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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fahrrad in der Wohnung aufbewahren? Verbot möglich?



campari:seven
10-06-2012, 20:55
Hallo!

Hat jemand Ahnung ob die Hausverwaltung das Aufbewahren des Rades in der Wohnung untersagen kann? Hab schon Google bemüht aber nichts zur Lage in Österreich gefunden. Fahrradraum ist bummvoll und der der minderbemittelte Nachbar, obwohl Budhist, regt sich furchtbar auf und droht mit Polizei. Wo das Problem ist versteh ich selber nicht. Ohja doch: er meinte er muss uns ausweichen am Gang :klatsch:
Mir ist schon klar, dass der Polizei das wurscht sein wird. Wäre trotzdem interessant wie die Lage ist.

Grüsse

Venomenon
10-06-2012, 21:00
Normal kann es nicht verboten sein, außer es ist im Mietvertrag oder der Hausordnung so aufgeführt. Wenn der Fahrradraum voll ist kann es dir aber ned wirklich untersagt werden. Was wäre das nächste, ich darf meinen Kinderwagen ned mit in die WOhnung nehmen? Wenn sich der NAchbar so aufregt drüber, wünsch ihm nen schönen Tag und lass ihn stehen.


Grüße Veno

dodl
10-06-2012, 21:14
Das fragst jetzt ned im ernst?
Also ich hab eine komplett verrueckte unter mir, wegen der ich nicht mal meinen Balkon nutzen koennte. Das schluck ich, obwohl es dazu sogar einen Paragraphen im Mietrecht gibt. Aber das Radl in der Wohnung kann kein Mensch verbieten. Solang du ned mit den gatschigen Reifen beim raufgehen ueber die Wand radierst oder so. Die uebliche Hausordnung wird dazu nix melden. Also is auf den Nachbarn gschiss...

cu
martin

campari:seven
10-06-2012, 21:28
Naja das war ja auch mein Zugang, wenns Dreck gibt kehr ich den weg oder ich fahr vorher zur Tankstelle abspritzen, ansonsten ist es mein Bier. Aber der Gute ist so penetrant, dass ich noch Meinungen von außen hören wollte, vor allem weil ichs einfach nicht checke wie man so fertig sein kann. Null Gesprächbasis, Nachrichten auf Zetteln hinterlassen etc. .. man man man.

Du kannst allen ernstes deinen Balkon ned benutzen? Wieso das?

hermes
10-06-2012, 21:47
Also ich hab eine komplett verrueckte unter mir, wegen der ich nicht mal meinen Balkon nutzen koennte.
ned amoi zum owebrunzn?

dodl
10-06-2012, 21:54
Ich hab genau so ein Oaschloch in weiblich unter mir und hab mich deshalb ein bissl damit befasst. Irgendwann kommt da etwas zu tragen, das im Mietrecht steht - dass sich naemlich jemand absolut ungut verhaelt und das geht dann soweit, dass die vertragsgemaesse Nutzung der Wohnung nicht moeglich ist, bzw, dass ein normales Zusammenleben nicht moeglich ist. Details muss da ein Anwalt beantworten. Aber mein Radl trag ich rauf und Schluss. Wer will dir das verbieten??
Ich ignorier das Würschtl und seit einem Brief der Hausverwaltung (die arbeitet dort) den ich auch ignoriert hab, ist Ruhe.

cu
martin

marph_42
11-06-2012, 09:18
was sagt denn da so ein nachbar wenn man mal mit verdreckten schuhe in die wohnung rauf geht??

die können schei**n gehn, das nächste mal gratuliert ihr ihnen zu ihrere problemlosen welt... sonst würden sie sich über wichtigere sachen den kopf zerbrechen!! ;)

"...andererseits schon irgendwie nett wenn sich ein fremder den kopf zerbricht weil ich meine wohnung mit meinem bike versau..." haha :p

riffer
11-06-2012, 09:47
Nur das Abstellen von Fahrrädern am Gang ist feuerpolizeilich untersagt, aber ich würde einfach aufpassen, dass die Wänder am Gang und im Stiegenhaus sauber bleiben, dann kann er dir gar nichts tun - ich persönlich würde z.B. gar nicht auf die Idee kommen, dass ich mein Rad im Fahrradraum lasse.

Auch wenn ich friedlich und friedliebend bin, aber muss man sich echt alles sagen lassen? Ohne Beschimpfung "einfach" in die Schranken weisen, den "Guten". Der soll sich mal überlegen, wie er mit seinen Mitbürgern umzugehen hat!

MalcolmX
11-06-2012, 09:52
mit solchen leute ist meistens nciht vernünftig zu reden, dass ist ja das grundproblem... der fühlt sich von irgendwas auf den schlips getreten, und ist zu feige, damit rauszurücken... der rest wurde eh oben schon gut beschrieben...

Wicht
11-06-2012, 09:59
Frag mal den NoDoc, der kann dir sicher weiterhelfen.

sake
11-06-2012, 10:06
Frag mal den NoDoc, der kann dir sicher weiterhelfen.

ich glaube, da hilft auf der hausverstand weiter: wer soll bitte kontrollieren, ob ich ein rad in der wohnung habe? UND: wozu? gibts auch eine mineralwasserkisten verordnung? oder eine maximal grösse für cafemaschine?

solange ich meine mitbewohner weder störe noch belästige ist es meine angelegenheit, was ich in meiner wohnung mache.

6.8
11-06-2012, 10:35
Solange es im Mietvertrag nicht ausdrücklich verboten ist würde ich mir keine Gedanken machen. Eventuelle Spuren wie Reifenabdrücke an der Wand im Stiegenhaus beseitigen, dass ein Suchender nicht zu einem Findenden wird, aber das setzte ich einfach mal voraus.

Dem Nachbarn würde ich einen Bauchstreichelbudha im ein Euro Shop kaufen und im viel Glück bei der Suche nach Erleuchtung wünschen.

feristelli
11-06-2012, 13:06
Solange es im Mietvertrag nicht ausdrücklich verboten ist ...

und selbst wenn: dann nimmst das vorderradl raus und es ist kein fahrrad mehr sondern zwei einzelteile. ;)

Zacki
11-06-2012, 13:12
Warum hab i ned so an Nachbarn? Des wär a Theater, oida Voda, der hätt so viel linke Watschen, das er mi um a Rechte anbettelt... :D

shroeder
11-06-2012, 14:18
sicher kanns die hausverwaltung verbieten.

des verbot wird aber aus rechtlichem ned zu halten sein und ein zuwiderhandeln also ohne arge konsequenzen bleiben.
zumindest, solangst ned ständig malerei, verputz, türstöcke beschädigst.



der buddhist is ned zufällig psychologe/therapeut?

milestone
11-06-2012, 14:51
Hallo

Nein, ein Verbot ist bei Hauptmietwohnungen rechtswidrig. Die Hausverwaltung kann nicht einschränken, welches Eigentum ich in der Wohnung aufbewahre und welches nicht. Ausnahmen gibt es nur für Dienstwohnungen und für Anlagen, die die Sicherheit des Gebäudes nachhaltig beeinträchtigen können (zB darf man nicht einfach ein 100.000l Aquarium aufstellen oder andere Gegenstände die aufgrund der Beschaffenheit oder des Gewichts die Statik des Gebäudes gefährden oder Sprengstoffe lagern, etc).
Wenn man den Verputz, Fenster etc. durch Transport von Kinderwagen, Einkaufstaschen, Waschmaschine, Fahrrad und ähnliches beschädigt, haftet man für den Schaden, der meist durch die Haushaltsversicherung gedeckt ist. Ein Verbot darf die Verwaltung daraus nicht ableiten. Ein Verbot kann nur dann rechtlich bindend sein, wenn es im Mietvertrag angeführt wurde und da würde ein solcher Punkt wegen Sittenwidrigkeit ungültig sein oder es wird in die Hausordnung aufgenommen, wobei dort genau das gleiche gilt, sittenwidrig.

Zur Sicherheit gibt es in allen Gerichten sogenannte Amtstage bei denen jeder Bürger kostenfrei eine Auskunft bei einem Richter bekommt. Dort einfach seinen Fall schildern und sich Rechtssicherheit holen. Auch möglich ist es zu einer Mieterschutz-Organisation zu gehen um gegebenenfalls bei der Schlichtungsstelle Klarheit zu bekommen.

Was den Nachbarn angeht.
Man kann den Spieß in solch penetranten Fällen auch umdrehen. Zettel und Co fotografieren und bei Gericht eine einstweilige Verfügung wegen Stalkings veranlassen.

bicyclist
11-06-2012, 16:23
Ja, nun bin ich aber auch beruhigt. Nehme mein Fahrrad schon immer mit in die Wohnung....einfach, weil bei mir schon des Öfteren geklaut wurde. Aber irgendwie verstehe ich nicht, wieso sich der Nachbar beschwert, wenn man das Fahrrad in der eigenen Wohnung hat? Oder steht es etwa vor der Wohnungstür? Ich meine, geht doch den Nachbarn nichts an, welche Gegenstände ich mir in den eigenen vier Wände hole?!

Scorpio
11-06-2012, 18:11
Manche Menschen sind einfach komisch, vielleicht ist ihm auch nur langweilig oder er hat keine anderen Sorgen.
Lass ihm seine Meinung und behalte du deine.

ekos1
11-06-2012, 18:54
Und wenn sich eine günstige Chance ergibt stellst ihm ein Haxl ( da gibt es viele Möglichkeiten ) denn du kannst davon ausgehen solche Orschwarzen genug Dinge machen die nicht Ordnung sind .

Mfg Ekos

campari:seven
13-06-2012, 12:20
Danke für Eure Beiträge.

@ Shroeder: Der nette Buddhist von nebenan, schaut ungefähr aus wie Manni Ludolf und ist um die 30. Kann mit nicht vorstellen, dass der Psychologe ist, wenn dann braucht er eher einen.

@Milestone: hast du dazu vllt einen § ?

feristelli
13-06-2012, 12:49
Sag dem Buddhisten mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen und im ruhigen Tonfall, dass das Dein Dharmacakra (http://de.wikipedia.org/wiki/Dharmachakra) (Rad der Lehre Buddhas) ist, mit dem du den Pfad der Erlösung beschreitest um dem Samsara (http://de.wikipedia.org/wiki/Samsara) zu entkommen. Er solle sich doch auch die Lehre des Buddha zu Herzen nehmen, die drei Gestesgifte (http://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Geistesgifte) Hass und Verblendung etc. überwinden und sich mit seinem Ärger nicht identifizieren.
All is one, all is one ... :flower:

http://conservativenewager.files.wordpress.com/2012/04/buddha.jpg?w=350&h=234

Ernie77
13-06-2012, 12:50
Schließe mich den Vorrednrn an. Habe mal bei der Mietervereinigung nachgefragt. Konklusio: Wenns im Mietvertrag nicht ausdrücklich verboten ist (und sogar dann dürfte dieser Paragraph anfechtbar sein), sollte niemand was dagegen sagen dürfen... auch nicht dein depperter Nachbar!

Bei uns im Haus haben mittlerweile alle Parteien die Räder in der Wohnung oder am Balkon stehen... bei uns wurden schon dreimal die Kellerabteile aufgebrochen!

feristelli
13-06-2012, 12:52
ich hab jetzt 4 Räder und ein Einrad in der Wohnung ... gut dass in dem haus nur moslems, juden und russisch ortodoxe wohnen :D

milestone
13-06-2012, 12:55
§879 (3) abgb

Frau Edith fragt warum die Abkürzung des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzs Buchs auf Kleinschreibung geändert wurde? Sieht dämlich weil falsch aus.

campari:seven
13-06-2012, 13:29
Super Danke!

@Feristelli Haha , das hab ich mir auch schon gedacht. Sehr sehr ungechillt für einen Buddhisten, der habera.

@Milestone: Trifft sich gut, ich muss grad Wirtschaftsprivatrecht lernen, allerletzte Prüfung. Hast du eine Idee obs im MRG explizit dazu was gibt? Sonst frag ich einfach mal bei der Mietervereinigung bei Bedarf.

Ich mag einfach nur a Ruh haben und mich nicht anpflaumen lassen wenn ich grad heiß aufs Mountainbiken bin :klatsch:

Grüße

milestone
13-06-2012, 14:06
Nein im MRG wird meines Wissens dazu nichts direkt geregelt, mit Ausnahme §8 (1) MRG, dass die schadlose Benutzung beinhaltet und das die Wohnung bzw. die Installationen pfleglich zu behandeln sind. Davon darf sich der Vermieter (bei wichtigem Grund und Voranmeldung) auch persönlich überzeugen.

Andere Regelungen werden in anderen Gesetzbüchern angeführt, wie beim Beispiel über den Besitz von Sprengstoffen, da gilt das SprG (§34 und §35)

Ich würde freundlich aber bestimmt einer entsprechenden Aufforderung antworten, dass sie ja gern versuchen können so ein Verbot gerichtlich durchzusetzen. Und bis dahin .. da tät jetzt das mit dem kreuzweise folgen....

:)

c' mon
24-06-2012, 00:20
werd auch immer wieder von diversen nachbarn angeredet, warum ich den mein fahrad ständig die stiegen rauftrage und damit ja eig keinem einen gefallen tue, außer derm radlraum vielleicht, der jetzt aber letztens eh ausgemistet wurde.. ich erkläre ihnen dann immer, dass mir mein alten bike aus genau diesem radlraum gestohlen wurde und da ist es mir eigentlich sogar egal wenns in der hausordnung sthn würd..
soweit ich aber weiß kannst du mit deinem eigentum tun und lassen was du willst, ich kann mir nicht vorstellen, dass in der hausordnung soetwas drinnen ist, solang du, wie schon weiter oben erwähnt nicht mit dem matschiegen reifen die wände anmalst..

ich denke mal rechtlich bedeutender ist der mietvertrag und die darin enthaltenen klauseln, den wenn der mieter nicht will das du fahrräder oder ähnliches in der wohnung aufbewahrtst, dann ist das einklagbar.. logischerweise kommt er da eher nie drauf, aber man weiß ja nie, also hoffen das der nachbar es dem vermieter nicht sagt;)

Neckartal
24-06-2012, 06:30
Hallo

Nein, ein Verbot ist bei Hauptmietwohnungen rechtswidrig. Die Hausverwaltung kann nicht einschränken, welches Eigentum ich in der Wohnung aufbewahre und welches nicht. Ausnahmen gibt es nur für Dienstwohnungen und für Anlagen, die die Sicherheit des Gebäudes nachhaltig beeinträchtigen können (zB darf man nicht einfach ein 100.000l Aquarium aufstellen oder andere Gegenstände die aufgrund der Beschaffenheit oder des Gewichts die Statik des Gebäudes gefährden oder Sprengstoffe lagern, etc).
Wenn man den Verputz, Fenster etc. durch Transport von Kinderwagen, Einkaufstaschen, Waschmaschine, Fahrrad und ähnliches beschädigt, haftet man für den Schaden, der meist durch die Haushaltsversicherung gedeckt ist. Ein Verbot darf die Verwaltung daraus nicht ableiten. Ein Verbot kann nur dann rechtlich bindend sein, wenn es im Mietvertrag angeführt wurde und da würde ein solcher Punkt wegen Sittenwidrigkeit ungültig sein oder es wird in die Hausordnung aufgenommen, wobei dort genau das gleiche gilt, sittenwidrig.

Zur Sicherheit gibt es in allen Gerichten sogenannte Amtstage bei denen jeder Bürger kostenfrei eine Auskunft bei einem Richter bekommt. Dort einfach seinen Fall schildern und sich Rechtssicherheit holen. Auch möglich ist es zu einer Mieterschutz-Organisation zu gehen um gegebenenfalls bei der Schlichtungsstelle Klarheit zu bekommen.

Was den Nachbarn angeht.
Man kann den Spieß in solch penetranten Fällen auch umdrehen. Zettel und Co fotografieren und bei Gericht eine einstweilige Verfügung wegen Stalkings veranlassen.

.... dann darf ich mein Bike weiterhin in den 3 Stock tragen

milestone
25-06-2012, 10:33
ich denke mal rechtlich bedeutender ist der mietvertrag und die darin enthaltenen klauseln, den wenn der mieter nicht will das du fahrräder oder ähnliches in der wohnung aufbewahrtst, dann ist das einklagbar.. logischerweise kommt er da eher nie drauf, aber man weiß ja nie, also hoffen das der nachbar es dem vermieter nicht sagt

Du meinst Vermieter?

Grundsätzlich ist es schon richtig dass in einem Vertrag alles mögliche vereinbart werden kann und sich beide Vertragspartner drauf einigen über ein bestimmtes Rechtsgeschäft schriftlich festzuhalten unter welchen Umständen dieses Verhältnis läuft. Vertrag vor dem Unterzeichnen genau zu lesen ist dabei immer eine gute Idee.

Im MRG gibt es keinen Ansatz der die Aufbewahrung von Eigentum (mit Ausnahmen der Gefährdung) in Mieträumlichkeiten untersagt, daher sind auch alle Klauseln die so etwas reklamieren mit besonderem Interesse zu betrachten.
In einem Mietvertrag darf drinnen stehen was gem. MRG geregelt werden kann/darf/muss. Die Frage ist, wofür sind die hinausgehende Klauseln die meist nur dazu dienen den Mieter rechtlich schlechterzustellen, ohne dass dies notwendig wäre. Die Rechtssprechung geht immer mehr dazu über solche Vereinbarungen als nichtig zu betrachten.

Man sollte auch beachten, ob solche Vertragsteile versteckt also zB unter einem irreführenden oder zu allgemeinem Titel geführt werden, dann wären sie ohnehin ungültig. Nur wenn man die Bestimmung kennt und findet, kann man reklamieren, dass eine solche Vereinbarung nicht akzeptabel ist. Genauso gut könnte der Vermieter verlangen den teuren Schmuck in einer Schatule am Gang aufzubewahren, so einen Vertragsteil kann der Vermieter dann schon einklagen aber ob der erfolgreich ist?

Die Benutzung von Räumlichkeiten (Fahrradkeller) ist ein Angebot und keine Verpflichtung.

Ich würde davon ausgehen, dass wenn der Vermieter solche Vereinbarungen nicht vor dem Vertragsabschluss unmißverständlich (also nicht so nebenbei erwähnt) erklärt, dass Fahrräder oder andere Gegenstände nicht in der Wohnung stehen dürfen (die Gründe dazu wären interessant) und dass der Vertrag ohne dieser Vereinbarung nicht zustande kommt, diese Klauseln als schlechten Scherz anzusehen und diese einfach zu ignorieren.

druski
25-06-2012, 10:40
Nur das Abstellen von Fahrrädern am Gang ist feuerpolizeilich untersagt, aber ich würde einfach aufpassen, dass die Wänder am Gang und im Stiegenhaus sauber bleiben, dann kann er dir gar nichts tun - ich persönlich würde z.B. gar nicht auf die Idee kommen, dass ich mein Rad im Fahrradraum lasse.

Besser könnt ich's auch ned sagen! Sofern es im Mietvertrag nicht untersagt ist, darfst alles in die Wohnung mitnehmen. Nur beim gemeinsamen Gang solltest aufpassen. Nix lagern oder beschmutzen, dann bist ausn Schneider

c' mon
27-06-2012, 18:31
Du meinst Vermieter?

Grundsätzlich ist es schon richtig dass in einem Vertrag alles mögliche vereinbart werden kann und sich beide Vertragspartner drauf einigen über ein bestimmtes Rechtsgeschäft schriftlich festzuhalten unter welchen Umständen dieses Verhältnis läuft. Vertrag vor dem Unterzeichnen genau zu lesen ist dabei immer eine gute Idee.

Im MRG gibt es keinen Ansatz der die Aufbewahrung von Eigentum (mit Ausnahmen der Gefährdung) in Mieträumlichkeiten untersagt, daher sind auch alle Klauseln die so etwas reklamieren mit besonderem Interesse zu betrachten.
In einem Mietvertrag darf drinnen stehen was gem. MRG geregelt werden kann/darf/muss. Die Frage ist, wofür sind die hinausgehende Klauseln die meist nur dazu dienen den Mieter rechtlich schlechterzustellen, ohne dass dies notwendig wäre. Die Rechtssprechung geht immer mehr dazu über solche Vereinbarungen als nichtig zu betrachten.

Man sollte auch beachten, ob solche Vertragsteile versteckt also zB unter einem irreführenden oder zu allgemeinem Titel geführt werden, dann wären sie ohnehin ungültig. Nur wenn man die Bestimmung kennt und findet, kann man reklamieren, dass eine solche Vereinbarung nicht akzeptabel ist. Genauso gut könnte der Vermieter verlangen den teuren Schmuck in einer Schatule am Gang aufzubewahren, so einen Vertragsteil kann der Vermieter dann schon einklagen aber ob der erfolgreich ist?

Die Benutzung von Räumlichkeiten (Fahrradkeller) ist ein Angebot und keine Verpflichtung.

Ich würde davon ausgehen, dass wenn der Vermieter solche Vereinbarungen nicht vor dem Vertragsabschluss unmißverständlich (also nicht so nebenbei erwähnt) erklärt, dass Fahrräder oder andere Gegenstände nicht in der Wohnung stehen dürfen (die Gründe dazu wären interessant) und dass der Vertrag ohne dieser Vereinbarung nicht zustande kommt, diese Klauseln als schlechten Scherz anzusehen und diese einfach zu ignorieren.

danke natürlich meinte ich vermieter:)

soetwas ist ehjer schwierig zu beweisen das er auf die klausel hingewiesen hat, da er ja sagen kann er ist mit dir den vertrag genauestens durchgegangen, vor allem in wien kommt es vor dass mietverträge meist unbefristet mehrere jahrzehnte gelten und damit auch der mieter innerhalb der familie wechseln, wo natürlich nicht immer ein neuer vertrag aufgesetzt wird und da noch nachzuweisen, dass man vor 10 jahren nicht über zusätzliche klauseln aufgeklärt wurde ist wohl eher schwierig... aber du hast recht, klauseln mit denen nicht zu rechnen ist, sind nicht bindend außer sie werden extra erwähnt...

also denke ich ist der einzige der was dagegen haben kann der vermieter, wenn es im vertrag steht und er auf diese zusatzklausel hingewiesen hat!!

euer c'mon