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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rennrad oder Crossrad als Trainingsgerät



CobbDouglas
11-08-2015, 16:38
Hallo,

ich möchte mir nach vielen Jahren ohne Rad diesen Zustand ändern bin aber noch etwas unschlüssig was das passende Rad für mich ist und mir wurde empfohlen mir hier Rat zu holen.

Zu meiner Person, ich bin in erster Linie (relativ ambitionierter) Läufer und habe auch nicht vor das zu ändern. Ich möchte mir trotzdem ein Rad zum ergänzenden Training zulegen, einerseits für Zeiten (kleinerer) Verletzungen aber auch zur Prävention selbiger um Überlastungserscheinungen beim Laufen zu verringern. D.h. die sportliche Anwendung steht zwar im Vordergrund (und Spaß darf es auch machen), aber ich möchte mit dem Rad keine Rennen fahren, kein zusätzliches (übermäßiges) Verletzungsrisiko eingehen und auch keinen übermäßigen Wartungsaufwand haben. Optik und Technikdetails sind mir weitgehend egal, es soll halt frustfrei als Trainingsgerät funktionieren, halbwegs robust sein und möglichst vielseitig einsetzbar sein. Haupteinsatzgebiet wird realistischer Weise der flachere Südosten von Wien sein, überlange Ausfahrten habe ich aus heutiger Sicht nicht vor, Hügel/Berge habe ich zwar auch gerne (bin auch von der Statur - 175 / 64kg - eher dafür geeignet und hab zumindest beim Laufen eine sehr ordentliche Bergauffähigkeit) aber nicht vor der Haustüre. Bisher habe ich für meine Alternativtrainingszwecke im Winter einen (Billig)ergometer und im Sommer die Wiener Leihcitybikes verwendet, d.h. es kann nur besser werden.

Grundsätzlich wurde mir von anderen radkundigeren Läufern sehr zu einem Rennrad geraten. Preislich wurden mir ca. 1500 Euro für ein vernünftiges Rad inkl. der nicht vermeidbaren sonstigen Ausrüstung (Helm, Brille, Pedale, Schuhe usw, hab ja gar nix) als realistisch bestätigt. Leider steigt mit dem Informationsstand meinerseits auch eher die Verunsicherung was eigentlich das passende Rad wäre. Zunächst hätte ich z.B. zu einem Canyon Endurace AL 6.0 tendiert, wird bei Tests in meiner Preisklasse hoch gelobt und der Kauf per Versand ist mir trotz aller Unsicherheiten bei der Größe grundsätzlich sympathischer (da ich die Fehlberatungen in „meiner“ Sportart im Fachhandel gegenüber unkundigen kenne und mich da lieber gleich selber schlau mache, vllt aber auch nur ein falsches Vorurteil). Nach einem Urlaub in den Bergen bin ich mir aber nicht sicher ob ein Rennrad das richtige für mich ist, ich hab zwar keine Ambitionen im wirklichen Gelände zu fahren, aber eine nicht asphaltierte Forststraße fahren zu können (z.B. zur besseren Kombinationsmöglichkeit mit einem Berglauf) sowie die bessere Ganzjahrestauglichkeit würden für ein Crossrad sprechen. Da könnte ich mir z.B. das Rose Pro DX Cross-2000 vorstellen, preislich auch noch etwa in der Region die mich nicht (ab)schreckt. Die Nachteile auf Asphalt gegenüber einem „echten“ Rennrad kann ich allerdings mangels (Renn)raderfahrung überhaupt nicht abschätzen und auch nicht wirklich wie in der Praxis der Nichtasphaltanteil aussehen würde. Realistischer Weise würde das Rad wohl (für die nicht Hauptsportart) auf gar nicht so wenige Einsatzstunden/kilometer kommen und demnach wäre ich auch beim Budget flexibel wenn es gute Argumente gibt mehr auszugeben.

Gibt es von den kundigeren Irgendwelche Einschätzungen ob für meine Zwecke das Rennrad oder Crossrad sinnvoller sein könnte und im Idealfall gleich konkrete Hinweise was jeweils ein interessantes Modell sein könnte (bzw. ich mit meinen Vorschlägen richtig liegen könnte)? Bonusfrage, was wäre die dazu (jeweils) passende sonstige Ausrüstung, von Pedalen, Helmen und Radschuhen habe ich überhaupt keine Ahnung (gerne ganz konkrete Vorschläge, aber auch Hinweise auf was bzgl. Kompatibilität usw. zu achten ist)?

Besten Dank im Voraus!

6.8
11-08-2015, 18:39
Eindeutig ein Crosser ohne Racegeometrie oder besser gleich ein Gravel bzw. Anyroad.

http://bikeboard.at/Board/showthread.php?213867-Anyroad-Gravel-Sinn-Unsinn-oder-einfach-nur-Wurscht

Mein Lieblingsteil, weil Geo nahe am Rennrad und keine Race-Crossergeometrie:
http://www.trekbikes.com/de/de/bikes/road/cyclocross/crockett/crockett_5_disc/
natürlich nicht so Preiswert wie ein Versenderrad, aber Verhandeln lohnt sich um die Jahreszeit immer.

Siegfried
11-08-2015, 19:46
Ein Gravel wäre da tatsächlich ein interessanter Mittelweg.
Ich persönlich würde aber die Eurobike abwarten. Gravel ist DER große Trend heuer. Es ist viel in den Startlöchern, das, zugegebenermaßen wahrscheinlich nicht billig, aber sehr lohnend sein kann.
Ich rate aus meiner aktuellen Erfahrung (hab mir etwas in der Art selbst zusammengeschraubt) ebenfalls zu einer entspannten Geometrie, 2x11fach Übersetzung, (mechanische?) Scheibenbremsen. Das macht echt Laune.
Bei 1.500€ Budget ist da jedenfalls was Feines machbar, wenngleich man puncto Discs wirklich auch Mechanische gehen wird müssen, aber da vergibt man sich nicht.

6.8
11-08-2015, 20:35
Bei 1.500€ Budget ist da jedenfalls was Feines machbar, wenngleich man puncto Discs wirklich auch Mechanische gehen wird müssen, aber da vergibt man sich nicht.

Mechanische Disc mit den richtigen Zügen (Jagwire) funken nach kurzer Einfahrzeit richtig gut.
Hätte sie noch nicht an ihre Grenzen gebracht und bin nach einigen ernüchternden Probefahrten mit der hydraulischen Shimano bin ich sogar richtig zufrieden damit.

bike charly
11-08-2015, 20:45
Mechanische Disc mit den richtigen Zügen (Jagwire) funken nach kurzer Einfahrzeit richtig gut.
Hätte sie noch nicht an ihre Grenzen gebracht und bin nach einigen ernüchternden Probefahrten mit der hydraulischen Shimano bin ich sogar richtig zufrieden damit.

geht Mir auch so

auch die Eiserne Handstrasse hinunter ( die Wiener werdens kennen ) konnte ich die mechanischen TRP Spyre bei 73kg nicht an die Grenze bringen

Siegfried
11-08-2015, 20:57
Die TRP Spyre wäre von da her interessant, weil sie zwei bewegliche Kolben hat.
Derzeit hab ich die BB7 mit einem dynamisch beweglichen Kolben, der zweite ist Feststehend.
Die Bremse bremst sehr gut, aber durch die "verdrückte" Scheibe schätze ich, dass man Vibrationen bzw. Geräusche zusammenbringen kann.
Die Hybrid-Bremse von TRP (Mech/hydr.) finde ich auch interessant, aber irgendwie kommt mir vor sind das die schlechteren Eigenschaften beider Welten.

PLR
11-08-2015, 21:04
Die spyre ist schon mal top, keine Frage, aber shimano hat mittlerweile richtige Kampfpreise bei den hydraulischen Anlagen. Vor allem dann, wenn man ohnehin noch keine Schalthebel rumliegen hat und diese sowieso noch kaufen muss, ist preislich kein großer unterschied mehr zwischen einem mechanischen trp System oder einer vollhydraulischen shimano auf ultegra niveau. Einziger Nachteil ist der Schaltgruppenzwang den man dann durch die shimano mitkauft.

6.8
11-08-2015, 21:08
Die BB7 neigt manchmal zum Klackern, ist aber nur bei hoher Belastung auf Asphalt zu hören. Am Schotter eher nicht :D.

Es gibt die BB7 (SL) auch mit der Möglichkeit den rechten und den linken Belagabstand am Bremskörper zu justieren. Erleichtert Montage und Einstellung, kostet aber auch das Doppelte.
http://www.cx-sport.de/content/cyclocross/material/test-avid-bb7-road-sl-und-slickwire-bremszugset


PS:
Sorry für OT

Gatschbiker
12-08-2015, 00:52
Hallo CobbDouglas,
Willkommen im Bikeboard erstmal. Solche Einleitungsthreads haben Seltenheitswert, darum nehm ich mir gerne Zeit um zu antworten.
Das Rennrad beschränkt dich mehr oder weniger auf die Straße. Wobei, Sandstraßen gehen mit robuster Bereifung ohne Bedenken, der Rest ist nur eigene Überwindung und Glaube als Material.

Ein Crossrad kannst du uneingeschränkt auf der Straße und im leichten Gelände fahren. Feldwege, Wanderwege und sonstige Wege abseits von alpinem Charakter (Steilheit und Beschaffenheit) kann man damit auch fahren. (In deiner Region zB: Triestingauradweg, Wr Neustädter Kanal, Wasserleitungsweg,...)

Die voluminöseren Reifen am Crosser bieten leichte Komfortvorteile, Schränken aber nicht ein.
Die Einstiegsklasse mit Shimano 105er Ausstattung passt für deinen Zweck, damit landest du bei etwa 1200-1500 EUR.
Pedale würde ich ein MTB System ala SPD empfehlen, mit den Schuhen kannst auch halbwegs normal gehen, der Rest ist mehr oder weniger Geschmacksache.
Fazit: 98% pro Crosser...
Marken: Ridley, Canondale, Scott, Focus, seit heuer auch KTM. Den 100er den du beim Händler mehr zahlst als beim Versender zahlt sich mMn aus.

Ciao
Paolo




Hallo,

ich möchte mir nach vielen Jahren ohne Rad diesen Zustand ändern bin aber noch etwas unschlüssig was das passende Rad für mich ist und mir wurde empfohlen mir hier Rat zu holen.

Zu meiner Person, ich bin in erster Linie (relativ ambitionierter) Läufer und habe auch nicht vor das zu ändern. Ich möchte mir trotzdem ein Rad zum ergänzenden Training zulegen, einerseits für Zeiten (kleinerer) Verletzungen aber auch zur Prävention selbiger um Überlastungserscheinungen beim Laufen zu verringern. D.h. die sportliche Anwendung steht zwar im Vordergrund (und Spaß darf es auch machen), aber ich möchte mit dem Rad keine Rennen fahren, kein zusätzliches (übermäßiges) Verletzungsrisiko eingehen und auch keinen übermäßigen Wartungsaufwand haben. Optik und Technikdetails sind mir weitgehend egal, es soll halt frustfrei als Trainingsgerät funktionieren, halbwegs robust sein und möglichst vielseitig einsetzbar sein. Haupteinsatzgebiet wird realistischer Weise der flachere Südosten von Wien sein, überlange Ausfahrten habe ich aus heutiger Sicht nicht vor, Hügel/Berge habe ich zwar auch gerne (bin auch von der Statur - 175 / 64kg - eher dafür geeignet und hab zumindest beim Laufen eine sehr ordentliche Bergauffähigkeit) aber nicht vor der Haustüre. Bisher habe ich für meine Alternativtrainingszwecke im Winter einen (Billig)ergometer und im Sommer die Wiener Leihcitybikes verwendet, d.h. es kann nur besser werden.

Grundsätzlich wurde mir von anderen radkundigeren Läufern sehr zu einem Rennrad geraten. Preislich wurden mir ca. 1500 Euro für ein vernünftiges Rad inkl. der nicht vermeidbaren sonstigen Ausrüstung (Helm, Brille, Pedale, Schuhe usw, hab ja gar nix) als realistisch bestätigt. Leider steigt mit dem Informationsstand meinerseits auch eher die Verunsicherung was eigentlich das passende Rad wäre. Zunächst hätte ich z.B. zu einem Canyon Endurace AL 6.0 tendiert, wird bei Tests in meiner Preisklasse hoch gelobt und der Kauf per Versand ist mir trotz aller Unsicherheiten bei der Größe grundsätzlich sympathischer (da ich die Fehlberatungen in „meiner“ Sportart im Fachhandel gegenüber unkundigen kenne und mich da lieber gleich selber schlau mache, vllt aber auch nur ein falsches Vorurteil). Nach einem Urlaub in den Bergen bin ich mir aber nicht sicher ob ein Rennrad das richtige für mich ist, ich hab zwar keine Ambitionen im wirklichen Gelände zu fahren, aber eine nicht asphaltierte Forststraße fahren zu können (z.B. zur besseren Kombinationsmöglichkeit mit einem Berglauf) sowie die bessere Ganzjahrestauglichkeit würden für ein Crossrad sprechen. Da könnte ich mir z.B. das Rose Pro DX Cross-2000 vorstellen, preislich auch noch etwa in der Region die mich nicht (ab)schreckt. Die Nachteile auf Asphalt gegenüber einem „echten“ Rennrad kann ich allerdings mangels (Renn)raderfahrung überhaupt nicht abschätzen und auch nicht wirklich wie in der Praxis der Nichtasphaltanteil aussehen würde. Realistischer Weise würde das Rad wohl (für die nicht Hauptsportart) auf gar nicht so wenige Einsatzstunden/kilometer kommen und demnach wäre ich auch beim Budget flexibel wenn es gute Argumente gibt mehr auszugeben.

Gibt es von den kundigeren Irgendwelche Einschätzungen ob für meine Zwecke das Rennrad oder Crossrad sinnvoller sein könnte und im Idealfall gleich konkrete Hinweise was jeweils ein interessantes Modell sein könnte (bzw. ich mit meinen Vorschlägen richtig liegen könnte)? Bonusfrage, was wäre die dazu (jeweils) passende sonstige Ausrüstung, von Pedalen, Helmen und Radschuhen habe ich überhaupt keine Ahnung (gerne ganz konkrete Vorschläge, aber auch Hinweise auf was bzgl. Kompatibilität usw. zu achten ist)?

Besten Dank im Voraus!

CobbDouglas
12-08-2015, 09:57
Besten Dank für die hilfreichen Inputs und die soweit klarer Tendenz in Richtung Crosser/Anyroad/Gravel. Andere Meinungen sind natürlich trotzdem weiterhin willkommen.

Shimano 105er hatte ich bereits im Auge (unabhängig ob RR oder nicht) und ist wohl realistisch für mein Budget. Das Argument bzgl. abwarten bis zur Eurobike kann ich natürlich nachvollziehen, bei mir besteht da halt leider massive Verschleppungsgefahr. Den letzten Anlauf mir ein Rad zuzulegen wollte ich im März/April starten und nur eine erneute kleinere Verletzung hat mich wieder daran erinnert das Thema Rad als Alternative zum nur laufen wieder aktiver zu verfolgen. Ich hab mich auch versucht in das Thema Anyroad (danke für den Link!) ein bisschen einzulesen und scheinbar ist das was für mich praktisch erscheint tatsächlich ein aktueller Trend, das war mir nicht klar und soll kein Nachteil sein. Beim Budget ist halt immer zu bedenken dass das schon auch (im Idealfall) die sonstige nötige Ausrüstung beinhalten soll, ich besitze wie gesagt exakt nichts und im Idealfall wäre daher das Rad der Wahl näher bei 1000 als bei 1500 um eben insgesamt nicht unbedingt die 1500 Euro zu weit zu überschreiten. Ich komme halt schlicht von einer sehr billigen Sportart (um 1500 Euro bekomme ich bis zu 20 Paar Laufschuhe die für 20.000km oder 5 Saisonen reichen), was beim Rad eine bisschen bessere Komponente mehr kostet, kostet bei mir sonst wohl die gesamte Ausrüstung die ich brauche. Aber da muss ich natürlich umdenken, nur sofort muss man die eigenen Preisvorstellungen auch nicht über Board werfen.

Jedenfalls würde ich mich über weitere Inputs und gerne auch ganz konkrete Vorschläge freuen, gerne auch Händler die ich dafür im Auge behalten sollte.

chriz
12-08-2015, 10:17
Ein Rad das auch deinen Anforderungen entspricht ist das Giant Revolt (http://www.giant-bicycles.com/de-at/bikes/model/revolt.1/20228/79536/) Preislich sehr interessant und ich denke auch ausreichend was die Ausstattung betrifft.

CobbDouglas
12-08-2015, 15:47
Ich hab mal versucht die hier genannten Räder in Listenform (nach Preis aufsteigend) zu bringen und um ein paar weitere ergänzt:

Ridley X-Bow 10 Disc (1170-1300)
Giant Revolt 1 (1200)
Giant TCX SLR 2 (1300)
Ridley X-Ride 20 Disc (1300-1450)
ROSE PRO DX CROSS-2000 (1300 inkl. Versand)
CANNONDALE CAAD X 105 Disc (1500)
Trek Crockett 5 Disc (1700)

Für mich sehen die alle mehr oder weniger gleichwertig aus, in meiner Preisliga und Wissensstand wirkt vor allem Ridley potentiell interessant.

Reini Hörmann
12-08-2015, 15:58
du vermengst halt reine crosser wie die ridleys mit gravel wie: crocket u revolt - der Unterschied ist hier die andere Geometrie*

CobbDouglas
12-08-2015, 16:12
Das kann schon sein, nur leider werde ich als Laie aus den Hersteller und Händlerangaben nicht wirklich schlau. Laut diesen klingt es für mich genau andersrum. Beim Crocket steht z.B. "Das Crockett fahren und siegen. Jedes Feature dieser Cyclocross-Maschine aus Aluminium ist darauf ausgelegt, Rennen zu fahren und zu gewinnen – von der Race-Geometrie über die starken Bremsen bis hin zu den in zahlreichen Cross-Rennen bewährten Komponenten." Ich hab halt versucht die Marken die hier genannt wurden in meinem Preissegment mal zu durchforsten, wäre ich mir meiner Sache sicher hätte ich die Liste nicht gepostet.

hermes
12-08-2015, 16:13
wenn der preis wirklich entscheidend sein sollt, würde ich eher einen crosser im abverkauf nehmen, die werden sicher in den nächsten zwei wochen um kleines geld rausgeschmissen. so wahnsinnig unterschiedlich ist die geometrie auch wieder nicht. es gibt auch crosser, die nicht auf reinen rennsport ausgelegt sind. auch welche mit disk. gravel ist der neue trend und die hersteller werden sich das auch entsprechend bezahlen lassen.
als sofortmaßnahme wäre auch ein gebrauchter crosser zu überlegen. dann kannst heuer nohc ein bisserl herumgurken und weißt (besser als jetzt), was du brauchst oder willst, wenn du was neues (teureres) kaufen willst.

chriz
12-08-2015, 16:29
Wenns ein Crosser wird würde ich darauf achten das er keine Renn Geometrie hat sonst werden lange Touren zur Qual.

Reini Hörmann
12-08-2015, 16:35
das crokett hat mehr reach (ist etwas gestreckter) u ist länger als aggressive crosser..der Stack ist hingegen relativ niedrig..

ich bin da nicht der Meinung von Hermes..die geos sind teilweise sehr unterschiedlich u 1 Grad *Steuerwinkel mach ein normal agiles Rad recht stur oder im Gegenteil vielleicht relativ "nervös"

Doktorarbeit muss man aber auch keine draus machen.

Tests lesen, hier nachfragen wenn was unklar ist - u auch ein bissl von der eigenen Leidenschaft leiten lassen ;-)

hermes
12-08-2015, 16:51
ich bin da nicht der Meinung von Hermes..
das ist nicht zulässig. :D

wenn jemand sein erstes rad kauft, dann wird ihm (oder ihr) 1° steuerwinkel auf oder ab sowas von plutzn sein .... ich bin schon ein paar km gefahren in meinem leben, du 100x mehr, wir merken sowas. mein erstes rennrad vor fast 30 jahren war irgendeine gurke (im nachhinein), aber mir hats getaugt und ich hab damit rennradfahren gelernt (und die liebe zu dieser art der fortbewegung). ob das rad schwerfällig oder agil war, hab ich nicht feststellen können, es fehlte der vergleich. darum würd ich jedem einsteiger empfehlen, sich mal günstig was zu besorgen, was größenmäßig passt, und damit möglichst viel zu fahren. dann mit anderen rädern vergleichen (probefahren) und schauen, was ist besser, was schlechter, kurz die eigenen bedürfnisse versuchen zu definieren.
was ist, wenn der threadsersteller völlig ein rennradfahren reinkippt und in drei monaten eigentlich lieber einen reinrassigen renner mit racegeometrie will? dann ist ein gravel genau verkehrt.
ich finde im wiener raum ist ein crosser oder gravelbike das ideale einstiegsgefährt und da crosser derzeit noch einfach und in größerer auswahl zu beschaffen sind, würd ich eher sowas besorgen.
wenn man dann weiß, was man will, dann hat mans leichter (oder schwerer :)) und man muss auch nicht das bikeboard fragen ;)

Reini Hörmann
12-08-2015, 17:00
was soll ich da noch sagen, wenn Widerrede keine Option ist ;-)

CobbDouglas
12-08-2015, 18:08
Ich vermute mal Hermes hat in meinem Fall recht, ich würde wohl den Unterschied nicht merken. Außerdem habe ich (aus heutiger Sicht, was die Zukunft bringt weiß man nicht) nicht vor wirklich lange Touren zu fahren. Bis vor einem 3/4 Jahr war ein Radkauf für mich völlig uninteressant, aber nachdem ich heuer im Winter teilweise jeden Tag am Ergometer gesessen bin weil laufen nicht ging kaufe ich mir lieber ein Radl das mir als Ahnungslosen halbwegs Spaß macht und verlagere einen Teil (den kleineren!) der Belastung weg vom laufen und hin zum radeln. Und wenn es mal wieder mehr zwickt (wie derzeit, Zehe gebrochen, da ist laufen möglich aber wohl nicht die bestmöglich Therapie) wäre ein Rad das besser als ein Leihcitybike ist vllt eine Motivation um ein bisschen mehr zu radeln und das laufen mal ein paar Tage ganz zu lassen. Wie gesagt, es soll eine Ergänzung und ein Backup sein, kein Selbstzweck. Gerade deshalb ist mir eben auch eine gewisse Robustheit wichtig, im Gegensatz zu vielen hier will ich eben nicht schrauben und herum tüfteln sondern hätte gerne etwas was bei (fast) jeder Witterung und in (fast) jeder Gegend zuverlässig einsetzbar ist. am liebsten für 10.000km ohne einen Handgriff zu machen aber das es das nicht spielen wird ist mir auch klar. Da erscheint mir eben ein reines Rennrad ein bisschen zu einschränkend, eben auch wegen der Wintertauglichkeit in Wien bzw. der Einsetzbarkeit im Urlaub wo vllt nicht immer alles asphaltiert ist. Ein gebrauchtes Rad wäre grundsätzlich natürlich auch eine Option, nur habe ich da eben mangels Fachkenntnis ein (noch) schlechteres Gefühl als bei einem Neukauf. Viele gebrauchte Räder wirken für mich immer noch nicht wirklich billig, wenn das dann ein völliger Fehlkauf ist (weil etwas schlicht kaputt ist und ich es nicht gleich merke oder sonst etwas gar nicht passt) wäre es auch Schade und würde wohl dazu führen das Thema Rad fahren wieder ganz bleiben zu lassen. Es soll halt schlicht genug Freude machen und dran zu bleiben und dafür dachte ich sollte mein finanzieller Rahmen gut passen.

CobbDouglas
14-08-2015, 13:34
Ich werde mich heute am Heimweg von der Arbeit erstmals in die fremde Welt Radgeschäft trauen und habe (auch da der Händler über Cube, Stevens und Cannondale verfügen sollte) dafür meine Liste ergänzt und versuch in zwei Gruppen zu teilen:

Cube Cross Race Disc black (960-1200)
Giant Revolt 1 (1200) 10,2kg
Stevens Gavere Disc (1300) 9,7kg
CANNONDALE CAAD X 105 Disc (1500) 10,0kg
Cube Cross Race Disc Pro (1600) (Ultegra) 10,2kg
Trek Crockett 5 Disc (1600-1700) 9,5kg


Ridley X-Bow 10 Disc (1170-1300)
Giant TCX SLR 2 (1300) 9,9kg
Ridley X-Ride 20 Disc (1300-1450)
ROSE PRO DX CROSS-2000 (1300 inkl. Versand) 9,2kg

Neu dazu gekommen ist in erster Linie das Cube Cross Race Disc (Pro), das sogar in der teureren Variante mit Ultegra noch halbwegs im Budget sein könnte sowie das Stevens Gavere Disc. Gibt es dazu Meinungen bzw. könnte diese Liste ein guter Startpunkt sein?

CobbDouglas
14-08-2015, 15:45
Gerade das Gavere Probe gefahren und hat schon sehr Spaß gemacht und das WE gleich nutzen können würde Freude machen. Verlockend.

daybreak
17-08-2015, 18:07
Willkommen C/D :) Ich merk grad ich war vor lauter Herumgerenne schon zu lange nicht mehr in diesem Forum - wird mal wieder Zeit sich von run42195 hierher zu verlagern.

Es ist dann also das Stevens geworden, und das halte ich für eine sehr gute Wahl für deine Anforderungen. Wintertauglich, du kannst auch auf Schotterstrassen fahren, und wenn der Fetischismus so richtig zuschlägt kannst du dir ja immer noch was anderes zulegen. Wie du gesehen hast hab ich was ganz ähnliches für die Stadt, wobei ich dein Material für besser halte, und nicht nur was das Preis/Leistungsverhältnis betrifft. Ideal wäre vielleicht noch gewesen Schutzbleche anschrauben zu können um daraus ein Reiserad zu machen bzw den Hintern bei schneematsch nicht voll zu kriegen, das seh ich jetzt nicht, aber das passt schon so, gibt ja auch so Gummizuglösungen.

LG [d|j]b

CobbDouglas
17-08-2015, 23:08
Genau, das Stevens Gavere ist es im Endeffekt geworden, die ersten 3 Minirunden haben viel Freude gemacht und genug "ich-will-auch" bei mir zu Hause ausgelöst um eben auch noch einen zweiten Crosser zu besorgen. Schutzbleche kann man nachrüsten, da es dann doch eine Schnellentscheidung war hab ich einfach mal alles essentielle (also Helm/Pedale/Schuhe) gekauft um es am selben Tag noch nützen zu können bzw. gleich damit heimradeln zu können und sonst muss (noch) das Laufzeug reichen bzw. werde ich in Ruhe nach/aufrüsten (da werde ich mich eh noch mit Fragen an Dich wenden). Jetzt muss ich für eine Ausfahrt nur noch fit genug am Rad werden damit ich Dich nicht unterfordere oder halt hinreichend läuferisch vorbelasten. :)

Reini Hörmann
18-08-2015, 06:15
zeig doch mal ein pic;-)

CobbDouglas
18-08-2015, 17:01
Ein eigenes Bild kann ich noch nicht bieten, aber nachdem alles "von der Stange" ist sieht es eh genau so http://www.stevensbikes.de/2015/index.php?bik_id=9&cou=AT&lang=de_DE aus (nur eine Staubschicht muss man sich derzeit dazu denken :) ).

Reini Hörmann
18-08-2015, 17:14
gefällt mir sehr gut - nicht zu schwer - 105er, top - guter Kauf da bin ich sicher

6.8
18-08-2015, 17:18
Da fehlt wirklich nix, die aktuell besten mechanischen Scheibenbremsen verbaut und die 105 in der 11-fach Version, um den Preis ein wirklich sehr gutes Rad.
Viel Spaß damit.

NoBizarro
18-08-2015, 17:34
Ich habe das Rad in der Vorgänger Version und bin super zufrieden damit. Von der Geometrie her ist es eh eher ein Gravel als ein Crosser glaub ich.

hermes
19-08-2015, 08:38
gutes einsteigerangebot. viel spaß damit.
einzig das gewicht ist nicht ganz optimal (in der preisklasse aber ok). ich nehm an, dass du bei bedarf durch den tausch der oxygen teile doch einiges einsparen kannst. aber das hat zeit ...

Alex0303
19-08-2015, 08:57
Schönes Rad, gute Ausstattung

Viel Spaß damit :D

CobbDouglas
19-08-2015, 09:56
Danke für die Rückmeldungen, ich bin soweit auch sehr zufrieden und freut mich wenn ich wohl beim Schnellkauf ganz gut gelegen bin.

Bzgl. Gewicht, soweit ich es überblicke sind die in der Preisklasse alle etwa gleich schwer, das hier empfohlene Giant Revolt 1 wäre mit 10,2kg ein halbes Kilo schwerer gewesen, ähnlich das Cannondle CAAD X 105 Disc (10,0kg bzw. plus 0,3) und das bisschen teurere Trek Crockett 5 Disc mit 9,5kg 0,2kg leichter. Für meine Relationen ist es, wenn ich es hebe, einfach nur super-leicht, ich hab da eindeutig (noch) andere Ansprüche wie ihr. Wenn mir das Systemgewicht (Faher/Rad/Zubehör) zu schwer sein sollte muss ich halt bei mir selber ansetzen, ist am billigsten ist und bringt mir auch beim laufen was.

daybreak
19-08-2015, 10:02
Gewicht +/- 1kg ist für deine Zwecke derzeit wurscht. Du fährst ja keine Rennen, sondern willst einen Trainingseffekt. Der ist bei mehr Gewicht besser. Am besten am Citybike, da kriegt man sowohl Kraft als auch Trittfrequenz (und das ist selten) :)

Wenn du einen spürbaren Unterschied fühlen willst und (fast) nur auf Asphalt unterwegs bist, kannst du ja mal die recht dicken Racing Ralph oder was da drauf ist durch was leichteres Rennradmässigeres ersetzen. Ich hab vorne einen 25er, hinten einen 28 Conti 4 Season. Im Herbst wenns gatschig wird kommt dann wieder was dickeres drauf, zB Conti X King.

Im übrigen kann man noch immer später Teile durch was leichteres ersetzen wenn man zuviel Geld hat.

Was ist aber jetzt mit einer gemeinsamen Kurzausfahrt? :)

CobbDouglas
19-08-2015, 13:11
Für das nächste Frühjahr habe ich mir eh andere Reifen oder gleich ein zweites Laufradset überlegt, jetzt ist der Herbst ja schon im Anmarsch. Wegen der Kurzausfahrt, ich bin heute mit Rad im Büro, ich schreibt Dir eine Nachricht.