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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dopingtod eines Amateurs - Gründe für dieses Risikoverhalten??



TrailFloh
20-12-2012, 12:30
Vielleicht haben es die Einen oder Anderen von Euch schon gehört - ein deutscher Amateurfahrer (44 Jahre) ist nach einer EPO-Spritze gestorben:

http://www.spiegel.de/sport/sonst/radsportler-im-allgaeu-tot-aufgefunden-a-873104.html


Ich habe grundsätzlich kaum Verständnis für Doper - vor allem im Amateursport, wo es noch dazu sinnfrei erscheint (kaum Preisgeld ect..) Man beachte jedoch die Sportpsychologie - beispielsweise Messner schreibt, dass sich Extrembergsteiger in lebensgefährliche Situationen begeben, um ihr eigentlich labiles Selbstwertgefühl für den Moment ausblenden zu können. Solche Leute denken nicht direkt an die Folgen, auch wenn sie sich derer indirekt sehr wohl bewusst sind.

Ich stelle mir die Frage, ob diese aus der Sportpsychologie bestätigten Thesen, warum sich jemand wissentlich in Gefahr begibt, auf "Hobbydoper" umlegen lässt. Kann man so ein tödliches Verhalten in einer Situation, wo man kaum etwas gewinnen kann (Profi wäre er mit 44 nicht mehr geworden) möglicherweise mit einer psychischen Störung (kein Selbstwertgefühl, ect.) vergleichen oder doch einfach unüberlegte Dummheit?

ronnie
20-12-2012, 15:20
Voiltrottl, mein mitleid hält sich in grenzen. Aber auch die Hee waren nicht die klügsten, alle Beweismittel um die Hintermänner hops gehen zu lassen, haben sie einfach liegen gelassen. Na ja, wer hat sich anders erwartet.

robert_i
20-12-2012, 16:51
Eine echte Ausnahme gerade die Amateure und Hobbyrennfahrer, vor allem die in den Altersklassen sind doch noch die moralische Instanz im Sport, dort geht es nur um die Freude und den Spaß an der Bewegung und nicht um Plazierungen und Pokale wie bei den "echten".

Deshalb hat das Tour-Magazin ja vor Jahren aufgehört Profis auf ihrem Kalender abzubilden. Dafür sehen wir nun saubere Hobbyfahrer! Aber jetzt müssen die sich schon wieder was überlegen! :D

mig29
20-12-2012, 17:00
Ich stelle mir die Frage, ob diese aus der Sportpsychologie bestätigten Thesen, warum sich jemand wissentlich in Gefahr begibt, auf "Hobbydoper" umlegen lässt. Kann man so ein tödliches Verhalten in einer Situation, wo man kaum etwas gewinnen kann (Profi wäre er mit 44 nicht mehr geworden) möglicherweise mit einer psychischen Störung (kein Selbstwertgefühl, ect.) vergleichen oder doch einfach unüberlegte Dummheit?

Also ich vermute jetzt ganz laienhaft, dass schon es um vermindertes Selbstwertgefuehl geht, in dem Sinne, dass man die eigene Leistungsfaehigkeit als zu niedrig ansieht. Da wird geschummelt um sich selbst und/oder andere zu beschwindeln also um eigenen oder gesellschaftlichen Standards zu genuegen (das ist es was man dadurch 'gewinnen' kann). Psychische Stoerung ist vielleicht ein bisschen krass formuliert, da ein derartiges vermindertes Selbstwertgefuehl nicht gerade selten anzutreffen ist und nicht nur im Sportkontext, sondern zB auch in der Arbeitswelt. Dies lasst sich meines Erachtens zu einem grossen Teil auf die hohen Anforderungen unserer Gesellschaft und deren Technisierung auf die Leistungsfaehigkeit des Einzelnen zurueckfuehren.

Gluecklicher Weise dopen die meisten deswegen nicht gleich, aber ich vermute, dass weit mehr Amateure und Hobbysportler dopen, als man mit gesundem Hausverstand annehmen wuerde. Unueberlegte Dummheit ist glaub ich auch notwendig, weil sonst koennte man sich selbst ja nicht so taeuschen...

hermes
20-12-2012, 17:16
irgendwie tragisch. da bringt sich einer um (bei doping im amateurbereich muss man den tod nunmal mit einkalkulieren, bei profis passierts ja auch immer wieder), einfach nur aus krankhaftem ehrgeiz. was für ein trauriges leben muss der geführt haben.

heimo73
20-12-2012, 20:02
ich glaube im amateurbereich, wie jeder ehrlicher ambitionierter hobby- und zum teil -leistungssportler weiß, ist doping leider sehr wohl verbreitet! meiner meinung nach sagt solches verhalten einiges über den intellekt eines menschen aus , dass jemand dabei stirbt ist natürlich tragisch.
bzgl. intellekt:Bsp. wie dumm muß man sein, dass man bei bei hobby- bzw. amateurzeitfahren(Steiermark) eben solche ehrliche ambitionierte hobby- und zum teil leistungssportler auf eine art und weise deklassiert , dass sich wahrscheinlich sogar ein pasiv-sportler gewisse fragen stellt!?! und dann noch bei der siegerehrung anwesend zu sein und scheinbar nicht wissend, was sich eben inetelligente und ehrliche hobbysportler denken!

harryf
20-12-2012, 20:19
ich glaub ja das die doper im hobby und amateur bereich genauso in einer parallelwelt leben wie die profis.
die definieren sich nur mehr über den sport, der beruf und das andere soziale leben/umfeld ist kaum noch vorhanden. denk ich mir halt, wieso sollte man denn das sonst machen? sein selbstwertgefühl bzw. selbstbestätigung sollte man sich doch woanders her holen, der sport sollte doch eine wunderbare nebenerscheinung sein, auch wichtig keine frage, aber doch nicht so wichtig das ich so frustriert bin ob meiner leistung das ich da soooooo nachhelfen muss....


aber geschockt war ich schon, was der da für ein magazin zu hause hatte, ich glaub da sind die extrem bodybuilder ja teilweise schon neidig...

outmen
21-12-2012, 09:05
ich glaub ja das die doper im hobby und amateur bereich genauso in einer parallelwelt leben wie die profis.
die definieren sich nur mehr über den sport, der beruf und das andere soziale leben/umfeld ist kaum noch vorhanden. denk ich mir halt, wieso sollte man denn das sonst machen? sein selbstwertgefühl bzw. selbstbestätigung sollte man sich doch woanders her holen, der sport sollte doch eine wunderbare nebenerscheinung sein, auch wichtig keine frage, aber doch nicht so wichtig das ich so frustriert bin ob meiner leistung das ich da soooooo nachhelfen muss....


:toll:

familie, freundin oder "echte" freunde werden einen immer gleich gerne haben, egal wie erfolgreich oder nicht jemand im sport ist!
auch "gute" sponsoren haben offensichtlich kein problem, wenn man von anfang an klarstellt die erwartungen auf grund mangelnder bereitschaft zu doping eventuell nicht ganz erfüllen zu können?
also können doper, egal ob hobby oder profi für mich einfach nur arme menschen mit enormen persönlichen defiziten sein!!!
geld und ruhm im tausch gegen stolz, ehre und ehrlichkeit ist ein schlechter deal und eher ein armutszeichen als eine heldenhafte eigenschaft!

chriz
21-12-2012, 17:09
viele definieren sich halt über den sport. im berufe oder im alltag gibts zuwenige bis gar keine herausforderungen mehr und in manchen clubs oder foren hast ja bei ein gewisser zielzeit zb. ötzi ja fast einen heldenstatus.
mir kommt vor das werden immer mehr.

TrailFloh
24-12-2012, 13:18
Naja, übern Sport definieren - schön und gut. Die Psychologe sagt ja, dass jeder Ansehen braucht, die einen holen sichs indem sie pro Wochenende mit wem herumvögeln, die anderen werden zu Worcaholics, der Dritte holt sichs übern Sport...aber es gibts genug Aufklärung (Dokus, Berichte, ect...), die die Folgen von Dopingmissbrauch aufzeigen - also zur Verbesserung des Selbstwertgefühls etwas wählen, das einen umbringen kann, ist krass.

Denke auch, dass Doping nicht nur im Hochleistungssport ist - siehe Möchtegern-Bodybuilder, wobei ich sogar so weit gehe und sage, dass es im Hobbsbereich - obwohls um aum was geht (geld, ect...) - noch gefährlicher ist, da kein medizinische Personal da ist. Hochleistungsathleten werden von vorne bis hinten überwacht - Hobbys nicht,

Denke auch, das ich unter die Kategorie "übern Sport definieren" falle :rolleyes:, aber was bringts mir wenn die Leut über mich reden weil ich im Sarg liege??

luis31
25-12-2012, 22:02
Schauts her, es draht einen von 10.000 amateur/halbprofis (wie wir sie auch immer betieteln) möchte gern dopern auf.....
da ist die gefahr dass einem, beim fischen im trüben wasser etwas passiert, prozentuel sehr gering.... und läßt sich leicht mit dem gewissen vereinbaren....

großteils dopen sie ohne ärtzliche betreuung, wahl und ziellos, manche sicher auch unmengen von dem zeug, bezogen über internet und dubiosen kanälen wo keiner nur ansatzweise weiß was drinnen ist....
diese variablen deuten aber bei diesen dunkle drogenring auf professionalität und guter strukturierung hin. Der höchst profitable sein muss, ansonst würde dieser ring nicht mit so wenigen toten auskommen....

und auch die letzten in dieser kette in den schwindligsten rad, lauf und triathlon, hobby und amateurrennen die sich aber auch alles einpfeiffen was sie bekommen, können sich dadurch sicher sein.... es wird schon nichts passieren.

das gewissen mit dem abgetan die anderen machen es ja auch und nehmen doch viel mehr....

achtung alles nur mmn...

TrailFloh
26-12-2012, 10:04
Der akute Tod durch Doping ist auch eher nur die Ausnahme, aber wer beachtet die Langzeitfolgen?
Genauer gesagt, ist man sich bei den meisten Mitteln nicht mal heute noch (medizinisch) zu 100% sicher, was einen im Alter bei längerfristiger Einnahme erwartet.

Von EPO weiß ichs nicht, aber beispielsweise Anabolika zeigt langfristig böse Auswirkungen. Bodybuider aus der Anabolikaära (Arni) haben heute im Schnitt eine Lebenserwartung von 60 Jahren, auch wenn sie vor langer Zet damit aufgehört haben. Also der, der wegen einer "Überdosis" plötzlich umkippt, ist nur ein Teil des Ganzen.

g-rider
26-12-2012, 10:20
Und nachdems bei den Rennen keine Dopingkontrollen gibt, ist die Hemmschwelle verbotene Mittel zu nehmen sehr gering und somit steht den Hobetten Tür und Angel zur grossen Welt des Dopings offen. Einfach Idioten.:screwy:

Weight Weenie
26-12-2012, 11:51
Bezugsquellen? z.B. Ephedrin (Arsan) gabs in der Türkei zum Spottpreis ohne Rezept in der Apotheke

Was das bringen soll weiß ich bis heute nicht?

Ich hab das vor Jahren mal bekommen von einem damaligen Arbeitskollegen, im Training ausprobiert und mir hats nichts gebracht.

Der Puls knallt nach oben und irgendwie ist die ganze Fahrt nur stressig wie Sau.

Das müsstest du schon im Training so oft nehmen, damit du im Wettkampf überhaupt vernünftig damit umgehen kannst, ob das Zielführend ist ist eine andere Frage.



Testo und andere Kraftmacher sind da sicher zielführender - Spritzenangst kann hier halt blöd sein. :D

aber beispielsweise Anabolika zeigt langfristig böse Auswirkungen. Bodybuider aus der Anabolikaära (Arni) haben heute im Schnitt eine Lebenserwartung von 60 Jahren, auch wenn sie vor langer Zet damit aufgehört haben. Also der, der wegen einer "Überdosis" plötzlich umkippt, ist nur ein Teil des Ganzen.
Das ist ja auch die ganz große Märchenstunde und da wird irgendwas nachgeplappert was du mal irgendwo gelesen hast von einer zwielichten Stelle. ;)

Tatsache ist dass die großteils alle noch am Leben sind und gut beinander - abgesehen von groben Gelenksproblemen und anderen körperlichen Wehwehchen die eben nicht ausbleiben bei einem Spitzensportler im Kraftsportbereich.

Dass Arnie was am Herzen hat kann hunderte Ursachen haben - mein Nachbar wäre auch fast gestorben wegen Herzstillstand und hat nie Sport gemacht oder Anabolika genommen.

luis31
26-12-2012, 12:10
Einen beweis gibt es nicht und wird es nie geben!!! Nur für mich ist es schon komisch das einer der dopt bis er stirbt (sicher auslegungssache) in vielen rennen zwar oft erster in seiner altersklasse, aber gesamt nicht mal unter den ersten 10 zu finden war?!

und ephedrin ist wie koffein zu sehen nur mit viel höherer wirkung
@simplonthepride bitte keinen genauen details.... nachahmer sind doch überall ;)

TrailFloh
26-12-2012, 12:37
Das ist ja auch die ganz große Märchenstunde und da wird irgendwas nachgeplappert was du mal irgendwo gelesen hast von einer zwielichten Stelle. ;)

Tatsache ist dass die großteils alle noch am Leben sind und gut beinander - abgesehen von groben Gelenksproblemen und anderen körperlichen Wehwehchen die eben nicht ausbleiben bei einem Spitzensportler im Kraftsportbereich.

Dass Arnie was am Herzen hat kann hunderte Ursachen haben - mein Nachbar wäre auch fast gestorben wegen Herzstillstand und hat nie Sport gemacht oder Anabolika genommen.

Dann dreh ich den Spieß jetzt um und frage dich nach deinen Quellen, dass "alle noch am Leben sind und gut beienander". Klar gibts Krankheiten, die auch andere Ursachen haben können (und Teils auch haben) - aber dann kann ein Raucher mit Lungenkrebs auch sagen, dass die Ursache rein im Feinstaub des Straßenverkehrs zu finden ist, und nicht im Rauchen.

Hier meine zwielichtigen Quellen: :)

http://www.youtube.com/watch?v=srLwaN_xL4w
http://www.nada.at/de/menu_2/medizin/risiken-und-nebenwirkungen/marketshow-s1.-anabole-substanzen

Weight Weenie
26-12-2012, 16:57
Dann dreh ich den Spieß jetzt um und frage dich nach deinen Quellen, dass "alle noch am Leben sind und gut beienander". Klar gibts Krankheiten, die auch andere Ursachen haben können (und Teils auch haben) - aber dann kann ein Raucher mit Lungenkrebs auch sagen, dass die Ursache rein im Feinstaub des Straßenverkehrs zu finden ist, und nicht im Rauchen.

Hier meine zwielichtigen Quellen: :)

http://www.youtube.com/watch?v=srLwaN_xL4w

http://www.nada.at/de/menu_2/medizin/risiken-und-nebenwirkungen/marketshow-s1.-anabole-substanzen

Glaub bitte was du willst - du kennst Filme und Berichte von Anti Doping Seiten und ich kenne die Sportler halt persönlich weil ich mich derzeit mit nichts anderem beschäftige.

Es soll ja auch nichts verharmlost werden, es krepieren sicher genug Sportler an Dopingmitteln - nur die Märchen dass das der Standard ist ist sicher falsch.

Bodybuilder wissen großteils schon was sie tun, sind extrem belesen und werden auch weitgehend perfekt betreut um Nebenwirkungen fast zur Gänze ausschließen zu können.

Die wilde Zeit wo sich Leute wie ein Andreas Münzer solche Pläne ( http://rbbgear.blogspot.co.at/2011/03/andreas-munzer-death-stack.html ) gegeben haben sind definitiv vorbei.


Heutzutage wird vermehrt nur mehr mit Testo und Wachs gefahren.


Ephedrin sollte eigentlich überhaupt kein Thema mehr sein weil es den Hersteller dafür ja nicht mehr gibt. Zum abnehmen (für das es oftmals verwendet wurde) ist Clenbuterol ohnehin die bessere Wahl.

Dazu braucht man ja nur spanisches Rindfleisch kaufen - wie Contador sagen würde. :D

Weight Weenie
26-12-2012, 17:08
Wie auch immer, jeder soll sich reinpfeiffen was er will solange er nicht andere damit schädigt
So ist es.

Mir sind die Sportjunkies 3mal lieber wie der angesoffene Jäger der aus Versehen seinen Kollegen abballert und angesoffen am Wochenende seine Frau und die Kinder quält. ;)

TrailFloh
26-12-2012, 19:19
Kannmich jetzt nicht daran erinnern, gesagt zu haben, daran zu krepieren sei der Standard - im Gegenteil, habe weiter oben sogar geschrieben, dass die (plötzlichen) Dopingtoten sogar eher die Ausnahme sind. Dazu gibts leider wohl im Endeffekt keine brauchbaren Statistiken, da wie gesagt Langzeitfolgen nicht berücksichtigt werden - bzw vielleicht auch nicht immer als Folgen von Doping erkannt werden.

Auch rede ich nicht von den Profis, sondern von den Hobbys und Amateuren, die werden überhaupt nicht betreut. Und deren Belesenheit beschränkt sich meist wohl auf Artikel der Men`s Health, aber eher weniger aus der Wissenschaft.

Ich komme beruflich auch aus dem Sportbereich und kenne den einen oder anderen Sportler, aber dass du oder ich "die Sportler" - und damit spreche ich den Sportbereich weltweit an - kennen, halte ich für übertrieben. Oder kennen wir die Dunkelziffer z.B. aus China, wo Sportler systematisch ohne Rüchsicht auf Gesundheit und quasi ohne Kontrollen gedopt werden? Dass sie also alle gesund alt werden halte ich für das gleiche Märchen wie alle sterben daran.

Die NADA Austria bezieht ihre Aussagen auch aus möglich qualitativen Untersuchungen, nicht aus der HEUTE....

Nix für ungut, aber glaube bei dem Thema sind wir anderer Meinung :)

P.S. Jeder soll sich reinhauen was er will, ist seine Sache - da habt ihr Recht

Weight Weenie
26-12-2012, 21:52
Auch rede ich nicht von den Profis, sondern von den Hobbys und Amateuren, die werden überhaupt nicht betreut.

Ach so - ich dachte du meinst mit "Bodybuider aus der Anabolikaära (Arni)" schon eher den pro Bereich bzw. eben die Bodybuilder rund um Arni, zu deren Zeit.

Soweit sind unsere Meinungen vermutlich nicht auseinander - im Internet ists halt immer wieder schwierig sinnvoll miteinander zu diskutieren.



Edit. Und was bei der NADA für Kasperln sitzen beweisen sie ja immer wieder mehr als Eindrucksvoll :D

TrailFloh
26-12-2012, 22:18
Ach so - ich dachte du meinst mit "Bodybuider aus der Anabolikaära (Arni)" schon eher den pro Bereich bzw. eben die Bodybuilder rund um Arni, zu deren Zeit.

Soweit sind unsere Meinungen vermutlich nicht auseinander - im Internet ists halt immer wieder schwierig sinnvoll miteinander zu diskutieren.

Edit. Und was bei der NADA für Kasperln sitzen beweisen sie ja immer wieder mehr als Eindrucksvoll :D

Ja, da hast wohl Recht...war vielleicht auch nicht ganz schlau ausgedrückt; mit Anabolikaära hab ich generell die Zeit der 70-90er gemeint, wo das eben stark vertreten war.

So, jetzt lass ich mal die atze aus dem Sack: Bin freier Mitarbeiter der NADA im Raum Tirol/Vorarlberg; da so weit weg von der Wiener Zentrale kenn ich nur einen Teil der Leute, die dort sitzen - und die Kommentare hätte sich die Rechtskommission (Fall Hoffmann) als sie sich unbeachtet gefühlt haben durchaus sparen können. Wenn du das meinst mit "Kasperl" - ok, verständlich.

Kann dir aber versichern, dass so manches in den Medien stark verdreht dargestellt wird, bzw. auch einiges aufgrund von verschiedenen internen Gründen auch nie so an die Öffentlichkeit gelangt, wie es sollte. Jedoch machen die Leute dort (zumindest in dem Bereich wo ich tätig bin) einen durchaus guten Job - leider kämpfen sie oft gegen Windmühlen; und auch gegen das Unverständnis so mancher übergewichtigen vorm-Fernseher-bei der Sportübertragung-Chipsfressenden "Sportfans", da ihr Idol plötzlich angeblich ein Betrüger sein soll....

Weight Weenie
26-12-2012, 23:12
Interessant! ;)

Was ich mit Kasperln gemeint habe hast du sehr gut durchschaut :D

TrailFloh
26-12-2012, 23:45
War nicht schwer^^

Naja, eig. hätten sie ja nicht aufgenommen werden dürfen (rechtlich), deshalb haben sie sich unbeobachtet gefühlt und mal ein paar blöde Witze gerissen. Nicht ok, aber solangs auf die Urteilsfindung keinen Einfluss hat, wärs eig. egal...

Seis wies sei, die Rechtskommission wurde komplett ersetzt, und mal schaun was die Zukunft unterm neuen Geschäftsführer bringt...

TrailFloh
27-12-2012, 09:59
Schwer zu sagen, wie gesagt die Arbeit ist lange nicht so, wie sie öffentlich gerne dargestellt wird. Die Leute der Rechtskommission - weder alt noch die neue - kenne ich nicht, der Geschäftsführer macht einen durchaus kompetenten und menschlichen Eindruck. Aber wie gesagt - abwarten was kommt

TrailFloh
27-12-2012, 10:18
Genau da will er ansetzten,ist aber keine leichte und vor allem langwierige Aufgabe...die Medien und die menge der Passivsporter, die zu ihrem Idol halten, ist groß...

TrailFloh
27-12-2012, 10:47
Ist eine interessante Aussage, werd ich im Kopf behalten und gegebenenfalls mal zur Sprache bringen, wenn daran nicht gedacht wird. Bezüglich dessen, würde mir auch etwas bei der Agentur einfallen, das mich selbst nicht gerade positiv überrascht hat, behalte ich aber hier lieber für mich.

Danke jedenfalls für die Glückwünsche, denke die werden gebraucht :(

GerhardS
27-12-2012, 19:47
Auch ich wünsche Dir alles Gute!
Und glaube mir: In den 80ern und Anfang der 90er war es möglich, wirklich absolut ohne irgendetwas zu nehmen, in der österreichischen Spitze mitfahren zu können.
Dann kam die Epo-Welle. - Das hat wirklich alle Grenzen gesprengt und ist auch sehr gut in der Biographie von Laurent Fignon nachzulesen.
Heute stehen ja nur mehr negative Radsportberichte in der Zeitung.
Nur Doping will keiner und ohne geht`s scheinbar nicht, weil das nicht erwünscht ist.
Dann lasst halt die "Idole" in Ruhe.
Aber schafft eine Alternative!!!
Eine Klasse die beinhart kontrolliert wird und wo auch Ungedopte eine Chance haben.
Es sollte doch auf dieser Welt möglich sein, dass diese beiden Welten friedlich nebeneinander existieren.
Da müssten sich halt alle einig sein ...
(viel Spaß :))

Weight Weenie
27-12-2012, 19:52
Aber wer sollte diese Kontrollen bezahlen - so wird man argumentieren :(

Und selbst wenn - die Gentechnik soll doch angeblich schon Einzug halten......

Aber geil wäre das schon - dann schau ich mir auch wieder Radrennen an.

Endlich mal wieder ein Sieger am Podium der es 2 Jahre später auch noch ist, das wäre echt mal was ganz anderes!

TrailFloh
28-12-2012, 11:49
Auch ich wünsche Dir alles Gute!
Und glaube mir: In den 80ern und Anfang der 90er war es möglich, wirklich absolut ohne irgendetwas zu nehmen, in der österreichischen Spitze mitfahren zu können.
Dann kam die Epo-Welle. - Das hat wirklich alle Grenzen gesprengt und ist auch sehr gut in der Biographie von Laurent Fignon nachzulesen.
Heute stehen ja nur mehr negative Radsportberichte in der Zeitung.
Nur Doping will keiner und ohne geht`s scheinbar nicht, weil das nicht erwünscht ist.
Dann lasst halt die "Idole" in Ruhe.
Aber schafft eine Alternative!!!
Eine Klasse die beinhart kontrolliert wird und wo auch Ungedopte eine Chance haben.
Es sollte doch auf dieser Welt möglich sein, dass diese beiden Welten friedlich nebeneinander existieren.
Da müssten sich halt alle einig sein ...
(viel Spaß :))

Ja, die EPO-Welle hat definitiv viel verändert - auch wenns sicher davor auch schon mit anderen Mitteln versucht wurde, aber vielleicht nicht so effektiv.

Naja, die Medien brauchen entweder neue Rekorde oder einen handfesten Dopingskandal, um etwas zu berichten zu haben. Vielleicht sind wir eher die Ausnahme, leider wollen die meisten leute was außergewöhnliches hören, und nichts "alltägliches". Aber neue Rekorde sind nicht Anti-Doping fördernd...


Die Idole in Ruhe lassen ist schwer, auch wenn sie einges geleistet haben, kann man ihnen keinen Freibrief geben. Und zwei Klassen zu schaffen, machts denke ich auch nicht besser, dann wie lange wirds dauern, bis der erste aus der "Dopingklasse" wegen Misserfolg (nicht ganz sauber) in die andere Klasse wechselt? beinharte Kontrollen sind schön und gut, leider ist Tatsache, dass der Doper immer einen (kleinen) Schritt vorm Tester sein wird, da immer wieder Mittel zur Anwendung kommen, die neu am Schwarzmarkt sind. Auf dieses Mittel muss man erst mal aufmerksam werden, und meist auch erst einmal ein Testverfahren dafür entwickeln. Daran wird zwar laufend (immer wieder erfolgreich - Beispiel Kohl) gearbeitet, leider ist ein zu 100% sauberer Sport kaum möglich. Und damit werden sich die Klassen erst wieder vermischen.

Ausserdem muss man zur derzeitigen Situation sagen: DTL, Ö und die Schweiz haben die effektivsten Kontrollsysteme, wobei Ö am meisten Budget umgelegt auf den (kleinen) Testsportlerpool hat. Wenn ich bei Nachwuchssportveranstaltungen bin, erlebe ichs nicht selten, dass eine Kontrolle auftaucht. Es wird natürlich an Verbesserungen gearbeitet, trotzdem ist unser System Vorreiter...

Naja, bin selbst neugierig wies weitergeht....

GerhardS
28-12-2012, 22:01
Ja, die EPO-Welle hat definitiv viel verändert - auch wenns sicher davor auch schon mit anderen Mitteln versucht wurde, aber vielleicht nicht so effektiv.
Lt. Fignon gab es vor der Epo-Zeit nichts was aus einem Durchschnittsfahrer einen Weltklassefahrer hätte machen können.
Und diese Meinung hatten damals auch die österreichischen Nationalteamfahrer!


Und zwei Klassen zu schaffen, machts denke ich auch nicht besser, denn wie lange wirds dauern, bis der erste aus der "Dopingklasse" wegen Misserfolg (nicht ganz sauber) in die andere Klasse wechselt?
... leider ist ein zu 100% sauberer Sport kaum möglich. Und damit werden sich die Klassen erst wieder vermischen.
Es wird natürlich an Verbesserungen gearbeitet, trotzdem ist unser System Vorreiter...

Begründeter Wechsel zwischen den Klassen wäre ja OK. In den 80ern/frühen 90ern gab es die Profi-Klasse und die Amateur-Klasse.
Ich kenne Fahrer die es damals kurz bei den Profis probiert haben.
Einer kam gleich zurück nachdem sie ihm dort sagten, er solle (so zum Einstieg) täglich 18 Pulverln schlucken.
Er sagte "da pfeif ich doch drauf" und gewann weiter seine Amateurrennen.
Super-Einstellung - für uns echt ein tolles Vorbild! - Und das war auch für die Medien und Sponsoren OK. - Die ließen uns leben.
Zukünftig müssten halt gedopte Fahrer aus der "geschützten Klasse" beinhart rausfliegen (Kontrolle/Indizien/begründeter Verdacht) bzw. wären sie dort sicher menschlich nicht geachtet.
Ihr Zuhause wäre die ungeschützte Klasse und dort sollen sie weiterhin nach Weltrekorden jagen.
Die Wirtschaft, die Politik, die Medien (und bis zu einem gewissen Grad auch wir) brauchen Weltrekorde!
Und wenn die Sieger der "ungeschützten Klasse" ohne Angstschweiß am Siegerpodest stehen. - Wäre doch für alle OK - oder?
Schwerpunkt der Dopingkontrollen sollte die geschützte Klasse sein.
Damit könnte man wieder junge Leute zum Radsport bringen und auch politisch gäbe es 2 Möglichkeiten je nach Bedarf mal mehr mal weniger zu fördern.
Den heutigen Krieg kann doch eh keiner gewinnen! - Da gibt`s nur Verlierer.
Alles Gute und viel Glück! :)

TrailFloh
03-01-2013, 21:48
Lt. Fignon gab es vor der Epo-Zeit nichts was aus einem Durchschnittsfahrer einen Weltklassefahrer hätte machen können.
Und diese Meinung hatten damals auch die österreichischen Nationalteamfahrer!

Begründeter Wechsel zwischen den Klassen wäre ja OK. In den 80ern/frühen 90ern gab es die Profi-Klasse und die Amateur-Klasse.
Ich kenne Fahrer die es damals kurz bei den Profis probiert haben.
Einer kam gleich zurück nachdem sie ihm dort sagten, er solle (so zum Einstieg) täglich 18 Pulverln schlucken.
Er sagte "da pfeif ich doch drauf" und gewann weiter seine Amateurrennen.
Super-Einstellung - für uns echt ein tolles Vorbild! - Und das war auch für die Medien und Sponsoren OK. - Die ließen uns leben.
Zukünftig müssten halt gedopte Fahrer aus der "geschützten Klasse" beinhart rausfliegen (Kontrolle/Indizien/begründeter Verdacht) bzw. wären sie dort sicher menschlich nicht geachtet.
Ihr Zuhause wäre die ungeschützte Klasse und dort sollen sie weiterhin nach Weltrekorden jagen.
Die Wirtschaft, die Politik, die Medien (und bis zu einem gewissen Grad auch wir) brauchen Weltrekorde!
Und wenn die Sieger der "ungeschützten Klasse" ohne Angstschweiß am Siegerpodest stehen. - Wäre doch für alle OK - oder?
Schwerpunkt der Dopingkontrollen sollte die geschützte Klasse sein.
Damit könnte man wieder junge Leute zum Radsport bringen und auch politisch gäbe es 2 Möglichkeiten je nach Bedarf mal mehr mal weniger zu fördern.
Den heutigen Krieg kann doch eh keiner gewinnen! - Da gibt`s nur Verlierer.
Alles Gute und viel Glück! :)

Hm, ja, im Prinzip hast du absolut Recht - aber wie gesagt, denke nicht, dass man die "geschützte" Klasse zu 100% sauber bekommen würde, aber selbst wenn, tun sich in der "ungeschützten Klasse" einige Schwierigkeiten auf:

- Wenn man absolut keine Limits und Verbote festlegt werden die Sportler in nicht allzuweiter Ferne zu "Versuchskaninchen" - neue, auf Nebenwirkung quasi kaum getestete Mittelchen werden noch mehr zum Einsatz kommen als jetzt, denn "die Konkurrenz hat sicher auch etwas wirksames". Dass es genug Risikofreudige gibt, die nicht auf sich selbst schauen, hat ja eben der Tote in DTL gezeigt. Wie lange wird es also dauern bis der erste Schäden pder gar den Tod davonträgt?

Weiterführend: Wie wirkt sich das am Sportnachwuchs aus - welche Eltern wollen ihre Kinder noch in einem "Beruf" sehen, wo ein wohl nicht geringes Risiko besteht? Vielleicht stirbt diese Klasse dadurch schneller als man denkt.

Wenn man also deshalb in der "ungeschützten Klasse" deshalb wieder gewissen Limits einführt, fängt das Mittelchen-nehmen am oder übern Limit wieder vorm neuen an - genauso wies in der "geschützten Klasse" wäre.

Seis wies sei - solange Limits existieren - gleich in welchem Strengheitsgrad - werden sie bis an die grenzen und etwas darüber hinaus ausgenutzt werden. Ja, den jetztigen Kampf kann man vielleicht nicht gewinnen; aber ich wüsste keine optimalere Lösung, als das Beste daraus zu machen...

Weight Weenie
04-01-2013, 09:12
Weiterführend: Wie wirkt sich das am Sportnachwuchs aus - welche Eltern wollen ihre Kinder noch in einem "Beruf" sehen, wo ein wohl nicht geringes Risiko besteht? Vielleicht stirbt diese Klasse dadurch schneller als man denkt.

Das befürchte ich auch! Aus diesem Grunde bin ich auch seit Jahren gegen eine freigabe von Dopingmitteln.

Es wird dann wohl so werden wie im BodyBuilding Bereich wo viele erst im erwachsenen Alter so richtig anfangen und dann dafür bis 40 oder darüber auf der Bühne stehen.

BMC Racer
24-07-2013, 22:11
Halte vom Doping wie vom Profi-Leistungssport eh nicht viel. Das ist was für komplette Droddeln. Die sollen sich alle kaputt-schinden und mit Ende 40 auf Krücken herum latschen, die ganzen Voll-Deppen


Was das Thema Doping betrifft - sowohl als Amateur als auch Profi - gab und gibt es bei mir auch keine Ausnahmen und ich verabscheue es.

Wie du zum Leistungssport stehst ist auch deine Anschauung.

Aber wie du jedoch dazu kommst, Leistungssportler (als Trotteln die sich alle kaputtschinden sollen usw.) zu beschimpfen geht m.M. doch etwas zu weit.
Normalerweise gehe ich auf solche (teils unüberlegte) Statements nicht ein, aber es ist mir in diesem Fall ein Bedürfnis - auf so etwas zu antworten, zumal es einige (Ex)Leistungssportler hier gab oder gibt und die nicht beschimpft werden wollen.


LG BMC Racer

BMC Racer
24-07-2013, 23:24
Dann zahlst du dir wirklich alles selbst wenn es dich im Wald/Gebirge aufbrezelt und du ärztliche Hilfe benötigst??? Soviel zum Thema Allgemeinheit.

Den Rest werde ich nicht weiter kommentieren.

AFX
25-07-2013, 10:42
Ist so. Schau dich doch mal um....

klingt ziemlich verbittert.
willst drüber reden? :stichl::zwinker:

nimm die sachen nicht zu ernst alter...sonst bist nämlich genau am gleichen weg unterwegs wie die ganzen extrem-ehrgeizler...:wink: