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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hardtail vs. Fully



Daniel
21-08-2001, 13:29
Die alte Diskussion wieder einmal:

Ich fahre derzeit bei Marathons und XCs ein Sugar 3 mit über 13 Kilogramm (mit Flaschenhalter, Satteltasche und Radcomputer)! Eindeutig zu schwer!!! :(

Nächstes Jahr möchte ich mir ein neues Bike kaufen! Einerseits denke ich mir, mit einem Hardtail bin ich mit den selben Komponenten um mindestens 1 Kilo leichter (was bergauf sicher einiges bringt). Auf der anderen Seite denke ich doch an meine Wirbelsäule, an Konfort und die Abfahrten!

Wie steht ihr zu dieser Frage? Bringt 1 Kilo weniger wirklich soviel? Was fahrt ihr bei Marathons und XCs?

Danke,
MfG Daniel :rolleyes:

Mabe
21-08-2001, 13:59
Hi Daniel!

Ich fahr bei MA's mit einem 10,5kg Bike und bei extremen Wetter mit einem 11,5kg Bike (beides Hardtails). Sicher handelt sich das leichtere klar besser, is flinker und schneller, doch so schlimm is der Unterschied auch nicht.

Ich würd mir, wenn ich mir ein neues kaufen könnte, ein Fully um die 11kg zulegen, dann bist auf der sicheren Seite:p Z.B.: ein Gary Fisher Sugar 1:D :D :D

phgruber
21-08-2001, 14:00
Derzeit fahre ich bei Marathons ein Hardtail, weil meiner persönlichen Meinung nach beim Hillclimb mit einem Fully zuviel Energie verschwendet wird.

Allerdings wird mein nächstes "RACE-MTB" ein Fully werden, weil das Zusatzgewicht inzwischen nicht mehr viel ist (ein Kilo kann man verkraften) und vor allem deswegen, weil inzwischen solche Fullys erschwinglich sind, bei denen man während des Fahrens sowohl die vordere als auch die hintere Federung vollständig blockieren kann, wodurch bergauf nicht mehr so viel Energie verschleudert wird.

Xcelerate
21-08-2001, 14:02
Ich denk mal das kommt aufs Geld an. Wennst genug Geld hast kannst dir ja ein leichtes Fully kaufen, mit sperrbarer Federung (das wär halt meine Wahl).

Aber andererseits is auch ein ordentliches Hardtail sauteuer... Ich würd jedenfalls ein Race-Fully nehmen. (Ich würde wenn ich genug Geld hätte :D

soulman
10-09-2001, 13:15
Hi,

also ich denke da noch an eine andere Möglichkeit. Du könntest dein bestehendes Bike, an das du dich ja schon gewöhnt hast, langsam upgraden. Das hätte den Vorteil, daß du nicht gleich auf einmal so viel Geld ausgeben musst und du die ausgewechselten Teile sukzessive wieder verkaufen kannst und so eine nicht unbedeutende Kostenersparnis hast. Als erstes könntest du z.B. mit den Laufrädern anfangen und dir bei irgendeinem Diskonter Tune-Laufräder(oder Crossmax UST, wenns tubeless sein sollen) besorgen. Dann gehst an die Reifen und Schläuche (vergiss Conti Twister Supersonic, ein Lutscher! Es gibt da den Kenda KlimaxLite 345, ein 1,9' Reifen mit echtem Profil auch in der Mitte und wirklich nur 345gr.). Anschliessend konzentrierst du dich auf Vorbau, Lenker, Sattel und Stütze. Was ebenfalls wichtig ist, ist die Kurbel und das Innenlager (XT und XTR sind nicht wirklich leicht, Tune bringts wirklich und ist auf keinen Fall teurer als XTR). Auf diese Weise holst du leicht bis zu 2 Kilo raus. Wiegesagt, das zangeln muss einem halt Spass machen.

lg,
Soulman

<MM>
22-09-2001, 16:57
Die Masse eines Mountainbikes spielt - für unsere Leistungserhältnisse
- KEINE AUSSCHLAGGEBENDE Rolle. (+/- 1 kg bei 85 kg Gesamtmasse (Mensch plus
Radl) entspricht +/- 1.2 % => HOBBYFAHRER WIE WIR KÖNNEN DIE GEWICHTSOPTIMIERUNG
UM ZIGTAUSENDE UNSINNIG VERPRASSTE SCHILLING GETROST VER-GESS-EN!
Nur ein bis aufs Letzte durchtrainierter Athlet, der aus sich selber
nimmer mehr rausholen kann ob anatomisch/physiologischer Grenzen, kann
durchs Material besser ("schneller") werden. Aber NICHT unsereins.

Ein jeder, der das net erkennt, is' meiner Auffassung nach schlichtweg
ein Opfer der laut-bunten Marketingmaschinerie. Ein Rennen gwinnt ma
net ob der Kauf-, sondern durch Muskelkraft. - Mir ist's jedenfalls
WURSCHT, wieviel a Radl wiegt, i' schaug' mir an, wie komfortabel und
gesundheitsschädlich bzw. ergonomisch es is'.
Was nützt mir denn ein auf geringe Masse getrimmtes
Marathonfolterwerkzeug, wenn ma in drei Jahren ein Fall für den
Kreuzspezialisten is', der ein Vielfaches davon kostet, was z.B. a
schwereres, aber durchdachteres Federungssystem/Bremssystem/Laufradset
(usw.) 'kostet hätt'?
Des soll net heißen, daß leichtere Radln durch die Bank
gesundheitsschädlich sind. Aber sie sind unsicherer, instabiler -
bsonders bergab. Und was passiert, wenn's einen dann aufstinglt, wenn
Tempo und Material bzw. die Einschätzung der eigenen Beherrschung des
Geräts net z'sammpassen, hamma ja kürzlich erst lesen müssen: ein
querschnittgelähmter Mountainbiker, der nie wieder damit angeben wird
müssen, daß er grad 100 g für plus 1000,- Schilling eingespart hat...

michl
24-09-2001, 11:36
Harte Worte von "MM"", und es stimmt irgendwie schon.
Aber:
Fahre seit Mai 2001 auch erstmals ein Fully "Ghost XM Scandium" und bin begeistert. Die Gesamtfahreigenschaften sind bei einem leichten Racefully einfach in Summe besser als bei einem Hardtail. Für die Cracks macht es sicher nach wie vor Sinn, ein Hardtail zu fahren, aber für uns "Normalverbraucher" ist ein Fully einfach die bessere Wahl. Das Mehrgewicht von ca. 1 kg ist zu verkraften, ein Racefully um 10 kg ist erschwinglich und hält auch was aus.
Und geben wir`s doch zu:
Auch wenn der Gewichtsunterschied beim Bike für unsere Marathonzeiten eigentlich nichts ausmacht, ist es doch geil, ein leichtes Rad zu fahren.
Einige fahren einen normalen Golf, die anderen ein tiefergelegtes, alubefelgtes Teil. Ist doch wurscht, oder Jeder wie er mag!
( Ich fahr`übrigens einen Skoda Oktavia!)