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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sind Eltern schizophren?



rookie2006
22-04-2009, 08:34
zuerst schimpfen wir auf die Lehrer (geschimpft wird ja im BB und auch in Österreich schnell einmal). Lehrer arbeiten ja viel zu wenig und regen sich über 2 h Mehrarbeit (so schilderte es die Krone - was wirklich dahinter steckt wissen die wenigsten) auf.

Dann einigt man sich, und streicht die schulautonomen freien Tage.

Und jetzt regen sich die Eltern auf, dass sie da ja immer Urlaub machten und das jetzt wegfällt??????
Vor 5 Jahren schimpften Eltern, dass sie nicht wissen, was sie in den 5 Tagen mit den Kindern machen sollen, und jetzt schimpfen sie, dass sie wieder zur Schule gehen sollen.

Mensch - what the fu*** hell is los mit den Leuten???

el presidente
22-04-2009, 09:05
Das ist die österreichische Mentalität. Wegen jeder Kleinigkeit sudern, immer alles besser wissen, aber selbst ja nichts machen, sondern nur braver Empfehlsempfänger sein. Sonst müsst man ja nachdenken, aber dafür gibt´s die KronenZeitung, die nimmt ihren treuen Lesern das Denken auch ab.
:wink:

Siegfried
22-04-2009, 09:16
Also ob es sich um Schizophrenie (Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Wahrnehmungsstörungen) oder eine multiple Persönlichkeitsspaltung (gespaltene Persönlichkeit) handelt, lass ma mal dahingestellt; aber wahrscheinlich is bei den Eltern eine Mischung aus Beidem.

Ich finds ziemlich lässig, dass die Lehrergewerkschafter einerseits gegen die Mehrarbeit prostestieren, sich auf der anderen Seite drauf einlassen, dass Lehrer 5 Tage mehr in der Schule hocken müssen; irgendwie beißt sich da die Katze in den Schwanz.

...wär aber eh ned das erste Mal.

Fakt ist aber auch, dass ich ja aus meiner länger zurückliegenden Schulzeit noch weiß, dass mit diesen schulautonomen Tagen gern mal Fenstertage überbrückt wurden und so´n Zeugs.

Aber ich kann mich auch noch dran erinnern, dass es diese 5 Tage NICHT gab.

Meiner Meinung nach sind diese schulautonomen Tage genaus sinnvoll oder sinnlos wie die "Energieferien" (da brauch ma die Schule 1 Woche ned heizen und keinen Strom, das erspart so viel :f:).

Ich hab die 5 Tage seinerzeit nicht gehabt, dann hab ich sie gekriegt (und es hat sich nix geändert) und wenn sie´s ihnen jetzt wieder wegnehmen.... wen juckts?

Sowohl Lehrer, als auch Schüler und Eltern haben- bzw. werden sich in ihrem Leben noch an so viele unliebsame Veränderungen gewöhnen müssen, dass sie mit solchen Lapalien locker zurecht kommen sollten.

...oder beschwert sich einer nach der HTL bei seinem Arbeitgeber, weil er anstatt 2 Monaten Sommerferien nurnoch 5 Wochen Jahresurlaub hat?

Samma uns ehrlich, bitte :devil:

geri74
22-04-2009, 09:17
Die Gewohnheit ist halt ein Hund ;)

wenn man gewohnt ist frei zu haben will man es halt auch weiterhin so haben, waren die Knder immer in der Schule hats auch gepasst, war halt immer so. Auf Veränderungen reagieren Leute halt immer skeptisch.
Genauso wie Lehrer und Beamte halt seit jeher gewisse Privilegien haben gegenüber Arbeitnehmern in der Privatwirtschaft, die sinds auch gewohnt und sehen nicht ein warum sie Vorteile aufgeben sollen. Wär ich in ihrer Situation würde ich mich wahrscheinlich auch aufregen :sm:

TomCool
22-04-2009, 09:19
Das ist die österreichische Mentalität. Wegen jeder Kleinigkeit sudern, immer alles besser wissen, aber selbst ja nichts machen, sondern nur braver Empfehlsempfänger sein. Sonst müsst man ja nachdenken, aber dafür gibt´s die KronenZeitung, die nimmt ihren treuen Lesern das Denken auch ab.
:wink:
Der Herr Karl - heute so aktuell wie damals.

2fast4u
22-04-2009, 09:19
(auch) diesbezüglich gilt:

es allen recht getan ist eine kunst die niemand kann

:D

Caileen
22-04-2009, 09:41
Ich denke, es sind unterschiedliche Gruppen (meistens) und nicht unbedingt die selben Personen, die über beides schimpfen (oder sich aufregen).

Dann gibt es noch welche, die sich darüber kaum oder gar nicht aufregen, weil das Leben eben so ist. :zwinker:

GrazerTourer
22-04-2009, 09:57
Für Kinder am Land oder im Internat sind dir autonomen Tage super, da lange Anfahrts und Abfahrtszeiten über Fenstertage wegfallen.
Für alle anderen haben sie den Vorteil, daß Eltern mit wenig Urlaub wenigstens die Fenstertage nutzen können.

Ich kann mich auch an beides erinnern und natürlich ist es "besser" frei zu haben. Letztendlich machts aber für das Budget (darum gehts doch?) und für die Qualität der Bildung keinen Unterschied ob man frei hat oder nicht.

Als ich in der Schule war wurde gerade diskutiert ob Samstage frei sein sollen oder nicht. Wir hatten je einen Samstag frei und einen Samstag Schule. Ich habe die Wochen an denen Samstags FREI war gehasst! Unter der Woche fielen dann so viele Nachmittagsstunden an, daß die Freizeit enorm eingeschränkt wurde. Ich war damals nicht alleine mit meiner Meinung. Eine Abstimmung in unserer Schule ging nur knapp zu Gunsten des freien Samstags aus.
Würde man das jetzt wieder ändern, gäbe es sicher einen riesen Aufschrei.

eleon
22-04-2009, 10:04
jeder elternteil sollte sich sowieso mal eine woche in die schule stellen und diesen job machen. dann würdens den lehrern nicht nur 3,5 sondern 5 monat urlaub gönnen

wer mehr betreuung wünscht soll dafür blechen. dafür gibts einen hort.

die belastung der lehrerschaft ist eh deutlich am qualitätsverlust des unterrichts zu erkennen. noch mehr draufschlagen wär genau das richtige. :rofl:

und wer glaubt ein engagierter lehrer kommt mit 38h arbeitsaufwand die woche aus der ist nicht nur schizophren sondern leidet an realitätsverlust.

und nein ich bin kein lehrer.

:wink:

Caileen
22-04-2009, 10:30
jeder elternteil sollte sich sowieso mal eine woche in die schule stellen und diesen job machen. dann würdens den lehrern nicht nur 3,5 sondern 5 monat urlaub gönnen


So ist es. Diesen Beruf kann man nicht mit Pflegeberufen vergleichen (oder mit keinem überhaupt).

Und ich bin auch keine Lehrerin. Es reicht mir das, was ich beim Elternabend im Gymnasium höre oder von Bekannten über die Hauptschulen.

morty
22-04-2009, 10:39
Ich denke, es sind unterschiedliche Gruppen (meistens) und nicht unbedingt die selben Personen, die über beides schimpfen (oder sich aufregen).

Dann gibt es noch welche, die sich darüber kaum oder gar nicht aufregen, weil das Leben eben so ist. :zwinker:
:toll: so is es!

und dann gibts noch die, die sich generell, immer und über alles aufregen :devil:

TomCool
22-04-2009, 10:49
:toll: so is es!

und dann gibts noch die, die sich generell, immer und über alles aufregen :devil:Geh bitte, was soll diese Aussage, da muss ich mich gleich aufregen über so an Blödsinn!!! :devil::D:D:D

Isa
22-04-2009, 10:49
Das ist die österreichische Mentalität. Wegen jeder Kleinigkeit sudern, immer alles besser wissen, aber selbst ja nichts machen, sondern nur braver Empfehlsempfänger sein. Sonst müsst man ja nachdenken, aber dafür gibt´s die KronenZeitung, die nimmt ihren treuen Lesern das Denken auch ab.
:wink:

Ich versteh nur nicht warum das immer alle als typisch österreichisch definieren, ist doch überall so!

Randolph_Carter
22-04-2009, 10:51
Mein Onkel und meine Tante sind Lehrer für Deutsch, Religion, Deutsch und Englisch. Und das sind die grössten Suderanten die man sich vorstellen kann. Von den Plagen 20 Hefte von Volksschülern zu verbessern bis hin zu " da musste ich eine Stunde länger bleiben..." kann man da hören... Grauslich!!

Wie kommt das an, wenn sich eine derart privilegierte Gruppe mit Halbtagsjob bei voller Bezahlung und fast 3 Monaten Urlaub weigert auch nur eine Stunde (!) nicht einmal mehr zu arbeiten, sondern nur in der Schule anwesend (!) zu sein.

Vielen Nicht-Lehrern ist nicht bewusst, dass Lehrer genauso wie alle anderen berufstätigen eine 40-Stunden-Wochenarbeitszeit haben, aber davon nur die Hälfte in der Schule zu verbringen haben.

Lehrer und Lehrerinnen sollen die gesamte vertraglich vorgeschriebende Arbeitszeit in der Schule verbringe, weiters muss ein Zeiterfassungssystem eingeführt werden, wie es überall in der Privatwirtschaft üblich ist. Zu den 3 Monaten urlaub mag ich mich nicht äussern.

TomCool
22-04-2009, 10:54
auch nur eine Stunde (!) nicht einmal mehr zu arbeiten, sondern nur in der Schule anwesend (!) zu sein.
Anwesenheit ohne zu arbeiten soll sinnvoll sein? :confused:

el presidente
22-04-2009, 11:00
Was ich nicht versteh, jetzt beschweren sich die Lehrer, dass sie in der Schule nicht den erforderlichen Platz haben, dies aber aus dem Grund, sich zu Hause ein Arbeitszimmer einrichten zu können und dieses auch noch von der Steuer absetzen können. Darauf wird nirgends hingewiesen, aber jammern, dass sie die Heftchen mitnehmen müssen.

eleon
22-04-2009, 11:03
Mein Onkel und meine Tante sind Lehrer für Deutsch, Religion, Deutsch und Englisch. Und das sind die grössten Suderanten die man sich vorstellen kann. Von den Plagen 20 Hefte von Volksschülern zu verbessern bis hin zu " da musste ich eine Stunde länger bleiben..." kann man da hören... Grauslich!!

Wie kommt das an, wenn sich eine derart privilegierte Gruppe mit Halbtagsjob bei voller Bezahlung und fast 3 Monaten Urlaub weigert auch nur eine Stunde (!) nicht einmal mehr zu arbeiten, sondern nur in der Schule anwesend (!) zu sein.

Vielen Nicht-Lehrern ist nicht bewusst, dass Lehrer genauso wie alle anderen berufstätigen eine 40-Stunden-Wochenarbeitszeit haben, aber davon nur die Hälfte in der Schule zu verbringen haben.

Lehrer und Lehrerinnen sollen die gesamte vertraglich vorgeschriebende Arbeitszeit in der Schule verbringe, weiters muss ein Zeiterfassungssystem eingeführt werden, wie es überall in der Privatwirtschaft üblich ist. Zu den 3 Monaten urlaub mag ich mich nicht äussern.

schau dir die typische netto-arbeitszeit eines 9-17h angestellten im bürobetrieb an u. dann erklär mir bitte die logik des "volle zeit in der schule absitzen"

es fehlt erstens an der infrastruktur um lehrern das umfeld zu schaffen mit dem sie halbwegs ihre "nichtunterrichtstätigkeiten" (vorbereitung, lehrplanbedingte stoffadaptierung, interaktionsplanung, material & mediengestaltung, korregieren, ...) erledigen können.

bist schon mal in einem lehrer- oder konferenzraum gewesen? ich öfter. nicht nur als "braver" schüler. :D da kann kein mensch arbeiten. u. solang man kein einzelbüro bekommt ist das alles nicht realistisch.

weiters ist es bei einem psychisch & mental derart fordernden job nicht möglich 8h am stück produktiv zu sein. da macht es sehr wohl sinn gestückelt zu arbeiten. tagsüber unterricht, abends korregieren & vorbereiten, wochenende stoff- materialentwicklung

arbeitsqualität u. - effizienz lassen sich nicht an stunden messen. höchstens beim hackler am fliessband. wer das nicht erkennt hat keine ahnung von zeitgemässer arbeitswissenschaft.

ich sag nicht dass es nicht genug lehrer gibt die sich einen lenz machen. aber unterricht u. ausbildung steht u. fällt mit engagierten lehreren die ganz sicher mehr in ihren job investieren als die meisten von uns.

mir ist auch lieber meine leut sind 4h im büro, arbeiten den rest flexibel im homeoffice und sind produktiv als von 8 bürostunden netto nur 5,5h zu arbeiten.

Isa
22-04-2009, 11:08
die belastung der lehrerschaft ist eh deutlich am qualitätsverlust des unterrichts zu erkennen. noch mehr draufschlagen wär genau das richtige. :rofl:

und wer glaubt ein engagierter lehrer kommt mit 38h arbeitsaufwand die woche aus der ist nicht nur schizophren sondern leidet an realitätsverlust.
:

:rofl:
So ein Quatsch bitte - natürlich geht das locker! Kommt auf das Talent eines Lehrers an. Natürlich geht das sicher nicht im ersten Jahr, aber mit der Routine erspart man sich extrem viel Arbeitszeit.(Vorbereitung der Stunden usw..)

Es gibt natürlich auch die ewigen Suderaten die ja immer soo viel arbeiten müssen, naja gut die brauchen das halt denen ist auch nicht mehr zu helfen. Kenn ich alles.


Und die Belastung der Lehrerschaft ist mit Sicherheit NICHT auf den hohen Arbeitsaufwand zurückzuführen, schon eher auf die Psychische Belastung während des Unterrichts (ist manchmal wirklich nicht einfach die Kinder zu bändigen).

Mein Mitleid zu dem ganzen Thema hält sich also in Grenzen.

eleon
22-04-2009, 11:13
:rofl:
So ein Quatsch bitte - natürlich geht das locker! Kommt auf das Talent eines Lehrers an. Natürlich geht das sicher nicht im ersten Jahr, aber mit der Routine erspart man sich extrem viel Arbeitszeit.(Vorbereitung der Stunden usw..)


:f:

also wenn bei dir routine u. engagement korrelieren dann wundert mich nix mehr.

:rofl:

wenn ich mich nur reinstell meine stoff den ich im ersten jahr entwickelt hab runterbete komm ich natürlich locker aus.

aber das sind für mich keine lehrer sondern referenten.

dass man solche leut offensichtlich, so wie du, auch als gute lehrer wahr nimmt ist wohl ein mitgrund für die degeneration des bildungsniveaus.

ausbildung lebt von veränderung und zeitgemässen inhalten. davon sind die meisten fächer betroffen.

und noch mal: wenn ich will kann ich in jedem job eine ruhige kugel schieben u. hackel vielleicht 30% (wenn überhaupt) der anwesenheitszeit. nur dass ich bei beschissenen jobs halt vor ort sein muss.

dann kann ich nur sagen: hättets was gscheits glernt.

Isa
22-04-2009, 11:14
schau dir die typische netto-arbeitszeit eines 9-17h angestellten im bürobetrieb an u. dann erklär mir bitte die logik des "volle zeit in der schule absitzen"

es fehlt erstens an der infrastruktur um lehrern das umfeld zu schaffen mit dem sie halbwegs ihre "nichtunterrichtstätigkeiten" (vorbereitung, lehrplanbedingte stoffadaptierung, interaktionsplanung, material & mediengestaltung, korregieren, ...) erledigen können.

bist schon mal in einem lehrer- oder konferenzraum gewesen? ich öfter. nicht nur als "braver" schüler. :D da kann kein mensch arbeiten. u. solang man kein einzelbüro bekommt ist das alles nicht realistisch.

weiters ist es bei einem psychisch & mental derart fordernden job nicht möglich 8h am stück produktiv zu sein. da macht es sehr wohl sinn gestückelt zu arbeiten. tagsüber unterricht, abends korregieren & vorbereiten, wochenende stoff- materialentwicklung

arbeitsqualität u. - effizienz lassen sich nicht an stunden messen. höchstens beim hackler am fliessband. wer das nicht erkennt hat keine ahnung von zeitgemässer arbeitswissenschaft.

ich sag nicht dass es nicht genug lehrer gibt die sich einen lenz machen. aber unterricht u. ausbildung steht u. fällt mit engagierten lehreren die ganz sicher mehr in ihren job investieren als die meisten von uns.

mir ist auch lieber meine leut sind 4h im büro, arbeiten den rest flexibel im homeoffice und sind produktiv als von 8 bürostunden netto nur 5,5h zu arbeiten.


Da muss ich dir aber in allen Punkten recht geben. Einfach Zeit absitzen ist extrem unproduktiv :toll: Hast du ein Glück das du deine unproduktive Zeit mit Bikeboarden überbrücken kannst :D
Ich muss jetzt wieder was tun, schaffe meistens von 8-17.00 hier zu "sitzen", leider nicht immer.

eleon
22-04-2009, 11:17
Hast du ein Glück das du deine unproduktive Zeit mit Bikeboarden überbrücken kannst :D
.

also wer es nicht schafft neben ein bisserl getippsel auch produktiv zu sein dem sprech ich mal jegliche geistige grundvorraussetzung für einen durchschnittlichen job ab. oder man hat einfach keinen zweiten monitor. kann auch sein. :D

Isa
22-04-2009, 11:18
:f:

also wenn bei dir routine u. engagement korrelieren dann wundert mich nix mehr.

:rofl:

wenn ich mich nur reinstell meine stoff den ich im ersten jahr entwickelt hab runterbete komm ich natürlich locker aus.

aber das sind für mich keine lehrer sondern referenten.

dass man solche leut offensichtlich, so wie du, auch als gute lehrer wahr nimmt ist wohl ein mitgrund für die degeneration des bildungsniveaus.

ausbildung lebt von veränderung und zeitgemässen inhalten. davon sind die meisten fächer betroffen.

und noch mal: wenn ich will kann ich in jedem job eine ruhige kugel schieben u. hackel vielleicht 30% (wenn überhaupt) der anwesenheitszeit. nur dass ich bei beschissenen jobs halt vor ort sein muss.

dann kann ich nur sagen: hättets was gscheits glernt.

Natürlich spielt Routine eine extrem große Rolle, auch die Routine genau zu wissen mit welchen neuen Themen ich meinen Unterrichtsstoff aktuell halten kann. Von jahrelangem Runterbeten hat niemand was gesagt, aber wenn ich jeden Tage im Selben Themengebiet meinen Schülern was beibringen muss weiß ich wohl sehr genau worauf zu achten ist. Und diese Routine hilft dir auch sehr fexibel zu sein und auf die bedürfnisse der Schüler einzugehen - und den Unterricht spannend zu gestalten. Dazu gehört auch Medienpräsenz und die dementsprechende Sensibilisierung der Schüler auf diese. ;)
So wars gemeint. Im übrigen hat sich diese Meinung durch einige Studien im Bildungsbereich bestätigt. ( Ich war ein jahr lang beim Institut für Bildungsforschung tätig)
Wenn ich dir allerdings anfange zu erklären woran es bei unserem Bildungssystem wirklich krankt dann werden wir hier nicht fertig.
Bei Interesse kannst du aber gerne stöbern : www.ibw.at

scotty
22-04-2009, 11:25
:rofl:


Mein Mitleid zu dem ganzen Thema hält sich also in Grenzen.

meines auch - war 3 jahre zusammen mit einer lehrerin + schwiegermutter lehrerin !

könnt mich totlachen mit gleichzeitigem selbstwürgen wenn ich das wort belastung in zusammenhang mit den beiden höre

leiwand ist wenn man lehrer über lehrer erzählen hört :devil::rofl: - z.B. meine nachbarin

wamm
22-04-2009, 13:25
Anwesenheit ohne zu arbeiten soll sinnvoll sein? :confused:
achwas, das bringen die anderen beamten ja schließlich auch zusammen! ;)


...
bist schon mal in einem lehrer- oder konferenzraum gewesen? ich öfter. nicht nur als "braver" schüler. :D da kann kein mensch arbeiten. u. solang man kein einzelbüro bekommt ist das alles nicht realistisch.
in fast jeder firma sitzen mehrere in einem büro, auch mit viel telefondiensten, kundenverkehr, entscheidungen die x-tausende euros und/oder menschenleben betreffen werden in solchem umfeld getroffen - warum sollen das lehrer nicht schaffen?:confused:


weiters ist es bei einem psychisch & mental derart fordernden job nicht möglich 8h am stück produktiv zu sein. da macht es sehr wohl sinn gestückelt zu arbeiten. tagsüber unterricht, abends korregieren & vorbereiten, wochenende stoff- materialentwicklung
mediziner arbeiten oft mehr als 10 std. am stück unter weit größerem druck und verantwortung.

gibs doch zu, beamte (nicht nur lehrer) haben es durch perfekte organisation und manipulation (z.b. der schüler, medien, politiker,...) geschafft, sich die rosinenberge anzuhäufen. dass die schüler jetzt gegen das ergebnis streiken wolen, finde ich schlicht lächerlich - statt ihre lehrer mit dem nassen fetzen aus der klasse zur GÖD zu jagen.

GrazerTourer
22-04-2009, 13:46
mediziner arbeiten oft mehr als 10 std. am stück unter weit größerem druck und verantwortung.

Und genau das sollte man schnellstmöglich beenden.

bikerswife
22-04-2009, 14:07
So ist es. Diesen Beruf kann man nicht mit Pflegeberufen vergleichen (oder mit keinem überhaupt).

da stimm ich dir voll zu.
schließlich sind leute im pflegeberuf wirklich unterbezahlt, aber arbeiten mit idealismus und sozialem gewissen trotzdem. sie arbeiten solange bis sie nicht mehr können.
und noch ein unterschied denn den plegerInnen fehlen im unterschied zu den Lehrern zwei argumente

JULI und AUGUST:

im pflegeberuf gilt genauso wie bei anderen arbeitnehmern 25 tage urlaub.
deswegen idealismus.

deathhero
22-04-2009, 14:17
@bikerswife
warum hast du eigentlich nicht 5 jahre studiert und dich dann mit einem besch**** lohn in eine klasse gestellt?

Caileen
22-04-2009, 14:23
@bikerswife
warum hast du eigentlich nicht 5 jahre studiert und dich dann mit einem besch**** lohn in eine klasse gestellt?

So direkt wollte ich nicht sein, aber die Frage hat was..

:cool:

Fl0
22-04-2009, 14:26
da stimm ich dir voll zu.
schließlich sind leute im pflegeberuf wirklich unterbezahlt, aber arbeiten mit idealismus und sozialem gewissen trotzdem. sie arbeiten solange bis sie nicht mehr können.
und noch ein unterschied denn den plegerInnen fehlen im unterschied zu den Lehrern zwei argumente

JULI und AUGUST:

im pflegeberuf gilt genauso wie bei anderen arbeitnehmern 25 tage urlaub.
deswegen idealismus.

hauptsache man ist immer selbst der ärmste von den armen :toll:
Die Lehrer haben zwar den schönsten Beruf aber irgendwie will ihn keiner machen; auch irgendwie schizophren :rofl:

fullspeedahead
22-04-2009, 14:55
hauptsache man ist immer selbst der ärmste von den armen :toll:
Die Lehrer haben zwar den schönsten Beruf aber irgendwie will ihn keiner machen; auch irgendwie schizophren :rofl:
naja, kann man auch nicht behaupten, dass ihn keiner machen will, wenn man die Wartezeiten auf einen Posten anschaut.

Ein Zuckerschlecken ists aber sicherlich nicht, da geb ich dir recht.


Hab das ja nicht so genau verfolgt, aber wenn jetzt die Schulautonomen Tage abgeschafft werden, find ich das nicht gar so sinnvoll.

Da wäre mir ein um 1 Woche vorgezogener Anfang des Wintersemesters, dafür 5 Tage entsprechend den günstigen Fenstertagen vom Landesschulrat für das gesamte Bundesland festgelegte "schulautonome Tage" lieber.

(deswegen fürs ganze Bundesland gleich, damit nicht eine Familie mit 2 Kindern an 2 unterschliedlichen Schulen die Arschkarte zieht, ist ja oft genug vorgekommen)


DER Kompromiss war jedenfalls wirklich mies. :s:

Sleipnir
22-04-2009, 15:59
jeder elternteil sollte sich sowieso mal eine woche in die schule stellen und diesen job machen. dann würdens den lehrern nicht nur 3,5 sondern 5 monat urlaub gönnen



Einerseits wird keiner gezwungen Lehrer zu werden, andererseits würden nicht soviele Junglehrer nachkommen, wenn der Job gar so mies wäre.

Jeder Lehrer ist ausserdem eingeladen, sich einmal in der Privatwirschaft zu versuchen. Faktum ist, der verkriecht sich schneller wieder in seinem Klassenzimmer, als er rausgekommen ist.

deathhero
22-04-2009, 16:39
Jeder Lehrer ist ausserdem eingeladen, sich einmal in der Privatwirschaft zu versuchen. Faktum ist, der verkriecht sich schneller wieder in seinem Klassenzimmer, als er rausgekommen ist.
definiere "privatwitschaft". klar gibt es einige berufe die deutlich härter sind, aber dort hat man wieder andere vorteile. urlaub ist auch nicht alles!

texx
22-04-2009, 16:50
ich habe seit gestern keinen vater/keine mutter kennengelernt, der/die das schlecht findet. im gegenteil. allerdings sind das alles leute, die sich nicht jederzeit einfach frei nehmen können, also ein interesse daran haben, dass ihre kinder zumindest tagsüber "betreuung" haben.

meiner meinung nach wird da zum teil interessenspolitik betrieben, die an den interessen der direkt involvierten vorbei geht. medientheater halt.


zuerst schimpfen wir auf die Lehrer (geschimpft wird ja im BB und auch in Österreich schnell einmal). Lehrer arbeiten ja viel zu wenig und regen sich über 2 h Mehrarbeit (so schilderte es die Krone - was wirklich dahinter steckt wissen die wenigsten) auf.

Dann einigt man sich, und streicht die schulautonomen freien Tage.

Und jetzt regen sich die Eltern auf, dass sie da ja immer Urlaub machten und das jetzt wegfällt??????
Vor 5 Jahren schimpften Eltern, dass sie nicht wissen, was sie in den 5 Tagen mit den Kindern machen sollen, und jetzt schimpfen sie, dass sie wieder zur Schule gehen sollen.

Mensch - what the fu*** hell is los mit den Leuten???

eleon
22-04-2009, 17:21
Einerseits wird keiner gezwungen Lehrer zu werden, andererseits würden nicht soviele Junglehrer nachkommen, wenn der Job gar so mies wäre.

Jeder Lehrer ist ausserdem eingeladen, sich einmal in der Privatwirschaft zu versuchen. Faktum ist, der verkriecht sich schneller wieder in seinem Klassenzimmer, als er rausgekommen ist.

es geht ja nicht darum dass es den lehrern schlecht geht. sie wissen auch selbt ob ihrer privilegien. aber niemand will schlechter gestellt werden. und genau das ist die aufgabe der gewerkschaften. dies zu verhindern.

kein hackler will fürs selbe geld länger arbeiten. kein angestellter u. auch kein lehrer. das ist natürlich.

es zicken eigentlich immer nur aussenstehende über den lehrerberuf an sich.

die sind aber selber schuld. hätte ja auch lehrer werden können ;)

für die kohle die ein lehrer oder uniprofessor in meinem alter kriegt würd ich nicht mal aufstehen in der früh...

Sleipnir
22-04-2009, 17:26
definiere "privatwitschaft".

Alles ausserhalb der geschützten Bereiche, also dort wo ein Lehrer keine 2 Wochen überlebt. Wenn doch, hindert sie keiner sich auf dem privaten Arbeitsmarkt der freien Kräfte zu versuchen.

Sleipnir
22-04-2009, 17:41
kein hackler will fürs selbe geld länger arbeiten. kein angestellter u. auch kein lehrer. das ist natürlich.


Zeig mir mal eine Firma wo noch Überstunden (voll) ausbezahlt werden, stattdessen gibt's Knebelverträge, Überstundenpauschalen, Boni werden gestrichen, garnicht zu reden von Kündigungen, Leute die in Pension gehen werden nicht mehr ersetzt, usw.

Hier geht's auch garnicht darum, über eine Berufsgruppe herzuziehen. Aber Lehrer sind auch teil des Systems und wenn man sich das unkooperative Verhalten der Lehrer ansieht und andererseits von Steuererhöhungen hört, muss man die Dinge einmal beim Namen nennen.

Lehrer sind faule Sesselkleber, die nur profitieren wollen und trotz schlechter Wirtschaftszahlen zu keinen Kompromissen bereit sind. Beeindruckend ist ausserdem, wie sie ihrer "Chefin" kaltschnäuzig einfach den blanken Arsch gezeigt haben. Anders kann man dieses Verhalten nicht bezeichnen. Tolles Vorbild auch für die Schüler.

Wenn uns etwas nicht passt, schmeiss ma einfach hin. :f:

Chricke
22-04-2009, 17:56
Ich finds ziemlich lässig, dass die Lehrergewerkschafter einerseits gegen die Mehrarbeit prostestieren, sich auf der anderen Seite drauf einlassen, dass Lehrer 5 Tage mehr in der Schule hocken müssen; irgendwie beißt sich da die Katze in den Schwanz.

...wär aber eh ned das erste Mal.

Fakt ist aber auch, dass ich ja aus meiner länger zurückliegenden Schulzeit noch weiß, dass mit diesen schulautonomen Tagen gern mal Fenstertage überbrückt wurden und so´n Zeugs.

Aber ich kann mich auch noch dran erinnern, dass es diese 5 Tage NICHT gab.

Meiner Meinung nach sind diese schulautonomen Tage genaus sinnvoll oder sinnlos wie die "Energieferien" (da brauch ma die Schule 1 Woche ned heizen und keinen Strom, das erspart so viel :f:).

Ich hab die 5 Tage seinerzeit nicht gehabt, dann hab ich sie gekriegt (und es hat sich nix geändert) und wenn sie´s ihnen jetzt wieder wegnehmen.... wen juckts?




Bei dem Protest der Lehrer gings an erster Stelle gegen den Stellenabbau von Junglehrern die diese Maßnahme getroffen hätte. Und da es sowieso viele Junglehrer gibt, die sich schön langsam auch schon auf di 40 zubewegen, wäre das komplett sinnlos gewesen...

Es stimmt zwar dass die Energieferien aus diesem Grund eingeführt worden sind, aber heute haben sie wohl einen anderen Grund. Immerhhin werden durch sie in einer Zeit, in der die Hotels sonst leer stünden, diese für 3 Wochen gefüllt. Dass der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig ist, ist wohl klar. Daher hat ja auch die Politik Interesse daran, dass der Tourismus in Österreich floriert. Und die schulautonomen freien Tage, werden, zumindest bei uns in Kärten, auch dafür herangezogen um den Menschen an den langen Wochenenden die Möglichkeit eines Kurzurlaubes zu bieten. Das hilft dann auch dem Tourismus.


Noch ein kurzer Zusatz: Vor 6 Jahren gab es in den Schulen eine Stundenkürzung, weil die Schüler so einen "Stress" haben. Damals protestierten Eltern, Lehrer und Schüler gegen diese Maßnahme, weil es für die Schüler nicht gut war. Dennoch wure sie durchgesetzt. Warum sollten die Lehrer gegen mehr Arbei von 2 Mehrstunden protestieren, wenn sie davor schon mehr Studen hatten???

mfg Chricke

eleon
22-04-2009, 17:57
Lehrer sind faule Sesselkleber, die nur profitieren wollen und trotz schlechter Wirtschaftszahlen zu keinen Kompromissen bereit sind. Beeindruckend ist ausserdem, wie sie ihrer "Chefin" kaltschnäuzig einfach den blanken Arsch gezeigt haben. Anders kann man dieses Verhalten nicht bezeichnen. Tolles Vorbild auch für die Schüler.



:rofl:

sag mal was hams mit dir in der schul angestellt dass du alle über den kamm scherrst? :D

ich kenn viele lehrer die sind alles andere als sesselkleber. ich finde solche verallgemeinerungen mehr als bedenklich. dann darf man sich über die gesellschaftssituation in österreich nimmer wundern, wenn ottonormalbürger die fähigkeit zum differenzieren verliert.

Blomma
22-04-2009, 18:32
:rofl:

sag mal was hams mit dir in der schul angestellt dass du alle über den kamm scherrst? :D

ich kenn viele lehrer die sind alles andere als sesselkleber. ich finde solche verallgemeinerungen mehr als bedenklich. dann darf man sich über die gesellschaftssituation in österreich nimmer wundern, wenn ottonormalbürger die fähigkeit zum differenzieren verliert.

na gut dann differenziere ich mal auf gut österreichisch: es gibt das proletariat und die beamtenschaft.

der rest erübrigt sich. von wegen arbeiten und lehrer sein...ist ein widerspruch in sich! :devil:

eleon
22-04-2009, 18:35
na gut dann differenziere ich mal auf gut österreichisch: es gibt das proletariat und die beamtenschaft.

der rest erübrigt sich. von wegen arbeiten und lehrer sein...ist ein widerspruch in sich! :devil:


wo is da tschimmy der faule hund? :rofl:

Das_Viech
22-04-2009, 18:54
na super, mal wieder musste einer seine meinung kundtun... wieso kapieren eigentlich nur sehr wenige menschen, dass es nichts bringt bei seinen gruppen/freunden/(in diesem fall bikeboard) zu meckern und zu "diskutieren"? es interessiert die politiker einen sh*t was hier drin steht, die denken sich nur ihre eigene kohle und das wars...

das einzige was dieser thread bringt bzw. zumacht, ist der serverspeicher :)

soviel zu meiner meinung :U:

Blomma
22-04-2009, 18:58
na super, mal wieder musste einer seine meinung kundtun... wieso kapieren eigentlich nur sehr wenige menschen, dass es nichts bringt bei seinen gruppen/freunden/(in diesem fall bikeboard) zu meckern und zu "diskutieren"? es interessiert die politiker einen sh*t was hier drin steht, die denken sich nur ihre eigene kohle und das wars...

das einzige was dieser thread bringt bzw. zumacht, ist der serverspeicher :)

soviel zu meiner meinung :U:

hast auch für deine lehrer demonstriert und nicht gewusst, dass dir 5 autonome tage gestrichen werden?? :p:wink:

Intrud0r
22-04-2009, 19:09
Zeig mir mal eine Firma wo noch Überstunden (voll) ausbezahlt werden, stattdessen gibt's Knebelverträge, Überstundenpauschalen, Boni werden gestrichen, garnicht zu reden von Kündigungen, Leute die in Pension gehen werden nicht mehr ersetzt, usw.

Hier geht's auch garnicht darum, über eine Berufsgruppe herzuziehen. Aber Lehrer sind auch teil des Systems und wenn man sich das unkooperative Verhalten der Lehrer ansieht und andererseits von Steuererhöhungen hört, muss man die Dinge einmal beim Namen nennen.

Lehrer sind faule Sesselkleber, die nur profitieren wollen und trotz schlechter Wirtschaftszahlen zu keinen Kompromissen bereit sind. Beeindruckend ist ausserdem, wie sie ihrer "Chefin" kaltschnäuzig einfach den blanken Arsch gezeigt haben. Anders kann man dieses Verhalten nicht bezeichnen. Tolles Vorbild auch für die Schüler.


Genau und weils anderen Scheisse geht muss es den Lehrern natürlich auch mies gehen. Nicht mal in Gedanken und Worten reicht die Solidarität so macht man es dem Kapital natürlich überaus einfach. Da muss man nicht mal mehr besonders kluge Ausbeutungsmechanismen ansetzen wenn sich das Pack schon selber zerfleischt im Angesicht der Tatsache, dass der eine womöglich ein bissl mehr hat als der andere. Nutzen tut das im Endeffekt denen die nicht ein bisschen sondern viel mehr haben, aber wenn man gegen deren Privilegien etwas sagt, die jene der Lehrer um Welten übertreffen, ist man ein leistungsfeindlicher Neider.

Im Übrigen halte ich die Lehrer in diesem Fall für ein überaus gutes Vorbild. Es tut gut Schüler zu sehen die sich für politisch für etwas engagieren und wieder mal auf die Straße gehen. Gefällt mir generell wesentlich besser als Jugendbewegungen die sich durch Geltungskonsum, Solariumbräune u.ä. auszeichnen. Um dem unvermeidlichen vorzubeugen: es geht hier um die Jugendlichen (und das waren sicher nicht so wenige) die sich dazu selbst Gedanken gemacht haben. Vereinzelte Instrumentalisierungen durch Lehrer unterstütze ich definitv nicht auch wenn ich die Sache durchaus sinnvoll finde.

el presidente
22-04-2009, 21:07
Das Problem war ja nur, dass die Claudia Schmied, übrigens früheres Vorstandsmitglied der Kommunalkredit - jeder weiß, was mit dieser Bank passiert ist, schlicht und einfach die Verluste aus dem Vorjahr bei ihren Budgetverhandlungen vergessen hast.
Zudem müssen sämtliche Lehrer, die in der "Gesamtschule" tätig sind, vom Bund bezahlt werden, bis dato wurden diese Hauptschullehrer vom jeweiligen Bundesland bezahlt. Sohin ist der Claudschi einfach nur das Geld ausgegangen.
Eigentlich hät´s für solche Verfehlungen zurücktreten sollen, jeder andere wär bei solchen Sachen hochkantig entlassen worden. Was sich daraus entwickelt hat ist einfach nur ein Trauerspiel, wo jeder sein Gesicht verloren hat. Die Schmied ist vom Feigmann und vom Pröll wie ein Schulkind vorgeführt worden, die Lehrer haben ihr Deppenimage nochmals aufpoliert und die Schüler dürfen deshalb länger in der Schule bleiben.
:k:

deathhero
22-04-2009, 21:17
Alles ausserhalb der geschützten Bereiche, also dort wo ein Lehrer keine 2 Wochen überlebt. Wenn doch, hindert sie keiner sich auf dem privaten Arbeitsmarkt der freien Kräfte zu versuchen.
...und wer soll dann unsere schüler unterrichten?
mir ist einfach nicht klar, was du eigentlich willst!? deine sinnlosen verallgemeinerungen helfen auch keinem weiter!

Das_Viech
22-04-2009, 22:16
hast auch für deine lehrer demonstriert und nicht gewusst, dass dir 5 autonome tage gestrichen werden?? :p:wink:

ICH piss mir ned gleich in die hose, nur weil ich 5 tage weniger frei hab... faules pack *pfeif* :p

wo-ufp1
22-04-2009, 23:53
Genau und weils anderen Scheisse geht muss es den Lehrern natürlich auch mies gehen. Nicht mal in Gedanken und Worten reicht die Solidarität so macht man es dem Kapital natürlich überaus einfach. Da muss man nicht mal mehr besonders kluge Ausbeutungsmechanismen ansetzen wenn sich das Pack schon selber zerfleischt im Angesicht der Tatsache, dass der eine womöglich ein bissl mehr hat als der andere. Nutzen tut das im Endeffekt denen die nicht ein bisschen sondern viel mehr haben, aber wenn man gegen deren Privilegien etwas sagt, die jene der Lehrer um Welten übertreffen, ist man ein leistungsfeindlicher Neider.

Im Übrigen halte ich die Lehrer in diesem Fall für ein überaus gutes Vorbild. Es tut gut Schüler zu sehen die sich für politisch für etwas engagieren und wieder mal auf die Straße gehen. Gefällt mir generell wesentlich besser als Jugendbewegungen die sich durch Geltungskonsum, Solariumbräune u.ä. auszeichnen. Um dem unvermeidlichen vorzubeugen: es geht hier um die Jugendlichen (und das waren sicher nicht so wenige) die sich dazu selbst Gedanken gemacht haben. Vereinzelte Instrumentalisierungen durch Lehrer unterstütze ich definitv nicht auch wenn ich die Sache durchaus sinnvoll finde.
:toll: :klatsch:

Sleipnir
23-04-2009, 06:20
Es geht nicht darum, ob es jemandem "scheisse" geht, sondern um die Tatsache, dass in wirtschaftlich schlechten Zeiten auch Beamte ihren Anteil leisten können. Zumindestens ist es nicht unmoralisch das einzufordern.

Wenn das Steueraufkommen sinkt, weil die Wirtschaftszahlen schlecht sind, kann man verdammt noch mal nicht weitermachen, als ob nichts wäre! Genau diese Vogel-Strauss Arroganz und "Hauptsache mir gehts gut" Mentalität ist der Grund für das schlechte Bild der Lehrer.

Worauf wird die Sache hinauslaufen? Durch Steuererhöhungen müssen wieder die Leistungsträger bluten, damit andere auf ihrem faulen Arsch hocken bleiben können. Dieses Verhalten den Schülern als vorbildlich verkaufen zu wollen, ist das wirklich schizophrene an der Sache.

Zum "Soll der Staat doch Bankrott gehen, Hauptsache mir gehts gut" Verhalten auch noch zu applaudieren, ist mehr als irritierend.

Intrud0r
23-04-2009, 07:41
Das Problem an der Sache ist nur, dass die, ich nenne sie mal erweiterte Arbeiterklasse, brav ihren Beitrag zur Krise leisten darf. Wenn sich diese jetzt praktisch schon gegenseitig nach unten nivelliert finde ich das äusserst problematisch. Aber das ist natürlich tolles Blendwerk, während man sich über die Privilegien der Anderen ärgert und ihren Beitrag einfordert fällte es nicht so auf, dass die Bildungsqualität unter der Lehrerreform leidet oder über Bankenrettungen und dazugehörige Auflagen weit weniger diskutiert wurde als über die "Bildungsreform".

Meiner Ansicht nach wäre jetzt viel mehr eine breite Solidarität gefordert wer heute mitschreit dass die anderen auch ihren Beitrag zu leisten hätten dem wird morgen mit umso größerer Leichtigkeit der nächste Beitrag abverlangt.

Sleipnir
23-04-2009, 08:24
Das Neidargument ist geradezu kindisch. Von mir aus können die Lehrer auch 2 Stunden am Tag arbeiten, wenn das Steuerfüllhorn das hergibt.

Aber die finanzielle Realität sieht eben anders aus. Bei einem sinkenden Steueraufkommen aufgrund einer globalen Wirtschaftskrise, von der so gut wie jeder betroffen ist, kann man nicht so tun als ob nichts wäre und im gleichen Atemzug Steuererhöhungen fordern. Die Bankenfinanzierung finde ich ausserdem hochgradig skandalös, aber das ist ein anderes Thema.

Was ich auch nicht ganz verstehe, warum soll die Bildungsqualität sinken, wenn 2 Wochenstunden mehr in den Klassenzimmern geleistet hätten werden sollen. Das ist ein Widerspruch.

GrazerTourer
23-04-2009, 08:47
Was ich auch nicht ganz verstehe, warum soll die Bildungsqualität sinken, wenn 2 Wochenstunden mehr in den Klassenzimmern geleistet hätten werden sollen. Das ist ein Widerspruch.

Der Punkt ist, daß die zwei Stunden mehr in etwa einen Abbau (bzw. keine Neueinstellungen) von jedem 20sten Lehrer bedeuten würden um zu sparen. Dadurch wird das System mit Sicherheit schon einmal nicht besser weil junge motivierte Lehrer fehlen.

Wenn kein Geld da ist, dann muß zu allererst drauf geachtet werden, daß "das was nachkommt" qualifiziert ist und für eine Verbesserung sorgt. Mit einem Haufen Junger Dodln lässt sich die Wirtschaftskraft in den kommenden Jahrzehnten wohl nicht verbessern.

Warum zum Henker macht man's nicht einfach besser anstatt hier mühsam auf Kosten der Bildung weiter zu sparen? Eine 20-köpfige Expertengruppe aus Finnland oder Niederlanden ist schnell organisiert. Die scheinen auch zu wissen was sie tun. Also worauf wartet man noch?

In Krisenzeiten sollte man überall sparen. Bei der wichtigsten Quelle für den Erfolg muß allerdings trotzdem - oder gerade deswegen - investiert werden.

@Faulheit der Lehrer
Ich glaube einfach nicht, daß man als Junglehrer auch nur die geringste Chance bekommt sich auf die faule Haut zu legen. Befristete Verträge, das Herumhüpfen von einer Schule zur nächste, ein niedriges Gehalt - das sind alles Dinge die irgendwie dazu beitragen, daß man sich wohl eher den Arsch aufreißt als daß man sich gehen lässt. Es ist heute nicht mehr so leicht möglich einen Lehrerjob zu finden der a) örtlich passt b) finanziell ausreicht c) abgesichert ist.

tane
23-04-2009, 14:33
jeder elternteil sollte sich sowieso mal eine woche in die schule stellen und diesen job machen. dann würdens den lehrern nicht nur 3,5 sondern 5 monat urlaub gönnen


langsam, langsam!
wenn es gilt, dass alle, deren job viele leute nicht machen können/wollen so geringe arbeitszeiten wie die lehrer haben...da wird kaum mehr wer 40h/woche 43
wochen/jahr arbeiten.
das kann nicht das kriterium sein, nach dem die arbeitszeit bemessen wird, ob eltern den job machen wollen oderr nicht. das angebot ist bei den lehrern größer als die nachfrage: warum wohl?:devil:

eleon
23-04-2009, 14:53
. das angebot ist bei den lehrern größer als die nachfrage: warum wohl?:devil:

das stimmt für die gesamtheit aber da nur in den grossstädten. aber für viele fächer u. vor allem im dorf herrscht ein deutlicher mangel.


dass man als turn/werklehrer (die wirklich den lenz haben) keine jobs bekommt wundert mich nicht

:D

Supermerlin
23-04-2009, 15:33
@Faulheit der Lehrer
Ich glaube einfach nicht, daß man als Junglehrer auch nur die geringste Chance bekommt sich auf die faule Haut zu legen. Befristete Verträge, das Herumhüpfen von einer Schule zur nächste, ein niedriges Gehalt - das sind alles Dinge die irgendwie dazu beitragen, daß man sich wohl eher den Arsch aufreißt als daß man sich gehen lässt. Es ist heute nicht mehr so leicht möglich einen Lehrerjob zu finden der a) örtlich passt b) finanziell ausreicht c) abgesichert ist.

100% Zustimmung - ich sehe das bei meiner Lebensgefährtin. Ich kenne viele in der Privatwirtschaft, die könnten sich von der Gruppe der Junglehrer ein Randerl Motivation und Engagement abschneiden.

lg, Supermerlin