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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erzberg-rodeo



yellow
02-06-2013, 20:18
hoarte Hund, de Hund
:toll:
was mich da schon immer wundert:
von den Beendern sind viele entweder trial-affin, oder kommen ziemlich direkt vom Trial, trotzdem fahrn die dabei aber mit ner MX/Enduro.

Fehlt einer Trial die Power um die langen Schotteranstiege hochzukommen?
Oder der Speed um im Prolog eine gute Zeit zu machen?
Oder einfach der Tankinhalt, um das Rennen durchzustehen?

Denn - wenn das alles nicht ist - dann sollte eine Trial die Schlüsselstellen (Karls diner und alle von den kurzen, verblockten, kurvigen Anstiegen) doch ziemlich leichter machen
:confused:

bs99
02-06-2013, 20:43
Eine Trial geht max. 80 und ist generell nicht auf Speed ausgelegt.
Bei Prolog wirst dich damit kaum qualifizieren.
Wie es mit einer Trial bei langen Steilauffahrten aussieht weiss ich nicht, denke aber dass das nicht so gut geht wie mit einer Enduro.
Tankinhalt könnte auch schwierig sein.

ronnie
02-06-2013, 21:45
Als ein bißchen erfahrener, mehrmals dabei - bis in die 2 Startreihe geschafft - nie im Ziel- in der Nähe bei der Steilaufzug war spätestes Ende - hier meine Meinung.
Ohne Trailerfahrung und entsprechendem Talent, ist da nix zu machen. Diese Erfahrung musst du auf eine Sportenduro umsetzten, sonst geht da nix.
Zuerst würde man sich mit einer Trail schon mal net qualifizieren. Damals hat mich geärgert, das die MX-Fahrer schwer im Vorteil waren bei der Quali, und am Sonntag haben sie bei den leichesten Auffahrten Blut gespuckt und alles blockiert. Da stehst vor einem Hangerl, wo nur einer durchpasst. Die heizen hin, lassen das Moped einfach wegschiessen und hoffen auf einem Lift in Form eines Seils auf den Aufstieg. Da geht jedes mal ein paar Minuten verloren. Und da gehen 4h schnell vorbei. Ich glaub im Training wäre das meiste machbar. Du must wissen, du kannst meist net die ensprechende anfahrt nutzten, da drängeln alle vor. so stehen dann immer mehr und mehr, die Anfahrt für den Schwung wird immer kürzer und wie gesagt hoffen dann alle auf ein Seil von oben.
Ich kann mich erinnern, damals sind sogar Trailmotorräder eine halbe Stunden vor dem Start die Strecke vorgefahren, die sind eigentlich auch fast überall hochgekommen, außer der Hang war wirklich eeeeeland lang, da hat es schon bei der Anfahrtgeschwindigkeit gehappert. Da hat es Anfahrten mit 100kmh gegeben, also 4 Gang Vollgas rein, sonst bist verhungert. Beim Endurofahren ist Schwung das halbe Leben, wenn der passt kommst überall rauf, selbst wenn die letzten meter machmal senkrecht sind, net gelogen. Wenn ich heute die Aufnahmen auf Servus-Tv seh, da kannst auf den ersten metern sehen, ob einer raufkommt oder net, so gravierende Fahrfehler - a Wahnsinn!!! z.b Füsse müssen bei Auffahrt immmmmmer auf den Rasten stehen, sonst passt die Gewichtsverteilung net. Aber woher sollen die Motocrosser das auch wissen, die fahren sonst net solches extremes Gelände. Da gibts wirklich nur wenige Talente, die alles können. ein anderes Extrembeispiel war Hannes Brandauer, ein ca. 130kg bröckerl von Trailfahrer, der in der linken Arschbacke mehr Gefühl hat, als die meisten MXler im ganzen Körper. Wenn du den gesehen hast, da schallst du ab. Der hat Spuren fahren könnnen, die haben andere net amal als Spur gesehen!!
Tankinhalt ist überhaupt kein problem, wenn du halbwegs sturzfrei ins ziel kommst, also keinen Sprit über den Überlauf verlierst, brauchst vielleicht 3bis 4 Liter Sprit. Die paar Vollgaspassagen bei 30km, viel im Standgas rummtuckern, da brauchst fast nix.
Es gäbe noch viel zu erzählen.
Heute schon Freunden geschrieben, nach dem heurigen Eiermann in Klagenfurt wird alles verkauft und ein Moped kommt wieder ins haus. Na- Spaß.

yellow
03-06-2013, 15:36
hoarter Hund (wie schon getippt)
:toll:
also eh so ähnlich wie gedacht.


Aber eine Frage zu einem Teil Deines Posts:
mit einer Trial könnten die Ansteige auch mit weniger "Anlauf" gefahren werden?
Also sagen wir was echt langes wie Badewanne; ohne bis rauf in den 4., sondern mit nur ein paar freien Metern Angasmöglichkeit unten vorm Übergang zum Anstieg?
Obwohl loses Zeugs als Untergrund?

Wie isses mit den kurzen Anstiegen, wie z.B. ganz am Anfang (genannte 20 Meter Länge),
oder dem einen wo im TV genau das zu sehen war, was Du getippt hast ... enge Zufahrt, ganz kurzer Anlauf, Kraxn so weit wie möglich raufwerfen und dann Seil ... wenn da 5 meter sind, reicht das für eine Trial?
(= kann man sich da vorbeimogeln und dann "einfach" rauffahren, an den Seilfreaks vorbei? Da ist ja einer aus der letzten Startreihe fast bis ins Ziel gekommen, der muss das ja so gemacht haben). (?)
Macht da die verwendete, "übliche" 250er-350er einen Unterschied dazu?


PS: ich habs nur vorm Fernseher gesehen und bin - früher wie wirs noch sehr, sehr, sehr gelegentlich und selbstverständlich link gemacht haben - schon am Anstieg hier in der Schottergrube (wie der Startanstieg) kläglich gescheitert, während meine GXR (mit besserem Fahrer), die XT und natürlich die LC4 dort locker raufgekommen sind, also bitte für Laien schreiben
:rolleyes:

Karl_rudolf
03-06-2013, 17:53
Schwung, Herz und Hirn - ich denke das sind Maßgebliche Komponenten beim Enduro. Erfahrung nicht zu vergessen.
Beim Erzberg kommt, meiner Erfahrung nach, eines dazu: Das ist Rücksichtslosigkeit. Und die hat nicht jeder ....

Der Erzberg ist IMHO nicht das was ich unter Enduro verstehe. Wenn ich von 4h Zeitkontingent 3h als Stand- und Wartezeit verbringen muss weil sich die MX Fuzzis auf (mehr oder weniger) simplen Hängen aufarbeiten, dann ist das nicht das wofür ich bezahle. Zuviel Show, zuwenig Enduro.
Die Veranstaltung hat ihren Stellenwert in der Szene, das ist OK und hat sie sich verdient. Aber ausverkauft ist sie auch ihne mich.