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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Elektronisches Fahrwerk - Zukunft?



Lebiminatore
25-09-2009, 12:43
Hab grad diesen Artikel (http://www.bike-magazin.de/?p=2797)hier entdeckt.

Was meint ihr dazu - Werden zukünftige Bikes um elektronische Fahrwerke erweitert werden oder bleibt die Mechanik dem Bikesport erhalten.

G

OltaBanolta
25-09-2009, 12:58
Würd mir ABS, ESP und ASR wünschen!


Mal ernsthaft: Die Federgabeln der letzten Zeit haben doch gezeigt, dass ein mehr an Funktion auch ein mehr an Fehlerquellen ist! Ob eine elektronische Komponenten am Bike nicht der endgültige over-kill is....


Aber ansonsten sicher nicht schlecht für die Hersteller! Jährlich was fürs technische Service verlangen und alle 3 Monate gibts ein Update für 50 Euro zum Runterladen! ;)

grey
25-09-2009, 13:00
ich bin normal für innovation aber sowas find ich sinnlos.

andererseits eröffnet das neue job perspektiven
fahrrad edv techniker? :D

robotti80
25-09-2009, 13:21
Der Tag, an dem elektronische Fahrwerke für MTBs in Serie gehen, ist der Tag an dem ich mein MTB einmotte. :D

muerte
25-09-2009, 13:26
i find des supa :klatsch:
hydraulische scheibenbremsen, 3 x 9 fach, a fully generell, ...hat am anfang au niemand gebraucht....

die thematik kosten EK, service, serviceintervall, anfälligkeit wird jedoch sicher ein spannendes thema....

Siegfried
25-09-2009, 13:40
Ich find halt, dass ein Bike etwas Mechanisches ist und auch bleiben soll.

Das Drama bei diesem ganzen Elektronikschnickschnak ist ja, dass das Material beträchtliche Belastungen aushalten muss, auch verdreckt einwandfrei funktionieren muss und man nicht alls Gebot Batterie wechseln muss (Thema Generator/Lichtmaschine).

Vielleicht kommt mal ein Fully mit elektronischer Steuerung und Nabendynamo ;)

Außerdem stellt sich die Frage nach einem Notprogramm, wenn die Elektronik die Patschn streckt und das System steht.

ich bin skeptisch und will sowas auch garnicht haben; so anpreisen könnens das garnicht.

Andhrimnir
25-09-2009, 14:09
Das sowas einmal kommen wird ist eigentlich eine logische Entwicklung. Elektrisch angesteuerte Schaltung gibts ja schon.
Sinnhaftigkeit, über die kann man streiten. Aber wird nicht immer wieder diskutiert weil die Dämpfung da und dort mal zu wenig oder zuviel des Guten ist. Die Einstellung zwar beim forcierten Fahren klasse funktioniert aber dafür woanders wieder gar nicht gut geht.
Jetzt gibt es halt ein aktives Fahrwerk welches eben diese Spezialisierung aufweicht und rein theoretisch ein breites Spektrum an Feder- und Dämpfungseigenschaften zulässt und sich darauf auch noch ohne Zutun vom Fahrer einstellt.
Ist das nicht das was sich so mancher insgeheim gewünscht hat?
Die noch zu lösenden Probleme sind sicher noch eine lange Liste, die Anfälligkeit des System wird jetzt wohl noch recht hoch sein.

Lösungsansätze um gegensätzliche Eigenschaften zu vereinen gibt es doch auch bei den Reifen (Silica Mischungen, aufwändige Profile, unterschiedliche Gummihärten für die Lauffläche, ...), oder bei Rahmenmaterial und Schweißtechnik, ...

Ich persönlich sehe es als Spielwiese für Techniker verschiedener Richtungen und stehe dem im Prinzip positiv gegenüber.
Was mich daran noch stört ist das aktive eingreifen der Elektronik ins Fahrverhalten. Vielleicht wird es aber irgendwann einmal so gut gemacht wie bei einem PKW, wer weiß.

Nur wahrscheinlich werde ich dann auch auf Stahlrahmen, ungefedert und einen Gang ausweichen (Wobei es mich damit sicher auf die Schnauze haut, bin ja schon jetzt an leichteren Stellen mit Federgabel und vielen Gängen überfordert ;) )

xLink
25-09-2009, 14:15
nehmts euch die Zeit, und lest das hier mal:
http://www.motor-kritik.de/common/05081502.HTM

es ist wirklich ein sehr empfehlenswerter Text; und wenn man dannach die Thematik 2Rad und ABS bzw Fahrerunterstützende Systeme mal begutachtet, ist das Ergebnis eher nüchtern.

Es ist sicherlich etliches umsetzbar.. es fragt sich aber, was davon das Risiko eines Abflugs erhöht und was nicht.

cu, xLink

Andretti
25-09-2009, 14:31
Eine logische Entwicklung, oder? Ob mans braucht? Ich denke nicht, wo doch moderne Federgabeln alles andere als ausgereift sind und so schon genug Fehlerpotential bieten.

Aber wer weiß, in 10 Jahren tauschen wir hier vielleicht hier in einem Unterforum Datensätze für Schaltung und Fahwerk aus ;)

Stonydesert
25-09-2009, 14:50
sicher ein interessantes feld für techniker. ob es auch was für die zukunft ist ..... keine ahnung. ich finde es auf jeden fall super von cannondale das die immer an neuen sachen herum basteln und versuchen innovativ zu sein. sicher ist ein nicht unerheblicher teil davon auch marketing. sozusagen ein innovationsmäntelchen welches die sich umhängen.
by the way (auch auf die gefahr hin völlig falsch zu liegen) was ist der riesenvorteil von der lefty ausser der coolen optik. das wird doch sonst niergends gemacht also ich verstehe es nicht. ich denke mir immer man handelt sich da technische nachteile ein die man nachher dann mühsam wieder durch diverse technische tricks (super nadellager) wieder ausbügeln muß.

wenns so super wäre dann würde es doch im rennsport sicher schon einzug gehalten haben (sowohl ein gabelholm als auch elektronische fahrwerke). hab aber noch nicht gehört das es in der moto gp elektronische fahrwerke gibt. telemetrie ja aber sonst? gibts eigentlich telemetrie im downhillweltcup? ich denke bei zweirädern besteht einfach ein unterschied zu autos alleine schon weil der fahrer durch gewichtsverlagerung sehr zum fahrverhalten beiträgt und dadurch der großteil vom fahrer ausgeht.

riffer
25-09-2009, 15:12
Meiner Meinung nach kann es sinnvolle folgende Aufspaltung geben:

- einerseits Fortbewegung mit elektrisch unterstützten Fahrrädern, die im Straßenverkehr zugelassen sind. Hier zählt eigentlich, was jedes andere innerstädtische Transportmittel erfüllen soll.

- andererseits Trainingsgeräte, die sich freilich weiterentwickeln, aber nicht auf elektrische/elektronische Abhängigkeit stützen. Die Grenzen können sicher immer wieder ein Stückchen ausgelotet werden, bahnbrechende Entwicklungen sind sowieso nie auszuschließen, aber wozu eine Energiequelle einbeziehen, wenn wir doch uns stärken, frei machen und unabhängig fühlen wollen, wenn wir am Fahrrad sitzen?!

Piezo-Module in die Federung einbauen, das kann man experimentieren, aber ich sehe das maximal im Top-Wettkampfsoprt, wie bei der Formel 1 im Übertragenen. Dort sind auch Betreuungsfahrzeuge möglich, oder Servicezonen.

Aber vom eigentlich Standpunkt aus betrachtet: Ein Fahrrad ist natürlich Ort für Innovationen, Material, Formen, Verarbeitung, auch Technologien werden verbessert. Und zum Glück haben wir hier mal nicht das Phänomen: "Fortschritt heißt billiger, aber schlechter", zumindest merke ich das nicht so wie in anderen Bereichen.

Für mich bleibt der Reiz, daß das Ding ohne Notwendigkeit von Tankstellen, Service-Computern etc. einfach da ist und funktioniert, wann immer ich in die Natur damit will. Je besser das möglich ist, desto höher ist die Nutzung und Begeisterung. Da kann ein leichteres Vorankommen durch E-Antrieb oder adaptives Fahrwerk nichts beeinflussen, weil es den Anspruch an das Thema verfehlt.

yellow
25-09-2009, 16:18
Der notwendige Strom müsste "selbst erzeugt" werden.
k.A. wie, aber keine Batterie oder sowas

datoni
25-09-2009, 17:43
Der notwendige Strom müsste "selbst erzeugt" werden.
k.A. wie, aber keine Batterie oder sowas

das wär glaub ich kein so großes problem, mit ner induktionsspule oder dgl.

mich interessiert das ganze zwar schon aber nur im rein "was ist möglich" bereich- haben möchte ich sowas nicht.

bergauf lockout ein, bergab auf, gelegentlich mal ein neues öl rein ansonsten kann man mit ein bisschen geschick bei ner herkömmlichen gabel viel(fast alles) selbermachen, oder zumindest begreifen.

heutzutage ist eh schon soviel technik verbaut(ist meistens auch gut so und nützlich), aber digital hat auf mein radl nix verloren.

nicht falsch auffassen, aber wenn einigen schon das schaltungs einstellen probleme bereitet, oder die endlosen meine bremse bremst nicht threads-was kommt als nächstes-nach 5km hängt sich die gabel auf neustart, oder doch neu aufsetzten:confused:

wie auch immer ich bleib bei meinen schraubenschlüssel, nen usb port wird mein radl nie haben :wink:

yellow
26-09-2009, 09:41
obwohls ziemlich OT ist: der Artikel zu dem BMW-ABS ist ja echt der Hammer :f:
Teilweise unerklärlich, oft wenn das System mehrfach verwendet wurde (dann ist der Strom weg), auf jeden Fall aber wenns Hinterrad steigt, oder die Elektronik selbiges glaubt, dann wird einfach die Bremskraft reduziert, geiles System
:f: :f:
(Übrigens, imho sollte jemand der die Bremse nimmer loslassen kann wenn das Hinterrad steigt, wieder aufs Auto zurückwechseln. Sicherheitsfeature ist sowas jedenfalls nicht, dann besser ohne den anscheinend unsicher funktionierenden Bremskraftverstärker)

Gestern die Geschichte so nebenbei erwähnt und ein Kumpel - bis vor so 2 Jahren eine R - dem ist das auch ein paar Mal passiert. Gemütlich zur Kreuzung hingerollt, Bremse gezogen, nix.
Immer stärker und immer panischer, dann ist irgendwann mal geringe Wirkung eingetreten

Irgendwie seltsam, dass das "Problem" kaum kommuniziert wird/wurde :confused:

Phil S.
26-09-2009, 14:08
http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=107932&d=1253961931

So hat´s angefangen, und die Elektronik im Fahrwerk ist nur der aktuell letzte Schritt. Ab wo man zum Amisch wird und einem Weiterentwicklung skurill und unnötig erscheint, muss jeder für sich selbst festlegen.

Für mich ist spätestens damit der Punkt erreicht. Es gibt zahllose Möglichkeiten (rund ums Radl und noch viel mehr anderswo), Hirnschmalz und Geld sehr viel sinnvoller einzusetzen.

LG, Phil

punkti
26-09-2009, 18:00
Teilweise unerklärlich, oft wenn das System mehrfach verwendet wurde (dann ist der Strom weg), auf jeden Fall aber wenns Hinterrad steigt, oder die Elektronik selbiges glaubt, dann wird einfach die Bremskraft reduziert, geiles System
:f: :f:

Gestern die Geschichte so nebenbei erwähnt und ein Kumpel - bis vor so 2 Jahren eine R - dem ist das auch ein paar Mal passiert. Gemütlich zur Kreuzung hingerollt, Bremse gezogen, nix.
Immer stärker und immer panischer, dann ist irgendwann mal geringe Wirkung eingetreten


ahm... was sollte den ein abs deiner meinung nach machen? auch wenn ich langsam auf eine kreuzung zurolle, wenn beim bremsen das rad keinen grip hat und ich wegrutschen würde, dann macht ein abs auf.. ist beim auto genau das gleiche wie beim motorrad. und das mit dem heck aufsteigen ist reine blödheit vom anwender. wenn ich kein abs hab, dann steigt mir auch der arsch hoch wenn ich zu fest anziehe, ich kann also auch nicht einfach hirnlos ankern.
und wenn ich kein abs habe, mir es in einer notsituation den hintern hebt, dann mahc ich auch die bremse (hoffentlich) auf, also macht hier das abs wieder genau das selbe...

und zwecks bremskraftverstärker... was pasiert denn beim auto wenn der bremskraftverstärker bei 130 eingeht... auch nix, weil du das auto nieeee zum stehen bekommen wirst, warum das jetzt beim motorrad ein problem ist, versteh ich nicht...


add. elektr. fahrwerk.. gibts ja shcon länger. in einigen carbon leftys gabs ja schon ein elektrisches lockout und hat soweit ich weis gut funktioniert...

yellow
27-09-2009, 08:54
hmmm, :confused: naja
erstmal soll n ABS ja nur die Lenkbarkeit erhalten,
aber irgendwie würde ich mir bei Betätigen der Bremse erwarten, dass diese bremst.
Steig ich so stark rein /zieh ich entsprechend stark dass das ABS anspricht, dann solls immer noch ordentlich bremsen.

Jedenfalls soll gefälligst kein lustiger Regler entscheiden, dass er jetzt die Bremswirkung unter die Wahrnehmbarkeitsschwelle senkt

st. k.aus
27-09-2009, 10:27
heißt ABS nicht antiblockiersystem ...:devil:
*kleinerdenkanstoss*;)

gibt auch ASR antischlupfregelung
wenn die reifen durchdrehen wird der motor abgeregelt(gibts da ein besseres wort[?]) bis wieder grip da ist


Der Tag, an dem elektronische Fahrwerke für MTBs in Serie gehen, ist der Tag an dem ich mein MTB einmotte. :D

ich würds eher so meinen:

Der Tag, an dem elektronische Fahrwerke für MTBs in Serie gehen,
ist der Tag an dem ich soviele ersatzteile, für jahrzehnte, für ein normales fahrwerk zu hause liegen habe ...

dime
27-09-2009, 11:46
Wenn nur die "absenkbarkeit" bei der Lefty bleibt und diese mechanisch geregelt ist - und diese Gabel dann 2011 am Markt ist ist es so wie immer ....

Studie - Conceptbike - Serie - und die Serie hat halt nur den Teil verwirklicht der Preis/Leistungsmässig machbar ist ...

Ich finde es gut wenn geforscht wird und gezeigt wird was machbar ist ...

Auch wenn ich finde das die Lefty keine absenkbarkeit braucht ;)

soulman
27-09-2009, 11:49
Der Tag, an dem elektronische Fahrwerke für MTBs in Serie gehen, ist der Tag an dem ich mein MTB einmotte. :D

aber an fernseher hast schon, oder?
oder doch nur einen volksempfänger?
und statt dem kühlschrank steht bei dir noch der klassische eiskasten in der küche?
und miele steht auf deiner waschrumpel auch nicht drauf, gell?

ich finde man sollte jedem fortschritt ggü. aufgeschlossen sein. wenn sich die sache dann nachträglich als müll herausstellt, erledigt sie sich auch von selbst.


Ein paar Honks werden das kaufen, die Masse wird sowas nicht interessieren.

am anfang sicher nicht, weil auf alle fälle zu teuer sein wird.
wenns aber einmal stand der technik sein sollte wirds kaum jemand geben der sich ein radl "ohne" bestellt und dafür vielleicht noch einen aufpreis bezahlt.



Ich find halt, dass ein Bike etwas Mechanisches ist und auch bleiben soll.
wieso soll?


Das Drama bei diesem ganzen Elektronikschnickschnak ist ja, dass das Material beträchtliche Belastungen aushalten muss, auch verdreckt einwandfrei funktionieren muss
eine in kunstharz eingegossene schaltkreisplatine
und man nicht alls Gebot Batterie wechseln muss (Thema Generator/Lichtmaschine).
Vielleicht kommt mal ein Fully mit elektronischer Steuerung und Nabendynamo ;)
Außerdem stellt sich die Frage nach einem Notprogramm, wenn die Elektronik die Patschn streckt und das System steht.
wenn der 9V-block leer ist, geht das system auf default. eine der leichtesten übungen.

Der notwendige Strom müsste "selbst erzeugt" werden.
k.A. wie, aber keine Batterie oder sowas

wie bereits oben geschrieben: für eine elektron. dämpferregelung reicht ein 9V-block allemal


gibt auch ASR antischlupfregelung
wenn die reifen durchdrehen wird der motor abgeregelt(gibts da ein besseres wort[?]) bis wieder grip da istdes is aber nur für die absoluten moarchbären unter uns...:D
ich würds eher so meinen:
Der Tag, an dem elektronische Fahrwerke für MTBs in Serie gehen,
ist der Tag an dem ich soviele ersatzteile, für jahrzehnte, für ein normales fahrwerk zu hause liegen habe ...
und alle ham dann ein schönes neues rad und zeigen min finger auf dich!:p

punkti
27-09-2009, 12:29
hmmm, :confused: naja
erstmal soll n ABS ja nur die Lenkbarkeit erhalten,


und genau das ist nur beim auto der fall! ankert mit der maschine bis das abs anspricht und hau dich dann in eine kurve rein -> du wirst auf der go liegen...

alles was das abs verhindert ist ein blockieren des rades, punkt aus. wenn ich auf eis fahre und dann die bremse ziehen will, ist halt so wenig grip da, dass das rad einfach nicht bremsen kann, oder nur so minimal, das es der lenker nicht bemerkt. gleiches gillt auf schotter usw...

und jetzt kommt die frage aller fragen, schon mal einen bock mit abs gefahren? und auch dieses schon mal benutzt?

step
27-09-2009, 12:55
dazu fällt mir ein Kollege ein, der mal für einen sehr großen Hersteller eine elektronischen Skibindung mit dynamisch regulierter Auslösekraft entwerfen sollte. Ist aber über die Konzeptphase nie wirklich hinausgegangen, weil's zu viele praktisch unbeantwortbare Fragen gibt, vor allem was die Fehlertoleranz und fail safety angeht: das Teil darf unter keinen Umständen schlechter funktionieren, bzw. gefährlicher sein als eine rein mechanische Bindung.

Das war vor ca. 15 Jahren. In der Zwischenzeit hat sicher niemand geschlafen, und von Prototypen hört man immer wieder - es gibt auch einige entsprechende Patente, aber als Produkt hat das noch immer keiner rausgebracht...

robotti80
27-09-2009, 14:22
aber an fernseher hast schon, oder?
oder doch nur einen volksempfänger?

Hab ich und zwar einen Samsung LE26A457 mit WXGA Auflösung und HD-Ready.



und statt dem kühlschrank steht bei dir noch der klassische eiskasten in der küche?

Kühlschrank hab ich auch, einen Phillips Whirlpool Einbaukühlschrank mit separatem Gefrierschrank.

Sammelst du vielleicht Daten für eine Umfrage betreffend Elektrogeräte im Haushalt der Bikeboarder? :rofl:



und miele steht auf deiner waschrumpel auch nicht drauf, gell?

Nein leider.
Verlässlichkeit für viele Jahre schlägt sich im Preis nieder.
Dafür hab ich eine AEG Waschmaschinen/Trockner-Kombi.



ich finde man sollte jedem fortschritt ggü. aufgeschlossen sein. wenn sich die sache dann nachträglich als müll herausstellt, erledigt sie sich auch von selbst.

Fortschritt ist schön und gut und macht in vielerlei Hinsicht Sinn.
Ich bin auch keineswegs engstirnig und dem Fortschritt gegenüber skeptisch eingestellt.
Aber wie es Siegfried bereits vortrefflich geschrieben hat, vertrete auch ich die Meinung, dass ein MTB etwas mechanisch ehrliches an sich hat und das will ich mir bei meinem Freizeitgerät auf alle Fälle bewahren. Das ist auch meine persönliche Meinung und offenbar sind wir nicht alleine.

NutzSportRadler
30-09-2009, 01:32
Hallo,
ob sich ein elektronisches Fahrwerk am Markt durchsetzt wird sicher nicht nur von der Sinnhaftigkeit und Zuverlässigkeit abhängen, der männliche Radfahrer ist dermaßen von äußeren Zwängen geleitet und leidet gerne an Selbstvertrauen (vgl Stylingpolizei) dass es von mehreren marketingtechnischen Raffinessen und Glücksfällen abhängt ob sich sowas durchsetzten kann.
Gelten Burschen mit E-Fahrwerk als Hi-Tech-Helden oder als Comfort-Luscher?

Als Shimano Biopace auf den Markt warf hat vorher keiner danach gefragt. Dass es bald so verpönt war hat sicher keine objektiven Gründe sondern nur Nachplappern der Urteile von Opinion-Leadern. Der sicher nicht für alle coole Sheldon Brown hat's mögen.

Bill Gates meinte Anfang der 80er auch dass es keine Applikation geben wird die mehr als 640kB brauche.
--> Wir können heute gar nicht abschätzen ob sich ein E-Fahrwerk durchsetzen wird.


Ich persönlich glaube dass ein optimiertes Fahrwerk gerade bei gemütlichen Stadt- oder Trekking-Rädern punkten kann, wenn Schienen, Kanaldeckel, Gehsteigkanten... super weggefedert werden, ein schneller Antritt aber nicht in Geschaukel und Energievernichtung endet.

Ob es sich bei MTBs durchsetzt hängt sicher auch davon ab ob Rennreglements sowas zulassen.

Wird die Kinematik der federnden Teile gänzlich an die Elektronik delegiert, ergeben sich ganz andere, womöglich leichtere und steifere, zumindest schlauere Konstruktionen die man sich heute gar nicht vorstellen kann (Mehrlenker).

lg
Horst

<Philipp>
30-09-2009, 09:17
Ich find's super.
Überall hält die Elektronik Einzug, warum also nicht auch im Radsektor? Bei der Gabel find ich es insofern gut, da man dadurch die Charakteristik jederzeit dem Untergrund und dem Fahrverhalten anpassen kann.

eldorado69
30-09-2009, 10:20
Mir gefällt die Vorstellung, dass es dann endlich ein Ibike geben würde, und wie alle Produkte von Apple würde das Bike dann nie "ab"stürtzen und ich hätte nie wieder Verletzungen. ;) :D

Weniger anfällig als die heutigen Dämfungssysteme kann das Ganze auch nicht werden. Wenn ich da an mein Mission Control an der Totem denke :f:. Den größten Vorteil sehe ich an der schnellen Anpassbarkeit. Wenn man zB. an die MegaAvalanche denkt, dann würde so ein System, wo man auf Knopfdruck vom DH Modus in den Climb Modus wechsen kann, schon sehr viel bringen.

smutbert
30-09-2009, 10:32
Mir gefällt zumindest oder vor allem am MTB die Vorstellung eines elektronischen Fahrwerks weniger, aber ich halte ja auch schon einen (mechanischen) Lockouthebel am Lenker für Teufelszeug.

Elektronische Fahrwerke waren in den vergangen Jahren übrigens schon einige Male mehr oder weniger "aktuell"; das z.B. hab ich bei mir im Zeitschriftenregal gefunden:

xLink
02-10-2009, 13:27
Hier, das hier hab ich vor einiger Zeit mal gefunden.
http://zelos.zeit.de/bilder/2009/28/wissen/fahrrad.pdf

Illustriert ganz fein, wo wir jetzt wären, wenn jemand Fortschritt verteufelt.
Wohl gemerkt ist nicht jede Neuentwicklung ein Fortschritt.
Und das was für einen ein Fortschritt ist, ist für den anderen nur Ballast.

Ich denke, es täte dem Thread besser, die möglichen Vor und Nachteile eines elektronischen Fahrwerks abzuwägen, oder mal rum-zu-visionieren, was damit möglich wäre, anstatt es als Klump in die Ecke zu treten.
Dann kann auch ein technisch nicht versierter Mensch abwägen, ob es nun eine feine Sache wäre oder nicht.

Und man muß dem Fortschritt ja nicht folgen. Die sportliche bedeutsame Lebensspanne von Menschen ist sowieso so klein und die Kosten für Verschleißteile so gering, dass man es sich am Fahrradsektor "leisten" kann, die eine oder andere Entwicklung vorbeiziehen zu lassen.

und wegen dem BMW ABS:
Ich bin noch nicht sowas gefahren. Ich find es aber blöd, dass man im Fahrtechnikkurs beigebracht bekommt, man soll die Bremse voll ziehen, die MAschine macht eh den Rest, und einem keiner sagt was die Konsequenzen bei Versagen sind (Damit man den Leuten vielleicht "normales" kontrolliertes Bremsen beibringt, das sie dann auch an die Straßenverhältnisse anpassen können.. trainiert und geübt durch häufiges Ausfahren. Aber vielleicht war das ja eh nur für die 10x-im-Jahr-Sonntagsfahrer gedacht)
cu, xLink

<Philipp>
02-10-2009, 13:42
Hier, das hier hab ich vor einiger Zeit mal gefunden.
http://zelos.zeit.de/bilder/2009/28/wissen/fahrrad.pdf


Feiner Artikel:toll:

chriscu
02-10-2009, 16:47
ADAC-Studie: Zwei Drittel aller Autopannen sind mittlerweile auf Fehler ... in der Elektronik zurückzuführen:
http://salzburg.orf.at/magazin/leben/thema/stories/21304/
Das Teufelszeug kommt mir nicht an mein Radl:s:
Grüße
chriscu

Andhrimnir
02-10-2009, 19:41
Ich denke, es täte dem Thread besser, die möglichen Vor und Nachteile eines elektronischen Fahrwerks abzuwägen, oder mal rum-zu-visionieren, was damit möglich wäre, anstatt es als Klump in die Ecke zu treten.
Dann kann auch ein technisch nicht versierter Mensch abwägen, ob es nun eine feine Sache wäre oder nicht.

cu, xLink

OK
Wieviel Federweg zur Verfügung steht wird wohl auch mal in nächster Zeit von der äußeren Bauform abhängig sein, den lasse ich jetzt mal weg. Aber wenn schon eine elektronische Regelung dann sollts für mich mal ungefähr so funktionieren.

Automatisches Sperren bei Wiegetritt, gleichzeitig aber die hohen Beschleunigungen durch Unebenheiten ausgleichen.
Regelung der Dämpfung in Abhängigkeit der vertikalen Beschleunigungen, somit keine Kompromisse mehr auf was ich die Gabel einstelle. Keine Unterteilung mehr in Low- und Highspeed Stufen sondern eine durchgehende Anpassung.
Aktive Abstützung beim Bremsen, aber ebenso wie beim Wiegetritt nicht auf Kosten vom Federungskomfort.

Vieles kann man auch auf rein mechanischen Weg lösen, doch wird wohl eine elektronische und quasi stufenlose Anpassung mehr Komfort bringen.

Wären mal so die ersten "Wünsche" ohne Meinung ob ich das nun wirklich gerne hätte oder nicht.

ThomasT
04-10-2009, 22:44
Diese Diskussion amüsiert mich. Wir bekommen einen Brocken (in Form einer Neuigkeiten-Meldung) von der Industrie vor die Nase gehalten und stürzen und darauf, wie hungrige Löwen auf ein Steak...

Ich finde, wir sollten die Diskussion grundsätzlicher angehen. Ganz grundsätzlich. Ganz ganz ganz grundsätzlich. Wir sollten uns überlegen, ob ein elektronisches Fahrwerk für uns von Nutzen ist. Das haben wir? Nein das haben wir nicht. Wir diskutieren momentan, ob es überhaupt funktionieren kann und ob es Vorteile hat.

Wenn wir nach dem Nutzen für uns selbst fragen, stellt sich automatisch die Frage, mit welchem Ziel wir überhaupt auf's Mountainbike steigen! Bringt uns diese technische Neuerung unserem Ziel näher?

Warum steigen wir auf's Mountainbike? Um von A nach B zu kommen? Das geht doch mit den Öffis, dem Auto, dem Motorrad viel bequemer. Sollte jemand das Rad ausschließlich dazu benutzen, von A nach B zu kommen, macht alles Sinn, was das Fortkommen erleichter, also auch ein E-bike und auch ein elektr. Fahrwerk (wenn es denn tatsächlich so funktionieren sollte, wie sich's die Hersteller vorstellen).
Aber ehrlich, keiner von uns steigt aufs Mountainbike, um von A nach B zu kommen (ist vielleicht ein angenehmer Nebeneffenkt, zum Wirten im Wald zu fahren....)

Steigen wir auf's bike, um noch schneller zu sein? Wenn's nur um die absolute Geschwindigkeit geht, ist das bike auch nicht gerade optimal, da gibt's andere Geräte, mit denen es schneller geht.

Steigen wir auf's bike, um schneller als der Typ an bike daneben zu sein? Dann sollten wir alle, wirklich alle Möglichkeiten nutzen, inkl. einem elektr. Fahrwerk, damit wir uns (oder wem auch immer) beweisen, dass wir schneller sein können. Vielleicht werden das ja mal die Profis bei den Rennen verwenden, aber es stellt sich für mich die Frage, ob dann noch Mensch gegen Mensch kämpft, wenn ein Teil der Leistung von der Elektronik übernommen wird....
Aber ehrlich, ich brauch weder das schnellste Rad, noch die machbarste Technik, noch das leichteste Radl und schon gar kein elektronisches Fahrwerk, denn all die Dinge bringen mich absolut nicht näher an mein Ziel.

Ich bike, weil es mir Spass macht, :bounce:weil ich mit mir selbst kämpfen kann (schaff' ich die Runde, schaff ich's da rauf, ohne abzusteigen), weil es mir totalen Spass macht, die Höhenmeter, die ich mir mühsam erkämpft habe, dann runterzujagen und zu spüren, wie meine Arme und Beine arbeiten, wie sie federn, wie ich dann nochmals reintrete, wie ich abbremse, gerade so, dass ich nicht wegrutsche, ich genieße die Luft im Wald, möchte sie riechen, den Fahrtwind beim downhil spüren, die Ruhe, mal einfach so dahinzurollen und den Vögeln und dem Klick-Klick des Freilaufes zuzuhören, ich genieße es, mir ein Bier reinzuhauen, wenn ich oben bin :U:(o.k., das war jetzt geschummelt, ich trink gar kein Bier). Ich will mal das Hinterrad schleifen lassen können, einen bunny-hop machen oder mal das Hinterrad beim Bremsen hochgehen lassen, ich mag die Aussicht auf grüne Wiesen und den Wald ohne Häuser und Autos geniesen, ich will mich fortbewegen, ohne gleich Treibstoff verbrennen zu müssen, ich will S P A S S haben, ich will was für meine Kondi und Gesundheit tun. Die 78-km (Strasse+2 Mountainbikestrecken), die ich letzten Sonntag gefahren bin, waren total erhebend, ich hab gegen mich selbst gewonnen! Das kann mir niemand nehmen, das war ich, ganz ich selbst, da hat mir niemand und nichts (auch keine Elektronik) geholfen, ich hab' das geschafft, darauf bin ich stolz.

Im letzten bike war ein Test von 1.500,-€-Fullys in dem der Satz stand (sinngemäß) "... die Dinger sind relativ schwer, aber früher hatten wir ungefederte Räder aus Abflussrohren, und hatten wir weniger Spaß?..."

Ich brauch also so eine lektronisches Dingsbums auf meinem Rad sicher nicht.

Meine Uhr tickt mechanisch, meine Schuhe putz ich mir selbst mit der Hand und Bike funktioniert ebenso mechanisch. So macht das Leben viel mehr Spaß.

Wir müssen uns ja nicht alles "automatisch" regeln lassen. Am Ende kommt noch einer und erfindet eine elektronische Beischlafsteuerung........

So long:wink:
Thomas

chriscu
05-10-2009, 13:07
@ ThomasT
Super Beitrag :klatsch:
Grüße
chriscu

Andhrimnir
05-10-2009, 13:46
@ThomasT
Nutzen, das kommt immer darauf an worin man den Nutzen sieht. Dem einen bringt das rein gar nichts dem anderen sehr viel.
Und, wie weit gehe ich mit meiner Einstellung?
Wenn ich deine, durchaus nachvollziehbaren, Gedanken weiterspinne dann lande ich aber dort wo z.B. ein krull jetzt ist.
Ein Gang, Starrgabel, Stahlrahmen, gscheite Bremsen und Reifen. Ein Minimum an Technik, die bei entsprechendem Fahrkönnen viel Spaß verspricht.

So eine elektronisch geregelte Federgabel sehe ich als eine logische Weiterentwicklung von mechanischen Systemen die an ihre Grenzen stoßen. Ist das schlecht?
Grunsätzlich nein, solange ich weiterhin die Vielfalt bei den Auswahlmöglichkeiten habe.

Die Grundsatzdiskussion ob man das braucht oder nicht kann man nicht allgemein beantworten, die muss jeder für sich selbst führen und darauf seine Antworten finden.

Nikolei
05-10-2009, 14:29
http://www.nsmb.com/assets/images/Interbike%202009/d5_fergs/_I4I9320.jpg :rolleyes:


Bei mir wirds immer die gute alte Stahlfeder bleiben (evtl vl noch Titan)

Nikolei
05-10-2009, 14:53
Eine elektronische Steuerung wäre auch bei der Dämpfung (Zug-/Druckstufenventile) bei einer "guten, alten" Stahlfeder möglich...

Das ist auf jeden Fall klar. Aber trotzdem bin ich der Meinung das gerade abseits der Straße und vor allem bei einem Rad so wenig wie möglich oder am besten gar keine Elektronik verbaut wird...

Für mich persönlich würde der Preis vielleicht sogar verkraftbar sein, aber ich habe lieber etwas unter mir, dass längstmöglich ohne Defekte fährt.

Selber schmäh bei sämtlichen OFFROAD Fahrzeugen...(ich weiss dort lässt sich die eine oder andere Steuer und Regelelektronik nicht vermeiden aber ich hoffe man versteht den "Vergleich")