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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Federgablen mit besonders "weichem" Setup?



Geleb
12-08-2015, 19:45
Ich habe mal gehört, dass es bei Federgabeln die zwei "Philosophien" gibt, entweder etwas straffer zu arbeiten um dem Fahrer ein besseres Feedback über den Untergrund zu geben oder sehr weich zu federn um möglichst viel Fahrkomfort zu gewährleisten.

Erstens: Stimmt das überhaupt?

Zweitens: Wenn ja, welche Gabeln sind für letztere Eigenschaft bekannt, reduzieren also am meisten Vibrationen?

Drittens: Wenn ich über einen schlechteren Feldweg fahre, wird dann eine gute 140mm Gabel mehr Komfort bieten als eine gute 100mm Gabel oder spürt man den Unterschied bei der 140mm Gabel erst bei groben Schlägen?

Danke für ein paar Infos.

extremecarver
12-08-2015, 19:58
Am meisten Komfort haben Stahl/Titanfeder Zocchis. Wobei die älteren noch weicher waren als die aktuellen.


Wobei - wenn ProCore, DeanEasy und ähnliche Systeme wirklich mal verfügbar sind, denke ich ist echt die bessere Variante sehr straffe Gabel und halt den Reifen richtig weich - zumindest wenns schneller bergab gehen soll. Für XC würde ich wohl eher die weiche Gabel bevorzugen - da der Rollwiderstand mit superweichen Reifen einfach doch zu hoch wird...

FireGuy
12-08-2015, 20:24
je härter die Gabel, desto weniger sinkst du in Löchern und Gruben ein. Das kann ab einem gewissen Speed mehr Fahrkomfort bringen als eine Weiche Gabel die dem Untergrund komplett folgt, setzt aber mehr fahrkönnen voraus und ist anstrengender
Quasi selbes Phänomen: fährst du eine lange Stiege langsam wirst du herumgeschaukelt weil jedes mal die Gabel einsinkt, fährst du schnell runter wirst du weit weniger Schläge bekommen und es fühlt sich ruhiger an.
Das hat jetzt bitte nur mit der Federhärte (harte Stahlfeder, viel Luftdruck) zu tun und nicht damit ob eine Gabel eine gute oder schlechte Dämpfung hat.

Ich fahre tendentiell ein sehr hartes Setup, welches mich schon sehr oft davon bewahrt hat über den Lenker abzusteigen falls man doch mal ein Loch übersieht und reinheizt.

Auf der anderen Seite war ich jetzt eine Woche in Saalbach mit einer, für mich, recht weichen Coil Gabel, die aber eine brilliante Dämpfung hat und somit auch nicht gleich eingesunken ist wenn ich mal ein Loch mitgenommen habe.
War sehr angenehm weils auf den langen Rumpelpassagen doch deutlich weniger in die Arme und Hände geht


zu 3: wenn du nur 30mm Federweg bei solch schlechten Wegen nutzt, wirst du bei gleich guter 140mm und 100mm Gabel keinen Unterschied merken