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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vor Zebrastreifen



JIMMY
16-06-2013, 09:29
sehr oarg - könnt von mir sein :toll:

Ich fahre manchmal bei Rot und gegen Einbahnen, schlängle mich an Kolonnen vorbei, fahre kurz auf Gehsteigen und durch Fußgängerzonen – immer so, dass ich weder mich noch andere gefährde. Aber in einem bin ich konsequent gesetzestreu: Ich bleibe vor Zebrastreifen stehen, wenn Fußgänger queren wollen. Die meisten Fahrradfahrer tun das nicht.
Das merkt man schon an den Reaktionen der Fußgänger: Erstaunte, oft ungläubige Blicke, ein freundlich-schüchternes Winken, dass ich doch weiterfahren soll, manchmal sogar ein mürrisch gemurmeltes „des ist der erste Radler, der stehnbleibt“.
Jeder dieser Begegnungen wird zu einer Geste der Versöhnung zwischen den beiden schwächeren Parteien im Straßenverkehr. Jedes Mal wird etwas Goodwill geschaffen. Und der Zeitverlust ist minimal.
Deshalb meine Bitte an alle Radlerkollegen: Bitte bleibt diesen Sommer ganz bewusst stehen – und danach auch. Damit können wir Zehntausende Wiener davon überzeugen, dass Radler und Fußgänger gut zusammenleben können, ja sogar am gleichen Strang ziehen. Das kann helfen, die Spannungen rund um die fahrradfreundliche Verkehrspolitik der Wiener Stadtregierung deutlich zu mildern.




http://derstandard.at/1371169600118/Radler-Appell-an-die-Radler

handhab das mitn auto aber auch so ;) sollte ich mal in der stadt unterwegs sein

grey
16-06-2013, 09:40
Abgesehen vom bei Rot fahren, handhabe ich das auch so.. zmd. wenn ich mir einigermaßen sicher bin, dass nicht ein knapp nachfahrendes auto die Fußgänger niedermäht wenn ich stehn bleib und ihnen deut "gehts bitte!".

Das ist eigentlich das größte Problem beim eigentlich selbstverständlichen Fußgänger über den Zebrastreifen lassen.
War schon einige male so, dass ich stehn bleib und deuten will und gerade noch merk wie hinter mir einer mal fest aufs Gas steigt damit er vorbei pressen kann..



Im 19. sind halt Fußgänger noch weniger wert als im Rest Wiens, da sollte man froh sein, dass man es lebendig bis zum Gourmet Spar schafft.. :p

OliverXP
16-06-2013, 10:27
Die STVO gilt fürs Fahrrad gegenüber dem Fußgänger wie fürs Auto und auf dem Schutzweg hat der Fußgänger immer Vorrang und das Recht die Straße in seinem Tempo zu überquehren.
Was mich aber nervt sind Fußgänger die sich an einer leeren roten Ampel auf die Radspur genau vor mich hinstellen. Wenn die Kreuzung voll ist und wie gestern bei der Regenbogenparade einfach haufenweise Menschen an einem Fleck sind geht es eben nicht anders das sehe ich ein. Wobei die Leute gestern bei der Parade ausgesprochen freundlich waren. :)

feristelli
16-06-2013, 11:38
Ich fahre manchmal bei Rot und gegen Einbahnen, ... fahre kurz auf Gehsteigen

Und tatsächlich fordert er andere Radfahrer auf, seinem ach so vorbildhaften Beispiel zu Folgen?! Nur weil er für Fußgänger bremst?
Und tatsächlich schreibt er von "Goodwill"? Ich kann keinen guten Willen erkennen, beim besten Willen nicht. Wenn er ein Vorbild sein will und andere auffordert es ihm gleich zu tun, dann soll er sich an die StVo halten, ob ihm die im Detail gefällt oder nicht!
Ist es wirklich so schwer bei Rot stehen zu bleiben? Ist es wirklich so schwer Einbahnen auszuweichen oder am Gehweg zu schieben??

JIMMY
16-06-2013, 11:45
Ist es wirklich so schwer bei Rot stehen zu bleiben?
1. AMPELN wurden für autos erfunden- FG&RF brauchen sowas nicht
2. das möchte ich sehen,daß du auf der mariahilfer um halb sex am am morgen stehen bleibst ( ja max um zu sehen ob was kommt - und das natürlich in den pedalen)
wenn gähnende leere herrscht,und alle FGA auf grün stehn :love:
bedenke RF sind nur schnellere FG :love:

ps: bissi mehr spass alter- und dachte du drückst deine gefühle nicht mit :) aus :o

feristelli
16-06-2013, 11:56
Ach ja , wir haben's ja immer so eilig!
Ich halte es so: ich schiebe am Gehsteig, ich fahre keine Einbahnen und ich stehe, bis es grün wird. Und je pedantischer ich darauf achte, als Radfahrer meinesgleichen nicht noch unbeliebter zu machen als wir verständlicherweise ohnehin schon sind (bei Fußgängern und bei Autofahrern), desto weniger bin ich in Eile! Heißa! Wie das? Ich nehm mir einfach die Zeit, die's braucht auf Grün zu warten (und genieße dabei die halbe Minute, oder seien's zwei, in der ich nicht auf all die Irren und Eiligen achten muss) und siehe da: plötzlich hab ich Ruhe und Zeit. Warum? Weil es bei einer roten Ampel keine Eile gibt: die wird ja davon nicht schneller grün. Und weil ich weiß, dass ich mit dem Rad ohnehin schneller als zu Fuß oder mit der Bim bin, und falls nicht, dann hab ich immerhin noch ewas Bewegung. Statt Ungeduld und Rücksichtslosigkeit übe ich mich in so altmodischen Haltungen wie Ruhe und Rücksicht. Wenn ich mich über Autofahrer beklage, die mich übersehen oder ignorieren, darf ich mich nicht selber wie ein Rowdy verhalten.
Ach ja: und ich bremse auch für Fußgänger, was ich auch für eine sehr nette Geste (und übrigens für selbstverständlich) halte. ;)

feristelli
16-06-2013, 14:14
Ich beschreib das Problem, das ich mit dem Artikel hab anders:
Wenn Eric Frey sich an Radfahrer wendet um ihnen nahezulegen, das Verhältnis zwischen Radfahrern und Fußgängern zu verbessern und dabei eine Reihe von Verkehrssituationen beschreibt (bei Ampel, Einbahn, Gehweg, Zebrastreifen etc.), von denen er nur eine einzige in der Lage ist im Sinne der StVo zu bewältigen, dann geht seine Absicht daneben, natürlich nicht unter Gleichgesinnten, aber bestimmt bei Autofahrern und bei Fußgängern.

OliverXP
16-06-2013, 14:57
Die Mahü bin ich 2x gefahren, nie wieder, dann lieber die Westbahnstraße oder die Burggasse/Neustiftgasse. Geht schneller und spart Nerven. Ich bleibe an jeder roten Ampel stehen. Heute hat sich erst wieder ein Autofahrer der mich bei (für mich) rot noch durchlassen wollte dass ich stehen bleibe. Ich sollte mir angewöhnen weniger scharf zu bremsen. :D

Auf wien.gv.at habe ich irgendwo mal gelesen dass ein Lächeln häufig eine Situation entschärfen kann und es stimmt, wenn ich lächle fangen die anderen an sich zu entschuldigen wenn sie mir im Weg stehen. :)

milestone
16-06-2013, 15:27
Wie definiert man Rowdy?
Warum darf man sich nicht beschweren, dass man gefährdet wird - selbst wenn man ein Radrowdy wäre? Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Nur weil man selbst Regeln nach dem eigenen Gefährdungspotential einschätzt, bedeutet das noch lange nicht zwangsweise dass das andere auch mit einem machen dürfen.
Ich definiere einen Rowdy als jenen der sich gegenüber anderen rücksichtslos und gefährlich verhält und es in Kauf nimmt durch absichtliches Fehlverhalten anderen Rechte zu nehmen um einen eigenen Vorteil zu haben (wie der auch immer sein mag). Darf und soll man so einem (dann) seine Rechte ebenfalls durch rücksichtsloses Verhalten berauben? Was macht denn die Rache so vieles besser? GENAU NYX.
Also ist auch die Ansicht, ich kann meine Rechte nur einfordern wenn ich mich an alle halte nur eine sehr seltsame Form von absoluter Unselbständigkeit sein, in der man überhaupt keine Eigenverantwortung mehr braucht. So sind aber keine Bürger eines Staates, sondern nur seine Sklaven und die Lakeien einer Gesellschaftsform die einem denkenden Menschen ein Greuel sein müssen.

Selbstverständlich bleibe ich bei roten Ampeln stehen, wobei der Zusatz, "Wenn es meiner Sicherheit dient und andere nicht behindert oder gefährdet werden, wenn ich doch fahre" unbedingt dazu gehört. Das hat doch mit eilig haben nichts zu tun aber ich sehe einfach keinen Sinn darin meine Zeit zu vergeuden nur um einer einsamen roten Ampel ihre Daseinsberechtigung zu geben. Dafür opfere ich nicht einmal eine Sekunde, wozu auch?

Ziel muss es sein, dass die vorhandenen Verkehrsflächen für jeden ohne große Gefahr benützt werden können. Dazu braucht es von allen ein wenig Konzentration und Aufmerksamkeit und die Erkenntnis dass man dort eben nicht alleine unterwegs ist. Es gibt eine Reihe von durchaus akzeptierten Verhalten im Straßenverkehr und dazu zählt (für die meisten) dass ein Fußgänger bei einem (ungeregeltem) Schutzweg gefahrlos drüber gehen kann.
Ich sehe das auch so, dass es nichts bringt Fußgänger beim Zebrastreifen drüber gehen zu lassen und sich sonst am Rad zu benehmen wie mit der ger offenen Hose. Dennoch lasse ich mir mein verantwortungsbewusstes Selbstbestimmungsrecht als Bürger nicht nehmen. Ich fahre auch am Gehsteig, zumindest die 10m bis zum Haustor und noch nie hatte ich dabei irgendein Problem. Ich fahre auch durch Fußgängerzonen, wenn da während der Ladezone auch LKWs fahren (passe aber die Geschwindigkeit an die Fußgänger an).
Wer mit Verstand und Augenmaß fährt wird auch kaum in die Verlegenheit kommen sich in brenzligen Situationen wieder zu finden - egal ob die Ampel grad rot, violett oder blau war. Wenn ich niemanden nötige und niemand wegen mir behindert oder gefährdet wird, warum sollte das irgenwen, der bei Verstand ist und sich in meine Situation hineinversetzen kann, stören?

OliverXP
16-06-2013, 18:54
Die STVO ist darauf ausgelegt dass erst dann etwas passiert wenn mindestens 2 Verkehrsteilnehmer einen Fehler machen und man DARF auch Fehler machen so wie man auch anderen ihre Fehler zugestehen sollte. Ich kann immer etwas übersehen oder eine Situation falsch einschätzen und mein Gegenüber kann das ebenso.
Und der Joker wie immer ist, es könnte ja irgendwo ein Kind zusehen und es einem nachmachen.

Die Situation ist für den Autofahrer doch die gleiche, der steht auch oft genug an einer leeren Kreuzung und muss halt einfach warten, diese Selbstdisziplin ist bei vielen Radfahrern überhaupt nicht ausgeprägt. Außerdem ist es ein Ausdruck von Verantwortung und Aufmerksamkeit. Einen Radfahrer der über rote Ampeln fährt, Schlangenlinien zieht oder mal eben am Radweg einen Wheelie macht will ich nicht vor, neben, oder hinter mir haben, weder als Fußgänger, Radfahrer, oder Autofahrer.

Das nächste ist dann wenn man in einer losen Kolonne unterwegs ist und als zweiter von vorne ohne Vorwarnung an der roten Ampel stehen bleibt, dann kann man sich von den Radfahrern die es besser wissen auch was anhören wenn man nicht sogar das Vorderrad vom Hintermann im Knöchel hat.

Vor ein paar Tagen stand eine Radfahrerin vor mir an der Ampel, weit und breit nichts, andere Radfahrer fahren an uns vorbei über die rote Ampel, sie sieht mich an und sagt 'Du kannst ruhig fahren wenn du willst, ich bleib stehen, ich hätte heute fast gezahlt.' Und da hab ich gesagt 'Ich will auch nicht fast zahlen.' ;)

Außerdem habe ich in meinen 'stolzen' 250 Stadtkilometern auf dem Rad mehrere Situationen erlebt in denen rote Ampeln überfahrende Radfahrer für brenzlige Situationen gesorgt haben und die waren bis zu dem Zeitpunkt auch der Meinung dass sie im Recht sind.

Die häufigste Situation ist das Überfahren der dunkelgelben Ampel. Wärend der Autofahrer quasi im selben Moment bereits über Ampel UND Kreuzung drüber ist, vergeht beim Radfahrer mehr Zeit. Die Ampel hat man geschafft aber die Kreuzung noch nicht, schneller fahren muss man sowieso ums noch zu schaffen. Nur blöd dass das eigene Vorderrad noch nichtmal auf der anderen Seite ist wärend die Autofahrer schon Gas geben, und dann huscht aus dem Nichts ein Radfahrer vorbei. (Das habe ich zb. vorgestern beobachtet.)

JIMMY
16-06-2013, 20:45
Die STVO ist darauf ausgelegt dass erst dann etwas passiert wenn mindestens 2 Verkehrsteilnehmer einen Fehler machen und man DARF auch Fehler machen so wie man auch anderen ihre Fehler zugestehen sollte. Ich kann immer etwas übersehen oder eine Situation falsch einschätzen und mein Gegenüber kann das ebenso.
Und der Joker wie immer ist, es könnte ja irgendwo ein Kind zusehen und es einem nachmachen.

Die Situation ist für den Autofahrer doch die gleiche, der steht auch oft genug an einer leeren Kreuzung und muss halt einfach warten, diese Selbstdisziplin ist bei vielen Radfahrern überhaupt nicht ausgeprägt. Außerdem ist es ein Ausdruck von Verantwortung und Aufmerksamkeit. Einen Radfahrer der über rote Ampeln fährt, Schlangenlinien zieht oder mal eben am Radweg einen Wheelie macht will ich nicht vor, neben, oder hinter mir haben, weder als Fußgänger, Radfahrer, oder Autofahrer.

Das nächste ist dann wenn man in einer losen Kolonne unterwegs ist und als zweiter von vorne ohne Vorwarnung an der roten Ampel stehen bleibt, dann kann man sich von den Radfahrern die es besser wissen auch was anhören wenn man nicht sogar das Vorderrad vom Hintermann im Knöchel hat.

Vor ein paar Tagen stand eine Radfahrerin vor mir an der Ampel, weit und breit nichts, andere Radfahrer fahren an uns vorbei über die rote Ampel, sie sieht mich an und sagt 'Du kannst ruhig fahren wenn du willst, ich bleib stehen, ich hätte heute fast gezahlt.' Und da hab ich gesagt 'Ich will auch nicht fast zahlen.' ;)

Außerdem habe ich in meinen 'stolzen' 250 Stadtkilometern auf dem Rad mehrere Situationen erlebt in denen rote Ampeln überfahrende Radfahrer für brenzlige Situationen gesorgt haben und die waren bis zu dem Zeitpunkt auch der Meinung dass sie im Recht sind.

Die häufigste Situation ist das Überfahren der dunkelgelben Ampel. Wärend der Autofahrer quasi im selben Moment bereits über Ampel UND Kreuzung drüber ist, vergeht beim Radfahrer mehr Zeit. Die Ampel hat man geschafft aber die Kreuzung noch nicht, schneller fahren muss man sowieso ums noch zu schaffen. Nur blöd dass das eigene Vorderrad noch nichtmal auf der anderen Seite ist wärend die Autofahrer schon Gas geben, und dann huscht aus dem Nichts ein Radfahrer vorbei. (Das habe ich zb. vorgestern beobachtet.)

..ihr beschreibt alle fälle der roten ampel,die nie auf mich zutreffen.....
muß mich eigentlich nicht rechtfertigen,bin mündig genug zu entscheiden wann ich fahre oder stehe-und lieber feri..
hat nichts mit eilig zu tun - finde es nur hirnverbrannt und entmündigend,wenn ich bei rot halten würde zu den zeiten wo ich durch die city flitze,
ich sagte halb sechs am morgen - keine menschenseele weit und breit,kein schlechtes vorbild für irgendjemand,niemand gefährdend...
wozu soll ich da die laterne halten ?
noch dazu wo die tolle ampelschaltung alle 4 FGÜbergänge auf grün stellt ...

das ist der nächste punkt der überdacht gehört,warum ist es nicht möglich,diese ganzen UA (unnötigen ampeln) zu nachtzeiten ( 22-6h ) auf blinken zuschalten....

ps:wennst dich stur auf die farben verlässt,hast eh schon verlohren
diese woche gleich 2 mal hintereinander passiert,das Taxler bei ultrarot noch schnell mit ca an 90 drübergezogen sind,
nein nicht bei UA - bei ampeln an grossen verkehrsträchtigen kreuzungen :s:

das gehört meiner meinung nach ordentlich kontrolliert und bestraft

herbert12
16-06-2013, 21:10
Mehr trainieren dan brauchst net bei rot fahren :);) und die taxler dan um 06.00
In der früh gleich erledigen sieht e keiner

milestone
16-06-2013, 22:11
Die STVO ist darauf ausgelegt dass erst dann etwas passiert wenn mindestens 2 Verkehrsteilnehmer einen Fehler machen und man DARF auch Fehler machen so wie man auch anderen ihre Fehler zugestehen sollte. Ich kann immer etwas übersehen oder eine Situation falsch einschätzen und mein Gegenüber kann das ebenso.
Und der Joker wie immer ist, es könnte ja irgendwo ein Kind zusehen und es einem nachmachen.

Die Situation ist für den Autofahrer doch die gleiche, der steht auch oft genug an einer leeren Kreuzung und muss halt einfach warten, diese Selbstdisziplin ist bei vielen Radfahrern überhaupt nicht ausgeprägt. Außerdem ist es ein Ausdruck von Verantwortung und Aufmerksamkeit. Einen Radfahrer der über rote Ampeln fährt, Schlangenlinien zieht oder mal eben am Radweg einen Wheelie macht will ich nicht vor, neben, oder hinter mir haben, weder als Fußgänger, Radfahrer, oder Autofahrer.

Das nächste ist dann wenn man in einer losen Kolonne unterwegs ist und als zweiter von vorne ohne Vorwarnung an der roten Ampel stehen bleibt, dann kann man sich von den Radfahrern die es besser wissen auch was anhören wenn man nicht sogar das Vorderrad vom Hintermann im Knöchel hat.

Vor ein paar Tagen stand eine Radfahrerin vor mir an der Ampel, weit und breit nichts, andere Radfahrer fahren an uns vorbei über die rote Ampel, sie sieht mich an und sagt 'Du kannst ruhig fahren wenn du willst, ich bleib stehen, ich hätte heute fast gezahlt.' Und da hab ich gesagt 'Ich will auch nicht fast zahlen.' ;)

Außerdem habe ich in meinen 'stolzen' 250 Stadtkilometern auf dem Rad mehrere Situationen erlebt in denen rote Ampeln überfahrende Radfahrer für brenzlige Situationen gesorgt haben und die waren bis zu dem Zeitpunkt auch der Meinung dass sie im Recht sind.

Die häufigste Situation ist das Überfahren der dunkelgelben Ampel. Wärend der Autofahrer quasi im selben Moment bereits über Ampel UND Kreuzung drüber ist, vergeht beim Radfahrer mehr Zeit. Die Ampel hat man geschafft aber die Kreuzung noch nicht, schneller fahren muss man sowieso ums noch zu schaffen. Nur blöd dass das eigene Vorderrad noch nichtmal auf der anderen Seite ist wärend die Autofahrer schon Gas geben, und dann huscht aus dem Nichts ein Radfahrer vorbei. (Das habe ich zb. vorgestern beobachtet.)

So weit so gut, nur wenn ich über eine rote Ampel fahre ist da weit und breit kein Zweiter. Was andere Radfahrer machen ist deren Sache, da kann und darf man aber nicht anhand von ein paar Beispielen alle Radfahrer pauschal verurteilen. Das macht man ja bei den anderen Verkehrsteilnehmern auch nicht, wobei Taxilenker offenbar ein ganz eigener Menschenschlag ist, bei denen muss in der Regel im Leben ganz viel falsch gelaufen sein um so zu werden.

Was ich auch nicht verstehe ist warum man annimmt ein Radfahrer glaubt sich im Recht über eine rote Ampel fahren zu dürfen. Ich bin überzeugt davon dass jeder Radfahrer ganz genau weiß was eine Ampel bedeutet und sehr bewusst damit umgeht. Würde mich ein Polizist anhalten weil ich bei rot gefahren bin und es war und ist sonst keiner zu sehen, würde ich es auf einen Prozess ankommen lassen. Nicht das ich glaube das es mir als Radfahrer erlaubt wäre grundsätzlich bei rot zu fahren, sondern deswegen weil ich in der Lage bin bei einer menschenleeren Straße es zu verantworten eine Kreuzung zu passieren, ganz egal ob irgendwer dort irgendwann eine Ampel aufgestellt hat. Wer nur wegen der Ampel strafen möchte, will im Grunde einen mündigen Bürger nur schikanieren.
So wie dem Maler in Deutschalnd auf den sie eine Waffe gerichtet und ihn verhaftet hatten weil er bei rot über eine Ampel gegangen ist. Solche Tendenzen sehe ich äußerst kritisch.

feristelli
16-06-2013, 22:12
..ihr beschreibt alle fälle der roten ampel,die nie auf mich zutreffen...

hey jimmy, fühl dich nicht angegriffen! das war nicht meine (unsere) absicht. ich hab nur den online-artikel in frage gestellt.



muß mich eigentlich nicht rechtfertigen,bin mündig genug ... lieber feri..

jaja, das hätt ich dir nicht abgesprochen, um himmels willen.
du liest ein bissl in meine posts rein, was da nicht steht. und gegen eine überfahrene ampel auf menschenleerer straße hab ich nicht viel einzuwenden. aber aus prinzip oder gewohnheit würd ich's nicht machen.

JIMMY
16-06-2013, 22:18
hey jimmy, fühl dich nicht angegriffen! das war nicht meine (unsere) absicht. ich hab nur den online-artikel in frage gestellt.


jaja, das hätt ich dir nicht abgesprochen, um himmels willen.
du liest ein bissl in meine posts rein, was da nicht steht. und gegen eine überfahrene ampel auf menschenleerer straße hab ich nicht viel einzuwenden. aber aus prinzip oder gewohnheit würd ich's nicht machen.

weißt feri,ich fahr jetzt glaub ich bald 28 jahre einspurig in wien herum,mit auto a bissl weniger....
und ich dürfte eigentlich nicht wirklich etwas falsch machen,denn ich hatte noch nie einen unfall - weder mit bike,motorrad oder auto

nur so :wink: :D

Blackburger
17-06-2013, 07:42
So wie dem Maler in Deutschalnd auf den sie eine Waffe gerichtet und ihn verhaftet hatten weil er bei rot über eine Ampel gegangen ist. Solche Tendenzen sehe ich äußerst kritisch.

Ein Maler der rot von grün nicht unterscheiden kann. Hat der möglicherweise den Beruf verfehlt? :D

Falls es jemanden interessiert. Hier die knallharten Fakten, natürlich wie immer lückenlos und objektiv recherchiert, davon bin ich restlos überzeugt ;)

http://derstandard.at/1369362067414/Bei-Rot-ueber-Fussgaengerampel-Maler-Markus-Luepertz-in-Handschellen

Donnie Donowitz
17-06-2013, 09:48
Würde mich ein Polizist anhalten weil ich bei rot gefahren bin und es war und ist sonst keiner zu sehen, würde ich es auf einen Prozess ankommen lassen. Nicht das ich glaube das es mir als Radfahrer erlaubt wäre grundsätzlich bei rot zu fahren, sondern deswegen weil ich in der Lage bin bei einer menschenleeren Straße es zu verantworten eine Kreuzung zu passieren, ganz egal ob irgendwer dort irgendwann eine Ampel aufgestellt hat. Wer nur wegen der Ampel strafen möchte, will im Grunde einen mündigen Bürger nur schikanieren.


Ob Du mit der Sichtweise durchkommen wirst bezweifle ich.

Günstiger kommts sicher den Fehler einzugestehen und ohne murren zu zahlen bzw. mit einer Verwarnung durchzukommen.

milestone
17-06-2013, 10:21
Ob Du mit der Sichtweise durchkommen wirst bezweifle ich.

Günstiger kommts sicher den Fehler einzugestehen und ohne murren zu zahlen bzw. mit einer Verwarnung durchzukommen.

Da bin ich nicht sicher. Ich würde bei einer Anhaltung deshalb nicht unfreundlich werden aber sofort bezahlen würde ich dennoch nicht. Der Gesetzgeber hat sich ja was dabei gedacht dass es Ampeln gibt. Die sollten vor allem dort aufgestellt werden, wo es bei Kreuzungen vermehrt zu Unfällen kommt. Es gibt mMn viel zu viele Ampeln und viel zu viele Verkehrsschilder und ob das alles wirklich die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht bin ich mir nicht sicher. Gefühlte alle 2m hast irgendein anderes Schild, eine andere Verkehrsgegebenheit, immer wieder Ampeln die den Verkehr nur aufsplittet aber nicht regelt.
Wozu das ganze? Man kann Straßen auch überreglementieren und das erhöht die Wahrscheinlichkeit für Unfälle.

Beispiele von Shared Space zeigen das eindeutig, dass man ohne Schilder und Amplen aufmerksamer, langsamer fährt und in Summe doch schneller vorankommt. Gibts in Wien eigentlich noch Kreuzungen wo keine Ampel steht? Da kommen immer noch mehr und mehr und das irgendwo mal eine wieder abmontiert wurde habe ich noch nicht erlebt. Man hat den Eindruck am liebsten würdens bei jeder Hauseinfahrt eine Ampel hinstellen. Das ist igrendwie Paranoid und vollkommen sinnlos.
Besser Kreisverkehre statt Ampeln, wo es möglich ist, damit erhöht man die Sicherheit deutlich mehr und niemand wird gezwungen eine gefühlte Ewigkeit zu warten wegen nyx.

OliverXP
17-06-2013, 12:08
Du hast mit allem Recht aber das ist leider alles nicht geltende STVO. Natürlich kann man viele Ausnahmen machen die keinem Weh tun aber irgendwo muss man eine Grenze ziehen weil sonst jeder anfängt sich die Ausnahmen zurecht zu legen. Genau so kann man sagen 'Warum soll ich bei rot nicht fahren wenn die anderen eh bremsen?'

Es gibt ja auch die Situation dass andere Verkehrsteilnehmer nicht auf die Ampeln schaun sondern sich nach dem umliegenden Verkehr richten. An den meisten Ampeln sehen die Autofahrer gelb vor grün, ich sehe erst bei grün wanns losgeht, wenn aber neben mir 3 Motoren hochdrehen weiß ich es wird grün und steige ins Pedal. Der Radfahrer gegenüber der mich ansieht steigt seinerseits ins Pedal weil er an mir sieht das jetzt grün wird. Blöd nur dass es die Abbiegerampel war, ich doch nicht anfahre, der Radfahrer gegenüber das aber nicht mehr sieht und in die Kreuzung einfährt. Klare Sache, sein Fehler, aber unschuldig bin ich daran nicht.

MalcolmX
17-06-2013, 12:50
Es gibt ja auch die Situation dass andere Verkehrsteilnehmer nicht auf die Ampeln schaun sondern sich nach dem umliegenden Verkehr richten. An den meisten Ampeln sehen die Autofahrer gelb vor grün, ich sehe erst bei grün wanns losgeht, wenn aber neben mir 3 Motoren hochdrehen weiß ich es wird grün und steige ins Pedal. Der Radfahrer gegenüber der mich ansieht steigt seinerseits ins Pedal weil er an mir sieht das jetzt grün wird. Blöd nur dass es die Abbiegerampel war, ich doch nicht anfahre, der Radfahrer gegenüber das aber nicht mehr sieht und in die Kreuzung einfährt. Klare Sache, sein Fehler, aber unschuldig bin ich daran nicht.

Nö, daran ist er zu 100% selber Schuld imho.
Selbstverantwortung ist in unserer Gesellschaft kein besonders wichtiges Gut, aber ein sehr stark unterschätztes.
Ich würde meinen Kindern beispielsweise nie beibringen, stur bei rot stehenzubleiben und bei grün loszugehen, sondern ihre Umgebung zu beobachten und eigene Entscheidungen zu treffen.

Ich weiss nicht, wer das vorher geschrieben hat, aber wenn ich vor einer roten Ampel stehe, und weit und breit nix zu sehen ist, wäre es in meinen Augen eine unkluge Entscheidung, dort staatsfürchtig stehenzubleiben.
Dafür kann es im Umkehrschluss manchmal durchaus sinnvoll sein, bei grün äußerst vorsichtig über eine Kreuzung zu fahren, weil diese beispielsweise schlecht einsehbar ist.
Ampeln sind für Autos gemacht, soviel ist klar. Man sollte wieder weg von dem Paradigma, den Verkehr mit Signalen zu regeln.
Wirklich sinnvoll sind Verkehrsverhältnissel, in denen ein Auto bei bestem Willen nicht wirklich schneller als 30 km/h fahren kann, weil zum Beispiel links und rechts vom Auto entsprechend knapp Betontröge stehen.
Natürlich nicht auf solchen Straßen wie dem Gürtel, aber in allen untergeordneten Verkehrsrelationen.
Im Gegenzug könnte man sich dafür überlegen, auf einigen wenigen Durchzusstraßen höhere Geschwindigkeiten, die ohnehin gefahren werden, zu legalisieren.

hermes
17-06-2013, 12:55
Ich würde meinen Kindern beispielsweise nie beibringen, stur bei rot stehenzubleiben und bei grün loszugehen, sondern ihre Umgebung zu beobachten und eigene Entscheidungen zu treffen.
ich hab meiner tochter beigebracht, dass sie bei rot stehenbleibt und bei grün erst kurz schaut, ob eh kein autofahrer die ampel übersehen hat und erst dann losgeht. beim buam werd ich es genauso machen.
klar ist es von grund auf die erziehung, dass sich die kinder dem auto- und radverkehr unterordnen, aber mir ist es lieber so, als sie werden überfahren.

MalcolmX
17-06-2013, 14:18
naja, dass man ihnen grundsätzlich beibringt, dass eine rote Ampel stehenbleiben bedeutet, versteht sich eh von selbst. Aber das bei grün nicht automatisch alles glatt geht, darauf wollte ich hinaus.

milestone
17-06-2013, 14:24
Als Radfahrer beachte/sehe ich, das habe ich schon geschrieben, jede rote Ampel und wenn es da einen Querverkehr gibt, egal ob ich da drüber käme oder nicht, bleibe ich stehen und warte bis wirklich kein Querverkehr mehr kommt und auch keine Fußgänger gefährdet werden oder eben bis grün wird.
Ich gehe davon aus dass alle Radfahrer einen gewissen Selbsterhaltungstrieb haben und nicht einfach über eine rote Ampel drüber fahren. Ich habe auch in vielen Jahren noch keinen gesehen der das wirklich gemacht hätte. Wenn ich bei rot fahre, dann wirklich mit der Gewissheit niemanden zu stören.

Früher, muss ich sagen, war ich viel braver, speziell was Ampeln angeht. Begonnen habe ich damit die roten Ampeln zu hinterfragen als ich bei einer Radfahrerampel auf der Wienzeile sehr oft 3x zugesehen habe dass der KfZ Verkehr 20m weiter rot hatte aber dort die Radfahrampel für den Übergang dennoch nicht umgesprungen ist. Man sieht die Autos haben grün, sie müssen trotzdem stehen bleiben weil 20m weiter rot ist und blockieren einfach den Weg. Das geht dann dreimal so und man fragt sich langsam welcher grenzdebile Wi***er so etwas für eine gute Taktung hält. Da fühlt man sich nicht als gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer sondern als Mensch 3. Klasse. Ich habe mich dann irgendwann entschlossen auf diese Ampel zu sch... und mir von solchen Ampeln nicht mehr meine Zeit stehlen zu lassen.
Seither fahre ich beinahe nur noch auf den verkehr achtend und sobald es gefahlos geht fahre ich, ganz egal ob da eine Ampel was anderes behauptet.

Ich denke wenn Radfahrer schon fahren hat das auch für Autofahrer einen deutlichen Vorteil. Ich möchte nicht jedesmal im Zeitfahrrenntempo bei einer Ampel wegsprinten (auch wenn das manchmal lustig ist) und wenn ich schon unterwegs bin haben es die Autofahrer auch leichter zu überholen, sie müssen nicht beim losfahren noch auf Radfahrer achten, sondern sie haben bereits eine andere Geschwindigkeit und sehen welche Spur ich fahre um dann gefahrloser zu überholen als das bei Ampeln der Fall ist.

maxtc
17-06-2013, 20:56
Würde mich ein Polizist anhalten weil ich bei rot gefahren bin und es war und ist sonst keiner zu sehen, würde ich es auf einen Prozess ankommen lassen. Nicht das ich glaube das es mir als Radfahrer erlaubt wäre grundsätzlich bei rot zu fahren, sondern deswegen weil ich in der Lage bin bei einer menschenleeren Straße es zu verantworten eine Kreuzung zu passieren, ganz egal ob irgendwer dort irgendwann eine Ampel aufgestellt hat. Wer nur wegen der Ampel strafen möchte, will im Grunde einen mündigen Bürger nur schikanieren.Gute Idee. Viel Glück. :D

Das wäre dann sozusagen ein Meilenstein in der Rechtsprechung. :rofl:

Chilled29
20-06-2013, 21:32
Was für eine sinnlose Diskussion, hier wird über Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer gesprochen als ob es sich um verschiedene Species handelt.
Ob zu fuß, Rad oder Auto es ist immer der Faktor Mensch der sich Egoistisch, Aggressiv, Rücksichtslos oder sonst wie verhält.
Ich selber fahre Mo, Di und Mi von der Währinger auf die Simmeringer und am Do und Fr von der Währinger auf die Perfekterstr immer in der Früh um 6:50 und zurück um 16:00.
Und erlebe jeden Tag das gleiche, mal ist es ein dummer Autofahrer, ein anderes mal ein Fußgänger oder sogar ein Radfahrer.
Was aber mich sehr nervt, das sind Leute die in voller Montur auf Profi tun (Egotripler) aber sich im Verkehr ja sogar am Radweg selbst wie die letzten Affen benehmen.