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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rostigen Steg austauschen



kingkajo
24-09-2013, 20:13
Moin, moin,

nach nun vielen Nächten in denen ich den Selberbruzzler Thread DURCHGELESEN habe, ist Es nun soweit, dass ich meinen Bremsteg tauschen muss und auch möchte. Der Bremssteg ist aktuell ein Einfacher für die alten Bremsen....
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Das Braune ist Hemmerit um der Durchrostung vorzubeugen. Der Bremsteg muss getauscht werden da:

- der Steg ein wenig plattgedrückt ist und die Bremse nicht wirklich fest montierbar ist
- die Naht das Steges an der unterseite aufgeht.
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- Moderne Bremsen ( mit 2 Gelenken) lassen sich nicht akkurat befestigen.

Mit meinem angelesenem Halbwissen würde ich wie folgt vorgehen:
-Material organizieren:



Brenner besorgen
Feilen,Sägen,Schleifpapier ist auch da
Bremsteg bestellen evtl. mit Muffen
Silberlot ist da


-Position des Alten Steges Ausmessen
-Alten Steg aussägen, Feilen, Schleifen
-Neuen Steg einpassen (wird hierfür RattleCad benötigt?)
-Neuen Steg einlöten
-Richten
-Putzen,Schleifen.....Strahlen.Pulvern

Meine Fragen wären:
- Kann man den Steg Überhaupt muffenlos mit Silberlot löten?
- Sollte vor dem Löten schon einmal gerichtet werden?
- Sollte ich um den Verzug entgegen zu wirken eine 2mm Längere Dummyachse verwenden beim Heften?



Das war es auch erst einmal.
Für Fragen und Tipps bin ich immer offen....

Noize
24-09-2013, 20:22
Moin, moin,

nach nun vielen Nächten in denen ich den Selberbruzzler Thread DURCHGELESEN habe, ist Es nun soweit, dass ich meinen Bremsteg tauschen muss und auch möchte. Der Bremssteg ist aktuell ein Einfacher für die alten Bremsen....
147562

Das Braune ist Hemmerit um der Durchrostung vorzubeugen. Der Bremsteg muss getauscht werden da:

- der Steg ein wenig plattgedrückt ist und die Bremse nicht wirklich fest montierbar ist
- die Naht das Steges an der unterseite aufgeht.
147563
- Moderne Bremsen ( mit 2 Gelenken) lassen sich nicht akkurat befestigen.

Mit meinem angelesenem Halbwissen würde ich wie folgt vorgehen:
-Material organizieren:



Brenner besorgen
Feilen,Sägen,Schleifpapier ist auch da
Bremsteg bestellen evtl. mit Muffen
Silberlot ist da


-Position des Alten Steges Ausmessen
-Alten Steg aussägen, Feilen, Schleifen
-Neuen Steg einpassen (wird hierfür RattleCad benötigt?)
-Neuen Steg einlöten
-Richten
-Putzen,Schleifen.....Strahlen.Pulvern

Meine Fragen wären:
- Kann man den Steg Überhaupt muffenlos mit Silberlot löten?
- Sollte vor dem Löten schon einmal gerichtet werden?
- Sollte ich um den Verzug entgegen zu wirken eine 2mm Längere Dummyachse verwenden beim Heften?



Das war es auch erst einmal.
Für Fragen und Tipps bin ich immer offen....

Ich tät den Steg mit einer Säge raussägen und dann feilen. rattleCAD brauchst du nicht dafür.
Dann den neuen Steg zusammen mit der Bremse und einem Laufrad hinten reinhalten und die Position markieren, an der die Bremsen die Felge ordentlich anpacken können.

Dann den Steg auf Gehrung feilen und mit Messing reinlöten. Schau, dass der Steg halbwegs im Winkel zur Laufrichtung des Laufrads steht.
Verzug ist wurscht und richten kannst da nix. Der Steg muzss einfach genau gefeilt werden, dann haut das schon hin.

Du kannst den Steg auch muffenlos mit Silber löten, würde dazu aber ein 30%iges nehmen. Das 56%ige ist zu dünnfl+üssig und haut dir nur ab.

lg, E.

Noize
24-09-2013, 20:33
Moin, moin,

nach nun vielen Nächten in denen ich den Selberbruzzler Thread DURCHGELESEN habe, ist Es nun soweit, ..

Sapperlot,

was für eine Leistung. Meinen Respekt hast du. Ich habs vor ein paar Wochen wieder mal versucht, mich von vorne durch zu wurschtln, habs aber irgendwann aufgegeben. :)

kingkajo
29-09-2013, 17:33
Vielen Dank erstmal für die schnelle Reaktion.

Nachdem ich es am Freitag geschafft habe bei TotemBikes vorbei zu schauen ging es heute in die Nächste Runde.
Habe den alte Steg herausgelöst und bekam dabei eine erste kleine Überraschung...


Nach dem Durchsägen des Steges ploppten die Ausfallenden mal eben um ca. 1cm auseinander..
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Und für die Zweifler, der Steg wurde mit einer normalen Bügelsäge und nicht mit der Kettensäge durchtrennt...Naja, soviel zum Thema spannungsfreies Löten...
Allerdings wurde der Gesamte Rahmen glaube ich eher rustikal verarbeitet. Beim Tretlager wurde auf Gehrungen konsequent verzichtet...

Zurück zum Steg. Dieser wurde, nachdem die Ausfaller mittels Gewindestage und Muttern auf Ausgangslage positioniert wurden, nach und nach eingepasst. Also immer weiter in Richtung Sattelstütze wandern lassen bis die Gewünschte Radgröße und Schenkellänge erreicht ist. Nun passt er recht gut und ist Gemessen wie auch optisch mittig und rechtwinklig.
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Leider hat der TotemShop keine Muffen für den Bremssteg gehabt, also muss ich mir noch anderes Lot besorgen oder schauen dass ich die Muffen anderweitig bekomme.
Wenn eines der Beiden dann da ist gehts weiter...

Noize
29-09-2013, 20:17
Muffen für den Bremssteg brauchst du nicht zwingend. Löte sie einfach mit Messing ein. Das hält schon...

NoAhnung
01-10-2013, 13:52
aber vergiss vorher nicht den hinterbau aufs korrekte maß der achslänge zu richten.

kingkajo
08-10-2013, 21:49
So, nun ging es voran,...

Der Hinterbau wurde vorher wieder auf das korrekte Maß gebracht. Ging erstaunlich leicht. Ich hätte da deutlich mehr Widerstand seitens des Rahmens erwartet. Nun gut. Rad Passt auch immer noch....

Gelötet wurde nun mit einem "Dickflüssigem" Silberlot (45%, Fontargen 320). Im Vergleich zum 55% Silberhaltigen Lot ist es erstaunlich wie Groß der Unterschied ist.

Für meine erste Richtige Lötung bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebniss. Vor allem hat sich nichts verzogen, und die Position der Bremse passt auch.

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Und weil das so gut von der Hand ging, wurde die dazugehörige Bremszugleitung durch das Oberrohr Verlegt.
Hierbei gab es leider ein Paar Probleme. Ich habe die Leitung von Vorne-Unten-Links nach Hinten-unten-Rechts verlegt.
Meiner Logik nach sollte das eigentlich kein Problem darstellen, da das Röhrchen letzten Endes eine geringere Krümmung benötigt als "einfach" gerade aus.... Pustekuchen!!! Das Rohr geht ja nur kreisförmig und nicht S-Förmig in ein geschlossenes Rohr. Lange Rede kurzer Sinn. Abhilfe gab der Tipp von den Modellbauern. Wenn Messing stark erhitzt wird (quasi glühen) wird es auch nach dem Erkalten weich. Es fühlt sich dann fast an wie eine Kerze, die zu lang in der Sonne lag... Somit ließ sich die Führung mithilfe einer Zughülle in die richtige Form führen... Um anschließend satt verlötet zu werden.

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Da der Spalt zwischen Oberrohr und Röhrchen ein wenig groß wurde, musste ich gefühlt ein wenig mit dem Lot kleckern. Ging aber trotzdem. Muss noch ein wenig nachbearbeitet werden.

So, das wars ersteinmal....

Noize
09-10-2013, 09:18
Ist dir wirklich gut gelungen !!

Hast du kontrolliert, dass der Bremssteg in der richtigen Richtung eingelötet wurde? Der hat nämlich auf einer Seite ein großes und auf der anderen ein kleines Loch. Das kleine Loch muss zur Bremse schauen..

kingkajo
10-10-2013, 22:20
Der Steg ist richtig herum drin. Der korrekte Sitz wurde gefühlteb 27 mal kontrolliert. Muss ja so wie bei einer Gabelkrone ausgerichtet werden:-)

Und da Alles so gut geklammt hat, gedeihen in meinem Kopf weitere Ideen.

1. Lichtkabel durch den Rahmen verlegen: 5mm Löcher bohren-Kabel durch-Stöpsel drauf... evtl. Bohrung mit Blech verstärken...

Wo werden die Bohrungen am sinnvollsten platziert? Vieleicht in der Muffe und hinten innen vorm Ausfaller?

2. Stromkabel vom Nabendynamo durch das Gabelbein nach oben führen. Ähnlich wie bei der Zugführung durch das Oberrohr. zusätzlich allerdings mit verstärkungs-
blechen an den Enden des Röhrchens.

Ist es überhaupt machbar eine Rennradgabel auf diese Art zu modifizieren ohne sie zu stark zu schwächen?

Ziel ists natürlich die ganze Lichttakellage zu verstecken bzw. elegant zu verlegen.

gruß Kajo

kingkajo
27-10-2013, 21:39
Nun, nachdem ich einen konspirativen Dialog mit einem Berliner Rahmenbauer führen konnte, durfte ich mir endlich mal wieder die Finger schmutzig machen. Die Lösung des Problems wurde durch ein Paar Diamonds bewerkstelligt. 2 Für die Gabel und 2 für den Rahmen. Jetzt lässt sich das Kabel lässig vom Nabendynamo durch die Innenseite des rechten Gabelbeins hoch und wieder hinaus. Durch die Gabelkrone hinaus ging es leider nicht, da diese verschlossen ist. Am Rahmen wurde die Typische Position (neutrale Faser, nicht all zu nah an der Muffenkante) für den Eingang, und Innenseite der Kettenstrebe auf der Nichtantriebsseiteals Ausgang. Kabel wurden bereits Probeweise durchgezogen. War weniger "fummelig" als befürchtet.Das Ergebniss sieht ganz nett aus.
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Beim Löten der Diamonds habe ich es auch geschafft 2x die Speiche mit festzulöten, die das Plättchen in Position hielt...
Mal sehen was mir noch so für tolle Ideen in den Kopf steigen. Bin schon am gucken nach Bosch Alus und Stahlrohren..... Der Winter ist schließlich noch lang..

In diesem Sinne.....

Bis demnächst

Kingkajo

kingkajo
29-10-2013, 09:36
Und hier nochmal am Rahmen,
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diese hatte ich auch nach den Diamonds der Gabel gelötet. Hier hatte ich praktisch keine Nacharbeit.
Was so ein bisschen "Übung" so ausmacht....

Noize
29-10-2013, 10:00
Was für ein Innenlager verwendest du?

Ich frage, weil ich gerade ein Shimano 4Kant Patronenlager in einen Rahmen eingebaut und mich gefragt habe, wie man da mit einem Kabel vorbeikommen könnte.

kingkajo
29-10-2013, 10:37
Ob genügend Spielraum in der BB-Muffe ist hatte ich bach dem Löten Gecheckt. Bei mir passt es. Allerdings ist bei mir die Tretlagermuffe nicht ansatzweise so genau bzw. sauber verarbeitet. Gehrungen sind zum beispiel nicht eingearbeitet worden.
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Das verwendete innenlager ist ein Shimano Octalink-Patronenlager (BB-ES25). An der Stelle wo das Kabel vermutlich entlang läuft hat das Lager einen Durchmesser von 29,95mm somit wären theoretisch knapp über 2mm Luft für das Kabel vorhanden.
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