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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Intervalltraining ???



FP24
05-06-2015, 15:02
Hallo,

könnt ihr mir Tipps zur Effektivität meines Intervalltrainings geben?

Zurzeit fahre ich Bergintervalle, die folgendermaßen aussehen:
-10min Aufwärmen/10min Ausfahren
-3 Intervalle je 10min Belastung, 3-4min Erholung (Belastung bei ca. 85%)
-Die Intervalle werden am Berg gefahren 2,5km 9-10% mittlere Steigung

Ziel des Trainings ist stärken am Berg zu verbessern, Kraft steigern, und als Ausweichtraining wenn mal nicht viel Zeit ist.

Kann ich bei meinen Intervallen bleiben oder sollte ich mein Training umstellen(wenn ja wie?)?



Mit freundlichen Grüßen

mahatma
05-06-2015, 15:42
"Belastung 85%" wovon?

Maximalpuls, FTP, Wattleistung über 10min, Speed an dem Berg ...

Grundsätzlich sind (3-4)x(8-10min) Intervalle an bzw. über der Schwelle eine sehr effiziente Art zu trainieren. Habe ich im Winter auch gemacht (http://jpansy.at/2015/02/21/auf-der-rolle-20152/). Wenn du am Berg besser werden willst, dann macht es auch Sinn am Berg zu trainieren. So weit so gut. Muss nur die Intensität passen.

FP24
05-06-2015, 16:20
85% max. Puls, hab leider noch kein Watt-System

Ok danke, 3 Intervalle reichen oder würdest du noch mehr machen?

zwartrijder
05-06-2015, 19:47
85% max. Puls, hab leider noch kein Watt-System

Ok danke, 3 Intervalle reichen oder würdest du noch mehr machen?

Das kann man ohne PM leider nicht sagen.

Mit PM fährst du dein Intervall - sobald du deine Werte nicht erreichst bzw 5 % darunter bist - ist das Intervall sinnlos.
Wie du das auf den Puls umlegst :-) frag mal den reini

Ich pers. fahre meist max 10 Intervalle flach an der ANS oder im Sprint KB - je nachdem was du trainierst.
Trainierst du für einen Marathon? Dann fahr den Berg im gleichen Gang und schau ob du mit dem Anfangspuls dreimal drüberkommst bei gleicher TF. Sollte normal gehen

Bei 2,5 km mit den Prozent Steigung würde ICH eine längere pause zwischen den Intervallen machen ...

FP24
07-06-2015, 10:24
Ok danke, werd mir dann doch mal ein PM zulegen müssen, bin eh schon länger am Überlegen.
Habt ihr Erfahrung mit Stages PM???

mahatma
07-06-2015, 10:58
@85%: Ich fahr die 4x8 eher mit 90% (Ende 1. Intervall) bis 95% (Ende 4. Intervall). 85% ist bei mir SST (90% der FTP) und das kann man auch 6x10 oder länger fahren. Ein bisschen was solltest vermutlich noch drauflegen bzw. alternierend einmal intensiver, einmal so wie jetzt dafür aber öfter.

@Leistungsmesser: Brauchst du bergauf nicht zwingend. Kannst dich auch an den Zeiten orientieren. Ca. 10% auf deine Bestzeit drauflegen, sollte als Zielzeit für 4x8er recht gut hinkommen.

@Stages: Würde ich mir persönlich nicht kaufen. Misst nur die Hälfte und schätzt den Rest. Lieber ein bisserl was drauflegen und P2M nehmen oder ein (gebrauchtes) Powertap Laufrad für wenig Geld erstehen.


--
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http://jpansy.at

zwartrijder
07-06-2015, 12:21
Jede Menge an Erfahrungen mit Stages im Tour Forum.

Auch ich würde abraten und eher zu Quarq greifen.
Momentan im Angebot um unter 1200 - viel Geld - ob es das Wert ist musst du selbst entscheiden - du trainierst danach zwar richtig aber meist alleine...*

Reini Hörmann
14-06-2015, 15:52
wie Jürgen (Mahatma) sagt: stages eher (außer als 2ten pm) nicht, quarq für mich persönlich auch nicht, p2max ist aus meiner Sicht das perfekte Gerät für genaue Watt Messung/Verlässlichkeit/Preis Leistung *- wenn du es ernst nimmst, derzeit wohl die beste Wahl*

das Training wir Jürgen es beschreibt ist sehr effizient*

feristelli
15-06-2015, 11:44
@Leistungsmesser: Brauchst du bergauf nicht zwingend. Kannst dich auch an den Zeiten orientieren. Ca. 10% auf deine Bestzeit drauflegen, sollte als Zielzeit für 4x8er recht gut hinkommen.



Stimmt die Rechnung? Man fährt ja einen 8-10-minütigen Anstieg nicht (durchgehend) mit Maximalpuls. Es sollten dann also etwas weniger als 90% des MP sein, wenn man 90% der Wattleistung über 8-10 Minuten tritt, oder?

FP24
18-06-2015, 09:18
Stimmt die Rechnung? Man fährt ja einen 8-10-minütigen Anstieg nicht (durchgehend) mit Maximalpuls. Es sollten dann also etwas weniger als 90% des MP sein, wenn man 90% der Wattleistung über 8-10 Minuten tritt, oder?

Das würd mich jetzt auch interessieren??


Gesendet von iPhone mit Tapatalk

zwartrijder
18-06-2015, 09:51
Stimmt die Rechnung? Man fährt ja einen 8-10-minütigen Anstieg nicht (durchgehend) mit Maximalpuls. Es sollten dann also etwas weniger als 90% des MP sein, wenn man 90% der Wattleistung über 8-10 Minuten tritt, oder?


90% Wattleistung sind ungleich 90% Puls - der steigt an, die Watt bleiben gleich. DEINE Rechnung stimmt also nicht.

Reini Hörmann
18-06-2015, 11:06
Pulstraining: wie gerade von z.r. geschrieben steigt der puls bei gleichmässiger Leistung immer an. je intensiver die belstung ist, desto schneller steigt der puls an.


wenn man einen Intervall nach puls fährt, mit dem ziel 90% der HF max. dann ist das z.b. 180 puls (sollte man 200 HF max. haben)

diese 180 puls erreicht man durch stetiges ansteigen des Pulses, man fährt also so, dass der puls von beginn an stetig steigt, bis (spätestens zum ende des Intervalls) der zielpuls erreicht ist. aufgrund der Wiederholungen werden die Intervalle immer etwas intensiver..d.h. der puls steigt dann immer schneller, und man geht im letzten auch ein wenig höher - eben bis 95%..witzig ist, dass bei mir meist der dritte Intervall der "beste" ist..

bei watt Intervallen hält man "einfach" die Watt über die bestimmte zeit und kümmert sich nicht darum, was der puls macht - man beobachtet den puls maximal, um eine Tendenz zu erkennen, die Watt sind aber das ziel, dass man einhält. manche nehmen dafür die anzeige "wattschnitt" um zu sehen, ob sie im zielbereich sind - da wiederum bin ich kein freund davon, weil in hohen Intensitäten 5/10 Watt auf oder ab einen grossen unterschied machen können, und das sieht man nicht, wenn man sich den schnitt anzeigen lässt - aber einerlei..

eine Faustregel beim Intervall ist, dass man die hälfte der intervalldauer als pause einhält.

an der HF max. kann man ohnehin nicht sehr lange fahren..ich kenne niemanden, der das 8 bis 10 min. im stände wäre..

intervalltraining ist schnell ausgesprochen, ich persönlich finde aber, dass man ein erfahrener Sportler sein sollte, wenn man viel Intervall oder HIT (high intensity) trainiert.

feristelli
18-06-2015, 12:53
DEINE Rechnung stimmt also nicht.

Das hab ich vermutet, daher das Fragezeichen am Ende.
Dachte mir schon, dass Puls und Watt nicht ganz parallel verlaufen. Danke Reini für die Ausführungen.

zwartrijder
18-06-2015, 13:32
Das hab ich vermutet, daher das Fragezeichen am Ende.
Dachte mir schon, dass Puls und Watt nicht ganz parallel verlaufen. Danke Reini für die Ausführungen.

nur noch kurz: bei meinen Auswertungen erreiche ich zb 400 Watt als Sollwert - der Puls pendelt sich aber erst 5-8 Sekunden danach ein.
Heisst: du hast zwar maximale Watt - aber erst danach maximalen Puls.

Wattschnitt stimme ich reini zu - ich würde den nicht einstellen.
Du kannst zwar zb. 250 Watt-schnitt haben aber bei diesen eben einmal 120 Watt gefahren sein - und wenn du härter anfährst eben gleich mal 600 haben.

feristelli
18-06-2015, 13:56
Noch etwas:



@Leistungsmesser: Brauchst du bergauf nicht zwingend. Kannst dich auch an den Zeiten orientieren. Ca. 10% auf deine Bestzeit drauflegen, sollte als Zielzeit für 4x8er recht gut hinkommen.



D.h. 7:18 Min. bei max. Leistung entsprechen einer Strecke, die mit 90% der Leistung in 8:00 Min. zu fahren ist, wenn ich richtig gerechnet habe?
Und wie weit können die so geschätzten Wattwerte bei sagen wir ca. 10% Steigung von gemessenen Wattwerten abweichen?

zwartrijder
18-06-2015, 14:00
Noch etwas:



D.h. 7:18 Min. bei max. Leistung entsprechen einer Strecke, die mit 90% der Leistung in 8:00 Min. zu fahren ist, wenn ich richtig gerechnet habe?
Und wie weit können die so geschätzten Wattwerte bei sagen wir ca. 10% Steigung von gemessenen Wattwerten abweichen, wenn der Maximalpuls einigermaßen sicher bestimmt ist?

Je höher die Wattwerte desto weniger % die Abweichung wo das Intervall keinen Sinn mehr macht. Je nach Wattanzahl zwischen 4 im hohen Bereich - und 10 % Abweichung im niedrigen Bereich.
Dh. wenn du im ersten, zweiten, dritten Intervall 400 Watt trittst - im vierten aber nur mehr 320 schaffst, ist das Intervall sinnlos. Ebenso umgekehrt.

zwartrijder
18-06-2015, 14:03
Je höher die Wattwerte desto weniger % die Abweichung wo das Intervall keinen Sinn mehr macht. Je nach Wattanzahl zwischen 4 im hohen Bereich - und 10 % Abweichung im niedrigen Bereich.
Dh. wenn du im ersten, zweiten, dritten Intervall 400 Watt trittst - im vierten aber nur mehr 320 schaffst, ist das Intervall sinnlos. Ebenso umgekehrt.

Edit - du fährst ohne Wattkurbel und meist die Abweichung? Das kannst du vergessen, denn du errätst die Watt im Normalfall nicht.

stephin
18-06-2015, 14:26
Also ich hab am Garmin Edge 800 mt P2M Leistung und 3-Sek-Leistung im Schnitt bei der Anzeige und fahr gut damit. Über einen längeren Zeitraum einen Schnitt zu berechnen macht mM keinen Sinn. Kommt halt auch immer auf die Dauer und Intensität des Intervalls auch drauf an.

Reini Hörmann
18-06-2015, 14:54
Also ich hab am Garmin Edge 800 mt P2M Leistung und 3-Sek-Leistung im Schnitt bei der Anzeige und fahr gut damit. Über einen längeren Zeitraum einen Schnitt zu berechnen macht mM keinen Sinn. Kommt halt auch immer auf die Dauer und Intensität des Intervalls auch drauf an.

Ich meinte nicht die "Glättung" sondern tatsächich das Feld - Watt Durchschnitt - 3 Sek ist die beste Wahl für eine gute Ablesbarkeit der Werte.

feristelli
18-06-2015, 15:17
Edit - du fährst ohne Wattkurbel und meist die Abweichung? Das kannst du vergessen, denn du errätst die Watt im Normalfall nicht.

Nein (entschuldige, ich war zu kryptisch), ich mein die Abweichung der geschätzten von den gemessenen Prozenten.
Wenn Jürgen schreibt, eine Strecke auf Bestzeit zu fahren und dann für 90% der Leistung dieselbe Strecke mit 10% mehr Zeit zu fahren "sollte ... recht gut hinkommen", es aber auf 4-10% Genauigkeit ankommt, um den Intervall nicht "Sinnlos" zu fahren, stellt sich die Frage, ob man mit Jürgens vorgeschlagener wattmesserloser Methode den Bereich von 90% der Maximalleistung genau genug treffen kann bzw. wie ungenau das sein kann.

Reini Hörmann
18-06-2015, 15:50
Nein (entschuldige, ich war zu kryptisch), ich mein die Abweichung der geschätzten von den gemessenen Prozenten.
Wenn Jürgen schreibt, eine Strecke auf Bestzeit zu fahren und dann für 90% der Leistung dieselbe Strecke mit 10% mehr Zeit zu fahren "sollte ... recht gut hinkommen", es aber auf 4-10% Genauigkeit ankommt, um den Intervall nicht "Sinnlos" zu fahren, stellt sich die Frage, ob man mit Jürgens vorgeschlagener wattmesserloser Methode den Bereich von 90% der Maximalleistung genau genug treffen kann bzw. wie ungenau das sein kann.


Je steiler es ist, desto genauer stimmen die geschätzten (per tool errechneten) wattwerte.

Bei einer Steigung mit 10% kann man unter eingabe der realistischen und überprüften Daten sehr genau auf die Wattwerte kommen, die auch ein guter PM ausspuckt. Da aber auch PM nicht vor Meßfehlern gefeit sind, muss man soweiso immer von einer Abweichung von +/- 3 bis 4% ausgehen..

Es ist auch nicht so, dass Intervalle "sinnlos" sind, wenn die Wattwerte falsch sind, oder man Zeilleistungen nicht mehr erreichen kann, bei mehreren Wiederholungen - diese Intervalle haben "lediglich" andere Effekte..aber sie haben natürlich welche, ob mentale oder physische, oder beides.

Problematisch ist es beim Trainieren an "all out" Belastungsfenstern..wenn ich wissen will, wie viel ich über 20Min. leisten kann, dann muss man das Pacing schon sehr perfekt hinbekommen, um sein tatsächliches Potential auszuschöpfen.

Nehmen wir hypothtisch an, man leister übet diesen Zeitraum maximal 300 Watt, und beginnt den Intervall mit 320 - in den ersten Minuten, wird man die 300Watt nicht bis zum Ende farhen können - beginnt man zu langsam, wird man ebenso nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen. ab etwa 10% Abweichung würde ich sagen, dass man sich nicht dort bewegt, wo man sich bewegen sollte.

Auf einem Trainingsplan steht aber auch nicht, trainiere: 2 stunden mit 300 Watt - das lässt sich nicht machen in der Praxis. Die Zonen in denen man sich bewegt (je nach welcher Lehre und wieviele Zonen man zum Training verwendet), sind schon mehr oder weniger weit gestreut..z.B. Grundlage von 180 bis 220 watt - Ga 2 von 220 bis 250 Watt usw..je intensiver, desto schmaler wird der Korridor.

Edit: ich fürchte ich hab das was falsch gelesen..aber jetzt freuts mich nimma..^^
vielleicht stehen ja auch in diesem Post Dinge, von denen man ableiten kann - dass Training so gut wie nie sinnlo ist ;o)

mahatma
18-06-2015, 18:45
Dann fasse ich das noch einmal kurz zusammen. Dadurch wird's vielleicht auch klarer.

Die Ausgangsfrage war:
Kann ich auf meinem ca. 10% steilen und 10min langen Hausberg 4x8min Intervalle auch ohne Leistungsmesser mit der "richtigen" Intensität fahren?

Meine Antwort war:
Ja. Fahr den Berg (oder einen Abschnitt davon) in maximalem Tempo und wähle dann die Dauer für das Intervall auf dem gleichen Abschnitt mit 10% mehr.
Also z.b. Bestzeit 7:18, fürs Intervall 8:00.

Hintergrund:
Bei einem 10% steilen Berg verhält sich die Leistung (Watt) annähernd linear zur Zeit. 90% vom Maximalwert ist ein guter Startwert für die Intervallintensität über eine gewisse Dauer (siehe http://jpansy.at/2013/10/15/90-prozent/). Heisst umgerechnet auf die Zeit, dass man ~10% langsamer sein sollte als die Bestzeit.

Was ich (noch) nicht gesagt habe:
Das ist nur der Startwert. Damit fährt man einmal eine Einheit (4x8min mit 4-5min Pause) und versucht dabei die Geschwindigkeit möglichst konstant zu halten so dass die Belastung während eines Intervalls möglichst gleichmässig ist, aber man auch nach 8min in etwa am gleichen Punkt ankommt. Die Intensität ist dann richtig gewählt, wenn man das 4. Intervall gerade noch in der Zeit schafft bzw. die geplante Zeit knapp verfehlt. War's zu hart und man ist früher ausgestiegen, dann geht man es das nächste mal lockerer an (=langsamer), wenn's zu einfach war härter (=schneller). Mit der Zeit sollte sich so die Zielzeit immer weiter verbessern und - wenn man's testet - auch die Maximalzeit.

Und bevor jetzt eine Endlosdiskussion ausbricht:
Die Methode geht nicht bei allen Intervalllängen und Intensitäten. Natürlich auch nur auf einem steilen Berg und ist nicht wissenschaftlich auf das Watt genau. Das brauchts meiner Meinung auch nicht bzw. sind mir bei Intervallen die Trainingszonen u.ä. eigentlich ziemlich wurscht (Ich fahr die 4x8er oft im Winter und bin dann am Ende vom Winter schon deutlich in der VO2 Zone drinnen). "The last interval counts" und das muss auch ordentlich weh tun. Dann passt das schon.

feristelli
18-06-2015, 20:09
Die Intensität ist dann richtig gewählt, wenn man das 4. Intervall gerade noch in der Zeit schafft bzw. die geplante Zeit knapp verfehlt.

Danke, jetzt is' klar.

Nur (jetzt werd ich pedantisch, aber damit lass ich's gut sein):
Mit der Zeit sollte sich so die Zielzeit immer weiter verbessern und - wenn man's testet - auch die Maximalzeit.


Die Zielzeit? Die Zeit für die Intervalle sind 8:00. Die Strecke für die Intervalle könnte länger werden. Die Maximalzeit ohnehin. Right?

mahatma
18-06-2015, 21:26
Ja, wenn der Berg es hergibt, dann bleibt die Zeit bei 8min und die Strecke wird länger. Ist der Berg aus, dann kannst eh nur die Zeit immer weiter verkürzen ...

Flo
19-06-2015, 13:28
...................
Hintergrund:
Bei einem 10% steilen Berg verhält sich die Leistung (Watt) annähernd linear zur Zeit. 90% vom Maximalwert ist ein guter Startwert für die Intervallintensität über eine gewisse Dauer (siehe http://jpansy.at/2013/10/15/90-prozent/). Heisst umgerechnet auf die Zeit, dass man ~10% langsamer sein sollte als die Bestzeit.

Was ich (noch) nicht gesagt habe:
Das ist nur der Startwert. Damit fährt man einmal eine Einheit (4x8min mit 4-5min Pause) und versucht dabei die Geschwindigkeit möglichst konstant zu halten so dass die Belastung während eines Intervalls möglichst gleichmässig ist, aber man auch nach 8min in etwa am gleichen Punkt ankommt. Die Intensität ist dann richtig gewählt, wenn man das 4. Intervall gerade noch in der Zeit schafft bzw. die geplante Zeit knapp verfehlt. War's zu hart und man ist früher ausgestiegen, dann geht man es das nächste mal lockerer an (=langsamer), wenn's zu einfach war härter (=schneller). Mit der Zeit sollte sich so die Zielzeit immer weiter verbessern und - wenn man's testet - auch die Maximalzeit.

Und bevor jetzt eine Endlosdiskussion ausbricht:
Die Methode geht nicht bei allen Intervalllängen und Intensitäten. Natürlich auch nur auf einem steilen Berg und ist nicht wissenschaftlich auf das Watt genau. Das brauchts meiner Meinung auch nicht bzw. sind mir bei Intervallen die Trainingszonen u.ä. eigentlich ziemlich wurscht (Ich fahr die 4x8er oft im Winter und bin dann am Ende vom Winter schon deutlich in der VO2 Zone drinnen). "The last interval counts" und das muss auch ordentlich weh tun. Dann passt das schon.

Schön beschrieben. Kann man 1:1 so stehen lassen.

chriz
19-06-2015, 23:43
Kann wer ein gutes Trainingsbuch dazu empfehlen ?

zwartrijder
20-06-2015, 03:59
Wattmessung von Hunter Allen

bikeopi
20-06-2015, 07:43
ich hoffe mahatma ist mir nicht böse, wenn ich das hier verlinke (vielen dank!)
eine kurzversion:

https://jpansy.files.wordpress.com/2011/09/trainung-und-rennen-mit-einem-leistungsmesser.pdf

chriz
21-06-2015, 09:35
ich hoffe mahatma ist mir nicht böse, wenn ich das hier verlinke (vielen dank!)
eine kurzversion:

https://jpansy.files.wordpress.com/2011/09/trainung-und-rennen-mit-einem-leistungsmesser.pdf

Danke für den Link! Wenn ich mich verbessern will muss ich mir wohl einen Leistungsmesser zulegen.

Reini Hörmann
21-06-2015, 10:08
Danke für den Link! Wenn ich mich verbessern will muss ich mir wohl einen Leistungsmesser zulegen.



das würde ich relativieren, egal ob man mit pm oder nach hf oder auch nach Gefühl trainiert - man kann sich immer verbessern u ich bezweifle öfter die sinnhaftigkeit als ich Vorteile bei manchen Usern sehe..der pm allein bringt Vorteile in der Einschätzung des Leistungsstandes, aber die meisten die ich kenne haben einen drauf, weil es gerade "in" ist u können ausser Aufzeichnungen garnichts damit anfangen. ich bin auch nicht der Meinung - das man Allens Bücher lesen müsste - weil vieles für mich augenscheinlich nicht zutreffend ist..

richtig eingesetzt ist ein pm eine Erleichterung für gesteuertes Training - aber wenn jemand sein Training nicht steuert ist der pm nur ein nettes Spielzeug*

chriz
21-06-2015, 10:21
richtig eingesetzt ist ein pm eine Erleichterung für gesteuertes Training - aber wenn jemand sein Training nicht steuert ist der pm nur ein nettes Spielzeug*

ich habe jetzt jahrelang nach bauchgefühl trainiert, ohne plan. das hat heuer bei diversen radmarathons für einen guten platz unter den ersten 10 in meiner altersklasse gereicht. um meine leistungsfähigkeit zu steigern würde deshalb gerne auf wattgesteuertes training umsteigen.

Reini Hörmann
21-06-2015, 11:03
ich habe jetzt jahrelang nach bauchgefühl trainiert, ohne plan. das hat heuer bei diversen radmarathons für einen guten platz unter den ersten 10 in meiner altersklasse gereicht. um meine leistungsfähigkeit zu steigern würde deshalb gerne auf wattgesteuertes training umsteigen.




versteh nich bitte nicht falsch..das "ohne" Plan ist mmn der Kern. mit pm aber ohne Plan oder guter Steuerung zu trainierenwürdenichts ändern. mit Gefühl meinte ich nicht ohne Plan, sondern das man die angestrebte Intensität fühlt.

ohne Struktur u Planung wird man es immer schwer haben, das potenzial zu nutzen.

ein pm bringt sicher neue Aspekte, Motivation u vergleichsmöglichkeiten perfekt um ein Training sehr exakt zu steuern. wenn man einen guten kauft u ihn an hf koppelt, gut plant kann es noch einiges bringen, aber ohne gravierende Änderungen im Training- nach dem Prinzip der Gegensätze- ändert sich auch mit pm nichts an der Leistung.*

ich hab persönlich nix dagegen wenn pm ohne Ende auf den Rädern sind, in ein paar Jahren wird's eh Standard sein, ich wollte nur den Umstand ansprechen- dass öfter mal eine unzutreffende Erwartung zur Kaufentscheidung führt - aber selbst das ist ja ok;-)

chriz
21-06-2015, 11:10
versteh nich bitte nicht falsch..das "ohne" Plan ist mmn der Kern. mit pm aber ohne Plan oder guter Steuerung zu trainierenwürdenichts ändern

schon klar. deshalb möchte ich zusätzlich in leistungsdiagnostik und trainer investieren.

Reini Hörmann
21-06-2015, 11:16
schon klar. deshalb möchte ich zusätzlich in leistungsdiagnostik und trainer investieren.



wäre interessant, wenn du mal in einem Fred deine Eindrücke u Ergebnisse teilst, und wie dir der Umstieg gefällt. ich würd mir was gescheites kaufen..

ein eher unguter Aspekt ist leider, dass Trainingsgruppen durch pm oft auseinander fallen*

zwartrijder
21-06-2015, 11:23
wäre interessant, wenn du mal in einem Fred deine Eindrücke u Ergebnisse teilst, und wie dir der Umstieg gefällt. ich würd mir was gescheites kaufen..

ein eher unguter Aspekt ist leider, dass Trainingsgruppen durch pm oft auseinander fallen*

Mit PM trainierst du richtig - aber alleine ..
Erinner dich an unseren emailverkehr - du hattest recht: schneller durch langsamer :-)

Reini Hörmann
21-06-2015, 11:27
Mit PM trainierst du richtig - aber alleine ..
Erinner dich an unseren emailverkehr - du hattest recht: schneller durch langsamer :-)



das Schicksal vieler pm User ;-)
bei mir selber ist es nicht so schlimm, ich fahr halt das Tempo mit, weil ich nicht trainiere sondern einfach nur fahre..mir is meistens Wurscht- meine pm sind halt nur mehr kosmetischer Luxus ^^

bikeopi
21-06-2015, 14:13
@chriz

ich hab seit Freitag garmin vector montiert.
jetzt spiel ich mal damit. (teures Spielzeug)
man kann nie genug über sich selber wissen;)

der jpansy blog ist sehr gut und hilfreich.
auch ein freund von mir hat schon viel Erfahrung mit pm am rr. er sagt, dass er damit effizienter trainiert, dh in gleicher zeit mehr fortschritt.

software versuche ich vorerst golden cheetah.

raimi-27
21-06-2015, 15:28
wäre interessant, wenn du mal in einem Fred deine Eindrücke u Ergebnisse teilst, und wie dir der Umstieg gefällt. ich würd mir was gescheites kaufen..

ein eher unguter Aspekt ist leider, dass Trainingsgruppen durch pm oft auseinander fallen*



Darum bin ich auch immer noch am überlegen und das wird noch dauern.*

Reini Hörmann
21-06-2015, 16:12
@chriz

ich hab seit Freitag garmin vector montiert.
jetzt spiel ich mal damit. (teures Spielzeug)
man kann nie genug über sich selber wissen;)

der jpansy blog ist sehr gut und hilfreich.
auch ein freund von mir hat schon viel Erfahrung mit pm am rr. er sagt, dass er damit effizienter trainiert, dh in gleicher zeit mehr fortschritt.

software versuche ich vorerst golden cheetah.

Ich fahre PM seit es sie am Markt gibt und unzählige davon getestet - wenn ein Hobby Fahrer sagt, er trainiert damit effizienter, dann liegt das nicht an der Verwendung eines PM - sondern an vielen Faktoren.. in einer Leistungskategorie, wo die Tagesverfassung 10% und mehr/oder weniger Leistung ausmacht,ist das auch schwer mit anderen Daten zu vergleichen.

Es soll jeder kaufen und fahren was er will - aber den Spaß am Radfahren vergrößert ein PM nicht. Ich kenn auch genug, die Leistungsmessser wieder herunterbauen und verkaufen. Hat, so wie alles ein für und wieder.

mahatma
21-06-2015, 16:15
Meiner Meinung nach ist das falsche Anwendung eines PMs, wenn man dadurch Trainingsgruppen zerstört. Das würde ich daher nicht unbedingt dem Tool als solches in die Schuhe schieben. Eher der Philosophie aus dem Allan/Coggan Buch, die doch fast jeder inhaliert und sich dadurch - zumindest eine Zeit lang - leiten lässt. Ähnlich wie Reini oben schon schreibt, mag ich das Buch auch nicht. Coggans Theorieteil ist ein muss, den Trainingsteil von Allan kann man sich aber sparen ... das geht auch anders.

Reini Hörmann
21-06-2015, 16:35
Meiner Meinung nach ist das falsche Anwendung eines PMs, wenn man dadurch Trainingsgruppen zerstört. Das würde ich daher nicht unbedingt dem Tool als solches in die Schuhe schieben. Eher der Philosophie aus dem Allan/Coggan Buch, die doch fast jeder inhaliert und sich dadurch - zumindest eine Zeit lang - leiten lässt. Ähnlich wie Reini oben schon schreibt, mag ich das Buch auch nicht. Coggans Theorieteil ist ein muss, den Trainingsteil von Allan kann man sich aber sparen ... das geht auch anders.




so ist es wohl besser formuliert - das Tool selbst trägt nicht*die große Schuld..dass man soviele Einzelgänger mit pm*herumreiern sieht, oder Gruppen die
zerstritten oder geteilt werden..aber es misst halt schwarz auf weiß was wer tatsächlich kann oder eben nicht kann;-)

raimi-27
21-06-2015, 17:10
Ich bin mir nicht sicher ob man das so stehen lassen kann oder nicht.

Ich finde auch durch PM das alles schon sehr fachlich ist und mit dem ganzen Auswertungs Toll etc. sich schon gut auskennen sollte weil sonst bringt es einem auch nicht viel oder nur die halbe Miete. Ich habe mich mit diesen Tools zwar noch nicht aussernandergesetzt und daher formuliere ich es so und für mich auch nicht immer leicht die Zeit aufzubringen.

Ist nicht pers. gerichtet und daher verstehe bitte nicht falsch. Aber ich frage mich oft wie macht das da Jürgen Pansy nur??? Wo nimmt er diese Zeit nur her Rennen zu fahren und auf seine HP wie hier alles so detailliert zu dokumentieren. Daumen hoch und mach so weiter.;)

feristelli
21-06-2015, 17:11
Und ohne PM einen Berg 4x8 Minuten rauf und runter fahren, mit Stoppuhr und immer denselben Berg, weil man sich da am besten an seinen Zwischen orientieren kann, ist besser? Ich behaupte, dass weniger die PMs Trainingsgruppen reduzieren, als die Verwissenschaftlichung, die mit einem PM-Training einhergeht.
Ich merk übrigens auch in ganz anderen Bereichen, dass ehemalige Gruppen sich zugunsten von online-Netzwerken verkleinern oder auflösen, dass man mehr Friends hat als Freunde zu treffen und lieber Bilder postet statt persönlich zu tratschen. Aber wozu auch Gruppenausfahrten, wenn man mit PM, iPhone und Facebook effektiver, kurzweiliger und vernetzter trainiert?

[advocatus diaboli modus aus]

Reini Hörmann
21-06-2015, 17:41
Und ohne PM einen Berg 4x8 Minuten rauf und runter fahren, mit Stoppuhr und immer denselben Berg, weil man sich da am besten an seinen Zwischen orientieren kann, ist besser? Ich behaupte, dass weniger die PMs Trainingsgruppen reduzieren, als die Verwissenschaftlichung, die mit einem PM-Training einhergeht.
Ich merk übrigens auch in ganz anderen Bereichen, dass ehemalige Gruppen sich zugunsten von online-Netzwerken verkleinern oder auflösen, dass man mehr Friends hat als Freunde zu treffen und lieber Bilder postet statt persönlich zu tratschen. Aber wozu auch Gruppenausfahrten, wenn man mit PM, iPhone und Facebook effektiver, kurzweiliger und vernetzter trainiert?

[advocatus diaboli modus aus]



unsere anyroad Events sind u bleiben frei von "Geiz ist geil" , "ich bin ich" u "inet posing" ;-) Watts? who cares?

schön ist, wenn beides geht - für seine Verhältnisse gut trainieren, aber auch Spaß mit anderen in der Realität haben..Virtual Partner: Off..

mahatma
21-06-2015, 18:41
Ist nicht pers. gerichtet und daher verstehe bitte nicht falsch. Aber ich frage mich oft wie macht das da Jürgen Pansy nur??? Wo nimmt er diese Zeit nur her Rennen zu fahren und auf seine HP wie hier alles so detailliert zu dokumentieren. Daumen hoch und mach so weiter.;)

Der trainiert mit PM und ist dabei so effizient, dass ihm viel Zeit für alles andere bleibt ...

Im Ernst, ich fahr wirklich viel weniger als andere in der Gegend rum und hab's mir im Job so eingerichtet, dass ich ~2h am Tag trainieren/radeln kann. Das reicht offensichtlich (2hx5 + 2-3h am Wochenende = 12h Training/Woche). Sachen sauber zu dokumentieren habe ich immer schon gern gemacht. Ist eine Art Hobby. Ziele setzen, lesen, sich weiterzubilden, neue Dinge zu probieren etc. auch.
Rennen mit der Familie zu vereinen ist dabei organisatorisch die grösste Herausforderung.



--
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bikeopi
21-06-2015, 20:39
Ich fahre PM seit es sie am Markt gibt und unzählige davon getestet - wenn ein Hobby Fahrer sagt, er trainiert damit effizienter, dann liegt das nicht an der Verwendung eines PM - sondern an vielen Faktoren.. in einer Leistungskategorie, wo die Tagesverfassung 10% und mehr/oder weniger Leistung ausmacht,ist das auch schwer mit anderen Daten zu vergleichen.

Es soll jeder kaufen und fahren was er will - aber den Spaß am Radfahren vergrößert ein PM nicht. Ich kenn auch genug, die Leistungsmessser wieder herunterbauen und verkaufen. Hat, so wie alles ein für und wieder.

nein, es liegt nicht nur am leistungsmesser, aber auch. allerdings betreibt mein freund das sehr akribisch.

ich hab mein pm erst seit drei tagen - derzeit macht es richtig spass. (allerdings hatte ich bis jetzt nicht einmal einen Tacho). und da ich ohnedies oft alleine fahre, kann ich mich nun mit mir selber messen. gruppenausfahrten werden mmn nicht leiden - da lauft die Messung dann eben einfach mit.