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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dienst nach Vorschrift - ÖBB´ler



SAMC
04-10-2003, 08:49
muahaaaaahhaaaahaaaahaaa.........

soll das heißen das die züge jetzt immer pünktlich kommen??

Kallahan
04-10-2003, 09:06
Vielleicht kommens bald gar nicht mehr!
Schlechte Zeiten kommen auf die Öbbler zu :(

Potschnflicker
04-10-2003, 09:09
Ich tät mich net lustig machen, sondern informieren:

Der Pünktlichkeitsgrad der Züge liegt bei über 98%. ;)

Das Problem liegt eher darin, daß es mehr fahrplanmäßige personenbefördernde Züge als dafür vorgesehenes Personal (Triebfahrzeugführer) gibt. Dadurch müssen planmäßig frei habende Lokführer "angeordnete" Überstunden leisten.......manche bis zu hundert Stunden im Monat.

Allein im Wiener Raum fehlen mehr als hundert Lokführer.

Kallahan
04-10-2003, 09:14
Und zum Dank werdens jetzt umstrukturiert oder entlassen oder versetzt oder.......

TomCool
04-10-2003, 09:30
Der Pünktlichkeitsgrad der Züge liegt bei über 98%.

http://www.strini.at/bikeboard/wolfgang.jpg

Warum fällt mir gerade jetzt auf, dass Du auf Deinem neuen Avatar so eine lange spitze Nase hast wie der Pinocchio? :p :D :D :D

Na, aber in echt, kann mich an keinen unpünktlichen Zug erinnern, nein, noch nie nicht, ehrlich!

HAL9000
04-10-2003, 10:29
Original geschrieben von Potschnflicker
Ich tät mich net lustig machen, sondern informieren ...
stimmt schon... - aber irgendwas haut da auch nicht hin, wenn die
öbb jährlich über 7% der gesamthaushalts verschlingt...

klar... - an den fehlenden lokführern liegt es sicher nicht, aber wenn ich
daran denke, dass mein vater mit 52 in pension gegangen ist...

CU,
HAL9000

Schipfi
04-10-2003, 10:37
i fahr jeden tag mitn zug und die einzige was verspätet sind san die EC was von den Italienern zu spät übergeben haben! was relativ oft vorkommt!

Nationale züge sind nur zu spät wenn es triebwagenschäden o.ä. gegeben hat!

Zur Verdeitigung derBahn!!! :D

hubschraufer
04-10-2003, 10:51
...alserfahrener Bahnfahrer kenne ich den Begriff der "Pünktlichen
Verspätung", hat ein Zug täglich 7 Minuten Frack ist er eigentlich "recht"
Dann gibts auch noch die Abgangsverspätung, der Zug macht ohne
einen Meter zu fahren bereits Verspätung.
Aber jetzt ernsthaft, ich erlebe fast jeden Tag dass für eine Zugleistung
kein Triebfahrzeugführer oder auch kein Triebfahrzeug verfügbar ist.
Der Zug wird dann einfach ausgesetzt und wenn man Glück hat auf
andere Verkehrsmittel verwiesen. Schuld haben die im Fahrdienst
stehenden Eisenbahner nur in sehr geringem Maß, das kommt von
Oben. Angst vor Dienst nach Vorschrift habe ich nicht, beim letzten
Streik waren die Reisezüge der Südbahn und Ostbahn so pünktlich
wie noch nie. Viel wirksamer ist es einen Güterzug verhungern zu lassen, der wirtschaftliche Schaden ist ungleich höher und schmerz-
hafter für Unternehmen und Kunde.
Ich möchte keinen übermüdeten Lokführer auf meinem Pendlerexpress
oder schlecht gewartetes Rollmaterial, Mindermotorige Triebfahrzeuge
(von vier Motoren sind einer oder zwei untauglich) oder Schnellbahn-
Garnituren wo in einem Zugteil der Luftkompressor ausgefallen ist und
die Doppeleinheit nur mehr von einem Triebwagen mit Brems und Steuer-
Luft versorgt wird.
Das wäre endlos Fortsetzbar, ich habe Einsicht mit den Protest der
Eisenbahner...

SAMC
04-10-2003, 11:14
zugegeben: ich verwende die bahn seit ich einen führerschein habe überhaupt nicht mehr. doch jeder sch....wird heute in österreich reformiert - nur die öbbler wehren sich dagegen das ihrer gesetze, die seit jahrzehnten unverändert sind reformiert werden.

...wieso kann es bitteschön sein, daß ein öbbler 2 tage mehr urlaub bekommt wenn er zu weihnachten auf urlaub geht.

...wieso kann es bitteschön sein, daß ein öbbler 7 tage mehr ulaub
bekommt wenn er seinen urlaub aufteilt??

- so was versteh ich einfach nicht und schuld kann meiner meinung nach nur die vom staat jahrelang gedeckte fehlleitung des unternehmens BAHN haben.
das die mitarbeiter bzw. lokführer am allerwenigsten dafür können ist mir schon klar - der fisch fängt immer am kopf zum stinken an


schau dir doch die post an - schau dir an was für leute dort hackeln. beruflich bedingt bin ich zu oft bei der post - die kennen sich doch alle selber nicht aus und müssen andauern in ihre hefteln schauen das sie zumindest irgendeinen durchblick haben

ich habe fertig

Christoph
04-10-2003, 11:34
@Potschnflicker:
Ich kenn viele Leute die heilfroh wären, wenn sie im Monat mit nur 100 Überstunden durchkämen ;)

@Topic:
Ich glaub es gibt einige ÖBB-Bedienstete, für die Dienst nach Vorschrift eine klare Verschlechterung des Dienstverhältnsises bedeutet :D (gell Racey ;) ).

aflicht
04-10-2003, 11:42
@christoph:
i hab bis vor 6 jahrn beruflich sehr oft mit vielen öbb-dienststelln ztuan ghabt: viele, wesentlich besser zahlende, unternehmen tätn si alle 10 finger (und die zechn dazua) abschleckn, wenns so engagierte mitarbeiter hättn, wie i dort kennenglernt hab

Christoph
04-10-2003, 11:46
Original geschrieben von aflicht
@christoph:
i hab bis vor 6 jahrn beruflich sehr oft mit vielen öbb-dienststelln ztuan ghabt: viele, wesentlich besser zahlende, unternehmen tätn si alle 10 finger (und die zechn dazua) abschleckn, wenns so engagierte mitarbeiter hättn, wie i dort kennenglernt hab
Und ich hab als Touristiker regelmäßig mit Unternehmen zu tun, die noch viel weniger zahlen als die ÖBB, bei denen es keine besonderen Frühpensionregelungen gibt, und in denen die Mitarbeiter trotzdem Tag für Tag lächelnd ihre Arbeit tun.

Also was willst mir jetzt sagen?

Mir ist schon klar, dass ich einen ÖBB-Lokführer nicht mit meinem Vater vergleichen kann (der allerdings rund 40 Überstunden in der Woche macht).

aflicht
04-10-2003, 12:14
Original geschrieben von Christoph
...Also was willst mir jetzt sagen?... dass de landläufign vorurteile gegen eisenbahner nach meiner erfahrung absolut unberechtigt san.

+ dass de arbeitsbedingungen in anderen branchen no schlechter san, is a anderes problem.

Christoph
04-10-2003, 12:22
Original geschrieben von aflicht
dass de landläufign vorurteile gegen eisenbahner nach meiner erfahrung absolut unberechtigt san.

+ dass de arbeitsbedingungen in anderen branchen no schlechter san, is a anderes problem.
Es ist aber kein Vorurteil, dass ÖBB-Bedienstete üblicherweise vor ihrem 65. Lebensjahr in Pension gehen. Auch wenn sie nicht Lokführer waren, sondern Bahnhofsvorsteher, Stellwerkfuzzi oder gar nur Schreibkraft in der Buchhaltung.
Und im Gegensatz zu anderen Branchen ist die ÖBB halt schon sehr reformunwillig, und im Gegensatz zu anderen Branchen stecken da ziemlich viele Steuergelder im Unternehmen ;)

Potschnflicker
04-10-2003, 12:23
Original geschrieben von SAMC

...wieso kann es bitteschön sein, daß ein öbbler 2 tage mehr urlaub bekommt wenn er zu weihnachten auf urlaub geht.

...wieso kann es bitteschön sein, daß ein öbbler 7 tage mehr ulaub
bekommt wenn er seinen urlaub aufteilt??



ich habe fertig

Das sind Halb-bzw. Unwahrheiten!!

Tatsache ist, daß der sogenannte WUZ (Wimterurlaubszuschlag im Ausmaß von zwei Tagen) seit 01.01.1982 gestrichen ist. Ersatzlos! Sinn dieses Zuschalgs war es, die Bediensteten in der Zeit MItte Dezember bis Ende März (ausgenommen Weihnachten bis Hl. 3 Könige!!!!!) den Urlaub schmackhaft zu machen, damals haben die Sommerurlaube überwogen.......

TUZ (Turnusurlaubszuschleg) ist mehr als gerechtfertigt!

Denk einmal nach: Um eine Woche Urlaub zu machen, muß ein "normaler" Angestellter fünf Urlaubstage nehmen, um von Samstag bis Sonntag der nächsten Woche frei zu haben. Turnusbedienstete müssen, um für deselben Zeitraum Urlaub haben zu können jedoch 9 (!!!!!) Tage Urlaub verkonsumieren.

Zerst rechnen, dann kannst net so an Riesenblödsinn schreiben!!!


Sich net auskennen is ka Schande, aber um drüber was posten zu können, sollt ma wenigstens an Funken Ahnung von der Materie haben! :mad: :mad:

Potschnflicker
04-10-2003, 12:27
Original geschrieben von Christoph
Es ist aber kein Vorurteil, dass ÖBB-Bedienstete üblicherweise vor ihrem 65. Lebensjahr in Pension gehen. Auch wenn sie nicht Lokführer waren, sondern Bahnhofsvorsteher, Stellwerkfuzzi oder gar nur Schreibkraft in der Buchhaltung.
Und im Gegensatz zu anderen Branchen ist die ÖBB halt schon sehr reformunwillig, und im Gegensatz zu anderen Branchen stecken da ziemlich viele Steuergelder im Unternehmen ;)

No a so a Blödsinn!

Weißt überhaupt was ein Fahrdienstleiter ("Stellwerksfuzzi" :mad: )für Aufgaben haben?

Oder welche Dienstzeiten?

Komm amal vorbei, Du wirst allein vom Zuschauen knapp am Herzinfarkt sein........ ;)

Christoph
04-10-2003, 12:33
Original geschrieben von Potschnflicker
No a so a Blödsinn!

Weißt überhaupt was ein Fahrdienstleiter ("Stellwerksfuzzi" :mad: )für Aufgaben haben?

Oder welche Dienstzeiten?

Komm amal vorbei, Du wirst allein vom Zuschauen knapp am Herzinfarkt sein........ ;)
Ich hab in meiner Kindheit viel Zeit im Stellwerk von Wr. Neustadt verbracht (der damalige Fahrdienstleiter ist ein guter Freund meiner Mutter).
Herzinfarkt hab ich davon keinen gekriegt. Und die dort tätigen Leute auch nicht.

Austro-Control-Bedienstete dürfen übrigens auch nicht in Frühpension gehen ;)

SAMC
04-10-2003, 12:40
hallo....wir wollen doch hier keinen streit vom zaun brechen, oder??
wenn ich dich in irgendeiner form persönlich angefriffen habe tut mir das leid.

meine aussagen bezüglich des urlaubanspruches beruhen lediglich aus informationen des orf - heute früh im oe3 radio zu hören gewesen.

mein missfallen beruht sich auch keineswegs auf die arbeitnehmer der öbb. die sind immer jene die es ausbaden können was ihre vorgesetzten verabsäumt haben.


....aber so wie es scheint sind wir hier auf eine wunde von herrn potschnflicker gestoßen denn ansonsten können verbale ausrutscher wie diese hier nicht zustande kommen...echt - ein bisl muss man schon schauen wie man etwas rüberbringt...

hubschraufer
04-10-2003, 15:37
...in meiner "Jugend" gab es ein Stellwerk Wiener Neustadt Süd und
Nord und die damaligen Stellwerker konnten und mussten ihre Stell-
bereich überschauen. Heute übernimmt ein Stellwerkfuzzi einen ganzen
Streckenteil mit allen Unterwegsbahnhöfen zB Gloggnitz die gesamte
Semmeringstrecke mit Gleiswechselbetrieb und fliegender Überholung.
In einer Zeit wo es das Verbot der feindlichen Fahrt oder den Sicherheits-
Blockabstand nicht mehr gibt ist ein Vergleich mit Fluglotsen durchaus
gerechtfertigt. Wer mag kann sich im Bahnhof Meidling mehrmals
täglich ansehen, wie ein Pottendorfer auf den verspätet am Bahnsteig
stehende Vorzug auf ca 70m aufläuft (kein Sicherheitsblock-Abstand)
bei einem Anhalteweg von 700 bis 1000 Meter oder wie zwei Züge auf
Gleis 2 frontal aufeinander zufahren (feindliche Fahrt) und im Abstand
von ca 10m jeweils in die Ablenkung auf Gleis 11 und 3 aneinander
vorbeigeleitet werden. Vielen Triebfahrzeugführern sieht man die An-
spannung an wenn sie mit dem Zugspitzensignal, (so nennt man die drei
Scheinwerfer im Jargon), blinksignale geben. Solche Fahrstraßen werden weit weg im Zentralstellwerk Rechnergestützt gelegt...

HAL9000
05-10-2003, 17:08
Original geschrieben von SAMC
... ein bisl muss man schon schauen wie man etwas rüberbringt...
nicht, wenn man aus dem zusammenhang gerissene halbwahrheiten
verbreitet... ;)

mein vater war auch sein eisenbahnerleben lang fahrdienstleiter und
ich kenne somit die arbeitszeiten und halbwegs die aufgabenbereiche.

bei uns am land ist es schon recht interessant, wenn man im winter
um 4:30 in der früh auf ungeräumten straßen vor dem ersten zug am
bahnhof sein muss, um dann einen 16-stunden arbeitstag anzutreten.
sicher konnte er zwischendurch immer ein wenig schlafen/dösen, und
der turnus war 1 tag dienst/2 tage frei. aber mit diesen randbedingungen
durchaus gerechtfertigt...

die weichen waren im übrigen händisch zu stellen...

dass man im ö3 auch nur die halbe wahrheit erfährt ist ja auch nyx
neues, oder... ;)

CU,
HAL9000

mikeva
05-10-2003, 17:33
jaja ö3 und krontschi-zeitung und täglich alles........die wahren meinungsmacher der nation......................

i bin oiso a urgstopfter beamtenoasch, der sei lebtag nur sandelt und nyx leistet und dafür millionen konsumiert.

und die beinharte privatwirtschaft muass zoin dafür.........


schwachsinn; hab gnua zan arbeitn und tatat privat sogar wesentlich mehr verdienen.............

in meim beruf hab i privat nur wenige dienststellen kennenglernt, die mehr zu tun ham als wir beim bund..............

und i nimm jährlich mei recht auf aussenpraktikum wahr.....................hetzpropaganda gegen scheinbar priveligierte

mir beamte zoin fia alles an sozialen leistungen viel mehr als asvg`ler....wenn ma dann geringfügig bessere leistungen kriegn is ja oki, oder :confused:

die gehälter der generaldirektoren als vergleich herzunehmen is mehr als unfair..........oder schreibt wer, was der herr strohsack verdient :confused:

armes österreich, wird von ignoranz und dummheit regiert................ :mad:

adal
05-10-2003, 19:03
ad PF

Wer - ausser Eisenbahnergewerkschaftern - hat eigentlich bei Dir überhaupt die Kompetenz über mein Geld zu verhandeln? Die Position "Arbeit erstmal ein paar Jahre hier - vorher hast keine Ahnung" schliesst eigentlich alle Eigentümervertreter von der Diskussion aus.

Kurzgefasst "zahlts (und zwar mehr als für die mittelständische Wirtschaft und die Forschung zusammen) und haltets die Pappn".

Du sagst es zwar höflicher, aber genau diese Haltung hat zur jetzigen Situation geführt. Keine andere Firma kann sich so eine Position leisten. Wenn bei uns keine Überstunden gemacht werden, freuen sich die anderen Banken, unsere Kunden sind mobil.

Konsum, DDR, immer wenn Gewerkschafter Unternehmer führen oder massgeblich beeinflussen, gehts den Bach runter. Mein Vorschlag für die ÖBB:

1. Die 1000en unproduktiven Gewerkschafter zurück in den Dienst oder kündigen (mit gleichzeitiger Aufhebung der Unkündbarkeit, wenns nicht anders geht über Volksabstimmung und Verfassungsgesetz)
2. Der Unternehmensführung die Entscheidungsautonomie übergeben (=Rückzug des Staates) - der Staat soll Leistungen in Zukunft kostendeckend bestellen oder eben nicht (Nebenbahnen, Seniorentarife ...)
3. Die ÖBB mit Schulden in der maximalen Höhe des Aktivvermögens in die Selbständigkeit entlassen (Schulden die über das Aktivvermögen gehen im Budget belassen)
4. Streiker, Arbeitsverweigerer etc. kündigen - wenn sie zurück wollen dann zu Marktkonditionen
5. Den Betriebsrat entmachten und auf die Funktionen in anderen Unternehmen zurückführen. Die Anzahl der dienstfreigestellten Betriebsräte aufs gesetzliche Minimum
6. ÖBBler die in der Dienstzeit hauptsächlich Politpropaganda betreiben entlassen
7. Die Führung der ÖBB ergebnisverantwortlich machen, niedriger Grundgehalt, variabler Anteil nach wirtschaftlichem Erfolg.
8. Allen Mitarbeitern einen 20% variablen Anteil am Gehalt geben (gegen etwa 10% Kürzung des fixen Lohns) damit steigen die Reallöhne und die Motivation
9. Übernahme in den ASVG
10. Pensionen sind schwierig - hier wird man um Übergangsregelungen nicht herumkommen.


Wenn ich den Beitrag meiner ganzen Familie über meine Steuer zur ÖBB rechne, könnte ich Tag für Tag mit dem Auto in die Arbeit fahren und mir die teuerste Garage im ersten Bezirk kaufen.

Ich fahre eigentlich ausschliesslich mit der Wiener S-Bahn, Pünktlichkeit von über 90% kann nicht ernst sein. Das ist einfach nicht die Realität, die ich jeden Tag erlebt habe.

Bei meiner einzigen Überlandfahrt im letzten Jahr (Autoreisezug Bregenz Wien) fiel 5cm vom Kopf meines Kindes entfernt ein Plastikabdeckteil (500g) vom Heizregler runter. Der Dreck war nur mit einem Klettverschluss befestigt. Der herbeigerufene Schaffner hat nur versucht das Teil wieder auf den Klettverschluss zu hängen.

Seither fahr ich überland nur mehr mit dem Auto, in der Stadt gehts bei Schlechtwetter oft nur mit der Bahn.

tommy d. p.
05-10-2003, 20:04
super dass immer aussenstehende DIE lösungsvorschläge haben. das ist auch ein teil von österreich.... :k:

adal
05-10-2003, 20:36
Wer zahlt ist nicht aussenstehend. Kein Problem - ich muss nicht mehr zahlen, ich benutze die Bahn nicht mehr und ich halte meinen Mund.

Solange ich zwangsweise zahle, lasse ich mir den Mund nicht verbieten!

Die Kosten für die Bahn - egal ob Bahnfahrer oder nicht - sind einfach zu hoch! 7% der gesamten Ausgaben Österreichs gehen in die Bahn, die für die Zukunft viel wichtigere Forschungsförderung und die kleinen und mittelständischen Betriebe bekommen viel weniger.

Einfach ein rotes Relikt. Die Zahler hören nicht mehr auf das zu kritisieren, zurück in die 60er und 70er Jahre wird nicht funktionieren.

mikeva
05-10-2003, 21:08
@ adal

samma klankariert................
hat des 500g trumm irgentwas mitm schaffner zu tun ????
is dir no nie a teures radltrumm brochn ?
is deswegn is biken schlecht ?

reform braucht zeit...........damit was gscheits draus wird

und neider auf die öbbler sind ohnehin unwissend......................das system zu reformieren is oki, aber angestellte und beamte zu kritisieren is net oki.

kehr vor der eigenen haustüre :mad:

Bernd67
05-10-2003, 21:46
@adal - paß auf beim Kritisieren, Du arbeitest lt. Profil im Bankenbereich, der mindestens od oft kritisiert wird; dort gibt es ja ebenfalls Definitiv-Dienstverhältnisse, die den bei den Eisenbahnern zumindest ähnlich sind. Und wenn wir schon bei teuer sind: in bezug auf Zinsen, Spesen u.dgl. mußte den Banken ja auch schon gehörig auf die Zehen gestiegen werden.

Wahrscheinlich sind bei der Bundesbahn viele Dinge halt gewachsen u. - das passiert woanders auch - mitunter kompliziert, unüberschaubar (Tarife!! da kennen sich tlw. nicht einmal die Beschäftigten im Personenverkehr aus, Dienstrecht...).

Die ÖBB müssen schon seit einiger Zeit - der (Noch?)Eigentümer u. Gesetzgeber will es so - als Unternehmen am Markt agieren, das wird zwangsläufig was verändern. wie übrigens auch die Banken, denen ja auch schon ein etwas rauherer Wind um die Nase weht....

Die Lokführer beneid ich eher nicht um ihren Beruf, sie sind im Vergleich zu Piloten schlechter bezahlt und müssen ihren Job allein im Führerhaus verrichten. Ich schließe aber nicht aus, daß es Bereiche gibt, wo man rationalisieren muß, in anderen Großunternehmen ist dem auch so..... (schreibe ich jetzt ohne Kenntnis von Details). Ich weiß auch nicht, wie die Kostenrechnung der ÖBB-Führung aussieht, vielleicht geht sich die Rechnung irgendwo nicht aus......?

Was die jetzige Regierung versucht, schaut leider danach aus, als fahren sie mit der Brechstange hinein, was herauskommt sieht man eh. Der Versuch, in bestehende Dienstverträge einzugreifen, schaut aus meiner Sicht bedenklich aus, wenn sie das durchziehen und das Beispiel Schule macht, werden wir das woanders auch bald erleben (betrifft alle v.a. kollektivvertraglich abgedeckte Sparten, dort gibts auch Biennalsprünge u.dgl.).

Da ja nicht einmal klar ist,wieviel die Bahn dem Staat und dem Steuerzahler kostet, fehlt ja die eigentliche Grundlage für die Diskussion. Vergessen dürfen wir nicht, daß öffentlicher Verkehr eine Dienstleistung im Interesse aller ist, das bedarf halt geeigneter Rahmenbedingungen und kommt ohne öffentliches "Sponsoring" nicht aus.

Pünktlichkeit der Züge - 90%....hmmmm, vielleicht im großen Durchschnitt, auf heftig befahrenen Strecken ist das eher nicht der Fall.

ein wenig merke ich aber schon, daß "Nebenbahnen" anscheinend keine Sache für die Bundesbahn sind. Ich habe schon einige gesehen (und benütze auch eine), die von kleinen Unternehmen geführt werden und wesentlich besser frequentiert sind, als so manche ÖBB-(ja, leider)-Geisterbahn (ich hab durchaus Vergleiche).

adal
05-10-2003, 21:53
Ich bin weder pragmatisiert noch definitiv gestellt und auch nicht daran interessiert (in unserem Sektor ohnehin nicht möglich). Jeder EUR den ich verdiene, muss beim Kunden verdient werden, der hat die Auswahl zwischen mehreren konkurrierenden Banken.

Was die Bahn den Staat kostet ist glasklar - muss man nur eine Bilanz lesen können und sich die Budgetzahlen anschauen.

Was die Banken den Staat kosten ist auch klar, keinen Euro, im Gegenteil, sie tragen massiv bei. Verstehe den Vergleich daher nicht.

Der Hauptunterschied ist aber, die Banken gehören den Eigentümern/Aktioären, die ÖBB gehört ebenfalls den Eigentümern. Die Eigentümer (im Fall der ÖBB noch alle) dürfen sich wohl auch einmischen.

Christoph
05-10-2003, 22:04
Blablabla...

Die ÖBB unser ach so vorbildliches Wirtschaftsunternehmen. :rolleyes:

Wie Adal schon geschrieben hat: alle ******* ******* Gewerkschafter und ******* Personalvertreter vor die Türe setzen und bei Null anfangen.

Gilt auch für die Austrian. Personalvertreter raushauen, neu eingestellte Piloten kriegen nicht mehr gezahlt als die Piloten anderer Fluglinien auch (die kriegen nur Bruchteile von Austrian/Lufthansa-Piloten, stürzen deswegen aber auch nicht öfter ab), bestehende Gehälter werden eingefroren.
Und dann hätte das Unternehmen endlich wieder die Möglichkeit wirtschaftlich zu arbeiten, und müßte sich nicht mit so Lächerlichkeiten wie "keine Bordverpflegung in der Y-Class" abgeben :f:


Ich hab wirkliches vollstes Verständnis für jeden der sich weigert in Österreich zu investieren.

mikeva
05-10-2003, 22:17
qualifiziertes personal kost halt was....................oder geht wer von euch kritikern umsonst arbeiten :confused:

Bernd67
05-10-2003, 22:20
weder hab ich ausdrücklich geschrieben, daß die Bahn ein vorbildliches Unternehmen sei (wer ist 100% "vorbildlich"?) und was die Banken betrifft: daß einige staatlich waren ist nicht lang her, was "Konkurrenz" bedeutet, wissen wir ja auch recht gut (als Privatkunde durch die Vordertür - vergiß es.......).

Daß jeder ein seinem Bereich was leisten muß ist unbestritten, das beinhaltet auch ein Wille zu einem vernünftigen Maß an Mehrleistung - aber 40 ü-Stunden pro Woche ist KEIN Vorbild für mich.........

Kosten der Bahn für den Staat - ich kann leider keine Bilanzen lesen, da ich kein Wirtschafts-Fachmann bin, kolportiert werden Zahlen zwischen 3 und 4 Mrd EUR (ist ein bißchen ungenau).

tommy d. p.
05-10-2003, 22:20
Original geschrieben von mikeva
@ adal

samma klankariert................
hat des 500g trumm irgentwas mitm schaffner zu tun ????

kehr vor der eigenen haustüre :mad:

des trumm hat was troffn....bin i ma sicher!

mikeva
05-10-2003, 22:20
ausserdem schauts eich an, was der hackler bei der voest verdient hat..........da frag i mi, wozu i solang in der ausbildung war.............

bin a unpolitischer mensch und wahrscheinlich leider keiner partei angehörig.............. :s:

mikeva
05-10-2003, 22:22
@ tommy

und was kann der schaffner da dafür....................da hat der techniker was übersehn..................oder :confused:

tommy d. p.
05-10-2003, 22:43
dienstag is ok...

mikeva
05-10-2003, 22:46
hehehe....cool.......rock`n`roll

Bernd67
05-10-2003, 22:50
ad Sicherheit - sicherer als die Straße ist der Schienenverkehr immer noch (ich schreibe das, obwohl ich schon in einem Zug saß, der entgleiste.....ein Vielfaches an "Hoppalas" auf der Straße hab ich entweder gesehen oder bin das eine oder andere mal auch selber drin verwickelt gewesen).

das liegt sicher auch an der Einstellung der Mitarbeiter..... (sonst gings ja nicht, auch anderswo nicht).

Anningerwarrior
05-10-2003, 22:55
auf diese diskussion wart ich ja schon seit ewigen zeiten !
hab mir alles durchgelesen, teilweise gelacht, teilweise den kopf geschüttelt, und manchmal fast zum weinen begonnen, und würd ja soooo gern was schreiben, aber dann würd ich gebannt werden, nur eines: 98% vielleicht überall, aber zwischen gumpolds und wien siehalich nicht.

mikeva
05-10-2003, 23:08
@ anningerw.

meinungen san im board gefragt.........also keine falsche scham..... ;)

aflicht
05-10-2003, 23:19
Original geschrieben von adal
...Was die Bahn den Staat kostet ist glasklar - muss man nur eine Bilanz lesen können und sich die Budgetzahlen anschauen... dann lies amal de von der asfinag + rechne de ganzn anderen kosten vom strassenverkehr + strassentransport dazua... legs um auf erbrachte personen- bzw. tonnenkilometer... dann kannst vergleichen.

auf der an seitn die eisenbahnen, de viele transportleistungen (gesamtwirtschaftlich betrachtet) wesentlich kostengünstiger erbringen können, auf da anderen seitn a frächterlobby + die autoindustrie, de an enormen teil der durch sie verursachten kosten sozialisiert (=auf die allgemeinheit abwälzt) und damit den strassentransport/verkehr viel billiger erscheinen lasst, als er in wirklichkeit is. die bauindustrie schneidt da a no fest mit... der billigste und damit beliebteste (weil von der allgemeinheit zu bezahlende) lagerplatz der industrie is de strassn (= just in time-anlieferung)... uvam... darüber regt si kana auf!

mikeva
05-10-2003, 23:24
@ aflicht

hugh

Bernd67
06-10-2003, 00:27
Der VCÖ, man mag zu diesem Verein stehen wie man will, hat eine Studie zur künftigen Verkehrsentwicklung verfaßt - gibt zumindest eine Idee dazu was uns in den nächsten 10-15 Jahren blühen könnte..........

aflicht
06-10-2003, 00:30
ö3-news, krone & co san der ersatz der information durch die propaganda

cw0110
06-10-2003, 01:02
Die Erfolgsstory " Privatisierung der British Railroad " soll wohl auch auf österreichische Verhältnisse umgemünzt werden ?
Sicherheitsvorschriften , zu teuer , vergessen wir diesen unnötigen Krempel , am Unfall sind dann ohnedies die Lokführer , Fahrdienstleiter etc. Schuld .
@ Christoph : Du Apologet der freien Marktwirtschaft merkst nicht einmal mehr , welchen Schwachsinn und welche Ungeheuerlichkeiten Du daherstammelst respektive schreibst .
Zitat : Ich kenne bla , bla , bla , .... so what ?
Ist es erstrebenswert für ein paar Netsch sich auf den Kopf scheißen lassen zu müssen und das Ganze auch noch mit einem Lächeln im Gesicht zu ertragen .
Nur weil Deine bescheuerte freie Marktwirtschaft keine Achtung vor dem Individuum hat und die Menschen als Humanpotential betrachtet ist es noch lange nicht sinnvoll und notwendig diesen bekifften Zustand auf alle Bereiche des Erwerbslebens auszudehnen .
Wenn jemand hundert Überstunden im Monat machen will so sollte das entsprechend honoriert werden .
Ich gebe mich mit weniger Kohle zufrieden , dafür will ich aber auch nicht wesentlich mehr als vierzig Stunden die Woche arbeiten , frei nach der Devise , es gibt ein Leben vor dem Tod .
Du bist nicht im Besitz des alleinig glücklich machenden Rezeptes also dränge es bitte keinem speziell mir nicht auf .
Und verschone mich mit Deiner neoliberalen K**** , die steht mir bis zur Körpermitte .

mit freundschaftlichen Grüßen
Christian cw0110

tschakaa
06-10-2003, 01:08
Der VCÖ, man mag zu diesem Verein stehen wie man will, hat eine Studie zur künftigen Verkehrsentwicklung verfaßt - gibt zumindest eine Idee dazu was uns in den nächsten 10-15 Jahren blühen könnte..........

im moment wird in den Medien nur darüber nachgedacht, wie man den zusätzlich anfallenden Verkehr in den nächsten Jahren bewältigen kann. An Verkehrsvermeidung (stärkung der lokalen Ressourcen) ist anscheinend in dieser neoliberal angehauchten Zeit niemand interessiert! :(

aber zurück zum Thema:
Der PKW Verkehr kommt für ca.130% der Straßenkosten auf, der LKW-Anteil beträgt grad mal (wenn überhaupt) ca. 90%. Das find ich die erste Frechheit. Dann wird in den Medien argumentiert das jeder Österreicher irgendwas um 500€ für die Bahn zahlt, ohne nur einen einzigen Kilometer gefahren zu sein. Ich möcht garnicht wissen wieviel ich für die erhaltung der Straßen zahle! Deswegen bin ich dafür das man dann auch gleich die Straße (Autobahnen,Bund&Landesstraßen) privatisiert und Maut verlangt, damit man endlich kapiert wieviel der Straßenverkehr wirklich kostet! (von den gesundheitlichen und ökologischen Folgekosten red ich dabei noch gar nicht!
:s:


(...)Ich gebe mich mit weniger Kohle zufrieden , dafür will ich aber auch nicht wesentlich mehr als vierzig Stunden die Woche arbeiten, frei nach der Devise , es gibt ein Leben vor dem Tod .
.
Da stimm ich dir voll zu!!

Christoph
06-10-2003, 01:21
@cw:
Wenn Dein Chef meint, Du kommst ihn zu teuer, dann setzt er Dich vor die Tür. Ganz einfach.
Und genau das gleiche Recht muß auch der ÖBB-Vorstand haben.

Wir reden hier ja nicht von einem Unternehmen, das im Jahr 500mio Euro Reingewinn macht, und jetzt noch ein paar Euro mehr verdienen will.
Sondern von einem Unternehmen, das auf Kosten der Steuerzahler wirrtschaftlich gesehen einen absoluten Schas baut und nicht einmal annähernd augeglichen bilanziert.

Wenn Dein Chefe so wirtschaften würde, hättest Du bald keinen Job mehr und er würde im Häfen sitzen. So schaut's nämlich aus.

Mit Überstunden hat das genau nix zu tun (die macht übrigens auch bei der ÖBB niemand unbezahlt!).

Und was mir sonst noch zu Deinem Beitrag einfällt: Du kannst mich kreuzweise.

aflicht
06-10-2003, 01:25
Original geschrieben von tschakaa
i...Der PKW Verkehr kommt für ca.130% der Straßenkosten auf, der LKW-Anteil beträgt grad mal (wenn überhaupt) ca. 90%... was oba immer no nur a bruchteil der gesamtkosten des strassenverkehrs is

aflicht
06-10-2003, 01:33
seids bitte so nett und bringts de persönlichen beschimpfungen woanders an.

is jemand a schlechterer mensch, nur weil er a andere meinung vertritt?

cw0110
06-10-2003, 01:50
Ich bin zu teuer , weg mit mir .
Die Maßzahl des entfesselten freien Marktes ist der Profit .
Nachhaltigkeit , wos brauch i des , soziales Gewissen , homma kaans , Betriebsklima , etc. , etc . ist alles hinfällig .
Denn , wie sagte schon Helmut Qualtinger ; Wos scheiß i mi um Frau und Kind , Hauptsoch´ dar Schülling stimmt !
Was damals Kabarett war ist heute bittere Realität .
Ich lese immer von Beträgen , die die Steuerzahler für die ÖBB bereitstellen müssen .
Eine Einrichtung , die trotz aller Schwierigkeiten und Behinderungen , denen sie ausgesetzt ist , in derart hohem Maße nützlich und wichtig für das Gemeinwesen ist , hat wohl auch das Recht , vom Gemeinwesen erhalten zu werden .
Entschuldige , ich vergaß , bei Dir bedeutet Gemeinwesen ja höchstens so etwas wie hinterhältiger Mensch .
Die gegenwärtige Regierung wirtschaftet nach dem Prinzip : Verkauft´s mei Gwond , i fahr in Himmel .
Ich frage mich was als nächstes verscherbelt wird .
Wiener Hochquellwasser , Müllabfuhr , wozu recyclen , privatisieren , die Jungs werden das Zeug schon irgendwo verbuddeln .
Ich mach gewinnbringende Gegenvorschläge :
Unternehmer , die aus Gründen der Profitmaximierung ihre Produktionsstätten ins Ausland verlegen , gehen sämtlicher staatlicher Leistungen verlustig und müssen erhaltene Subventionen Zurückzahlen .
Wenn jemand aufhört , das Gemeinwesen zu unterstützen aber weiterhin an dessen Leistungen Anteil haben will , wie nennt man so einen :
richtig , Sozialschmarotzer !
Deinen letzten Satz rechne ich Deiner jugendlichen Heißblütigkeit zu und trage ihn Dir nicht nach , laß es bitte nur nicht zur Gewohnheit werden .
( Du sagtest kann , nicht soll . Du stellst mir frei , so zu tun . .
stammt aus einer Lesung von Otto Schenk , ich glaube es war Roda - Roda )

mfg Christian cw0110

Potschnflicker
06-10-2003, 01:58
Original geschrieben von hubschraufer
[B
In einer Zeit wo es das Verbot der feindlichen Fahrt oder den Sicherheits-
Blockabstand nicht mehr gibt ist ein Vergleich mit Fluglotsen durchaus
gerechtfertigt. Wer mag kann sich im Bahnhof Meidling mehrmals
täglich ansehen, wie ein Pottendorfer auf den verspätet am Bahnsteig
stehende Vorzug auf ca 70m aufläuft (kein Sicherheitsblock-Abstand)
bei einem Anhalteweg von 700 bis 1000 Meter oder wie zwei Züge auf
Gleis 2 frontal aufeinander zufahren (feindliche Fahrt) und im Abstand
von ca 10m jeweils in die Ablenkung auf Gleis 11 und 3 aneinander
vorbeigeleitet werden. Vielen Triebfahrzeugführern sieht man die An-
spannung an wenn sie mit dem Zugspitzensignal, (so nennt man die drei
Scheinwerfer im Jargon), blinksignale geben. Solche Fahrstraßen werden weit weg im Zentralstellwerk Rechnergestützt gelegt... [/B]

Der Begriff "feindliche Fahrt" is mir neu und so net richtig.

Im Bahnhof Matzleinsdorf (= Meidling) ist, genauso wie auf "meinem" Bahnhof die Sicherungsanlage so ausgelegt, daß auf einem Gleis mehrere Züge im Blockabstand fahren/bzw, halten können. Diese Gleisabschnitte sind unterteilt durch Hauptsignale oder eben durch Schutzsignale (die Einfahrt auf ein mit Schutzsignal unterteiltes Gleis wird dem Triebfahrzeugführer signalisiert). Es befindet sich also immer nur EIN Zug in dem entsprechenden Blockabschnitt. Die von Dir angesprochene "Bremsweglänge" ist hier irrelevant. Der Halt wurde schon beim letzten Hauptsignal signalisiert (frei mit 40 km/h).

Die Gegenfahrten in die Ablenkung, bei der sich Züge "gefährlich" nahe kommen, sind vielleicht optisch ein Ereignis, aber keine bedenklichen Betriebszustände. Die gab es schon immer, auch bei älteren Stellwerksbauarten nicht erst seit dem Elektronischen Stellwerk. Die Zulässigkeit solcher Fahrten ist gegeben, dafür hat die Sicherungsanlage sogenannte "Fahrtausschlüsse". Diese verhindern bei tauglicher Anlage (=Grünlicht an den Signalen) gefährdende Zug- oder Verschubbewegungen.

Die drei Lichter an der Zugspitze nennt man Spitzensignal, so geregelt in der Dienstvorschrift V2 (Signalvorschrift), also net unbedingt "Jargon"....nur zum Verständnis.

Kleiner Nachtrag:

Mindertaugliche Triebfahrzeuge, bei denen ein Fahrmotor ausgefallen ist, sind leider keine Seltenheit. Hier wird gespart, ob es sinnvoll ist, mag dahingestellt sein. Vierachsige Lokomotiven sind bei Ausfall von zwei Fahrmotoren untauglich, dürfen also nicht vor Zügen eingesetzt werden.

tschakaa
06-10-2003, 02:11
Und was mir sonst noch zu Deinem Beitrag einfällt: Du kannst mich kreuzweise.

habts euch wieder lieb! ;) :rolleyes:

Brunni
06-10-2003, 09:11
je kühler die Temperaturen werden, desto heißer die Diskussionen... :(

ich will mich in so ein politischen Thema auch gar nicht einmischen, aber der Verkauf von "Wiener Hochquellwasser" hat mich als gebürtigen Obersteirer schmunzeln lassen... :f:
keep cool, brunni :cool:

adal
06-10-2003, 09:19
ad CW

Dass die Vertreter des Sozialschmaratzertums über Nachhaltigkeit faseln ist ja fast schon lustig. Nochmals, Sozialismus hat mit Arbeit und Leistung zu tun! Daher nach Kräften BEITRAGEN nicht abkassieren und grosse Reden schwingen.

Du vertritts kein konsistentes System, Dein Vorschlag Unternehmer bei Verlagerung von Produktionsstätten im Nachhinein zu bestrafen ist unglaublich weltfremd.

Ob Dus akzeptierst oder nicht, wir sind in einem globalisierten Wirtschaftssystem und schwimmen entweder mit, oder saufen ab. Die Alternative ist Kuba, die DDR und Co haben ja mittlerweile ebenfalls die Effizienz entdloser staatlicher Zuschüsse in alles und jedes gesehen.

Warum eigentlich nur Bahn? Warum nicht auch Brot, Bier und Geländefahrräder bezuschussen? Wenn wir alle Produkte bezuschussen haben wir am Schluss keine funktionierende Industrie und einen riesigen Verwaltungsapparat. Wenn wir diese Zuschussverwaltungsbeamten endlich in die Produktion bringen, dann wäre wirklich was gewonnen.

Selbst Schröder und die Deutschen Grünen haben bereits umgeschwenkt und erkannt, dass der Traumtänzerkurs nicht funktioniert.

Das Geld, das wir in die ÖBB kübeln (7% der Staatsausgaben - das ist irre) FEHLT in der Forschung und in der Förderung der mittelständischen Wirtschaft (dem Hauptarbeitgeber dieses Landes).

Nochmals die Frage an Dich: Woher nimmst Du das Geld? Wem nimmst Dus weg? Verschlechterung der Standortbedingungen REDUZIERT den Steuerertrag (Gesetz vom abnehmend Steuerertrag - Laffer Kurve).

Anningerwarrior
06-10-2003, 10:08
eigentlich irgendwen unter uns der bei grundig oder so war, bzw jetzt bis märz wieder stempln gehn muss, weils im winter nix am bau zum hackln gibt? der muss sich nämlich veroarscht fühlen... schlagworte 49,7 jahre durchschnitt, etc...
aber wie gesagt: ich wollte das thema nie anschneiden, siehe oben ;) ;)

Anningerwarrior
06-10-2003, 10:10
im übrigen is das sowieso für die nüsse: die die bei der öbb hackeln verteidigen ihr unternehmen, inkl. denen die die sich halt auf irgendeine seite schlagen müssen und meinen mithelfen zu müssen, und der rest der dafür peckt, is dagegen.
also dreht sich das alles eh nur im kreis, geh ma biken!

SirDogder
06-10-2003, 10:39
Also weil hier schon öfters die Idee gefallen ist, "wer eine Bilanz lesen kann"....

Die Bilanz von der ÖBB liegt direkt vor mir und ich kann eine Bilanz lesen.

Eigenkapitalquote über 50% also überkapitalisiert, ein biserl Fremdkapital is sicher für die Wirtschaftlichkeit ok, siehe Leverage Effekt.

Schuldentilungsdauer 13 Jahre, ist schlecht, ebenso die Gesamtkaptitalrentabilität mit 3%.

Auch die Anlagedeckung I mit ATS 176 Mia AV zu 120 Mio langfristiges Kaptial scheint zu wenig.

Brutto und Nettoproduktivität liegen (Personalkosten zu Betriebsleistung) liegen 50% untern Branchendurchschnitt, facit Personalkosten zu hoch.

Der Beitrag des Bundes lag 2001 bei ATS 2,663 Mrd.(vor dem EGT gerechnet), danach Jahresüberschuß bei 1,869 Mrd., damit wird klar was die Bahn ohne Steuerzahler reinkriegt.

Also rein rechnerisch in der Verlustzone, Personalkosten herunter. Würde man sagen, wenn man es objektiv betrachtet.

NoWin
06-10-2003, 11:49
Die Diskussion wird immer interessanter :f:

tschakaa
06-10-2003, 12:00
Original geschrieben von adal

Das Geld, das wir in die ÖBB kübeln (7% der Staatsausgaben - das ist irre) FEHLT in der Forschung und in der Förderung der mittelständischen Wirtschaft (dem Hauptarbeitgeber dieses Landes).

hallo, das ist Geld für Infrastruktur!!

nach deiner Logik dürfte man überhaupt keine Infrastruktur mehr bezuschussen! (dann wäre die Asfinag wahrscheindlich schon lange vor der ÖBB pleite) Infrastruktur fürs Allgemeinwohl kann nicht gewinnbringend geführt werden!


Hast du schon mal daran gedacht wieviel % der Staatsausgaben in Straßenausbau gehen?

SirDogder
06-10-2003, 12:15
oh - oh, da hab ich noch was übersehen.

Die 2,6 Mrd. sind nur der Beitrag im Finanzergebnis, da kommen noch 13,08 Mrd dazu, direkt für den Betrieb.

Mir graut, Heinrich (als Wirtschaftler)....

How ever, es sind übrigens die normalen Einkünfte (Erträge aus Personen und Paketverkehr, etc) bei 29 Mrd., die Personalkosten bei 27 Mrd.

Bei den Personalkosten überwiegen offensichtlich die Gehälter (20 Mrd.), Löhne sind nur bei 138 Mio., heißt das (da bin ich mir nicht ganz sicher), dass dort nur Angestellte und keine "normalen" Hackler arbeiten? Da würde ich assozieren: Angestellter = Keine schwere Arbeit, Arbeiter = Schwerarbeiter. Oder sind alle Arbeiter als "Angestellte" geführt? Wie gesagt, keine Ahnung.

Christoph
06-10-2003, 13:00
Original geschrieben von SirDogder
oh - oh, da hab ich noch was übersehen.

Die 2,6 Mrd. sind nur der Beitrag im Finanzergebnis, da kommen noch 13,08 Mrd dazu, direkt für den Betrieb.

Mir graut, Heinrich (als Wirtschaftler)....

How ever, es sind übrigens die normalen Einkünfte (Erträge aus Personen und Paketverkehr, etc) bei 29 Mrd., die Personalkosten bei 27 Mrd.

Bei den Personalkosten überwiegen offensichtlich die Gehälter (20 Mrd.), Löhne sind nur bei 138 Mio., heißt das (da bin ich mir nicht ganz sicher), dass dort nur Angestellte und keine "normalen" Hackler arbeiten? Da würde ich assozieren: Angestellter = Keine schwere Arbeit, Arbeiter = Schwerarbeiter. Oder sind alle Arbeiter als "Angestellte" geführt? Wie gesagt, keine Ahnung.

Gell, da haut's Dir die Augen raus :D

Vor nicht allzulanger Zeithaben sie noch nicht einmal die Personalkosten selbst abdecken können. Soviel zum Thema "Staat zahlt Infrastruktur" :D

Mit Angestellten und Arbeitern hast Du an sich Recht. Ich weiß aber nicht wie die Dienstverträge bei der Bahn aussehen. Kann gut sein, dass dort auch "Arbeiter" als Angestellte tätig sind. Schließlich geht's da ja um eine arbeitsrechtliche Besserstellung :p

Was auch noch interessant ist:
Infrastrukturerhaltung und -betrieb kostet rund 1,1 Mrd pro Jahr
Neuinvestitionen kommen auf 800 Mio
dazu kommt noch eine Zinsenlast von 240 Mio
aus dem Bundesbudget werden davon 1,4 Mrd gezahlt.

Zusätzlich kommen jährlich 600 Mio für Sozialleistungen (Schülerkarten etc.) aus dem Bundesbudget.


=> das Geld, dass der Staat "zu wenig" in die Infrastruktur investiert ist ein Lärcherlschas gegen das Defizit das die ÖBB im operativen Bereich erwirtschaftet :rolleyes:

Matthias
06-10-2003, 13:41
Original geschrieben von tschakaa
... Infrastruktur fürs Allgemeinwohl kann nicht gewinnbringend geführt werden!


Da gebe ich dir auch Recht, aber trotzdem sollte kein öffentlicher Bereich (Bahn, Straßenbau u.v.m) ein enormer Kostentreiber sein, sondern zumindest bare wirtschaften, also Umsatz minus Kosten gleich 0.

SirDogder
06-10-2003, 14:16
Original geschrieben von judma
Da gebe ich dir auch Recht, aber trotzdem sollte kein öffentlicher Bereich (Bahn, Straßenbau u.v.m) ein enormer Kostentreiber sein, sondern zumindest bare wirtschaften, also Umsatz minus Kosten gleich 0.

Weil jetzt wieder alle auf der Asfinag herumreiten... Darf ich Euch wieder mit ein paar unwichtigen "Bilanzdetails" langweilen?

Asfinag verrechnet 50% ihres Umsatzes an den Bund, d.h. für Bauleistungen gibts Knete, und aus. Das sind KEINE Zuschüsse, ganz einfach wenn eine Straße gebaut wird, wird gepeckt. Sonst gibts dort keine Zuschüsse, auch keine Sonderposten (Mezzaninkapital) vom Bund.

Und: Umsatz minus Kosten ist vielleicht ein biserl zu vereinfacht. Ich habe dir den theoretischen Cash Flow ausgerechnet (für die Experten: Einfach Jahresüberschuß plus Abschreibungen plus Veränderungen in den Rückstellungen), da kommt immerhin 47 Mio EUR im Plus raus.

Dass aufgrund diversester Verlustvorträge trotzdem ein Bilanzverlust von EUR 102 rauskommt, ist wohl eine andere Gschicht...

aflicht
06-10-2003, 14:27
oder ab in die hölle mit dem ganzn schwachsinn, der da verzapft wird?

wenn so unseriös mit zahlen, kosten, behauptungen, halb- und unwahrheiten herumgschmissen wird, zeugt des nur von der völlign ahnungslosigkeit + inkompetenz der jeweilign beitragsautoren.

lests zerst amal nach, und wennsas kapiert habts, dann könnts reden... wenns de dinge a richtig + allgemein verständlich darstellts + net falsch und/oder entstellend daraus zitierts

zb da:
öbb-geschäftsbericht 2001: http://www.oebb.at/company/Businesses/FactsFigures/Geschaeftsbericht_011.pdf
da kommt sicher mindestns einer der oberschlauen drauf, de teilweise darin enthaltenen schilling als € zu posten
öbb-geschäftsbericht 2002: http://www.oebb.at/company/Businesses/FactsFigures/Geschaeftsbericht20021.pdf
budget 2003: http://www.bmf.gv.at/presse/archiv/2002/dezember/budget2003.pdf
zahlungsströme von/an ausgegliederten institutionen im budget 2003: http://www.bmf.gv.at/budget/budgets/2003/arbeitsbehelf_teil2/amt2w.pdf

entgelte für gemeinwirtschftliche leistungen der öbb (zb schüler- und lehrlingsfreifahrt, sozialtarife für pensionisten, studenten etc) san ka defizit der öbb sondern zahlungnen des auftraggebers bund für die erbrachte leistung des auftragnehmers öbb...
genauso wie der private busunternehmer, der zb am land die kinder ind schul führt. der macht des a net gratis, sonder muass für diese leistung bezahlt werden!

mein optimismus halt sich allerdings in grenzen... i schätz, es wird die hölle werden

SirDogder
06-10-2003, 14:37
@aflicht: Alle MEINE Angeben beziehen sich auf die Bilanz 2001 und ich habe das Papierl tatsächlich vor mir liegen. Wennst ma net glaubts sag mir a Mail Adresse, dann schicke ich dirs als Attachment.

P.S. es handelt sich um die im Firmenbuch hinterlegte Bilanz.

PPS.: Bernhard, auch wenns vielleicht manchmal so wirkt, aber ich bin weder inkompetent noch ahnungslos, was das Zahlenwerk einer Bilanz betrifft.

AB
06-10-2003, 14:56
Es reicht! :s:
Beruhigts euch wieda und dann gehts auf a Bier! :U:

AB
06-10-2003, 15:05
Geschrieben von aflicht:
beispiel: sir schreibt von 13,08 milliarden... ohne dazuazusagen, dass es sich um schilling und net € handelt... des is schlicht unseriös

LoneRider
07-10-2003, 11:30
*schluck*

Recht emotional samma da unterwegs, hah!

Mir is no ganz schwindlig vom durchlesen.

Tuat's brav sein und eich nit so anfetzen, des is moralisch nicht in Ordnung wenn ma zuanander so schiach isch...

-Thomas

TomCool
07-10-2003, 13:54
Er ist also wieder offen, aber niemand postet mehr?

Eröffne ich also wieder den Reigen, diesmal wird er hoffentlich friedlicher ablaufen.

Nachdem der Informationsfluß durch diesen Thread gestern plötzlich abgerissen ist ( :p ), musste ich mich in den Medien schlau machen.

Dabei hat mich vor Allem eines gestört.

KHG hat den Zuschuß an die ÖBB auf € 1960 Mio eingefroren, die Bahn benötigt für den Ausbau aber Kredite, für die allerdings wiederum der Bund zu 100 % bürgt. (Quelle: Format)

Dies sieht für mich eigentlich nur nach Budgetschönung aus.

Auf der Website des BM für Finanzen (http://www.bmf.gv.at/presse/oebb.htm) wurde am 16. September der Finanzierungsbedarf des "Systems Schiene" aus dem öffentlichen Haushalt mit € 4,4 Mrd. angesetzt.

Woher kommt der Unterschied? Was haltet Ihr von der Maßnahme des Einfrierens der Höhe des Zuschusses?

Was mich sonst noch interessiert:
Fragen an die Eisenbahner bzw. jene, die mehr Einsicht haben als ich.:

Was genau unterscheidet einen Mitarbeiter der ÖBB heutzutage so sehr von Mitarbeitern der freien Wirtschaft, dass man nicht versuchen darf die Gesetze aneinander anzupassen?

Im Schnitt sind täglich 3456 Eisenbahner wegen eines Krankenstandes abwesend. Was spricht eigentlich dagegen, härtere Kontrollen einzuführen?

Ich verstehe Poflis Einwurf, dass die 2 zusätzlichen Winterurlaubstage als Anreiz gegeben wurden, damit nicht zu viele Mitarbeiter gleichzeitig im Sommer auf Urlaub gehen. Wahrscheinlcih rechnet sich das sogar in der Gegenrechnung mit zu leistenden Überstunden wegen der Abwesenheit vieler Mitarbeiter.
Was aber hält einen Eisenbahner davon ab, seinen Urlaub dem Unternehmen angepasst zu nehmen, da man ja wohl nicht behaupten kann, dass nicht genug andere Annehmlichkeiten die Arbeit bei der Eisenbahn so erträglich machen, dass die Mitarbeiter gerne beim Betrieb bleiben?
In der freien Wirtschaft habe ich als Unternehmer auch die Möglichkeit einen (kleineren) Teil des Urlaubs vorzuschreiben so dass die Mitarbeiter nicht den ganzen Urlaub auf einmal und gleichzeitig nehmen.

Dies sind Fragen, keine Vorwürfe. Ich hoffe auf Antworten. Viele weitere Fragen tun sich auf.

Christoph
07-10-2003, 14:07
Original geschrieben von TomCool
In der freien Wirtschaft habe ich als Unternehmer auch die Möglichkeit einen (kleineren) Teil des Urlaubs vorzuschreiben so dass die Mitarbeiter nicht den ganzen Urlaub auf einmal und gleichzeitig nehmen.
Das Arbeitsrecht ist in dem Bereich ziemlich kompliziert und vor allem absolut praxisfern.
Aber Tatsache ist, dass ich meinem Mitarbeiter den Urlaub verwehren darf wenn es betrieblich erforderlich ist.


Was die Krankenstände betrifft find ich eine aktuelle Studie recht interessant (ich find sie grad nicht, wenn sie auftaucht reiche ich die Quelle nach).
Es ist nämlich festgestellt worden, dass die Krankenstandstage in der Privatwirtschaft seit einiger Zeit wieder am zurückgehen sind. Und darauf aufbauend wurde festgestellt, dass dafür tatsächlich die schlechte Arbeitsmarktsituation und die Arbeitsplatzunsicherheit verantwortlich sind.
Während die Anzahl Krankenstände etwas zurückgegangen ist, sind sie jedoch deutlich kürzer geworden.
Das hat jedoch nichts damit zu tun, dass die Leute trotz Krankheit arbeiten gehen. Es war jedoch früher durchaus üblich nach 4 Tagen Grippe noch ein oder zwei Tage Krankenstand anzuhängen oder bei gesundung am Donnerstag auch am Freitag noch daheim zu bleiben "weil die Woche eh schon gelaufen ist".
Und das trauen sich Arbeitnehmer heutzutage nicht mehr.

Genau umgekehrt sieht's jedoch bei Beamten, Vertrags- und ÖBB-Bediensteten aus. Da sind die Krankenstandstage immer noch im Steigen begriffen.
Und da sind (wie auch in der Privatwirtschaft) weniger die Schwerarbeiter betroffen, sondern eher Minderleister die ihre Zeit bis zum Pensionantritt in diversen Büros absitzen :rolleyes:

TomCool
07-10-2003, 14:25
Der finanzielle Druck auf die Unternehmer durch Krankenstände ist seit Änderung des Entgeltfortzahlungsgesetzes enorm geworden. In meinem Betrieb hat diese Änderung gleich im ersten Jahr über ATS 140.000 gekostet. (Extremes Pech,z. B.: eine Mitarbeiterin hat sich einen Nerv eingeklemmt und war 3 Monate im Krankenstand nur um zu kündigen, als sie keine Ansprüche mehr hatte, aus Rücksicht, wie sie meinte :rolleyes: ) Das ist für einen kleinen Betrieb wie meinen bereits existenzgefährdend, wird aber gerne als "Erleichterung für die Betriebe" verkauft. (Es ist mir noch nie gelungen auch nur einen Cent durch die neue Regelung zu sparen, obwohl ich seither gar nicht so viele Krankenstände zu verzeichnen hatte.)

Dementsprechend spüren meine Mitarbeiter meinen Unmut, wenn ein Krankenstand zu lange dauert. Der Unmut entsteht natürlich auch durch die Müdigkeit, weil ich ja selbst für den Kranken einspringen muss und damit stets Rund-um-die-Uhr-Dienste für mich rausschauen. Früher, als die Krankenkassen das Entgelt refundiert haben, konnte ich mir wenigstens eine Aushilfe leisten.

Das wird in anderen Betrieben nicht anders laufen, und so ist es nur natürlich, dass sich die Krankenstandstage reduzieren.

Allerdings kann ich mich auch nicht erinnern, seither einen Mitarbeiter hundeelend und krank vor sich hinschleppen gesehen zu haben, also vielleicht sind ja die Mitarbeiter der freien Wirtschaft doch einsichtiger geworden in den letzten Jahren?

Ganz nebenbei muss ich mir noch eine Goschn anhängen lassen, wenn ich meinen Mitarbeitern Alkohol während der Dienstzeit verbiete, auch weil ich Angst habe, dass sie sich in den Finger schneiden.

Bernd67
07-10-2003, 14:27
noch ein Artikel zum Thema; da scheint nicht alles so klar zu sein.

http://derstandard.at/standard.asp?id=1439575
da gibts noch ein paar interessante Details z.B. wieviel Mitarbeiter sie schon in den vergangenen Jahren los geworden sind.....

http://derstandard.at/standard.asp?id=1432000 bzw. halt gesammelt unter http://derstandard.at/standard.asp?ressort=oebb

Artikel zur Diskrepanz zwischen 2,9 (ORF-Recherche) und 4,4 Mrd € (KHG) finde ich nimmer.

tommy d. p.
07-10-2003, 14:30
ich sags ja, die beamten sind an allem schuld.

schlage öffentliche demütigungen vor.
jeder der einen beamten denunziert, (vielleicht sogar zu besagter demütigung mitbringt), darf einen faulen apfel, oder auch was anderes gatschiges, quasi als startsignal auf den auf dem pranger angebundenen beamten werfen. als belohnung sozusagen!

erstens erhöht das die wurfbereitschaft der gaffer ungemein, und zweitens machts einfach spass.

und drittens könnte all das faule fallobst welches sonst auf den müllhalden dieser welt nutzlos vergammeln würde wirklich wertvoll verwendet werden. na, was sagts zu meinem vorschlag? ich wüsst da schon ein paar potentielle mitbringsel....

Christoph
07-10-2003, 14:30
Original geschrieben von TomCool
Ganz nebenbei muss ich mir noch eine Goschn anhängen lassen, wenn ich meinen Mitarbeitern Alkohol während der Dienstzeit verbiete, auch weil ich Angst habe, dass sie sich in den Finger schneiden.
Es soll Leute geben die das auch nüchtern schaffen *unbeteiligtindenhimmelstarr*

Aber ich versteh Dich, Alkohol hat IMHO am Arbeitsplatz nix verloren. Das gilt auch für Wein und Sekt in der Chefetage.

Da kann ich jetzt gleich mal was positives zur ÖBB sagen:
Schon seit einigen Jahren fällt mir auf, dass die Zugbegleiter zu freundlichen Abstinenzlern geworden sind. Was das betrifft hat die ÖBB zum Glück gecheckt, dass es so wie's früher war nicht weitergehen kann.


@tommy:
Netter Vorschlag :D

@Bernd67: Sollen wir jetzt stolz drauf sein, dass die ÖBB stolze 2% ihrer Belegschaft losgeworden ist? Oder willst Du damit was anderes ausdrücken? :p
Wieviele Leute sind bei der ÖBB in dem Zeitraum eigentlich in Pension gegangen? Sicher mehr als 2%, oder?

TomCool
07-10-2003, 14:35
Ist das allein nicht schon komisch, dass sogar Profis recherchieren, aber jeder auf andere Zahlen kommt?

Wie soll sich da ein Laie ein Bild machen?

Eines sollten die Eisenbahner aber auf jeden fall bedenken, der Image-schaden, der derzeit entsteht ist enorm und wird sich auch nicht wirklich positiv auf die Erhaltung der Arbeitsplätze auswirken.

Laut einer Profil-Umfrage (http://www.news.at/index.html?/articles/0341/30/66194.shtml) ist der Anteil der Bevölkerung, der ein gutes Bild von der ÖBB hat innerhlab von nur 8 Monaten von 50 % auf 33,5 % gesunken.


Für "kundenorientiert" hält kaum jemand mehr die ÖBB, trotz entsprechender Fernseh- und Plakatwerbung.

TomCool
07-10-2003, 14:38
@tommy
Wenn ich mich recht entsinne stehst Du doch auch im Status eines Beamten, oder?
Hör ich da einen kleinen Hang zum Masochismus heraus?

Du, Du, soll ich Dich a bisserl auspeitschen? :p :D

Bernd67
07-10-2003, 14:49
Original geschrieben von Christoph

@Bernd67: Sollen wir jetzt stolz drauf sein, dass die ÖBB stolze 2% ihrer Belegschaft losgeworden ist? Oder willst Du damit was anderes ausdrücken? :p
Wieviele Leute sind bei der ÖBB in dem Zeitraum eigentlich in Pension gegangen? Sicher mehr als 2%, oder?

58 - 48 = ?%

Christoph
07-10-2003, 15:02
Original geschrieben von Bernd67
58 - 48 = ?%
Ahso, ich hab's auf die Grafik bezogen :p

G[ern]OTT
07-10-2003, 15:25
Original geschrieben von tommy d. p.
...dem pranger angebundenen beamten werfen. ..


was würde sich im Gegensatz zu heute ändern ?
Bewegungslose Beamte bekommen Überstunden fürs herumhängen bezahlt :D ;)

Gernot
// der hier auch mal mit dem Feuer spielen will

tommy d. p.
07-10-2003, 15:46
Original geschrieben von gernott
was würde sich im Gegensatz zu heute ändern ?
Bewegungslose Beamte bekommen Überstunden fürs herumhängen bezahlt :D ;)

Gernot
// der hier auch mal mit dem Feuer spielen will

DAS Herumhängen. Ist in diesem Fall ein Hauptwort und gehört daher gross geschrieben. Weils ja eine hauptsächlich ausgeführte Tätigkeit ist, hehe ;)

G[ern]OTT
07-10-2003, 16:15
Original geschrieben von tommy d. p.
..... Weils ja eine hauptsächlich ausgeführte Tätigkeit ist, hehe ;)
Nun in diesem Fall ja nicht nur eine, sonder sogar DIE hauptsächlich ausgeführte Tätigkeit.

adal
07-10-2003, 16:15
Asche auf mein Haupt - hab auch mitgemacht. Glaub aber wirklich, dass die Diskussion zu nix führt. Lass mas ...

tommy d. p.
07-10-2003, 16:18
richtig. die eine tätigkeit, wobei des net leicht is hört man so in diversen kreisen. welche leine hält schon einen 120 kg beamten beim rumhängen aus?
da hilft manchmal nur der besuch der kletterseilabteilung, um ein ordentliches rumhängen auch gewährleisten zu können.

und soviel ich weiss nehmen die beim hervis keine essensmarken..... :( :D

G[ern]OTT
07-10-2003, 16:22
http://mitglied.lycos.de/datenteil/div/beamter.jpg

tommy d. p.
07-10-2003, 16:25
hey, woher hast du das foto von mir???? :mad:

und bitte wo gibts so ein bequemes sofa? ich brauch sowas fürs büro..... :p

mikeva
07-10-2003, 22:19
tommy, net so bescheiden; i hab im büro a ehebett, ka sofa.......... :D

Matthias
07-10-2003, 23:10
Original geschrieben von aflicht
@christoph:
i hab bis vor 6 jahrn beruflich sehr oft mit vielen öbb-dienststelln ztuan ghabt: viele, wesentlich besser zahlende, unternehmen tätn si alle 10 finger (und die zechn dazua) abschleckn, wenns so engagierte mitarbeiter hättn, wie i dort kennenglernt hab

Ich möchte nicht nicht noch mehr Staub aufwirbeln, als ohnehin schon im Board vorhanden ist. Und zu diesem Thema habe ich zuwenig Grundwissen.
Aber: die obige Aussage kann ich überhaupt nicht teilen. Bis vor kurzem hatten wir einen Schrankenwärter, der 0 Engagement zeigte. Er kurbelte den Schranken meist schon 5 km bevor der Zug kam herunter und erst nachdem er 4 km weiter weg war wieder auf. Man sah ihm an, dass er nur widerwillig seinen Job machte. Aber da er schon älter war (>50) hatte er bestimmt ein Dienstverhältnis, das noch von der Verstaatlichten herrührt, also diese und jende Zulage, oder Verbesserung in der Arbeit.
Zum Glück wurde nun eine automatische Schrankenanlage installiert.. :)

Matthias
07-10-2003, 23:12
Original geschrieben von mikeva
tommy, net so bescheiden; i hab im büro a ehebett, ka sofa.......... :D

Jetzt weiß man, warum die Heeresangehörigen alle schlafen während der Arbeit.... :D :D :D
...und trotzdem verdienen

tommy d. p.
08-10-2003, 01:37
also verdienen tuns sicher wesentlich mehr als kriegen. bei mir is des sicher so...bin aber net beim heer. wurscht, die kohle muss stimmen......

dann lass i mi a von meim chef zammenscheissen. ich sehs als eine art psycho-job. ich helf ihm seine agressionen abzubauen. welche auch immer er hat..... :rolleyes: was auch immer nimma so klappt wie noch vor 20 jahren....hehe :D :D

Matthias
08-10-2003, 07:26
Original geschrieben von tommy d. p.
...dann lass i mi a von meim chef zammenscheissen. ich sehs als eine art psycho-job. ich helf ihm seine agressionen abzubauen. welche auch immer er hat..... :rolleyes: was auch immer nimma so klappt wie noch vor 20 jahren....hehe :D :D

Da hast aber einen Supa chef! :D
Dass er einen zsammenscheissen muß, um die Aggressionen abzubauen.

mikeva
08-10-2003, 23:01
@ judma

des ehebett brauch i , damit mei grosses maul platz hat............. :D

über die arbeitsleistung vom beamten mikeva brauchst da kane sorgn machen.....trotz dienstsport mehr als 11000 patienten im jahr (i alanig) ;)

tommy d. p.
08-10-2003, 23:31
Original geschrieben von judma
Da hast aber einen Supa chef! :D
Dass er einen zsammenscheissen muß, um die Aggressionen abzubauen.

i kann da nur sagen, sei froh, dass wir auf den aufpassen. wenn der tagsüber frei rumrennen tät, ihr wäred eurer sinne net sicher. (er stinkt nämlich auch noch erbärmlich!!!!)

ja so issa, und wir sind die wärter, ich weiss er siehts anders aber frag mal die irrren, die glauben auch oft sie seien die ärzte! so schauts aus!!!!! :rolleyes: :rolleyes:

Matthias
09-10-2003, 07:39
Original geschrieben von mikeva
.....trotz dienstsport mehr als 11000 patienten im jahr (i alanig) ;)

Welche Patienten san den des??? :confused:

Bernd67
09-10-2003, 10:26
Original geschrieben von judma
Welche Patienten san den des??? :confused:

Dienstpatienten.......? :rolleyes:

tommy d. p.
09-10-2003, 10:29
der mike is wärter in lsf und macht dort die musterungen.........;)

Matthias
09-10-2003, 10:35
Original geschrieben von tommy d. p.
der mike is wärter in lsf und macht dort die musterungen.........;)

Was ist das LSF? Bin leider kein BHler.
Ist er dann Arzt, Sanitäter? :confused:

<MM>
03-08-2006, 13:21
"Super-GAU" im Bhf. Wörgl

Kleine Verspätungen sind ja kein Drama - sowas kommt vor. Doch heute verschoben sich so gegen 10:30 Uhr sämtliche Ankunftszeiten auf den Anzeigen kontinuierlich nach hinten, z. B. von 11:20 auf 11:36 auf 11:53 auf 12:13 auf ...

Was war da los?

Das eigenartige Bild erweitert wurde durch im Schneckentempo ausfahrende Züge - und ebenso daherkriechende einfahrende.

Was war da los?

Einen Zugführer befragend, ob denn Zug xyz in ABC stehenbleiben würde, antwortete dieser ratlos: "Sofern er überhaupt fährt..."

Was war da los?

Nach 90 Minuten des Wartens und des inzwischen eh schon geplatzten Termins ging ich der Sache nach und erfuhr, daß das ALCATEL-Stellwerk, das "Hirn" für die nähere und weitere Umgebung, "abgestürzt" war. D. h. die Stellwerker waren quasi blind, die Lokführer damit ebenso - daher dieses Dahinschleichen beim Ein- und Ausfahren ("Fahrt auf Sicht").

Ich möchte nicht wissen, was DAS für ein MORDSSTRESS bei den Stellwerkern gewesen sein muß, wie die Schirme plötzlich dunkel blieben...

:eek: :eek: :eek:

Magier
03-08-2006, 14:27
Geh scheissen! Fast a kleines Wunder, daß nix gröberes passiert ist! :eek:

stetre76
03-08-2006, 14:31
tjo, da merkt man wieder einmal, wie abhängig man von den "Blechtrotteln" ist.

GsD nix ärgeres passiert - da nimmt man dann die Verspätung schon gerne in Kauf

Flo
03-08-2006, 18:15
Während des ASSE bin ich 8mal (also hin und zurück 16x)
Linz - Burgenland gefahren und wir hatten 14 mal
Verspätung !

Ganze 2mal war der Zug pünktlich :rolleyes:

<MM>
03-08-2006, 18:56
:rolleyes:

Bitte keine Diskussion bzgl. Verspätungen... ;)

Wenn man sich mal beim Autofahren anschaute, wie pünktlich man damit ist... :rolleyes: :rolleyes:
Aber das schreibt natürlich niemand mit geschweige denn öffentlich wo rein. :D

Leon
03-08-2006, 22:02
Beim Autofahren verspätet man sich ständig(Staus, Parkplatzsuche, Blockabfertigungen..), aber wehe die Bahn kommt zu spät: nie enden wollende Leserbriefe und empörtes kollektives Aufschreien.
Umdenken mag man nicht.

<MM>
03-08-2006, 22:20
>Leon:
Du sagst es, du sagst es. :toll:

(Noch ein kleiner, einschlägiger, boardinterner Link.) (http://www.nyx.at/bikeboard/Board/showthread.php?t=18173&highlight=verkehrslawine)

mafa
03-08-2006, 22:46
was mir nur immer wieder auffällt:

die österreicher sind die größten suderanten überhaupt!

jeder hat den anstrengensten, menschenunwürdigsten job, bekommt am wenigsten dafür bezahlt, und müsste sowieso scho seit gestern in pension sein.

war bisher in jeder branche so in der ich gearbeitet hab, und eben auch diese diskussion zeigts wieder

mikeva
04-08-2006, 22:38
jeder hat den anstrengensten, menschenunwürdigsten job, bekommt am wenigsten dafür bezahlt, und müsste sowieso scho seit gestern in pension sein.


ja eh................ :toll: