung des KICKRs zeigte nach dem Abnullen (Spindown) eine recht hohe, jedoch sehr stabile Abweichung (+15 Watt) im Vergleich zum SRM Leistungsmesser, den ich zuvor einem Vergleichstest mit dem Cyclus2 unterzogen hatte, welchen er anstandslos bestand. Oder anders gesagt: Der KICKR besitzt einen stabilen Offset von im Schnitt +15 Watt gegenüber dem Cyclus2 Hochleistungsergometer.

Stufentest

 KICKR
Gesamt (Watt Avg)
SRM
Gesamt (Watt Avg)
KICKR
Abweichung (Watt)
KICKR
Abweichung (%)
NullstelleSpindownAuto-Null  
Intervall 2 min200184+16+8,7%
Intervall 2 min250235+15+6,4%
Intervall 2 min300285+15+5,3%
Intervall 2 min350333+17+5,1%
NullstelleSpindownAuto-Null   
Intervall 2 min200184+16+8,7%
Intervall 2 min250234+16+6,8%
Intervall 2 min300286+14+4,9%
Intervall 2 min350336+14+4,2%

Test: Temperaturdrift (SRM)

Die Temperaturdrift eines Trainers mittels Powermeter zu analysieren und zu dokumentieren, ist ein zwiespältiges Unterfangen, denn Sensoren, die per Dehnmesstreifen die erbrachte Leistung ermitteln, sind prinzipiell mit ähnlichen Temperaturdrift-Problemen (teils 1-4 Watt pro geändertem Grad Celsius) behaftet. Deshalb führte ich diesen Versuch sowohl mit meinem SRM Leistungsmesser durch, der von Werk aus als sehr driftresistent gilt, als auch mit dem neuesten Power2Max Type S samt integrierter Temperaturkompensation. Den P2M habe ich in der vergangenen Saison sehr oft am Cyclus2 auf die Probe gestellt und kann mit Fug und Recht behaupten, dass er dank seinem Software-Algorithmus und individuell ermittelter Temperaturkennlinie ebenfalls sehr driftresitent ist.

Erneut brachte ich den KICKR und das SRM (Referenz) auf Zimmertemperatur, ermittelte die KICKR-Gerätetemperatur (24,0 °C) und fuhr beide Geräte 15 Minuten lang warm. Nach einem erneuten Spindown (26,6 °C) und Auto-Null am SRM folgten 30 Minuten bei 200 Watt und gleichmäßiger Trittfrequenz.

Resultat: Während dieses Intervalls stellte sich eine ähnliche Durchschnitts-Abweichung ein wie beim Stufentest zuvor. Allerdings ist an der roten Trend-Linie zu erkennen, dass die vom SRM gemessenen Wattwerte mit fortlaufender Zeitdauer bzw. Erwärmung (der KICKR hatte am Ende 33,2 °C) ein klein wenig absanken. Vergleicht man die ersten drei mit den letzten drei Minuten, so betrug die Temperaturdrift in etwa 4 Watt (2,2%).
Umgehend fuhr ich ein zweites Intervall über 30 Minuten, in welchem sich der KICKR nur mehr um 1,6 °C auf 34,8 °C erhitzte. Dementsprechend geringer war auch seine Drift (2 Watt Differenz zwischen den ersten drei und den letzten drei Minuten entsprechen in diesem Fall 1,1%).

Interpretation: Wer nach KICKR-Wattwerten trainieren möchte, sollte auf einen Spindown nach 15 minütigem Warmup nicht verzichten. Um weiterer Temperaturdrift Herr zu werden, empfiehlt sich ein zweiter Spindown nach weiteren 30 Minuten. So bleiben die Trainingswerte mit vorangegangenen und noch folgenden KICKR-Trainings vergleichbar.

Tipp: Für einen besonders gleichmäßigen Tret-Widerstand empfiehlt sich ein hoher Gang (bsp. 53-15). Zusätzlich wird die Bremse des KICKRs spürbar entlastet, das System erhitzt sich weniger stark und die Drift fällt insgesamt deutlich niedriger aus. Wir haben den gleichen Test mit kleineren Gängen (bsp. 39-21) durchgeführt und die interne Temperatur des KICKRs war bereits nach 15 Minuten um durchschnittlich 10 Grad Celsius höher.

Dauerleistung

 KICKR
Gesamt
(Watt Avg)
SRM
Gesamt
(Watt Avg)
KICKR
Abweichung
(Watt Avg)
SRM
Min 1-3
(Watt Avg)
SRM
Min 28-30
(Watt Avg)
KICKR
Drift (Watt)
KICKR
Drift (%)
NullstelleSpindown
24,0 °C
Auto-Null     
Warm-up 15 min150109- - - - -
NullstelleSpindown
26,6 °C
Auto-Null     
30 min200185+15187183+4+2,2%
NullstelleSpindown
33,2 °C
Auto-Null     
30 min200184+16185183+2+1,1%
NullstelleSpindown
34,8 °C
Auto-Null     

Test: Watt-Genauigkeit & Drift (P2M)

Um unser finales Testergebnis zu prüfen und zu untermauern, fuhren wir noch einige Trainings mit dem P2M Type S. Wie erwartet mit nahezu gleichem Ergebnis in Bezug auf Genauigkeit und Drift. Im direkten Vergleich zum SRM zeigte der P2M zwar ein Euzerl weniger an, allerdings ist das gleiche Phänomen auch am Cyclus2 zu beobachten.

Kontroll-Test

 KICKR
(Watt Avg)
Power2Max
(Watt Avg)
KICKR
Abweichung (Watt)
KICKR
Abweichung (%)
NullstelleSpindownAuto-Null  
Warm-up 15 min150125 - -
NullstelleSpindownAuto-Null  
30 min200183+17+9,3%
NullstelleSpindownAuto-Null  
30 min200186+14+7,5%
NullstelleSpindownAuto-Null  
120 sek200185+15+8,7%
120 sek250232+18+7,8%
120 sek300282+18+6,4%
120 sek350333+17+5,1%

Kalibrierungs-Tool


Ursprünglich nur für den Hersteller oder das lokale Service Center gedacht, kann das Wahoo KICKR Calibration Kit auch um 99,99 USD bestellt werden. Im Lieferumfang befinden sich ein präzises Kalibrierungs-Gewicht, ein Kalibrierungs-Arm aus Metall und der Download-Zugang zur Software (nur kompatibel mit Apple iOS und einem Bluetooth 4.0 tauglichen Endgerät). In wenigen Schritten können die Factory-Settings überschrieben und die Wattgenauigkeit des KICKRS neu kalibriert werden.

Aus Interesse haben wir uns den Calibration Kit in Übersee bestellt und eine Hardware-Kalibrierung vor den oben erwähnten Tests durchgeführt. Im direkten Vergleich zu vorangegangenen Stufentests brachte die Kalibrierung keine großartige Änderung - dennoch konnte der Offset um 5 Watt (von ca. 20 auf 15 Watt) reduziert werden.

Fazit

Wahoo KICKR Power Trainer
Modelljahr:2014
Testdauer:4 Wochen (NoPain) bzw.
>1 Jahr (Mahatma)
+realistisches Fahrgefühl
+direkte Leistungsmessung
+hohe Bremskraft mit Sprint-Eignung
+Steuerung/Aufzeichnung über iPhone, iPad, Android oder PC
+Datenübertragung wireless über Bluetooth 4.0 und/oder ANT+
+standfestes Design
+Kalibrierung mittels Tool möglich
+Rahmenkompatibilität (Rennrad, MTB, TT/Tri, Renner mit Discs)
oLärmpegel im guten Mittelfeld
oeingeschränkte Mobilität wegen hohem Gewicht und benötigter Stromversorgung
onur geringe Temperaturdrift im Vergleich zu anderen Rollentrainern
-Watt-Genauigkeit (hoher, nicht einstellbarer Offset)
Preis:€ 1.199,99
BB-Urteil:Tausend zu eins im Vergleich zu einem gewöhnlichen Rollentrainer.
Der KICKR bietet dank seiner schweren Schwungmasse (Gesamtgewicht Trainer + Rad ca. 30 kg) und der kräftigen Bremse ein sehr realistisches Fahrgefühl. Da der Hinterbau direkt auf das Ritzelpaket gespannt wird, gibt es auch bei härtesten Antritten keinen Schlupf - desweiteren steht die stabil und hochwertig verarbeitete Konstruktion fest am Boden und die rauen Gummifüße verhindern ein Hin- und Herrutschen.

In puncto Lautstärke befindet sich der vibrationsarme Power Trainer im guten Mittelfeld - lediglich jenseits von 100 Umdrehungen pro Minute wird es etwas laut. Auch DB-Messungen von DC Rainmaker bestätigen diesen Umstand - nicht nur der Wattwiderstand, sondern in erster Linie der eingelegte Gang bzw. die Trittfrequenz bestimmen den Grad der Lärmentwicklung.

Mit der Wattsteuerung und seinem hohen Bremswiderstand (max. 2.000 Watt) eignet sich der KICKR gerade für spezifisches Schwellen-, VO2Max und Sprint-Training. Auch wenn die Watt-Präzision etwas hinter den deutlich teureren Profi-Ergometern von RBM (Cyclus2) und SRM herhinkt und einer messbaren Temperaturdrift unterliegt, kann man außergewöhnlich gut damit trainieren. Seine größte Stärke ist das perfekte Tretgefühl, auch Beschleunigung und Freilauf fühlen sich sehr real an.

Siehe auch: Wahoo KICKR Blog by Jürgen Pansy

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  1. #1
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Wahoo Kickr

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  2. #2
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    Hallo!

    Interessanter Test. Mein Daum ist am kaputtwerden und einfach unglaublich alt und so ein Gerät wo man das eigene Rad aufspannt nicht uninteressant wegen der Sitzposition.

    Meine Frage:
    Da ich mit Dezibel nicht viel anfangen kann meine Frage. Im Gegensatz zu einem Daum Ergometer viel lauter?
    Wenn ich nicht immer kalibrieren will muss ich auch nicht wenn bei mir die Watt um 15 bis 20 Watt abweichen ist mir das Wurscht!

    Ciao Chris

    Ps: Kennt jemand noch günstigere Alternativen?

  3. #3
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Er ist schon lauter als ein Daum. Es kommt aber auf den eingelegten Gang an. 39/25 ist deutlich leiser als 53/15. Funktionieren tut beides, "genauere" Werte erzielst du mMn mit einem hohen Gang, was für Ausdauertraining allerdings völlig wurscht ist.

    Für den Nachbarn klingts (durch normale Wände) in beiden Fällen wie ein Handstaubsauger. Ich selber fahre mit Kopfhörern und da stört das Geräusch überhaupt nicht.

    Eine günstigere Alternative mit allen genannten Vorteilen kenne ich nicht. Es gibt von Elite noch so ein Teil, aber ich bezweifle (nach dem Studium diverser Foren), dass es in Bezug auf Genauigkeit/Zuverlässigkeit/Schwungmasse dem Wahoo Kickr ebenbürtig ist.

    Über Bluetooth kann die FW jederzeit upgedatet werden und ich denke mir, dass das Ding von Update zu Update immer besser wird.

  4. #4
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    Hey! Danke für die Info. Nachbarn hab ich keine nur Kinder und Frau und die wollen nicht gestört werden :-)

  5. #5

  6. #6
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    echt komisch dass der kickr soviel abweichung nach oben hat. ich hab bei anderen gelesen wo die differenz nach unten war - und dacht halt da kommen bestimmt ein paar (2-4%) prozent vom verlust im antriebsstrag (kurbel/kette/ritzel).

    du schreibst als erstes hast du die firmware erneuert (bei mir wars die 1.2.2 und ne neue zeigt er nicht an) - welche version hattest/hast du?

    guter test - waer vielleicht noch spannend gewesen welche apps/software du/ihr (am meisten) verwendest ...

  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von snoeren
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    Zitat Zitat von touristenfalle Beitrag anzeigen
    Ps: Kennt jemand noch günstigere Alternativen?
    Wenn du einen Leistungsmesser dein eigen nennst, schau dir mal den Elite Turbo Muin Trainer an.

  8. #8
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Zitat Zitat von TomMuc Beitrag anzeigen
    echt komisch dass der kickr soviel abweichung nach oben hat. ich hab bei anderen gelesen wo die differenz nach unten war - und dacht halt da kommen bestimmt ein paar (2-4%) prozent vom verlust im antriebsstrag (kurbel/kette/ritzel).

    du schreibst als erstes hast du die firmware erneuert (bei mir wars die 1.2.2 und ne neue zeigt er nicht an) - welche version hattest/hast du?

    guter test - waer vielleicht noch spannend gewesen welche apps/software du/ihr (am meisten) verwendest ...
    Der KICKR produziert bsp laut Anzeige 200 Watt und auf der Wattkurbel kommen nur 185 an... das wäre in Bezug auf Reibungsverlust schon "stimmig", wenngleich etwas viel.

    Firmware musste ich NICHT erneuern, sie war schon am letzten Stand. Aber generell sollte man drauf achten bzw. es machen.

    Ich verwende überhaupt keine Apps. Das wäre wohl ein eigener Test, bei der Auswahl die es generell schon gibt. Ich stell die gewünschten Watt ein und starre dann für die Trainingsdauer an die Wand oder auf den TV. ;-)

  9. #9
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    naa - muesst eben genau umgekehrt sein - du trittst mit 200 watt z.b. in die vector-pedale - und dann kommt von pedal/kurbel/kette/ritzel hinten a paar prozent weng an.

    ok - dacht schon bei mir geht was mitm update net.

    ... mach ich meistens auch so. die wahoo training app is aber ein bissl arg rudimentaer find ich. die nur mit den strava segments find ich auch net soo doll. bei mir isses einfach in der hauptsache der ersatz fuer meinen 10 jahre alten daum 8008 trs - zwar ein bissl lauter aber halt auch net so ein gefuehl wie wenn man in einem topf honig rumtritt. was ich momentan am besten find ist virtualtraining - da kann man supereinfach wattgesteuerte trainings selber bastln und dann fahren. und ich hab mir auch eine strecke mit der garmin virb selber aufgenommen und bei denen hochgestellt - die kann ich dann vom ipad den kickr steuern lassen und das bild wird auf den fernseher gebeamt.

  10. #10
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Zitat Zitat von TomMuc Beitrag anzeigen
    naa - muesst eben genau umgekehrt sein - du trittst mit 200 watt z.b. in die vector-pedale - und dann kommt von pedal/kurbel/kette/ritzel hinten a paar prozent weng an.
    Ajo, stimmt natürlich was du sagst!!! ;-)

  11. #11
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    Zitat Zitat von NoPain Beitrag anzeigen
    Ajo, stimmt natürlich was du sagst!!! ;-)
    yup - wobei ich finde sinnvollerweise sollte der kickr nicht die am ritzl eingehende leistung anzeigen sondern die durchschnittlich hochgerechnete am pedal aufgewendete. laut der rohloff website ist der verlust bei der kettenschaltung in etwa in dem bereich von 2-4% - daher hatte ich das.

    ich hab (vielleicht noch) keine leistungsmesser am radl - aber ich kann verstehen dass es die die welche haben ein bissl nervt wenn groessere unterschiede zwischen powermeter und kickr sind. dabei ist ja gar nicht die absolute genauigkeit das allerwichtigste sondern die vergleichbarkeit mit den werten vom training im freien. vielleicht sollte man wahoo bitten in der firmware einen persoenlichen offset setzen zu koennen.

    zur temperaturdrift hab ich an verschiedenen stellen gelesen dass ein temperatursensor im kickr eigebaut ist aber von der aktuellen firmware (1.2.2) noch nicht zur kompensation genutzt wird. kommt vielleicht mal mit nem update ...

  12. #12
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    Super Bericht!

    Ich werde meinen Beitrag aus dem "allgemeinen Rollentrainerthread" hier rein stellen, damit die Kickr interessierten in einem Thread alle Beiträge haben.

  13. #13
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    Meine Konfiguration sieht wie folgt aus:


    Kickr + RR + selbst gebastelter Ständer + iPad + Dyson Ventilator auf einem Sockel
    (dazu habe ich bei der Antriebseinheit einen Ant+ Speedsensor montiert um auch für den Garmin oder andere Aufzeichnungsgeräte ein Signal zu haben)
    Weiters gibt es im Raum noch einen Projektor+Heimkinosound 5.1

    Bisher habe ich schon einige Trainer verwendet, vor allem diese:
    Tacx Imagic
    Computrainer
    Tacx Genius
    daher habe ich ein paar Vergleichsmöglichkeiten

    Was mir zu Beginn gleich so aufgefallen ist:
    Das Gerät selbst ist solide und hat einen sehr guten Stand, dazu kann man die beiden Ausleger in der Höhe verstellen und somit das ganze wackelfrei und absolut waagrecht einstellen (ich finde das sehr unangenehm wenn der Trainer nicht absolut gerade steht).

    Zum Transport lässt sich das Ganze wieder sehr intelligent zusammenklappen.

    Das Gewicht ist hoch (über 20kg) und ein Großteil dürfte auf das Konto der Schwungmasse gehen, das kommt natürlich dem Fahrgefühl zugute, aber dazu später.

    Einen großen Vorteil gegenüber den oben genannten Trainern merkt man schon vor dem Fahren, die Höhe der Kassette (oder des virtuellen Hinterrades) ist exakt auf gleicher Höhe wie das normale Hinterrad, man erspart sich dadurch die sonst üblichen "Böcke" unter dem Vorderrad und man sitzt in gewohnter Höhe. Bei meinem alten Trainer hatte ich immer das Gefühl auf ein Pferd zu steigen obwohl es nur ein paar Zentimeter waren.

    Leider hat das Gerät weder einen Ein/Ausschalter noch eine Betriebsleuchte, somit passiert nach dem Anstecken einmal gar nichts, aber die Kopplung mit dem iPad hat problemlos funktioniert und ich war beruhigt das er "lebt".

    Zum Fahren:
    Was sofort auffällt ist die hohe Schwungmasse im Vergleich zu den bisherigen Trainern und die Schlupffreiheit (die mich am Meisten gestört hat), die "virtuelle" Schwungmasse vom Genius ist nicht schlecht (und hat den Vorteil dass man ohne Treten bergab fahren kann) aber zum Kickr kein Vergleich.

    Die Lautstärke ist nicht signifikant geringer als bei den Trainern mit eingespannten Hinterrad, aber Lautstärke ist in meinem Keller kein Kriterium.

    Vom Fahrgefühl ist er sehr ähnlich einem Cyclus 2 (den ich von Leistungstest gut kenne)

    Zu den Apps
    Der Kickr bietet ja keine eine eigene Steuereinheit und folge dessen auch keine "originale" Software. Aus meiner Sicht ist das aber kein Nachteil, im Gegenteil ich finde das Konzept genial. Der Kickr hat BT und Ant+ und ist für Fremdsoftware offen. Als Steuereinheit kann man iPhone, iPad oder PC/Mac verwenden, irgendetwas sollte sich in jeden Haus finden, wozu also eine mittelprächtige eigene Hardware verwenden (Cyclus, Airstreem), wenn es etwas Besseres ohne Zusatzkosten gibt.

    Ich steuere ihn vor allem mit dem iPad und habe bisher folgende Apps in Verwendung:
    1) Die Gratisapp von Wahoo-Fitness die die grundlegenden Ergometerfunktionen hat, aber manuell gesteuert werden muss (zumindest hat man Werte wie NP, TSS,...)

    2) Wahoo "Segments" kostet einmalig rund 30 EUR und die Hauptattraktion ist das Abfahren von Strava Segments. leider hat die App ein paar Nachteile, man kann keine ganzen Aktivitäten abfahren und man hat keine automatische "Kameranachführung" (oder ich bin zu blöd für die Bedienung), vielleicht wird die App ja bei Updates noch besser.

    3) "Virtual Training" http://virtualtraining.eu/de/
    Meine Ansprüche an den Trainer und die Apps, sind grundsätzlich:
    -(programmierbare) Intervalle
    -GPS Tracks nachzufahren (mit Google Earth und/oder Kameraaufzeichnungen)
    -selbst Videos hochladen
    Bei meinen ersten Tests hat das auch gleich super funktioniert, ich bin einen bestehenden Track mit Video aus der riesigen datenbank nachgefahren und das ganze wurde dann automatisch in Strava hochgeladen, im Gegensatz zu Wahoo "Segments" erkennt Strava nicht dass es sich um eine virtuelle Fahrt handelt.

    Das Erstellen von selbst programmierten Intervallen hat auch gleich super funktioniert, man kann die Leistung in %FTP oder absolut in Watt vorgeben, dazu natürlich die Zeit.

    Die Software bietet noch eine Menge mehr (Multiplayer, Onlinerennen, Trainingsplaner) und dürfte ähnlich süchtig machen wie Strava, ich hoffe in meiner Umgebung treten (oder hier im Forum) treten noch viele der Plattform bei. da die Software nicht ausschließlich für den Kickr ist, sondern auch für CycleOps, Kettler, Daum und Cyclus 2 dürften die Chancen nicht schlecht sein.

    Der Vollzugang kostet zwar ca 4 EUR im Monat, aber ich denke das werde ich mir leisten (die ersten 10 Tage Vollzugang sind gratis).

  14. #14
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    Ich habe einen Ant+ Sensor direkt auf den Kickr geklebt, dazu einen Magneten auf die Antrienseinheit. Das ist nicht schlecht wenn man die Daten inkl Speed noch in einem getrennten Computer anzeigen/tracken möchte.


  15. #15
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    Zitat Zitat von TomMuc Beitrag anzeigen
    yup - wobei ich finde sinnvollerweise sollte der kickr nicht die am ritzl eingehende leistung anzeigen sondern die durchschnittlich hochgerechnete am pedal aufgewendete. laut der rohloff website ist der verlust bei der kettenschaltung in etwa in dem bereich von 2-4% - daher hatte ich das.

    ich hab (vielleicht noch) keine leistungsmesser am radl - aber ich kann verstehen dass es die die welche haben ein bissl nervt wenn groessere unterschiede zwischen powermeter und kickr sind. dabei ist ja gar nicht die absolute genauigkeit das allerwichtigste sondern die vergleichbarkeit mit den werten vom training im freien. vielleicht sollte man wahoo bitten in der firmware einen persoenlichen offset setzen zu koennen.

    zur temperaturdrift hab ich an verschiedenen stellen gelesen dass ein temperatursensor im kickr eigebaut ist aber von der aktuellen firmware (1.2.2) noch nicht zur kompensation genutzt wird. kommt vielleicht mal mit nem update ...
    Bei mir geht die Abweichung auch in die andere Richtung wie beim NoPain Test, ich habe zwar einen Leistungsmesser, aber so genau habe ich es noch nicht gemessen.

    Beim virtuellen Training stört es nicht so und im Ergo Mode habe ich mich nach dem Powermeter orientiert. Ich finde es aber auch nervig und unverständlich dass Wahoo hier nicht nachbessert, Mahatma war ja schon vor einiger Zeit in Kontakt mit denen und es hat nichts gebracht.

    Wenn sie diesen Bug noch eliminieren sind sie noch dichter am Cyclus und am Airstreeem bei deutlich geringeren Kosten.

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