PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Irland: Beara Halbinsel



Rasu
19-03-2013, 14:35
So, uebers Osterwochenende wirds endlich Zeit fuer die erste kleine Radtour des Jahres, werd von Cork ein Stueck in den Suedwesten radeln und dann ein paar Tage an der Kueste entlang bzw. durch die Berge fahren, leider hab ich nur von Freitag bis Montag Zeit, aber ja, besser als nix.

142420

Ungefaehre Route hab ich mir schonmal zurechtgelegt, wobei, sobald man mal an der Kueste ist kann man sich eh schwer verfahren.

Ueber den Healy Pass will ich gern, scheint ne sehr schoene Gegend zu sein., Ich freu mich jedenfalls und werde berichten und ein paar photos gibts sicher auch wen ich zurueck bin

Golo
20-03-2013, 09:42
Interessante Gegend.- gute Fahrt. Wie viel hast du denn für den Flug bezahlt ?

Rasu
20-03-2013, 10:08
Ich bin letztes Jahr ausgewandert und lebe auf der Insel. Solang ich hier bin will ich mir die schönen ecken hier erradeln, und abgesehen von kleinen Tagestouren ist das jetzt mal der Anfang, bei nächster Gelegenheit kommt Kerry im Südwesten dran .....

wo-ufp1
20-03-2013, 13:40
Cool :cool:.
Fährst die Strecke mit dem Rennrad? We all need to share the road :D.
Weißt du vielleicht wie es dort mit MTB aussieht?

Rasu
20-03-2013, 13:53
Ich werd mit meinem Surly Troll (zur Zeit noch 26 Zoll) fahren, aber vermutlich die Strassenbereifung drauflassen (wobei ich noch ein bisserl ueberlege ob nicht vielleicht ans Vorderrad ein Gummi mit Profil kommt.)

Je nach wettersituation werd ich schon ein paar abstecher von der asphaltpiste machen, aber mit dem ganzen campinggepaeck und suboptimaler Bereifung hab ich keinen bock auf schlammschlachten

Was ich im irischen Forum so herausgefunden hab gibts schon tolle trails, aber genaueres kann ich erst sagen wen ich vor ort war. die Gegend sieht jedenfalls traumhaft aus.

Meine bisherige Erfahrung in Irland ist aber dass es kaum feldwege gibt, und wen dann sind die fast immer hinter toren versperrt, den bauern scheints zwar ziehmlich gal zu sein ob man ueber ihre weiden latscht, solang man das tor wieder schliesst und die schafe nicht ausbuechsen aber die meisten dieser wege enden im nichts.

Es gibt den Beara Way, also einen Wanderweg der soweit ich das gesehen hab auch durchs Gelaende geht, den will ich zumindest teilweise beradeln.

in 2 Wochen weiss ich mehr

magas66
21-03-2013, 18:58
Idee gefällt mir - werde mit Freude Deinen Berichten und Fotos folgen - ich mag Irland :)

Rasu
21-03-2013, 23:55
Ich nicht:devil: aber ich darf das sagen, ich wohn ja auch hier....

magas66
22-03-2013, 06:41
ich nicht:devil: Aber ich darf das sagen, ich wohn ja auch hier....

:)

fredf
23-03-2013, 22:09
Je nach wettersituation werd ich schon ein paar abstecher von der asphaltpiste machen, aber mit dem ganzen campinggepaeck und suboptimaler Bereifung hab ich keinen bock auf schlammschlachten


Darfst sicher auch auf Dursey Island mit deinem Gaul - wenn schon Jungstiere Irland´s einzige Seilbahn benutzen dürfen :)
In Ö gäb´s für die wohl nicht mal ne Zulassung als Transportseilbahn *g*
142527
Ob bei meiner Überfahrt der strenge Geruch vom mitfahrenden Schäferhund, dem entsprechendem Schaf - oder dem seit einigen Tagen per pedes unterwegs befindlichen Belgier gekommen ist war für mich nicht eruierbar hab letzteren in Verdacht
142528

Viel Spass. Beara Island ist im Südwesten der schönste Fleck Irlands für mich

Und hier ein Bild von Bere Island - vorgelagert vor Castletown Bearhaven (mit der besten Chowder Soup in Murphy´s B&B and Restaurant
142529

Fotos von 11/2007 - war per Mietwagen und Tagestouren per Pedes auf Beara und Islands ringsum unterwegs.

Rasu
24-03-2013, 10:11
Na für ein gutes chowder lohnt sie der Trip auf die Insel auf jeden Fall. Hab einen Zusatztag frei bekommen und kann jetzt schon ab Donnerstag los:jump:
Die chancen für kleine Abstecher stehen also nicht schlecht

Rasu
27-03-2013, 23:05
In den fruehen Morgenstunden will ich aufstehen, eine letzte warme Dusche und dann gehts los.

Die Ausruestung steht, der Trainingszustand ist als laecherlich zu bezeichnen, insofern bin ich froh wen ich morgen Glegarriff erreiche, eigentliches Ettapenziel waere Adrigole am Fusse des Hungry Hill, aber das sind dann doch ueber 100 km und das letzte mal dass ich eine so lange Strecke am Stueck gefahren bin ist schon ein Weilchen her, ein paar Huegeln wollen auch bezwungen werden, also immer mit der Ruhe.

Bin ja jetzt immerhin 30 jahre alt, da kann ichs schon ruhiger angehen.

Die Kette ist geoelt, dem Stadtradl hab ich die Plastikkotfluegel und die Barends entrissen, by the way ein Hoch auf die klugen Leute bei Magura, das Double Arch design und ein paar kabelbinder machen sinvolle Kotfluegelmontage moeglich. Eigentlich wolt ich ja die Stargabel und fixe Bleche montieren, aber die ist noch in Oestereich.
142624

Auch das Usb-Werk zur mobilen Stromversorgung hats leider nicht rechtzeitig zu mir geschafft, bei amazon bestelt vor fast 10 Tagen, das haete sich ausgehen sollen.
Was solls, wirds halt kein Livebreicht, aber Photos machen und ein kleines reisetagebuch hier einstellen werd ich trotzdem sobald ich zurueck bin.

Die Vorzeichen stehen nicht ganz so gut wie erhofft, das wetter koente gut werden mit regen ist zu rechnen, Schnee nicht unwahrscheinlich. Campieren in den Bergen wird ein kalter Spass, daher hab ich zusaetlich noch eie Decke und waermeres Gewand eingepackt.Soviel gepaeck wolt ich eigentlich nicht mitschleppen, aber gut, erfrieren will ich auch nicht.

142625

magas66
28-03-2013, 08:31
na dann wünsch ich Dir eine schöne Tour und gutes Wetter mit wenig Wind und keinen Regen/Schnee :)

im Wiener Raum hats in den letzten Tagen schon wieder geschneit, und es ist ein bisserl frisch. Dzt. scheint die Sonne, aber fürs Wochenende ist schon wieder Schnee bis in die Niederungen angesagt :(

johannes7
29-03-2013, 17:00
Die Route sieht interessant aus. Bitte unbedingt berichten und Fotos zeigen. Gute Fahrt!

Rasu
02-04-2013, 00:15
Nach 5 wunderschönen aber auch extrem anstrengenden Tagen bin ich wieder in meiner schönen warmen wohnung und hoffe das die Kälte bald aus meinen Gebeinen weicht.
Wie versprochen gibts hier einen kurzen Reisebericht und ein paar Bilder. Leider werden die Photos der Landschaft nicht annähernd gerecht. Es ist eine seltsame Schönheit, karg und kantig würde ich sagen. Man hat immer wieder den Eindruck hoch in den Bergen jenseits der Baumgrenze zu sein, dabei war ich nie mehr als 400 m über dem Meer. Gesamt bin ich mit an und Abreise aus Cork 300 km greadelt und hab dabei 5200 Hm überwunden.
Zugegebenermassen ist mein Fahrra d dabei oft zum Packesel mutiert und hat brav mein Gepäck getragen während ich es die teils doch recht steilen Anstiege raufgeschoben hab. Für gemütliche Ausflüge mit der Familie ist das nix, um den Beara Cycling Way, der übrigens sehr gut beschildert ist zu bewältigen muss man schon halbwegs fit sein.
Ich bin das ja nicht im Moment, daher hab ich auch ordentlich gelitten. Abschnittsweise wollt ich mich schon zum Sterben an den Strassenrand legen, vor Allem an Tag 4 als es bei dauerregen und orkanatigem wind einen der längsten Anstiege hinaufging. Oben am Berg gabs dan auch noch schnee/regen/hagel misch der sich anfühlt wie tausend kleine Nadelstiche im Gesicht.
Trotzdem hat es sich gelohnt, teilweise hatte ich trotz brennenden Beinen und klirrender Kälte einen Dauergrinser im Gesicht weil hinter jeder Kurve ein dramatischerer Ausblick lag. Zwisvhendurch wird man am Weg auch immer wieder auf interressante Abstecher zu Steinkreisen ,Gräbern oder sonstigen Sehenswürdogkeiten hingewiesen. Hätte ich mehr Zeit gehabt wären auch Dinge wie Kajaking mit den Robben oder eine Bootsfshrt mit den Delphinen beworben worden, aber das ging sich für mich nicht aus.
Hab teilweise campiert was ich aber aufgrund von Kälte und Regen immer ein bisschen bereut hab und daher an den darauffolgenden Tagen immer in eines der zahlreichen B&Bs ausgewichen. Ein quartier zu bekommen war kein problem, es ist noch nicht unbedingt Hochsaison. Daher war auch nicht beonders viel Verkehr, die Beara Cycling Route verläuft entlang kleiner country Roads, wenn einem da ein Auto entgegen kommt wirds teils schon eng.
ab und an hab ich auch versucht den Wanderweg abzuradeln, da ist aber mit dem Bike oft recht bald endstation, der Wg führt oft durch die totale pampa, zwar stehen alle paar meter markierungen, ein weg ist aber nicht zu erkennen und so stapft man durch morastige wiesen und schafweiden. Oder man muss über tore klettern, was mit dem bike auch kein Spass ist.
Würde die Gegend jedem der in Irland ist ans Herz legen, selbst werd ich im Sommer wieder dort sein, dann aber im Rahmen einer ausführlichen Motorradtour die Küste entlang.
So zum Abschluss ein paar Bilder

tenul
02-04-2013, 00:24
Danke für den tollen Bericht und die Bilder!
Hab von Anfang an mitgelesen und mitgefiebert.
Das klingt nicht so, als wäre es immer wahnsinnig gemütlich gewesen.
Umso mehr Respekt für deine Leistung! :toll:

Rasu
02-04-2013, 01:05
Es war halt einfach immer kalt, viel Regen und viele Berge bzw. Hügeln die es abzustrampeln galt, konditionell hab ich da mehr abgebissen als ich schlucken konnte, aber schön wars trotzdem...
Noch paar photos, leider sind die wie gesagt nicht halb so toll wie die landschaft dort.

Golo
02-04-2013, 08:59
Ich bin überzeugt - da muss ich hin...

Schade dass das Wetter nicht so ganz mitgespielt hat - aber tolle Fotos !

magas66
02-04-2013, 09:10
danke für den Bericht und die super Fotos :toll:

schade, daß das Wetter nicht mitgespielt hat, Deine Tour und die Landschaft hätten sich schöneres Wetter verdient.

Agens
17-04-2013, 14:37
:thumbup: für den Bericht und das Durchhalten bei dem Wetter.

sedi
24-04-2013, 16:51
Danke für die Impressionen, wirklich toll.:klatsch: Irgendwie habe ich den Eindruck, dort regnet es immer. Stefan Stuntz aus dem Nachbarforum hat die Gegend ja auch schon unter die Stollen genommen und der Bericht war wettertechnisch sehr, sehr ähnlich! Landschaftlich weltklasse!

Rasu
24-04-2013, 23:37
Ja die Insel ist nicht berühmt für massiven Sonnenschein, aber ich habs mir schlimmer vorgestellt bevor ich hierher übersiedelt bin bis jetzt verläuft dr Frühling eigentlich sehr erfreulich. Auf dem Arbeitsweg werd ich am Radl meistens nicht nass, und auf meiner kleinen Tour hatte ich auch nur einen echten Regentag, zwischendurch immer wieder Schauer und viel Geniesele, aber auch ab und an kleine flecken blauen Himmels. Hm, vielleicht sinken auch nur meine Ansprüche nach 8 Monaten in Irland.:D