PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : was reizt euch am doping?



Reini Hörmann
27-10-2009, 09:22
mich würde ehrlich interessieren, was euch so richtig aufregt am doping, oder euch gar die grausbirne aufsteigen lässt..? ein paar erhliche aussagen würd ich mir wünschen..

bike charly
27-10-2009, 09:24
fette Schlagzeilen aber keine Fakten :k:

Nintscha
27-10-2009, 09:28
das herumgeweine, wenn man erwischt wurde.

:bawling:

Tom Turbo
27-10-2009, 09:48
1.das gesamte komplexe System das man niemals ausrotten wird
2. Die Öffentlichkeit so oft für blöd verkauft wird.

Denn solange es (national wie internatinal) sportpolitische Interessen gibt - Geld/Wirtschaft den Sport beeinflußt gibt wird sich nie etwas ändern.

hermes
27-10-2009, 09:50
wie soll man die frage interpretieren? warum ichs nehme? ;)

das herumgesudere geht mir auch am sack. und letztlich das erkennen müssen, dass (wahrscheinlich) keine topleistung (eigentlich - platzierung) ohne nachhilfe möglich ist. irgendwie geht da der idealistische eindruck des spitzensports verloren.
außerdem, dass manche sportarten die bösen sind (weils dauernd wen erwischen) und andere die guten. aber vielleicht sind radsport, bodybuilding und gewichtheben wirklich flächendeckend verseucht und tennis, schifahren und marathonlaufen nicht :confused:

revilO
27-10-2009, 10:02
die Ungewissheit

wer weiß was und wie viel, wer nimmt was und wie viel und vor allem, wie viel bringt's dem Einzelnen...

eleon
27-10-2009, 10:03
mich stört dass sich durch bessere ärztliche betreuung und hochwertigere medikamente die doper nicht selber ausrotten!

Reini Hörmann
27-10-2009, 10:28
@hermes..

die frage darfst du frei interpretieren..^^


ich wunder mich grade ein bissl, dass noch niemand die moral genannt hat, oder vorbildwirkungen etx..

Reini Hörmann
27-10-2009, 10:38
Wie, die gibt es noch im Spitzensport?

nein nein, wenn dann ginge es ja um unsere moral, und nicht um die von dopenden leistungssportlern/spitzenspsortlern..


einen sportler wird wohl am meisten der marktpreis aufregen...

revilO
27-10-2009, 10:40
ich bin draufgekommen, dass der Wille zum Doping nur in den seltensten Fällen eine Frage der Moral, sondern vielmehr eine Frage der Angst ist

die Angst erwischt zu werden, die Angst vor gesundheitlichen Schäden und die Angst zu sehen, dass man auch mit Doping nicht besser ist

Stehlen würden ja auch die Meisten, wenn sie sicher wären, nicht erwischt zu werden

NoControl
27-10-2009, 10:41
mich fuckt an das es eine sportart in den medien als die böse dargestellt wird.
nicht das es das besser machen würde .... aber das ist schlichtweg falsch.

Reini Hörmann
27-10-2009, 10:42
ich bin draufgekommen, dass der Wille zum Doping nur in den seltensten Fällen eine Frage der Moral, sondern vielmehr eine Frage der Angst ist

die Angst erwischt zu werden, die Angst vor gesundheitlichen Schäden und die Angst zu sehen, dass man auch mit Doping nicht besser ist

ich glaube das dies stimmt...

aber ich meinte tatsächlich warum uns das dopingthema so berührt, so heiss macht!? manche halt mehr oder weniger..;)

Isa
27-10-2009, 10:55
Weil man doch noch Freude am Sport hat und sich gerne ansieht, wenn zwei Habis den Berg rauf kämpfen und da gerne mitfiebert. Dass dann unterm Strich Humanplasma besser war, als das Institut des anderen Hoschis, nimmt der Geschichte doch den Spaß. Man will sich ansehen, dass der Eine leidensfähiger oder aggressiver war als der Andere und nicht, wer das bessere Düngemittel hatte.

Auf die Leidensfähigkeit kommts ja zusätzlich noch an, ich lass mir das nicht vermiesen wenn ich wirklich wo mitfiebern will..
Und das Moral - Thema ist auch ein schwieriges, zieht sich ja durch alle Lebensbereiche und ist anscheinend einfach menschlich, dass die Moral vergessen wird um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen.

Was mich nervt sind diese ewigen Diskussionen über das Thema Doping ohne Hintergrundwissen, vorallem nervt es mich wenn Leute die selber im Glashaus sitzen beginnen mit Steinen zu werfen.

eleon
27-10-2009, 11:01
Stehlen würden ja auch die Meisten, wenn sie sicher wären, nicht erwischt zu werden

wie kommst auf so einen bledsinn?


jeder könnt täglich genug fladern ohne erwischt/belangt zu werden.

egal ob kleinigkeiten im büro, auf der strasse oder sogar zu haus.

u. passiert auch nicht.

ich glaub ja schon nicht an den moralischen menschen. aber dein statement ist realitätsfremd.

das würd bedeuten dass jedes autoritätsautarke gefüge in einem kriminellen sumpf endet. und das ist gott sei dank nicht der fall.


weiterführend könnte man das auf die hobetten im sport umlegen. da würd auch keiner erwischt werden aber die wenigsten dopen.

SAMC
27-10-2009, 11:03
....das es immer die schlechten eigentschaften des menschen zum vorschein bringt.

Reini Hörmann
27-10-2009, 11:04
....das es immer die schlechten eigentschaften des menschen zum vorschein bringt.

apropos - wo warst du bei der weinberg extrem?^^

SAMC
27-10-2009, 11:15
ach gott - joachim hat uns ja richtung brussels verlassen und war dieses wochenende auf wien besuch - wir hatten also ein meet&greet am samstag. leider kann ich mit meinem dicken hintern nicht überall sein. :(

...aber vielleicht sieht man sich ja im märz gen süden!?

Reini Hörmann
27-10-2009, 11:19
ach gott - joachim hat uns ja richtung brussels verlassen und war dieses wochenende auf wien besuch - wir hatten also ein meet&greet am samstag. leider kann ich mit meinem dicken hintern nicht überall sein. :(

...aber vielleicht sieht man sich ja im märz gen süden!?

da ich im nächsten jahr versuche, wieder etwas radsport zu betreiben, bin ich mit isa, annabelle und theo von 21.03. bis 06.04 auf mallorca..

waldbauernbub
27-10-2009, 11:45
mich würde ehrlich interessieren, was euch so richtig aufregt am doping, oder euch gar die grausbirne aufsteigen lässt..?
Ich lass das mit dem Doping mal Sloderdijk erklären:

Man versteht übrigens sehr gut, warum Barthes im Doping ein Sakrileg sah: Das war für ihn, als stehle man Gott das Vorrecht des Funkens. Dass Barthes letztlich recht hatte, hat man im vorigen Jahr bei der Tour de France grausam erlebt. Plötzlich ist der Schleier hochgezogen, und man sieht keine Kämpfer mehr, nur noch Radproletarier bei einem dubiosen Job. Die Poesie ist dahin, das Erhabene ist eingeebnet, die Fahrer sind plötzlich hundsgewöhnliche Berufstätige, sie leben nicht mehr in der Sphäre des Glanzes, sie sind nur noch Fachidioten für Sprinten, Rollen, Klettern. ...

Das Einzige, was mich noch mehr aufregt als das Doping an sich, ist der Umgang mit diesem Problem in den Sportverbänden und der Politik. Da stellt's mir gewissermaßen den Höcker auf ... :D

waldbauernbub
27-10-2009, 11:54
wie kommst auf so einen bledsinn?
jeder könnt täglich genug fladern ohne erwischt/belangt zu werden.
So wie ich es oft erlebe, gibt es eine, nennen wir es mal "eigene moralische Sphäre", in der viele Sportler zu leben pflegen. Das betrifft übrigens auch viele von denen, die hier mitschreiben. Die Gesetze der Schwerkraft, des Anstands und der Menschlichkeit werden gerne außer Kraft gesetzt, hat sich ein besonders leistungsfähiger Mensch erst einmal über die Normalsterblichen erhoben. Sei es durch eine besondere Leistung, oder einfach nur durch Anmaßung.

Vielleicht hat revilo es ja vor diesem Hintergrund so gesehen?

revilO
27-10-2009, 12:10
wie kommst auf so einen bledsinn?


jeder könnt täglich genug fladern ohne erwischt/belangt zu werden.
das is ja auch so, sei es bei der Steuerhinterziehung oder bei der Raubkopie, etc... - eben überall dort, wo die Größe des Vorteils die Gefahr des Erwischtwerdens bei weitem überwiegt

beim Radiergummi im Büro is das nicht der Fall, ebenso wie im Hobbysport, dort besteht beim Großteil eben gar kein Interesse zu dopen

ohne Exekutive (oder irgendeine Autorität, die einschreitet, wenn gegen Regeln verstoßen wird) würde auf dieser Welt gar nichts laufen

outmen
27-10-2009, 12:16
Und das Moral - Thema ist auch ein schwieriges, zieht sich ja durch alle Lebensbereiche und ist anscheinend einfach menschlich, dass die Moral vergessen wird um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen.


da bin ich aber froh offensichtlich kein mensch zu sein :D
und das beziehe ich auch auf alle lebenslagen, selbst wenn man durch ehrlichkeit schlachten verliert wird man den krieg trotzdem gewinnen und wenn es nur bedeutet mit sich selbst im reinen zu sein ;)

aber du hast recht, offensichtlich denkt ein großer teil der menschen leider nicht so, was es für den anderen teil wiederum sehr mühsam macht:(


zum thema doping, besteht meine angst darin das ich meine ziele eventuell nie erreichen werde, weil es vielleicht zu wenig ist nur brav zu trainieren:rolleyes:
man wird sehen:confused:

eleon
27-10-2009, 12:47
das is ja auch so, sei es bei der Steuerhinterziehung oder bei der Raubkopie, etc... - eben überall dort, wo die Größe des Vorteils die Gefahr des Erwischtwerdens bei weitem überwiegt


also eine raubkopie ist nicht strafbar. zumindest nicht in österreich.

und das mit der steuerhinterziehung trifft ja wohl nicht auf den grossteil zu.

der vergleich hinkt einfach.

die aufklärrate bei taschendiebstählen liegt auch unter 5% und es tun nicht alle.

genau so ein apfel-birnen vergleich.
:zwinker:

revilO
27-10-2009, 12:59
also eine raubkopie ist nicht strafbar. zumindest nicht in österreich.

und das mit der steuerhinterziehung trifft ja wohl nicht auf den grossteil zu.

der vergleich hinkt einfach.

die aufklärrate bei taschendiebstählen liegt auch unter 5% und es tun nicht alle.

genau so ein apfel-birnen vergleich.
:zwinker:
vermutlich hatten schon 99% der Österreicher mit Steuerhinterziehung zu tun (immerhin ist das ein Land der Schwarzarbeiter und Kleinaktionäre)

und nur weil etwas nicht strafbar ist, bedeutet das nicht, dass es kein Diebstahl ist

aber es ist natürlich immer eine Frage der Definition - viele haben sowieso falsche Vorstellungen von Moral, Recht und Unrecht und können ihr eigenes Handeln gar nicht richtig bewerten

eleon
27-10-2009, 13:00
Sei es durch eine besondere Leistung, oder einfach nur durch Anmaßung.

Vielleicht hat revilo es ja vor diesem Hintergrund so gesehen?

Natürlich. Aber hier gibt es ja eine ganz klare Grenze. Dort wo sich die persönliche Moralvorstellung über die Regulatur hinwegsetzt. Egal ob für Doper, Entblösser oder Verspekulierer. Ich wette 95% finden ihr Verhalten auch nicht verwerflich.

Ärgerlich ist es halt dann wenn der Grund für ein degenerierters Moralbild auf andere Instanzen (Verband, andere Sportler, soziales Umfeld, Kollegen, Computerspiele) abgewälzt wird. Das ist einfach eine billige Ausrede und die Negierung des eigenen Triebes (Geltungssucht, Minderwertigkeitskomplex, Grössenwahn) oder der prinzipiellen Geisteshaltung (Debilität, Opportunismus, Affektiertheit, Kollaborismus)
:D

eleon
27-10-2009, 13:04
aber es ist natürlich immer eine Frage der Definition - viele haben sowieso falsche Vorstellungen von Moral, Recht und Unrecht und können ihr eigenes Handeln gar nicht richtig bewerten

ist ja ein subjektiv auszulegendes konstrukt die moral.

deshalb bleibt nur die regulatur und das gesetz als basis für eine verfolgung.

alles andere wäre persönliche anmassung. insbesondere das verfechten der eigenen moralvorstellung.

in wirklichkeit sind eben manche nicht gleicher... sie glaubens nur und die depperten nehmens ihnen ab.

revilO
27-10-2009, 13:22
unter Moral versteht man auch das, was in einer Gesellschaft als geltende Regel anerkannt ist

und die subjektive Moral weicht davon eben oftmals ab

eleon
27-10-2009, 13:26
unter Moral versteht man auch das, was in einer Gesellschaft als geltende Regel anerkannt ist

und die subjektive Moral weicht davon eben oftmals ab

problem ist dass es "die gesellschaft" nicht gibt. höchstens den eigenen sozialen zirkel. und wenn die leut nicht über den tellerrand schaun glaubens halt ihr verhalten ist eh legitim.

hermes
27-10-2009, 13:32
zurück zum thema, ihr erbsenzähler :s:;)

revilO
27-10-2009, 13:40
den Umstand, dass die Subgesellschaft der echten Radprofis, bei denen Doping geltende Moral zu sein scheint, von einer anderen (übergeordneten) Gesellschaft verurteilt wird, habe ich schon öfter angesprochen

revilO
27-10-2009, 14:01
Selbst in der "übergeordneten Gesellschaft" ("der Österreicher"?) findet sich ein großer Teil, der für die Freigabe von Doping ("Sollens doch...") ist.
was aber nicht daran liegt, dass sie sich mit der Dopingproblematik eingehender auseinandergestezt haben, sondern weil ihnen schlicht jede Ahnung fehlt

viele Kinder wären auch dafür, dass man Spielzeug jederzeit und überall stehlen darf, aber eben nur solange sie nicht begreifen, dass sie dann selbst rasch zu Bestohlenen werden

noc
27-10-2009, 14:20
Mich als Sportkonsumenten sozusagen stört einfach nur die Art wie uns gewisse Sportarten präsentiert werden.

Früher gings zb. im Radsport um die Leistungen, Streckenführung, Taktik etc. heute gehts nur noch um die aktuellsten Dopingnews.

Und wenn einer auch nur einen Angriff aus der Gruppe macht, wird gleich angemerkt .. "naja wer weiß".

Wenn ich mir schon eine Sportveranstaltung zu MEINER UNTERHALTUNG ansehe, dann ist es mir, als nicht involvierten Sportler, mittlerweile egal, was sich die Jungs einwerfen, solange keiner tot vom Radl fällt und alle zumindest wie halbwegs normale Menschen aussehen (denn an Riesenkinne, Zahnspangen, Asthmasprays etc ist man ja eh schon gewöhnt).

Also weg mit der Pseudomoral und zugeben, dass gedopt wird ohne Ende und als Konsequenz halbherzige Kontrollen machen, bei denen kaum einer auffliegt. Die NFL machts vor und auch wenn jetzt viele aufschreien, aber eine Saison ohne ständige Dopingskandale wie zb in der NFL is weit unterhaltsamer als eine Radsportsaison es mittlerweile ist.

Ich glaube übrigens, dass es im europäischen Fussball nicht sehr viel anders läuft (bsp. Hoffenheim Ibertsberger).

PS: Das gilt selbstverständlich nur für den Erwachsenensport!!!!

Weight Weenie
27-10-2009, 14:49
mich würde ehrlich interessieren, was euch so richtig aufregt am doping, oder euch gar die grausbirne aufsteigen lässt..?
1.) Das verlogene getue der erwischten Sportler.

2.) Die verlogenen Statements der Sportler bevor sie noch erwischt wurden - da halt ich halt die Klappe wenn ich eh selber auch dicht bin und nur noch nicht erwischt wurde.

3.) Wenn die erwischten dann bei Hobbyrennen starten und anständigen Sportlern die Platzierungen nehmen und sich dann auch noch freuen drüber.

4.) Wenn sie nach 2 Jahren Sperre wieder kommen mit genau der selben leistung wie vorher - das ganze natürlich total clean.

5.) Wenn diese Sportler dann den Moralapostel spielen und andere mit reinziehen.

NoControl
27-10-2009, 14:58
1.) Das verlogene getue der erwischten Sportler.

2.) Die verlogenen Statements der Sportler bevor sie noch erwischt wurden - da halt ich halt die Klappe wenn ich eh selber auch dicht bin und nur noch nicht erwischt wurde.

3.) Wenn die erwischten dann bei Hobbyrennen starten und anständigen Sportlern die Platzierungen nehmen und sich dann auch noch freuen drüber.

4.) Wenn sie nach 2 Jahren Sperre wieder kommen mit genau der selben leistung wie vorher - das ganze natürlich total clean.

5.) Wenn diese Sportler dann den Moralapostel spielen und andere mit reinziehen.

wenn diese sportler dann nach ihrer "karriere" trainer oder sportliche leiter werden, und den jungen zeigen wie es geht

chriz
27-10-2009, 15:17
das die meisten nicht die courage haben es sofort zuzugeben.

Essi
27-10-2009, 16:29
das die meisten nicht die courage haben es sofort zuzugeben.

Wer gibt schon sofort irgendwas zu? Solange nix bewiesen ist
wehr ich mich auch dagegen. Es gilt immer noch die Unschuldsvermutung bis ein Beweis "amtlich" ist.
Blöder Vergleich: ist wie wennst fett mitn Auto heimfährst.
Solange der Alkomat oder die Blutabnahme nicht das von
der Polizei gewünschte Ergebnis bringt, giltst du als unschuldig,
egal ob 0,28 oder 0,82 Promille.

lotusblume
27-10-2009, 16:45
1.) Das verlogene getue der erwischten Sportler.

2.) Die verlogenen Statements der Sportler bevor sie noch erwischt wurden - da halt ich halt die Klappe wenn ich eh selber auch dicht bin und nur noch nicht erwischt wurde.

3.) Wenn die erwischten dann bei Hobbyrennen starten und anständigen Sportlern die Platzierungen nehmen und sich dann auch noch freuen drüber.

4.) Wenn sie nach 2 Jahren Sperre wieder kommen mit genau der selben leistung wie vorher - das ganze natürlich total clean.

5.) Wenn diese Sportler dann den Moralapostel spielen und andere mit reinziehen.

unterschreib ich dir genau so!

wobei ich noch zwischen dem ehrlichen Auspacken(was in Österreiche definitiv so nicht passiert) und einer medialen Show, wie sie hier zu Lande abgezogen wird unterscheiden möchte.

Hervorheben kann man sicher auch noch, dass es auch in anderen Sportarten net OHNE geht.

persönlich(damit meine ich mich als private Person, die den Hobbettensport liebt) fuckts extrem an im privaten Bereich belogen worden zu sein. Ich hab den Sport anders verkauft bekommen, als er in Wahrheit von diversen Personen ausgeübt wurde. Letztlich hat mir die Realität ziemlich zu denken gegeben über meine eigene Naivität.

An dieser Stelle auch mal ein Danke an jene, die mir geholfen haben die Augen aufzumachen.:rolleyes:Ich wollte offensichtlich nix sehen, nix hören und wissen...
Ich hab im letzten Jahr meine Linie gefunden - kann und muß hoffentlich NIE Geld mit dem Radeln verdienen. Ganz ehrlich: ich wüßte dann nicht, ob ich nicht auch schwach werden würde.
Aber so, jetzt??? Nur um eine Trainingsausfahrt herzubrennen, bei einer Touristigveranstaltung vorne zu sein oder mich als Profi darzustellen, wo ich doch nie einer sein werde......Geltungsdrang ist ein sehr minderes Motiv in meinen Augen.

Was mich konkret an der Straight Road Kampange anzipft: ES wird Geld zur Unterstützung des Nachwuchses verwendet, aber kein Wort davon, wieviel in die Förderung des Mädchen Radsports gesteckt wird. Da konnte mir noch nicht mal eine Veronika Hauke, die in Podersdorf um Spenden gebeten hat Auskunft geben..... :(

lifeintheslow
27-10-2009, 17:06
Wer gibt schon sofort irgendwas zu? Solange nix bewiesen ist
wehr ich mich auch dagegen. Es gilt immer noch die Unschuldsvermutung bis ein Beweis "amtlich" ist.
Blöder Vergleich: ist wie wennst fett mitn Auto heimfährst.
Solange der Alkomat oder die Blutabnahme nicht das von
der Polizei gewünschte Ergebnis bringt, giltst du als unschuldig,
egal ob 0,28 oder 0,82 Promille.

und wennst 1,2 hast streitest immer noch alles ab, verlangst eine untersuchung beim amtsarzt, und wenn die positiv ist, schiebst alles auf den hustensaft.
dann bist radfahrer.

Reini Hörmann
27-10-2009, 17:22
unterschreib ich dir genau so!

wobei ich noch zwischen dem ehrlichen Auspacken(was in Österreiche definitiv so nicht passiert) und einer medialen Show, wie sie hier zu Lande abgezogen wird unterscheiden möchte.

Hervorheben kann man sicher auch noch, dass es auch in anderen Sportarten net OHNE geht.

persönlich(damit meine ich mich als private Person, die den Hobbettensport liebt) fuckts extrem an im privaten Bereich belogen worden zu sein. Ich hab den Sport anders verkauft bekommen, als er in Wahrheit von diversen Personen ausgeübt wurde. Letztlich hat mir die Realität ziemlich zu denken gegeben über meine eigene Naivität.

An dieser Stelle auch mal ein Danke an jene, die mir geholfen haben die Augen aufzumachen.:rolleyes:Ich wollte offensichtlich nix sehen, nix hören und wissen...
Ich hab im letzten Jahr meine Linie gefunden - kann und muß hoffentlich NIE Geld mit dem Radeln verdienen. Ganz ehrlich: ich wüßte dann nicht, ob ich nicht auch schwach werden würde.
Aber so, jetzt??? Nur um eine Trainingsausfahrt herzubrennen, bei einer Touristigveranstaltung vorne zu sein oder mich als Profi darzustellen, wo ich doch nie einer sein werde......Geltungsdrang ist ein sehr minderes Motiv in meinen Augen.

Was mich konkret an der Straight Road Kampange anzipft: ES wird Geld zur Unterstützung des Nachwuchses verwendet, aber kein Wort davon, wieviel in die Förderung des Mädchen Radsports gesteckt wird. Da konnte mir noch nicht mal eine Veronika Hauke, die in Podersdorf um Spenden gebeten hat Auskunft geben..... :(

ich möcht net klugscheissern, aber die straight road kampagne hatte ich net wirklich gemeint..ich bin wirklich interessiert daran zu erfahren, warum einige unter uns am liebsten köpfe rollen sehen würden, wenn sportler dopen und andere einen eher pragmatischen zugang haben..auch was dazwischen gibts..


bisher haben ja einige leute gepostet, die sich mit dem thema gut auskennen und schon sehr geübt in diskussionen rund um doping sind..ein paar extreme fehlen noch..in beide richtungen, aber wer weiss was noch kommt;o)

mich persönlich stört vor allem die machtlosikgeit, der man angesichts der dreisten blödheit mancher sportler ausgesetzt wird..von unfähigen funktionären oder institutionen garnicht zu reden..noch schlimmer sind aber politiker und drogendealer die aus dem ganzen noch das höchstmögliche kapital holen..

in bezug auf moral - welche sich meiner meinung nach immer nach werten der unmittelbaren, gegenwärtigen gesellschaft richtet - die allgmeinen annerkannten inneren wertvorstellungen ergo - bin ich der meinung, dass der mensch wandelbar ist, wie ein chamäleon...betrifft es einen selbst, ist es mit der moral nicht so weit her, als man die massstäbe bei andern setzt..

innerhalb der dopenden leistungssportlerriege gibt es sehr wohl moralisches und unmoralisches doping..aber diese form von moral ist eben an die gesellschaft der spitzensportler gebunden..

ansonsten halte ich es mit wenigen ausnahmen wie revilO - sobald das regulativ verloren geht, geht auch ein grossteil der inneren wertvorstellung der menschen verloren - bis hin zum chaos...und der anarchie..wenige ausnahme bestätigen die regel..


was für meine person fast eine perverse situation darstellt - da ich regeln, übergesetzlichkeit und bevormundung sehr strikt ablehne...ich aber sehr wohl den schutz all dieser einrichtungen geniesse..um weitgehenst frei meine eigene moralvorstellung im leben umzusetzen..

unterm strich und fast fertiggedacht glaube ich, dass spitzensportler aus unserer gesellschaft kommen, und in ihrem beruf ihre moral weiterentwickeln..bis sie zur erkenntnis gelangt sind, dass alle dopen und es deshalb nicht unmoralisch ist, es zu tun..
dieser effekt wird auslösen..dass es auch bei der normalen geselltschaft bald nicht mehr unmoralisch ist, zu dopen..weil wir durch all die unfähigkeit der verantwortlichen, durch eigene schleissigkeit im umgang mit diesem thema, und durch überzogene mediengeilheit mit vermeintlich investigativem sportjournalismus abstumpft zur kenntnis nehmen werden, dass es für den erfolg unererlässlich ist..
und es also eine logische verhaltensweise ist..zu dopen!

wie die wahrheit auch, ist die moral mit jeder weltumdrehung immer im werden..prost..;o) und sorry für den wohl sehr philosphischen ansatz..

Reini Hörmann
27-10-2009, 17:34
und wennst 1,2 hast streitest immer noch alles ab, verlangst eine untersuchung beim amtsarzt, und wenn die positiv ist, schiebst alles auf den hustensaft.
dann bist radfahrer.

naja, du hast mmn. vergessen das du erst versuchst den polizisten zu bestechen..der kostet ja net viel, dann den amtsarzt... wenn plan a net funkt, behauptest du einfach das rote gummibären ja auch extrem wenig gummi in sich tragen und der alkomat mit sicherheit nach dem reinblasen mittels taschenspielertrick ausgetauscht wurde, oder der polizist an deiner statt reingeblasen hätte, je nach laune halt..

lifeintheslow
27-10-2009, 17:38
naja, du hast mmn. vergessen das du erst versuchst den polizisten zu bestechen..der kostet ja net viel, dann den amtsarzt, wenn plan a net funkt, behauptest du einfach das rote gummibären extrem wenig gummi in sich tragen und der alkomat mit sicherheit nach dem reinblasen mittels taschenspielertrick ausgetauscht wurde, oder der polizist an deiner statt reingeblasen hätte, je nach laune halt..

Floyd, bist Du's?

Reini Hörmann
27-10-2009, 17:40
Floyd, bist Du's?

r e s p e kt :-)

revilO
27-10-2009, 17:46
anz ehrlich: ich wüßte dann nicht, ob ich nicht auch schwach werden würde.
wenn man von einem weitestgehend dopingverseuchten einschlägigen Spitzensport ausgeht, muss man auch annehmen, dass der Großteil der Bevölkerung in einem solchen Umfeld, mit eben diesen Möglichkeiten und Voraussetzungen wie sie Spitzensportler haben, genau so handeln würde

die Alternative wäre nämlich, dass Leute, die zum Spitzensport finden in der Regel moralisch schlechter sind als der Rest der Bevölkerung und das darf stark bezweifelt werden

lotusblume
27-10-2009, 18:14
sry .... uuuups

wenn man von einem weitestgehend dopingverseuchten einschlägigen Spitzensport ausgeht, muss man auch annehmen, dass der Großteil der Bevölkerung in einem solchen Umfeld, mit eben diesen Möglichkeiten und Voraussetzungen wie sie Spitzensportler haben, genau so handeln würde

die Alternative wäre nämlich, dass Leute, die zum Spitzensport finden in der Regel moralisch schlechter sind als der Rest der Bevölkerung und das darf stark bezweifelt werden

es steht jedem frei meine Meinung zu interpretieren...

ich mein es so, wie ich geschrieben hab: ich als Spitzensportlerin in gegebener Situation wüßte es einfach nicht. Punkt. Absatz.

Danke Reini, ich weiß schon, dass meine Meinung hier wenig "qualifiziert" - einfach weil ich von den Substanzen an sich und den Mechanismen keine Ahnung hab.
Aber: Die Frage war was mich "reizt" und genau das was ich geschrieben hab, hat mich sehr "gereizt" im Sinne von "verdammt sauer gemacht". Straight Road ist hier sicher off Topic, obwohl im Fred...

Aber es razt mi, wenn alle über den "gläsernen Sportler" quatschen und vom Nachwuchs reden... und dann gibts konkrete Maßnahmen für den Damennachwuchs nicht :spinnst?:

Reini Hörmann
27-10-2009, 18:30
sry .... uuuups


es steht jedem frei meine Meinung zu interpretieren...

ich mein es so, wie ich geschrieben hab: ich als Spitzensportlerin in gegebener Situation wüßte es einfach nicht. Punkt. Absatz.

Danke Reini, ich weiß schon, dass meine Meinung hier wenig "qualifiziert" - einfach weil ich von den Substanzen an sich und den Mechanismen keine Ahnung hab.
Aber: Die Frage war was mich "reizt" und genau das was ich geschrieben hab, hat mich sehr "gereizt" im Sinne von "verdammt sauer gemacht". Straight Road ist hier sicher off Topic, obwohl im Fred...

Aber es razt mi, wenn alle über den "gläsernen Sportler" quatschen und vom Nachwuchs reden... und dann gibts konkrete Maßnahmen für den Damennachwuchs nicht :spinnst?:

ich denk es gibt zu der frage die ich gestellt habe keine "qualifizierte" meinung..und ich kann mit deiner antwort auch gut zurechtkommen..vor allem weil sie eben offenbar ehrlich rausgesagt ist..glaub bitte nicht, ich erwarte von jedem ein diplom in pharmazie, der mit mir über dieses thema diskutiert..

aber, zumindest eine doping oder drogenvergangenheit solltest du schon haben..:devil:;) - scherz..wie üblich net besonders lustig..^^


zu straight road werde ich mich aus bestimmten gründen nicht äussern, wenn du hier den ärger rauslassen willst, mich störts und betriffts nicht..

Croco-Hü
27-10-2009, 18:56
dieser effekt wird auslösen..dass es auch bei der normalen geselltschaft bald nicht mehr unmoralisch ist, zu dopen..

schon längst passiert,
das prinzip "leistung um jeden preis" regiert:
Kunst, Politik, Finanzmärkte, usw.

sport hat aber, insofern über diese bereiche hinausgehend, einen besonderen ethos.
weil seine grundlage die Vorstellung eines "fairen wettbewerbs" ist.

da könnt ma ganze foren vollposten, was genau "fairness" im sport bedeutet.
im profisport empfinden manche sogar klar regelwidriges verhalten noch als fair (stichwort "doping subkultur")
"falsche moral" (revilo) oder andere moral ?

immerhin ist es gut wenn dieser aspekt angesprochen wird
und wir uns erinnern,
warum wir eigentlich gern am wochenende unsre kräfte messen und was wir von unseren konkurrenten erwarten.
das könnt zumindest im hobby und nachwuchsbereich was bringen.

was mich persönlich auch nervt:
oft nicht mehr zu wissen, welche saubere leistung respekt verlangt,
und welche mitleid

jpo
27-10-2009, 23:16
was mich persönlich auch nervt:
oft nicht mehr zu wissen, welche saubere leistung respekt verlangt,
und welche mitleid

das bringts aufn punkt...

Weight Weenie
27-10-2009, 23:25
oft nicht mehr zu wissen, welche saubere leistung respekt verlangt,
und welche mitleid
Da kann ich zustimmen.

Wobei ich leider schon seit einem jahr soweit bin Profisportler nicht mehr ernst zu nehmen und sie nur noch zu bemitleiden.

Auch deren Leistung kann ich in keinster Form respektieren oder würdigen.

Früher bin ich bei jedem Rennen vor dem Fernseher gesessen. Alle Frühjahresklassiker, alle Giro oder Tour Etappen - heute? Heute bin ich froh wenn ich den Schaß nirgends mehr sehen muss.

Ich hab meinen Liebling Tom Boonen dem ich alles verzeihe - der Rest ist für mich ein Drogenabhängiger Haufen der mit bunten Trikots über die Berge fährt. (Nicht dass der Herr Boonen da nicht auch ein kleines Problem hätte. :D)

So leid es mir tut - das haben sich die Pros selbst gemacht. Ich glaube auch nicht daran dass irgendwer die Tour clean gefahren ist in den letzten Jahren.:rolleyes:

Wie gesagt - schade drum. Aber leider hausgemacht das ganze.

NoSe
28-10-2009, 06:48
...

die Alternative wäre nämlich, dass Leute, die zum Spitzensport finden in der Regel moralisch schlechter sind als der Rest der Bevölkerung und das darf stark bezweifelt werden

moralisch schlechter sicher nicht. aber ich wette, dass du viele suchttypen speziell im ausdauersport findest. die ersetzen einfach eine (böse) sucht gegen eine andere (gute). bei der einschlägigen vorerfahrung mit anderen suchtmitteln ist der schritt zur einnahme von dopingmitteln dann nicht so weit.
ausdauersport macht süchtig sagt man und wer sucht-veranlagt ist, der ist immer gefährdet.

lotusblume
28-10-2009, 07:15
aber, zumindest eine doping oder drogenvergangenheit solltest du schon haben..:devil:;) - scherz..wie üblich net besonders lustig..^^


"grins" - na dann haben wir uns eh verstanden....

:rolleyes: meine Referenzen wird ich hier sicher net angeben....

reichen 3 Jahre Unwissenheit?

Reini Hörmann
28-10-2009, 07:36
"grins" - na dann haben wir uns eh verstanden....

:rolleyes: meine Referenzen wird ich hier sicher net angeben....

reichen 3 Jahre Unwissenheit?

oft sind 3 jahre unwissenheit zuwenig - ab und zu bin ich stolz und froh drauf, gewisse dinge nicht zu wissen..das kann ruhig mein ganzens leben lang so blieben..

guten morgen btw..^^

SirDogder
28-10-2009, 07:58
Mich stört am Meisten, dass die Radfahrer als schwarze Schafe gebrandmarkt worden sind, aber dort, wo das echte Geld zuhause ist, nichts ans Tageslicht kommt. Sprich die Fußballer, die Basketballer, auch die Boxer, Eishockey... was weiß ich.

Und nicht zu vergessen in A: die Schifahrer!!

Die werden von der... wie heißt das Omerta (?) beschützt, dass man die heiligen Kühe (oder Cash Cows) nur ja nicht beschmutzt. Weil ganze Marketing-Welten einstürzen würden, wenn beispielsweise (nur als Beispiel!!) irgendwo rauskommen würde ein Benni R. oder ein Herman M. hätten was genommen. In diese Personen öffentlichen Sports werden Millionen Euro transportiert, zum Aufbau der Marke und zur Markenpflege. Milliarden Fans hängen an den Lippen der Fußballgötter oder der Formel 1 Fahrer, wenn die was sagen, wenn ein neues Logo am Kapperl ist.
Dort wird nie was ans Tageslicht kommen. Nur die Radfahrer, die patzt man an, ein Bauernopfer wird halt gebraucht.
Heutzutage rangieren Radfahrer ja gleich hinter Bodybuildern. Obwohl ich immer noch bass erstaunt bin, dass manche naive Erwachsene in echt glauben, ein Bodybulder wird von Natur aus zur Muskelfleischmasse. Nur mit Training... :D.

freehamster
28-10-2009, 10:04
Mich stört am Meisten, dass die Radfahrer als schwarze Schafe gebrandmarkt worden sind, aber dort, wo das echte Geld zuhause ist, nichts ans Tageslicht kommt. Sprich die Fußballer, die Basketballer, auch die Boxer, Eishockey... was weiß ich.

Und nicht zu vergessen in A: die Schifahrer!!



Das geht mir auch ordentlich am Arsch, aber nirgendwo ist doping halt so offensichtlich (vorteilsverschaffend) wie z.b. bei einer dreiwoechigen Radrundfahrt oder halt im Ausdauersport allgemein...

Was Hermann Meier zum Muskelaufbau so alles geschluckt hat, will ich gar net wissen...

Zum Thema: Mich reizt am Thema Doping vor allem die lachhaften Konsequenzen (in Oesterreich zumindest). Es darf einfach nicht mehr wert sein, das Risiko einzugehen.
Mal ehrlich: Was passiert in Oesterreich, wenn man beim Dopen erwischt wurde? Man wird Co-Kommentator beim ORF, organisiert Radcamps oder wird Trainer. Was macht die Pumper jetzt eigentlich?

Flo
28-10-2009, 13:03
Was Hermann Meier zum Muskelaufbau so alles geschluckt hat, will ich gar net wissen...

Ich sag nur: Bernd Pansold, Obertauern :wink:

noc
28-10-2009, 13:22
http://sport.orf.at/091028-19690/index.html

"Die ATP untersuchte damals den Fall und entschied sich gegen eine Sperre. Für eine Stellungnahme waren ATP-Funktionäre Mittwochfrüh zunächst nicht zu erreichen."

tjo .. SICHER ein Einzelfall!

NoControl
28-10-2009, 13:25
http://sport.orf.at/091028-19690/index.html

"Die ATP untersuchte damals den Fall und entschied sich gegen eine Sperre. Für eine Stellungnahme waren ATP-Funktionäre Mittwochfrüh zunächst nicht zu erreichen."

tjo .. SICHER ein Einzelfall!

und genau das fuckt mich voll an

Essi
28-10-2009, 19:26
Ich sag nur: Bernd Pansold, Obertauern :wink:

Wurde ja seitens Schröcksnadl dementiert. Pansold war nie offiziell fürn ÖSV tätig, die WC Gruppe 4 wurde ja auf privater Basis da oben betreut. Der ÖSV war halt schlau,
da gabs keine Überweisungen, Verträge,... . Gut abgesichertes System.
Und das ÖSV Schild am Gebäude war nur eine Werbetafel....
Jaja, in Afrika is morgen Muttertag!
Aushängeschilder der Nation sind Heiligtum, dazu ein starker
Verband und Beziehungen bis in die Regierungsspitze machen sowas möglich.

Gatschbiker
28-10-2009, 19:48
@Reini: Doping lehen ich grundsätzlich ab, aber so richtig geht mir die die Sache im Amateur bzw. guten Hobbybereich am Arsch, also überall wos nicht wirklich um Geld geht. (z B. aktueller Fall Triathlet Bauer oder Ferry B.)

Sport in Hobbybereich ist ein HOBBY, natürlich engagiert, aber ohne Betrug. Das ist nämlich wie Schwarzer Peter mit Freunden Spielen und dabei Schummeln! :k::k::k:

Ciao
Paolo

Eraser
28-10-2009, 20:16
das die meisten nicht die courage haben es sofort zuzugeben.

würdest du zum kiwara glei sagen dasd bsoffen bist wenn er dich bei einer verkehrskontrolle fragt obst was getrunken hast??
siiiiicha:rolleyes:

Reini Hörmann
28-10-2009, 20:24
ich würde bitten, den fred nicht dafür zu nutzen, sportler oder andere involvierte personen namentlich zu marken die "verdächtig" sind oder schon überführt wurden...es sei denn, es ist für on topic notwendig..

dafür gibts im andern thread möglichkeiten genug..wenn man es schon unbedingt öffentlich tun will..

Croco-Hü
28-10-2009, 21:06
abgesehen davon ist die trennung hobbysport/profisport nicht so scharf,
einige sehr gute "hobbysportler" (arbeiten zb ganztags) nehmen an profirennen teil.
wo wären die dann einzuordnen ?

insgesamt aber richtig:
gerade der hobby- und nachwuchs bereich sollte komplett sauber gehalten werden,
auch weil zukünftige profis diese bereiche durchlaufen bevor sie dann....
deswegen wäre mehr verständnis für anti doping maßnahmen angebracht, auch wenn das hobby sportlern unbequem erscheint.

FerryB
28-10-2009, 21:25
abgesehen davon ist die trennung hobbysport/profisport nicht so scharf,
einige sehr gute "hobbysportler" (arbeiten zb ganztags) nehmen an profirennen teil.
wo wären die dann einzuordnen ?

insgesamt aber richtig:
gerade der hobby- und nachwuchs bereich sollte komplett sauber gehalten werden,
auch weil zukünftige profis diese bereiche durchlaufen bevor sie dann....
deswegen wäre mehr verständnis für anti doping maßnahmen angebracht, auch wenn das hobby sportlern unbequem erscheint.


Welche Anti-Dopingmaßnahmen? Die Kosmetikaktionen im Frühjahr? ACAD? Offensichtlich ist die Sache für viele zu weit gegangen, deshalb lässt man jetzt alles ruhig im Sande verlaufen. Das kostet mir ein müdes Lächeln und zeigt mir nur, dass wir spätestens in 2 Jahren wieder dort sind, wo wir im Winter 2008/2009 waren.

In manchen Sportarten hat man nicht mal begonnen!

Bin ja schon mal gespannt was sogenannte Experten jetzt von sich geben werden...

eleon
28-10-2009, 21:34
ich würde bitten, den fred nicht dafür zu nutzen, sportler oder andere involvierte personen namentlich zu marken die "verdächtig" sind oder schon überführt wurden...es sei denn, es ist für on topic notwendig..

dafür gibts im andern thread möglichkeiten genug..wenn man es schon unbedingt öffentlich tun will..

also so eine virutal-öffentliche schandmauer würd mich schon auch reizen. :D

dummheit gehört bestraft. und da red ich nicht von der dauer einer strafe.

bin schon der meinung dass man die direkte sanktion nach ablauf gut sein lassen sollte.

scham und häme sollte jedoch für immer haften. nicht nur als mahnung und erinnerung.

wenn sich abgehalfterte ex-doper wieder an den start stellen, egal - ob in der selben sparte oder in artverwandter, dann müssen solche wuchteln drinnen sein. genierer habens sowieso anscheinend alle keinen, sonst würden sie sich nie wieder blicken lassen.

weightlight
28-10-2009, 21:43
also so eine virutal-öffentliche schandmauer würd mich schon auch reizen. :D

dummheit gehört bestraft. und da red ich nicht von der dauer einer strafe.

bin schon der meinung dass man die direkte sanktion nach ablauf gut sein lassen sollte.

scham und häme sollte jedoch für immer haften. nicht nur als mahnung und erinnerung.

wenn sich abgehalfterte ex-doper wieder an den start stellen, egal - ob in der selben sparte oder in artverwandter, dann müssen solche wuchteln drinnen sein. genierer habens sowieso anscheinend alle keinen, sonst würden sie sich nie wieder blicken lassen.
:toll::klatsch:

Weight Weenie
28-10-2009, 22:02
wenn sich abgehalfterte ex-doper wieder an den start stellen, egal - ob in der selben sparte oder in artverwandter, dann müssen solche wuchteln drinnen sein. genierer habens sowieso anscheinend alle keinen, sonst würden sie sich nie wieder blicken lassen.

:toll:

Croco-Hü
28-10-2009, 22:06
auf dauer bringts in der sache nix, ein paar sündenböcke stellvertretend an den pranger zu stellen.

grad das ist doch der mechanismus, der uns nicht weiter gebracht hat, weil damit bequem abgelenkt werden kann.
schau mal, was nach jan ullrich im deutschen radport passiert ist.
da kam dann die neue generation der "sauberen sportler":k:

die protegierten "sportler" freuen sich da am meisten drüber,
und die bösen purchen sind...
erraten - :bike:

Weight Weenie
28-10-2009, 22:12
Tot schweigen bringt aber auch nichts und wenn die Hobbysportler merken dass sie auch an den Pranger gestellt werden in allen Foren überlegen sich einige wenige vielleicht doch den Scheiß zu lassen.

Gatschbiker
28-10-2009, 22:26
auf dauer bringts in der sache nix, ein paar sündenböcke stellvertretend an den pranger zu stellen.


Zum Thema: so eine Aussage regt mich zB auch auf!
Ist ja schon fast ein Entschuldigungsversuch.

@eleon: schön gesagt.

Ciao
Paolo

FerryB
28-10-2009, 22:39
Zum Thema: so eine Aussage regt mich zB auch auf!
Ist ja schon fast ein Entschuldigungsversuch.

@eleon: schön gesagt.

Ciao
Paolo

Ob du es glaubst oder nicht - Dopingkontrollbehörden und Verbände können, wenn es darauf ankommt, sehr eigenartige Symbiosen mit dopenden Sportlern eingehen!

Das sollte dich aufregen!!!

Croco-Hü
28-10-2009, 23:28
Zum Thema: so eine Aussage regt mich zB auch auf!
Ist ja schon fast ein Entschuldigungsversuch.


das entscheidende wort ist "stellvertretend"
die ablenkungsmanöver (an den pranger stellen) sind doch in wahrheit präventive entschuldigungsversuche für die (noch) nicht erwischten.
des hat ned gereicht (weil solche seiten gibts schon längst) und wirds in zukunft auch nicht tun.

eleon
29-10-2009, 11:13
das entscheidende wort ist "stellvertretend"
die ablenkungsmanöver (an den pranger stellen) sind doch in wahrheit präventive entschuldigungsversuche für die (noch) nicht erwischten.
des hat ned gereicht (weil solche seiten gibts schon längst) und wirds in zukunft auch nicht tun.


das gehts weniger um die präventivwirkung. da gehts drum dass man als "betroffener", sauberer athlet im nachhinein wenigstens ein bisserl aktiv moralapostel spielen kann, um seinen eigenen groll abzubauen. weil zamschlagen darf man ja das gsindl nicht :D

Reini Hörmann
29-10-2009, 12:04
wenn man das will, so wie eleon oder andere ..jeder kann machen was er glaubt..

der thread wurde aber nicht dafür von mir erstellt..

sollte das net einsehbar sein, dass man nicht jeden fred im zusammenhang mit doping dafür nutzt, leute namentlich zu nennen..und man es nicht schafft, das topic zu treffen..dann verzicht ich persönlich gern auf eine weitere diskussion zur sache.."was stört die bbriege am meisten an der causa doping"

lifeintheslow
29-10-2009, 12:11
"was stört die bbriege am meisten an der causa doping"

was mich stört ... es stören mich viele Dinge, die hier auch schon angesprochen wurden, oftmals sind das recht abstrakte Sachen. Um aber bei der treffenden Formulierung "reizen" zu bleiben:

Es reizt mich, wenn die Säcke nicht mal dann, wenn sie erwischt wurden, die Eier haben zu sagen: "okay, blöd gelaufen, habt's mich erwischt, in zwei Jahren bin ich wieder da", sondern heulend vor den Kameras sitzen, alles abstreiten, winseln ... einfach ein widerliches Bild. Vorher den dicken Max machen und dann das Unschuldslamm markieren und nicht mal dazu stehen :k: .

lotusblume
29-10-2009, 12:25
was mich stört ... es stören mich viele Dinge, die hier auch schon angesprochen wurden, oftmals sind das recht abstrakte Sachen. Um aber bei der treffenden Formulierung "reizen" zu bleiben:

Es reizt mich, wenn die Säcke nicht mal dann, wenn sie erwischt wurden, die Eier haben zu sagen: "okay, blöd gelaufen, habt's mich erwischt, in zwei Jahren bin ich wieder da", sondern heulend vor den Kameras sitzen, alles abstreiten, winseln ... einfach ein widerliches Bild. Vorher den dicken Max machen und dann das Unschuldslamm markieren und nicht mal dazu stehen :k: .


Dann lies dir doch bitte den Fred nochmal genau durch....
nicht alle(du hast das Wort Säcke verwendet) machen diesen medialen Vollscheißdreck mit... Es gibt Ausnahmen! hier....

Dopingsünder hin oder her - Ein gerades Rückgrad hat man oder nicht! Es ist schon eine Stilfrage, wie jemand der "erwischt" wurde mit den Medien umgeht. VIP oder VUP.....

crossfan
29-10-2009, 12:33
Es gibt Ausnahmen! hier....


aber wenige...
schließ mich dem nately an :toll:

waldbauernbub
29-10-2009, 12:37
Hab jetzt noch einmal nachgedacht. Was mich momentan am Doping wirklich und ehrlich am meisten stört, ist dass wir das Thema in einem Forum diskutieren müssen, das nur der Geschäftemacherei mit genau diesem Thema dient. :rolleyes:

Doping ist eine Sache. Aber die Unverfrorenheit, mit der hier aus der Gutgläubigkeit von Sportlern und Fans auch noch Geld geschlagen werden soll, ist schon erstaunlich. Dem Ganzen setzt nur noch die Tatsache die Krone auf, dass Aktionen wie Straight Road, statt zur Aufklärung beizutragen, eine weitere Nebelgranate sind, mit denen der Blick auf die Fakten getrübt wird.

lifeintheslow
29-10-2009, 12:49
Dann lies dir doch bitte den Fred nochmal genau durch....
nicht alle(du hast das Wort Säcke verwendet) machen diesen medialen Vollscheißdreck mit... Es gibt Ausnahmen! hier....

Dopingsünder hin oder her - Ein gerades Rückgrad hat man oder nicht! Es ist schon eine Stilfrage, wie jemand der "erwischt" wurde mit den Medien umgeht. VIP oder VUP.....

Du hast völlig recht, daher auch "wenn die Säcke" und nicht "dass die Säcke".

Croco-Hü
29-10-2009, 15:43
Hab jetzt noch einmal nachgedacht. Was mich momentan am Doping wirklich und ehrlich am meisten stört, ist dass wir das Thema in einem Forum diskutieren müssen, das nur der Geschäftemacherei mit genau diesem Thema dient. :rolleyes:


na das bikeboard ist halt auch erwerbsquelle mancher....
immerhin wird derzeit in 3 freds relativ niveauvoll und offen diskutiert,
und auch ernst zu nehmende vorschläge präsentiert.

was ich mich schon lange frage:
was ist eigentlich DEIN persönliches interesse an diesem thema?
hat dich ein aufgspritzter am Alpl abghängt, oder gar deinen traumberuf TdF Profi verhindert ?
kannst du als Hautarzt die testo-pickeligen athleten nicht mehr aushalten ?
kriegst du aus mitgefühl erstickungsanfälle wenn bei den bergetappen auf die dunkel verfärbten fahrer geschwenkt wird, die keinen asthma spay mehr erwischt haben?

fralu
29-10-2009, 16:27
Mich regt daran auf, das es die Sponsoren fast erwarten, von den Profis, aber wenn sie erwischt werden, steht der Profi allein im Regen.
Außerdem, sollten Kontrollen auch bei Hobby und Nachwuchsrennen gemacht werden................!

waldbauernbub
29-10-2009, 16:48
was ich mich schon lange frage:
was ist eigentlich DEIN persönliches interesse an diesem thema?
Das frage ich mich auch oft. :confused:

Wahrscheinlich interessiert mich das Thema deswegen, weil mir vorkommt ich bin einer der wenigen hier, die in erster Linie den Radsport an sich toll finden - nicht in erster Linie sich selbst, das Team für das sie an den Start gehen oder ihre tollen Kumpel, die schon einmal 13. im Massensprint bei Rund-um-Gigritzpotsch'n geworden sind und daran auch noch alle Welt per Teamhomepage teilhaben lassen.

Sprich: Mir ist der Radsport an sich sehr viel wert - weniger das zweifelhafte Sozialprestige, das man sich dadurch erarbeiten kann. Das Bikeboard ist so gesehen ein interessantes soziologisches Biotop, bevölkert von manch lemurenhaften Gestalten, wie Beinahe-Ex-Profis, Eisendoktoren und sportlichen Leitern von Pseudo-Profi-Hobetten-Teams. Eine wahre Fundgrube für den Genießer.

Weight Weenie
29-10-2009, 17:32
Wenn du ein Freund des Genußfahrens bist solltest du dich von Themen wie Rennsport halt fern halten - so einfach ist das. Dann brauchst du dich auch nicht mit Leiten wie uns abgeben - ich steh nämlich drauf wenn bekannte 13ter in irgendeinem Sprint werden ud mir davon über die Teamhomepage erzählen.

Weil ich eben auch ein fan von Radsport bin - aber eben vom Radrennsport. Trekkingfahrer interessieren mich dafür nicht. Hat für mich mit RadSPORT nichts zu tun.

Es gibt genug Foren für trekking Fahrer - die dopen auch vermutlich weniger.

Croco-Hü
29-10-2009, 17:47
vom radsport fasziniert zu sein, das trifft im bb sicher auf viele zu.
mich zB hat der virus gepackt, als sich lemond/fignon 3 wochen lang durch frankreich duellierten.
faszinierend, dass gerade die attraktivität des radsports nicht so abhängig ist von absoluten all- time records.
es reicht wenn attackiert wird, taktiert, hasardiert oder geblufft,
verzögert oder angefahren, auseinandergerissen oder zusammengehalten.
all das wär ohne doping genauso spannend, aber viel gsünder.
der profiradsport kann aber leider nicht von der dopingthematik getrennt werden,
viele der noch immer hoch im kurs stehenden idole haben eine doping vergangenheit.

der wahre luxus des reinen radsport fans: er identifiziert sich
mit den besten pros;)
und bleibt sauber
das gemeine rad- fußvolk hingegen muss jedes wochende gegen aufgspritze nobodies bestehen

auch eine interessante facette dieses sports

hermes
29-10-2009, 20:07
es reicht wenn attackiert wird, taktiert, hasardiert oder geblufft,
verzögert oder angefahren, auseinandergerissen oder zusammengehalten.
all das wär ohne doping genauso spannend, aber viel gsünder.
stimmt. es schaut immer gleich aus, mit oder ohne doping. keiner würds bemerken.


auch eine interessante facette dieses sports

letztlich ist es ja wie im richtigen leben: das ergebnis zählt, der weg dorthin ist nebensache. so läuft unsere gesellschaft nunmal. daher ist es eigentlich egal, wie ein sieg errungen wird. wir, als radsportinteressierten, wollen es halt manchmal nicht wahrhaben. und die herren funktionäre auch nicht, wobei ich denen das nicht glaube.

GerhardS
29-10-2009, 21:15
stimmt. es schaut immer gleich aus, mit oder ohne doping. keiner würds bemerken.



letztlich ist es ja wie im richtigen leben: das ergebnis zählt, der weg dorthin ist nebensache. so läuft unsere gesellschaft nunmal. daher ist es eigentlich egal, wie ein sieg errungen wird. wir, als radsportinteressierten, wollen es halt manchmal nicht wahrhaben. und die herren funktionäre auch nicht, wobei ich denen das nicht glaube.

Als zweifacher Vater meine ich, dass im richtigen Leben heute auch sehr viel falsch rennt.
Für mich war der Radrennsport eine Lebenseinstellung.
Ich glaube dass es überhaupt nicht egal ist wie ein Sieg errungen wird.
Wenn ich das Charisma, die Begeisterung und die Ehrlichkeit, die ein Greg Lemond ausstrahlte vergleiche mit einem Contador oder auch einem Armstrong, so ist das für mich wie Tag und Nacht.
Die Jornalisten berichteten damals mit einer heute unbekannten ehrlichen Begeisterung.

Die gelangweilten Sieger von heute, die immer im Hinterkopf haben "AHA ... SO WIRKT DAS" und die immer davor flippen müssen, dass doch was rauskommt, die repräsentieren doch nur mangels Alternative die heutigen sportlichen Werte.

Ich bin für die Wiedereinführung der Trennung von Profis und Amateuren, sowie einer Aufwertung des heimischen Amateursports so wie vor 25 Jahren.
Im Amateursport sollte beinhart kontrolliert werden.
So würden sich sicher auch Sponsoren für den Amateursport finden und unsere Kinder hätten wieder Radrennen und Idole vor der Haustüre.
Jetzt hams halt so ein Trikot von einem heutigen Superfahrer und der Papa kommt mit der Wucht`l dass des eh wieder so ein Betrüger war.
Und der Bua denkt sich: "Hab i ma eh dacht. Eh alles sinnlos. Deppate Erwachsene. Hau i ma halt auch irgendwelche Drogen rein."

hermes
29-10-2009, 21:24
Als zweifacher Vater meine ich, dass im richtigen Leben heute auch sehr viel falsch rennt.
ohne zweifel.

Wenn ich das Charisma, die Begeisterung und die Ehrlichkeit, die ein Greg Lemond ausstrahlte vergleiche mit einem Contador oder auch einem Armstrong, so ist das für mich wie Tag und Nacht.
Die Jornalisten berichteten damals mit einer heute unbekannten ehrlichen Begeisterung.
war die begeisterung nicht einfach auch daher so groß, weil man nicht befürchten musste, erwischt zu werden? war lemond sauber? (fignon wars ja nach eigenen angaben nicht) ist es nicht auch in anderen sportarten so, dass die helden vergangener tage lange nicht so diplomatisch abgeschleckt daherkommen wie die heutigen.

die miserable vorbildwirkung für den nachwuchs sind unbestritten. DAS ist wirklich auch ein punkt, der mich bei diesem thema reizt. vor allem auch das ignorieren oder verdrängen von möglichweise schweren gesundheitlichen beeinträchtigungen.

Karl5212
30-10-2009, 01:01
war die begeisterung nicht einfach auch daher so groß, weil man nicht befürchten musste, erwischt zu werden? war lemond sauber?


Zumindest verwendete er kein EPO... wie der gute LA.

SirDogder
30-10-2009, 07:33
ohne zweifel.

war die begeisterung nicht einfach auch daher so groß, weil man nicht befürchten musste, erwischt zu werden? .

Das stimmt. Schon 1905 waren die TDF helden voll mit Alk (Wein, Kognak etc), Kokain und ... Glyzerin glaub ich. Wurde damals sogar in den Zeitungen beworben.

Nix mit Super-Altvorderen Idolen. Die waren voller als ein Faß vom Feinsten.

Stonydesert
30-10-2009, 10:40
mich stört am meisten die doppelmoral. da wird von gesundheitschäden geschrieben aber die pässe sollens nach wie vor mit an 100er runter blasen....

und die spannung ist auch draussen mit dem doping - glaub schon das ohne die blutauffrischer die leistungsschwankungen während einer 3 wöchigen rundfahrt größer wären.

Reini Hörmann
30-10-2009, 11:12
Das frage ich mich auch oft. :confused:

Wahrscheinlich interessiert mich das Thema deswegen, weil mir vorkommt ich bin einer der wenigen hier, die in erster Linie den Radsport an sich toll finden - nicht in erster Linie sich selbst, das Team für das sie an den Start gehen oder ihre tollen Kumpel, die schon einmal 13. im Massensprint bei Rund-um-Gigritzpotsch'n geworden sind und daran auch noch alle Welt per Teamhomepage teilhaben lassen.

Sprich: Mir ist der Radsport an sich sehr viel wert - weniger das zweifelhafte Sozialprestige, das man sich dadurch erarbeiten kann. Das Bikeboard ist so gesehen ein interessantes soziologisches Biotop, bevölkert von manch lemurenhaften Gestalten, wie Beinahe-Ex-Profis, Eisendoktoren und sportlichen Leitern von Pseudo-Profi-Hobetten-Teams. Eine wahre Fundgrube für den Genießer.


es ist halt wie im leben...sozialprestige sucht jeder irgendwie..es sei denn, man hat sich als diogenes wiedergefunden..ander wiederum suchen es garnicht, bekommen es aber trotzdem..

hab grade überlegt, wo ich reinpassen könnte..und bin draufgekommen, dass fast alles passt, sogar das lemurenhafte..zumindest wenn ich austrainiert war..^^ aso ja, doktor stimmt auch net - eisen natürlich schon..:D

lotusblume
30-10-2009, 11:53
....Mir ist der Radsport an sich sehr viel wert - weniger das zweifelhafte Sozialprestige, das man sich dadurch erarbeiten kann. Das Bikeboard ist so gesehen ein interessantes soziologisches Biotop, bevölkert von manch lemurenhaften Gestalten, wie Beinahe-Ex-Profis, Eisendoktoren und sportlichen Leitern von Pseudo-Profi-Hobetten-Teams. Eine wahre Fundgrube für den Genießer.


:rofl:

na das nenn ich mal Definititon....

aber du hast doch noch einige Spezies vergessen:

es tümmeln sich hier Wellnesstriathleten, Möchtegernbesserwisser, fyxgesponserte Quereinsteiger, Eintagsradflitzer, gestresste Dauerposer, unerkannte Paparazzis, Singelspeedsternschnuppen, echte Performanten, NoSport Tussis, Downhill Exhibitionisten und die Radsuperstars...

um das BB genießen zu können, brauchts manchmal eine dicke Haut, einen kräftigen Scheiß - mich - nix Faktor und an Schuß Selbstironie....

Um von etwas begeistert zu sein, muß es irgendwo im inneren zu brennen anfangen...........ich glaub, dass ist der kleinste gemeinsame Nenner hier herinnen.

El Geraldo
30-10-2009, 19:22
mich würde ehrlich interessieren, was euch so richtig aufregt am doping, oder euch gar die grausbirne aufsteigen lässt..? ein paar erhliche aussagen würd ich mir wünschen..

hmmm - aufregen tut´s mi net wirklich - hab nur einen Gerechtigkeits-Faible und mess mich gerne bei Wettkämpfen mit anderen. Da will I halt net so gern beschissen werden. Bin dann schon glücklich wenn mehr kontrolliert wird und freu mich über jeden der erwischt wird - ganz ehrlich! Und wenn dann eine kleine Lawine losgetreten wird mach I sogar a gute Flasche Wein auf. Wundern tut mich aber so mancher Leut Naivität bei dem Thema.

1nikefreak
31-10-2009, 08:40
hmmm - aufregen tut´s mi net wirklich - hab nur einen Gerechtigkeits-Faible und mess mich gerne bei Wettkämpfen mit anderen. Da will I halt net so gern beschissen werden. Bin dann schon glücklich wenn mehr kontrolliert wird und freu mich über jeden der erwischt wird - ganz ehrlich! Und wenn dann eine kleine Lawine losgetreten wird mach I sogar a gute Flasche Wein auf. Wundern tut mich aber so mancher Leut Naivität bei dem Thema.

glaubst du wirklich das alle überführt werden die einen positiven dopingtest abgegeben haben..... :confused:

El Geraldo
31-10-2009, 10:05
was I glaub is gar net so wichtig - is halt a mächtig komplexes Thema - mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und I freu mi über jeden Versuch den Sport sauberer zu machen, für Pros und Hobetten

Croco-Hü
31-10-2009, 14:20
genau,
also eichhörnchen gut füttern:toll:
jedenfalls geht die positive a-probe eines hobbetten seltener "verloren":D

KarlS
19-11-2009, 00:07
Was regt mich auf?

Jedes wort!!!

In den 80ern haben alle gemeckert das der ö-sportler international im outback liegt( nicht einmal steht)
anfang der 90er ist man drauf gekommen(ein wink aus dem nordosten),dass internatiol "anders" gearbeitet(trainiert) wird
ab mitte der neunziger hat der ö-sportler mitgezogen!
Und der eine oder andere wurde erwischt(leichtathletik).
Warnung für die anderen!!!

Mit hilfe diverser trainer aus dem ausland (bis heute)
wurde ein dopingnetz aufgezogen, wie in jedem anderen land auch!
internationale Topleistungen waren die folge!

Tja ,nur in vielen länder wird die leistung(mit oder auch ohne doping) mehr geschätzt als moral!!!

Unterstützt und gefördert!

Verbände sind stolz auf ihre sportler.

Wie der bankräuber, der nicht erwischt wird!

Nur beim sport ist die aufklärungsrate geringer!

In jedem land werden sportler "erwischt"

aber, die doppelmoral bei den zusehern und "fans"
regt mich auf!!!


Die ausreden der sponsoren regen mich auf!!!

KarlS

Ximi
19-11-2009, 08:53
Mich regen die schmierigen Doper auf.

feristelli
19-11-2009, 10:28
Bei den Hobbetten gewinnt, wer mehr trainiert.
Bei den besseren der, der mehr Talent, die besseren körperlichen Voraussetzungen oder das bessere Training, mehr Geld und mehr Zeit hat.
Bei den Pros der, der zusätzlich zu den obengenannten Voraussetzungen die besseren Mittel bekommt.

Der Unterschied zw. "normalem" Training/Ernährung und der verpönten medizinischen Nachhilfe liegt nur im Reglement: letzteres ist verboten (und wird bisweilen sogar verfolgt).

Oder: wenn ich müd werd trink ich Tee, während ein müder Tourfahrer sein eigenes Blut bekommt. Beides ist machbar, vor den gesundheitlichen Folgen von beidem kann man warnen.

Sowenig wie ich mich beklagen kann, dass jemand schnelller ist als ein anderer, weil sein Rad inkl. Wattmesskurbel nur 6.8kg wiegt, weil er 25h die Woche trainieren kann oder weil er ein größeres Herz hat, sowenig kann ich mich darüber aufregen, dass ein Pro noch erfolgreichere medizinische "Hilfe" bekommt als ein anderer.

Außerdem sind die medizinischen (aber verbotenen) Hilfsmittel ebenso faszinierend wie neue physiotherapeutische, trainingstechnische oder sportmedizinische Erkenntnisse.

(Aber ich selber muss nicht dopen. Drum kann's mich auch kalt lassen, was andere sich zumuten.)

lord sinclair
19-11-2009, 10:51
auf den punkt gebracht: das lügen, die scheinheiligkeit, die intransparenz...

persönlich habe ich kein problem damit, daß jemand dopt, dann soll er (sie) aber auch den mut haben das öffentlich bekannt zu geben! eine getrennte wertung der doper/nicht-doper bei wettkämpfen wäre imho eine lösung...dann gibts halt 2 sieger...die cleanen und die doper...

sollen sich doper doch ihren körper, ihre psyche fertig machen - mir ist das egal. ich habe spaß am sport und das ist mir das wichtigste, ich würde nie auf die idee kommen meinen körper mit chemischen mitteln vollzuspritzen oder was auch immer...schon länger her, aber der orf hat mal "blut und spiele" gezeigt, die doku über fuentes...als ich gesehen habe, daß die radprofis mitten in der nacht aufstehen müssen, damit sie im schlaf nicht verrecken, dachte ich mir das ist schlimmer als der bahnhof zoo...

am peinlichsten finde ich doper im hobby-bereich...was soll denn das werden?!? wenn ich mich mit chemie, etc. schon fertig mache, dann soll mir das wenigstens (preis- & sponsoren-) geld bringen (profit-loss-rechnung)...die persönliche aufgeilung, daß ich beim hobby-mtb-rennen erster wurde wäre mir eindeutig zu wenig...

fazit: jeder soll machen was er glaubt, aber dies offenlegen, damit jeder weiß mit wem er sich bei wettkämpfen misst...

so long
lord sinclair

KarlS
19-11-2009, 10:59
Mich regen auch die leute auf die selbst dopen und sich über dopende leute aufregen.

Und die teamleiter die dann bekunden,
von nichts gewusst zu haben.

Ob im pro oder hobbetenvereinen!!

Und die heucheln dann auch hier herum!!

feristelli
19-11-2009, 14:05
... daß die radprofis mitten in der nacht aufstehen müssen, damit sie im schlaf nicht verrecken ...

wobei das ja landläufig der angenehmste tod ist.

eierdidi
19-11-2009, 15:32
moralisch richtig ist es natürlich nicht-aber auch die gedopten sind geil.

GerhardS
20-11-2009, 21:06
KarlS hat voll recht!

Mich regt auf dass die ehrliche Begeisterung aller im Radsport Involvierten fort ist und der Scheinheiligkeit Platz gemacht hat.

Es regt mich auf dass es statt Spass nur noch Dopingdiskussionen gibt.

Mich regt auf dass über die Tour de France in österreichischen Medien so viel berichtet wird wie vor 20 Jahren über die Steiermarkrundfahrt.

Mich regt auf dass der Radrennsport in Österreich erkrankt ist und es nur noch Freizeitradfahrer und vollgepumpte Möchtegernsuperstars gibt.

Mich regt auf dass die Politik über immer mehr Übergewichtige, immer mehr Depressive, immer mehr Alkoholiker, Drogensüchtige und Raucher jammert und sich keiner erklären kann wie es dazu kommen konnte.

feristelli
21-11-2009, 11:26
Mich regt auf dass der Radrennsport in Österreich erkrankt ist und es nur noch Freizeitradfahrer und vollgepumpte Möchtegernsuperstars gibt.



Und natürlich alles denkbare dazwischen. Schau Dir nur die hübschen Kurzdefinitionen von Lotusblume und Waldbauernbub an!

Aber eins stimmt: Radsport ohne Dopingdiskussion ist undenkbar geworden. Leider.

Und: Nach keinem Rennen kann man sicher sein, dass der Sieger nicht doch des Dopings überführt wird.

lifeintheslow
21-11-2009, 16:12
Aber eins stimmt: Radsport ohne Dopingdiskussion ist undenkbar geworden. Leider.


und ich sag: zum glück! das zeigt, dass die radsport-fans den sport, die athleten und die leistungen kritisch beurteilen. das schafft den boden für athleten, die ihre leistung auf eine andere art erbringen wollen und mit unterstützung rechnen können, weil sich eine breite fan-basis des problems grundsätzlich bewusst ist. besser als die blauäugigkeit in den meisten anderen sportarten. solange dort nur geleugnet und vertuscht wird, kann sich gar nichts ändern. im radsport gibt es zumindest eine ganz ganz kleine mini-chance, besser als nichts!

und die opportunisten bei ard&zdf haben sich mittlerweile eh selbst marginalisiert.

Ikaru
28-12-2009, 15:05
Beim Radsport ist es wie in der Wirtschaft. Alle wollen immer mehr. In der Wirtschaft will man ständiges Wachstum und im Radsport ständige Leistungsverbesserung. Leider ist beides eigentlich unmöglich.
Vieles wurde optimiert in Radsport, die Trainigsmethoden, die medizinische Betreuung, das Material usw. Jetzt wird auch der Mensch optimiert.
Sollte man das Doping im Spitzensport unter der Verraussetzung der Transparenz nicht legalisieren? Somit wäre zumindest die Gleichgewicht der Sportler/innen wieder hergestellt. Man wüsste wer nimmt was und wieviel.

outmen
28-12-2009, 15:18
Sollte man das Doping im Spitzensport unter der Verraussetzung der Transparenz nicht legalisieren? Somit wäre zumindest die Gleichgewicht der Sportler/innen wieder hergestellt. Man wüsste wer nimmt was und wieviel.

das finde ich keine gute idee, weil man dann den sportlern die nicht dopen wollen jegliche chancen nimmt, so besteht wenigstens noch die hoffnung das doper erwischt werden:klatsch:
sport ist sport und erfolg ist sicher cool und bringt geld, aber trotzdem ist nicht jeder bereit seine gesundheit dafür aufs spiel zu setzen, kein erfolg und kein geld der welt ist dieses risiko wert ;)
leistungssport ist auch ohne doping schon ungesund genug, wie ich finde;)

Ikaru
28-12-2009, 15:21
... leistungssport ist auch ohne doping schon ungesund genug wie ich finde;)

haha, wie wahr, wie wahr! Alles hat seinen Preis.

Thor80
31-12-2009, 09:34
Morgen....

so wollte auch mal was dazu sagen :devil:

vor nicht mal drei Jahren hab ich auch mit dem Gedanke gespielt etwas nach zu helfen,zwar nicht beim Radsport aber beim Kraftsport.Beim Training habe ich mich dann am Kreuz und Knie verletzt wo durch das Training für einige zeit gestoppt werden musste,auch meine jetzige freundin war
immer dagegen und auch sie redete immer mit mir darüber "Gott sei dank" denn dadurch machte ich es dann doch nicht.

Ich konzentriere mich dann wieder auf Ausdauersport und spielte wieder im Verein Fußball,bis ich mir leider im Mai. diesen Jahres das Kreuzband riss.Auch diese Verletzung war eine Langzeit Erscheinung meines zu extremen Kraftsports.
Ich bin aber ein Mensch der Sport braucht und wenn ich eine Sportart habe die mir alles gibt (RR-fahren) geb ich auch alles dafür....

Ich glaub es gibt einen Punkt bei jeden wo es einfach normal nicht mehr weiter geht und wenn man diesen Punkt erreicht hat dann überlegt man was man machen kann das es weiter geht........

NoFlash
31-12-2009, 11:35
Ich glaub es gibt einen Punkt bei jeden wo es einfach normal nicht mehr weiter geht und wenn man diesen Punkt erreicht hat dann überlegt man was man machen kann das es weiter geht........

Ich glaub nicht, dass die Doper erst dann nachhelfen, wenn es wirklich nicht mehr weiter geht (erst recht nicht die Pros), sondern es ganz einfach praktischer, einfacher und schneller ist als auf dem "legalen" Weg geht. Profis haben sehr wahrscheinlich gar keine andere Möglichkeit!
Bei den Hobbetten glaub ich sogar, dass sie ganz einfach nur dabei sein wollen - unter dem Vorwand die anderen machen es doch auch - und irgend einen Scheiß (abgelaufene Sachen oder so :f: ) reinschmeißen, bei denen wahrscheinlich auch der Leistungszuwachs sehr überschaubar ist (schätz ich mal). Sich quasi wie ein Pro fühlen, so minderbemittelt das auch klingen mag; oder um Anerkennung, die sich die Leute nicht anders holen können.....erbärmlich.

Blackmind
31-12-2009, 13:52
Mir persönlich stößt Doping net auf. Warum auch? Ich bin ja kein Profisportler.Soll ich auf den Kohl sauer sein , weil er aufgladen die Tour fährt? Als einer von 100?
Bitte wer ist so naiv und glaubt, man kann die Tour mit an 45er Schnitt fahren auf 4000km??
Oder 100m in 9,58 laufen? usw.
Aber egal, das sind Profis die Geld verdienen damit und WIR fordern ja seit zig Jahren immer Bestleistungen.
Doping ist immer und überall - nicht nur im Sport, auch im Gesellschaftsleben. Alkohol, Beruhigungs- und Aufputschmittel, Rauschmittel wie Kokain - das sind heutzutage die unterstützenden Maßnahmen nicht nur zur persönlichen Lustgewinnung, sondern auch zur Stressbewältigung und beruflichen Leistungssteigerung. Und sie sind - klassisches Beispiel Alkohol - gesellschaftsfähig. Sie haben sich in unserer Leistungsgesellschaft etabliert, werden akzeptiert und toleriert.
Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und der Leistungssport ist ihr Spiegelbild. Im Leistungsport allerdings werden bedeutend strengere Maßstäbe als im gesellschaftlichen und beruflichen Alltag angesetzt.
Schlimmer als das Leugnen der Athleten ist die Korruption und die Heuchelei der Sportfunktionäre. Eigentlich weiß jeder, angefangen vom Zeugwart über die Trainer und Mannschaftsärzte bis hin zu den Verbandspräsidenten, was sich hinter den Kulissen des Leistungssports abspielt. Das Tabuisieren des heiklen Thema “Doping“ - auch durch die Medien - lässt dem Athleten keine andere Wahl als das Leugnen. Ein ertappter Doping“sünder“ steht plötzlich allein im Regen da und wird nicht nur von der Öffentlichkeit incl. der Medien, sondern auch vom eigenen Sportverband als “schwarzes Schaf“ gebrandmarkt - und nicht selten auch noch von seinen “Kollegen“. Jeder ist sich selbst der nächste, der Leistungssport kennt kein Erbarmen. Die scheinbar heile Welt darf nicht zerstört werden.

Die wirklich Depperten sind aber die Jungs in den Studios, die sich zwecks 45er Ärmel die Spritze geben. Oder fürn Wildoner Radmarathon was schlucken.

Die Profis, die sind arme HUnd. Der will mit seinem Beruf Geld verdienen. Und des wird er net, wenn er immer nur der fünfzehnte wird.
Zitat : "Hermann Maier hatte zu beginn seiner Laufbahn übrigens binnen kürzester Zeit 20 kg Muskelmasse zugelegt. Vielleicht sollte Ronny Coleman auch mal Ziegel schupfen probieren."
So schauts aus.

feristelli
31-12-2009, 13:56
... Sich quasi wie ein Pro fühlen, so minderbemittelt das auch klingen mag; oder um Anerkennung, die sich die Leute nicht anders holen können.....erbärmlich.

verständlich. aber: ja, erbärmlich.

lotusblume
31-12-2009, 14:24
ich hab für dies Sucht nach Anerkennung kein Verständnis und schon gar nicht im Nicht-Profibereich:confused:

Diese Sucht immer und überall anerkannt und bemerkt zu werden treibt einfach seltsame Blüten. Ob das jetzt einen mittelbaren Zusammenhang zur Neigung "nachzuhelfen" darstellt? Denke schon...

Und wenn die Nicht-Profi-Karriere beendet ist, werden halt wieder die üblichen Prestige Träger(schnelles Auto, Karriere, Anerkennung im Job) bemüht....

Simon
31-12-2009, 14:29
ich hab für dies Sucht nach Anerkennung kein Verständnis und schon gar nicht im Nicht-Profibereich:confused:

Diese Sucht immer und überall anerkannt und bemerkt zu werden treibt einfach seltsame Blüten. Ob das jetzt einen mittelbaren Zusammenhang zur Neigung "nachzuhelfen" darstellt? Denke schon...

Und wenn die Nicht-Profi-Karriere beendet ist, werden halt wieder die üblichen Prestige Träger(schnelles Auto, Karriere, Anerkennung im Job) bemüht....

.... bitte wie kommst Du zu solchen Behauptungen??? :rolleyes: :D :rofl:

feristelli
31-12-2009, 15:16
...
Diese Sucht immer und überall anerkannt und bemerkt zu werden ...

nein, nicht immer und überall.
aber dafür, woche für woche, tag für tag wie ein besessener zu trainieren und für den kapitän (und gegen die klassifizierung) wie ein viech zu arbeiten ...

fünfzehnter der weltspitze ist schon super. aber erster ...

und die hobbetten? die wollen halt mit den schnellen hobbetten um die wette farhen und deren anerkennung.

Tom Turbo
31-12-2009, 16:18
Und wenn die Nicht-Profi-Karriere beendet ist, werden halt wieder die üblichen Prestige Träger(schnelles Auto, Karriere, Anerkennung im Job) bemüht....

Na ich kann gott sei dank nicht gemeint sein, weil ich schon während meiner Nicht-Profi-Karrie ein schnelles Auto hatte und den selben Job auch schon seit 9 Jahren mache :D :o:D

Frage ist nur wann gilt eine Nicht-Profi-Karriere als beendet :confused::rolleyes::rofl:

shroeder
31-12-2009, 17:15
Na ich kann gott sei dank nicht gemeint sein

aber auszuschliessen isses nicht? weilsd es so betonst mein ich...

Tom Turbo
31-12-2009, 18:00
aber auszuschliessen isses nicht? weilsd es so betonst mein ich...

nur weil ich aus meiner Siche eine witzige Antwort poste betone ich es ja noch lange nicht, oder ;)

Thema für mich beendet :wink:

Batigoal
31-12-2009, 18:23
Thema für mich beendet :wink:

:klatsch:

legend
31-12-2009, 20:19
mich würde ehrlich interessieren, was euch so richtig aufregt am doping, oder euch gar die grausbirne aufsteigen lässt..? ein paar erhliche aussagen würd ich mir wünschen..

Nicht überhaupt net meins ABER - Wenn sich "bekannte" österreichische Hobbyradler die Nadel vor dem Wettkampf setzen (nein, kein Zuckerkranker - obwohl das auch helfen würde). Wenn Sich österreichische HobbyradlerInnen mit dem Auto bei Rennen durch Anstiege karren lassen. Wenn man einen Lance Armstrong als Verbrecher bezeichnet, obwohl der das selbe macht wie jeder Hobbysportler, wenn wenn wenn ...

feristelli
31-12-2009, 22:21
... sind alle clean!
:toll:







(offiziell)

trinatic
20-01-2010, 15:50
Einfach die Tatsache, dass es scheinbar Leute gibt die sich dann für Leistungen feiern lassen die sie so gar nicht bringen hätten können oder eigentlich nicht aus "eigener" Kraft erbracht haben. Zum einen moralisch fragwürdig in der Öffentlichkeit, zum anderen die Frage wie sie das vor sich selbst verantworten können.

Von fehlender Fairness gegenüber den Konkurrenten sowieso mal abgesehen kann ich es einfach in Summe nicht verstehen, warum man sich dazu überhaupt verleiten lässt. Konkurrenzdruck etc schön und gut, aber im Endeffekt habe ich als Doper die Leistung ja dann erst recht wieder nicht selbst erbracht - wozu also ?

Extravaganza
20-01-2010, 15:57
Einfach die Tatsache, dass es scheinbar Leute gibt die sich dann für Leistungen feiern lassen die sie so gar nicht bringen hätten können oder eigentlich nicht aus "eigener" Kraft erbracht haben. Zum einen moralisch fragwürdig in der Öffentlichkeit, zum anderen die Frage wie sie das vor sich selbst verantworten können.

Von fehlender Fairness gegenüber den Konkurrenten sowieso mal abgesehen kann ich es einfach in Summe nicht verstehen, warum man sich dazu überhaupt verleiten lässt. Konkurrenzdruck etc schön und gut, aber im Endeffekt habe ich als Doper die Leistung ja dann erst recht wieder nicht selbst erbracht - wozu also ?

weils alle machen. Im Profiradsport gibts niemanden, der "sauber" ist...was soll denn noch passieren, dass auch der letzte Zweifler seine Naivität ablegt? :f:

Atacama
29-01-2010, 14:47
vorallem nervt es mich wenn Leute die selber im Glashaus sitzen beginnen mit Steinen zu werfen.

...das unterschreibe ich...und damit wäre schon das wichtigste gesagt.

....was mich nervt....sind aussagen wie:

.....die aufgedonnerten nehmen uns die plätze weg.....
oder :...die gesperrten fahren bei MA mit und nehmen usn die plätze weg

....oder die lizenzfahrer nehmen uns die plätze weg....

mein gott....alle sind so geil auf platzierungen...habt ihr alle den spass am sport vergessen?.....definiert ihr euch und eure zufriedenheit nur nach platzierungen die ohnehin nur davon abhängen wer am start steht und wer eben nicht......

ich bin sicher kein fan vom doping und bin der erste der bereit ist 20 euro mehr an startgebühr zu zaheln, wenn das bedeutet, dass durch die bank bei den ersten 5 jeder kategorie dopingtests gemacht werden.....

aber wenn einer sich unbedingt selbst...körperlich und psychisch und gesellschaftlich schaden wil....dann ist mir das herzlichst wurst......sehr viele wissen eh wer aufgedonnert ist und wer nicht....und wenn so jemand dann schneller ist....oder bei MA aus trainingsgründen mitfährt damit er/sien icht zu sehr abbaut.....dann soll er/sie doch.....ich jedenfalls fahre für mich....und will primär mit meiner eigenen leistung zufrieden sein, und wenn ich das bin und meine mir gesetzten ziele erreiche....dann ist es mir herzlichst wurst was und wo andere sind und wie sie dort hingelangt sind

revilO
29-01-2010, 14:57
@Atacama

Wenn du bereit bist, 20,- Euro mehr pro Veranstaltung zum Zweck der Dopingbekämpfung zu zahlen, kann es dir nicht "wurscht" sein.

Atacama
29-01-2010, 15:26
@Atacama

Wenn du bereit bist, 20,- Euro mehr pro Veranstaltung zum Zweck der Dopingbekämpfung zu zahlen, kann es dir nicht "wurscht" sein.

....das verstehen viele nicht...es gibt unterschiedliche qualitäten von 'wurst'.....

also ich habe kein persönliches problem damit, wenn eine gedopte frau vor mir ist......oder eine frau die sich den ganzen bewerb hindurch von einem mann 'ziehen' lässt und der ihr die löcher zufährt.....auch hat es mich relativ kalt gelassen wenn die herrschaften zu dritt unterwegs waren, und wenn sie einen platten hatte, hat der eine ihr sein laufradl gegeben und der andere sie wieder zur gruppe geführt...

mein gott...so was geht mir am arsch vorbei....das ist ihre sache.....mir persönlich wäre das zu blöd....aber das geht mich nichts an und das muss jeder für sich selbst entscheiden.

ich finde man sollte doping entweder nicht mehr strafbar machen, oder die sache ordentlich bekämpfen und nicht pseudomässig und dauernd herumraunen und grosse reden schwingen. es dopen im hobby sport genausoviele, wenn nicht sogar noch mehr als im profisport...leider....und daher muss man auch im hobby, oder pseudohobby bereich mit ernsthaften massnahmen, wie eben von mir vorgeschlagen, die sache bekämpfen.

besonders amüsant finde ich es wenn doping kontrollen angekündigt werden, dass dann auf einmal nur nich dashalbe starterfeld dort steht...alleine das zeigt doch, dass solche massnahmen nötig wären.

entweder man tut was dagegen....und zwar etwas das effektiv ist....oder man akkzeptiert es und redet nicht und raunzt nicht dauernd darüber, nur weil man selbst ein komplexler ist der sich durch platzierungen definiert.....

fact ist doch, dass diejenigen die am lautesten raunzen, meistens auch gegen die 'cleanen' herrschaften kein leiberl haben....und im prinzip 'eifersüchtig' sind, dass sie nicht genug zeit oder disziplin zum trainieren haben, oder rst zu spät zum sport dazugekommen sind etc., etc.....und weil keiner genre zugibt, dass es einfach nicht reicht...aus welchen gründen auch immer....hängt man es eben auf die doperei auf.....
man sollte zu sich genauso hart sein, wie man über andere urteilt....wenn man andere plade sau schimpft...dann sollte man sich selbst im spiegel anschauen....

auch nervt mich, wenn viele immer sagen:....ja der ist ja profi...der hat viel zeit zum trainieren...und zum erholen...natürlich muss der gut sein....sooo einfach ist das nicht.....dazu gehört eine menge disziplin und härte sich selbst gegenüber, sowie viel harte arbeit und verzicht....und jeder könnte dasselbe machen....nur ist halt nicht jeder von uns gut genug dafür....und dieser wahrheit...oder offensichtlichkeit müssen wir halt ins gesicht sehen...egal wie ehrgeizig man sein mag....

GerhardS
30-01-2010, 22:01
....
also ich habe kein persönliches problem damit, wenn eine gedopte frau vor mir ist......oder eine frau die sich den ganzen bewerb hindurch von einem mann 'ziehen' lässt und der ihr die löcher zufährt.....auch hat es mich relativ kalt gelassen wenn die herrschaften zu dritt unterwegs waren, und wenn sie einen platten hatte, hat der eine ihr sein laufradl gegeben und der andere sie wieder zur gruppe geführt...

mein gott...so was geht mir am arsch vorbei....das ist ihre sache.....mir persönlich wäre das zu blöd....aber das geht mich nichts an und das muss jeder für sich selbst entscheiden.

ich finde man sollte doping ...
...
entweder man tut was dagegen....und zwar etwas das effektiv ist....oder man akkzeptiert es und redet nicht und raunzt nicht dauernd darüber, nur weil man selbst ein komplexler ist der sich durch platzierungen definiert.....

Also Laufrad einem Klubkollegen geben haben wir früher auch gemacht. - Ist OK.
Mannschaftsunterstützung und Taktik ist grundsätzlich OK und man kann da sehr viel für`s Leben lernen z. Bsp. wenn ein Bergbauernbub oft gscheiter fahrt als der Herr Dipl.Ing..
Wenn Männer ins Frauenrennen eingreifen ist das eigentlich unfair aber nicht zu verhindern.
Frauen fahren halt ein Rennen mit vielen möglichen Schrittmachern.
Bei der Tour de France 1989 hat von Greg Lemonds Mannschaft einer nach dem anderen aufgegeben. Er war letztlich alleine gegen Fignon, dessen Team Super-U wiederum das stärkste war. Nur ist er halt immer solange es ging bei Fignon geblieben und hat ihn im letzten Zeitfahren dank des damals revolutionären Triathlonlenkers besiegt. Auch bin ich einige Rennen gefahren, wo ein "Armer" plötzlich spontan von mehreren Fahrern gegen die "Allesfresser" unterstützt wurde.

Doping dürfte nur dann akkzeptiert werden, wenn es eine Alternative dazu gibt.
Also eine Profi- und eine Amateurliga.
Vor 25 Jahren waren in Österreich gute Platzierungen eines Radfahrers das Ergebnis aus vielen positiven menschlichen Komponenten und der Sportler wurde auch so gesehen.
Vor 15 Jahren hat in meinem Klub ein junger Radfahrer angefangen und hat gleich wissen wollen, was er alles nehmen muss.
Hab ihm g´sagt er soll ned so deppert sein, wir fahren auch ohne irgendwas und er soll einmal 5 Jahre trainieren, dann wird er schon sehen wie weit er sich entwickelt.
Hat er abgelehnt weil er im Fernsehen was anders g`hört hat.

Das mit dem Doping hat sich extrem entwickelt.
Warum soll es eine Alternative sein, dass man es akzeptiert bzw. nicht redet oder raunzt?
Ich finde es sehr schade dass heute ein ehrgeiziger Sportler so gesehen wird, dass er ein unmoralischer Betrüger bzw. ein Komplexler ist, der sich durch Platzierungen definiert.
Das ist eine der vielen Auswirkungen von Doping die mich aufregen.

Croco-Hü
31-01-2010, 00:39
seh ich auch so,
an wettbewerben nimmst eben gerade deswegen teil,
um deine leistung mit anderen zu vergleichen.
du trainierst, baust dich auf, fährst auf trainingslager und gibtst im rennen alles-
und dann solls "wurst" sein ?
in bezug auf den radsport definiert der sportler sich halt durch leistungsvergleich mit den jeweiligen startern eines bestimmten rennens.
zu beginn meiner laufbahn hatte ich einen "maßstab" im denzel team, das war ansporn und motivation.
heute müssen so viele leistungen in frage gestellt werden dass einem der spass leicht vergehen kann.

den atacama ansatz, doping entschlossener und auch im hobby bereich zu bekämpfen, halte ich für richtig.
und würde auch bereit sein, was für testkosten beizusteuern.

TomCool
31-01-2010, 07:13
seh ich auch so,
an wettbewerben nimmst eben gerade deswegen teil,
um deine leistung mit anderen zu vergleichen.

Rennen sind das beste Training. Und das gilt im Martathonsport für die meisten. Dafür braucht's keine Mittelchen, die trotzdem quer durchs ganze Feld geschluckt werden. Vom Leistungsvergleich mit anderen sind wir im Breitensport weit entfernt, eher kann man von einem Vergleich der eigenen Entwicklung, zum Vorjahr z. B. sprechen.

NoSe
31-01-2010, 08:31
schon allein deine Frage reizt mich oida - ich kann's nicht mehr hören:)

Croco-Hü
31-01-2010, 10:31
Rennen sind das beste Training. Und das gilt im Martathonsport für die meisten.
eher kann man von einem Vergleich der eigenen Entwicklung, zum Vorjahr z. B. sprechen.

training ist schon von der definition her zielgerichtet,
und zumeist sind wettkämpfe das ziel.
dass hobbybewerbe für die meisten marathonfahrer nur mittel zum zweck wären kann ich nicht glauben.
das herbrennen des nachbarn, teamkollegen etc. ist zuuu verlockend

selbst die eigene verbesserung erkennst am ehesten im vergleich zu anderen.
objektive vergleiche wie zeit auf 100km oder so sind im radsport untypisch, somit...

jedenfalls haben sportliche ziele bei bewerben und das einsetzen von "mittelchen" keinen zwingenden connex,
weil sich doch einige über einen sportlichen erfolg dann freuen,
wenn er fair errungen wurde

Weight Weenie
31-01-2010, 10:36
Sehe ich auch so - man orientiert sich immer an den bekannten Gesichtern.
Speziell bei Straßenzeitfahren stehen immer die selben am Start - da kann man seine Platzierung schon fast vorher sagen.

Bei unserer Vereinsmeisterschaft habe ich auch schon vorher alle Platzierungen nennen können bis auf eine Ausnahme da eine Unbekannte Größe.

Weight Weenie
31-01-2010, 10:54
Um das ist es nicht gegangen - TomCool meinte dass man sich im Hobbybereich nicht an den Leistungen anderer orientiert.

Für was fährt man sonst Wettkämpfe? Ins Ziel komm ich sowieso und wie ich mich zum Vorjahr entwickelt habe sehe ich auch wieder nur wenn ich mich mit den Bekannten vergleiche. Den Wettkampf selber kann ich schwer vergleichen wegen den äußeren Bedingungen.

TomCool
31-01-2010, 20:23
Um das ist es nicht gegangen - TomCool meinte dass man sich im Hobbybereich nicht an den Leistungen anderer orientiert.

Für was fährt man sonst Wettkämpfe? Ins Ziel komm ich sowieso und wie ich mich zum Vorjahr entwickelt habe sehe ich auch wieder nur wenn ich mich mit den Bekannten vergleiche. Den Wettkampf selber kann ich schwer vergleichen wegen den äußeren Bedingungen.
Also, um Euch mal in die Realität zurückzuholen. kann schon sein, dass das bei EUCH DA VORNE anders zugeht, aber an der Basis, bei UNS BLADEN HINTEN, da geht's nur beim Zielsprint um was. Und wir sind nun mal das Gros bei den Radtouristikveranstaltungen, ned nur von den kilos her. ;) :D:D

Croco-Hü
01-02-2010, 10:07
das is ja das schöne am radsport,
da gibts unendlich viele sieger :)
zB. alle die ihr jeweiliges packl abgespurtet haben,
auch wenns platz 578 bedeutet

nachdem keiner von uns ein superpro ist / werden wird sind das (podestplatz bis 578.) ja alles graustufen von
leistungsorientiertem hobbysport,
und der macht einfach mehr spass wenns fair abläuft:wink:

in diesem sinne versteh ich auch den wunsch von gerhardS nach einer getrennten Profi und Amateurklasse.
realisierbar wär ein sauberer amateur/hobbysport meiner meinung nach dadurch nicht
auch zu seiner zeit (80er/90er waren die ergebnisse der amateure durch doping verfälscht,
nur wars damals noch nicht so effektiv und verbreitet

soulman
02-02-2010, 11:24
was mi anfäut:
doping ist schlicht betrug am anderen sportskameraden.
wer mehr, besser, unentdeckter dopt is vorn.
insofern ist der ganze spitzenradsport (aber auch alle anderen sportarten) mit seinem präsentierten leistungspotential in frage zu stellen.
grundsätzlich werden wir nix ändern können. dazu steckt eine viel zu finanzstarke industrie mit ihren interessen dahinter.
ich darf daran erinnern, dass nach dem fall khol und dem dadurch folgenden ausstieg von gerolsteiner, diese firma 500(!) kündigungen ausgesprochen hat!

der erwischte radler ist in jedem fall der g'fickte!
und bewirken tut das ganze genau null.
das is wie wenns am karlsplatz einen dealer kassieren.
das kartell in kolumbien oder anderswo kratzt das nicht im geringsten.
weil für jeden ausfall stehn sofort ein paar neue da, die geil aufs siegen sind und insgeheim hoffen nicht erwischt zu werden.

revilO
02-02-2010, 11:36
ich darf daran erinnern, dass nach dem fall khol und dem dadurch folgenden ausstieg von gerolsteiner, diese firma 500(!) kündigungen ausgesprochen hat!

Inwiefern besteht da ein Zusammenhang?

Extravaganza
02-02-2010, 12:35
Inwiefern besteht da ein Zusammenhang?

lag mir auch auf der Zunge, diese Frage...?

soulman
02-02-2010, 15:22
Inwiefern besteht da ein Zusammenhang?

ich wollte damit illustrieren, wie viel manpower in einem radteam steckt.
wenn die jetzt so deppert sind und doping zulassen um ganz vorne präsent zu sein, geht halt ganz schön was den bach runter, wenn die gschicht auffliegt.

revilO
02-02-2010, 15:38
ich wollte damit illustrieren, wie viel manpower in einem radteam steckt.
wenn die jetzt so deppert sind und doping zulassen um ganz vorne präsent zu sein, geht halt ganz schön was den bach runter, wenn die gschicht auffliegt.
Die Entlassungen haben meiner Meinung nichts mit dem Dopingskandal zu tun. Ob das Produkt Gerolsteiner überhaupt einen Imageschaden erlitten hat, ist fraglich, noch fraglicher ist, falls es einen solchen gibt, ob dieser Einfluss auf den Umsatz von Gerolsteiner genommen hat. Fakt ist nur, dass Gerolsteiner dem Radteam und seinen Erfolgen einen enormen Werbeeffekt und damit verbundenen Aufschwung zu verdanken hatte.

hermes
02-02-2010, 15:40
Fakt ist nur, dass Gerolsteiner dem Radteam und seinen Erfolgen einen enormen Werbeeffekt und damit verbundenen Aufschwung zu verdanken hatte.
dann gehts in die andere richtung aber auch. wenn der radsport als werbeträger ausfällt und nicht gleichwertige ersatzmaßnahmen getroffen werden, dann gehts wieder bergab.

soulman
03-02-2010, 12:38
Die Entlassungen haben meiner Meinung nichts mit dem Dopingskandal zu tun.
is leider falsch!
der herr holczer hat ja vor laufender kamera gesagt, dass sich gerolsteiner aus den aktuellen gründen aus dem radsport zurückziehen wird.

Ob das Produkt Gerolsteiner überhaupt einen Imageschaden erlitten hat, ist fraglich, noch fraglicher ist, falls es einen solchen gibt, ob dieser Einfluss auf den Umsatz von Gerolsteiner genommen hat. Fakt ist nur, dass Gerolsteiner dem Radteam und seinen Erfolgen einen enormen Werbeeffekt und damit verbundenen Aufschwung zu verdanken hatte.

wie jetzt?
die beiden sätze sind nach meiner lesart gegensätzlich und behaupten jeder für sich das gegenteil. :confused:

Extravaganza
03-02-2010, 12:43
is leider falsch!
der herr holczer hat ja vor laufender kamera gesagt, dass sich gerolsteiner aus den aktuellen gründen aus dem radsport zurückziehen wird.


wie jetzt?
die beiden sätze sind nach meiner lesart gegensätzlich und behaupten jeder für sich das gegenteil. :confused:

ich find da überhaupt nix gegensätzlich und bin ganz der Meinung revilO's.

dass Gerolsteiner sich als Sponsor zurückziehen wird stand schon ein Jahr vor den Dopingfällen im Team Gerolsteiner fest.

revilO
03-02-2010, 12:58
Gerolsteiner hat (laut deren Aussagen, so weit ich das gelesen habe) das Wachstumspotenzial überschätzt. Ob Gerolsteiner bei Weiterführung des Radteams so gewachsen wäre, wie sie sich das erhofft haben, kann nicht beantwortet werden. Vielleicht schon, aber es geht meiner Meinung zu weit, wenn man den überführten Dopern (ohne die Gerolsteiner niemals den Werbeeffekt erzielt hätte) indirekt vorwirft, dass sie für die Entlassung von 500 Leuten verantwortlich sind.

GerhardS
03-02-2010, 21:51
Für einige Sponsoren ist ja auch Negativwerbung durchaus nicht ganz unerwünscht.
Kommt auf die strategische Ausrichtung der Firma an.
Es gibt ja Firmen die für viel Geld so vertrottelte Werbespots machen, dass einem das G`impfte aufgeht.
Trotzdem gibt es neben den Doping-Mediendiskussionen auch immer weniger Sponsoren, die die Doping-Kacke mitmachen und das sollte wiederum positiv zu denken geben.

Einige Firmen wie z. Bsp. Jack Wolfskin machen Positivwerbung und wenns`d dort mit einer dopingverdächtigen Truppe in der Marketingabteilung antanzt, wirst kaum a Leiberl reissen.
Ich glaube durchaus, dass in der freien Marktwirtschaft das wirtschaftliche Umfeld da wäre, welches eine beinhart auf Doping überprüfte Sportklasse sponsern würde.
Wichtig wäre vor allem dass diese Sportklasse der Profiklasse nicht in die Suppe spuckt. Jede Klasse hätte dann ihren Reiz, ihre Zuschauer und ihre Sponsoren.

Wäre auch für die Profiklasse interessant, weil man dort die Dopingrichtlinien etwas entschärfen könnte und nicht jeden kleinen Dopingdilettanten für sein restliches Leben als den großen Bösen abstempeln müsste.

Zwanä
08-02-2010, 21:54
was mich am Doping stört....
- dass bei den Profis nicht die Fahrer gewinnen, die das größte Talent haben oder am besten trainieren, sondern die deren Körper die größten Mengen und Kombinationen an Dopingsubstanzen aushält.
- dass sobald das Gendoping flächendeckend etabliert ist, nicht nur die Doper, sondern auch deren Kinder für immer "gedopt" sind.
- dass aufgrund der Diskrepanz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung/ Wunschvorstellung des (Rad-)sports und der Realität Radrennen teilweise nicht mehr übertragen werden.
- dass Fahrer dafür bestraft werden, dass sie tun, was alle tun.
- dass sich alle "Problemlösungsversuche" immer nur auf die einzelnen Fahrer beziehen und sich niemand eingesteht, dass es das System ist, dass die Fahrer zum dopen verleitet.
- dass viele Sportfans Bernhard Kohl jetzt für einen absoluten Vollidioten halten und gleichzeitig kein Problem damit haben, wenn unsere Skifahrer und Fußballer Unmengen an Schmerzmitteln (und natürlich auch Epo, hgh,steroide..... )nehmen.
- dass manche Leute tatsächlich die Freigabe von Doping fordern :rolleyes:

g-rider
08-02-2010, 23:29
Mich regt das Thema nicht wirklich auf. Wer als Hobbette so dämlich ist was einzuwerfen und die eig. Gesundheit riskiert, verdient kein Mitleid wenn die Folgen eintreffen. Profis detto.

Stonydesert
09-02-2010, 14:20
- dass sobald das Gendoping flächendeckend etabliert ist, nicht nur die Doper, sondern auch deren Kinder für immer "gedopt" sind.


ich glaub nicht das bei gendoping die keimzellen auch verändert werden - wird aber in zukunft auch so ein riesiges problem werden.

DCAF_Viper
06-03-2010, 16:11
Ich finde es einfach nur dämlich....mal abgesehen von der Körperschädigung (auf lange Sicht).

Wieso sollte ich was nehmen damit ich besser/schneller werde, entweder ich bin es oder ich bin es nicht. Glaub die Leute haben einfach ein Problem damit sich in der Hierarchie einzuordnen*lol*

Und der ganze Schwachsinn dafür, dass einem anschließend auch noch ein Seg aberkannt wird und man ständig aufpassen müsste keine Spuren zu hinterlassen.

Aber wenn die unbedingt meinen....

dodl
29-06-2010, 01:22
N'abend,

Ich weiss der Thread ist alt. Aber was reizt einem am Doping? Ich glaube den Spitzensportler natuerlich Preis und Sponsorengelder.
Und den Amateur halt eine Platzierung.
Ich war Mitte der 80er mit den Gewichthebern unterwegs. da ging es um ein Bier und einen Pokal. Lasix, Adipex, Ambene, Anabolika, Antapentan, was weiss ich, gleich durch die Jean geschossen, geschluckt, was auch immer. In Ungarn wurden wir kontrolliert (1987!) und gingen gandenlos unter, gegen deutlich geschicktere Dopingspezialisten :)
Ich bin nach meinen persoenlichen Erfahrungen geneigt Kohls Aussage zu unterstreichen, dass ohne Doping im Spitzensport garnichts geht. Weil es schon jeder Wurschtl semiprofessionell angeht.

Was macht nun den reiz aus? Das geld und die Anerkennung. Beim geld braucht man net diskutieren, bei der Anerkennung koennte man argumentieren. Bloss, wenns alle andern tun, gibts keine Anerkennung wenn man sauber bleibt. Weil die alle zumindest etwas wachstumsförderndes intus haben (um mal beim Kraftsport zu bleiben). Beim radsport weiss ich es nicht aus erster hand, aber wenn einer Erypo reinhaut (kann man heute sicher nachweisen) dann hat der saubere Sportler sicher keine Chance. Ich arbeite mit sowas im onkologischen bereich und hab dazu ne Multimedia CD produziert. Derlei mittelchen entscheiden ueber Sieg oder Niederlage.Keine Frage.
Da relativiert sich die Frage nach dem reiz meine ich.
Dass es eigentlich betrug ist, wenn man davon lebt ist auch klar. Aber der enthemmte Missbrauch ist wohl auch ein zeichen unserer zeit. Wenn ich Gratismuster eines Präparates habe oder nur ein paar infusionen setzen muss, fahr ich nicht in ein Höhenlager, wenn die Chance entdeckt zu werden gering ist.
Zynisch, aber zeitgemäss.

cu
martin

Reini Hörmann
29-06-2010, 07:54
N'abend,

Ich weiss der Thread ist alt. Aber was reizt einem am Doping? Ich glaube den Spitzensportler natuerlich Preis und Sponsorengelder.
Und den Amateur halt eine Platzierung.
Ich war Mitte der 80er mit den Gewichthebern unterwegs. da ging es um ein Bier und einen Pokal. Lasix, Adipex, Ambene, Anabolika, Antapentan, was weiss ich, gleich durch die Jean geschossen, geschluckt, was auch immer. In Ungarn wurden wir kontrolliert (1987!) und gingen gandenlos unter, gegen deutlich geschicktere Dopingspezialisten :)
Ich bin nach meinen persoenlichen Erfahrungen geneigt Kohls Aussage zu unterstreichen, dass ohne Doping im Spitzensport garnichts geht. Weil es schon jeder Wurschtl semiprofessionell angeht.

Was macht nun den reiz aus? Das geld und die Anerkennung. Beim geld braucht man net diskutieren, bei der Anerkennung koennte man argumentieren. Bloss, wenns alle andern tun, gibts keine Anerkennung wenn man sauber bleibt. Weil die alle zumindest etwas wachstumsförderndes intus haben (um mal beim Kraftsport zu bleiben). Beim radsport weiss ich es nicht aus erster hand, aber wenn einer Erypo reinhaut (kann man heute sicher nachweisen) dann hat der saubere Sportler sicher keine Chance. Ich arbeite mit sowas im onkologischen bereich und hab dazu ne Multimedia CD produziert. Derlei mittelchen entscheiden ueber Sieg oder Niederlage.Keine Frage.
Da relativiert sich die Frage nach dem reiz meine ich.
Dass es eigentlich betrug ist, wenn man davon lebt ist auch klar. Aber der enthemmte Missbrauch ist wohl auch ein zeichen unserer zeit. Wenn ich Gratismuster eines Präparates habe oder nur ein paar infusionen setzen muss, fahr ich nicht in ein Höhenlager, wenn die Chance entdeckt zu werden gering ist.
Zynisch, aber zeitgemäss.

cu
martin

ich denke das ist eine offfene und faktische darlegung der erscheinung des dopings an sich..schon als ich den titel des freds eingestellt habe, war klar, dass die frage "was reizt euch am doping" offen lässt, ob man sich versucht fühlt, oder ob es einen aufregt. ich selbst bin der einstellung, dass es auch ohne doping geht...im spitzensport...oder auch mit "ein wenig"..

differenzierter ausgedrückt: es kommt drauf an, welche sportart man betreibt und welche spezialisierung man sich in dieser sportart gesucht hat. nehmen wir den radsport zu hilfe, frage ich mich ob es zufall ist, dass kaum jemals ein sprinter positiv getestet worden ist...oder ob dies damit zu tun hat, dass sprinter an sich "geboren" werden...?

ebenso ist es möglich, sich gewisse rennen (z.b. klassiker) auszusuchen und sich auf diese zu spezialisieren..auch hier kann ungedopt, oder vielleicht auch "nur" punktuell nachgeholfen - viel erreicht werden.

da sich der mensch selbst, und somit auch allen andern menschen alles zutraut - alles böse und falsche - ist es derzeit nicht möglich, im weltklassesport als sauber zu gelten, was ebenso unfair ist..auch wenn die sauberen vielleicht die minderzahl sind, ich kann mich zwar an französische dopingskandale erinnern..aber es scheint mir auch dort viele fahrer zu geben, die sauber sind..lass mich aber durch beispiele eines besseren belehren..

abschliessend bleibt noch die anmerkung, dass - so sehr ich den erfolg von kohl damals mitgenossen und mitgefeiert habe (scheissegal oder sauber oder nicht) er von der absoluten leistungsfähigkeit soweit weg war, von der absoluten weltklasse, dass ich speziell bei sportlern seines kalibers es nicht gelten lassen kann, sich auf da "ohne doping gehts nicht" argument auszureden.

wieviel fahrer "mussten" sich vorher aus dem rennen nehmen lassen, dass kohl schlussendlich aufs podest der tour fahren konnte, die einer gewonnen hat, der niemals zu zeiten von ullrich, pantani, armstrong, rasmussen, rico, landis, beloki und und und auch nur den funken einer chance auf den gesamtsieg hatte..contador jetzt mal ausgenommen...

Duckshark
08-07-2010, 01:32
Da ich länger nicht mehr hier im Bikeboard war (warum weiß ich selber nicht so genau:confused:), habe ich diesen interessanten Thread erst jetzt entdeckt.

Vorweg, ich weiß nicht, ob ich die von einigen geforderten Vorraussetzungen erfülle, dass sich nur die Leute mit Ahnung zu Wort melden – ich versuche es einfach mal.

Was reizt mich am Doping?

Das ich schneller bin als andere, die vielleicht auch mehr trainiert haben.:D

Nein, Spaß bei Seite, wobei da natürlich Einiges drin steckt dazu aber vielleicht später mehr.

Viele Dinge, die an diesem Thema reizen sind schon genannt worden, einige treffen auch bei mir zu, ich möchte nicht alle wiederholen, aber auf ein paar Punkte, die mir unter den Nägeln brennen eingehen.

Zunächst ist da die mediale „Bearbeitung“ dieses Themas in allen seinen ambivalenten Facetten.
Jeder, der nicht komplett bescheuert ist, weiß, dass im Sport und zwar in ganz vielen Sportarten gedopt wird. Trotzdem tut man so, als würde es dieses Thema nicht geben und berichtet mit Freude von neuen Rekorden. Wenn es dann ein dummer Zufall will, dass doch mal jemand erwischt wird, gibt man sich entrüstet und moralisch entsetzt, macht denjenigen runter und stellt für kurze Zeit seine gesamte Zunft unter Generalverdacht. Sind zwei Wochen ins Land gezogen tut man dann wieder so als gäbe es das Thema in dieser Sportart nicht.
Die einzigen Dummen, die in den letzten Jahren nicht mehr so Recht aus der Nummer rauskommen sind die Radsportler.
Glaubt ernsthaft jemand, dass die Biathleten alle sauber sind? Ist es ein medizinisches Wunder, dass sich deren Hämatokritwert immer den sinkenden Werten der Schutzsperre angepasst hat?
Alle reden immer vom neuen tollen Tempofußball. Waren das vor 30 Jahren alles lahme unsportliche Krücken oder gibt es vielleicht einen anderen Grund, warum die damals nicht heute aber schon 90 Minuten über das Feld rennen können?

Zu diesem Thema gab es mal eine, für meine Begriffe ganz gute Dokumentation in der ARD. Die meisten werden sie wahrscheinlich eh kennen: Blut und Spiele. http://www.youtube.com/watch?v=7KfG5seVmT8

Eng mit dem medialen Schwachsinn verknüpft sind dann die selten dämlichen Erklärungen der Erwischten. Da war das Zeug in der Zahnpasta oder wie bei meinem persönlichen Favoriten kam der positive Blutdopingtest zu Stande weil man in der Kurve in das Blut eines anderen gestürzt ist. Wenn man sich nicht fragen würde was in den Gehirnwindungen dieser Typen vorgeht kann man darüber ja nur noch lachen.
Persönlich besonders ärgerlich, als Medizinstudent, finde ich dann die Rolle der Ärzte. Abgesehen davon, dass man sich da eh einige Fragen stellen muss, etwa wie das Doping eines Sportlers mit dem Berufsethos zu vereinigen ist machen sie bei diesen Dämlichkeiten dann auch noch mit. Da kommt dann der Hämatokrit von 52 oder 53 bei einer Frau! (also mal knapp 10 Prozent über dem Normwert) von der Tasse Kaffee zu viel am Morgen. Geht’s noch? Für wie dämlich halten die uns eigentlich?

Der nächste Punkt sind dann die Meinungen und Sprüche in der breiten Öffentlichkeit zu dem Thema, die sicherlich auch von den Medien geprägt wird.
Es wird immer vergessen, dass die Sportler trotz Dopings enorm hart trainieren und wahnsinnige Leistungen bringen. Ich will die Doper ganz bestimmt nicht verteidigen, aber so zu tun als könnte jede Pfeife mit der richtigen Spritze unter 10Sek. die 100m laufen ist nun wirklich Kappes.

Auch die (leider ja recht nebulöse) Rolle der Funktionäre, Komitees usw. kann einem nach dem was man da so hört gehörig den Spaß verderben. Da werden lieber die alten Dopingtests verwendet, die eh kaum was detektieren, weil man mit den neueren mehr Leute erwischen würde. Mit den Leuten aus dem eigenen Land führt man vorher Tests durch und anstatt sie bei positiven Ergebnissen aus dem Verkehr zu ziehen, ermahnt man sie eindringlich doch besser aufzupassen.

Achtung jetzt geht es etwas vom eigentlichen Thema weg:
Ich finde man muss sich bei der ganzen Doping-Diskussion immer mal wieder einige Fragen stellen und sich bestimmte Dinge vor Augen führen.
Erstens sind die Grenzen zwischen erlaubten Präparaten (Nahrungsergänzung, Schmerzmitteln usw.) und dem was auf den jeweiligen Dopinglisten steht fließend und in Einzelfällen auch recht willkürlich.
Zweitens verurteilen wir Sportler, die sich dopen. Zu Managern und anderen Leuten, die 16 Stunden am Tag arbeiten schauen wir respektvoll auf. Eine ganze Reihe von denen schafft das auch nicht nur mit Wasser! Da wird gekokst, Amphetamine genommen usw. Laut Schätzungen nehmen in den USA zwischen 50% und 2/3 der Studenten und mindestens einem Drittel der Professoren und Wissenschaftler Präparate, die die kognitive Leistung steigern – Hirndoping!
Der Durchschnittsbürger knallt sich tassenweise Kaffee rein, weil er noch eine Präsentation oder was fertig kriegen muss, lernt auf Koffeintabletten und Red Bull nächtelang durch. Der Medikamentenkonsum in unseren westlichen Ländern (z.B. Schmerztabletten) ist abartig hoch. Man könnte diese Liste noch um einiges fortsetzen. Man kann sich nun darüber streiten, ob und was davon jetzt Doping ist.
Letztlich dienen aber viele dieser Maßnahmen genau dem oben Ausgesagten. Man will sich einen Vorteil dem anderen gegenüber verschaffen. Davon kann sich kaum jemand freisprechen und deshalb finde ich sollte man das Thema etwas differenzierter betrachten, als nur mit der Keule auf einzelne Erwischte draufzugehen.

NoRadrennAlin
20-12-2010, 23:43
Mich reizt das Sabotieren am Doping. Man spuckt in die Suppe der Menschen, die der Meinung vertreten: Talentierte Leute sollten verpflichtet sein, ihre Chance der Beste zu werden aufzugeben, bloss um die Moralvorstellungen der Heiligen zu befridiegen.

Sport unterliegt dem Gefangenendillemma, und das lässt sich nicht umkehren, ausser man mag jeder Radsportler 24/7 mit einem Kamera im Oarsch überwachen. Das Geld im Sport kurbelt die Doping an, und das Geld folgt dem Zuschauern. Somit sind Leute, die sowohl Dopinggegner, als auch Zuschauer sind, einfach heuchlerische, egoistische Fanatiker. Solche leute zu verarschen und belügen ist nicht unmoralisch, das ist hochmoralisch, und sollte sogar Pflicht sein.

jour-li
21-12-2010, 17:35
Mich reizt das Sabotieren am Doping. Man spuckt in die Suppe der Menschen, die der Meinung vertreten: Talentierte Leute sollten verpflichtet sein, ihre Chance der Beste zu werden aufzugeben, bloss um die Moralvorstellungen der Heiligen zu befridiegen.

Sport unterliegt dem Gefangenendillemma, und das lässt sich nicht umkehren, ausser man mag jeder Radsportler 24/7 mit einem Kamera im Oarsch überwachen. Das Geld im Sport kurbelt die Doping an, und das Geld folgt dem Zuschauern. Somit sind Leute, die sowohl Dopinggegner, als auch Zuschauer sind, einfach heuchlerische, egoistische Fanatiker. Solche leute zu verarschen und belügen ist nicht unmoralisch, das ist hochmoralisch, und sollte sogar Pflicht sein.

behalt dir deinen geistigen müll bitte für dich und verschon uns damit

und wie schon bei deinem anderem thema geschrieben:

schleich dich aus dem bikeboard

Damz
21-12-2010, 17:44
hmm........................................... .gar nix?


lol, ich hab garned gwusst dass a deutscher sich sooviel zeit nimmt soo viel zu schreiben, hast, nix zu tun? ka sexleben? ja klar, vom doping kriegt ma erm nimma hoch, hab i ghört....... is schon gut man, go on ya looser!

peho40
22-12-2010, 15:37
nix

louis_liner
27-01-2011, 17:46
Was mich am Doping stört?
Generell die Tatsache, daß in jeder Sportart (Rad, Turnen, Leichtatletik) gedopt wird.
Meine Tochter ist jetzt 13, turnt in Verein, fährt zu Staatsmeisterschaften und ich bin mir ziemlich sicher, daß die Herren Funktionäre und Trainer ihre Schützlinge als Leistungsträger betrachten. Und da zählen in erster Linie Ergebnisse und nicht die Freude am Sport.
Wenn die Kinder dann mit Ehrgeiz und Biß an die Sache herangehen, kommst als Vater ziemlich schnell in eine Zwickmühle.
Bewegung will man fördern, aber just for fun ist den Kids dann oft zu wenig. Bin gespammt, wann die ersten "Vitamintabletten" verabreicht werden. Dann wird es sicher zu eingigen spannenden und aufklärenden Gesprächen kommen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob die Worte des Vaters dann noch gehört werden.

Undertaker
03-02-2011, 15:25
http://tvthek.orf.at/programs/1310-Report/episodes/1892015-Report/1895019-Doping-fuer-die-Massen

Reini Hörmann
03-02-2011, 16:00
War zwar für mich nix neues dabei, aber es ist gut, sich das mal wieder in Erinnerung zu rufen..bezeichnend dass die Redaktrice als erstes den Radsport genant hat, und auch der gummibaer inkognito sofort Radfahrer kennt, die zu iHm??? Gehen um Rat zu finden..herzig..

Stonydesert
03-02-2011, 16:21
jo mei was willst bei dem "pimperlthema" vom orf wenns nicht mal dem grasser a bissal härter ran nehmen. und der hat gesellschaftspolitisch weit mehr auswirkungen - wobei darüber könnte man vortrefflich streiten . . . . ;-)

hermes
03-02-2011, 16:45
Was mich am Doping stört?
Generell die Tatsache, daß in jeder Sportart (Rad, Turnen, Leichtatletik) gedopt wird.
Meine Tochter ist jetzt 13, turnt in Verein, fährt zu Staatsmeisterschaften und ich bin mir ziemlich sicher, daß die Herren Funktionäre und Trainer ihre Schützlinge als Leistungsträger betrachten. Und da zählen in erster Linie Ergebnisse und nicht die Freude am Sport.
Wenn die Kinder dann mit Ehrgeiz und Biß an die Sache herangehen, kommst als Vater ziemlich schnell in eine Zwickmühle.
Bewegung will man fördern, aber just for fun ist den Kids dann oft zu wenig. Bin gespammt, wann die ersten "Vitamintabletten" verabreicht werden. Dann wird es sicher zu eingigen spannenden und aufklärenden Gesprächen kommen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob die Worte des Vaters dann noch gehört werden.
ich bin irgendwie gar nicht so unglücklich, dass sich meine tochter in gesang viel mehr ehrgeiz zeigt als im sport (obwohl man da auch mit diversen präparaten in kontakt kommen kann).

revilO
03-02-2011, 17:40
Doping in einem österreichischen Turnverein ist jedenfalls so wahrscheinlich wie im Musikverein

gedopt wird schon überall, aber man sollte dennoch nicht die Dopingkultur im Radsport oder Bodybuilding mit der von anderen Sportarten gleichsetzen

alekom
24-02-2011, 23:05
ich glaubte mal wo gelesen zu haben, das doping ca. 10% mehr leistung bringt. ein durchschnittlich hobbyradler kann sich also nochsoviel dopen wie er möchte, wird er gegen einen profi der NICHT (ok kaum wahrscheinlich, fg) dopt, ka leiberl reissen.

aber...in einer tour-zeitschrift, jahr weiss ich nimmer, hat der tony rominger gsagt, das er nach einer trainingspause wg. einer verletzung so langsam war, das ihn sogar hobbyradfahrer abgehängt haben...

ich selbst habe bei so nem leistungstest ( schrittsteigerung 2 minuten ) an wert ghabt von ca. 250 watt (2 minuten getreten) der ulle von 500....also wenn ich dope sans vielleicht 10% mehr...also lächerlich

hmm. jetz grüble ich *g*

Reini Hörmann
25-02-2011, 06:56
ich glaubte mal wo gelesen zu haben, das doping ca. 10% mehr leistung bringt. ein durchschnittlich hobbyradler kann sich also nochsoviel dopen wie er möchte, wird er gegen einen profi der NICHT (ok kaum wahrscheinlich, fg) dopt, ka leiberl reissen.

aber...in einer tour-zeitschrift, jahr weiss ich nimmer, hat der tony rominger gsagt, das er nach einer trainingspause wg. einer verletzung so langsam war, das ihn sogar hobbyradfahrer abgehängt haben...

ich selbst habe bei so nem leistungstest ( schrittsteigerung 2 minuten ) an wert ghabt von ca. 250 watt (2 minuten getreten) der ulle von 500....also wenn ich dope sans vielleicht 10% mehr...also lächerlich

hmm. jetz grüble ich *g*

ich versuch nun, dass du noch mehr ins grübeln kommst;)

profi ist eine berufsbezeichnung - ein berufsradfahrer fährt natürlich auch auf dem leistungsniveau eines sportler, der nichts anderes tut..tage/wochen/monate/jahre als radfahrern.
wenn ein profi länger verletzt ist, ist er zwar noch immer radfahrer vom beruf, aber nicht mehr auf den niveau eines profis - also ist es sehr wahrscheinlich, dass er von einem guten hobbyfahrer abgehängt wird.
das ist jetzt noch nichts abartiges an sich...
abartig ist vielmehr, dass ullrich zwar wirklich 500 watt getreten hat, aber nicht über 2 min. - sondern dass er diese leistung als dauerleistung erbringen konnte - dies wiederum heisst soviel wie, er konnte in höchstform 500watt über ca. 40 min. treten !!!

wieviel leistung man durch doping zusätzlich gewinnen kann, hängt stark vom trainingsalter, vom dopingalter (gewöhnungseffekte) und vom mittel ab, welches man bekommt - jene mittel, die die sauerstoffaufnahme verbessern, also z.b. epo (erypo, cera etx.) bringen im radsport wohl am meisten - lediglich sind manche sportler non responser - dass heisst die mittel wirken nicht, oder kaum - und andere wieder steigern im ersten jahr ihre leistung bei gleichem umfang um fast 20%...

o-ton "das erste jahr epo ist, wie wenn du einen motor eingebaut hättest..."
geht man davon aus, dass die besten der welt - also die mit den genen der helden - austrainiert um den sieg bei der tour mitfahren, dürfte doping in bezug auf leistung, irgendwas zwischen 3 und 7% bringen...was wenig klingt, einen langen anstieg aber entscheidend beeinflusst...da aber in diesem bereich vermutlich waffengleichheit herrscht, ist alles wieder im lot;o) ausser natürlich, dass es verboten ist - zu dopen.

unterm strich bringen profis leistungen, die weit über denen der normalsterblichen liegen - mit oder ohne doping - das ist für mich fakt, auch wenn manche das gern runterspielen..

aus einem esel machst du kein rennpferd!!!

hermes
25-02-2011, 09:12
o-ton "das erste jahr epo ist, wie wenn du einen motor eingebaut hättest..."]/quote]
dafür spricht auch, dass beinahe jedes jahr rennfahrer aus dem nichts kommen und auf einmal vorne mitmischen. im jahr darauf ist es dann nimma ganz so herrlich und zwei jahre später müssens kämpfen, dass sie noch einen vertrag bekommen (etwas überzeichnet)

[quote]unterm strich bringen profis leistungen, die weit über denen der normalsterblichen liegen - mit oder ohne doping - das ist für mich fakt, auch wenn manche das gern runterspielen..
... und dass verdammt viel arbeit dahinter steckt, mit und ohne doping.

kdanny1
25-02-2011, 22:57
[QUOTE=Reini Hörmann;2225775]ich versuch nun, dass du noch mehr ins grübeln kommst;)

das ist jetzt noch nichts abartiges an sich...
abartig ist vielmehr, dass ullrich zwar wirklich 500 watt getreten hat, aber nicht über 2 min. - sondern dass er diese leistung als dauerleistung erbringen konnte - dies wiederum heisst soviel wie, er konnte in höchstform 500watt über ca. 40 min. treten !!!
QUOTE]

krass. über 40 minuten? das kann man ja kaum als menschlich bezeichnen. hui. das is mal ein wert.:eek::eek:

outmen
25-02-2011, 23:14
krass. über 40 minuten? das kann man ja kaum als menschlich bezeichnen. hui. das is mal ein wert.:eek::eek:

da hat die mama offensichtlich immer gesunde, nahrhafte knödeln gekocht:rofl:
aber der ullrich war mir trotzdem immer noch der liebste von den ganzen d.........

alekom
25-02-2011, 23:37
@reini hörmann, ich weiss eh das der ulle länger den wert getreten hat, ich war nur zu faul das reinzuschreiben. (alles nachzulesen bei wikipedia gg)

aber ich las auch, das man den stundenweltrekord planen kann bei einer leistung von 500 Watt, da kannst mal überlegen, darunter vergiß es..

planen heisst natürlich noch lange nicht den auch zu holen....tagesform usw..spielt ja auch ne grosse rolle

stimmt, aus nem esel macht man kein rennpferd...

ich selbst war mal bei einem bergzeitfahren von der schnecke...der sieger war 2 minuten schneller als ich, bei ner länge von 3,3km (greifenstein)

des war scho sehr ernüchternd, i glaub der obwaller hat damals gwonnen....müsste ich nachschaun (1994 glaub i wars)

Bikefreaky
27-01-2012, 23:20
Mich würde schon der Gedanke abhalten, das ich vielleicht nur mit eine Chance hab zu gewinnen. Entweder ich gewinn was durch mein Können oder ich fang an Goldfische zu züchten.

Solero
14-02-2012, 00:29
Das Thema wird beim Radeln wohl immer aktuell bleiben. Ich für mich sag nein zum Doping, weils einfach unfair ist meiner Meinung nach. Wers braucht bitte, aber nicht ärgern wenns Ärger gibt.
Aber auch das Thema Gesundheit sollte beachtet werden http://www.naturgesundheit.org/

Mike40
14-02-2012, 08:01
Wenn Du nach ganz oben willst, fragt dich keiner ob du dopen möchtest,sondern du musst!
Keine Top Leistung = Kein guter Vertrag = kein gutes Geld = zurück zum Otto normal.
Für Hobbyradler ist hier nur das eigene Ego maßgebend,ob ich es tu oder nicht.-Das kostet dann nur Geld/Gesundheit, bringt aber keines!
Leider wird die ganze Welt nur nach Leistung gemessen.:(

payne
28-02-2012, 20:32
Wenn Du nach ganz oben willst, fragt dich keiner ob du dopen möchtest,sondern du musst!
Keine Top Leistung = Kein guter Vertrag = kein gutes Geld = zurück zum Otto normal.
Für Hobbyradler ist hier nur das eigene Ego maßgebend,ob ich es tu oder nicht.-Das kostet dann nur Geld/Gesundheit, bringt aber keines!
Leider wird die ganze Welt nur nach Leistung gemessen.:(
du hast es auf den punkt gebracht.

aigsi
28-02-2012, 21:23
Mich stört an Doping das wir, die Mini LULU Hobby Athleten, keine Ahnung haben was wir uns da einbauen. Woher das Zeugs kommt und was es überhaupt mit uns anstellt. Tja, es steigert unsere Leistung, ABER wissen wir auch was noch alles passiert?! Schrumpfen die Hoden, schwellen die Brustwarzen an, wächst der Herzmuskel, und und und.
Und was passiert mit dem Körper wenn wir mit dem Zeugs wieder aufhören.

Der Leistungssport hat leider das Mitbringsel das tatsächlich verdammt viel gedopt wird. Vor allem um an die Elite anknöpfen zu können. Vergesst aber nicht das diese Sportler von Ärzten betreut werden, die wichtigsten Werte werden permanent kontrolliert und ggf kann jederzeit mit Präparaten auf Nebenwirkungen reagiert werden.

Ich verhöhne Doping und spreche mich für noch höhere Strafen aus. Lebenslange Sperren für jeden Athleten der positiv getestet wurde und Sperre für den gesamten Rennstall oder Verein.

Was mich wirklich stört: an jeder schei* Ecke kannst du Dopingmittel kaufen, fast so wie Zigaretten vom Automat. Das stört mich! Mich stört der Gedanke das meine Kids nie das erreichen können wie ihre Sportidole im Fernsehen, weil es genau genommen Betrug ist was uns geboten wird. Ich nehme keine Sportart aus!

STOP THAT DOPING SHIT

JIMMY
07-03-2012, 11:46
http://www.servustv.com/cs/Satellite/Article/Die-Sportdokumentation-011259415353228

wenn nicht auch wurscht - finds interessant......

wie deppad muss man sein,sich dass alles reinzuschmeissen,um besser auszusehen......
( die meistens schaun bei dem ganzen drogenkonsum aber eh nur aufgeschwappt aus )

st. k.aus
08-03-2012, 21:28
http://www.servustv.com/cs/Satellite/Article/Die-Sportdokumentation-011259415353228

wenn nicht auch wurscht - finds interessant......

wie deppad muss man sein,sich dass alles reinzuschmeissen,um besser auszusehen......
( die meistens schaun bei dem ganzen drogenkonsum aber eh nur aufgeschwappt aus )

moizeit!

alekom
09-03-2012, 08:43
und darunter war zu sehen die dokumentation helden der bergpässe, ich hab glaubt es war was über radfahrer

nö..es geht um alte autos die über bergpässe fahren..i brich zsamm

JIMMY
09-03-2012, 11:11
Durchaus Interessant.
Interessant auch der Zugang den verschiedene Nationen zu Doping haben. Wenn ich hier im Gym mit den Jungs aus Übersee spreche, sehen die das total relaxed, da ist das teilweise ab dem ersten Sportunterricht de facto part of the game, v.a. Schmerzmittel und Testosteron sowie verschiedenste Diuretika, je nachdem was der Coach ihnen eben empfielt. Die sehen das aber auch bezüglich aller Medikamente viel lockerer - einfach ein anderer Zugang zur Materie.
...jo als junger is dir vieles egal,oder hast einen anderen zugang,
ich persönlich bin froh,wenn i ned mal a aspro brauch......

VeVe
24-03-2014, 22:28
Dieser Fred ist zwar schon zwei Jahre alt, jedoch würde ich gerne meine persönliche Meinung einbringen und vielleicht auch die andere Seite der Medaille aufzeigen.

Meine persönliche Erfahrung mit dem Thema Doping liegt zwar nicht im Bereich Radsport aber dennoch denke ich sind die Beweggründe die gleichen.

Als ich mit 15 Jahren meinen ersten Jahresvertrag in einem Gym abgeschlossen habe, hatte ich weder Kenntnisse noch die Absicht jemals leistungssteigernde Substanzen zu verwenden. Doch als ehrgeiziger Sportler lässt es sich heutzutage nicht vermeiden auch im Hobbysport damit konfrontiert zu werden. Denn auch Profiradsportler haben mal als Hobbyradler angefangen und wachsen wenn auch ungewollt parallel mit diesem Thema auf. Irgendwann kommt man an einen Punkt wo der menschliche Körper einen Schlussstrich zieht und ein stetiger Leistungszuwachs nicht mehr möglich ist. Beim "geborenen Athleten" vielleicht etwas später aber dieser Punkt ist unabdingbar....
Ich denke an diesem Punkt trennt sich auch die "Spreu" vom "Weizen" was Profisportler anbelangt.

Die Gradwanderung vom legal Doping zum Medikamentenmissbrauch ist sehr gering und ich denke vielen Sportlern ist auch garnicht bewusst dass sie sich gerade im Hamsterrad drehen. Wenn man die Produkte aus den "Sprtnahrungs-Shops" genauer betrachtet wird man einige deren Inhaltsstoffe in der NADA Doping-Liste wiederfinden. Somit wäre der unwissende Pensionist der alle zwei Wochen im Gym seine 20 Kilometer am Ergometer runterradelt bei der Tour ein Dopingsünder. Weil der nette Verkäufer im Sportnahrungs-Shop dem alten Herren ein Präparat schmackhaft gemacht hat das die Libido fördern soll und noch dazu beim Abnehmen hilft. Was der alte Herr aber nicht wusste, ist das in dem Präparat Inhaltsstoffe wie Epinephrine getarnt als "Ephedra-Extrakt" drinnen ist.

Um auf den Profisport zurück zu kommen.... Ich denke viele Athleten schaffen es sehr weit bis zu der magischen Grenze, aber dort angelangt ist der Ehrgeiz und das Bestreben nach mehr so groß, dass die Entscheidung den nächsten Schritt zu wagen sehr leicht fällt. So wie es Lance Armstrong selbst gesagt hat: er hat es zu dem Zeitpunkt nicht als falsch empfunden zu dopen.
Man wächst im Leistungssport damit auf, und Präparate die den Testosteronspiegel anheben und auch meist androgen wirken, können durchaus die Östrogenwerte auf die einer hochschwangeren Frau ansteigen lassen. Solche Hilfsmittel sind mittlerweile frei zu erwerben und stehen in jedem Regal bei namhaften Sportnahrungs-Shops.
In meiner Zeit als aktiver Leistungssportler konnte mein damaliger Arzt der stetig meine Blutwerte überprüfte, kaum Unterschiede zu den aktiven Phasen und den Pausen feststellen. Hiermit möchte ich sagen dass selbst Mittel wo viele glauben sie seien harmlos, weil frei erhältlich, ziemlich dick auftragen können.
Somit wären wir wieder bei der Gradwanderung....

Im Radsport sowie in allen anderen Sportarten siegt am Ende der Beste, egal ob gedopt oder nicht. Wer nun zu den schwarzen Schafen gehören will soll jedem selbst überlassen werden, dennoch bewundere ich die Leistung der Profis, denn auch gedopt auf so einem Level zu arbeiten ist eine Spitzenleistung und wird leider viel zu oft unterschätzt.


Ich möchte das Thema Doping keinesfalls beschönigen oder gutheißen aber leider kann ich vieles nachvollziehen, und finde es traurig dass durch Medien und Wirtschaft "pimp till the end" bereits zum Volkssport geworden ist.

Sportliche Grüße
VeVe

revilO
25-03-2014, 08:42
Im Radsport sowie in allen anderen Sportarten siegt am Ende der Beste, egal ob gedopt oder nicht.
VeVe

Das ist das, was sich die Doper einreden, weil sie sich sonst über ihren Erfolg nicht wirklich freuen könnten. Wer freut sich schon über eine Hochsprungleistung von 2m, wenn sie mit Trampolin erzielt wird?

Doping zur Leistungssteigerung zwecks Konkurrenzfähigkeit außerhalb einer Gegnerschaft, in der jeder dopt und Doping Teil des Wettkampfes ist (also jeder ein Trampolin verwendet, dessen man sich freilich nie gewiss sein kann, weil man Doping eben nicht so sieht, wie die Zuhilfenahme eines Trampolins), ist ein Zeichen von schweren Minderwertigkeitskomplexen und sonst gar nichts.

Nachvollziehbar ist das natürlich und bemitleidenswert ebenso.

VeVe
25-03-2014, 08:58
Ja aber leider liegt der mediale Trend beim grenzüberschreitenden Leistungssport und deshalb bin ich auch der Meinung dass im Peloton jeder gedopt ist. Somit herrscht auch hier wieder Chancengleichheit und jeder springt mit Trampolin....

outmen
25-03-2014, 09:17
ist ein Zeichen von schweren Minderwertigkeitskomplexen und sonst gar nichts.
Nachvollziehbar ist das natürlich und bemitleidenswert ebenso.

:toll:

geld, ruhm und mediale aufmerksamkeit ist eigentlich ein schwacher trost für solch menschliche defizite:f:
aber jeder wie er glaubt oder muss ;)

revilO
25-03-2014, 09:36
Ja aber leider liegt der mediale Trend beim grenzüberschreitenden Leistungssport und deshalb bin ich auch der Meinung dass im Peloton jeder gedopt ist. Somit herrscht auch hier wieder Chancengleichheit und jeder springt mit Trampolin....

Chancengleichheit im Sport ist aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen des Menschen ohnehin nur ein Wunschdenken, aber dass diese umso weniger besteht, je mehr gedopt wird (und Politik, Korruption, etc... eine Rollen spielen), sollte spätestens nach Armstrong deutlich geworden sein. Trampolin ist eben nicht gleich Trampolin!

wifi
25-03-2014, 10:37
Ja aber leider liegt der mediale Trend beim grenzüberschreitenden Leistungssport und deshalb bin ich auch der Meinung dass im Peloton jeder gedopt ist. Somit herrscht auch hier wieder Chancengleichheit und jeder springt mit Trampolin....

Redet euch nur weiterhin ein, dass jeder mit dem gleichen Trampolin springt. Wenn das nur so wäre. Natürlich will jeder mit einem besseren Trampolin springen als der/die Gegner. Auch beim Trampolinmanipulieren gibts es keine Grenzen. Es bleibt einfach immer die Frage: Wie weit bin ich bereit zu gehen?

VeVe
25-03-2014, 10:57
Redet euch nur weiterhin ein, dass jeder mit dem gleichen Trampolin springt. Wenn das nur so wäre. Natürlich will jeder mit einem besseren Trampolin springen als der/die Gegner. Auch beim Trampolinmanipulieren gibts es keine Grenzen. Es bleibt einfach immer die Frage: Wie weit bin ich bereit zu gehen?

Also was das Doping ansich angeht gibt es auf jeden Fall Unterschiede. Jedoch bin ich der Meinung dass im Profisport alle mit den besten Mitteln arbeiten. Denn selbst im Hobbysport wird bereits mit sehr hochwertigen Präparaten gearbeitet und alle Grenzen ausgereitzt.

Irgendwann ist aber auch beim Doping ein Limit erreicht wo erhöhte Dosierungen kaum noch leistungssteigernd wirken. Denn dann sind die Depots voll und es werden nur noch die negativen Wirkungen gesteigert.

revilO
25-03-2014, 11:56
Also was das Doping ansich angeht gibt es auf jeden Fall Unterschiede. Jedoch bin ich der Meinung dass im Profisport alle mit den besten Mitteln arbeiten. Denn selbst im Hobbysport wird bereits mit sehr hochwertigen Präparaten gearbeitet und alle Grenzen ausgereitzt.

Irgendwann ist aber auch beim Doping ein Limit erreicht wo erhöhte Dosierungen kaum noch leistungssteigernd wirken. Denn dann sind die Depots voll und es werden nur noch die negativen Wirkungen gesteigert.
Im Profisport allgemein und im Profiradsport im Besonderen geht es darum, die momentan effizientesten zur Verfügung stehenden Mittel individuell an die biologischen und physiologischen Parameter eines Sportlers anzupassen und so einzusetzen, dass er nicht nur den größtmöglichen Vorteil hat sondern auch durch die aktuell geltenden Dopingkontrollen kommt. All das setzt so viel (Logistik, Erfahrung, Beziehungen, Skrupellosigkeit, etc...) voraus, dass zwangsläufig große Unterschiede hinsichtlich Chancengleichheit entstehen.

Wenn man deine Ausführungen liest, könnte man meinen, du hättest während der Armstrong-Ära geschlafen. Was glaubst du, wie es möglich ist, dass jemand, der nicht als Rundfahrer bekannt war, 7x in Folge die Tour nach Belieben dominieren kann und sogar Dr. Ferrari sich zu der Aussage hinreißen lässt, Armstrong hätte sich zum Teil sogar zurückhalten müssen, weil es sonst zu auffällig gewesen wäre. Unbedingt den Film "The Armstrong Lie" schauen!

Niemand hatte gegen Armstrong eine Chance und wenn irgendein unmittelbarer Konkurrent (sagen wir Ullrich) 5% mehr Leistung hätte bringen können, dann hätte Armstrong trotzdem gewonnen, weil er einen Weg gefunden hätte, noch stärker zu werden und zwar von einem Tag auf den anderen.

VeVe
25-03-2014, 12:11
Im Profisport allgemein und im Profiradsport im Besonderen geht es darum, die momentan effizientesten zur Verfügung stehenden Mittel individuell an die biologischen und physiologischen Parameter eines Sportlers anzupassen und so einzusetzen, dass er nicht nur den größtmöglichen Vorteil hat sondern auch durch die aktuell geltenden Dopingkontrollen kommt. All das setzt so viel (Logistik, Erfahrung, Beziehungen, Skrupellosigkeit, etc...) voraus, dass zwangsläufig große Unterschiede hinsichtlich Chancengleichheit entstehen.

Wenn man deine Ausführungen liest, könnte man meinen, du hättest während der Armstrong-Ära geschlafen. Was glaubst du, wie es möglich ist, dass jemand, der nicht als Rundfahrer bekannt war, 7x in Folge die Tour nach Belieben dominieren kann und sogar Dr. Ferrari sich zu der Aussage hinreißen lässt, Armstrong hätte sich zum Teil sogar zurückhalten müssen, weil es sonst zu auffällig gewesen wäre. Unbedingt den Film "The Armstrong Lie" schauen!

Niemand hatte gegen Armstrong eine Chance und wenn irgendein unmittelbarer Konkurrent (sagen wir Ullrich) 5% mehr Leistung hätte bringen können, dann hätte Arnstrong trotzdem gewonnen, weil er einen Weg gefunden hätte, noch stärker zu werden und zwar von einem Tag auf den anderen.

Ich habe den Film gesehen.... und ich denke bei Armstrong handelt es sich um einen "geboren Athleten", davon gibt es einige im Profisport... siehe auch Usain Bolt oder Ronnie Coleman. Die haben einfach die besseren genetischen Veranlagungen und dadurch einen entscheidenden Vorteil. Wenn noch ein guter Arzt und das nötige Budget vorhanden ist, ist die Superformel komplett. Aber wie du richtig geschrieben hast, hat bestimmt nicht jeder diese enormen Möglichkeiten. Ich sprach grundsätzlich auch nicht direkt vom Profiradsport, hier werden die wirtschaftlichen Faktoren und das Beziehungsmanagement wahrscheinlich eine noch größere Rolle spielen als in anderen Sportarten.

revilO
25-03-2014, 12:21
Ich habe den Film gesehen.... und ich denke bei Armstrong handelt es sich um einen "geboren Athleten", davon gibt es einige im Profisport... siehe auch Usain Bolt oder Ronnie Coleman. Die haben einfach die besseren genetischen Veranlagungen und dadurch einen entscheidenden Vorteil.
Armstrong hat sicher großes Talent, aber nichts in seiner "ersten" (bis zur Krebserkrankung) wohlgemerkt bereits mit Doping absolvierten Karriere hat darauf hingedeutet, dass er zum Überradfahrer wird, geschweige denn zum weltbesten Berg- und Zeitfahrer. Armstrong zeichnen also neben dem körperlichen Talent noch viel mehr all diese besonderen Charaktereigenschaften aus, die man für den Erfolg im Sport unter Ausschöpfung aller zur Verfügung stehenden legalen und illegalen Mittel (nicht nur Doping selbst) benötigt.

GerhardS
25-03-2014, 20:08
Ich meine die Aussage passt, dass Armstrong bestenfalls ein Top 30 Fahrer war. Siehe: Link (http://radstars.at/30952/greg-lemond-schiest-scharf-gegen-lance-armstrong-bestenfalls-ein-top-30-fahrer/)
Wenn die Nachfrage da ist, dann könnte sich die Führungselite die Arbeit antun und eine möglichst saubere Alternativrennklasse schaffen.
Ansonsten bleibt`s heutzutage wohl bei Radsport in der Dose. - Ewig schad drum!

Reini Hörmann
26-03-2014, 14:05
Ich meine die Aussage passt, dass Armstrong bestenfalls ein Top 30 Fahrer war. Siehe: Link (http://radstars.at/30952/greg-lemond-schiest-scharf-gegen-lance-armstrong-bestenfalls-ein-top-30-fahrer/)
Wenn die Nachfrage da ist, dann könnte sich die Führungselite die Arbeit antun und eine möglichst saubere Alternativrennklasse schaffen.
Ansonsten bleibt`s heutzutage wohl bei Radsport in der Dose. - Ewig schad drum!

Das ist mal eine fundierte Quelle...

Karl_rudolf
26-03-2014, 14:53
Für mich bleiben die Vergleichbarkeit und der Grundgedanke beim "Kampf Man gegen Mann" auf der Strecke. Egal ob jetzt jemand zugedröhnt ist oder die Strecke abkürzt oder sonstwas.
Dann soll doch jede(r) nur gegen sich selbst und gegen sein letztes Ergebnis fahren. Der Vergleich mit den anderen hinkt ja doch bzw. hat zumindest einen Beigeschmack.

crusador
14-07-2014, 15:07
Mich stört vor allem, dass es in der Öffentlichkeit teilweise noch immer nicht angekommen ist, dass in allen großen Wettkampf-Sportarten (ja, auch im Fußball) gedoped wird – auf der anderen Seite wird dann aber wiederum jeder ehrliche Hobbysportler ganz schnell ins falsche Eck gestellt. Es tut mir auch leid um all die Kids, die ein vollkommen falsches Bild vermittelt bekommen, worum es beim Sport eigentlich gehen sollte. Leider ist das ein Kampf gegen Windmühlen...

andiCross
14-07-2014, 15:19
Ich glaube sowieso, dass es mittlerweile überhaupt gar keine Sportart mehr gibt, bei der nicht mit allen Mitteln getrixt wird. Der Druck wird vorallem im Profisport immer stärker und das führt viele halt zum Doping. Es werden andauernd Weltrekorde aufgestellt, weil immer irgendwer irgendwas um irgeneinen Grad besser gemacht hat als alle davor. Da stellt man sich doch die Frage, inwieweit sich das alles überhaupt weitersteigern lässt?

wifi
14-07-2014, 15:23
Sturz Contador

der hering
14-07-2014, 15:57
also mir gehts um Fairness, worum gehts im Sport, wenn man sich künstlich pimpt? Das is nicht die wirkliche Leistung. Die wirkliche Leistung is, was du eben aus dir rausholen kannst, und das is echt. Und was hab ich davon, wenn ich was erreiche, und nachgeholfen hab? Des war ja dann ned ich. Worüber freu ich mich dann? Worauf stolz? Des is meiner Meinung nach was für Leit die gewinnen müssen, und ned Leit die gut, oder die Besten sein wollen.
lg
der hering