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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage an die erfahrenen Mehrtagestourenfahrer - hinsichtlich ~1500km tour



Flex
07-08-2019, 15:24
Hallo allerseits,

ich haette eine Frage an euch, ich hab da so eine (leicht schwachsinnige) idee in meinem Kopf, und zwar wuerde ich gerne von London mit dem Crosser bis nach Wien bzw. Moedling fahren.

Habe da mal grob eine (Gravel-)Route geplant: https://www.komoot.de/tour/82859535?ref=wtd

1 567 km
16 800 m

wieviele Tage sind fuer sowas realistisch/sinnvoll, damit es noch halbwegs spass macht?

Reini Hörmann
07-08-2019, 15:42
ich denke, das „noch halbwegs spaß“ versteht jeder anders - mehr als 5 bis 6h fahre ich persönlich bei radreisen am tag nicht. ich möchte was sehen, gut essen u trinken u eben das gefühl haben, dass es mir spaß macht.

auf der straße ist es einfacher einzuschätzen wie weit man kommt, auch wenn es regnet.
mit dem crosser ist das anders- fahrverbote, schlamm oder wege die es nicht mehr gibt-können zu gravierenden umwegen oder verzögerungen führen. dazu plane ich pro woche einen halben oder ganzen ruhetag ein.

thingamagoop
07-08-2019, 15:47
Auf Gravel musst du mit einer wesentlich geringeren Tagesleistung rechnen. Ich würde mal schätzen, dass du nur 140km auf Gravel machst, wo 200km auf der Straße drinnen sind. Wieviel dir am Tag Spaß macht kann ich natürlich nicht einschätzen. Schau, dass du jeden Tag gut isst und ausschlafen kannst, das macht fast am meisten aus....Such dir zu den Gravelabschnitten jeweils auch eine Parallelvariante auf Asphalt. Wenn es mal regnet bist du dankbar darum, da macht eine Schlammschlacht im Gravel wenig Spaß.

Und das wichtigste: Wenns so weit ist musst du berichten!

ventoux
07-08-2019, 16:59
Was auch noch zu bedenken ist das vielleicht nicht immer alles was geplant ist auch tatsächlich fahrbar ist. Das kostet dann viel Zeit und Geduld.
Ansonsten aber coole Aktion :klatsch:

Flex
07-08-2019, 17:00
ja also generell haette ich mal vermutet, dass so 100-150km pro (Fahr)Tag machbar sein sollten. D.h. ich haette 10-14 Tage Fahrzeit angedacht. Wieviele Ruhetage wuerdet ihr da extra einplanen?

Zeitlich wuerde ich da derzeit am ehesten Ende Dezember dazu kommen, allerdings ist das halt eine Schwachsinnsidee zu der Jahreszeit eine so lange Strecke zu fahren. (Wobei letztes Jahr hab ich auch die Festive 500 geschafft, und zwar nur mit "Nightrides") Solang es nicht zu kalt ist oder permanent regnet/schneit sollte es sogar eventuell ein Vorteil sein wenn man laenger schlafen muss/kann und eben nur auf rund 5-6h Fahrzeit pro Tag kommt.

ventoux
07-08-2019, 17:02
Puuuh. Im Winter auch noch dazu.

Reini Hörmann
07-08-2019, 17:03
im dezember wird das ungleich schwieriger - nicht nur wegen dem wetter - auch das gewand u zubehör ist dann eine andere nummer.

kohnrad
07-08-2019, 17:08
Dezember is zu spät! Brexit ist Ende Oktober vorbei, dann ziehen's die Insel in den Atlantik raus und lassen keinen mehr rauf oder runter. Und alle die hier geantwortet haben werde ich wegen illegaler Fluchthilfe anzeigen.

:D

thingamagoop
07-08-2019, 17:23
Im Dezember würde ich auf jeden Fall auf Gravel verzichten. Auf der Straße kanns zwar ungemütlich sein, aber durchaus machbar. Ev. dann einen Ruhetag mehr einplanen....

marty777
07-08-2019, 17:34
Ich glaub das Schwierigste ist dann die tägliche Reinigung/Wartung des Rades.
Etwas Öl ist schnell mitgenommen, aber im Herbst (nach viel Regen) gehen manche Wege richtig auf und dann sammelt man zentimeterweise Dreck auf, bis nix mehr geht. Da wäre der Frust vorprogrammiert. Überleg dir die Jahreszeit lieber nochmal - vor Oktober wär es sicher nützlich, im Fall der Fälle. ;):devil:

hermes
07-08-2019, 22:43
ende dezember würde ich das nicht machen. auf das weihnachtstauwetter zu hoffen, ist sehr gewagt und wenns mal schneit, ist schnell essig mit weiterfahren.
eine wiener radgruppe fährt jedes jahr ab neujahr irgendwohin (der user sun kann dir einen link zum entsprechenden blog schicken), ich kann mich an wien-rom erinnern, wo sie bei schneefall den appenin überquert haben. war grenzwertig und die truppe ist verrückte aktionen durchaus gewöhnt (wien-berlin in einem, wien-thessaloniki, einer von ihnen - daniel - fährt gerade beim tcr mit). ohne entsprechende "Übung" ist das unternehmen schon in der warmen jahreszeit herausforderung genug.
wie wärs kürzer und mit weniger schneerisiko: london - paris oder london - hamburg z.b. von dort dann mit dem zug nach wien.

Flex
08-08-2019, 12:01
ende dezember würde ich das nicht machen. auf das weihnachtstauwetter zu hoffen, ist sehr gewagt und wenns mal schneit, ist schnell essig mit weiterfahren.
eine wiener radgruppe fährt jedes jahr ab neujahr irgendwohin (der user sun kann dir einen link zum entsprechenden blog schicken), ich kann mich an wien-rom erinnern, wo sie bei schneefall den appenin überquert haben. war grenzwertig und die truppe ist verrückte aktionen durchaus gewöhnt (wien-berlin in einem, wien-thessaloniki, einer von ihnen - daniel - fährt gerade beim tcr mit). ohne entsprechende "Übung" ist das unternehmen schon in der warmen jahreszeit herausforderung genug.
wie wärs kürzer und mit weniger schneerisiko: london - paris oder london - hamburg z.b. von dort dann mit dem zug nach wien.

ja was kuerzeres oder was in Oesterreich ist eh die (eigentlich gscheitere) Alternative, da ich sowieso einmal mit dem Auto hin und her fahren muss. (und dann nicht noch extra einmal zurueck fliegen muesste um mit dem letzten verbleibenden Rad wieder herzufahren :D

Bike_R
09-08-2019, 08:38
Jetzt abgesehen von der ungünstigen Jahreszeit würde ich 15-20 Tage für so eine Strecke einplanen. Ich bin dieses Jahr mit dem Crosser eine Woche durch Deutschland (150-200km pro Tag), jedoch mit deutlich weniger Höhenmeter, gefahren. Du sitzt dann von 8 Uhr bis 17 Uhr am Rad. Dann Zeltplatz oder Quartier suchen, essen kaufen. Es hat seinen Reiz, aber nochmal mache das nicht :devil:.