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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Baugrundstück



MDSmike
23-10-2016, 13:31
Schönen Sonntag Nachmittag,

da wir langfristig unsere Wohnsituation verändern wollen überlegen wir schon länger wie wir tun sollen, gestern hamma uns mal ein Grundstück angeschaut....würd uns vor allem wegen der Lage ansprechen (u.a. direkter Zugang zur Ybbs, wer die Gegend kennt weiß viell. wovon ich spreche.)
Leider ist die Grundfläche mMn a bissl komisch.
Da wir uns in der Tiefe noch gar nicht mit bauen beschäftigt haben und um Bekanntenkreis auch nicht unbedingt erfahrene Häuslbauer haben möchte ich einfach hier mal nachfragen ob/wie man das Grundstück überhaupt gscheit verwerten kann, bevor wir uns näher mit dem Thema beschäftigen.

Hab jetzt auf die schnelle mal den Plan a bissl vermessen und im Netz mal gschaut das so ein kleines Fertighäuschen ca. 10x10m hat .....
Wo/Wie soll man da ein Haus hinbauen das man von Rest des Grundstücks auch was hat, vor allem der nördliche/schmale Teil?

Wäre für etwas Imput bzw. Erfahrungen sehr Dankbar.

Nr. 7 (712m²)
182255
Viele Grüße
Mike

bs99
23-10-2016, 13:35
Für genau sowas wurde der Beruf des Architekten geschaffen.
Aus so einem Grundstück kann man sicher was tolles machen.

exotec
23-10-2016, 13:54
wir hatten von der Gemeinde auch ein paar so "schiefe" Grundstücke zum Vergeben - da haben die Bauherrn und Frauen die tollsten Häuser drauf gestellt.

Wie siehts dort mit Hochwasser aus? die Ybbs kanns doch auch ganz schön org treiben

MDSmike
23-10-2016, 14:19
Das stimmt natürlich das man aus jedem Grundstück mit dem entsprechenden Aufwand was machen kann, das ist halt dann eine Kostenfrage auch.
Ich stell mir da als erstes ja einen Viereckigen Grundriss ohne viel Schnickschnack vor, sowas kannst halt auf an "normalen" Grundstück immer hinstellen.

Hochwasser is da sicher kein Problem, da is schon a gscheite Leitn runter und vorher rinnts auf der anderen Seite raus.

Siegfried
24-10-2016, 07:25
Allem voran würde ich mir mal den Gefahrenzonenplan anschauen: www.noel.gv.at
Oben Rechts in dem blauen Feld "Alle Karten" -> Kartencenter -> Gewässer -> Hochwasser
Dann hast du schonmal einen groben Überblick, wo die Hochwasseranschlagslinien liegen, denn "eine gscheiten Leitn" ist ein sehr relativer Begriff, wenn wirklich was sein sollte (was gem. aktuellen Flächenwidmungsgrundsätzen eh nicht sein dürfte)

Die Form vom Grundstück würde mich jetzt nicht stören, da lässt sich mithilfe eines gschickten planenden Baumeisters oder Architekten was Lebenswertes schaffen, da seh ich pers. kein Problem.

Da du ja schon informiert sein wirst, wirst du wissen, dass in NÖ die Wohnbauförderung bis 150m² Wohnnutzfläche geht, alles darüber sind schonwieder Minderungsgründe, und dass du beinahe Passivhaus-Standard bauen musst, um den vollen Förderbetrag zu bekommen, ist dir sicher auch bekannt.

Je nach persönlichem Gusto, Nachbarschaftssituation usw. ergibt sich dann, wo man das Haus positioniert, oder wie man es gestaltet. Evtl. bietet sich ein L-förmiger Grundriss an, wenn man z.B. die (Südwest?-seitige) Terrasse vom Nachbarn abgeschottet haben möchte. Wohnräume nach Süden, Schlaf- und Nutzräume eher nach Norden bzw. Nordost usw..... aber das macht dir eh der Planer dann.

Ich meine, dass die Grundstücksform kein Handicap ist, da was Feines draus zu machen - in welcher Form auch immer (und bitte überleg dir das mit dem Schuhkarton-Fertighaus, du lebst schließlich die nächsten Jahrzehnte darin!)

hermes
24-10-2016, 09:18
Für genau sowas wurde der Beruf des Architekten geschaffen.
Aus so einem Grundstück kann man sicher was tolles machen.
stimmt.

Ich meine, dass die Grundstücksform kein Handicap ist, da was Feines draus zu machen - in welcher Form auch immer (und bitte überleg dir das mit dem Schuhkarton-Fertighaus, du lebst schließlich die nächsten Jahrzehnte darin!)
stimmt auch.
aus fast jedem grundstück lässt sich was machen, aber wenns nicht eben und rechteckig ist, dann sind die häuser von der stange halt meist nur ein kompromiss. ich möchte nicht 30 jahre in einem kompromiss leben, wenn ich nicht muss. ein großer teil der kosten hängt von der größe und dem ausstattungslevel ab. da kann man sparen. ein guter Grundriss muss nicth groß sein, das reine schielen nach m² ist meistens der falsche weg. bei der ausstattung kann man im laufe der jahre viele nachrüsten, manchmal muss man halt während dem bau das schon berücksichtigen, da kostets aber nix.

wenn die flussböschung gegenüber tiefer ist als eure, dann passt das schon.

der Markus
24-10-2016, 10:15
wenn die flussböschung gegenüber tiefer ist als eure, dann passt das schon.

Gefährliche Aussage! Wenn 20 m neben der Böschung im Vorland ein Damm steht, der höher als das besagte Grundstück ist dann hilft die niedrigere Böschung auch nichts. Wie schon geschrieben wurde SOLLTE das dann aber eh noch gewidmet werden. SOLLTE, weil ich selbst in der Branche arbeite und schon alles gesehen hab. In der gelben Zone kann man ja bauen ;)

Siegfried
24-10-2016, 10:28
Wenn ich einen "Konusverlauf" von 11m (nördl.) auf 24m (südl.) sehe, dann drängt sich mir eine abgesetzte Form oder tatsächlich ein "L" auf, mit einem rechteckigen- oder quadratischen Grundriss nimmst du dem Grundstück sehr viel der Möglichkeiten, die sich bieten.

MDSmike
24-10-2016, 20:19
Danke für die Rückmeldungen...
hab mir das gestern mit meinem Vater auch gleich angeschaut, der hat zumindest vor 20 Jahren mal selbst gebaut.
mein auch das das schon passen würde...danach schnell mal a Modell gemacht das ich mit die Größenverhältnisse a bissl vorstellen kann. (Carport,Haus, Gartenhütte/Radlwerkstatt, Garten, Chillecke, Schaukel,....;-)
182317

@Hochwasser: is wirklich kein Thema, da steht vorher das ganze Ybbstal unter Wasser (auch auf www.noel.gv.at is da nix eingezeichnet)

@Haus: denke da sowieso an was kleineres, Richtwert 130m². Mit dem Was und Wie hab ich mich noch recht wenig beschäftigt.
Haben in den letzten 1,5 Jahren eigentlich eher geschaut ob wir uns ein schon bestehendes Haus kaufen können, da tut sich aber nix gescheites auf.

@Kompromiss: aus diesem Grund will ich ja nicht schon beim Grundstück einen eingehen. Die Lage ist halt ein Traum.

LG Mike

NoNick
24-10-2016, 20:20
Das eigentliche flussbett ist breitet als das sichtbare, egal wie hoch dIe Böschung ist, das Wasser muss net zwangsweise 'uber die ufer treten' um das Haus zu gefährden. Es steigt eben als Grundwasser an. Der tip mit dem Gefahrenzonen plan tat ich beherzigen und mir auch gleich die grundwasserpegelstande der letzten jahre anschauen :-)w
welches Geld meinst kannst beim Architekten sparen, dass du dann nicht vielleicht um den Faktor 4

an baufehlern verbratest? ;-)

MDSmike
24-10-2016, 20:49
das euch das Hochwasser so beschäftigt...is wohl zu oft in den Medien :p, ernsthaft, ich bin zwar nicht gut im Abschätzen von Höhen/Längen, aber da geht's a Haushöhe runter 6-7-8 Meter. Laserscan sagt 8m Unterschied. (Gegenüber sinds 4m und Fläche ohne Ende)

Wie schon geschrieben gibt's zum Haus noch keine konkreten Plan, weder Pro Fertighaus, noch Kontra Architekt.
Jetzt wird mal abgesteckt ob's das Grundstück werden soll.

Siegfried
25-10-2016, 07:08
Danke für die Rückmeldungen...
hab mir das gestern mit meinem Vater auch gleich angeschaut, der hat zumindest vor 20 Jahren mal selbst gebaut.
mein auch das das schon passen würde...danach schnell mal a Modell gemacht das ich mit die Größenverhältnisse a bissl vorstellen kann. (Carport,Haus, Gartenhütte/Radlwerkstatt, Garten, Chillecke, Schaukel,....;-)
182317

@Hochwasser: is wirklich kein Thema, da steht vorher das ganze Ybbstal unter Wasser (auch auf www.noel.gv.at is da nix eingezeichnet)

@Haus: denke da sowieso an was kleineres, Richtwert 130m². Mit dem Was und Wie hab ich mich noch recht wenig beschäftigt.
Haben in den letzten 1,5 Jahren eigentlich eher geschaut ob wir uns ein schon bestehendes Haus kaufen können, da tut sich aber nix gescheites auf.

@Kompromiss: aus diesem Grund will ich ja nicht schon beim Grundstück einen eingehen. Die Lage ist halt ein Traum.

LG Mike

Das Grobkonzept gibt ja eh schon tadellos Aufschluss darüber, wo es hingehen kann. Wenn die Gefahrenzonenkarten nichts ausweisen darfst du davon ausgehen, dass das passt. Thema Wasser somit erledigt ;)

bs99
25-10-2016, 09:50
Danke für die Rückmeldungen...
hab mir das gestern mit meinem Vater auch gleich angeschaut, der hat zumindest vor 20 Jahren mal selbst gebaut.
mein auch das das schon passen würde...danach schnell mal a Modell gemacht das ich mit die Größenverhältnisse a bissl vorstellen kann. (Carport,Haus, Gartenhütte/Radlwerkstatt, Garten, Chillecke, Schaukel,....;-)
182317

@Hochwasser: is wirklich kein Thema, da steht vorher das ganze Ybbstal unter Wasser (auch auf www.noel.gv.at is da nix eingezeichnet)

@Haus: denke da sowieso an was kleineres, Richtwert 130m². Mit dem Was und Wie hab ich mich noch recht wenig beschäftigt.
Haben in den letzten 1,5 Jahren eigentlich eher geschaut ob wir uns ein schon bestehendes Haus kaufen können, da tut sich aber nix gescheites auf.

@Kompromiss: aus diesem Grund will ich ja nicht schon beim Grundstück einen eingehen. Die Lage ist halt ein Traum.

LG Mike

Ich hoffe Du bist mir nicht böse, aber wenn ich mir das Modell ansehe solltest Du besser einen Architekten - zumindest für Entwurf und Einreichplanung - beauftragen.
Du hast kaum mehr nutzbare Grundstücksfläche, das Ganze wirkt konzeptlos und "verhüttelt".

Abgesehen vom gestalterischen Anspruch musst Du bei so einer Bebauung auch für jeden einzelnen Baukörper eine Fundamentierung vorsehen.
In einem Ufer- und Hangbereich wo uU bindige Böden sind die ordentliche Fundamente und Drainagierung benötigen, geht das ins Geld wenn Du das gscheit machen willst - da hast mit einer intelligenten Planung fast schon das Architektenhonorar eingespart.

hermes
25-10-2016, 10:06
Flächenwidmungsplan und bebauungsbestimmungen gehören auch erhoben - carport direkt an der grundgrenze sieht man zwar häufig, weils praktisch ist, in den wenigsten fällen ist es allerdings erlaubt ;)

MDSmike
25-10-2016, 20:34
Ich hoffe Du bist mir nicht böse
Sicher nicht, wieso auch...war ja eine 10 Minuten-Aktion nur um circa zu sehen wie die Größenrelationen sind, da steht noch nicht mal Ansatzweise ein Plan dahinter.
Natürlich werden wir uns das von einem Profi entwerfen/planen lassen (müssen).

aber vorerst geht's ja mal ums Grundstück, und da glaub ich schaut's ja nimma so schlecht aus wie's am ersten Blick ausgeschaut hatte.
Nächster Schritt ist mal a Termin bei der Bank...dann schau ma weiter.

hermes
26-10-2016, 14:19
man kann fast aus jedem grundstück was ordentliches machen, wenn man es kann ;)

NoFatMan
26-10-2016, 14:55
als Wiener muss ich immer lachen, wenn ich lese, was Kleines nur 130 m²
mein Haus hat 55 m² Grundfläche ( x 3 Ebenen ) und damit bin ich im Stadtbereich gar nicht mal so schlecht aufgestellt

aha, und jetzt wo die Kinder aus dem Haus sind, ist es auch gleich mal gar nicht mehr so eng

PS: ich finde das Grundstück von der Ferne her großartig und würde auch SEHR großen Wert auf eine entsprechende Bepflanzung setzen
und diese in der Planung auch berücksichtigen, in meiner Jugend als Bauzeichner war das auf jedem Plan auch üblich
bei manchen nur zur Deko für den Einreichplan - ein Bekannter war aber Gartenarchitekt und die ( entwickelten ) Gärten waren einfach toll