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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pulsmesser - Kalorienzähler



SirDogder
29-05-2002, 14:33
Hi Leute,

ich frage mich immer, ob in dem Kalorienzähler von den Pulsmesser nicht irgendwie ein Bug versteckt ist.

Denn: Da ich schon relativ gut traniert bin, komme ich selbst bei großer Anstrengung nicht an die für mein Alter bestimmte Grenze von 161. Der Puls ist immer relativ unten und da sich die Kalorienmessung am Puls orientiert wird bei mir sicher eine geringere Kalorienzählung rauskommen als beispielsweise einer untrainierten Person.

Facit:

Bedeutet das also, dass mit fortschreitenden Trainingszustand, also geringem Puls bei gleicher Leistung, weniger Kalorien verbraucht werden???

Was meint Ihr?

Ein grübelnder

SirDogder

uwuces04
29-05-2002, 17:24
glaub mir eines: mitn puls wirst nie runter kommen. ich hab auch glaubt, daß ich beim marathon sowieso leichter durchkomm wann ich trainiert bin. es hat sich jedoch die geschwindigkeit geändert mit der du den berg aufetrittst. mit zunehmendem besseren trainingszustand verkürzt du die regenerationszeit. wannst unbedingt abnehmen willst kann ich dich auch beruhigen: der stoffwechsel wird immer noch angekurbelt. außerdem möcht ich des thema in welchem pulsbereichen man mehr abnimmt nimma starten. wird scho- keep training:o

greetings

Schraubi
11-06-2002, 00:42
die antwort auf deine frage füllt bibliotheken. versuch einer ultrakurzzusammenfassung: erstens: gute pulsuhren haben auch eine funktion zur alters/größe und gewichtsangabe. wobei das gewicht beim kalorienverbrauch eine entscheidende rolle spielt. weniger gewicht bedeutet: du kommst mit deinen reserven länger aus, bzw: du verbrauchst weniger. (wie beim auto: viel einladen und fahren und du verbrauchst mehr benzin!) zusätzlich ändern sich durchs training viele leistungsbestimmenden faktoren: die meisten (ausdauer)trainierenden werden leichter, bessere sauerstoffaufnahme, bei ausdauersportlern größeres herzvolumen, bessere und ökonomischere muskelkoordianation und noch unzählige chemische vorgänge im körper (alles sehr einfach gesagt.)

snowy
03-07-2002, 18:27
@schraubi

Also da muß ich widersprechen. Das Gewicht spielt beim
von zB.: Polar aus Tabellen berechneten Kalorienverbrauch
eine eher untergeordnete Rolle.
( Selbst getestet: Gleiche Strecke mit Freundin 50kg ich 90kg
Unterschied bei ca. 2 Std. Dauer von 1650 auf 1980 Kcal. )

Was wirklich eingeht ist die Höhe des Pulses währen der
Belastung bezogen auf den max. Puls ( also die relative
Belastung )

Somit ist, durch viel Training, eine Ökonomisierung aufgrund
eines sinkenden rel. Kalorienverbrauchs pro vergleichbarer
Belastungseinheit, deutlich nachweisbar.

Am meisten weichen die angezeigten Kalorien bei besonders
schlecht oder besonders gut trainierten Personen von der
Realität ab.
Die aufgrund langjähriger Erfahrung erstellten Tabellen dienen
ans Berechnungsgrundlage für den Kalorienverbrauch.
Daher sind auch viele Parameter einzustellen.
Alter, Gewicht, Aktivitätsniveau, momentane Leistungsfähigkeit
( entspr. dem ermittelten Fitnesszustand )
Der einzig variable Parameter ist der Belastungspuls, somit
ist es ohnehin sehr beachtlich, das Polar eine Genauigkeit
im besten Fall von 8% angibt.

Drum hab ich noch nix abgnommen, weil der Kalorienzähler
immer so wenig anzeigt.

Aber das Gerät habn's sowieso am Markt vorbeientwickelt,
besser wär eins wo's glei online 400 Kalorien raufzählt wennst
ein Bier runterschwemmst ... oder wieviel des halt hat
:D :D :D

manitou
03-07-2002, 23:07
Facit:

Bedeutet das also, dass mit fortschreitenden Trainingszustand, also geringem Puls bei gleicher Leistung, weniger Kalorien verbraucht werden???


jo, küchenmann, so ises.

um kalorien zu verbrennen, musst du dich schon mehr, bzw. länger anstrengen.

is aber im positiven sinne zu bewerten.

als trainierter brauchst du auch schon mal länger, um in den von dir angestrebten stoffwechselbereich zu kommen, da der körper länger in den unteren bereichen arbeitet, was ja ebenfalls positiv is.

also mindestens 3h fettstoffwechseltraining.

Schraubi
04-07-2002, 00:44
@ snowy

ich habe nicht gesagt ,dass bei polar das gewicht eine rolle spielt, weil ich deren software nicht genau genug kenne, sondern der faktor gewicht/kalorienverbrauch ist ein unumstößlicher.
vgl. M. Steffny/Marathon-Training / Dreizehnte überarbeitete Auflage 1996: ein körper, der weniger gewicht hat, braucht weniger energie für die gleiche leistung. drum kommt ein leichter fahrer/läufer mit seinem glykogen speicher auch weiter als ein dicker. er verbraucht weniger kalorien. läuft ein dicker und ein dünner die gleiche strecke in der gleichen zeit, braucht der dicke mehr kalorien!!! die polarsoftware sollte das doch berücksichtigen, denn dann hätte die eingabe des gewichtes doch keinen sinn. wobei ich anfügen möchte, dass besonders bei den weibl. kolleginnen eine pulsuhr mit kalorienverbrauch beliebter ist, als eine ohne (schreib ich jetzt, weil ich vor einem jahr zwei ältere pulsuhren verkauft habe und die erste frage war immer: "hat die auch eine kalorienanzeige?"). denn ich brauch die anzeige nicht, ein blick in den spiegel zur formkontrolle genügt mir .:)
für radler noch wichtiger: physik lehrbuch der unterstufe: kraft=masse X beschleunigung! um einen dicken hochzuwuchten bedarf es viel mehr kraft. mehr kraft = mehr energie. da nützt auch der 10 kg fullyrahmen nichts, wenn 90 kg mensch draufhängen

snowy
04-07-2002, 07:13
@schraubi

Sog i jo net ! Aber du hast eh gesehen bei meinem Versuch:
Ich bin um 30 Kg schwerer, aber der Kalorienunterschied
is net so groß wie 'erhofft'.

Weil wie ich schon gesagt habe, sehr viele Faktoren eine
Rolle spielen.
Wenn du willst, dann deninier einen Wirkungsgrad für den
Körper gleich wie bei einem Motor.
Die Kalorien die der Pulser anzeigt sind aber nicht die, die
du als Arbeit abgibst, sondern die die du reinfressen mußt.

Da geht viel Wärme verloren und innere Energien für Stoffwechsel
und Organsystem.
Da spielt das Gewicht eine untergeordnete Rolle.

Wenn du aber eine Distanz in einer gewissen Zeit bewältigen
willst/mußt wie die top Marathonläufer, wo es also darum geht
das du mit einem gewissen Energiespeicher ( Glykogen ) auskommst, dann ist das Gewicht wieder entscheidend, da der,
wenn auch mäßig höherer Energieverbrauch mitentscheidet, ober
der Tank vor dem Ziel leer ist.

Sozusagen da um die gewissen 2-3 kilo schwerer zu sein bedeutet also, nicht mehr mit dem Tempo ins Ziel zu kommen, das
die Spitzengruppe vorgibt, weil der Glykogenspeicher vorzeitig
erschöpft ist.
Den auch der gut trainierte Fettstoffwechsel funktioniert nur
so lange auch noch Kohlehydrate vorhanden sind.

Deswegn kann i meine riesigen Fettreserven leider net
wirklich beim biken umsetzn
:confused:

Dafür übersteh i problemlos a 3 monatige Darmgrippn.
( leider kommt die so söltn vua ) :D :D

Schraubi
05-07-2002, 22:59
des mit der darmgrippe ist ned schlecht. hatte mal als jugendlicher eine zweiwöchige und 10 kg verloren. wäre als marathonvorbereitung vielleicht einfacher als die dauernde quälerei beim trainieren. :l: