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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein neues Trekkingrad (für 360 Euro)



Bernd33
14-02-2015, 20:11
Also zur Erklärung: Ich habe hier vor einiger Zeit einen Thread eröffnet, in dem ich um Tipps für ein Trekkingrad unter 400 Euro bat und die Antworten gingen in die Richtung: "...für 400 Euro bekommst du nix Gscheites, kauf dir lieber was Gebrauchtes...".
Also ich muss dazu was sagen: Ich habe das Internet durchforstet nach Threads mit Kaufempfehlungen für Trekkingbikes unter ca. 400 Euro und die Tendenz war meistens dieselbe: keine gute Qualität für diesen Preis, gute Trekkingbikes gibt es erst ab vielleicht 800 Euro.


Es sei gesagt, dass viele der User, die Threads wie den meinen eröffnen, keine Extremsportler sind oder Extremtouren unternehmen. Ich bin zwar halbwegs sportlich (ich laufe 10 km unter 49 Minuten), aber das Fahrrad habe ich bisher hauptsächlich für den Alltag benötigt: ich fahre also ca. 10 km täglich mit dem Rad (hauptsächlich zur Arbeit und zum Einkaufen).
Lange Rede kurzer Sinn, ich habe das Rad im Internet gekauft und es gestern bekommen und heute zusammengebaut. Es ist ein "Ortler Mainau" Trekkingrad (http://www.bikester.at/ortler-mainau-men-black-matt-384172.html?c=816&_cid=22_-1_2528_2530_71309_476215_0_Geizhals.at) und ich musste die Pedale, den Sattel, den Lenker und das Vorderrad montieren und dann ging's los: Ich habe eine ca. 17 km lange Probefahrt gemacht und mein erster Eindruck ist folgender: die Gangschaltung ist tadellos, sie lässt sich sehr "weich" (also leicht) schalten, es könnte zwar sein, dass bei den vorderen Kränzen die Schaltung nachgestellt werden muss, aber nix Tragisches.
Die Bremsen sind sehr gut, das Licht ist sehr hell und ich war überrascht, wie weit der Weg ausgeleuchtet wird. Der Lenker musste für meine Körpergröße eingestellt werden, man kann sehr aufrecht fahren, wenn man das denn bevorzugt. Das Rad ist generell sehr leichtgängig, der Spritzbogen vorne war etwas schief, dann sah ich, dass man ihn problemlos verstellen kann - jetzt steht er gerade.
Also ich will damit sagen, dass ich sehr zufrieden bin nach der Probefahrt.

ronnie
14-02-2015, 21:15
Na schön, Bernd. Aber die Qualität einer Ware zeigt sich leider oft erst mit der Zeit. Mit einem Dacia fahr ich vermutich auch die erste Zeit problemlos. Aber ein Audi ist auch noch nach 10 oder 20 Jahren erhaltenswert.
Aber ich stimme dir schon zu, nicht jeder ist sportlich unterwegs. Ein Alltagsradl muss andere Dinge aufweisen als ein Rad mit dem ich öfters mal an einer Startlinie stehe.
Freu dich und wenn du das Ortler gut pflegst wirst bestimmt a weile Freude dran haben.

ventoux
15-02-2015, 04:42
Hier sind natürlich viele ambitionierte Radfahrer unterwegs.
Da ist der Aufschrei wenn von einem 360€ Fahrrad die Rede ist natürlich groß.
Fahr mal ein paar hundert Kilometer damit dann wird sich zeigen ob es günstig oder einfach nur billig war.
Oder probier mal im direkten Vergleich ein besseres Rad.
Ich würde auch niemandem ein Fahrrad um 360€ empfehlen.
Zwischen einem Fahrrad um 360€ und einem um, sagen wir 1000€, ist definitiv ein großer Unterschied.
Anders sieht es aus im höherpreisigem Segment. Zwischen 3000 und 4000€ ist der Unterschied dann nicht mehr so spürbar.

MalcolmX
17-02-2015, 09:49
Seh ich haargenau so... wenn es in 5 Jahren nach intensivem Gebrauch noch immer so gut fährt, wie am ersten Tag, dann war es das Geld wert...

Siegfried
18-02-2015, 12:14
Um 360€ ist das Ding ja garnicht so verkehrt. Meiner Meinung nach ist es für einen hie-und-da-Sonntags-Schönwetter-Radler schon ausreichend.
Wenn die Schaltung gut eingestellt ist, dann wird sie auch eine Zeit lang halten. Mit der Zeit sind aber halt Mechanik in Umwerfer und Schalthebel(n) ausgelutscht, dann schaltets nimmer so fein, oder es rattert, oder, oder....

Die Kurbel samt Innenlager werden mit der Zeit durch Geräusche, Eiern,.... auffällig werden, bei den Bremsen muss man halt vorausschauender fahren, weil die mit der Zeit nicht besser werden (Bremsflanken sauberhalten ist ganz wichtig!!!!) und die Originalbeläge auch eher "Reibauflagen" als Bremsbeläge sind, Züge, Bowden......

Früher oder später wird das Ding einfach seine Schwächen aufzeigen und es werden Dinger herum kommen, wo sich eine Reparatur nicht auszahlen wird oder - im Verhältnis zur Online-Neubeschaffung-wenig Sinn macht.

Abhängig davon, wie/wieviel man mit dem Rad unterwegs ist, wie man drauf schaut, dauerts eben kürzer oder länger.

Meine Mutter fährt schon 5 Jahre mit einem vergleichbaren Rad (wird halt von mir gewartet :D ) und das tuts im Grunde noch immer tadellos - allerdings red ma da von 300km im Jahr :D

MalcolmX
18-02-2015, 12:17
Klar, ob ich in der Woche einmal 15km fahre, oder täglich 20km Arbeitsweg damit runterschrubbe, macht auch nochmal einen grossen Unterschied.