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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gruber Assist: Anschub fürs MTB (Pedelec, Ebike)



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<MM>
30-06-2005, 19:37
Wie schon unlängst in der BIKE nachzulesen stand (damals jedoch noch ohne genaue Herkunftsangabe), gibt's wiedermal aus Tirol eine MTB-Innovation (zumindest hinsichtlich des konzeptionellen, wenn schon nicht prinzipiellen Neuansatzes) zu vermelden: den sog. GRUBER-ANTRIEB für Mountainbikes. http://www.adventurex.info/html.cfm

Im Rahmen eines Unternehmensgründerwettbewerbs tritt dieser ca. 100 W starke nachrüstbare Minimotor gegen neuartige Herzkatheder- und andere Produktideen beim adventureX-Bewerb an.

Mit einer eventuellen Marktreife wird bis 2006 gerechnet; der Preis für die 1.3 kg leichte Nachrüstmöglichkeit - geeignet für alle MTBs - soll sich um die € 1300,- bewegen.

Einen Beitrag zu diesem Innovationswettbewerb hat's soeben im "Tirol heute" zu sehen gegeben. D. h. noch vor 24 Uhr wird derselbe eine Woche lang auch online abrufbar sein (http://your.orf.at/tirolwebcam/bheute/bhav.php) (Zeitmarke "Traum vom großen Geld").

<MM>
12-02-2007, 23:41
Seit 1. Jänner ist die Firma nun in ... *klick* (http://maps.google.com/maps?z=16&ll=47.486396,12.069232&spn=0.008903,0.014355)

http://www.gruberassist.com/

AlphaSL
13-02-2007, 00:03
Interessant - aber leider geht das offensichtlich nur bei Bikes mit einem Sattelrohr-Innendurchmesser von 31,6mm?! Die meisten Bikes haben das wohl nicht, ausser ich habe was verpasst :confused:

Und weiters: Welches Bike hat heutzutage noch Barends? :devil:

LBJ
13-02-2007, 00:08
...hey der "Super Pursuit Mode" für MTBiker :p http://www.knight-rider.pl/galeria_thumb.php?f=galeria/upload/35.jpg&s=100,100

ein Mann und sein Fahrrad kämpfen gegen das Unrecht ....

http://www.tv-timewarp.co.uk/programmes/knight_rider/Knight_Rider.wav

<MM>
13-02-2007, 01:13
Redest du von mir?

;)

xaver133
13-02-2007, 12:12
Da könnte man bei einem Rennen ja voll bescheissen :D

eleon
13-02-2007, 12:14
Da könnte man bei einem Rennen ja voll bescheissen :D


das ding habens schon vor ewigkeiten (6monat :confused: ) vorgestellt.

wär wirklich ideal zum bescheissen.
:rolleyes:

hermes
13-02-2007, 12:23
das ding habens schon vor ewigkeiten (6monat :confused: ) vorgestellt.

schon mal geschaut, wann der thread eröffnet wurde? :D

eleon
13-02-2007, 12:30
schon mal geschaut, wann der thread eröffnet wurde? :D

:rofl:

ja mittlerweile leistet das ding sogar 250w

:f:

queicheng
13-02-2007, 12:34
da gab es ja "sogar" mal einen report eines journalisten (bike oder so eine deutsche zeitschrift), der mit dem ding ein rennen fuhr ohne irgendwie auf zu fallen...

NoStyle
13-02-2007, 12:35
zusammen m. dieser komischen nabe da, die vor kurzem erst wikipedia-zitate auf sich gezogen hat... jetzt weiß ich, warum die anderen immer so schnell sind! :D

artbrushing
13-02-2007, 12:37
Da könnte man bei einem Rennen ja voll bescheissen :D

Es würd meinem 17,75kg (heute abgewogen:D ) Moorhuhn aber auch bergauf Beine machen.
Sattelrohr passt aber ned. Und Geldbeutel auch nicht.

xaver133
13-02-2007, 12:41
das ding habens schon vor ewigkeiten (6monat :confused: ) vorgestellt.

wär wirklich ideal zum bescheissen.
:rolleyes:


Ich glaube, obwohl das Ding kein Geheimnis ist, würde niemand damit rechnen und 250W zusätzlich zu der eigenen Leistung sind doch recht viel.
Natürlich bräuchte mann einen anderen Akku 1,5kg :spinnst?:

xaver133
13-02-2007, 12:42
da gab es ja "sogar" mal einen report eines journalisten (bike oder so eine deutsche zeitschrift), der mit dem ding ein rennen fuhr ohne irgendwie auf zu fallen...


Und wie ist es ihm ergangen?

<MM>
13-02-2007, 13:28
Und wie ist es ihm ergangen?Es ist niemandem aufgefallen, daß er beim Gardasee-Marathon mit Motor unterwegs war. Das einzige, was aufgefallen ist, waren "quietschende" Geräusche - wodurch sich die Gegner zu den üblichen: "Na, schleift die Scheibe?? HÄHÄ!"-Kommentaren hinreißen ließen, während er sich insgeheim ins Fäustchen lachte, weil er ja wußte, daß er sie, nicht sie ihn, verar...t. ;)

Sofern ich das richtig in Erinnerung hab', war es im Stand (?) so, daß die Pedale propellerartig rotiert haben, wenn der Motor angeworfen wurde - d. h. das "Einsteigen" war da etwas anspruchsvoll. ;)

Der Komplettbericht findet sich in BIKE 7/05 (http://bike-magazin.de/bko/bike_artikel/show.php3?id=3604&nodeid=59).

xaver133
13-02-2007, 14:55
Wie viel kostet das Ding eigentlich?
Ich hab gerade gesehen es würde in das Sattelrohr meines Bikes passen :devil:

st. k.aus
13-02-2007, 15:03
Wie viel kostet das Ding eigentlich?
Ich hab gerade gesehen es würde in das Sattelrohr meines Bikes passen :devil:

schummler! ;)

xaver133
13-02-2007, 15:20
schummler! ;)

Würde jemand der vor hat mit dem Drum zu schummeln, wirklich in einem Internetforum posten ;)

Aber die Idee ist, wie ich finde, witzig :D

<MM>
13-02-2007, 15:25
Das Ding kostet etwas weniger als doppelt so viel wie die Rohloff-Nabe.

Also ca. € 1500,-.

xaver133
13-02-2007, 15:31
Na do schei... dich on!
Also das können sich nur "Profischummler"
oder jemand der bei fast jedem Anstieg beinahe krepiert und das nötige Kleingeld hat leisten :eek:

<MM>
13-02-2007, 15:47
Ich hab's leider versäumt, das Ding bei einer kleinen Ausstellung eines hiesigen Radlg'schäfts im Herbst probezufahren.

Insofern kann i' keinen persönlichen Eindruck schildern von wegen Qualität, "wie sich's anfühlt" - etc.

Aber sollte der Anschub ;) nur halbwegs an die Qualität einer Rohloff-Nabe herankommen bzgl. Verarbeitung, so sind die € 1500,- wohl gerechtfertigt, denn der Einbau wird ja - meinem Verständnis nach - auch von denen erledigt, d. h . da ist diese Arbeit mitinbegriffen.

albert88
13-02-2007, 17:43
tu ma fahrradl fahrn oder motorradl fahrn hier?

<MM>
13-02-2007, 18:09
tu ma fahrradl fahrn oder motorradl fahrn hier?Ausgerechnet a "fauler Hund" fragt das... :s:

<MM>
13-02-2007, 18:15
Ich hab's leider versäumt, das Ding bei einer kleinen Ausstellung eines hiesigen Radlg'schäfts im Herbst probezufahren. [...] ... aber nachdem die Firma ja wundersamerweise in "meine" Stadt übersiedelt ist, beträgt die zu überwindende Distanz bis zum Produktionskammerle nur noch schlappe 1,002 km. Insofern ließe sich dort ja prinzipiell jederzeit reinschnuppern... :)

xaver133
13-02-2007, 18:40
dan schnupper mal, aber nicht bei den Zehen von dem Typ :D

<MM>
13-02-2007, 18:46
Pfh! ;)

Aber eigentlich wissen wir eh schon alles.

Fehlt nur noch jemand, der sich's zulegt und dann zum BikeBoard-Day mitbringt...

Schipfi
13-02-2007, 21:49
irgendwie regt mich da gerätl auf... wenn ich jetzt dann auch noch easy von noch älteren und gebrächlicheren leuten überholt werden, dann hör i auf mitn biken... :D

<MM>
13-02-2007, 22:00
... oder du kaufst dir auch eins. ;)

Schipfi
13-02-2007, 22:08
... oder du kaufst dir auch eins. ;)

mal schaun obs platz hat und obs sponsoring passt... :D

propain
13-02-2007, 23:10
da würd ich die 1500 eher ins training investiern:)

DENN! ein sauberes gewissen ist ein sanftes ruhekissen :toll:

Buglbiker
15-02-2007, 08:01
Also ich seh' da einen ganz anderen Anwendungsbereich!

Ich werd so ein Ding ins Bike von meinem Hasi einbauen, dann gibts keine Ausreden mit mir biken zu gehen, so ala: "Na geeeeeh da is so steil, da komm ich nie rauf"

Ich finds genial! :toll: :toll: :toll:

ahab
15-02-2007, 09:59
laut gruber kstet das ding inklusive einbau 1790,--
stolzer preis :rolleyes:

>ge<
15-02-2007, 11:44
eine frage: was ist wenn der motor ausgeschalten ist, bzw. der akku leer? muss man dann den widerstand mittreten, denn kupplung wird es keine geben, oder?

xaver133
15-02-2007, 19:29
Ich glaub nicht, dass man dan einen Widerstand spürt,
damit würden sie sich selbst ins Knie schiessen :D

Matthias
16-02-2007, 15:34
Puh, in Tirol sind scheinbar die Radlerfinder dahoam. :D
Da gab's vor Jahren ja mal so eine Kurbel mit einer Feder dran, kennt' das heute noch jemand? ;):confused:

bigair
16-02-2007, 15:36
Puh, in Tirol sind scheinbar die Radlerfinder dahoam. :D
Da gab's vor Jahren ja mal so eine Kurbel mit einer Feder dran, kennt' das heute noch jemand? ;):confused:

das biospace?

endurance
16-02-2007, 15:53
Puh, in Tirol sind scheinbar die Radlerfinder dahoam. :D
Da gab's vor Jahren ja mal so eine Kurbel mit einer Feder dran, kennt' das heute noch jemand? ;):confused:

ja ich kenn auch den erfinder... wurde aber wegen zu hohen herstellungskosten und dem reglement bei den rennen aber auf eis gelegt... aber das patent lebt :p

<MM>
17-02-2007, 18:49
das biospace?Ich glaub' eher, er meint BikeDrive und BikeDrive II?

Wenn ja, dann kann ich aufzeigen: Ich hab' BikeDrive II an meinem Hillclimb-Radl. :)

xaver133
17-02-2007, 19:43
Ich glaub' eher, er meint BikeDrive und BikeDrive II?

Wenn ja, dann kann ich aufzeigen: Ich hab' BikeDrive II an meinem Hillclimb-Radl. :)

Was ist das?
Erzähl ein bisschen.

<MM>
18-02-2007, 19:30
Was ist das?
Erzähl ein bisschen.
I' will net unhöflich sein, verweise dich aber ob gesammelten Wissens auf diverse Threads hier im BikeBoard - z. B.:

http://www.nyx.at/bikeboard/Board/showthread.php?t=19753
Darin sind auch Links auf weiterführende Threads zu diesem Thema enthalten.

Und auf der Uraltseite http://hey.to/bikeracer (umschalten auf "2002" - "Tag 29") gibt's Fotos zu "Das neue Bikedrive" (Bike Drive II).

<MM>
18-02-2007, 19:36
Ich hab' heut' auf der Heimfahrt ein wenig Ausschau gehalten nach dem Firmengebäude bzw. der "Firmenbehausung".

Tatsächlich hab' ich's gefunden - und zwar in einem Gebäude nebst des "Wohnparks Brixental", der an der Brixentaler Straße gerade entsteht. Offenbar siedeln sich hier gerade Büros an; das Firmenschild von "Gruber Assist" pickt schonmal weithin sichtbar auf der Üersichtstafel der Immobilienfirma:

MalcolmX
18-02-2007, 19:41
das biospace?
na das waren die eiernden kettenblattln... :p

Intrud0r
18-02-2007, 19:41
das biospace?

Biospace waren die ovalen Kettenblätter die den Totpunkt überwinden sollten, von Shimano glaub ich.

<MM>
18-02-2007, 19:43
laut gruber kstet das ding inklusive einbau 1790,--
stolzer preis :rolleyes:Jössas - dann verschweigt die Homepage diese zusätzlichen € 290,-. - Skandal! :s: ;)

<MM>
20-02-2007, 17:10
Es ist Faschingsdienstag - war nicht zu erwarten, daß jemand da ist, trotzdem hab' ich das Gebäude mal betreten und mich ein wenig umgesehen.

Untenstehend daher einfach mal ein paar Schnappschüsse mit der Handy-Kamera.

v.l.n.r.:
Türglocke :p
Da geht's lang
adrettes Erscheinungsbild im 1. Stock
Detail
geheimnisvolle Schachteln

<MM>
10-03-2007, 14:20
Der Komplettbericht findet sich in BIKE 7/05 (http://bike-magazin.de/bko/bike_artikel/show.php3?id=3604&nodeid=59).Mir ist eine Kopie davon zugespielt worden - siehe Anhang (zwei .zip-Dateien mit je zwei JPEG2000-Grafiken (= 2 x 2 Heftseiten) als Inhalt).

Diese Kopien sind allerdings sehr schlecht (weil schief kopiert - und die Bilder sind praktisch komplett schwarz); daher lohnt es sich ggf. immer, das Original bei BIKE herunterzuladen (so man's findet :p ).

Die wichtigsten Aussagen des Tests:



Die Energie liefert ein kompakter Hochleistungsakku in der Satteltasche. Außer dem Schalter sieht man nichts. Wird der gedrückt, reißen 100 Watt zusätzlich an der Kurbel. [Anm.: Inzw. verfügt das Gerät ja über 200 Watt.]


Bei 60 Kurbelumdrehungen pro Minute liegen 100 % der Motorleistung an. Würde ich schneller treten, wäre ich dem Antrieb voraus, die Wirkung würde verpuffen.


Die 100 Watt sind wie ein unsichtbarer Teamkollege, der mich merkbar schiebt.


"Hey, deine Bremse schleift!" kreischt es von hinten. Der Typ meint das Summen des Motors.


Dann erreiche ich den höchsten Punkt - zehn Minuten schneller als beim Versuch ohne Motor zwei Tage zuvor. Ich bin beeindruckt.


Bergab fährt sich das Bike wie jedes andere auch, im Ruhezustand ist der Motor nicht spürbar. Das Bike rollt leichtfüßig. Nur beim Rückwärtsdrehen der Kurbeln ist der Widerstand etwas größer als gewohnt.


"Ich wollte kein Moped bauen, die gibt es ja schon, sondern nur etwas Unterstützung beim Treten haben", so Reinhold Gruber, der Entwickler.


Das Herzstück - eine winzigkleine Getriebekonstruktion (Übersetzung 111:1) - hält Gruber für ausgereift. Bald schon soll der "Gruber Antrieb" auf den Markt kommen. Nun hofft der Erfinder auf Fortschritte in der Akkutechnologie. Drei Stunden Power [Anm.: bei 100 W], ist er sich sicher, könnten schon in Kürze realistisch sein.

© BIKE 7/2005

<MM>
15-03-2007, 16:20
ALARM!

Soeben ist einer mit so einem "hochgerüsteten" MTB einen beliebten Spazierweg entlanggefahren, der hier ganz in der Nähe vorbeiführt. Beim sorglosen Blick aus dem Fenster hab' ich ihn am mutmaßlichen Akkupack unterm Sattel erkannt, der mir doch recht groß deucht. ;)

Foto gibt's leider keins - dazu war er zu schnell unterwegs - und die Kamera in einem anderen Raum. :p

gerhardplsurf
15-03-2007, 21:11
Also ich seh' da einen ganz anderen Anwendungsbereich!

Ich werd so ein Ding ins Bike von meinem Hasi einbauen, dann gibts keine Ausreden mit mir biken zu gehen, so ala: "Na geeeeeh da is so steil, da komm ich nie rauf"

Ich finds genial! :toll: :toll: :toll:




hähä, und was is wenns hasi dann oben is und sagt: das is mit zu steil zum runterfahren!!! da scheiß i mi an?????
was machst dann?????????

Buglbiker
16-03-2007, 07:16
hähä, und was is wenns hasi dann oben is und sagt: das is mit zu steil zum runterfahren!!! da scheiß i mi an?????
was machst dann?????????

Najo des warad dann a motivationstechnisches Problem, :devil:
Ich könnt ja beispielsweise dann sowas wie:" Na, Hasi, wennst noch ein Jahr durchhaltest mit dem Sport, dann bekommst dein Gewicht und die Cellulite auch in den Griff!" sagen....und dann halt schon mal "vorfahren" :D
Ich glaub da sollt dann der Nasenweg auch kein Problem darstellen :rofl:

<MM>
21-03-2007, 01:32
"Gruber Assist" ist ja aus einem Businessplanbewerb hervorgegangen.

Gestern abends war die Prämierung der 1. Phase eben dieses Bewerbes, der auch heuer - in seinem 7. Jahr - wieder durchgeführt wird.

Unter den ersten zehn Prämierten ist ein potentieller künftiger Frimengründer dabei, der unter dem Arbeitstitel "Touren Spuren" antritt - und damit "Eine interaktive Internetplattform für bewegungsfreudige Menschen" schaffen möchte - also ein Angebot für den Austausch von Touren aller Art (Segeln, (Schneeschuh)Wandern, Laufen, Radfahren etc. etc.).

Ich weiß zwar nicht, warum die Jury diese Idee mit einer Prämierung bedacht hat, aber irgendein Alleinstellungsmerkmal muß es wohl geben, mit dem sich dieses Projekt von den schon so unzählig vorhandenen ähnlichen Portalen unterscheidet? :confused: - 's war mir persönlich nicht ganz einsichtig, weshalb sowas prämiert wird.
Ein (funktionierender) "Anschub fürs MTB" ist da, in meinen Augen, um Potenzen innovativer... :rolleyes:

<MM>
28-03-2007, 01:06
Gruber sponsert das Loasrennen '07 (http://TSD.at.tf). :bounce: :toll:

<MM>
16-04-2007, 16:40
Gruber Assist sponsert nicht nur das Loasrennen, es kann dort auch mit einem Testradl probegefahren werden. :bounce:

<MM>
04-05-2007, 01:10
Die Geräuschkulisse hängt stark vom Rahmen ab, in den der Minimotor eingebaut wird.

Hier ein Beispiel vom BIKE-Festival in Riva del Garda:

http://www.youtube.com/watch?v=CqvX2Fzvzkw

<MM>
08-05-2007, 23:08
Am 12. 5. wird Gruber Assist im Rahmen des supereinfachen Bergsprints "Loasrennen '07" auf der Loas präsent sein mit einem Standl und freilich auch mit ihrem "Anschub fürs MTB". Der Sohn des Erfinders fährt beim Rennen mit aktiviertem Anschub mit - freilich außer Konkurrenz, aber sicher für den einen oder anderen starken Fahrer zu Vergleichszwecken von Interesse.

Also:

Samstag, 12. 5., ab 13 Uhr, Ghf. Loas: Standl von Gruber Assist


Link: Ghf. Loas (http://www.loas.at)

<MM>
18-08-2007, 10:43
Je höherwertig das Radl übrigens ist, desto eher gerät der Rahmen in (teilweise) Resonanz.
Ebenfalls verstärkend wirken Flaschenhalterlöcher im Sattelrohr.

<MM>
18-08-2007, 10:49
Am Mittwoch ging ich - außer Konkurrenz - beim Hahnenkamm-Hillclimb in Kitzbühel über die Rennstrecke (ca. 9,1 km / 880 hm).

Dafür hab' ich mit Gruber Assist ca. 46 min gebraucht (eingebaut in ein Liteville-Fully, Systemgewicht inkl. allem ca. 14 - 15 kg); zusätzlich hatte ich einen ca. 2 kg schweren Rucksack am Buckl. Die durchschnittliche Herzfrequenz betrug 175/min, die voraussichtliche Jahreskilometersumme wird sich auf ca. 3000 km belaufen.

2003, bei meiner letzten Teilnahme bei diesem Rennen, standen am Ende des Jahres ca. 6500 km zu verbuchen; angetreten war ich mit einem ca. 10.5 kg schweren Hardtail - ohne Rucksack und freilich ohne Gruber Assist. Damals erreichte ich eine Zeit von ca. 47 min bei Hf_AVS=177/min

D. h. die 100 Watt Zusatzleistung am Hinterrad haben meine heurige miserable Form quasi ausgeglichen - ja mehr noch, sie haben das höhere Systemgewicht und auch das Gepäck kompensiert.

Über den Daumen gesagt gilt (für mich) also: Der Gruber-Antrieb "erspart mir einen Jahrestrainingsumfang von ca. 3000 km".

Bei einem Rennen nutzt das natürlich nix, denn mit so einem Motor fällt man aus jeder Wertung raus, wird disqualifiziert. Aber vielleicht gibt's ja mal eine eigene "Gruber-Kategorie"? :p

Flo
18-08-2007, 12:30
Bei einem Rennen nutzt das natürlich nix, denn mit so einem Motor fällt man aus jeder Wertung raus, wird disqualifiziert. Aber vielleicht gibt's ja mal eine eigene "Gruber-Kategorie"? :p

Glaubst du das ernsthaft ? Ich habe diesen Antrieb schon
ein paar mal gesehen, und von außen ist das Ding
incl XT Kurbel praktisch nicht zu erkennen.

Jetzt stell dir mal vor du fährst bei einem 0815 Marathon,
attakierst mal weg, bist halt 40m Vorsprung hast und dann
schaltest den Antrieb ein. Keine Sau wirds merken. Und
in der nähe des Ziels, bzw wennst wieder unter Leute kommst
schaltetst halt wieder aus.

Ich denke das sowas keine gute Idee ist, da es GARANTIERT
viele Leute gibt die (wenn nicht schon jetzt) damit "nachelfen"
werden ! :mad:

Thom@s
18-08-2007, 12:52
Ich denke das sowas keine gute Idee ist, da es GARANTIERT
viele Leute gibt die (wenn nicht schon jetzt) damit "nachelfen"
werden ! :mad:

Der Grundgedanke bei der Entwicklung von diesem Produkt wird aber ned Sportbetrug gewesen sein.

Flo
18-08-2007, 16:35
Ja schon - aber gerade bei so einem Produkt (Preis)
wird ein sehr große Teil zum "betrügen" verwendet werden.

Ob sich so viel Hobbybiker (also keine "Rennfahrer") sowas
kaufen bezweifle ich.

333
18-08-2007, 19:33
Die einen Betrügen mit Chemie und andere werden es mit diesem Antrieb! Die ersten drei sollen gefilzt werden! Ob sie dopen und auch mit Kontrolle ihrer Räder bzw. Mtb. Ein Techniker findet immer etwas(z.b. den ein oder aus Schalter). Braucht man kein Labor und vertauscht wird auch nichts! Von der Ziellinie zum Prüfstand (wollt ihr das?) :D Tuts fest provozieren und herumreden, Werbung in dieser Richtung machen. Viele Antriebe kaufen verbilligt diese....Eine möglichkeit bleibt! Radlfahren fest trainieren ehrlich kämpfen und dannach feiern mit gleichgesinnten ohne schwindeln! :bounce:

<MM>
18-08-2007, 21:00
Ich kann euch nur sagen: Das Teil läßt die Veranstalter jubilieren: Da kommen dann nämlich auch Leut' zu Bergsprints, die sich das sonst nicht zutrauen ("Boah, so zach - da komm' ich ja nie mit"). Das bildet quasi die totale Einsteigerklasse. :p

Oder so wie bei mir heut' im Zillertal (http://svg.uderns.at/sektion.php?Sektion=29): Hin zur (Nach)Nennung, gesagt, daß ich gern mitfahren würde, aber einen Motor im Radl hab'.
Was macht der Veranstalter? Zuerst haben mal alle einen Lachkrampf gekriegt (weil ich so nett gefragt hab?) ;) Und dann war ganz spontan eine eigene "Gruber Assist"-Kategorie geboren. :) (Das wollt' ich eigentlich gar nicht, ich wollt' einfach zu Vergleichszwecken mitfahren und dann disqualifiziert werden.) Aber der Veranstalter hat mich sofort unter seine Fittiche genommen und wie erwähnt reagiert: eigene Wertung, und los ist's gegangen! :)

Daß der Antrieb der totale Publikumshit im Startbereich und auch im Ziel war, brauch' ich eh nimmer extra zu erwähnen...

Weil das Thema "Chemie" angesprochen wurde: Wer im Geheimen dopt und sich dann mit ungedopten Gegnern mißt, gehört auf längere Sicht aussortiert.
Wenn wer unbedingt dopen will, soll er's sagen bzw. dazu stehen - und von den Veranstaltern mit anderen gedopten Mutanten in eine eigene Kategorie gesteckt werden, wo es weniger Preisgeld gibt als für Nichtgedopte. Fertig. ;) (Voraussetzung: Kontrollen, die in der Kategorie der Nichtgedopten durchgeführt werden. Und wird dort ein Gedopter entlarvt, bekommt er à la Fußballsystem zuerst die gelbe Karte, beim nächsten Mal die rote Karte, und letztlich wird er gesperrt. Der ÖRV führt dabei die Listen der verwarnten bzw. gesperrten Dillos.)

Auch die Motorisierten bilden eine eigene Kategorie: Wer in einer eigenen Klasse mit dem Gruber-Bike fährt, fährt eben ein Rennen mit anderem Material, das zudem auf den ersten Blick als solches zu erkennen ist (am Akku nämlich). Zudem hat das Teil eine derartig auffällige Geräuschkulisse, daß sofort klar ist, wenn jemand derart ausgestattet ist, daß also allen klar ist, in welche Kategorie / Klasse er gehört. - Ganz ohne sportliche Probleme. - So einfach ist das gelöst. Und diese Lösung ist schon Realität (siehe unten).

Das obige völlig überzogene Schwarzmalen kann ich nach der heutigen Erfahrung überhaupt nicht nachvollziehen, die Realität sieht sehr, sehr positiv aus, daß sich nämlich etwas völlig Neues zu entwickeln beginnt.

Ich wär' heut' - ohne Antrieb - nicht bei dem Rennen gewesen, weil ich zu wenig trainiert bin im Vergleich zu vor vier Jahren zum Beispiel (siehe letztes Postiing). Es hätt' mir dadurch bedingt keinen Spaß gemacht.
MIT Antrieb war ich sehrwohl am Start (und auch im Ziel :p ) - und es war einfach lässig!

Was ist einem Veranstalter lieber? Jemand, der nicht mitfährt und daheimbleibt (also nichtmal Zuschauer ist) - oder jemand, der mit Motor mitfährt (und separat gewertet wird)?

Und ja, ich hab' natürlich Nenngeld bezahlt. - Daß ich dann in der Gruber-Kategorie sogar als Sieger am Stockerl stand, war ein Zuckerl vom Veranstalter, das mich völlig überrascht hat, schließlich war ja nur ich in dieser Kategorie. *lol* ;) - Mein erster Erster Platz. :bounce:

Die Bedenken sind für mich also überhaupt nicht nachvollziehbar - weil die erwähnte Sonderklasse bereits in der Realität erprobt wurde und bestens angenommen wird. (Auch am Mittwoch in Kitzbühel war man von dem Gerät angetan - wiewohl ich da nicht in einer eigenen Kategorie gefahren bin, aus dem simplen Grund, weil ich verschlafen hatte. :holy: Die Zeitnehmer hatten aber schon alles vorbereitet gehabt, weil ich noch vor dem Renntag angemeldet und bzgl. eines für den Veranstalter genehmen Modus' gefragt hatte; sein Vorschlag hatte gelautet: "eigene Kategorie - und dabei bist!" - :toll: )

<MM>
18-08-2007, 21:28
Glaubst du das ernsthaft ?JA! :) :)

Erklärung zu den Zeiten: Es gab drei Strecken zur Auswahl; ich bin die längste gefahren, daher die 59er-Zeit im Vergleich zu den Senioren z. B., die einige Kilometer früher ihr Ziel hatten.

xaver133
18-08-2007, 23:39
Und wie fühlt man sich nun als Sieger seiner Klasse :D

<MM>
19-08-2007, 00:30
Reif fürn Frisör. :D

xaver133
19-08-2007, 17:33
Reif fürn Frisör. :D
Recht hast, sonst wirds noch zu heiß unterm Helm.

ventoux
19-08-2007, 18:59
Bekommst du auch etwas dafür damit du dieses unnütze Ding bei jeder Gelegenheit in den Himmel lobst.
Auf Fahrräder gehört kein Motor. Wer einen braucht sollte es sein lassen.

<MM>
19-08-2007, 19:03
>ventoux:

Nein, ich bekomm' nichts dafür - außer a blöde Goschn ang'hängt von dir. *ggg* Aber das nenn' ich Meinungsvielfalt: Mir g'fallt's - dir g'fallt's net. Paßt! :) :)

ventoux
19-08-2007, 19:16
Aber bei Rennen hat es mMn nichts verloren. Auch nicht mit eigener Wertung.
Aber es wird ohnehin wieder von der Bildfläche verschwinden (noch bevor es richitg aufgetaucht ist) so wie viele andere "revolutionäre" Erfindungen, z.B. der Allradantrieb oder die Scheibenbremse fürs RR.

getFreaky
19-08-2007, 19:46
nächste Silvertrophy dann mit eigener Wertung? Und Akkus gibts dann an den Laben :D ;)

Buglbiker
19-08-2007, 20:03
Also ich find den Antrieb lässig.
Das einzige was mich noch davon abhält sowas ins Radl von meinem Hasi zu implantieren ist der Wirbel den das Ding schlägt.

<MM>
19-08-2007, 20:12
>ventoux:

Das kann alles durchaus sein - die Zeichen deuten derzeit allerdings in die andere Entwicklungsrichtung.

Der rennmäßige Einsatz (bei kurzen Bergsprints) liegt - in meinem Falle, siehe oben - darin begründet, daß ich gern als Aktiver mitmache, aber heuer ob mangelnder Kraftausdauer dabei keinen Spaß haben würd'. Greife ich zum Motor, ist der Spaß wieder gegeben, was aber ein rein psychologischer Effekt ist: Mit dem elektrischen Anschub erbring' ich nämlich genauso eine sportliche Leistung (die durchschnittliche Herzfrequenz bewegt sich in exakt demselben Bereich, als würd' ich rennmäßig ohne Motor fahren); nur bin ich halt schneller, weil angeschoben. :) - Der Spaß an dieser Leistung ist also, wie erwähnt, ein rein psychologischer Effekt - denn vom körperlichen her gibt's keinen Unterschied; der körperliche Energieumsatz freilich ist ein anderer, aber die Anstrengung (Leistung) ist genau dieselbe.

Aus diesem Grund finde ich daher sehrwohl, daß so eine eigene Kategorie gerechtfertigt ist: Man erbringt über eine gewisse Zeit genauso eine Leistung wie alle anderen auch, sofern man rennmäßig fährt.
Fährt man nicht rennmäßig, wird man nicht schneller als andere sein, weil das Gerät ja kein Moped ist, das einen von alleine antreibt. Man muß was dafür tun (Stichwort: trittfrequenzabhängige Leistungsabgabe).

Schwer zu verstehen? - Ja absolut, man muß es daher einfach mal ausprobiert haben. Und genau das hab' ich getan, weil ich's auch nicht gewußt hab', wie sich's denn damit fährt unter Rennbedingungen.

Der Antrieb erspart mir bei so einem Bergsprint freilich verbrannte Kalorien, weil ja die zusätzliche elektrische Energie des Akkus zur Verfügung steht. D. h. ich erbringe für dieselbe Strecke zwar dieselbe körperliche Leistung (z. B. 200 Watt), aber in kürzerer Zeit (weil angeschoben), weshalb es mir im Ziel zwar nicht viel besser geht (man ist trotzdem "völlig ausgepowert"); von der Energieseite her betrachtet hab' ich mir aber sehrwohl etwas erspart.

Vielleicht hilft ein Bild weiter: Ob ein Leichtathlet in einem mit 15 km/h dahinfahrenden Zug seine 100 m in 10 sec sprintet ist für ihn von der Anstrengung her genau dasselbe, als würde er auf der ruhenden Laufbahn im Stadion diese 100 m in 10 sec sprinten. Von außen gesehen hat er im Fall a) die 100 m Gleislänge halt schneller zurückgelegt als im Fall b) die 100 m Laufbahnlänge. "Seine" 100 m sind aber in beiden Fällen gleich.

Anderes Bild, selbe Aussage: Angenommen die Bergstrecke umfasse 1000 hm mit idealisierten Steigungsverhältnissen von konstant 10 %. Der Fahrer ohne Antrieb sieht somit in 10 km Entfernung das Ziel vor sich.
Der mit Antrieb ausgestattete Fahrer sieht hingegen das Ziel, wie es sich auf ihn zubewegt, nämlich mit der Differenzgeschwindigkeit zwischen seiner eigenen Bergsprintgeschwindigkeit und jener, die er zusammen mit dem Antrieb erreicht; das sind z. B. 2.5 km/h. Somit ist er als Fahrer ohne Antrieb z. B. nach 1 h im Ziel (entspricht 10 km/h), während er mit Antrieb schon nach 10 km /(10 km/h +2.5 km/h) = 0.8 h = 48 min das Ziel erreicht, weil sich selbiges mit 2.5 km/h "auf ihn zubewegt hat"

Hier wird also auf eine zweite Art deutlich, daß eine eigene Kategorie Sinn macht: Der Fahrer mit Antrieb ist wie ein Fahrer ohne Antrieb, dessen Ziel eben woanders, nämlich nach kürzerer Distanz, steht. Und genau das ist z. B. beim gestern erwähnten Rennen im Zillertal für die Senioren der Fall gewesen - und auch für die Elite-Damen.

Sofern man sich also in einer eigenen Kategorie bewegt, gibt es sportlich gesehen keinen Unterschied zu anderen Teilnehmern, weil bei einem Rennen die Leistung (Energie pro Zeit bzw. die zeitgestoppte Ankunft im Ziel) und nicht die verbrannte Energie (also die Energie allein bzw. die Ankunft im Ziel an sich) gewertet wird.

Eine eigene Kategorie (z. B. "Bikes mit Gruber-Antrieb") ist daher vollauf gerechtfertigt.

<MM>
05-09-2007, 21:52
zwei Bilder von der Eurobike:

http://picasaweb.google.de/TFJ777/Eurobike07Part4/photo#5104942995363022546

http://picasaweb.google.de/TFJ777/Eurobike07Part4/photo#5104943021132826338


.

Sleipnir
06-09-2007, 07:34
Ich will mir jetzt nicht x Seiten durchlesen, wieviel kostet der Nachrüstsatz und wo wird die Batterie untergebracht?

Schwergewicht
06-09-2007, 09:39
Nicht bös sein oder falsch verstehen, aber wenn ich grad nicht in Form bin, geh ich zu keinem Bewerb, der meine Leistungsfähigkeit übersteigt.

Ich hab diesen Sommer meine Zeit am Bike verbracht, mich auf die Volleyballsaison nicht vorbereitet, also wird das eine Trainingssaison und die Liga ist zu mindest bis Jänner kein Thema.


Sag ma, es gibt die eigene Kategorie und sie wird auch brav ernstgenommen, dann sind 2010 die ärgsten Viecher mit Gruber am Start. ....wie gehts dann weiter, mit der 1/4 Liter-Klasse für mtb-rennen, bzw. schwächere Fahrer?

MalcolmX
06-09-2007, 09:57
jedenfalls ist mir beim youtube video "gruber-assist auf steilem almweg" gleich was bekannt vorgekommen :wink:

John Smith
06-09-2007, 10:45
Ganz klassischer Fall von "Dingen, die die Welt nicht braucht".

Naja wahrscheinlich eh´wurscht, weil sich das von selbst erledigt, sprich in der Versenkung verschwindet. Auf geeignete Stückzahlen für lohnende Produktion kommt der nie im Leben, außer dass irgendwelche "Zukunftsfonds" (gibt´s die noch?) als Kapitalgeber einspringen.
Nicht falsch verstehen, normalerweise unterstütze ich unternehmerische Ideen - aber der Gruber-Assist ist Schwachsinn.

Erstens, gerade heutzutage wird ausführlichst diskutiert über Klimawandel, CO2-Emissionen und Energiesparen. Und genau in dieser Situation will man das so ziemlich umweltverträglichste Verkehrmittel elektrifizieren? Totaler Schwachsinn. Wenn der Akku 3h hält (was ich nicht glaube, es sei denn, er wiegt 5kg) bei Abgabe von 200W: Damit kann man die Lichter in einer Wohnung gut 4-5 Tage betreiben (5 x 7W Energiesparlampen, 4-5h/ Tag).

Und von wegen MArathon fahren, obwohl´s einem eigentlich zu viel ist: Die eigentliche Befriedigung kommt ja daher, dass man´s schafft, obwohl die Strecke "hart" ist. Hart kann für den Sonntagsfahrer die 27km/700hm Schnupperrunde sein, für den Hobbybiker die 50km/2000hm, und für Cracks 100km/4000hm. Sich da jeweils mit diesem Spielzeug in die nächsthöhere Kategorie hinüberzuretten ist letztendlich Selbstbetrug. Aber eh klar, heute muss ja alles für jeden jederzeit möglich sein, und das 120kg Bröckerl muss mindestens einen 4000er knacken, sonst hat er alle seine "opportunities" nicht genützt.

Radfahren ist die schonendste Art, Couchpotatoes zumindest zu ein bisschen Bewegung zu verschaffen, zu ihren eigenen Gunsten. Und denen jetzt diese Minimalmaß an Bewegung auch noch zu nehmen, danke, aber nein Danke, Gruber!

traveller23
06-09-2007, 10:47
Ich finds super! :) Allerdings wärs mir zu teuer.

Und die Geräuschkullisse ist der Wahnsinn! :f:

<MM>
07-09-2007, 13:09
[...] wieviel kostet der Nachrüstsatz und wo wird die Batterie untergebracht?Die Batterie bzw. der Akku befindet sich in der Satteltasche.
Kosten tut der Nachrüstsatz (http://www.gruberassist.com/produkt/technik/) z. B. beim Bike point in IBK € 1800,-. http://www.bike-point.at/index.php?id=33&tx_ttnews[tt_news]=44&tx_ttnews=31&cHash=94714bd2fe

>John Smith:
Ui, du siehst das ja sehr schwarz/weiß. - Fahr doch mal eine Runde mit dem Ding! Wirst sehen, wie dir das taugt. :)
Die Firma Gruber hat natürlich nicht vor, irgendwelche nicht-renntauglichen Leut' damit zu Rennfahrern zu machen, das stimmt so überhaupt nicht. Lies dir mal die Zielgruppenbeschreibung auf deren Homepage durch:

Für aktive Sportler, die ihr [b]Training effektiver gestalten und nicht vom Gelände abhängig sein wollen, genauso wie für Hobby-Mountainbiker, denen das quälende Bergauffahren bei Bedarf erleichtert wird. GRUBER Assist soll die sportliche Bewegung nicht ersetzen, sondern unterstützen. Gesundes Fitnessbiken für Fahrer jeder Leistungsfähigkeit.

Alleine der psychologische Effekt, den Fahrradantrieb jederzeit ein- und ausschalten zu können, erhöht die Leistungsfähigkeit und den Spaß beim Biken, speziell auch in der Gruppe.
Ich hab' in den vorangegangenen Postings von mir gesprochen. Und ich bin sehr gern bei Bergsprints dabei (von Marathons hab' ich im Zusammenhang mit Gruber erst gar nicht gesprochen), auch wenn ich nicht so gut in Form bin (z. B. letztes Jahr, da war ich auch ohne Motor und trotz bloßer 2000 km im Jahr dabei, obwohl ich von Anfang an wußte, daß ich "nichts reißen" werd'; aber wenn all die Kollegen zusammenkommen bei den Rennen, ist's halt immer a Gaudi - unabhängig davon, ob i' jetzt aufs Stockerl fahr' oder net).

Und wenn i' eh mit rein olympischem Gedanken an den Start geh', kann ich das frisch gleich auch mit dem Gruber-Antrieb tun: a) bin ich damit von vornherein disqualifiziert und b) hab' i' umso mehr a Gaudi, weil ich ggf. in Fahrergruppen vorstoße, wo ich sonst nieeemals eine Chance drauf hätte, die zu sehen (außer auf 10 m Länge als Zuschauer vielleicht). - Es ist ganz ein neues Erleben so eines Rennens.
Ich bin also keiner, der sonst überhaupt nicht mitfahren könnt', sondern einer, der halt immer irgendwo im letzten Drittel landen würd' mit seinen diesjährigen 17 hm/min. Mit Gruber Assist erreich' ich halt das Mittelfeld mit ca. 20 hm/min (+/- 1 hm/min).

Ich glaub' also nicht, daß jemand, der heute gerademal 100 hm im Renntempo schafft, sich durch den Gruber-Antrieb plötzlich bemüßigt fühlen könnte, damit 600 hm zu sprinten.
Aber für Leut', die mal ein weniger leistungsfähigeres Jahr haben, ist das echt lässig.

Abgesehen davon: Die Veranstalter schreiben ja immer, daß "alle teilnehmen können und willkommen sind", daß es Rennen für "jedermann und -frau" sind. Ich lese da nie etwas von irgendwelchen unterwünschten Teilnehmern. - Du?

Und ein Selbst- (und Fremd)täuscher ist in meinen Augen vielmehr einer, der dopen tut, damit aber in regulären Kategorien mitfährt. Der ist mir zehnmal unsympathischer, als einer, der von vornherein zur Gaudi dabei ist und halt den Motor einschaltet für seine Spezialkategorie.

Wie gesagt: Probier's mal! - I' bin übermorgen eh in Innsbruck bei der Nordkettentrophy damit und nehm' auch gern einen zweiten Akku mit für dich, weil den ersten brauch' i' selber... :) :) :)

>Schwergewicht:
;) Der HPO hat in Uderns eh schon ganz interessiert g'schaut... :D


>traveller23:
:p Das hängt stark vom Rahmen bzw. vom Radl ab. Zum unbemerkten Schwindeln taugt's dadurch freilich nicht - und das ist auch gut so. :)

<MM>
07-09-2007, 13:31
Inzwischen gibt es einen Akku-Prototypen neuerer Bauart, nämlich einen auf Basis von Lithium-Ionen-Mangan (http://bmz-gmbh.de/veroef/pm060107.html).

Vorteile:
selbstgewogene 1100 g statt bisher 1700 g (Gewichtsersparnis: 600 g, also um 35 % leichter)
angeblich längere Fahrzeit (über 1 Stunde statt bisher maximal 45 min) bei voller Leistung trotz gleicher Ladungsmenge (4500 mAh) - erscheint mir unlogisch, wird sich also herauszustellen haben


Nachteil:
anderes Ladegerät nötig

Ich werd' diesen Prototypen bei der Nordkettentrophy ausprobieren, wobei zu beachten sein wird, daß die Ausbeute an Energieabgabe bei Akkus und Batterien stets stark temperaturabhängig ist. Bei den derzeitigen eher kühlen Verhältnissen wird das sicher zu bemerken sein.

FreerideJoe
07-09-2007, 20:50
Naja ich bin schon selber mit nem Gruber Bike gefahren und muss sagen wenn das Ding nicht so verdammt laut und teuer wär wärs ne richtig feine Sache

noc
07-09-2007, 21:22
Ohne hier jetzt ein elendslanges Posting zu machen will ich auch kurz meinen Senf dazugeben.

Den Assist find ich grundsätzlich super :toll:
Is eine tolle Mischung aus selber was leisten und mehr zu erreichen als man ohne Hilfe könnte.
Man nutzt ja beim Skifahren auch die Lifte und hatscht ned immer selber rauf ;)

AAABER bei Rennen hat es mMn nix verloren! Eine eigene Kategorie bei Rennen mit einem eigenen Starttermin finde ich OK, aber ein gemeinsamer Start und das ARgument "um trotzdem dabeizusein" sehe ich nicht so positiv.

Das ist eben Sport und wer die Leistung nicht selbst erbringt hat dort eben auch nix verloren wo er ohne Hilfe nicht wäre.

mastersteve
07-09-2007, 23:04
UND wenn ich selber nicht mehr treten mag kauf ich mir sowieso
eine Duke :D

noc
08-09-2007, 01:17
UND wenn ich selber nicht mehr treten mag kauf ich mir sowieso
eine Duke :D

magst ma eine mitkaufen bitte :D

Intrud0r
08-09-2007, 10:21
Irgendwie ist das Ding ganz ok und vielleicht bringt es Leute dazu ein Rad als Transportmittel zu nutzen die das sonst nicht tun würden. (wuaaaah die fiese Steigung zum Büro da schwitz ich ja immer so...u.ä.) Auch wenn es Energie verbraucht - immer noch umweltschonender als ein Auto.
Insofern finde ich die Erfindung an sich ziemlich gut.

Was das allerdings bei Rennen zu suchen hat, auch wenn es in einer eigenen Kategorie eingesetzt wird kann ich nicht ganz verstehen. Wieso nicht einfach ein kürzeres/leichteres Rennen aussuchen, mehr trainieren oder einfach auf Rennen verzichten?

ventoux
08-09-2007, 10:37
Was das allerdings bei Rennen zu suchen hat, auch wenn es in einer eigenen Kategorie eingesetzt wird kann ich nicht ganz verstehen. Wieso einfach ein kürzeres/leichteres Rennen aussuchen, mehr trainieren oder einfach auf Rennen verzichten?

:toll: :toll: :toll:

Flo
08-09-2007, 11:29
Was das allerdings bei Rennen zu suchen hat, auch wenn es in einer eigenen Kategorie eingesetzt wird kann ich nicht ganz verstehen. Wieso nicht einfach ein kürzeres/leichteres Rennen aussuchen, mehr trainieren oder einfach auf Rennen verzichten?

:toll: :toll: :toll:

<MM>
16-12-2007, 02:30
Was das allerdings bei Rennen zu suchen hat, auch wenn es in einer eigenen Kategorie eingesetzt wird kann ich nicht ganz verstehen. Wieso nicht einfach ein kürzeres/leichteres Rennen aussuchen, mehr trainieren oder einfach auf Rennen verzichten?Na ganz einfach: Weil es ein neues Erleben so eines Rennens ermöglicht - das muß man vielleicht einfach mal selber ausprobieren, ums nachvollziehen zu können, denn das spielt sich mehr auf der Gefühlsebene denn auf der Verstandesebene ab. Nimmt man als Beispiel so einen Bergsprint, wird es dir ganz unvermittelt ein Grinsen ins Gesicht und ein Hochgefühl in die Magengegend zaubern, daß du glaubst, du fährst das Rennen deines Lebens. :bounce:

Was es ganz subtil dabei noch bewirkt: Nach dem Rennen wirst du dich so fühlen, als wärst wirklich NUR DU SELBST gefahren, obwohl du WEISST, daß du natürlich unterstützt diese Wahnsinnszeit ;) erreicht hast. Aber das ist dir erstmal überhaupt nicht bewußt, das Glücksgefühl überwiegt. ;)

Wer jemals mit so einem Gruber-Radl bei einem Rennen gefahren ist, wird unmittelbar verstehen, wenn dopende Rennteilnehmer sich eigentlich gar keiner Schuld bewußt sind, weil sie """ja eh selber gefahren sind""".

Das soll freilich keine Rechtfertigung für die Doper sein, aber es bringt einem deren Gefühlswelt etwas näher, daß man vielleicht ein "Aha!"-Erlebnis hat und in etwa ungefähr so ca. (frei nach EAV :p ) nachvollziehen kann, was in so einem Doper-Schädl vorgeht. ;)

Um nochmals ganz konkret auf die gestellte Frage zu antworten: Es macht einfach unheimlich Spaß, "allen" davonzufahren, völlig unabhängig davon, ob man in einer Wertung ist oder nicht. Hehe. - Einfach mal selber ausprobieren! ;)

<MM>
16-12-2007, 02:35
Zufällig auf YouTube vorhin entdeckt: zwei neue Videos zum Gruber Antrieb, offenbar von der Firma selber gepostet:

Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=tSoS4nyYUlk

Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=5gq646vy5Og

Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=dJa8yytb4A0




.

Flo
16-12-2007, 11:55
Um nochmals ganz konkret auf die gestellte Frage zu antworten: Es macht einfach unheimlich Spaß, "allen" davonzufahren, völlig unabhängig davon, ob man in einer Wertung ist oder nicht. Hehe. - Einfach mal selber ausprobieren! ;)

Schon mal darüber nachgedacht auf Motorcross Rennen
umzusatteln ?

fullspeedahead
16-12-2007, 12:46
Um nochmals ganz konkret auf die gestellte Frage zu antworten: Es macht einfach unheimlich Spaß, "allen" davonzufahren, völlig unabhängig davon, ob man in einer Wertung ist oder nicht.
da stellt sich halt auch die Frage, wie lustig das für die anderen ist...;)



Erstens, gerade heutzutage wird ausführlichst diskutiert über Klimawandel, CO2-Emissionen und Energiesparen. Und genau in dieser Situation will man das so ziemlich umweltverträglichste Verkehrmittel elektrifizieren? Totaler Schwachsinn.
Du siehst das imho völlig verkehrt. Typischerweise werden den Gruber Antrieb ja sicherlich nicht austrainierte Biker verwenden, sondern es wäre eine supa Ergänzung für die Allgemeinbevölkerung.

Damit die 10km Strecke zur Arbeit mit dem Fahrrad gut schaffbar wird, damit man zum Billa, der außerhalb vom Ort liegt locker mim Radl kommt und sich mim schweren Gepäckskorb nicht zum Krüppel tritt (und dann doch lieber das Auto nimmt) oder auch damit die Frau gut mit ihrem Mann mitkommt, wenn sie gemeinsam eine große Tour machen.

Das Problem ist nur, dass das Ding einfach noch zu teuer ist - wenns 500€ kosten würde, könnt ich mir da gut eine eigene Sparte an Trekking- und Citybikes vorstellen.


Den Renneinsatz seh ich aber auch seehr zwiegespalten....

grey
16-12-2007, 13:54
Schon mal darüber nachgedacht auf Motorcross Rennen
umzusatteln ?

da würd ma mit dem gruber antrieb aber ned soviel reißen :D

Flo
16-12-2007, 14:40
Na - ich meinte vom Prinzip her. Für mich is halt radfahren
das wo man mit den Beinen in die Pedale tritt und somit
vorwärts kommt.

Und das mitn Motor is eben wieder was anderes.

wingman
16-12-2007, 15:24
Versteh überhaupt nicht, das dieses teil hier überhaupt diskutiert wird , das hatt hier einfach nix verloren , hatt nix mit rafahren zu tun , sowas in zusammenhang mit marathons zu bringen da wird mir fast schlecht ,
Das ist defintiv was für möchtegern draufdrücker oder pensionisten aber nix für echte radfahrer , wenns jemand net dafahren kann soll er entweder woanders fahren oder schieben ,

Ich will aber keineswegs dieses innovative produkt schlechtmachen , sicher tolle sache und hatt auch ihre berechtigung , aber eher bei führerscheinlosen hilfskrafträdern , jeder der sich sein rad mit sowas ausstattet hatt automatisch einen modernen heastauba ( maurersax oder wie auch immer ) mit radfahren hatts jedenfall nichts mehr zu tun ,

Das rad soll das einzige vehikel bleiben , wo gleichzeitig der passagier auch als motor fungiert !!! das is a ja das schöne drann , net im wal rumsuren

steve4u
16-12-2007, 15:42
Es war ja alles schon mal da, so wie Weiland der berühmte Fuchs-Motor:



http://mo-ped.se/help/fuc_nos2z.jpg


:cool:

bikebertl
16-12-2007, 17:46
Es war ja alles schon mal da, so wie Weiland der berühmte Fuchs-Motor:



http://mo-ped.se/help/fuc_nos2z.jpg


:cool:

wobei i lieber an knatternden 2-takter hör als so a gebtriebe-gesäusel :f:

Sugarbabe
16-12-2007, 19:30
womit wir wieder bei einem richtigen Klassiker wärn, wie hier

http://de.wikipedia.org/wiki/Motob%C3%A9cane

<MM>
01-02-2008, 18:27
Noch für ca. eine Woche kann ich mit einem ausgeliehenen Gruber-Assist-Hardtail fahren. Und würd' das nicht möglich sein, würd' ich wahrscheinlich gar nicht biken derzeit, denn im "Vor-Frühjahr" soll man ja alles, nur keine übermäßigen Belastungen auf sich nehmen - "Grundlagenausdauertraining" lautet das Gebot der Stunde.

Nun bin ich kein Trainierer, war es noch nie. Aber Mountainbiken - bzw. derzeit halt normales Radfahren auf den aperen Straßen - bringt selbstverständlich auch einen gewissen Trainingseffekt, insofern hab' ich also immer den Pulsgurt umgeschnallt, um statistisch jeweils den Status quo überblicken zu können.

Die angehängte Grafik zeigt die Statistik zu den bisherigen 16 Fahrten (übrigens immer auf derselben Strecke ;) - ab und zu halt verkehrt herum): Auf rund 275 km / 4500 hm bewegte sich der Puls zu

53 + 44 = 97 % im Grundlagenbereich.

Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Trotz der 4500 hm und relativ niedrigen Temperaturen zwischen 0 °C und 11 °C brachten all diese Fahrten im Freien ein Ergebnis, wie es fast nicht besser sein könnte, wenn man den GA-Trainingseffekt betrachtet.
Das zeigt auch die zweite Grafik, die die Herzfrequenz über der Distanz aufträgt; die farbigen Bereiche verdeutlichen die Pulsbereiche; der grüne Bereich ist dabei der Grundlagenbereich, der bei dieser Fahrt zu 100 % ausgefüllt wurde, gleichbedeutend mit der Aussage, daß während dieser 73-minütigen Fahrt über ~27 km und ~400 hm kein einziger Pulsschlag grundlagenmäßig "verlorgenging".

Daß diese Fahrten dabei unüblich flott vor sich gehen (22,2 km/h Schnitt in diesem Fall) und ein Akku dazu locker ausreicht (würd' sogar noch für weitere ca. 20 min Energie liefern), macht ein mit dem Gruber-Assist-System ausgerüstetes Radl geradezu zum idealen Grundlagentrainigsgerät.

In ca. einer Woche muß ich das Radl dann zurückbringen. - Es wird ein schwerer Abschied werden. :wink:

wingman
01-02-2008, 19:14
Radfahrer die auf effizientes Ga training achten , also ambitionierte racer , brauchen so was ganz bestimmt , wir haben alle darauf gewartet , wahrscheindlich haben der sokoup , der rametsteiner , weiss, lakata etc schon längst den gruber assistenten :D,

<MM>
01-02-2008, 19:36
>wingman:

:D

GA ist GA, sag' ich da nur.

Außerdem reden wir ja nicht von den Spitzensportlern, sondern von Normalos wie dir und mir - zumindest solchen wie mir. ;)

Wenn man also gerne (ambitioniert)Rad fährt, find' ich das schlichtweg SPITZE.

Für mich ist's einsame Klasse und zur Zeit die wesentliche Motivation, überhaupt zu radeln. :bounce:

<MM>
01-02-2008, 19:47
[...] Das rad soll das einzige vehikel bleiben , wo gleichzeitig der passagier auch als motor fungiert !!! [...]:)
Ziemlich konservativ, diese Einstellung. - Wo bleibt da der zeitgeistige Innovationsgedanke? Alles Neue ist schlecht?

Außerdem hast du offenbar das Prinzip noch nicht ganz verinnerlicht: Das System ist ein Anschub, kein alleiniger Antrieb. D. h. je nachdem, wie sehr du selber trittst bzw. wie die Trittfrequenzschwelle eingestellt ist, verhält sich der Motor relativ zu deiner Vorgabe an selber geleistetem Vorschub. Immer jedoch agiert der Motor völlig defensiv, "fährt nicht mit dir spazieren".

Studier' mal das Datenblatt, bevor du hier so stammtischmäßig wetterst, und schau' dir zumindest nochmals die Herzfrequenzdiagramme an, bevor du dich weiter als völlig uninformiert outest! ;)

<MM>
01-02-2008, 19:50
Na - ich meinte vom Prinzip her. Für mich is halt radfahren
das wo man mit den Beinen in die Pedale tritt und somit
vorwärts kommt.

Und das mitn Motor is eben wieder was anderes.Es ist genau dasselbe, der Anschub "macht dich nur um ca. 100 W stärker". Du mußt selber treten, du mußt selber aktiv sein, der Motor kappt dir bloß die Leistungsspitzen, die du bei Anstiegen oder höheren Geschwindigkeiten normalerweise selber zu leisten hättest. Es macht das Radfahren angenehmer aber keinesfalls zum Motorrad-Erlebnis.

Fahr' mal mit so einem Radl, du wirst sofort den wesentlichen Unterschied zu einem Moped oder dgl. Gefährt merken! Sag' dann aber nicht: "Das ist aber superlangsam!" - weil dann hast du das Prinzip immer noch nicht verstanden. ;)

traveller23
01-02-2008, 19:54
Also ich find die Idee sehr leiwand. :) Allerdings ists mir einfach zu teuer.

<MM>
01-02-2008, 19:58
da stellt sich halt auch die Frage, wie lustig das für die anderen ist...;)
Bislang war's ausnahmslos ein Ansporn für "die anderen" - niemand wollte langsamer als "der Gruber" sein. ;)



Den Renneinsatz seh ich aber auch seehr zwiegespalten....Ganz recht, ich auch. Meine bisherigen Teilnahmen dienten vor allem dem Experimenten, um auch echte Rennsituationen mal ausprobiert zu haben im Zusammenhang mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen (z. B. überschwerer Rucksack versus Fahrt ganz ohne Rucksack und anderer Gewichtsoptimierung).

Ich bin auch der Auffassung, daß ein gemischtes Starten von "Gruber-Fahrern" mit "Normalfahrern" nicht das Beste ist. Bislang war ich aber immer allein am Start, also war's gar nicht anders handhabbar, um die Rennsituation zu erhalten.

Ich würd' sehr, sehr gern mal gegen einen zweiten "Gruber" im Duell fahren. :)




Typischerweise werden den Gruber Antrieb ja sicherlich nicht austrainierte Biker verwenden, sondern es wäre eine supa Ergänzung für die Allgemeinbevölkerung. [...]Das und was du sonst noch geschrieben hast, bewerte ich als sehr vernünftige kritische Betrachtung, vor allem als eine differenzierte, weit oberhalb eines Stammtischniveaus angesiedelt. :toll:

texx
25-04-2008, 15:29
Die angehängte Grafik zeigt die Statistik zu den bisherigen 16 Fahrten (übrigens immer auf derselben Strecke ;) - ab und zu halt verkehrt herum): Auf rund 275 km / 4500 hm bewegte sich der Puls zu

53 + 44 = 97 % im Grundlagenbereich.


klingt deshalb schon super, weil man fürs ga-training das rennrad in die ecke stellen und aufs bike ausweichen könnte. :love: nur leider ists mir zu teuer. :(

wobei: in wahrheit würd mich so ein elektromotor viel eher am stadtrad interessieren. die 15 km in die hacke führen schon über ein paar kleine anstiege. die sind ansich kein problem, nur wenns warm wird, dann schwitzt man auch bei leichtem tempo zumindest ein bisserl. mit so einem elektro-turbo hätte man das aber gelöst. gibts vergleichbare, billigere lösungen am markt? so würde doch das rad wirklich zum unschlagbaren stadt-vehikel.

<MM>
25-04-2008, 15:36
klingt deshalb schon super, weil man fürs ga-training das rennrad in die ecke stellen und aufs bike ausweichen könnte.Das ist auch der Grund, warum's mir so taugt: Man kann seine MTB-Leidenschaft ausleben, ohne darunter zu leiden - also im Sinne von Verzicht auf Höhenluft und zwangsweise eingehandelter Bundesstraßenprärie.


leider ists mir zu teuer. :(Gerade weil man mit einem Akku sicher nicht genug hat, verteuert sich's zudem nochmals um dessen Kosten.
Letztes Wochenende gab's aber eine Aktion - da wurden die Bikes "durchgereicht", also mit minimaler Marge für die Firma. Die Aktionsblätter sind eh noch online auf gruberassist.com .



gibts vergleichbare, billigere lösungen am markt?
Es gibt eine Unmenge an derartigen Konstruktionen. - Siehe dazu http://www.meister-rad.de unter "Fahrräder" - "Elektroräder" (Menü links).

<MM>
16-09-2008, 03:14
"Der neue Trend zum Hybridrad"
http://orf.at/080908-29268

Wer auf dem Weg ins Büro überfüllte öffentliche Verkehrsmittel und eine nervenraubende Parkplatzsuche vermeiden will, dem bleibt als Alternative noch das Fahrrad. [...] Die Fahrräder mit Elektromotor erleben derzeit weltweit einen Boom. Doch auch sie sind nicht ohne Nachteile.

<MM>
16-09-2008, 10:18
Der Artikel berichtet zwar vom angeblichen Trend; daß es aber auch heimische Unternehmen in der Sparte gibt, wird nicht erwähnt. :rolleyes:

<MM>
18-01-2009, 23:27
Gruber Assist war im Herbst 2008 ausverkauft. Zwar gab es gleichzeitig Probleme mit Zulieferern hinsichtlich der verwendeten Akkuzellen, doch nutzte man die Zeit für Weiterentwicklungen: Künftige Akkupacks haben eine Ladestandsanzeige integriert. Freilich läßt sich diese nur ablesen, wenn der Akku sich gerade nicht in der Satteltasche befindet - also nicht während der Fahrt -, hilft aber vor der nächsten Ausfahrt schon sehr fein über die quälende Frage hinweg: "Aufladen - oder doch noch mal versuchen?" Gerastert ist die "Füllstandanzeige" in 20-%-Schritten.

Für 2009 strebt die seit 2005 bestehende Firma eine Verdoppelung des Umsatzes an. Dazu wurde die Produktpalette um weitere, komplett zusammengebaut erhältliche Fahrradtypen erweitert; auch wurden strategische Partnerschaften eingegangen.

Indes stellt man fest, daß die typische Zielgruppe Personen sind, die das Fahrrad nicht als Sport- oder Fitneßgerät nutzen, sondern als wirkliches Fortbewegungsmittel. Daran werden sich auch die weiteren Werbeaktivitäten orientieren.

riffer
19-01-2009, 09:48
Indes stellt man fest, daß die typische Zielgruppe Personen sind, die das Fahrrad nicht als Sport- oder Fitneßgerät nutzen, sondern als wirkliches Fortbewegungsmittel. Daran werden sich auch die weiteren Werbeaktivitäten orientieren.

Das kann man annehmen. :devil: Für ein Stadtrad kann man das als Sportler theoretisch auch akzeptieren, weil man dann nicht so ins Schwitzenkommt (möglicherweise), aber das war es dann...

MalcolmX
19-01-2009, 09:50
ich find das nicht so lächerlich, wie du es hier gerade machst.

als commuterrad, mit dem ich jeden tag 20km in die arbeit und wieder zurück fahre, wäre soetwas genial.

man schwitz weniger bis man ankommt, und kommt deutlich zügiger ans ziel.

als umweltfreundliche alternative zum auto find ichs spitze...:)



edith sagt: deine edith war schneller, und hat meine aussage ziemlich abgschossen... ;)

GrazerTourer
19-01-2009, 10:46
ich denke ich könnte trotz Gruber Antrieb nicht so fahren, daß ich nicht schwitze. Vielmehr wäre ich froh, noch schneller am Ziel zu sein, bei gleicher Anstrengung. *g*

<MM>
19-01-2009, 11:21
Das kann man annehmen. :devil:

Hehe! Ja ok, ich hätte besser "Alternativ-Fortbewegungsmittel" sagen sollen. Mea culpa! ;)



weil man dann nicht so ins Schwitzenkommt (möglicherweise), [...]

Wenn ich da mal von mir ausgehe: Nach 10 - 15 min des ganz normalen Gehens spür' ich auch schon in der Rückengegend einen gewissen Kühleffekt, bedingt durch Wassertröpfchen. ;)

Egal, wie Mensch sich aus dem Bereich des Ruhepulses bringt: Es wird immer (beim einen früher, bei der anderen später) zum Anspringen des leibeigenen Kühlsystems kommen.



als commuterrad, mit dem ich jeden tag 20km in die arbeit und wieder zurück fahre, wäre soetwas genial.

Da würde man - mit einem einzigen Akkupack - in der Tat bis zu 25 % Zeitersparnis einfahren (abhängig vom Höhenprofil dieser Strecke). Bei meinen eigenen Fahrten im Flachen hab' ich's auf lockere 30 km/h im Schnitt gebracht (MTB mit Semislicks http://www.profirad.de/images/maxxis_wormdrive.jpg).

Aber ich würd' gar nicht so die erreichbaren Geschwindigkeiten werten, sondern vielmehr den Spaß, den das System bereitet. Doch den kann man nicht vermitteln - das muß man am eigenen Leib erfahren haben, wie sich das anfühlt.

Noch toller ist natürlich das da:

ErockIT - das E-Motorrad
http://www.erockit.net/

Das weltweit erste Mensch-Maschine-Hybridmotorrad
Das elektrisch betriebene eROCKIT zeichnet sich durch die Verbindung zweier extrem unterschiedlichen Merkmale aus: Einer einfachen, jedem bekannten Bedienung und gleichzeitig einer innovativen, völlig neuen Funktionsweise.
Die Bedienung wird vom Fahrrad übernommen: Vom Treten in die Pedale, um das Fahrzeug zu bewegen und zu beschleunigen, bis hin zu den Hinter- und Vorderradbremsen, deren Hebel sich wie gewohnt links und rechts am Lenker befinden.
Die revolutionäre Funktionsweise basiert auf Muskelkraftmultiplikation und erbringt die Leistung eines Motorrads: Die eROCKIT Elektronik registriert die vom Fahrer aufgewendete Muskelkraft und gibt sie multipliziert mit einem Faktor bis zu 50 an das Hinterrad ab. Somit ist eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h möglich.

Das angehängte Foto zeigt einen der Prototypen dieser Berliner Entwicklung eines emigrierten Österreichers bei Testfahrten im Salzkammergut.

Ein Sendebeitrag von N24 befindet sich hier http://www.n24.de/news/newsitem_972149.html online.

Die "ErockIT GmbH" wurde übrigens auch 2005 gegründet. - Scheint ein gutes Jahr für Alternativen gewesen zu sein... ;)

riffer
19-01-2009, 12:18
Hehe! Ja ok, ich hätte besser "Alternativ-Fortbewegungsmittel" sagen sollen. Mea culpa! ;)




Wenn ich da mal von mir ausgehe: Nach 10 - 15 min des ganz normalen Gehens spür' ich auch schon in der Rückengegend einen gewissen Kühleffekt, bedingt durch Wassertröpfchen. ;)

Egal, wie Mensch sich aus dem Bereich des Ruhepulses bringt: Es wird immer (beim einen früher, bei der anderen später) zum Anspringen des leibeigenen Kühlsystems kommen.

...

Die "ErockIT GmbH" wurde übrigens auch 2005 gegründet. - Scheint ein gutes Jahr für Alternativen gewesen zu sein... ;)

Hab es eh so gemeint wie du. :wink:

Zum Schwitzen: Ist bei mir ähnlich, aber man kann vielleicht das komplett durchnässte Erscheinen in der Arbeit vermeiden, das war mein Gedanke.

ErockIT hat mir vom Konzept her auch gefallen, der Preis ist halt umwerfend... :f:

perponche
19-01-2009, 12:26
... Künftige Akkupacks haben eine Ladestandsanzeige integriert. Freilich läßt sich diese nur ablesen, wenn der Akku sich gerade nicht in der Satteltasche befindet - also nicht während der Fahrt -, hilft aber vor der nächsten Ausfahrt schon sehr fein über die quälende Frage hinweg: "Aufladen - oder doch noch mal versuchen?" Gerastert ist die "Füllstandanzeige" in 20-%-Schritten.
Da könnens sich bei der e-solex (www.e-solex.fr) was abgucken - prima gelöst und stufenlose Anzeige, groß sichtbar hier: klick "ga verder" klick "producten" -->
http://www.e-solex.nl/

<MM>
19-01-2009, 13:24
Schaust dir das nochmals an? Weil ich kann hier keine stufenlose Anzeige erkennen (siehe Anhang); auch die FAQ zu dem zweifelsohne interessanten Gefährt spricht von einer "achstelligen Anzeige, wobei "8" 100 % und "4" 70 % 'Füllstand'" bedeutet ("4 uur voor 70% en 8 uur voor 100%"). Sehr vorbildlich finde ich so eine nicht lineare Einteilung nicht gerade.

Weitere Zitate aus der FAQ, weil's, wie gesagt, ein interessantes Gefährt darstellt, welches ich als elektrisches Moped bezeichnen würde:

Der Akku wiegt 3.9 kg, das Gefährt selber 40 kg.

Der Akku umfaßt 15 Ah Ladung, gewährt damit einen Aktionsradius von 25 bis 40 km (je nach Geschwindigkeit und Gewicht des Fahrers).

Der Antrieb erfolgt am Vorderrad über einen frontlastig angebrachten Motor.

Obwohl die Bezeichnung "eSolex" irgendwie nach "solar" klingt, hat es damit per se nichts zu tun.

Seit 2004 wird diese elektrische Version des "Solex" vertrieben. Die Solex-Vehikel sind in Frankreich ein "soziales Phänomen", gibt's schon ewig lange. In früheren Zeiten wurden sie freilich mit Treibstoffen betrieben.


Videos:
Geräuschkulisse
http://www.youtube.com/watch?v=KkX4-_EktrE

Testfahrt und Batteriewechsel
http://www.youtube.com/watch?v=re8YdX9EW4Q




Da könnens sich bei der e-solex (www.e-solex.fr) was abgucken - prima gelöst und stufenlose Anzeige, groß sichtbar hier: klick "ga verder" klick "producten" -->
http://www.e-solex.nl/

riffer
19-01-2009, 14:39
Schaust dir das nochmals an? Weil ich kann hier keine stufenlose Anzeige erkennen (siehe Anhang); auch die FAQ zu dem zweifelsohne interessanten Gefährt spricht von einer "achstelligen Anzeige, wobei "8" 100 % und "4" 70 % 'Füllstand'" bedeutet ("4 uur voor 70% en 8 uur voor 100%"). Sehr vorbildlich finde ich so eine nicht lineare Einteilung nicht gerade.

Weitere Zitate aus der FAQ, weil's, wie gesagt, ein interessantes Gefährt darstellt, welches ich als elektrisches Moped bezeichnen würde:

Der Akku wiegt 3.9 kg, das Gefährt selber 40 kg.

Der Akku umfaßt 15 Ah Ladung, gewährt damit einen Aktionsradius von 25 bis 40 km (je nach Geschwindigkeit und Gewicht des Fahrers).

Der Antrieb erfolgt am Vorderrad über einen frontlastig angebrachten Motor.

Obwohl die Bezeichnung "eSolex" irgendwie nach "solar" klingt, hat es damit per se nichts zu tun.

Seit 2004 wird diese elektrische Version des "Solex" vertrieben. Die Solex-Vehikel sind in Frankreich ein "soziales Phänomen", gibt's schon ewig lange. In früheren Zeiten wurden sie freilich mit Treibstoffen betrieben.


Videos:
Geräuschkulisse
http://www.youtube.com/watch?v=KkX4-_EktrE

Testfahrt und Batteriewechsel
http://www.youtube.com/watch?v=re8YdX9EW4Q

Äh, Anrtieb am Vorderrad steht wo? Was macht dann der Riemen ans Hinterrad? :confused: Ich seh mich da nicht ganz durch, aber die Seite bietet auch wenig Info, finde ich.

<MM>
19-01-2009, 14:48
Einen Vorderradantrieb schließe ich aus den treibstoffgetriebenen Modellen.
Ich hab' zwar auch gesehen in dem einen verlinkten Video, daß diese rundliche Box vorne auch für "Gepäck" (in diesem Fall für eine Regenhaut o. ä.) zu öffnen ist; aber auch die treibstoffgetriebenen haben einen Riemen, obwohl sie frontgetrieben sind: http://www.youtube.com/watch?v=lfD6_d7KdjQ .

Jedenfalls was ganz was Eigenes aus Frankreich. ;)

<MM>
19-01-2009, 15:46
Einen Vorderradantrieb schließe ich aus den treibstoffgetriebenen Modellen.

Dieser Schluß ist logisch richtig, faktisch falsch.

Denn (siehe Bildanhang) bzw. hier http://240plan.ovh.net/~esolexk/fr/presse/dossier/pdf/28.pdf :


Moteur électrique dans la roue arrière

"roue arrière" ist das Hinterrad, also ist das Gefährt hinterradangetrieben.

Und "dans la roue" heißt "im Rad", d. h. der Motor sitzt in der überdimensionalen Radnabe.

Der Zylinder am Vorbau ist also ein reines Behältnis für kleine Transporte und in seiner Form ein Bekenntnis zum Retrodesign dieses Nachfolgemodells der treibstoffgetriebenen Versionen mit ihrem Frontantrieb in eben dieser Zylindereinheit.


Jetzt wissma's aber ganz genau! ;) :zwinker:

perponche
20-01-2009, 19:24
Schaust dir das nochmals an? Weil ich kann hier keine stufenlose Anzeige erkennen (siehe Anhang)
Du hast völlig recht - nicht stufenlos sondern 8fach geteilstricht. Aber stehts im Blickfeld des Fahrers.


Die Solex-Vehikel sind in Frankreich ein "soziales Phänomen", gibt's schon ewig lange. In früheren Zeiten wurden sie freilich mit Treibstoffen betrieben.

das alte Solex-mofa war ein enormer Zugewinn an Freiheit für die Jugendlichen, Unabhängigkeit von (häufig inexistentem) öffentlichem Nahverkehr, dabei simpel, Führerscheinfrei und fast unkaputtbar, das Flucht-Vehikel aus Nestern, wo abends die Bürgersteige hochgeklappt wurden. Daher die Nostalgie.

<MM>
20-01-2009, 19:42
[...] Aber stehts im Blickfeld des Fahrers.

Das wär' mir beim Gruber-Radl auch lieber, in der Tat.

Kraeuterbutter
26-01-2009, 19:32
Hallo..
vorweg: ich bin kein Sport-Radler wie ihr,
also ich verwende das Fahrrad zu 90% als Transportmittel (fürs Einkaufen, weil ich kein Auto hab, weil ich die

U-Bahn nicht mag, weil ich zufaul bin 500Meter zufuss zu gehen)
also ich bin kein durchtrainierter Biker wie ihr hier die mit Pulsuhr rumfahren ;)

Gruberassist: tolle Sache, das Gewicht = ungeschlagen unter den Elektroantrieben
die Optik natürlich ebenfalls

ABER:
Gruberassist hat auch ein paar Nachteile:
1.) Lärm !
2.) Preis !
3.) (recht bescheidene Zusatzpower gemessen am Preis)

ad 1: da wird man nicht viel machen können...
bei den engen Einbauverhältnissen brauchts einen schnelldrehenden Motor -> ergibt die hohe Übersetzung von 1:111
um das Drehmoment in der Grösse zu händeln müssen es Metallzahnräder sein
Drehzahl und Metallzahnräder -> 2 Dinge die einen Antrieb nicht gerade leise machen, leider

ad 2:
zugegeben: Fertigung in Österreich, Inovation beim Einbauort, .. das kostet
aber am Video konnte ich sehen, dass da am Akku Tamiya-Stecker bzw. zumindest Stecker dieser Art verbaut sind..
das ist dann schon schwach..
im Modellbau werden bei jedem 70 Euro Modellauto und 20 Euro Akku sofort diese minderwertigen Stecker abgezwickt

und durch was hochwertigeres ersetzt..
und bei so einem edlen Antrieb um 1800Euro findet man dann solche Stecker ?
zum Akku: vergleichbare 1kg Lipos gibts bereits ab 100 Euro im Modellbauladen zu kaufen, keine Ahnung wieviel

Gruberassist für einen akku verlangt


ad 3:
es ist unter den Elektroantrieben das System mit der geringsten Power am Markt..
das ist jetzt aber nicht wirklich ein Nachteil..
wenn man Moped fahren will, kauft man sich ein Moped..
jeh stärker der Motor wird, umso mehr verschiebt sich das Mensch-Motor-Hyprid-system in Richtung

MOtor-Mensch-Hypridsystem...
auf die Spitze getrieben habens das ja beim e-rocket... zick kw Leistung -> da sind die 100-200Watt eines Menschen

ja unwichtig

also für die Rennfahrer und spitzen-Radsportler unter euch, gibts zum Gruber Assist meiner Meinung nach eh keine

Alternative..
super leicht, Gewicht super im Schwerpunkt, und die ungefederten Massen (die Laufräder) bleiben leicht wie eh und

jeh -> Fahrgefühl sollte am wenigsten beeinflusst werden

für Leute, die mit dem Rad zur Arbeit fahren oder auf die Optik nicht so extrem viel Wert legen, gibt es aber

einige günstige Alternativen..

ich möchte hier nur kurz MEINE Variante vorstellen...
wie ich schon sagte: ich bin kein Bike-Sportler (von denen werden Elektroantriebe im Fahrrad ja gerne belächelt)
ohne E-Antrieb wäre ich aber wohl letzten Sommer nicht täglich mit dem Fahrrad in die Arbeit gefahren (ok, fast täglich, Tages-Kilometer: 60km ! und das bei uns über die Hügel im oststeirischen Hügelland)

besser als gar nicht Fahrrad zu fahren weil zu weit, ist sicher mit E-Motor zu fahren allemal ;)
da ich für 60km nicht genug Akkukapazität zu der Zeit hatte, bin ich in der Ebene ohne MOtor gefahren, und hab den Motor nur bergauf als Unterstützung benutzt (27-29km/h Schnitt mit Mountainbike)
duschen war jedesmal danach nötig, also vonwegen E-Bike-fahren = Moped fahren: keine Spur !

gleich gehts weiter

Kraeuterbutter
26-01-2009, 19:38
so, jetzt stell ich noch kurz mein E-Bike vor inkl der Vorzüge gegenüber Gruber Assist:

BILD: http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/Testlauf%201/Lipo_DSCF2635.jpg
Bild von der ersten Probefahrt, profisorische Montage ;)
mein Bike ist nun 17 Jahre alt... hat noch das erste Tretlager drin (knackknack), noch die ersten Candilever-Bremsen,und und und
bei ebay hätt ich dafür wohl keine 100 Euro mehr gekriegt
aber wegschmeissen: das ging dann auch nicht, also wurde es für das E-Experiment hergenommen

Nachteil: Optik, Gewicht, Motor im Reifen = ungefederte Masse

Vorteile:
1.) leiser
2.) einfach von jedem selber einzubauen
3.) wesentlich billiger
4.) mehr Power
5.) Schonung des Antriebsstranges


ad 1 und 4 - Leise und Power:
siehe VIDEO: http://www.youtube.com/watch?v=3TQZqctp-gY
man hört vom Motor (4:1 übersetzt, Plastik-Planetengetriebe) kaum was
Eingangspower: 600Watt, Ouput: ca. 450Watt

ab so 20km/h überdecken die Windgeräusche den Motor, es ist ein leises fahren, angenehm

ad 2.) - einfache Montage
wer ein klein wenig am Rad selber rumschraubt, (Reifenwechseln,...) kann auch so einen Motor einbauen
Schnellspanner geht nicht, muss mit Mutter angezogen werden

ad 3.) - billiger
ich hab für meinen Front-Motor + Regler + Gasgriff + Bremshebel in Summe 250 Euro (2 Jahre Garantie beim

Händler) gezahlt
nach 20.000km solle man mal den Freilauf austauschen ;)

ad 5.) - Schonung des Antriebsstranges:
wie man am Video vorher sieht: selbst im hohem Gang kann man zügig anfahren
die Kette wird weniger belastet, man kann auch am Berg einfacher schalten weil man die Kette leicht mal entlasten

kann,...


zum Fahren an sich:
jeh schneller der Motor drehen kann, umso mehr Power kann er bereitstellen..
hier hat der Gruber Assist einen Vorteil: er kann die Kettenschaltung mitverwenden..
er drückt seine 100Watt immer raus

mein Nabenmotor drückt an die 400Watt raus ab ca. 30km/h
bei niedrigeren Geschwindigkeiten weniger
(bei Schritttempo den Berg rauf sicher keine 100Watt mehr)

zum Drehmoment: ohne Mittreten schafft der Motor (Bike + ich = 98kg Systemgewicht) eine 8% Steigung NICHT

trotzdem ist er auch bei stärkeren Steigungen einen STARKE HILFE...
ich hab hierzu ein paar Videos gemacht..

(bitte wieder vor Augen halten:
a.) ich bin kein Radsportler
b.) ich hab am Bike schwere BigApple 60er Reifen (= Strassenreifen, wenig Gripp offroad)
c.) bei den Stürzen am Video: ich fahr mit Schlaufen, bin da hängen geblieben und siehe Punkt 1.), also relativ

unerfahren
d.) uralt-Mountainbike, 1. Gang hat nur Übersetzung 28:28 (!)
[/i]

VIDEO 1: http://www.youtube.com/watch?v=jFtYLUjHQxI
34% Steigung in der Mitte, 38% Steigung am rechten Bildrand
zuerst mit Motor, beim 2. Versuch ohne Motor

Video 2: http://www.youtube.com/watch?v=II31oAlu9Dc
zuerst mit, dann ohne Motor
hier gabs das Schlaufen-Problem ;)

Video 3: http://www.youtube.com/watch?v=_GzLQc8M568
zuerst mit, dann 2mal ohne Motor

Video 4: http://www.youtube.com/watch?v=iC7jFwXN5bE
einhändig gefahren.. zuerst mit Motor, dann ohne
Hund gehört mir ;)

Video 5: http://www.youtube.com/watch?v=QtcGhQ50FWE
mit Motor... Steigung bis 38%

ich glaub hier sieht man schön, dass - obwohl der MOtor nicht viel bei diesen niedrigen Geschwindigkeiten helfen kann - er sehr wohl doch hilft...
und das obwohl vorne eingebaut (= weniger Gripp)
aber der Allrad bringts, nur mit Hinterradantrieb würde man mit den BigApple die Steigungen nicht schaffen

die sanfte Unterstützung seh ich so wie beim Bankdrücken:
60kg die man nicht mehr hochkriegt -> es reichen dann oft 2 Finger eines Helfers dass es sich doch noch ausgeht

Anmerkung:
bei allen Videos wurde ein 810g leichter Akku verwendet !
man sieht am Bike noch weitere Akkus oben an der Stange befestigt -> die waren alle leer, wurden nicht verwendet
sind noch vom Sommer her montiert, als ich täglich die 60km damit in die Arbeit fuhr
(was übrigens weniger STrom benötigt, wie eine warme Dusche !)

Anmerkung2:
Freilauf !
es gibt von diesen Nabenmotoren viele typen..
MIR persönlich war es SEHR wichtig, dass der einen Freilauf eingebaut hat !
Sprich: wenn der Motor aus ist, will ich KEINEN Widerstand spüren...
bei einem E-Bike wo der Motor ständig eingeschaltet ist, ist das egal - da kann auch ein Motor ohne Freilauf sinn machen (dann ist nämglich Rekuperation möglich, beim Bergabfahren wird der Akku geladen (macht in der Regel aber nur max. 5% Kapazitätsgewinn aus)

mir wars aber eben wichtig, dass der Motor hauptsächlich nur als Bergunterstützung dient und ich meiste Zeit ohne Motorpower fahren kann -> so reichen dann auch recht kleine, billige Akkus und man kann trotzdem mal ne 120km Tour fahren

hier ein Video wie der Freilauf funktioniert:

VIDEO FREILAUF: http://www.youtube.com/watch?v=kfkw-BW_q8g
zuerst gegen Freilauf (so würde sich ein Motor ohne Freilauf verhalten)
und dann in die Richtung wie der Freilauf wirkt...

Kraeuterbutter
26-01-2009, 19:43
so...
ich wollte hier den Gruber Assist auf keinen Fall schlecht reden..
fürs profimässig-sportliche Fahren gibt es wohl eh keine Alternative

aber ich hab hier so rausgelesen, dass doch der eine oder andere für sein "Pendler-Bike" oder Freizeit-Rad sich einen E-Antrieb vorstellen könnte, nur der Preis halt sehr abschreckt

da gibts dann eben Alternativen (sogar mit paar Vorteilen, wie z.b. leise)


hier noch Dinge die mit dem E-Antrieb jetzt auch bei 15-20% STeigung gehen ohne dass ich einen Herzkasper kriege:
BILD1: http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/Tina%20mit%20Anhaenger/Feuertaufe%20-%20Bike%20-%20mit%20Hund_DSCF2682.jpg
6kg Hänger + 22kg Hund


BILD2: http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Modellbau_Anhaenger/Flugplatz_Bike_Anhaenger_ohne_Reini_DSCF2758.jpg
oder: statt Auto vollpacken und 15km zum Modellflugplatz --> jetzt mit dem Fahrrad (Schnitt bei ordentlichem Mittreten dabei: 33km/h trotz paar Höhenmeter dazwischen)


und: es gibt den selben Motor auch fürs Hinterrad mit Bremsscheibenaufnahme, Bilder siehe Anhang
(verbaut in einem Trike - leider nicht meines sondern von einem Kollegen)

mit Bremsscheibe und Ritzelpaket links und rechts sieht man vom Motor dann auch nicht mehr viel...

das uralte Mountainbike lehnte schon Jahre ungenutzt rum..
gebaut hab ich mir das Elektroradl eigentlich nur, um damit bequem mit Anhänger fahren zu können (und natürlich aus Freude am experimentieren)

Endeffekt ist: obwohl BigApple Strassenreifen montiert: wenn ich mal ne Runde im Wald fahren will, greif ich doch viel öfters zum Elektrorad wie zum 13kg Alu-Mountainbike ;)

robotti80
26-01-2009, 20:05
1.) Ich finde deine Idee recht genial und die Umsetzung ist nicht minder brilliant.
2.) Wenn du zuerst ohne Motor die Steigungen gefahren wärest, hättest du eine große Chance gehabt, diese zu bezwingen.
3.) Im Gelände soll man nicht bei jeder Steigung vom Sattel gehen, denn sonst verliert man die Traktion am Hinterrad und muss absteigen.
Außerdem tritt man im Stand wesentlich unrunder als vom Sattel aus.
4.) Dein Hund ist herzig, vermutlich auch nicht mehr der Jüngste, hat aber ein bischen zuviel um die Hüften.
5.) Ihr seids echt ein Haufen super Tüftler und ich hab großen Respekt vor euren Leistungen.

<MM>
26-01-2009, 20:11
>Kraeuterbutter:

Warum hast du uns von alledem nicht längst etwas wissen lassen?? :) :)
Ist ja volle lässig, was du da aufführst, Hammer!! :s:

Ich hab' mir alle Videos (und auch die Bilder mit dem Hund ;) ) angeschaut und find', daß mehr davon angebracht ist. Her mit deinen Vergleichsfahrten!

Ich will jedenfalls alles darüber wissen. ;)

Dieses Video http://www.youtube.com/watch?v=GZVYPen6tR4 - zeigt es denselben Typ Nabenmotor in Aktion?

Wieviel Zusatzmasse kommt da zusammen (Nabenmotor, Elektronik, Akku, Kabel etc.)?

Mich würd' auch eine Detailaufnahme vom "Gasgriff" interessieren! :)

Kraeuterbutter
26-01-2009, 20:34
Hallo..
also ich bin wie gesagt nicht so der sportradler wie ihr...
(nicht nur der Hund hat zuviel um die Hüften, bin selber auch 5-7kg zu schwer)

dieses Forum hier hat aber den Fokus wie mir scheint eben doch sehr bei Wettkampf und eben Sport..

auch schäm ich mich richtig jedesmal wenn ich in ein Bikeshop mit meinen "Schindmären" an Fahrrädern komme weil ich irgendein Kleinteil brauche und dann seh ich dort Laufrad-Sätze für 500 Euro in der Auslage hängen, die schönen Carbonteile usw...

mit meinem alten Stahlrahmen-Mountainbike werd ich da ja nur belächelt..
hier im Thread hats aber glaub ich gepasst, drum hab ich doch mal gepostet

zum Bafang-Motor:
es gibts da mehrere Typen, die neueren haben alle 100mm Einbaubreite (also die für vorne)
ich hab meinen vor 1 Jahr gekauft, der hat noch ca. 5mm mehr Einbaubreite
Problem: ich musste meine Gabel "leicht" Aufbiegen..

ein weiteres Problem:
das Drehmoment.. dieses darf man nicht unterschätzen, greift es doch bei den Ausfallsenden der Gabel an die für solche Belastungen nicht gebaut wurde..

um dieses Drehmoment aufzufangen, werden so Drehmoment-Zwischenscheiben beigelegt..
so sah das bei mir aus:
http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/Montage2/Torque%20Washer%20Vorderseite%20DSCF2008.jpg

passte nicht wirklich
von der anderen Seite:
http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/Montage2/Torque_Washer_DSCF2018.jpg

ich hab mir von einem Freund deshalb was basteln lassen:
http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/Montage2/TorqueplatteDSCF2077_mod3_klein.jpg
ne Skizze...

und ne Pizza später hielt ich das hier in Händen:
http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/Montage2/Teilefoto_von_Jochen.jpg

jetzt wird das Drehmoment des Motors schön abgefangen:
http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/Montage2/Torque_Platte_montiert_DSCF2397.jpg

extrem wichtig ist sowas bei Alu-Gabeln, die brechen sonst garantiert, wenn man das nicht macht !!
bei mir und der STahlgabel hätte es so vielleicht auch gehalten, aber sicher ist sicher


Wieviel Zusatzmasse kommt da zusammen (Nabenmotor, Elektronik, Akku, Kabel etc.)?

Motor mit schwerer Felge und mörder-fetten speichen:
http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/Nabenmotor_mit_Felge_klein.jpg

zum Glück zentriert sich die Masse recht weit innen, also das hohe Gewicht ist was beschleunigen usw. angeht weit weniger tragisch wie man annehmen könnte
(bei einem Reifen konzentriert sich das Gewicht ja sonst normal aussen, wos ja weit schlimmer ist)

der Regler wiegt was um 300g (ist bei mir in der Satteltasche)
Kabel usw... naja, auch noch a bissal was

ABER: Gewicht ist nicht SOO ausschlaggebend wie bei einem normalen Rad..

zum Bremshebel: ist ein Billigteil, hab ihn links montiert..
problematisch ists ein wenig mit der Rapid-Fire-Schalterung die ich dort hab..
auch könnte ich ihn noch kürzen, dass er so wie eine Grip-Shift-Schalter ausschaut und nur mit daumen/Zeigefinger betätigt wird
es gibt auch Daumenschalter..

ist alles für 10-20 Euro zu haben...

@robotti80:

2.) Wenn du zuerst ohne Motor die Steigungen gefahren wärest, hättest du eine große Chance gehabt, diese zu bezwingen.
3.) Im Gelände soll man nicht bei jeder Steigung vom Sattel gehen, denn sonst verliert man die Traktion am Hinterrad und muss absteigen.
Außerdem tritt man im Stand wesentlich unrunder als vom Sattel aus.
ja, für 38% STeigung fehlt mir mit einer 28:28 Übersetzung (was fährt man heute in einem Mountainbike ? 26:34 ?) einfach das Schmalz in den Beinen, um da noch im Sitzen hochzukommen..
auch ist der Tritt sowieso unrund, da BioPace-Scheiben montiert sind
sobald ich dann aufstehe wirds mit Gripp schwierig..
mit dem E-Motor fügt sich das aber alles super zusammen
auch werden die Drehmomentspitzen des Tretens die ein losbrechen des Hinterrades begünstigen durch den kontinuirlichen leichten Zug des Motors abgefedert -> Hinterrad bricht auch nimma los

hier hab ich noch eine Onboard-Fahrt, falls ihr noch nicht gesehen habt:
war die erste Ausfahrt, in der rechten Hand ne Kamera in der Hand
(also alles einhändig gefahren, auch die 20% Steigung vor der Kirche und das fast 30% Gefälle dann bergab)

http://www.youtube.com/watch?v=4LJGSbSGbj8

der Motor war da neu, und noch viel lauter.. (auch fängt die Kamera das Motorgeräusch irgendwie "verstärkt" ein, subjektiv kommts einem live nie so laut vor
wie ihr ja bei den letzten Videos sehen konntet: er ist jetzt viel leiser

also: auf diesem Video alles einhändig gefahren.. ohne Kamera in der Hand kann man dann natürlich noch ordentlich beisteuern...
es waren hier 13s Fepo4 (entspricht 11 Zellen Lipo) montiert
normalerweise fahr ich mit 10 Zellen Lipo, das reicht auch (10% langsamer)

Kraeuterbutter
26-01-2009, 20:44
mein Bike wird sicher von den Profis hier total belächelt

(alt, schiach, schlecht, schwer, etc. etc.)

aber nur mal was für positive Seiten es haben kann:

Geschichte 1:

vor 2 Jahren mit Freundin mal Radfahren gegangen
(davor immer nur am Neusiedlersee den See entlang)

also bei mir zuhause im Hügelland mal ne 10km Mini-tour gefahren..
hab darauf geachtet, dass nicht zuviele Bergal dabei sind...
ihr Resüme danach (mit hoch-rotem Kopf): "ich geh nie wieder mit dir Radfahren"

letzten Sommer dann mit dem Elektrorad:
sie am Elektrorad, ich am normalen Mountainbike..
Resüme: wir sind in 3 Tagen über 100km gefahren und haben KEINEN Berg ausgelassen

der Motor profitiert von ihren gut 15kg weniger Gewicht..
15% Steigungen ist sie raufgeflogen - unvorstellbar

bergab war ich wieder schneller, weil sie sich nicht schneller wie 45-50km/h fahren traut
da hab ich ihr dann immer paar Meter abgenommen.. aber nach den ersten paar STeigungsmetern ist sie dann immer am Berg vorbeigezogen und war auf und davon...

in der Ebene hab ich sie als Windschattenmann vorausfahren lassen, und hab versucht mich so im 1/2Meter-Abstand hinter ihr einzuordnen, mit erstaunlich positiven Erfolg..

also endlich können wir beide Radfahren gehen, ohne das ich mich langweile (leistungsmässig)

Geschichte 2:
ich fahr Schloss Kapfenstein mit Rad, Anhänger und 22kg Hund drin hoch
jeder der mal mit 25kg angehängt ne 15% Steigung hochgefahren ist, weiß was das bedeutet...

ich bin im sitzen mit ordentlich Treten (was halt ging) mit meinem 17 Jahre alten Eisenhaufen gemeinsam mit einem Rennradfahrer (Renndress, 2000 Euro Carbon-Asphalt-Schneider, Wadl wie da Arnold) hochgefahren, nebeneinander,...
oben haben wir dann ein nettes Schwätzchen gehalten


noch ein Eindruck vom Fahren den ich anfangs hatte:
als ich das erstemal einen Berg hochfuhr und so in der Mitte den MOtor abstellte, dachte ich zuerst ich hab einen Platten..
ich bin auch wirklich stehengeblieben, ab den Reifen kontrollliert, ob wo ne Bremse schleift oder sonst was ist..
es ging derart zach, als ob man durch Honig fahren würde..
war ne Sinnenstäuschung der ich auch heute noch manchmal erliege..

immer wenn man denkt: "naja, wird die Batterie leer ? so gross ist die Unterstützung jetzt am berg aber nimma" schaltet man nur mal kurz den Motor weg, und muss gleich mal um 4-5 Gänge zurückschalten...
dann weiß man wieder, was man am Motor hat..

ich könnt noch viel schreiben, über die Symbiose Motor-Mensch, wie man dem Motor bergauf hilft, und dass es eben absolut nix mit Mopedfahren zu tun hat..
aber ich glaub dann schmeiß ihr mich hier raus, soviel wie ich da tippsle

<MM>
26-01-2009, 20:52
mein Bike wird sicher von den Profis hier total belächelt

Profis? :) Wer verdient hier sein Geld mit Radlfahren?
Ich glaub', nur eine Handvoll von denen ist hier angemeldet, vielleicht auch noch der eine oder andere Händler, der damit sein Geld macht. ;)

Also: Nur keine Scheu! :)



ich bin im sitzen mit ordentlich Treten (was halt ging) mit meinem 17 Jahre alten Eisenhaufen gemeinsam mit einem Rennradfahrer (Renndress, 2000 Euro Carbon-Asphalt-Schneider, Wadl wie da Arnold) hochgefahren, nebeneinander,...
oben haben wir dann ein nettes Schwätzchen gehalten


[...]

als ich das erstemal einen Berg hochfuhr und so in der Mitte den MOtor abstellte, dachte ich zuerst ich hab einen Platten..

[...]

es ging derart zach, als ob man durch Honig fahren würde..
war ne Sinnenstäuschung der ich auch heute noch manchmal erliege..

immer wenn man denkt: "naja, wird die Batterie leer ? so gross ist die Unterstützung jetzt am berg aber nimma" schaltet man nur mal kurz den Motor weg, und muss gleich mal um 4-5 Gänge zurückschalten...
dann weiß man wieder, was man am Motor hat..

Zwei, drei Eindrücke, dich ich von meinen Gruber-Radl-Fahrten genauso unterstreichen kann. Man glaubt das erst, wenn man's selber erlebt hat... ;)

<MM>
26-01-2009, 20:54
[...]

zum Bafang-Motor:
es gibts da mehrere Typen, die neueren haben alle 100mm Einbaubreite (also die für vorne)
ich hab meinen vor 1 Jahr gekauft, der hat noch ca. 5mm mehr Einbaubreite
Problem: ich musste meine Gabel "leicht" Aufbiegen..

ein weiteres Problem:
das Drehmoment.. dieses darf man nicht unterschätzen, greift es doch bei den Ausfallsenden der Gabel an die für solche Belastungen nicht gebaut wurde..

um dieses Drehmoment aufzufangen, werden so Drehmoment-Zwischenscheiben beigelegt..

[...]

extrem wichtig ist sowas bei Alu-Gabeln, die brechen sonst garantiert, wenn man das nicht macht !!

[...]

hier hab ich noch eine Onboard-Fahrt, falls ihr noch nicht gesehen habt:
war die erste Ausfahrt, in der rechten Hand ne Kamera in der Hand
(also alles einhändig gefahren, auch die 20% Steigung vor der Kirche und das fast 30% Gefälle dann bergab)

http://www.youtube.com/watch?v=4LJGSbSGbj8

der Motor war da neu, und noch viel lauter.. (auch fängt die Kamera das Motorgeräusch irgendwie "verstärkt" ein, subjektiv kommts einem live nie so laut vor
wie ihr ja bei den letzten Videos sehen konntet: er ist jetzt viel leiser

also: auf diesem Video alles einhändig gefahren.. ohne Kamera in der Hand kann man dann natürlich noch ordentlich beisteuern...
es waren hier 13s Fepo4 (entspricht 11 Zellen Lipo) montiert
normalerweise fahr ich mit 10 Zellen Lipo, das reicht auch (10% langsamer)

Danke für die zusätzlichen Infos! :toll:

<MM>
26-01-2009, 21:00
ABER: Gewicht ist nicht SOO ausschlaggebend wie bei einem normalen Rad..

So ist es. Ich bin meine Gruber-Testfahrten auch teils mit zwei Reserveakkus im Gepäck gefahren (also zusätzlich zum Gruber-Systemgewicht nochmals 2 - 3 kg "Übergewicht") - und genau GAR NIX macht das aus im Vergleich dazu, was der (oder: was EIN) Motor - gespeist mit dieser "mitgeschleppten" Energie - bringt.

Ganz augenscheinlich wird das bei einem "Leistungsgewicht"-Vergleich von Mensch und Maschine:

Radler mit 75 kg erbringt ca. 200 W Dauerleistung => Leistungsgewicht = 200/75 = 2.67 W/kg

100-Watt-Maschine (Motorsystem mit Antrieb, Akku etc.) mit - großzügig gerundeten - 10 kg Masse ergibt 100/10 = 10 W/kg, also fast viermal soviel wie der Mensch.

Da wird klar, daß 1 - 2 kg Gewicht mehr oder weniger keine Rolle spielt.

Kraeuterbutter
26-01-2009, 21:30
ja, so gesehen komm ich auf
4kg (Motor, REgler und Kabel)
+ 850g Akku
---------
4,85kg
bei ~400Watt max.

--> 82Watt/kg Motor vs. 2Watt/kg (bei mir)
*lol*

(ist natürlich geschummelt - wenn ich 400Watt DAuerleistung abfordern will, brauchts natürlich nen grössere Akku, damits nicht nur Kurzleistung ist ;) )

aber das hört sich ja viel wilder an wies ist..
was wichtig ist (finde ich zumindest), dass immernoch die Beinleistung im Vordergrund steht

also nicht wie die Amis, die den gleichen Motor (also auch Bafang) den ich habe, mit 72V bzw. 80V und 30A Controller befeuern
(das sind dann ~1500Watt Eingangsleistung !)
da kann ich dann wirklich gleich E-Moped oder E-Motocross fahren

also der Motor sollte wie ich finde im Hintergrund bleiben, nur unterstützen
an steilen Bergen: wenn ich aufhöre zu treten, verreckt der Motor
so soll es sein finde ich, dann hab ich immernoch das Gefühl, dass ICH verantwortlich dafür bin den Berg hochzukommen, nicht der Motor

@<MM>: hast du mal gemessen, bis welche Steigungen der Gruber Assist so schafft..
er hat zwar weniger nominale LEistung wie der Bafang, aber eben dafür den Vorteil die Schaltung mitverwenden zu können..
also wenn der wirklich 100Watt bei ~90U/min auf die Kurbel stemmt, und dass dann im 1. Gang nach hinten geht -> da müsste er am Berg eigentlich besser ziehen wie meiner
in der Ebene schauts natürlich anders aus, da sollte ich 3-4mal mehr Leistung haben
eigentlich eh zuviel, bin auf der Suche nach einem Regler wo ich die Strombegrenzung per Poti wärend der Fahrt einstellen kann (also begrenzen)

MalcolmX
26-01-2009, 21:49
also ich finde deine beiträge immer interessant und hilfreich, nur keine scheu...
jeden tag zur arbeit zu fahren, auch mit e-hilfe, fordert viel selbstdisziplin, die sicher nicht allzuviele aufbringen...:toll:
ich hab auch eine zeit mit dem gedanken gespielt, aber in wien und umgebung sind ja die distanzen nicht so arg...

Kraeuterbutter
26-01-2009, 22:12
@MalcolmX:

Hallo..
nur damit wir uns nicht falsch verstehen:
ich bin 1,5 Monate im Sommer so zu meinem Ferialjob gefahren ;)
(Nachtschicht.. also am ABend im Finsteren 30km zur Arbeit, in der Früh dann wenns hell wurde wieder heim)

hab mir halt gedacht: jeden Tag 1 Stunde im Auto sitzen zipft mi an, is verschissene Zeit
so sitz ich 2 Stunden am Radl, komm heim, und hab das Gefühl ich hätte schon was getan am Tag..
also obwohl man 2 Stunden täglich dann am Radl sitzt ists vom Gefühl her weniger Zeit die man unnütz am Tag vergeudet hat im Vergleich zum Autofahren
nebenbei sind auch einige Euro an Sprit gespart worden..
(also die Hälfte der Antriebskosten hab ich mir allein an Spritkosten in den 1,5 Monaten wohl schon erspart ;) )

hier in Wien bei meinen 3-5km Fahrten (manchmal auch 10-15)
zahlt sich E-Motor nicht unbedingt aus
Berge gibts auch keine
also wenn, dann würde er nur bei Speed was bringen, aber das ist dann in der Stadt einfach zu gefährlich

Kraeuterbutter
26-01-2009, 22:27
mein übernächstes Elektro-Projekt wird dann wohl sowas werden, ein Elektro KMX

VIDEO: http://www.youtube.com/watch?v=oK4FOv4FD1Q
ok, natürlich nicht so überpowered... das hat dann nur noch wenig mit Fahrradfahren zu tun

schon eher so, vielleicht aber doch noch etwas weniger Leistung
(im Prinzip halt nur für bergauf)
VIDEO: http://www.youtube.com/watch?v=Tb0tMXrD3aY

http://www.youtube.com/watch?v=fZZPXvxPSbo


fürs in die Arbeit fahren kanns doch nix besseres geben...
(ok, im Winter dann vielleicht sowas, aber da wirds preislich schon heftig (trotzdem noch viel billiger wie jedes Auto):
VIDEO: http://www.youtube.com/watch?v=gdyV6cZ4ZMg&feature=related )


zuvor werd ich aber wohl folgendes in Angriff nehmen:
http://www.bobtec.de/img/Extrawheel-E-Trailer_FN-Trike.jpg
nen Schubanhänger...
billiger gehts nicht..

der hier abgebildete, offroadtaugliche Extra-Wheel kostet 170 Euro
dazu dann ab 170 Euro ein 250Watt E-Motorset

der Vorteil wäre: den könnte ich dann wenn ich ihn nicht brauch der Mutter anhängen, dem Vater an sein Rad geben, der Schwester,
oder bei mir ans Elektrorad anhängen für doppelten Schub...

vielleicht wirds aber auch so einer, davon hab ich ja schon einen zuhause
da hat man ja auch gleich ne Ladefläche
http://www.bobtec.de/img/IMG_0228.jpg

jedenfalls wär das auch für die Leut a Idee, die am Wochenende mit eigener Kraft den Wald unsicher machen wollen mit ihrem 10kg Super-Leicht-Bike,
und unter der Woche doch gern ein wenig Unterstützung beim Weg zur Arbeit hätten -> einfach Anhänger dran...
ab 45 Euro gibts taugliche Anhänger,
also komplett ist man ab 300 Euro (Hänger, Antriebsset, Akkus, Ladegerät) dabei

<MM>
27-01-2009, 01:16
[...] wenn ich aufhöre zu treten, verreckt der Motor
so soll es sein finde ich, dann hab ich immernoch das Gefühl, dass ICH verantwortlich dafür bin den Berg hochzukommen, nicht der Motor

Bring' DAS aber mal in die Köpf' von "die Leut'" rein! - Die hören "Motor" und glauben gleich (weshalb auch immer), so ein Motor führe in jedem Fall mit einem spazieren. ;) Derweil sind's - im Falle von Gruber Assist - "nur" 20 bis 25 % Geschwindigkeitszuwachs durch die Motorunterstützung. Also keine 50 %, keine 100 % - und erst recht keine 200 %. ;) Rund 80 % der Höhenmeter fährt man also immer noch selber, konkret also 800 im Falle von insgesamt 1000. :qualm:



@<MM>: hast du mal gemessen, bis welche Steigungen der Gruber Assist so schafft..
er hat zwar weniger nominale LEistung wie der Bafang, aber eben dafür den Vorteil die Schaltung mitverwenden zu können..
also wenn der wirklich 100Watt bei ~90U/min auf die Kurbel stemmt, [...]

Das hängt natürlich alles sehr vom Untergrund der betreffenden Rampe ab.
Ich bin bislang forststraßenmäßig bis zu 25 % damit gefahren.
Beim Versuch beim KitzAlpBike damit die Schräge zwischen Mausefalle-Aussichtspunkt und Bergstation raufzukommen, bin ich gescheitert, weil der 1. Gang nicht möglich war bei dem Testradl. :( (Ich als seit sechs Jahren Speedhub-Fahrender sage nur: WERFERschaltung = STEINzeit). Und selbst wenn sich der 1. Gang einlegen hätte lassen, wär's fraglich gewesen, ob ich die eingestellte Mindestdrehzahl, die ja nötig ist, damit der Assist anspringt, erreicht worden wäre. Niemals jedoch 90/min - das wär' bei DER Steigung (geschätzte 30 - 35 %) ;) nichtmal auf Asfalt gelungen...

Es gibt auch nur wenige Profi-Mountainbiker, die solche Steigungen durchdrücken können; einer davon ist Alban Lakata - und der hat sooooolche Oberschenkel (man stelle sich dazu den eigenen Brustumfang vor)... ;)

Wie lange dauert das Laden bei den von dir verwendeten Kombinationen von Akkus und Ladegeräten?

Kraeuterbutter
27-01-2009, 02:18
Hallo..
was ich eigentlich meinte war, wieviel Drehmoment der Gruber Assist liefern kann, OHNE dass du mittritst
also was für Steigungen er ohne mittreten schafft...
(sonst lässt sich ja schwer vergleichen da unsere beider Leistung wohl verschieden sein wird)

aber Moment.. das geht ja gar nicht, oder ?
der hat ja keinen GAsgriff
du musst ja immer mittreten, nicht ?

unsere beider Motoren arbeiten zwar elektrisch gleich,
aber der Einsatz im Bike (wie der geschieht) macht den Unterschied..

hier mal ein Diagramm, wie so ein Nabenmotor (und auch dein Motor)
funtioniert
http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=97477&d=1233018530
das kannst aber gleich wieder vergessen,
das ist die Wahrheit wie wir sie aus Lehrbüchern kennen..

bei uns im Bike (ich nehme an der Gruber Assist wird das genauso machen) haben wir noch einen Regler, der hier entscheidend eingreift..
wennst die obere Grafik anschaust: würde man den Motor blockieren oder ganz langsam fahren -> die aufgenommene Leistung würde weit weit über 1000Watt drüber gehen..
es würde sehr viel Verlustwärme entstehen ==> der Motor würde durchbrennen

deshalb gibts einen intelligenten Kontroller..
er überwacht den STromfluss: wird zuviel Strom gezogen, nimmt er Gas raus...
also er reduziert das Gas soweit, dass der Strom nicht über die voreingestellte Grenze drüber geht...
(man kann es sich bildlich so vorstellen: die Volt werden reduziert)

das schaut dann so aus:
http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=97476&d=1233018491
man sieht schon: eine gleich VIEL angenehmere Wirkungsgradkurve
und: die Verlustleistung explodiert bei langsam drehenden oder gar blockierenden Motor auch nicht

mein MOtor hat nur einen "Gang", er muss die ganze GEschwindigkeit also mit diesem einen GAng abdecken
bei dem Diagramm sieht man: wo bei 240U/min noch 500Watt Leistung rauskommen, muss der Motor das Gas soweit reduzieren (damit Verlustleistung icht zu gross wird), dass er bei 100U/min nur noch 200Watt abgeben kann..

bei deinem Motor schauts anders aus: den kannst du immer schön im oberen Bereich halten...
bei 240U/min hast du also optimalen Wirkungsgrad und LEistung
bei 100U/min schaltest einfach paar Gänge runter, und der Motor kann immernoch mit 240U/min drehen
(schon klar: DEIN Motor dreht viel höher, ging jetzt nur um die Grafik)

bei einer Kettenschaltung mit 400% Übersetzung geht da also schon einiges..

der Nachteil: du kommst wohl auch im besten FAll kaum über 60% Wirkungsgrad (da immer das 1:111 Getriebe vorhanden ist, das Winkelgetriebe, und dann noch die Gangschaltung)
wenn ich mich hingegen im optimalen Bereich bewege, kann ich mit ca. 80% Wirkungsgrad rechnen...
am Berg dafür vielleicht nur mit 40% wo du weiterhin deine 60% hast

Kraeuterbutter
27-01-2009, 02:28
zum Aufladen:
ich verwende viele, verschiedene Akkus:
Lipos, LiMangan, und A123 Fepo4 als Zellenchemien,
und dann noch verschiedene Grössen..

halt alles was so vom Modellfliegen übrig ist/war und rumliegt..
das erstaunliche nämlich:
Akkus die für ein 2kg RC-Hubschrauber schon zu wenig LEistung haben (weil sie keine 1500Watt Peaks mehr verkraften),

reichen für ein 100kg Fahrrad noch DICKE

jedenfalls:
meinen 40V Fepo4-Akku mit 2,3Ah lade ich in 15min wieder voll
43V * 2,3Ah --> nutzbar sind davon ca. 85Wh

das bedeutet: bei einer kleinen Spritztour am Abend (10-15km)
hab ich ne halbe Stunde lang ca. 170W Eingangsleistung
(mit im Schnitt 70% Motorwirkungsgrad also 120W am Vorderrad...
da ich bei meinen Fahrten den Motor aber eher als STeighilfe bergauf verwende, er also vielleicht nur 15min bei der 30min Fahrt läuft, stehen dann 15min lang ca. 240Watt am Reifen zusätzlich zur Verfügung)

danach kommt er - Abkühlpausen brauchen Fepo4-Zellen nicht - sofort ans Ladegerät, und spätestens nach 15min sind die Zellen wieder voll

Akkugewicht: 935g

die anderen Akkupacks (die lad ich nur, wenn ich weiter wie 15-20km fahren will)
das Laden von Lipo-Akkus dauert 40min - 90min
die Lithium Mangan lad ich in 35min wieder voll...

ich dachte, dass ich diesen Sommer mal eine längere Tour probiere..
240km an einem Tag..
mit 2 Stunden Mittagspause um alle meine Akkus wieder aufzuladen
(Also 120km hin -> Ladepause, Essenfassen -> und dann 120km wieder zurück..
vom Südburgenland (Jennersdorf) rauf richtung Mattersburger Bezirk über die Bernsteiner Berge usw.

am meisten Sorgen mach ich mir da um meinen Hintern und um die Handgelenke

<MM>
27-01-2009, 02:39
Ganz genau so ist's: Die Philosophie des Gruber-Antriebs ist es, daß man treten muß, um vorwärtszukommen. Dazu gibt's eine bestimmte Mindestdrehzahl (die man einstellen kann), unterhalb derer der Motor ausgeschaltet bleibt.

Wie genau diese Kurven beim Gruber-Antrieb aussehen, kann dir wohl am besten die Firma selber sagen, auch was das Regler-Verhalten betrifft. Ein solcher befindet sich, zusammen mit dem Motor, im Sattelrohr.

In der Tat ist der ungeregelte Fall ein Graus, wie die Kurven sehr drastisch zeigen. :eek: :s: ;)

Die Schätzung von 60 % für den Gruber-Gesamtwirkungsgrad dürfte gut passen, denn elektrisch stehen ihm ja rund 200 W zur Verfügung; mechanisch - so die Angaben der Firma - kämen "beim Hinterrad rund 100 W" an.


PS: Es ist übrigens nicht "mein" Motor - denn ich hab's weder erfunden noch gekauft noch besitze ich sonst irgendwie ein Gruber-Radl. ;) Ich hatte nur mal eines über längere Zeit zum Testen. :love:

Kraeuterbutter
27-01-2009, 02:52
schade
dann schau dasst wieder wo einen herkriegst (oder halt einen billigeren Radnabenmotor ;) )
ein älteres Radl reicht dafür, muss kein 2000 Euro Hightec-Teil sein

wegen "Motor läuft nur wenn man mittritt" als Motivation oder so...
ich hab ja einen Gasgriff...
manche Leute glauben, dass man dann nur noch Moped fährt..

ja, das geht auch (in der Ebene bzw. bei eher flachen Steigungen)
aber in der REgel macht man das nicht..
egal in welchem Betriebszustand: wenn ich dazutrete gehts noch schneller

und jeh steiler die Steigung wird, umso mehr MUSS ich mittreten, damit überhaupt was geht..

zeigt auch die Kurve: wenn ich mittrete damit Motor etwas schneller drehen kann, dann kann er auch Gas weiter aufmachen und es kommt vom Motor auch mehr Leistung
somit - obwohl kein erzwungenes Mittreten - ergibt es sich symbiotisch von selbst das man mittritt..

die grösste Leistung am Berg vom Motor kriegt man, wenn man VOLLE Wäsch in die Pedale tritt und sich voll auspowered...
da kommt man dann auch in den besten Motorwirkungsgradbereich

allerdings macht einem da die Physik auch einen kleinen Strich durch die Rechnung...
fahr ich doppelt so schnell, muss ich mehr reinstecken um schneller zu werden, und der MOtor leistet dann bei doppelten Tempo auch ca. das Doppelte..

ABER: doppeltes Tempo bergauf benötigt mehr als doppelte Power
somit ist es nicht immer am idealsten (oder ich sag stromsparensten) mit voller Kraft raufzufahren...

es ist sogar so: fahr ich mit halben TEmpo rauf, verbraucht der Motor im Endeffekt weniger Wh aus dem Akku,
OBWOHL er prozentuell eventuell mehr beisteuert als ich
und OBwohl er beim langsamen Fahren einen schlechteren Wirkungsgrad hat
klingt komisch, is aber wirklich so

fallst noch nicht kennst:
eine super Seite zum rumspielen (auch bzw. mit Elektroantrieben)
ist die Kreuzotter-Seite:

http://www.kreuzotter.de/

bei GEschwindigkeit und Leistung
kann man sich da ein super Bild machen und einiges lernen

<MM>
28-01-2009, 16:53
>Kraeuterbutter:

Bei jenen Varianten, wo der Nabenmotor im Vorderrad verbaut wird, fällt eine Scheibenbremse ja generell flach, oder?

Es sieht mir zumindest danach aus, daß in dem Fall Felgenbremsen obligatorisch wären. (HS33?)

Im Anhang hab' ich ein Foto aus dem Fundus von specialbikes.at beigefügt, wo man im Hinterrad einen Nabenmotor mit Scheibenbremse sieht. - Oder täusch' ich mich da?

Kraeuterbutter
28-01-2009, 17:38
Hallo..
ja das ist wohl das CAnnondale von "grosserschnurz" aus dem Pedelec-forum..
ja da ist ein Bafang mit scheibenbremse hinten verbaut
der Motor fällt gar ned wild auf zwischen Scheibenbremse und Ritzelpacket versteckt..
das Gewicht: naja..
a bissal schwerer wie ne Rolloff-Nabe,
um einiges leichter wie ne Nuvinci-Nabe (von der kann man hier im forum ja gar nix lesen... ist ne Nabe mit STUFENLOSEN ! Gängen !!!, billiger wie ne Rollof, zugelassen bis 3000Watt)

das was leider die Fahrradprofis stört: es sind keine steckbaren Ritzel hinten sondern Schraubritzel..
leider..

zum Bafang und vorne mit Scheibenbremsen:
bis jetzt ging das nicht, aber ab Februar soll bei specialbikes eine neue Variante mit Scheibenbremse vorne erhältlich sein..

hier kann man ein Bild sehen
(ob es sich dabei um einen Bafang handelt: da ist man sich in den Foren noch uneinig)

http://www.goldenmotor.com/hubmotors/hubmotorIndex.html

hier am Bild kann man die Bremsscheibenaufnahme sehen:
http://www.goldenmotor.com/hubmotors/Mini-Front-Black%20MBG-36F.PDF

der Motor wird für umgerechnet 60-65 Euro verkauft (!)
Regler gibts ab 30 Euro bei ebay...

<MM>
28-01-2009, 20:27
zur Nuvinci: Ja, das ist freilich auch ein hochinteressantes Konzept. Aber da die Speedhub schon als "zu schwer" eingestuft wird, gilt das erst recht für die noch massereichere Nuvinci, die dabei angeblich weniger Kletterfähigkeit bietet: längere Steigungen über 10 % seien damit nicht problemlos zu schaffen, etwas, das eine normale Gangschaltung oder eben auch eine Rohloff spielend erledigt bzw. erlaubt.

(Ich selber hätt' mir die Rohloff auch niemals gekauft, wenn ich's nicht gebraucht um ca. 60 % des Neupreises ergattern hätt' können. ;) Aus genau demselben Grund würd' ich mir derzeit auch kein Gruber-Radl zulegen - es wär' mir einfach viel zu teuer. Wenn's mir aber wer schenken mag - mit HANDKUSS nehm' ich's dann!! :D )

Merci für die Goldenmotor-Links!

Wie löst du eigentlich das Aufbauproblem mit all den Kabeln rund um den nötigen Regler? - Fährst da derzeit eine fliegenden Aufbau, oder hast dir da auch was Spezielles einfallen lassen?

Kraeuterbutter
28-01-2009, 22:29
wie gesagt: der Bafang is ja sogar leichter wie die Nuvinci, und da kommen auch noch 200 - 400Watt raus, aus dem Motor ;)

für Genussradler dürfte aber wohl sogar das Gewicht der Nuvinci egal sein
der Preis ist interessant, gibts sie doch für unter 300 Euro (!)

jedenfalls:
Montage aller Komponenten..
da kommen schon EINIGE Kabel zusammen..
in Summe sinds bei mir glaub ich 27 Einzelleitungen gewesen..
(die natürlich nicht alle einzeln verlegt werden, sind schon auch zusammengefasst)

(3 zum Gasgrif
2 zum linken Bremshebel
2 zum rechten Bremshebel
3 zum ein-aus-offroad Schalter
3 zum Pedelec sensor (den ich nicht montiert habe)
5 zu den Sensorleitungen des MOtors
3 zu den 3 Phasen den Motors
2 Akkuanschlusskabel
2 für Spannungsüberwachungsanzeigemodul
und jetzt kommen noch 4 fürs Display meines eagletree dazu)

jedenfalls: es war einiges zu verlegen...

hier der Schaltplan dazu:
http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/Schaltplan.gif

und der Regler dazu:
http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/Steckerbelegung_Steuereinheit_klein_Beschriftet.jp g
mittlerweile gibts eine Forumscommunity die einem helfen kann, ein wiki und auch eine bessere Anleitung..
vor einem Jahr war das noch mehr Try-and-Error

da mich diese vielen Kabel gestört haben (damals), hab ich beschlossen sie IM Rahmen zu verlegen...
teilweise waren eh schon Belüftungslöcher im Rahmen vorhanden, die hab ich nur etwas grösser gemacht..

nur wie kriegt man die Kabel durch den Rahmen ???
ich habs so gemacht:

http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/innen%20verlegte%20Kabel/Bildabfolge_Kabel_im_Rahmen_verlegen.jpg
http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/innen%20verlegte%20Kabel/Kabelverlegen_Beschreibungstext.gif

ursprünglich wars so geplant:
http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/innen%20verlegte%20Kabel/SKIZZE%20innen%20verlegte%20Kabel.jpg
http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/innen%20verlegte%20Kabel/Legende_deutsch.gif
regler hinten in der Satteltasche

habs dann doch anders verlegt:
oben in den beiden dünnen "Herrenstangen" die 3 Phasenkabel und 5 Sensorkabel

und in der dicken "DAmenstange" zurück zum Satttelrohr und im Sattelrohr dann hoch die restlichen Leitungen
(Gasgriff, Bremsabschalter, Ein-aus-offroad Schalter, ....

zwischen Sattelrohr und "DAmenstange" musste ich noch "durchbrechen"...
hab von hintenalso das Sattelrohr 2mal durchgebohrt

naja.. da werden jetzt sicher einige die Hände übern Kopf zusammenschlagen, aber es hält... und ich springe mit dem Bike auch keine 2m Hoch oder heize mit 40km/h über ne Buggelpiste drüber
ich denke der Rahmen ist immernoch weit stabiler so, wie jeder Alu-200euro-Hofer-Bike-Rahmen

in der Pringelsdose wollte ich den Akku verstauen...
(33volt mit 6,4Ah - 1,6kg schwer - Lithium Mangan, also eigensicher (keine Feuergefahr))

tja.. im Moment (hat man am Video vielleicht gesehen) hängen aber viele Kabel am Bike rum, viele Akkus
das sollte alles nur provisorisch sein und jetzt ist der Zustand halt schon ein halbes Jahr so ;)
werd ich aber jetzt dann mal bereinigen weil ich jetzt fix die Akkus habe und sie nun auch gut installieren kann

heut war der Finger schon so knapp über dem Bestellbutton für den kleinen Motor von Goldenmotor....
fürn Anhänger..
aber zuerst muss ich mir noch anschauen, ob ich das wohl selber hinkriege (Speichenlänge berechnen, Tutorial runterladen wie man einspeicht)
hab noch nie ne Felge eingespeicht..
also würde den 36Loch-Motor dann in eine 20-Zoll-Felge (oder doch 16" ???) einspeichen

<MM>
28-01-2009, 23:01
Super! Vielen, vielen Dank für all die Infos! Finden die sich eigentlich auch wo auf kraeuterbutter.at? Weil nicht, daß du dich durch die Fragen genötigt siehst, uns hier immer quasi eigene Tutorials reinzustellen, während sie vielleicht eh auf deiner Homepage - oder einer Unterseite dazu - abrufbar wären...?

Das angesprochene Forum ist dieses hier? http://www.pedelecforum.de

Und die WIKI-Seite ist diese da? http://trac.elektronenrad.de/wiki/HardwareDatenbank

<MM>
28-01-2009, 23:03
Von all den Anschlüssen, die der Regler bietet, sind mir zwei leicht unklar, als da wären:


2 zum linken Bremshebel
2 zum rechten Bremshebel
3 zum ein-aus-offroad Schalter

Inwiefern sind die Bremshebel wichtig? Welche Sensorinformation wird da abgefragt? (Ob der Bremshebel gezogen wurde - oder sogar, wie weit er durchgezogen wurde?)

Was ist denn die Stellung "offroad" bei diesem Ein-/Aus-Schalter? :)

Kraeuterbutter
29-01-2009, 00:23
Hallo..
muss gestehen: auf meiner Homepage hab ich seit Jahren nix mehr gemacht

die Bilder die ich hier einstelle: die stammen von meinem Server, sind alle (und noch mehr) hier zu finden:

www.kraeuterbutter.at/Bilder2

z.b. auch zum SRAM-Sparc antrieb (der wiegt nur 2,5kg, hat eine integrierte (!) 5 Gang-Nabe..
da hab ich auch ein paar Bilder davon...
ist aber einem Bafang im Betrieb in allen Belangen (Leistung, Geräusch, Robustheit) unterlegen

Forum: ja

Wiki: nein, das meinte ich nicht -> das von dir genannte kenn ich gar nicht, scheint aber gut zu sein
ich meinte das, unter pedelecforum.de

wegen der Kabel:
1.) on-off-offroad

da muss ich etwas weiter ausholen:
es gibt ja Pedelecs (motor läuft nur, wenn man auch tritt)
und E-Bikes (Motor läuft auch, ohne dass man tritt)

laut EU-Gesetz gibts keine E-Bikes (Fahren ohne mittreten nur bis 6km/h erlaubt)
sondern nur Pedelecs (also mittreten ist pflicht, sonst läuft motor nicht -> maxspeed ist 25km/h, max. Leistung ist 250Watt)

Österreich stellt hier eine Ausnahme dar:
zum einen Motorleistung bis 400Watt erlaubt
zum anderen: ohne Mittreten darf man bis 20km/h fahren
die EU-Pedelecregelung gilt dann aber auch, also bis 25km/h mit mittreten

es gibt dann noch so eine ich glaub 20% Toleranzgrenze, womit man dann bei ~30km/h wären

dieser ON-OFF-Offroad schalter macht folgendes:
bei ON ist man im Pedelec-Modus..
der ist bei diesem chinesischen Regler sehr rudimentär gelöst:
sobald sich die Pedale drehen (egal wie schnell oder stark) gibt der Motor vollgas (bis 25km/h, dann schaltet er ab)
zieht man irgendeien Bremshebel geht der Motor augenblicklich aus
hört man zu treten auf, läuft der Motor noch rund 1 Sekunde weiter

deshalb die Bremshebel
bremst man, geht sofort der Motor aus

dann gibts den Offroad-Modus:
hier gibts kein Geschwindigkeitslimit, die Motordrehzahl wird mit Gasgriff gesteuert
hierfür brauchts eigentlich die Bremsabschalter nicht wirklich -> wenn ich bremse geh ich automatisch auch vom Gas weg (macht man ja am Motorrad oder Auto auch nicht anders)
aber die Bremsabschalter funktionieren auch hier

ich hoffe ich habs jetzt so halbwegs korrekt rübergebracht
inzwischen gibts ja schon wieder neue Regler, die angeblich beim Pedelecbetrieb viel sanfter steuern..
naja, die Chinesen bauen halt an einem Tag so, am nächsten so..
(hab bis jetzt 3 Regler gesehen, die sich äusserlich und auch von der tech. Beschreibung glichen, die Platinen schauten innen dann aber anders aus (obwohl die gleichen Bauteile drauf waren, nur anders angeordnet)
-> keine Ahnung warum die in China das so machen

naja.. bei dem Preis muss man mit solchen Dingen halt leben..
man kann ja auch 1800Euro für ein Gruber-Assist, oder 1800Euro für ein BionX ausgeben (das wohl ausgereifteste System derzeit)

<MM>
29-01-2009, 00:55
Weil du gerade das BionX-System erwähnst (das ich übrigens bislang nicht kannte): Das abgebildete Trek ist ja doch ein bemerkenswertes Teil, wie ich finde. :)

gefunden auf http://www.leichter-fahren.de/index.php/BionX-Kundenfahrzeuge-2.html

Im einem BionX-Werbefilmchen http://www.youtube.com/watch?v=iVNusw2nIXQ sieht man auch so ein schönes Trek, allerdings in der Hardtail-Version.

Kraeuterbutter
29-01-2009, 01:31
ja, schaut geil aus.. das wär was für mich (aber als STudent mit vielen Hobbies nicht leistbar)

jedenfalls:
wennst da jetzt bei dem RAd einen Hinterrad Bafang vorstellst, den würdest du gar nicht sehen !!
der wäre deutlich kleiner wie das BionX

BionX bietet unter anderem Brems-Rekuperation

sprich: du hast eine 3. Bremse am Bike
wenn du bergab fährst kannst du einen Teil der Energie in den Akku zurückladen
hört sich super an, in der Praxis is - MEINER MEINUNG nach - total überschätzt

Tests haben gezeigt, dass du mit 5%-10% zurückgeladener Energie rechnen kannst..
toll. :(
die Trike Fahrer und Velomobil-Fahrer schwören auf die Rekuperation
die haben ja teilweise noch Trommelbremsen weils ned anders geht, und da ist so ne Rekuperationsbremse eine tolle möglichkeit verschleissfrei zu bremsen

jedenfalls: auf dieses Feature der Rekuperation verzichte ich gerne..
bevor ich mit 20km/h einen Berg runterkrieche lass ichs lieber laufen (das Bike)... darum fährt man ja einen Berg hoch, damit man nachher wieder runterfetzen kann ;)
auch hab ich durch den Freilauf absolut null Rollwiderstand wenn ich selber fahre
bei einem Direktläufer-Motor ohne Freilauf spürst du hingegen immer ein wenig den Motor (ungefähr so, wie wenn ein Seitenläuferdynamo eingeschaltet wäre)
das würde mich stören..

zahlt sich nur für FAhrzeuge aus, wo der Motor ständig eingeschaltet ist (was grosse Akkus erfordert)
bei mir läuft der Motor meist nur Bergauf.. Rest der STrecke fahr ich selber mit eigener Muskelkraft

jedenfalls: beim BionX kannst auch viel einstellen, gibt auch versteckte Codes womit man vieles ändern kann, und den Antrieb auf die eigenen Gewohnheiten anpassen kann..

zur Ansteuerung: beim BionX ist ein Drehmoment-Sensor verbaut
eigentlicheine tolle, aufwändige Sache
trittst du stärker, gibt der Motor auch mehr Kraft dazu
man kommt ohne Gasgriff aus, das FAhren ist extrem natürlich...
trittst du stärker = stärkere Power..

da kann man dann vieles einstellen, die Steuerung spricht derart direkt an, dass der Motor sogar einen unrunden Tritt mit-übernimmt
(das kann man dann durch die Software anpassen usw. da gibts viele Möglichkeiten)

das ganze hat aber auch einen Nachteil:
(vorweg: ich bin mir nicht sicher, ob dieser Nachteil auch auf das BionX zutrifft, da es verschiedene Möglichkeiten der drehmomentmessung gibt)

der Swiss Flyer (eines der bekanntesten und besten Elektroräder - in der Schweiz sind über 50% der E-Räder Flyer
http://www.swissflyer.de
)
z.b. misst das Drehmoment an der Tretkurbel..
das hat dann den besagten Nachteil:

wenn ich einen Berg rauffahre, und merke - so wie ich es gewohnt bin - dass ich runterschalten muss, und dies mache:
dann sinkt das Drehmoment an den Pedalen, und ich krieg plötzlich WENIGER Kraft vom Motor !
das Ergebnis: am Berg muss man dann sogar raufschalten statt runter, um vom Motor richtig viel Power zu kriegen
das FAhren mit so einem Swissflyer wird zum Oma-Rad-FAhren mit 60er Kadenz :(

beim BionX ist glaub ich der Drehmoment-Sensor im Ausfallsende,
und es wird die Kettenspannung gemessen...
(glaub ich jetzt mal)

jedenfalls - wenn die Kettenspannung gemessen wird - schaut das dort dann so aus:
vorne ne kleine scheibe, hinten ne kleine bewirkt dann mehr Power vom Motor, wie wenn man vorne z.b. ne mittlere und hinten dafür auch ne mittlere nimmt (Was ja eigentlich für Kette usw. das richtige wäre)

also obwohl diese Drehmomentgesteuerten Räder immer als das Non-Plus-Ultra dargestellt werden (Flyer, BionX) -> es gibt da auch paar Kleinigkeiten die halt auch ned optimal sind

wegen der Akkubox: noch cooler und sportlicher finde ich die im Anhang..
das ist eine Getränkeflasche-Iso-Warmhalteteil aus so einem Nylon-Stoff..
finde ich schaut recht sportlich aus, sportlicher als eine Hartschalenbox
(wenn, dann müsste die hartschalenbox schon aus CFK-Gewebe sein ;)

ist ein BAfang im Hinterrad mit Bremsscheiben, nicht viel von zu sehen

Akku ist ein 2,5kg leichter 36V 10Ah Lipo
der reicht in der Praxis wenn man ihn nur bei den Steigungen einsetzte gut und gern 100km weit
(klar, wenn man Motor ständig laufen lässt ist nach 30km schluss)

Kraeuterbutter
29-01-2009, 02:04
hey.. wennst das BionX (eines der bekanntest) Systeme nicht gekannt hast,
dann nehme ich mal an, dass du auch andere Systeme nicht kennst..

(und bei ebay findet man ja eigentlich fast nur die Oma-Elektro-Räder, die nicht wirklich cool sind)

das Gruber Assist ist ja schon mal eine High-End Lösung
allerdings die schwächste am Markt (von der Motorleistung her),
auch eine der lauteren,
dafür aber auch die leichteste...

als Alternative wäre hier wohl noch zu nennen (im sportlicheren Bereich, also weg von den Oma-Rädern):

http://www.bike-elektro-antrieb.ch/

http://www.bike-elektro-antrieb.ch/Aktuelle%20Bilder/Winter%2009_01.jpg

auch für den harten Geländeeinsatz geeignet:
http://www.bike-elektro-antrieb.ch/Aktuelle%20Bilder/Mud_01_.jpg

http://www.bike-elektro-antrieb.ch/Aktuelle%20Bilder/Antrieb_47.jpg
http://www.bike-elektro-antrieb.ch/Aktuelle%20Bilder/Rahmen%2003.jpg


und -------------------------------

eine weitere Highend-Lösung (wahrscheinlich die teuerste am Markt),
das powermässig andere Ende vom Gruber Assist:
das Optibike
in Versionen mit 400Watt, 600Watt und 850Watt

der Motor ist im Tretlager integriert

http://www.instablogsimages.com/images/2008/04/30/optibike_piVUY_7071.jpg
http://www.optibike.co.uk/images/optibike1lg.jpg
Akku im Rahmen integriert
http://www.metaefficient.com/images/electric_bikes_optibike.jpg
http://www.optibike.com/images/stories/cart%20main/ob1prorightface.jpg

beim OB1 ist auch gleich noch ein PDA dabei, womit alle Motordaten/Akkudaten angezeigt werden können, sowie GPS Navigation möglich ist

der Preis ist aber wirklich jenseits von gut und böse... (ich sag mal ein 5 (!) stelliger Dollar-Betrag !

hier ein cooles video vom Optibike...
mit der MOtorkraft verschiebt es sich halt schon mehr zu MOTOR + a bissal Mensch statt Mensch + bissal Motor (wie beim Gruber Assist)

hier noch VIDEO: http://www.youtube.com/watch?v=o1lHb3ODuko
ein Mädel liefert sich auf einem Optibike einen Rennen mit einem Zug in New Mexico

VIDEO: http://www.youtube.com/watch?v=XhRhx2WRq2w
offroad mit hohem Temop -> schaut schon fast wie Motocross aus
ist die mittlere Version, Optibike 600

und hier noch eines,
die schwächste Version
Optibike 400
erklimmt Dantes Peak (höchste Strasse USA)
http://www.veoh.com/videos/v6586787yfXtFzrp?source=embed

<MM>
31-01-2009, 01:00
Weil's auch hier dazupaßt:

Ein Artikel über eine ergiebige Methanoltechnologie auf heise.de:

http://www.heise.de/newsticker/Mehr-Reichweite-fuer-Elektroroller--/meldung/126606


Dort findet sich eine Brennstoffzelle, die den Zwei-Kilowatt-Motor mit Strom versorgt und den Stadtflitzer bis auf 45 km/h beschleunigt. Ihr Treibstoff findet Platz im Helmfach unter der Sitzbank: ein Fünf-Liter-Kanister für Methanol (CH3OH). Brennstoffzellen, die diesen Alkohol verdauen, haben zwar einen niedrigeren Wirkungsgrad als ihre weiter verbreiteten Wasserstoff-Kollegen. Aber dafür braucht Methanol nicht, wie Wasserstoff, komprimiert in Stahlflaschen untergebracht zu werden. Insgesamt hat Methanol nach Angaben des Herstellers eine vier- bis zehnmal so hohe Energiedichte wie Wasserstoff.

alf2
31-01-2009, 11:01
VIDEO: http://www.youtube.com/watch?v=XhRhx2WRq2w
offroad mit hohem Temop -> schaut schon fast wie Motocross aus
ist die mittlere Version, Optibike 600[/url]
Und nach der Fahrt wird das Ding dann noch auf den fetten Truck verladen, damit man ja auch nicht zuviel teten muß. - Sehr sympathisch!

<MM>
31-01-2009, 23:41
Das Bewältigen dieser 600+ hm erfolgte zwar nicht stilecht, aber das ist ja kein Hinderungsgrund, eine Botschaft im Gipfelbuch zu hinterlassen... ;)

(Das erblickte MTB beim Berggasthaus ca. 80 hm tiefer stammt von einem wackeren Kollegen.)


Da oben scheint's eher ungemütlich zu sein...
die Grüße ;)
Blick vom Gipfelkreuz zum Berggasthaus
alt aber gut? - 50 min und 11 km standen am Tacho, wobei die relevante Bergstrecke ca. 3.5 km umfaßt.
Die Rodelbahn ist nach dem Neuschnee auch ohne Spikes gut zu befahren. (Blick bergab)

perponche
25-02-2009, 12:05
http://img4.imageshack.us/img4/9230/greenwheeled01.jpg
http://img4.imageshack.us/img4/2019/greenwheelcomp02.jpg

GreenWheel Gives any Bicycle an Electric Boost

Researchers at MIT recently revealed an elegant solution for anyone looking to get a little more power out of their bicycle. Developed by MIT’s Smart Cities programs, the GreenWheel is a self-contained electric wheel that can turn any pedal-powered bike into a fully-electric bicycle!

The GreenWheel is essentially a bicycle wheel that has an electric motor and batteries embedded within it. The full casing is quite small and is able to be retrofitted to any bike. Simply twist the handle mounted throttle and a bluetooth connection tells the electric motor to provide thrust. The wheel can be charged by plugging to the grid or by pedaling, and a full charge will give the motor a range of roughly 25 miles.

The GreenWheel was developed by Ryan Chin and Michael Chia-Lian Lin as part of MIT’s Smart Cities programs. The objective is to create a working prototype that can be installed and retroffited to any bike. The team is also thinking for the long term - they estimate that the batteries for the GreenWheel will last around 40,000 miles, or about 8 years worth of travelling.

<MM>
25-02-2009, 13:05
Das ist ein interessantes Konzept, die Lithium-Ionen-Akkus direkt in den Antrieb miteinzubauen. Noch eleganter find' ich aber die Fernbedienung via ˈbluːtuːθ. :)

Die erste Seite mit diesem Beitrag war offenbar Discovery-Channel:

http://dsc.discovery.com/news/2009/02/18/green-wheel-bike.html

Danach folgte MSNBC und weitere:
http://www.msnbc.msn.com/id/29259226/
http://earthfirst.com/greenwheel-transforms-bikes-from-pedal-powered-to-electric/
http://www.inhabitat.com/2009/02/24/green-wheel-turns-any-bicycle-electrics/

Auf der Seite der entwickelnden MIT-Gruppe hingegen findet man nichts dazu - "nur" die CityCars:
http://cities.media.mit.edu/projects/citycar.html


Merci für den Hinweis, perponche! :toll:

Kraeuterbutter
25-02-2009, 17:54
Green Wheel:
da passt doch einiges nicht zusammen..

zum einen:
die sprechen von 64.000km Lebensdauer bei ca. 32km täglich, das 8 Jahre lang

das wären dann: 2000 Zyklen
da kann es sich eigentlich nur um Fepo4-Zellentechnik handeln, bestätigen sie ja auch auf der 2. Seite mit A123

wenn man sich die Zellen anschaut, den Platz der zur Verfügung steht, dann kann es sich eigentlich nur um die A123 M1 2300 Zellen handeln

so.. jetzt wirds mysteriös:
die fasseln da was von 25 milen (= 40km) Reichweite, und im gleichen Atemzug von 30 Meilen (=48km/h) Höchstgeschwindigkeit

das passt ned zusammen..
für 48km/h brauchts schon viel Leistung
aber selbst mit nur 25km/h kommt man keine 40km weit mit dem Akku der da zu sehen ist

also mit dem abgebildeten Akku muss man froh sein, wenn sich 20km ausgehen
die suggerierten 40km und 48km/h sind sowieso überhaupt ned drin..
bei 48km/h brauchts schon etliches über 500Watt (und da muss man dann noch mit min. 200Watt dazutreten)
und das wird der hier abgebildete vielleicht 100-120Wh-akku nur sehr kurz liefern können (also vielleicht 15min lang)

also da stimmen viele Dinge nicht zusammen

dann noch die weiteren Nachteile:
1.) Laden
entweder jedesmal das Rad ausbauen, oder das ganze Bike muss zum Ladegerät
2.) ungefederte Masse..
da geben die Leute (siehe hier im Forum) 100, 200 Euro aus um vielleicht 150g an den Laufrädern zu sparen, und dann baut jemand freiwillig auch noch den Akku in den Reifen mit rein..
reicht doch schon wenn der Nabenmotor da drinnen sitzt, verschlechtert der ja schon unweigerlich das Fahr und Federverhalten..
aber den Akku (dann noch so einen unterdimensionierten) da reinverpflanzen..

also hier war eindeutig der Design-Gedanke im Vordergrund
und alles andere musste sich dem unterordnen

die Bluetooth-Steuerung ist natürlich nett...

mein Vorschlag:
Bluetoothsteuerung lassen, Regler beim Motor in der Nabe lassen..
aber Akku bitte grösser und dafür im Rahmen im Schwerpunkt des Bikes irgendwo platzieren.. dann ist auch nur ein Kabel zu verlegen

xLink
25-02-2009, 18:35
Green Wheel:
da passt doch einiges nicht zusammen..
die fasseln da was von 25 milen (= 40km) Reichweite, und im gleichen Atemzug von 30 Meilen (=48km/h) Höchstgeschwindigkeit


Marketingleute.. das gilt sicher net gleichzeitig.

BSP 10km/h
bei 10km/h kann man noch gut balancieren.
um 10kmh zu fahren, braucht man ca. 27Watt (nicht so sicher, Kreuzotter is ja offline.. kommt aus einem selbst gebastelten Excel Rechner..)
Dafür braucht man aber 4Stunden um die 40km zu schaffen.
dh 4hx27W = 108Wh.
Du sagst der abgebildete Akku hat viell. 100-120Wh - würde also passen.


40km/h sind lt. meinem Excel Rechner ziemlich genau 500W.
ein 100Ah Akku kann das also 0,2 Stunden liefern (12minuten).

das wären dann 8km weit Maximalgeschwindigkeit.



Ich persönlich finde einen Motor der in der nähe des Tretlagers sitzt wesentlich besser, eine 10..14 Gang Nabenschaltung integriert.
Damit hast das Hinterrad federleicht (brauchst ja keine Schaltung mehr) und der Schwerpunkt liegt schön zentral und tief.
Leider brauchst dazu ein total neues Rad.. einen neu konzipierten Rahmen... und und und.

Ich denke der Gedanke der diese Leute hier getrieben hat, war die leichte Umrüstbarkeit.
-> Das kann selbst meine Oma einbauen.

die Bluetooth Idee find ich besonders klasse.. bin schon gespannt wann die ersten das hacken und die Räder auf max. beschleunigen :D:D:D

hihi, XLink

<MM>
25-02-2009, 18:51
Leute, Leute!

Das sind nicht irgendwelche Bastler, das sind immerhin Leut' vom MIT. Also find' ich die begründete Kritik zwar völlig okay, aber doch noch verbesserungswürdig.

Laßt sie doch mal machen! Oder noch besser: Recherchiert das nach und stellt euren eigenen (sehr lobenswerten!!) Gedanken die so gefundenen Fakten gegenüber.

Alles andere ist zwar, wie gesagt, gute Kritik, aber halt noch keine sehr gute Kritik.

Kraeuterbutter
25-02-2009, 19:47
also nur weil das Leut vom MIT sind, würd ich nicht gleich niederbrechen..

die TU-Wien hat sie bei der Roboter-Fussballweltmeisterschaft geschlagen,
und beim Security-Hacking-Wettbewerb war das MIT soviel ich weiß auch hinter der TU-Wien platziert.. ;)

um meine Gedanke dazu etwas zu vertiefen..
die scheinen eben A123 Zellen zu verwenden..

von A123 kann eigentlich nur die 26650 M1 sein, mit eben 65mm Länge
sie haben noch eine grössere im Programm (an die man als Normal-sterblicher praktisch nicht rankommt), aber die passen sicher nicht in einen Hubmotor für 13cm Gabelbreite
nie und nimmer
(vor allem - wie man den Bildenr sehen kann, der Hub-Käfig wird ja noch schmaler und der MOtor ist ja auch noch da drin verbaut)

ergo können das ja nur M1 Zellen sein
würde rein optisch von der Grösse auch passen..

auf dem bild sind ca. 16 Zellen zu erkennen?

16 * 3V (unter Last) * 2,2Ah (das was man aus den A123 M1 rauskriegt) ==> da kommen wir dann auf ca. 106Wh

damit man sich mal ungefähr vorstellen kann:
für Bikes mit 360Wh Akku werden in der Regel in der Branche Reichweiten um 50km angegeben..
und das bei nur 25km/h Geschwindigkeit !
(wofür laut Kreuzotter dann ca. 150-160W nötig sind)

so einen wunderwuzi-Motor werden die Götter vom MIT auch nicht gebaut haben, selbst wenn sie es geschafft haben sollten, da einen Motor zu bauen der 90% Wirkungsgrad bringt, würde das nie und nimmer die Reichweitenangaben erklären

für die von denen gemachten Reichweitenangaben wäre ein Akku - wenn er aus Fepo4-Zellen besteht - mit ca. 4kg (5kg) Gewicht nögit
den kriegt man niemals so wie gezeigt in den Motor rein

nochdazu 4-5kg Akkugewicht ZUSÄTZLICH zu dem Motor, na danke

wie gesagt, ich hab mir da schon näher Gedanken darüber gemacht
ich fahre ja selber die A123 M1 als 12s bzw. 13s in meinem Elektro-Fahrrad und von solchen Reichweitenangaben kann man bei der Akkugrösse nur träumen
(wahrscheinlich hab die das bergab mit Rückenwind ermittelt)


weitere Kritikpunkte die mir einfallen:
das offene Gehäuse.. das ist hoffentlich nur für die Fotos so, weil in der Praxis hat so ein Motor geschlossen und möglichst wasserdicht zu sein

und: durch den grossen Durchmesser des Motors wirken sich Fliehkräfte auch stärker aus


ne, ich bleib dabei..
ist eine nett gemeinte Studie, aber für die Praxis nix

die Bluetooth-steuerung würd ich mir gern abschaun für einen Schubanhänger ->
da kann man dann jedes Rad innerhalb von Sekunden zum Elektrorad umrüsten ohne Kabel verlegen zu müssen..
das wäre sehr elegant !

Kraeuterbutter
25-02-2009, 19:49
eins ist natürlich zu sagen: es handelt sich ja um Hyprid-Fahrzeuge (Mensch - Motor)
mit ausreichend viel mittreten kann man die Reichweite nahezu jeden Antriebs fast beliebig verlängern

wahrscheinlich war das hier der Fall

xLink
25-02-2009, 20:16
naja die Reichweite beim handelsüblichen Elektroradl ist ja wie Du gesagt hast bei einem relativ brauchbaren Tempo.

Gerade beim Radl hast du ja das Problem, dass der Luftwiederstand den Hauptanteil des Energieaufwandes frißt, darum auch mein Beispiel mit den 10km/h. Mit 10km/h geht sich das schon fast aus..

Ich find das Ding im Prinzip (und als Hybrid genutzt) prima für Kurzstrecken (bis 20 minuten per Rad) in der Stadt.
Da kann auch ein untrainerter Benutzer, der vielleicht seine 80..120 Watt treten kann ohne groß zu schwitzen den Motor zuschalten und ein brauchbares Tempo fahren.

Ich würd mir das aber nie montieren, da ich viel lieber selbst fahre. Und es wäre mir zu schwer am Hinterrad.

Aber für jemand der sich kein Auto leisten kann/will und zB wöchentlich damit den Einkauf heimbringt (langsamfahrend) ist das sicher eine Alternative.
Und es gibt genug ältere und auch junge Leute die das so machen.

Kann jemand sinnvoll schätzen, was das kosten würde, wenn es in Serie geht? (Akku + Motor)

cu, xLink

ps: sag, hat Dein Elektroradl eigentlich einen Dynamo, oder nutzt Du den Akku+Motor als Energiequelle/Generator?

<MM>
25-02-2009, 21:49
also nur weil das Leut vom MIT sind, würd ich nicht gleich niederbrechen..

Das verlangt ja auch niemand. ;) Aber sie gleich als nachgerade ahnungslos hinzustellen, ist wohl auch nicht zielführend.



die TU-Wien hat sie bei der Roboter-Fussballweltmeisterschaft geschlagen,
und beim Security-Hacking-Wettbewerb war das MIT soviel ich weiß auch hinter der TU-Wien platziert.. ;)

Damit wissen wir, daß "die" TU-Wien bessere Roboter baut, die dann Fußball spielen können und "die" TU-Wien beim Hacken mutmaßlich vorneliegt.

Das sagt aber genau gar nichts über die Mannen rund um "Green Wheel" aus, schließlich sind das ja ganz andere, die hier tätig sind. Das sind offenbar auch keine Fußballer ;) und auch keine Hacker.

Schick' doch deine Zeilen ans MIT! Die freuen sich gewiß über Post von der TU - und dann sind wir gespannt auf die Antwort aus Übersee! (Oder sie registrieren sich direkt hier oder im Pedelec-Forum zwecks (Ideen)Austauschs... ;) )

Dein (Detail)Wissen in allen Ehren - Hut ab!!

Kraeuterbutter
26-02-2009, 10:30
Hallo <MM>

es war halt diese Aussage von dir

Das sind nicht irgendwelche Bastler, das sind immerhin Leut' vom MIT
die mich zu meiner Aussage verleitet hat

wenn da paar Studenten so ein Radl zusammenschrauben heißt das eben auch noch nicht, dass das unbedingt was gscheites sein muss, auch wenns am MIT studieren ;)

@xLink:
ja, also Kreuzotter sagt:
MTB, Tourenreifen, 26Watt für 10km/h
MTB, Tourenreifen, 145Watt für 25km/h
MTB, Tourenreifen, 800Watt für 48km/h

mit 10km/h zu rechnen -> das wäre wie wenn man Verbrauchsangaben beim PKW nur mit 80km/h Rückenwind machen würde

niemand fährt nur mit 10km/h, auch ist der Motor nicht für 10km/h ausgelegt (schon gar nicht, wenns einer ist, der unter Vollgas 48km/h fahren soll)

wenn, dann muss man solche Angaben schon in praxis-relevanteren Geschwindigkeitsbereichen machen..
sonst könnte Heinzmann bei ihrem Langstreckenbike auch gleichmal die Reichweitenangeabe von 120km auf 280-300km erhöhen, weil bei nur 10km/h kommt man dann auch soweit ;)

so wie es jedenfalls in den Artikeln zum Green Wheel rüberkommt, wird suggeriert dass mit Fepo4-Technik dieser Grösse 40km drin wären (wenn dann nur mit kräftigem Mittreten)
und dann wird noch zuckersüss die 48km/h reingestreut...

ich glaub ja fast, dass hier ein unwissender Redakteur den Artikel verfasst hat, und hier ein paar wichtige Details die von den MIT-Leuten sicher kommuniziert wurden, einfach vergessen hat abzudrucken

jedenfalls bin ich nicht der einzige der sich an diesen Angaben stößt, da haben andere (Leut die sich mit Pedelecs wirklich gut auskennen) sich schon drüber amüsiert

es gibt ja sowas wie Physik, und die lässt sich ned so leicht betrügen

<MM>
26-02-2009, 14:25
wenn da paar Studenten so ein Radl zusammenschrauben heißt das eben auch noch nicht, dass das unbedingt was gscheites sein muss, auch wenns am MIT studieren ;)

Die Diskrepanz dabei ist, daß du offenbar gerne allen möglichen technischen Details bis ins Kleinste nachzugehen scheinst, um haltbare Aussagen deinerseits zu erhalten (was genau so sein soll); aber wenn's um "die Leut'" geht, sind die per se mal keine Nachfrage wert. Oder wie deute ich das jetzt am besten?

Hast ihre Kontaktadresse rausgesucht und ihnen deine hier angeführten Punkte geschildert? - Was sagen sie dazu?

Kraeuterbutter
26-02-2009, 14:47
können vor lachen..
oder hast du Kontaktdaten wo gesehen ?
also ich hab keine gefunden, keinen Ansprechpartner

aber generell ists in erster Linie mal wurscht wer das Teil gebaut hat, die Physik gilt für alle

wenigstens ein paar Technische Daten wären interessant und das minderste gewesen, wie Akkuspannung und Kapazität
sowas wird überall angegeben

grad da Pedelecs Hypridfahrzeuge sind, und mittels Muskelkraft man auf nahezu jede Reichweite kommen kann, sind solche Angaben UMSO wichtiger
lobenswerterweise findet man die eigentlich auch immer bei anderen Angeboten
nur hier nicht
komischerweise gerade da, wo dann mit so einem winzig-Akku fantastische Werte angegeben werden
;)

<MM>
14-03-2009, 21:53
http://www.news.de/technik/1216787637868/forscher-entdecken-aufladeturbo.html
Forscher entdecken Aufladeturbo

«Akkumulatoren können eine große Menge an Energie speichern», erläutert Gerbrand Ceder vom Massachusetts Institute of Technology in der aktuellen Ausgabe des Fachblatts Nature, «deshalb kann man mit einem Elektroauto lange fahren. Doch die Leistungsdichte ist gering - deshalb kann man nicht stark beschleunigen.» Zudem dauert die Aufladung der Akkus bei einem Elektroauto mehrere Stunden.

Vor fünf Jahren machte Ceder mit seiner Arbeitsgruppe eine überraschende Entdeckung: Computersimulationen von Lithium-Eisen-Phosphat, einem Standardmaterial für Lithium-Akkus, zeigten, dass sich die Lithium-Ionen darin extrem schnell bewegen können. Bis dahin hatten die Forscher gedacht, die langsame Bewegung dieser elektrischen Ladungsträger behindere die schnelle Auf- und Entladung von Lithium-Akkus.

Weitere Untersuchungen zeigten, dass die Lithium-Ionen nur an bestimmten Stellen des Kristallgitters durch das Metalloxid hindurch wandern. Dadurch kommt es an der Oberfläche des Materials gewissermaßen zu einem Stau: Nur die wenigen Ionen, die sich direkt an einem «Eingang» des Kristallgitters befinden, können rasch in das Metalloxid eindringen.

Gemeinsam mit seinem Studenten Byoungwoo Kang entwickelte Ceder eine Beschichtung, die den Transport der Lithiumionen an der Oberfläche des Metalloxids beschleunigt. In ersten Experimenten konnten die Forscher den Prototyp eines Handy-Akkus innerhalb von 10 bis 20 Sekunden vollständig auf- und entladen. Ohne die Beschichtung dauerte der Vorgang dagegen jeweils sechs Minuten. Die Batterie eines Elektroautos wäre laut Schätzung der Forscher in etwa fünf Minuten aufgeladen. Die zeitliche Verzögerung liege jedoch nicht an den Akkus, sondern der geringen Netzspannung US-amerikanischer Steckdosen.

Zwar vergrößert das neue Verfahren die Akku-Leistung nicht, die schnellere Aufladung würde dieses Problem jedoch schon deutlich mindern. Und da das von Ceder und Kang verwendete Material nicht neu ist, sondern bereits für Akkus verwendet wird, rechnen die Forscher mit einer schnellen Kommerzialisierung des Verfahrens. Erste Schritte sind getan: Eine belgische Firma hat sich das Verfahren bereits lizenziert. Schon in zwei bis drei Jahren könnte der Super-Akku zur Marktreife gelangen.

LBJ
14-03-2009, 22:24
Der Gruber-Assistent ist was für fette blad-arschige Amerikaner!:D

<MM>
16-03-2009, 19:54
http://nyx.at/bikeboard/Board/showthread.php?p=1858934#post1858934

333
16-03-2009, 21:38
also nur weil das Leut vom MIT sind, würd ich nicht gleich niederbrechen..

die TU-Wien hat sie bei der Roboter-Fussballweltmeisterschaft geschlagen,
und beim Security-Hacking-Wettbewerb war das MIT soviel ich weiß auch hinter der TU-Wien platziert.. ;)

um meine Gedanke dazu etwas zu vertiefen..
die scheinen eben A123 Zellen zu verwenden..

von A123 kann eigentlich nur die 26650 M1 sein, mit eben 65mm Länge
sie haben noch eine grössere im Programm (an die man als Normal-sterblicher praktisch nicht rankommt), aber die passen sicher nicht in einen Hubmotor für 13cm Gabelbreite
nie und nimmer
(vor allem - wie man den Bildenr sehen kann, der Hub-Käfig wird ja noch schmaler und der MOtor ist ja auch noch da drin verbaut)

ergo können das ja nur M1 Zellen sein
würde rein optisch von der Grösse auch passen..

auf dem bild sind ca. 16 Zellen zu erkennen?

16 * 3V (unter Last) * 2,2Ah (das was man aus den A123 M1 rauskriegt) ==> da kommen wir dann auf ca. 106Wh

damit man sich mal ungefähr vorstellen kann:
für Bikes mit 360Wh Akku werden in der Regel in der Branche Reichweiten um 50km angegeben..
und das bei nur 25km/h Geschwindigkeit !
(wofür laut Kreuzotter dann ca. 150-160W nötig sind)

so einen wunderwuzi-Motor werden die Götter vom MIT auch nicht gebaut haben, selbst wenn sie es geschafft haben sollten, da einen Motor zu bauen der 90% Wirkungsgrad bringt, würde das nie und nimmer die Reichweitenangaben erklären

für die von denen gemachten Reichweitenangaben wäre ein Akku - wenn er aus Fepo4-Zellen besteht - mit ca. 4kg (5kg) Gewicht nögit
den kriegt man niemals so wie gezeigt in den Motor rein

nochdazu 4-5kg Akkugewicht ZUSÄTZLICH zu dem Motor, na danke

wie gesagt, ich hab mir da schon näher Gedanken darüber gemacht
ich fahre ja selber die A123 M1 als 12s bzw. 13s in meinem Elektro-Fahrrad und von solchen Reichweitenangaben kann man bei der Akkugrösse nur träumen
(wahrscheinlich hab die das bergab mit Rückenwind ermittelt)


weitere Kritikpunkte die mir einfallen:
das offene Gehäuse.. das ist hoffentlich nur für die Fotos so, weil in der Praxis hat so ein Motor geschlossen und möglichst wasserdicht zu sein

und: durch den grossen Durchmesser des Motors wirken sich Fliehkräfte auch stärker aus


ne, ich bleib dabei..
ist eine nett gemeinte Studie, aber für die Praxis nix

die Bluetooth-steuerung würd ich mir gern abschaun für einen Schubanhänger ->
da kann man dann jedes Rad innerhalb von Sekunden zum Elektrorad umrüsten ohne Kabel verlegen zu müssen..
das wäre sehr elegant !

Der Akku 18650 ist 70 mm lang, hat 3,7 Volt, und mittlerweile 3000 mAh!:devil: Da könnte doch viel mehr Leistung gespeichert sein?

<MM>
18-03-2009, 16:29
http://www.heise.de/tr/Druckbetankung-mit-Strom--/artikel/134644

Pylatiuk nimmt den Holzdeckel ab und zeigt auf 60 weiße Kästchen, die ein Kabelgewirr miteinander verbindet. „Die speichern Energie für eine Reichweite von 16 Kilometern”, sagt Pylatiuk. Bei 66 Kilogramm Anhängergewicht und mageren 500 Watt Motorleistung wäre das nicht gerade berauschend – wenn es sich bei den weißen Kästchen um Akkumulatoren handeln würde.

Tatsächlich aber wird das Dreirad von einer gänzlich anderen Stromspeichertechnologie angetrieben – nämlich von Kondensatoren, genauer gesagt von Doppelschicht-Kondensatoren oder SuperCaps. An ihren Elektroden fließen nur Ladungen, eine chemische Umwandlung wie in Batterien findet nicht statt. Das macht sie extrem schnell: Bei der Leistungsdichte – also der Fähigkeit, kurzzeitig hohe Ströme zu speichern und wieder abzugeben – sind die Doppelschicht-Kondensatoren unschlagbar. Außerdem altern sie nicht und verkraften bis zu eine Million Ladezyklen, herkömmliche Akkus machen bereits nach etwa 1500 Zyklen schlapp. Die hohe Leistungsdichte ist auch der entscheidende Trumpf von Pylatiuks Designstudie „Quick Charge Commuter” (Schnelllade-Pendler): Sein Stromspeicher lässt sich in weniger als fünf Minuten füllen.

[...]

Kraeuterbutter
18-03-2009, 19:51
@<MM>


«Akkumulatoren können eine große Menge an Energie speichern», erläutert Gerbrand Ceder vom Massachusetts Institute of Technology in der aktuellen Ausgabe des Fachblatts Nature, «deshalb kann man mit einem Elektroauto lange fahren. Doch die Leistungsdichte ist gering - deshalb kann man nicht stark beschleunigen.»
das war vor 10 Jahren mit Bleiakkus vielleicht so..
nicht mal da

vor paar Jahren z.b. bereits die Ellica...
"von nicht stark beschleunigen" kann ich da nix sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=L7zHcvDPxYU
http://www.youtube.com/watch?v=m_SukHloP5w&feature=related

Topspeed übrigens: 370km/h (und das ist ne 5-sitzige Limosine, eigentlich kein Sportauto !)

zum Aufladen eines Autos in 5 Minuten.. das ist - finde ich - immernoch die "alte Benzinauto-Denkweise"
ein schnelles Aufladen wird nicht benötigt, da ich JEDEN TAG mit einem vollen Auto losfahre das über Nacht geladen wurde
das werden dann auch alle Leute so machen, wo soll es dann Schnelltankstellen geben ?
die brauchen auch eigene Stromversorgung, weil mit nem 20A Starkstrom geht da nix

ist wieder ne schöne Idee usw. aber mit der Praxis hat das find ich ned viel zu tun, gibts andere wichtigere Dinge die noch zu lösen sind...

nun gut, für Elektroautos sollten wir aber wenn einen eigenen Thread aufmachen, weil da gäbe es unendlich viel zu zu schreiben

@333:
18650 ist nicht "die Batterie" sondern ist nur eine Grösse, so wie z.b. AA Batterien
18650 bedeutet: 18mm Durchmesser, 650mm lang

nen 26650 ist dann 26mm dick und ebenfalls 650mm lang

von A123 gibts in der relevanten Grösse 2 Arten von Zellen,
die 18650er mit 1100mah

und die
26650 mit 2300mah

beim Greenwheel wurde sowohl von A123 gesprochen, als auch von Fepo4 (was ja A123 Zellen sind)
ergo ist da nix mit 18650er Format und 3000mah

ja, klar gibts solche ZEllen, kenne ich
z.b. die Panasonic NCR18650 mit 2,9Ah
die haben eine wirklich hohe Energiedichte von 240Wh/kg
(Fepo4 nur um 100Wh/kg)

allerdings bieten diese Zellen auch eine weit geringere Belastbarkeit, nur 1C max.
ist für ein E-Rad schon etwas knapp bemessen
vor allem bei diesen Power und Geschwindigkeitsangaben sind die Zellen auf jedenfall ungeeignet

auch halten die - selbst wenn sanft belastet - nie so lange wie von dne Greenwheel-machern erzählt wird..

so oder so, die Geschichte beisst sich irgendwo immer in den Schwanz

wir haben das in einem reinen PEdelec-Forum auch schon alles durchdiskutiert, viele Leute mit viel Erfahrung mit vielen verschiedenen Antrieben
irgendwo ist da ein gewaltiger Fehler in deren Angaben drin..

wenn dir irgendein Professor erzählt er hätte einen Mountainbikerahmen mit nur 500g Gewicht geschweisst..
dann wirst du auch sagen: "ABER, das geht nicht wirklich offroad"...
dann wird jemand kommen und sagen: "aber moment, der Prof. ist vom MIT.. das wird schon so stimmen... vielleicht habens ja dünneres Material verwendet"

und du wirst aus deiner Erfahrung (wennst die in materialkunde hast) eben sagen können: "ja, der kann gern dünneres material verwendet haben, aber dann neigt der Rahmen zu Haarrissen"
oder was weiß ich...

wie gesagt: Gesetzte der Physik <-> versus Träumerei
das beißt sich oft ;)

Kraeuterbutter
18-03-2009, 19:58
@<MM>
zu deinem letzten Posting:
das wichtigste hast vergessen zu zitieren:

Dennoch zählt die Energiedichte – also die Fähigkeit, viel Energie mit wenig Masse zu speichern – bisher nicht zu den Stärken von Kondensatoren. Heute erreichen sie etwa fünf Wattstunden pro Kilogramm.

nur mal zum Gegenüberstellen:
Super-Caps: 5Wh/kg
Bleiakku: 20Wh/kg
Nicd: 40Wh/kg
Nimh: 60Wh/kg
Fepo4: 100Wh/kg
LiPo: bis 180Wh/kg
LiIon: bis 240Wh/kg

ergo: wozu Super-Caps in einem Fahrrad ???
mit 10kg Super-Caps im Anhänger fährst du 5km weit
mit 10kg Lipo im Ahänger fährst du fast 200km weit
mit 10kg Fepo ca. 100km weit

also wozu Super-Caps ?
wegen der hohen Belastbarkeit ?
aus nem 10kg Fepo4 holst du 15.000Watt Dauerleistung
30.000Watt (~40 PS) kurzzeitig

ich denke das sollte für Fahrrad reichen, oder ?

wegen der schnellen Aufladbarkeit ?
nen Fepo4 lädst du mit passendem, starken Ladegerät in 10min wieder voll..
nach 100km Fahrt 10min nachladen sollte auch drin sein, oder?

also diese Super-Caps-Faszination will sich mir (bezüglich Fahrrad) überhaupt nicht erschliessen was für Sinn das machen soll ;)
bitte um Aufklärung

Kraeuterbutter
18-03-2009, 20:03
zur Auflockerung:
hab mein Radl jetzt die Verkabelung etwas besser aufgeräumt:

http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/Triatlon%20Lenker/Bike_mit_Triatlon_Lenker_Sattel.jpg

der Akku ist jetzt ein Lipo-Akku,
37V und 4Ah
damit - mit mässigem Einsatz - komme ich 30-40km weit bei mir im Hügeligen Südburgenland
(Motor nur bergauf verwendet)
(also ca. 1 Stunde lang ca. 100Watt plus (oder 1/2 Stunde lang 200Watt plus))

der Akku wiegt 900g und ist - kaum zu sehen und so tief unten auch kaum zu spüren
sitzt unten beim Tretlager (hinter der Kurbel versteckt ;) )


nen Riesen Verbesserung hat der Triatlon-Lenker gebracht

dachte dass ich damit vielleicht 2km/h raushole..

scheint mir aber mehr zu sein, eher so 4-5km/h
beim schnelleln bergabrollen noch deutlich mehr
(kleiner Rolltest bergab: 50km/h in MOuntainbike-Haltung,
57,5km/h mit Tria-Lenker..


was mich aber am meisten erstaunt hat: super bequem !
keine handgelenksschmerzen mehr,
Arme entlastet
und vor allem auch der Po -> auch nach 60km spür ich den Hintern nicht

in KOmbination mit den BigApple 60er-Reifen (fahre ich mit unter 2 bar) super komfortabel jetzt

http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Radnabenmotor_Vorderreifen/Triatlon%20Lenker/Triatlon-Lenker1.jpg

der ganze Spass hat mich nur 13 Euro bei ebay gekostet

Speeds fahre ich in der Ebene so um die 35km/h damit (ohne Motorpower)

bin jetzt recht zufrieden mit dem Bike

<MM>
03-04-2009, 16:35
http://www.heise.de/newsticker/Viren-helfen-bei-Batterie-Verbesserung--/meldung/135733/from/rss09

Ein Team von amerikanischen und koreanischen Wissenschaftlern hat Viren dazu gebracht, verbesserte Elektrodenmaterialien für Lithium-Ionen-Akkus herzustellen. Die Gruppe um Angela Belcher präsentiert heute in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift "Science" ihre Ergebnisse: Ein erster Batterie-Prototyp kann es bereits jetzt mit der Kapazität von handelsüblichen Lithiumionen-Akkus aufnehmen. [...]

<MM>
03-04-2009, 17:19
Im aktuellen Wörgler "Stadtmagazin" (Ausgabe April '09) findet sich auf Seite 6 und 7 ein ausführliches Interview inkl. erstmals so zu lesenden Einblicken in den Kundenbestand der Firma:

http://www.vivomondo.com/de/rathaus/woergl/aktuelles/stadtmagazin

bzw. direkt: http://www.vivomondo.com/de/content/download/17884/267079/file/Stadtmagazin%202009-04.pdf (PDF, ~8 MB)

<MM>
05-04-2009, 18:04
2007 und 2008 hatte ich das Vergnügen, insgesamt über 20 Fahrten mit einem Gruber-Assist-Mountainbike unternehmen zu können. Einige Videos davon waren schonmal online, sind dem Netz durch eine Accountlöschung aber wieder entzogen worden.

Jetzt sind sie wieder da - zu sehen ggf. hier:

http://www.youtube.com/user/bikearea/

Gruber Assist am steilen Almweg, 14. Mai 2007
Gruber Assist, Motor im Leerlauf - Igls, 8. 9. 2007
Gruber Assist, Aktionstage 2008 - Tag 2, 20. 4. 2008
Gruber Assist, Aktionstage 2008 - Tag 1, 19. 4. 2008

Kraeuterbutter
05-04-2009, 21:58
Hallo...
deinen Usernamen gibts bei youtube nicht ???
kann somit die videos nicht finden..


hier ein kleines Update wiedermal ;)

http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Modellbau_Anhaenger/Posings/E-Bike%20mit%20Anhaenger_DSCF1071_v4.jpg
(Bild in voller Auflösung:
http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Modellbau_Anhaenger/Posings/E-Bike%20mit%20Anhaenger_DSCF1071_v4.jpg
http://www.kraeuterbutter.at/Bilder2/Modellbau_Anhaenger/Posings/E-Bike%20mit%20Anhaenger_DSCF1071_v2.jpg )

jetzt dürfens auch 150km oder mehr werden ;)
und die Ladefläche ist trotzdem frei, der Hund oder das Zelt oder ... kann auch noch mit ;)

<MM>
05-04-2009, 22:02
Doch, doch - der Username ist schon richtig. Unter Umständen muß man aber den letzten Schrägstrich weglassen. YouTube... :rolleyes:

Kraeuterbutter
05-04-2009, 22:26
ajo, danke jetzt gehts...

du retscht jo wie da Hansi Hinterseer :rofl:

ne, nur Spässle.. bin Burgenländer, klingt halt wizig für mich..
jetzt muss i ma mal alle videos anschaun ;)

<MM>
05-04-2009, 22:28
Kein Problem. ;)

NoWhere
06-04-2009, 08:15
Hallo E-Bike-Spezialisten :wink:

Ich hab am Wochenende beim Bikefestival in Wien das E-Bike mit BIFS (http://elektro-fahrrad.at/content/downloads/BIFS_Infoblatt.pdf) getestet. Ich finde das Konzept sehr interessant, weil in jedes Rad als neues Hinterrad mit E-Motor um ca. 1000 EUR inkl. Akku und Steuerung nachrüstbar. Die Lösung mit dem Akku (Schnellverriegelung und absperrbar) scheint auch recht praxistauglich.

Was haltet ihr von BIFS? Auch Preis/Leistungsmäßig.

Danke und lg

<MM>
06-04-2009, 21:11
Was haltet ihr von BIFS? Auch Preis/Leistungsmäßig.

Ich hab' mir jetzt das verlinkte PDF durchzulesen versucht und bin letztlich durch die verheerende Rechtschreibung vergrault worden - Katastrophe! Das fängt schon an mit dem Firmennamen "bauer's"... :stichl: http://www.deppenapostroph.de/

Vielleicht versuch ich's später nochmals, jetzt muß i' erst amal Frischluft schnappen. :f:

Der 26"-Nachrüstsatz ist mit rund € 1000,- jedenfalls deutlich teurer als jener von specialbikes.at . Da müßte man jetzt noch genauer hinschauen bzgl. der zusätzlich (?) gebotenen Leistungen.

Kraeuterbutter
08-04-2009, 10:15
@NoWhere:
ja, das Bifs hat mir optisch und so am Bike montiert auch recht gefallen..

der Akku ist mit 1,3kg wirklich erfreulich leicht

beim Preis: ich finde beim Preis sollte man nicht mit Bafang vergleichen sondern eher mit BionX, denn das ist die Richtung wohin das BIFS abziehlt
(Rekuperation, Drehmomentsteuerung)

und hier stehen dann 1000 Euro (BIFS) vs. 1800 Euro (BionX)

ich bin am Sonntag das
BIFS, das BionX und das Kalkoff ProConnect (Panasonic-Antrieb) probegefahren..

naja... hinterm Radhaus in der Ebene paar Runden, was soll man da gross sagen ?

auch waren die Bikes zu verschieden von der Sitzposition (Klakoff Hollandradmässig)

und die Räder auch verschieden eingestellt..
das BIFS hat bei 25km/h gesetzeskonform abgeschaltet,
das BionX hingegen hat bis ca. 30-32km/h unterstützt

so kann man schlecht vergleichen

mir persönlich hat das BionX am besten gefallen (allein die Bedienkonsole schaut schon am besten und hochwertigsten aus, die wählbaren Rekuperationsstufen, die Rekuperation die mit der Bremse verbunden ist, ....)

das Bauers wird aber sicher auch seine Freunde finden, zumal es nur halb soviel kostet wie das BionX

auch waren die Bauers-Bikes sehr leicht... irgendwas um 17-18kg

der Akku ist klein und abnehmbar, leicht
optisch finde ich persönlich aber den (zwar grösseren) BionX-Akku aber schöner

ich hab ein paar Gutscheine bekommen, und hoffe demnächst mal paar richtige Probefahrten (= Bergauf, und nen ganzen Tag) machen zu können

also das BIFS ist ne interessante, weitere Variante..
und unter den Drehmomentgesteuerten Antrieben sogar die billigste meines Wissens
(vergleiche Kalkhoff, vergleiche Swiss Flyer, vergleiche BionX)

NoWhere
08-04-2009, 11:50
Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Ich habe noch nicht die Absicht, ein e-bike aufzubauen, aber die Probefahrt mit dem bifs-Bike war schon recht witzig. Und die Ausführung des Bausatzes hat mir um den Preis schon recht gut gefallen, v.a. der absperrbare und schnell tauschbare Akku-Pack hat praxistauglich gewirkt.

Wenn es Billigeres und Leichteres bzw. hochwertigere und länger haltbare Akkus auch gibt, umso besser.

Kraeuterbutter
08-04-2009, 12:06
@NoWhere:
schade dasst das BionX nicht probegefahren bist..
wie gesagt, unfair, da die von Bauers das Rad gesetzeskonform bei 25km/h abschalten liesen...

das BionX hingegen, in Stufe 4 - gefühltes doppeltes Drehmoment zum BIFS und auch bis 32km/h Unterstützung fühlbar war
wennst da ordentlich antrittst hebts das vordere Rad des Bikes..

(25km/h vs. 32km/h klingt ned viel, is aber schon ordentlicher Unterschied...
18km/h Grossmutter am Hollandrad zu 25km/h Normale-Mensch ist am Papier auch ned viel, gefühlt aber schon)

wie gesagt: das BIFS kann man auch stärker und schneller einstellen,
geht nur darum: so wie das BIFS sich auf der Messe präsentiert hat und du es auch probegefahren hast, war ich eher enttäuscht davon, für mich in der Ebene von keinem Nutzen da ich sowieso eigentlich immer über 25km/h fahre

das BionX hat hingegen ein Grinsen auf mein Gesicht gezaubert..

will damit sagen: das was du vom BIFS gesehen hast, war nur ein Teil dessen was es wahrscheinlich wirklich kann...

was mir beim BIFS auch nicht so gut gefallen hat, war beim Anfahren.. es hat bei schritttempo recht ruckig eingesetzt im Vergleich zum BionX

aber ist ja programmierbar, da kann sicher noch einiges getan werden

NoWhere
08-04-2009, 14:41
Der bifs Mitarbeiter hat mir übrigens auch gleich mitgeteilt, dass das Abregeln bei 25 km/h auch auszuschalten ist, aber das war dir wahrscheinlich eh klar.

<MM>
15-04-2009, 00:45
Im Vorfeld der heurigen "Aktionstage" hat Gruber Assist den Produktkatalog 2009 als PDF herausgegeben. Die Datei kann man (auch ohne PDF-Betrachter) online hier durchstöbern:

http://www.scribd.com/doc/14233714/Produktkatalog-2009-Gruber-Assist

<MM>
15-04-2009, 20:53
>Kraeuterbutter:

Schau' dir mal folgende Rechnung an, bitte!

gesucht: Akku mit 36 V, Ladungsmenge ca. 10 Ah
Vorschlag von hepf.at: A123-Zellen (LiFePO4 mit 3.3 V Nennspannung, 2300 mAh und 70 g pro Zelle zu € 13,80 das Stück)

Rechnung:

Gesamtspannung = 36 V => 36/3.3 = 10.91 ~ 11 Zellen in Serie
Gesamtladung = 10 Ah => 10/2.3 = 4.35 ~ 4 Zellen parallel (4*2.3 = 9.2 Ah)
insgesamt also 11s4p = 44 Zellen mit ~3 kg Gesamtgewicht zu einem Preis von € 607,-


Ein Nabenmotor mit 250 W und 36 V zöge einen Dauerstrom von 250/36 = 6.94 A; unter dieser Belastung hielte der obige Akku 9.2/6.94 = 1.33 h also ca. 1:20 h.

Würdest du den letzten Absatz auch so rechnen? Oder was sagt deine Nabenmotor-Erfahrung bzgl. dieser Abschätzung? (Die Frage bezieht sich vor allem auf den Begriff "Dauerstrom", der ja eher theoretischer Natur ist im realen Einsatz...?)

Noch eine Zusatzfrage: hepf.at bietet ein passendes Ladegerät an. Doch das schlüge mit € 350,- (!!) zu Buche.
Gibt's da was Billigeres? :)

xLink
15-04-2009, 23:21
ich frag mich grade, ob 250W die Ausgangsleistung ist oder die Leistung die das Teil strommäßig zieht.. *grübel*

schau mal da (Beispielsweise):
http://www.dmg-movement.de/Dokumente/Motordaten%20250W-36V.pdf

hab ich gestern gefunden, veranschaulicht ganz gut die Zusammenhänge zw Drehzahl, Wirkungsgrad, Leistungsabgabe und Leistungsaufnahme.
Vielleicht hilft dir das.

bin schon gespannt was Kräuterbutter meint,

cu - xLink

<MM>
18-04-2009, 14:28
[...] aber am Video konnte ich sehen, dass da am Akku Tamiya-Stecker bzw. zumindest Stecker dieser Art verbaut sind..
das ist dann schon schwach..
im Modellbau werden bei jedem 70 Euro Modellauto und 20 Euro Akku sofort diese minderwertigen Stecker abgezwickt

und durch was hochwertigeres ersetzt..
und bei so einem edlen Antrieb um 1800Euro findet man dann solche Stecker ?

Die Stecker werden ab heuer durch hochwertigere ersetzt, hab' ich gestern beim Tag 1 der heurigen "Aktionstage" erfahren. :)

Nachdem Gruber Assist nun ja auch (Stadt)Fahrräder mit Nabenmotor-Antrieb (Bild 1, Typ "Schachner") verkauft (nämlich jene von http://www.vital-bike.de ), tummeln sich derzeit (heute ist Tag 2 der "Aktionstage") wieder die verschiedensten Modelle am Vorführplatz, konkret das Modell "Vitali" (ein Klapprad, Bild 2), das Modell "City P" (Bild 3) und Modell "Tour Y" (nicht im Bild, nur das Verkaufsschild, Bild 5).
Ich bin gestern alle drei mal probegefahren und war ganz erstaunt, wie wenig einen das hohe Gewicht (um die 20 kg) real stört (solange der Akku Saft gibt ;) ). Denn während der Fahrt spürt man vom Gewicht ja nichts - auch nicht bergauf. Es überwiegt total der Eindruck der Geschwindigkeit bzw. - noch viel mehr - jener der Beschleunigung. Das gilt freilich, wie gesagt, nur, solange der Akku Strom liefert. Fällt der weg, hat man ordentlich zu strampeln im Vergleich zu einem normalen (Stadt)Fahrrad.

Auch sehr auffällig: Der Eindruck so eines Radls wird sehr dominant bestimmt von der "Konsole" bzw. von der Art und Weise, wie es ein- und ausgeschaltet wird. Da gibt's die unterschiedlichsten Ansätze. Mir persönlich taugt jener des Modells "City P" am besten, weil intuitiv, logisch und vor allem rasch reagierend.
Andere Konsolenvarianten erfordern ein bis zu fünfsekündiges Drücken eines Folientasters ohne eindeutigen Druckpunkt. Das fühlt sich erstens eigenartig an und zweitens wirkt diese Verzögerung vor dem Losfahren "ärgerlich". Andererseits: Autos mit Explosionsmotoren müssen auch erstmal per Zündschlüssel gestartet werden. D. h. ich als Nicht-Autofahrer bin hier vielleicht zu verwöhnt. ;)

Ein paar Szenen (u. a. die angesprochenen Konsolen in Aktion) und (unkommentierte) Eindrücke von gestern zeigt dieses Video:

http://www.youtube.com/watch?v=YUBOg10ftHs

Heute ist, wie erwähnt, Tag 2 der Aktionstage. Und wer nicht wegen der Radln allein kommen mag, dem sei versichert, daß die Mädls, die sie erklären, total nett sind. Sehr nett sogar. :) :) :) (Und Kuchen und dgl. gibt's auch. ;) )

Keinen Hehl will ich daraus machen, daß mir als Stadtrad das Modell "City P" - auch bzgl. Fahrverhalten - am besten taugt (vgl. Detailbild 4). :toll:

333
19-04-2009, 16:53
Anschub für Damenfahrrad 26" in 44 cm oder 28" in RH 48 cm! Jedoch 180 Watt 6,6 Amp. bzw. ab 25 km/h schaltet der Antrieb sanft ab! Also Bergauf unterstützung, 23 kg, für 999 Euro - sofort kaufen, 4 verfügbar!. Ebay Nr.: 230327490485:)

Kraeuterbutter
19-04-2009, 17:38
hmm..
ich würd mir ein Bike besorgen das zu mir passt
(eventuell auch ein hochwertiges gebrauchtes)
und das dann umbauen

jeder der ne Kette wechseln kann, ein Tretlager oder ein Ritzelpacket kann auch einen Nabenmotor einbauen

und dann eben ein Umrüstset besorgen
(z.b. Bafang den ich auch habe + 37V 10Ah 2,6kg leichten LiPo-Akku + Ladegerät)
das ganze im Set für ca. 800 Euro

ein Hollandrad -> damit werden denk wirklich nur Leute mit null sportlichen Ambitionen glücklich
(wobei man natürlich uns Pedelec-Fahrern unsportlichkeit generell nachsagt ;) )

nen Hollandrad mit der aufrechten Sitzposition: da verbraucht der Luftwiderstand ja schon fast wieder die Energie die man zusätzlich durch den Motor dazukriegt

<MM>
20-04-2009, 15:46
Ein nettes Video von RTL zeigt ein "delight"-Pedelec für die "Mobilitätslücke zwischen 5 und 20 km":

http://www.rtl.de/rtlaktuell/rtl_aktuell_videoplayer.php?article=21377

<MM>
20-04-2009, 15:52
und dann eben ein Umrüstset besorgen
(z.b. Bafang den ich auch habe + 37V 10Ah 2,6kg leichten LiPo-Akku + Ladegerät)
das ganze im Set für ca. 800 Euro


Wo gelten diese Preise?

Ich hab' sowohl in Gmunden als auch in .de angefragt. Der eine hat prinzipiell keine Zeit, der andere bietet zwar binnen Wochenfrist leist- und lieferbare Umrüstsätze an; das aber nur, wenn man sie so nimmt, wie sie angeschrieben sind. Spezialwünsche (also wenn man irgendetwas anders haben möchte), treiben den Preis sofort hinauf (weil z. B. die Einspeichung plötzlich nicht mehr im Set inbegriffen ist).
Bei den Akkus ist's noch ärger: 10 Ah für unter € 300,- hab' ich nicht gefunden. Die Ladegeräte dafür sind außerdem teurer als die Akkus selber. D. h. allein für die Energieversorgung komm' ich auf über € 600,-. :s:

Wo gibt's Anbieter, wo man wirklich ordentlich einkaufen kann? Basteln gut und schön - aber das ist letztlich nicht zielführend (wenn man diese Anbieter weiterempfehlen möchte; für einen selbst reicht's natürlich völlig.)

Generell stelle ich bislang fest, daß es in dieser (Umrüst)Branche noch sehr an (individuellem) Service bzw. Beratung mangelt. Darunter versteh' ich vor allem akzeptable Antwortzeiten auf Emails oder Telefongespräche, die nicht darauf hinauslaufen, daß man "bitte zu einem späteren Zeitpunkt wieder" anrufen oder "nochmals bitte eine Email mit einer Zusammenfassung" schicken soll. :s:

<MM>
02-07-2009, 01:29
Aus gegebenem Anlaß hab' ich einige Tage wieder ein Gruber-Radl in Verwendung. Als Akkus kommen dieses Mal zwei Testexemplare mit 7 Ah bei 1.2 kg Gewicht zum Einsatz.

Wie sich die fahren, schildert in aller Kürze dieses Foto plus Text: http://twitpic.com/8z2pz

:qualm:

Kraeuterbutter
02-07-2009, 19:57
um sich was unter diesem Akku vorstellen zu können:
von was für einer Spannung reden wir hier denn überhaupt ?

also Nennspannung, was ist da aufgedruckt ?

<MM>
06-07-2009, 16:24
Ich hab' das "Typenschild" abfotografiert:

<MM>
12-09-2009, 00:35
Es ist immer dasselbe Thema, das an die Firma Gruber Assist herangetragen wird - auch potentielle Kooperationspartner würden gerne wollen, wenn, ja wenn die für manche gar so unsägliche Geräuschentwicklung nicht wäre.

Daher forscht Gruber intensiv in diese Richtung (weiter). Letztens gab es (wieder mal) ein alternatives Getriebe für einen internen Test, das den bisherigen Geräuschpegel deutlich zu senken in der Lage war. Doch diese geräuschoptimierte Mechanik hielt den Belastungen nicht stand. Trotzdem zeigen diese Experimente, daß es Möglichkeiten gibt, die man auf alle Fälle durch Investitionen auszureizen gewillt ist. Bislang freilich blieb Gruber der große Durchbruch verwehrt - aus genau diesem einen Grunde. Ansonsten wären viele Kooperationspartner Feuer und Flamme für das System - vor allem wegen des unschlagbaren Gewichtsvorteils. Denn was "der Gruber" zu laut ist, sind die Nabenantriebe zu schwer; ein 15-kg-Mountainbike mit kräftigem Nabenmotor und montiertem Akku ist heutzutage völlig utopisch; derzeit wiegen sie um die 20 - 25 kg.
Die Entwicklung geht freilich auch hier flotten Schrittes voran: Letztes Jahr noch lag die Schwelle bei ca. 30 kg. Bestimmendes Hauptelement dabei ist der Akku. Und Akkus wurden in den letzten zwölf Monaten ja deutlich leichter (siehe auch den letzten Beitrag zu Gruber Assist).

In Kitzbühel gab's gerade sogenannte "E-Bike-Wochen". KTM stellte dort ein neues Modell vor, das ich - wie jeder andere auch - zu diesem Anlaß probefahren konnte. Das Rad kann man in diesem Video sehen: http://www.youtube.com/watch?v=txvdOYHG6zw (dabei vielleicht auch den erklärenden Text beachten, der viele Details dazu nennt)

Kraeuterbutter
12-09-2009, 05:25
hmm,
ich habe wenig Hoffnung dass es jemals annaehernd so leise werden kann wie ein Nabenmotor

beim Gruber Assist ist halt leider - physik - bei diesen kleinen Platzverhaeltnissen ein Motor mit hoher Drehzahl erforderlich
was wiederum ein stark uebersetzendes Getriebe benotigt,

was wiederum
a) laut
b) Wirkungsgradvernichtend
wirkt

ansonsten waere ich selber Feuer und Flamme fuer das Gruber Assist, da ich wohl zu den 15% der Pedelec Fahrer gehoere, die nicht meinen, dass der Motor 80% der Arbeit uebernehmen soll,
sondern sich auch schon nur ueber geringe Unterstuetzung freuen

ich meine: ich merke einen Unterschied beim Rollwiderstand, ob ich 4bar oder 6bar im Reifen habe
und das sind nur ein paar wenige Watt
selbst ein schwacher Pedelec Antrieb bringt da viel mehr

ansonsten: nen Pedelec um die 15-16kg ist auch mit Nabenmotor heute mit eigenen Mitteln machbar
2,2kg Motor + 1kg Akku + 1kg Zubehoer

ich seh das Gewicht ansich eigentlich weniger kritisch
schon eher, dass es beim Nabenmotor in der Nabe steckt (ungefederte Masse)
hier ist ebenfalls das Gruber Assist ideal

was mich auch noch zum Preis bringt: nen Nabenmotorantriebsset kriegt man fuer ca. 250 Euro (Produktion in Fernost machst moeglich)
nen leichten Lipo-Akku ab 100 Euro

demgegenueber steht dann doch der sehr hohe Preis des Gruber Assist

hey: besteht irgendwo in Wien die Moeglichkeit mal ein Gruber Assist probezufahren?
oder fuer sagen wir 25 Euro sich so ein BIke mal nen halben Tag lang auszuborgen um ein paar Berge damit in Angriff zu nehmen?

<MM>
16-09-2009, 14:23
Ja wenn ich ein (super)leichtes Mountainbike mit ca. 4 - 5 kg "Pedelectechnik" ausrüste, kann ich natürlich mit diesen in Summe ~15 kg a Zeitl fahren. Aber halt keine 1000 - 2000 Höhenmeter, weil ein Akku mit 1 kg in Kombination mit einem Nabenmotor nicht wirklich Tourenfreude bringt. Da spielt dann schon auch das Anwendungsgebiet rein in die Aussage: "Pedelecs sind heute ~23 kg schwer". Ich mein', allein der von KTM verwendte Akku mit 9,6 Ah wiegt 6 kg, ist dabei aber eh schon von der Sorte Lithium-Mangan...

Gruber listet auf seiner Homepage Händler auf - darunter findet sich auch einer in Wien:


Ciclopia Wien – your vienna bike base
Stiegengasse 20
1060 Wien
Tel.: +43/1/586 76 33
Demorad vor Ort


Deine Einschätzung, daß das "Hybrid-Mischverhältnis" Mensch : Maschine beim Gruber-Antrieb sportlicherweise auf der Seite des Menschen liegt, kann ich nur unterstreichen: Der Leistungszuwachs liegt hier bei einer reinen Bergfahrt um die 20 % (im Flachen um die 25 %).
Eine reine Bergfahrt mit einem KTM "eCross" neulich brachte hingegen eine Unterstützung von 100 % (lt. Überschlagsformel P = m*g*h/t) im Vergleich zur nicht unterstützten Fahrt.

D. h. der nominal 250 W starke BionX im KTM bringt mir um die 100 % Unterstützung am Berg, der nominal 200 W starke Gruber bringt mir um die 20 % am Berg. Das bestätigt deine Aussage zum Wirkungsgrad des hochdrehenden Getriebes.

Die Pedelec-Technik des "eCross" von KTM ist also fünfmal so stark wie Gruber (100 %/20 % = 5), dabei aber auch viermal so schwer (~12 kg/3 kg = 4).

Man wird daher sein Pedelec immer nach dem Einsatzbereich zu wählen haben; EIN Pedelec für alle gibt es nicht und wird es auch nicht geben.

Der (derzeitige?) Vorteil von Gruber Assist ist übrigens auch jener, daß diese Elektronik keine Drosselung bei 25 km/h vornimmt. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal. Alle anderen Pedelecs müssen sich hier dem Gesetze beugen.
Daß man mit einem Gruber im Flachen schneller als 25 km/h fahren kann, ist klarerweise ein erhebendes Gefühl; mit dem "eCross" von KTM beispielsweise hat man hingegen das Gefühl, "irgendwas bremst" (was ja auch wirklich so der Fall ist).

Kraeuterbutter
16-09-2009, 15:55
Ich mein', allein der von KTM verwendte Akku mit 9,6 Ah wiegt 6 kg, ist dabei aber eh schon von der Sorte Lithium-Mangan...

mein 37V LithiumPolymere-Akku (20C Belastbarkeit, also ca. das 10fache dessen was im Bike noetig waere)
wiegt mit 8AH 1,99kg :)
(es ginge aber noch leichter, z.b. mit 10C Thunderpower Prolite Zellen... dann wäre man bei ca. 1,7kg)

das mit den 25km/h versteh ich ned ganz...
Gruber Assist muss sich genauso an die Regelung halten, anderenfalls wäre das fahren auf öffentlichen Strassen damit verboten
oder wie meinst du das?

danke nochmal fuer die Adresse...
kannte die schon mal, wollte mal vorbeischauen und dann hab ich sie- die adresse-vergessen...

<MM>
16-09-2009, 16:48
Wie wär's, wenn du mal bei KTM anklopfst und denen sagst, was du weißt? :) Ich hab' nicht den allumfassenden Überblick bzgl. Akkutechnologie; wenn's bei dir anders ist, mach ihnen Vorchläge! Die nehmen das sicher auch mit Handkuß auf.
Meine Vorschläge an Gruber wurden ja auch berücksichtigt respektive umgesetzt - freilich nicht bzgl. Akkus, aber bzgl. der Akkutaschen: Die ursprünglichen hielten nämlich keine Trailabfahrten aus. Nach Reklamation dieses Umstandes (ausgerissene Führungslaschen des oberen Haltebandes), hat man nach neuen Taschen gesucht - und ist fündig geworden. Diese neuen lassen sich zudem viel leichter öffnen, sodaß ein Akkutausch in der Hälfte der ursprünglichen Zeit möglich ist. (Das ist zwar kein besonderes Kriterium - schon gar kein Kauftriterium. Aber es zeigt, daß man sehr offen ist für sämtliche Anregungen. Diese Satteltaschen verwenden sie nun seit 2008.) - KTM hört gewiß auch auf Vorschläge, erst recht bzgl. toller Akkus.

zur Geschwindigkeitsdrosselung: Gruber Assist verwendet eine andere Art der Regelung, nämlich eine von den Pedalumdrehungen abhängige. Das ist - lt. Firmenauskunft - der entscheidende "Freibrief" zur gesetzestreuen Überschreitung des 25-km/h-Limits. Andere Systeme (z. B. BionX bei KTM) messen die Kettenspannung oder sonstige Leistungsparameter, weshalb bei jenen dann offenbar das Gesetz greift.

Wegen der besonderen Regelung ist ein Gruber-Assist-Rad auch kein Pedelec (= Tretkraftverstärker, abhängig von eigener Muskelkraft, wirkt oft direkt auf die Kette - etwa über den bekannten Panasonic-Motor) - und erst recht kein E-Bike ("Moped", unabhängig von eigener Muskelkraft, typischerweise realisiert mit Nabenmotoren), sondern fällt in eine ganz eigene Art der Elektrofahrräder, die sich am besten als "mit Unterstützungsmotor" beschreiben läßt, wiewohl freilich ein Pedelec auch mit einem Unterstützungsmotor aufwartet - nur wird der halt von der Elektronik anders ausgeregelt, weil die Regelgröße eine andere ist.

Die Betrachtung der Motorelektronik führt vielleicht zur konsistentesten Untergliederung:

E-Bike ist ein Elektrofahrrad mit Steuerung (= Gasgriff).
Pedelec ist ein Elektrofahrrad mit Regelung, dabei Regelgröße = (z. B.) Kettenspannung.
Gruber Assist ist ein Elektrofahrrad mit Regelung, dabei Regelgröße = Pedalumdrehungszahl.

<MM>
16-09-2009, 17:37
Der Punkt mit der Geschwindigkeit ist nicht der einzig relevante; es gibt in den Gesetzen eine ODER-Formulierung, die auch die nominelle Leistung des Motors miteinbezieht.

In Österreich gelten Elektro-Fahrräder mit einem Motor zu maximal 400 W und einer Selbstfahrgeschwindigkeit von maximal 20 km/h als zulassungsfreies "Fahrrad".

Ein EU-Papier spricht hingegen von 25 km/h. Da das EU-Recht hier das österreichische offenbar aussticht, kommt man überall diese Zahl "25" zu hören.
Weiters gibt's offenbar ein weiteres EU-Papier, das Geschwindigkeiten bis 45 km/h abdeckt.

Vor dem Sommer galt in Österreich außerdem was anderes als jetzt, weil's Mitte August eine Novelle auf Initiative des Verkehrsministeriums hin gab. Die Wattzahl hat sich demnach erhöht, ich weiß jetzt aber weder den genauen Wert, noch einen Link, der das belegen könnte. Vielleicht findet ja wer was.

Insgesamt ist das in der Tat verwirrend -da bin ich ganz bei dir, Kräuterbutter.

Von Gruber Assist weiß ich halt dezidiert, daß sie ihre Firma nie eröffnet hätten, wären sie in diese 20- bzw. 25-km/h-Beschränkung gefallen, das war ein echtes KO-Kriterium bei der Firmengründung.

Kraeuterbutter
16-09-2009, 19:55
hmm..
also ich hoere von dieser "3. Variante" (die Gruberassist-Variante) zum ersten mal

ich kann das jetzt so auch gar nicht recht glauben
ist das vielleicht eine rein österreichische Geschichte ?
sobald dann das EU-Gesetz kommt (auch bei uns) fällt das weg, und Gruber Assist ist illegal ?

Kraeuterbutter
16-09-2009, 19:58
na, ich hab jetzt nochmal geschaut, und gestaunt..
da ist man 2 Monate in Urlaub und schon aendert sich was..

statt 400 Watt sind jetzt tatsaechlich 600Watt und 25km/h in Österreich erlaubt
und scheinbar brauchts nichtmal Pedale und Pedelec wie in Deutschland, ein Tretroller mit 600Watt und ohne Pedale bis 25km/h gilt auch als Fahrrad und darf somit Fahrradwege usw. benutzen..

is ja cool

das mit dem Gruber Assist: ist das jetzt dann auch ausserhalb Österreichs erlaubt?

achja: das mit den 600Watt: weißt du, ob es sich hier um die absolut maximale Abgabeleistung handelt, oder so wie in der EU-Norm bei den 250Watt um die S1 Dauerleistung

bei der EU-Norm sinds ja nur 250Watt S1-Dauerleistung, kurzzeitig darf dieser Wert aber (scheinbar beliebig) hoch überschritten werden


ich hoffe es stört dich ned:
http://www.pedelec-forum.de/forum/showthread.php?p=38840#post38840

<MM>
16-09-2009, 21:43
Danke fürs Nachschauen bzw. Aufstöbern einer 2. Quelle!

600 Watt also - paßt. Laut dem, was ich gehört hab', könnte man mutmaßen, daß hier "Magnas Lobby interveniert" hat, weil sie eben mit ihren Nabenmotoren leistungsmäßig bisher hintanstanden, wenn's um höhere Geschwindigkeiten geht - besonders eben im Vergleich zu Deutschland, einem der größten Märkte für Elektrofahrräder. (Weiter vergleichend, könnte man auf die fehlende Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen verweisen.)


>das mit dem Gruber Assist: ist das jetzt dann auch ausserhalb
>Österreichs erlaubt?

Du meinst, daß man die Drehzahl als Regelgröße nimmt? - Ja, wieso denn nicht?

>weißt du, ob es sich hier um die absolut maximale Abgabeleistung
>handelt, oder so wie in der EU-Norm bei den 250Watt um die S1
>Dauerleistung

Ich weiß es nicht (kann also auf keine Quelle verweisen); es würde mir aber sinnvoll erscheinen, wenn es sich um die Dauerleistung handelte.


>also ich hoere von dieser "3. Variante" (die Gruberassist-Variante)
>zum ersten mal
>ich kann das jetzt so auch gar nicht recht glauben

Gruber selber stellt das immer so dar - zuletzt bei einem Vortrag anläßlich der "E-Bike-Wochen" in Kitzbühel. Von den Zuhörern widersprach dabei auch niemand - was vl. nur heißen mag, daß sie es nicht besser wußten. ;)

Ich persönliche finde diese Einteilung in E-Bikes, Pedelecs etc. eher verwirrend. Mein obiger Versuch der Unterscheidung nach Steuerung oder Regelung (und dabei wieder nach Regelgröße) verhilft dem 0815-Anwender aber auch nicht zu größerer Klarheit, das geb' ich schon zu.

Gibt es eigentlich auch andere Elektrofahrräder, deren Motor wie bei den Modellen von Gruber Assist die Kettenschaltung "spürt"?
Die Fahrzeuge mit dem Panasonic-Motor haben ja kein Getriebe, oder?

---

Möglicherweise erhält man bzgl. der eindeutigen Unterscheidung (nur) vom Verkehrsministerium eine klare Definition? - Bei der Polizei würd' ich mal nicht anfragen, die haben einen sehr miesen Bürgerservice - zumindest bei uns. In anderem Zusammenhang hab' ich das nämlich schon mal versucht und harre bis heute einer Antwort (ist ca. 18 Monate her). :mad: :rolleyes:


>ich hoffe es stört dich ned:
Aber woher denn! - :zwinker:

Kraeuterbutter
16-09-2009, 22:41
Hallo...
jeh mehr ich darüber nachdenke, umso weniger glaub ich, dass die Gruber Assist-Variante so wie dargestellt legal ist

wegen der "Regelung über die Drehzahl":
das machen auch einige billige China-Drehzahlregler

die einen schalten den Motor frei, wenn die Kurbel gedreht wird (Drehzahl unabhängig)
die anderen erfassen die Drehzahl, und jeh nach Kurbeldrehzahl geben sie dann Leistung zu

dann gibts die über Drehmoment an der Kurbel (funktioniert nicht das Panasonic-System so ?)
und die über den Kettenzug (meines Wissensnach doch BionX und BIF)

wenns so einfach wäre, die 25km/h Grenze zu umgehen, dann hätten das schon andere wie Gruber Assist auch gemacht

was ich glaube: wenn man mit Gruber Assist über 25km/h Unterstützung kriegt, ist es genaugenommen NICHT mehr legal

fällt dann in die S-Pedelecverordnung, und da gibts dann wieder gesonderte Vorschriften und ist alles nimma so lustig (selber rumschrauben am Radl ist dann in vielen Bereichen nimma erlaubt)

ich hab ja im anderen Thread dich mal zitiert...
eben hier: http://www.pedelec-forum.de/forum/showthread.php?p=38840#post38840
da ist man scheinbar auch nicht (deiner) Meinung (bzw. der Meinung die du wiedergegeben hast, du hast das ja auch wo gehört)

es wäre jedenfalls schon komisch, wenn alle anderen die Hürden des S-Pedelec-Zulassung auf sich nehmen müssen,
nur bei Gruber Assist geht das ganz ohne, nicht nur das: obwohl über 25km/h darf man auch noch wie mit normalen Fahrrad überrall fahren (was beim S-Pedelec ja nicht der FAll ist)

also wenn, dann kann das wohl nur für Österreich gelten, aber ich bezweifle halt, dass das so überhaupt stimmt

<MM>
16-09-2009, 23:30
Die Frage ist doch vielmehr: Wozu gibt es diese (eigenartigen) Geschwindigkeitsbegrenzungen überhaupt? - Wohl wegen irgendwelcher Versicherungslobbys, die da mitreingespielt haben?

Fakt ist: Jede/r halbwegs gesunde Radfahrer/in schafft auch rein muskulär auch 25.0001 km/h und mehr. Wieso sollte - rein so betrachtet - plötzlich bei einem Elektrofahrrad ein Unterschied bzgl. der Geschwindigkeit gemacht werden?

Selbst wenn ein Elektroradl mit mehr als 25 km/h "unterstützte", wär' das doch nicht "illegal".

Ich hab' mit Gruber Assist unter günstigen Umständen und bei vollem Körpereinsatz im Flachen an die 35 km/h geschafft, vielleicht auch mal 37. Für mehr reicht die Übersetzung der normalen 27-Gang-Schaltung nicht aus, ohne sich die Beine vom Leib runterzukurbeln. ;) Außerdem wird der Luftwiderstand maßgeblich.

25 - 30 km/h Schnitt über einen längeren Zeitraum schafft man aber locker, wenn man halbwegs gesund und fit ist.
Für mich persönlich sind 33 - 35 km/h jene Grenzgeschwindigkeit, wo das Aha-Erlebnis (oder besser Ahhhhh-Erlebnis) am stärksten ist, wo man sich denkt: "Uuursuper". (Egal mit welcher Art Elektroradl...) ;)
Von oben her betrachtet, würd' ich sagen, 45 - 50 km/h sind für ein Fahrrad im Straßenverkehr zuviel; wenn wer schneller sein möchte, gibt's ja eh schon Mopeds & Co.

Kraeuterbutter
17-09-2009, 00:29
na, schön dasst dein letztes Posting editiert hast ;)
(und ja, ich hab auch bereits ne Anfrage an Gruber Assist diesbezüglich gestellt)

ich bin ja da bei dir..
ich selber halte von der 25km/h Beschränkung auch nix
ist in einem dummen Geschwindigkeits-Bereich (für mich) angesiedelt

als ich bei der Wiener Fahrrad-Messe am Rathausplatz mit dem BIF System gefahren bin, welches gesetzeskonform auf 25km/h einstellt war, hab ich mir gleich gedacht: so würd ich mir das nicht kaufen

das bionX, eingestellt auf 32km/h, war schon besser
die BIFs-Leute selber haben später im Forum geschrieben: ("ja, wenn wir gewusst hätten, dass sich die anderen Hersteller nicht an die vorgeschriebenen 25km/h alten, dann hätten wir unser System auch auf ne höhere Geschwindigkeit für die MEsse programmiert")

mit meinem Elektroradl (mit fetten 60er Bigapplereifen bei unter 2bar Druck und der Bequemlichkeithalber mit Tria-Lenker) fahr ich einen 38km/h Schnitt auf 15km inkl. 80hm
ohne Motor komm ich auch auf 38km/h, kanns aber das Tempo keine 15km lang halten

meiner Meinung nach sollte ein Elektroantrieb der unterstützt immer unterstützen..
statt der 600Watt die jetzt scheinbar erlaubt sind (bis 25km/h) wäre mir z.b. ne Beschränkung auf 100-150Watt und dafür ohne Geschwindigkeitslimit lieber gewesen

das System begrenzt sich dann selber, weil mit 100-150Watt zusätzlich vom Motor kommt man nicht mehr in übermässig gefährliche Regionen
wenn ich ohne Motor 35km/h fahren kann, dann komm ich mit nur 100Watt+ nicht auf 45km/h oder noch mehr

es geht bei der Geschichte auch nicht darum, ob man von einem Polizisten aufgehalten wird oder nicht
sondern um den Fall, dass es zu mal zu einem Unfall mit Personenschaden kommt
wenn dann das Bike schneller wie 25km/h fährt UND KEIN zugelassenes S-Pedelec ist,
na dann kann man sich wohl riesen Probleme einhandeln

<MM>
17-09-2009, 02:18
schöne Zusammenstellung :)

Die rechtliche Frage ist schon wichtig - nur halte ich's für relativ akademisch, daß sich die Hersteller damit zu sehr belasten oder das auch noch werbemäßig hervorkehren in Anbetracht der Groteske, die das Thema darstellt im Vergleich. Ich denk' dabei nämlich immer an die Autohersteller: Die verkaufen hierzulande ungestraft Boliden, die locker 200 km/h schaffen, obwohl es - in Österreich - dafür im "normalen Straßenverkehr" keine Fahrmöglichkeit gibt. Ob ein KFZ-Lenker die Geschwindigkeitslimits einhält, OBWOHL sein Vehikel mehr hergäbe, als auf der Gebotstafel steht, liegt in SEINEM Verantwortungsbereich, NICHT in jenem des Herstellers. (Ich denke nicht, daß ich hier irre.) - Weshalb "erlauben" es mutmaßliche Versicherungslobbys den Autoherstellern Autos zu verkaufen, die schneller als 130 fahren können, obwohl ganz klar erwiesen ist, daß überhöhte Geschwindigkeit die häufigste Unfallsursache ist, und gleichzeitig erlegt man Herstellern von Elektrofahrrädern von vornherein sehr, sehr eigenartige Begrenzungen auf, die weit an dem vorbeizielen, was sinnvoll ist?

Das paßt doch überhaupt nicht zusammen...

In diese Kerbe schlägt auch Christoph Chorherr in seinem Text zu Stromern:

http://chorherr.twoday.net/stories/5927669/

Eine EU Norm legt fest, dass ein Pedelec solange rechtlich ein Fahrrad bleibt, als es elektronisch bei 25km/h abriegelt. Man muss jedoch kein Prophet sein um sich vorzustellen, wie Verkehrspolizisten überfordert sind, um zu überprüfen ob der Pedelecnutzer die maximale Höchstgeschwindigkeit auf 32km/h umprogrammiert hat.
Wer so ein Fahrad legal schneller fahren möchte, was technisch kein Problem ist, muss es als Moped anmelden.

Kraeuterbutter
17-09-2009, 09:45
<mm>
ich finds ja auch grotesk.
ich fahre selber eben ein Elektrofahrrad, dass schneller geht wie 25km/h
(NATÜRLICH nur auf Privatgrund :rolleyes: )

wenn ich in meiner Nachbarschaft sehe, wie der 14 jährige mit dem 240PS John Deere Traktor rumfährt,
oder der andere sich ganz bestimmt brav an die 100km/h auf Bundesstrassen mit seinem 130PS Strassenmotorrad hält :rolleyes:

ja, da finde ich die Diskussion ob der Antrieb jetzt 250Watt hat oder doch (EU-Regel) nicht erlaubte 350Watt,
ob er 25km/h oder 32km/h läuft
eigentlich auch lächerlich

nur vorm Gesetzgeber ists dann leider nimma so lächerlich
es geht eben um den (hoffentlich sehr unwahrscheinlichen) Fall eines Unfalles mit Personenschaden.
Ein Kind läuft einen vors Radl, man fährt es um, es ist tot oder bleibt behindert.

schonmal schlimme Sache für einen ansich..
ABER: natürlich wird in so einem Fall das Fahrrad einkassiert, von einem Sachverständigen begutachtet
und der findet sehr schnell heraus, dass es schneller wie erlaubt ist.
das ist dann aber nicht bloss ein Vergehen, wie wenn man mit dem Auto statt erlaubten 130km/h auf der Autobahn mit 160km/h fährt..

nein, das Fahrrad ist dann kein Fahrrad mehr, sondern wird zu einem motorisierten Fahrzeug
dieses besitzt dann aber keine Zulassung
und eventuell kommt dann noch Fahren ohne Führerschein auch noch dazu
(so wurde es mir schon mehrfach von Leuten die sich da viel besser auskennen erklärt)

also fahren mit "offenem" 35km/h Elektroradl und dann Unfall haben ist viel Schlimmer wie mit Auto und 70km/h Unfall in ner 50er Zone zu haben

hier gehts um den unter umständen nicht mehr vorhandenen Versicherungsschutz

---------------------


Wer so ein Fahrad legal schneller fahren möchte, was technisch kein Problem ist, muss es als Moped anmelden.
das ist zu einfach dahergesagt...
als Moped anmelden
eine Einzelzulassung für ein schnelles Pedelec kostet (in Deutschland, für Österreich weiß ich es nicht) was im Bereich um 3000 Euro !!!
ja, das ist irre...
aber wenn du 40km/h mit dem Radl fahren willst, muss der TÜV da drüber schauen..
du brauchst vom Rahmenhersteller die Bestätigung, dass der Rahmen für Elektroantrieb und dieses Tempo geeignet ist (kriegst wohl von keinem Rahmenhersteller)
wennst das nicht hast, muss der Tüv das entscheiden, was wieder kostet

beim Elektroantrieb: hier brauchts ebenfalls eine (mir fällt der Namen grad nicht ein)-Erklärung
bei Antrieben wie BionX oder BIFs, wo Regler und Motor in einer Einheit inkludiert sind, mag das noch vom Hersteller vielleicht gehen
bei anderen Antrieben geht das schon nimma so einfach

im anderen Forum wurde sich schon oft beklagt über die hohen Preise von S-Pedelecs. unter 2500 Euro ist da keines zu haben,
obwohl selbst mit einem 250Euro Nabenmotor das Tempo kein PRoblem wäre

specialbikes.at aus Gmunden hat sich damals dem Problem angenommen.
die Idee war:
man kauft 10 identische Räder (hier musste sich die Forumsgemeinde erst mal für ein Fahrrad das allen gefällt entscheiden)
mit denen fährt man dann zum TÜV, und da alle identisch ausgerüstet sind, reicht dann die Typprüfung für ein einziges Radl (ca. 3000 Euro)
den Preis teilt man sich dann auf, und jeder hat "nur" noch 300 Euro für die PRüfung zu bezahlen..
die Idee war, so an ein S-Pedelec zu kommen, und unter 1500Euro zu bleiben

Vorteil vom S-Pedelec ist ja unter anderem: es ist angemeldet (Nummertafel), somit auch versichert (günstig diebstahlversichert !)

ein Nachteil ist aber: das rad darf nicht verändert werden !
bei einigen Flyer-S sind z.b. HS11 montiert
man darf die NICHT in Eigenregie auf die besseren HS-33 umrüsten
selbst der Reifen steht in der Typisierung drin, auch hier darf man nicht einfach einen anderen Reifen aufziehen

die Aktion im Pedelecforum ist damals leider im Sande verlaufen
defakto ist es bis heute noch NIEMANDEM im Forum gelungen, ein FAhrrad für mehr wie 25km/h zuzulassen
(niemand hat sich über die 3000Euro Zulassungshürde getraut)
viele waren schon enthusiastisch, haben gesagt sie wollen unbedingt, waren dann beim TÜV und haben die IDee dann schnell wieder verworfen,
sind dann bei einem S-Pedelec von der Stange gelandet (S-Flyer, Swissbee, Kalkhoff)

ergo sind die einzigen legal rumfahrenden Elektrofahrräder über 25km/h die fertig-bikes, wo der Hersteller das gemacht hat

Riese und Müller z.b. haben ein S-Pedelec auf Basis des BionX-Antriebes
auf der Messe am Rathausplatz haben sie mir aber gesagt, dass es nicht geplant ist, dieses in Österreich zu verkaufen

die ganze Sache - so unsinnig sie mir erscheint - ist wirklich ned so leicht

was mich halt wundert - aber ich hoffe ich kriege Antwort diesbezüglich von Gruber Assist - wie Gruber Asssist diese Regelung umgehen will..
wenns so einfach wäre (mit der Motorsteuerung), wären doch auch schon andere auf die Idee gekommen
oder aber halt: vielleicht ist das eine Lücke die nur in Österreich gilt ???

ich weiß es nicht
ich fahr mein schnelles Elektrorad, vom Verstand her weiß ich, dass 40km/h damit bei mir zuhause am Lande sicherer sind,
als die 25km/h in der Stadt

ich begegne hier wenn ich fahren geh vielleicht einem Auto pro Stunde, und das Risiko irgendjemanden niederzufahren ist gleich null
drum geh ich das Risiko ein und fahr damit hier am Lande rum
in Wien würde ich es aber nie machen
(soll nicht heißen, dass ich in der STadt nicht schneller wie 25km/h fahre..
fahre als FAhrradbote in Wien, da sinds mit Motorlosem Bike auch mal 50km/h
nur mit elektroradl ohne Versicherungsschutz mach ich das sicher ned)

tja.. die 25km/h Grenze ist wirklich ein Sch.iß
es degradiert die Elektorfahrräder zu "Pensionistenradl", steckt sie in die Ecke wo sie seit langem versuchen imagemässig rauszukommen
ein Elektroradl das nur 25km/h läuft ist für mich selber nutzlos
(macht hoechstens noch Sinn, wenn man vor der Haustür 1000hm im steilen Gelände zu überwinden hat)

xLink
17-09-2009, 11:24
Warum darf ich bei meinem Auto alle möglichen Bremsscheiben von Zweitanbietern einbauen, ohne die Zulassung zu verlieren?
Warum darf ich die Reifen zw beliebigen Herstellern wechseln, so lange nur die Dimension gleich bleibt?
Und bei einem Fahrrad mit Einzelgenehmigung dürfte ich das nicht (versehe ich auch, denn Reifen bremsen unterschiedlich gut, Bremsbelag-Felge-Kombi is auch immer anders wirkungsvoll, gleiches gilt für Scheibenbremsen.. aber beim Auto geht es ja)

weiß das jemand?

lg, xLink

Kraeuterbutter
17-09-2009, 11:55
ja, ich finds ja auch komisch...

aber z.b. beim ProConnect (S-Pedelec von Kalkhoff):
(Plan war hier,die verbaute Felgenbremsen durch Hyraulikscheibenbremsen zu ersetzen



Wenn du Änderungen an dem Pro Connect S vornimmst, so müssen diese vom TÜV abgenommen werden. Glocke ist nicht das Problem, solange diese gegen eine gleichwertige "helltönende" getauscht wird!

Jedoch könnte es diverse Probleme mit der Bremsanlage geben. Bin sehr gespannt was der TÜV dazu sagt. Immer daran denken, es ist kein Fahrrad oder Pedelec sondern ein Kleinkraftfahrzeug.


Die neue Bremsanlage gehört wie bei einem Mofa natürlich zu den bauartgenehmigungspflichtigen Bauteilen und muss vom TÜV abgenommen und in die vorhandenen Einzelzulassungspapiere eingetragen werden. Ansonsten erlischt die Zulassung mit allen rechtlichen Konsequenzen wie z.B. dem Verlust des Versicherungsschutzes.

auch interessant:

Ich habe gestern bei Klakhoff nachgefragt und mich erkundigt, warum in der Werbung die Magura HS 33 zitiert ist, an dem Rad aber die HS 11 montiert ist. Jetzt kommt die Erklärung des Jahres: Der TÜV hat gefordert, daß an dem Bremshebel eine Kugel ist. Die ätzenden Plastiküberzüge gibt es jedoch nur für die HS 11 und nicht für die HS 33. Wirklich bemerkenswert.


Hallo,

ich hatte während meines Gesprächs mit Kalkhoff den Eindruck, daß da ganz schön Arbeit und Geld in der Zulassung des Pro Connect S steckt. Die müssen 30 Vorserienmodelle, mit HS 33, gehabt haben. Genauso interessant ist die Begründung, waum es als Leichtmofa gilt: Mit Daumengas auf 20 km/h= Selbstfahrer= Leichtmofa ohne Helmpflicht! Der Rest ist Tretunterstützung. Mit Daumengas auf 40Km/h wäre leichtkraftrad mit Helmpflicht, Blinkern...
An diesen Konstruktionen merkt man den Wahnsinn des deutschen Rechts. Bis hier einmal auf moderne Zeiten reagiert wird! Da ist die Zukunft schon Nostalgie!

vielleicht ist es bei uns ja in Österreich einfacher ?!?

wie gesagt: wenn es eine Möglichkeit gibt, LEGAL hier in Österreich schneller wie 25km/h ne Motorunterstützung zu kriegen -> bitte her mit der Möglichkeit wie das geht, damit ich mein Elektroradl legal machen kann !

Kraeuterbutter
17-09-2009, 12:02
der schei. is ja (eben zumindest in Deutschland) ja so,
dass es nicht damit getan ist, das Rad anzumelden, hinten das Versicherungskennzeichen anzubringen und fertig
die - was weiß ich - 100 Euro im Jahr für Versicherung würd ich sogar gerne bezahlen, wäre das Rad dadurch sogar noch Diebstahlversichert

nur: man kann ein selbst umgebautes Rad eben nicht so einfach anmelden...
im grössten Pedelecforum deutschlands hats zumindest bis jetzt noch niemand gemacht/geschafft


hier nochmal ein frustrierter:

Ich hatte hier ja auch schonmal einen Thread aufgemacht. Also ich bin
wirklich der Letzte der sagt "was sollen wir mit ner Zulassung, kauf
dir doch einfach eins". Das muß ich nun aber tun weil ich weiß das
du dein selbst gebautes Radl hier in Deutschland dank den tollen
Gesetzen nicht zu einem vernünftigen Preis zugelassen bekommst.
Mein MTB hätte schon längst nen Mofakennzeichen, davon kannst
du ausgehen! Nun spare ich eben illegal Sprit, mit allen Konsequenzen!
Dieser Staat möchte das eben so.
Wenn ihr was erreicht, sagt mir bescheid. Ich bin dann gern
Versuchskaninchen. Aber weiter drum kümmern würde ich mich
bei der momentanen Gesetzeslage nicht.

xLink
17-09-2009, 12:22
Es ist internationales Recht, dass ein KFZ das >irgendwo< angemeldet ist (Kennzeichen usw.. was man halt für ein KFZ alles braucht) in jedem Land der Welt gefahren werden darf.
Es zählen für die Zulassung die im Zulassungsland gültigen Bestimmungen.

Zweitwohnsitz in ->Hausnummer->Slovenien< anmelden, Fahrzeug dort anmelden und versichern, überall auf der Welt fahren (sofern die Versicherung für die ganze Welt zahlt.. die Versicherung meiner Autos ist zB nur auf Europa begrenzt)

Gibt es schon solche Überlegungen?

lg, xLink


Hintergrund:
Darum darf man zB mit einem überzogenen Pickel auf einem österreichischen Auto nach Kroatien fahren (wo überziehen nicht erlaubt ist) und wenn man dort aufgehalten wird, der Polizei das Handy in die Hand drücken, wo die nette ÖAMTC Juristin es dem kroatischen Beamten auf kroatisch erklärt :p

Kraeuterbutter
17-09-2009, 12:29
so einfach geht das nicht..

in der Schweiz fahren sie schon seit Jahren mehr wie 25km/h mit ihren Elektrofahrrädern
trotzdem wurden z.b. in Deutschland nur F-Flyer verkauft die maximal 25km/h fahren
auch das kaufen in der Schweiz ist so nicht gestattet

bei uns sind 600Watt und 25km/h erlaubt
in Deutschland nicht

in England dürfens glaub ich sogar nur 200Watt sein
in den USA hingegen fahrens erlaubterweise irgendwas um 32km/h

Optibike verkauft aufgrund der gesetzeslage ihr FAhrrad z.b. nur ungern nach Europa, wenn dann immer mit dem Hinweis: nur für das offroadfahren abseits von öffentlich Verkehrswegen geeignet

ich kann mich da an eine Diskussion erinnern, finde sie leider nimma im Internet, wos darum ging:
man hat nen schnelles Fahrrad, im eigenen Land erlaubt,
und macht jetzt ne Fahrradtour ins Ausland... was ist dann?

ich weiß leider nimma zu welchem Schluss die gekommen sind..
ich meine mich zu erinnern, dass durchfahren zum Zwecke des Urlaubes erlaubt ist
(also Wohnsitz in der Schweiz, schnelles Pedelec dort gekauft und angemeldet, zum Urlaub mal nach Deutschland)
aber Wohnsitz in Deutschland, bike in Schweiz kaufen und in Deutschland anmelden geht ned

bin mir da aber absolut nicht mehr sicher wie das genau war...

EDIT: hab das mit dem 2.-Wohnsitz überlesen.. ja, vielleicht könnte man so.. hmmm

Kraeuterbutter
17-09-2009, 12:37
so... da mich das Thema jetzt total beschäftigt, weiter recherchiert..

und vielleicht doch die "Lücke" gefunden, warums bei Gruber Assist (zumindest in Österreich, in Deutschland wohl trotzdem nicht) erlaubt ist:

die Zitate stammen aus der Zeit, als in Österreich noch die 400Watt und 20km/h halten... wurde ja jetzt auf 600Watt und 25km/h erhöht
die Antworten stammen von Martinko, der selber in Wien Elektrofahrräder baut und verkauft

Frage: 25km/h Beschränkung

nein, diese beschränkung gibt es in AT nicht
nur motor allein <= 20km/h
du darfst motor+treten so schnell fahren wie du willst
es gibt keine gerichtsentscheidung wie das genau auszulegen ist
(dies auch als Hinweis für alle, die Unfallshäufungen bei dieser Regelung befürchten: Es gibt keine Unfallshäufung in AT durch E-Fahrräder mit oben offener Geschwindigkeit).


zu den damals 400Watt in Österreich (jetzt 600Watt):

S1=400W.
S2 darf erheblich höher sein.
S2 ist kurzzeitiger Betrieb, z.b. 10min an einer Steigung
S1 ist der Dauerbetrieb

zur Frage ob Gasgriff erlaubt ist (laut EU Norm ja nicht):

in Österreich:
Gasgriff: ja, wenn ich richtig verstanden habe
erlaubt, da ja auch Segways etc erlaubt sind., die haben auch Gasgriff.

Pedelec Sensor nötig ? (laut EU Norm ja)


in Österreich: nein, wiederum siehe Segway.


die Frage ist halt wie lange das noch so ist, welche Übergangsregelungen es geben wird, wenn denn mal die EU-Norm kommt, was ich jetzt schon sehr bedauere, denn die derzeitige Regelung erlaubt insb. E-LKWs, das wird dann leider Geschichte sein.


so...
demnach könnte es sein, das Gruber Assist bei uns in Österreich erlaubt ist, weil:
ohne mitzutreten es keine 20km/h aus eigener MOtorkraft schafft
(kommen ja nur ca. 100Watt aufs Hinterrad)
in Deutschland (und laut der irgendwann mal kommenden EU-Norm) sind die 25km/h aber absolut anzusehen... mehr wie 25km/h und irgendeine Form von Motor (egal wie geregelt/gesteuert) ist dann kein Fahrrad mehr
dann kommen die S-Pedelec Regelungen ins Spiel

xLink
17-09-2009, 13:49
nein, ich glaube deine Antwort ging an dem Sinn meiner Idee vorbei.


so einfach geht das nicht..
[...]
in der Schweiz fahren sie schon seit Jahren mehr wie 25km/h mit ihren Elektrofahrrädern
trotzdem wurden z.b. in Deutschland nur F-Flyer verkauft die maximal 25km/h fahren
auch das kaufen in der Schweiz ist so nicht gestattet


klar - das ist ja dann auch ein Fahrrad. Einfach ein exportiertes etwas, das man eben nicht nutzen darf.

Ich meine aber, dass man (zb) in der Schweiz das Rad als Moped (KFZ) anmeldet (mit Kennzeichen, Versicherung, usw) - und dann darf man mit diesem KFZ überall herumfahren. Weil das eben für KFZs so geregelt ist.

Denn es ist von Gesetz wegen kein Fahrrad mehr (und somit auch nicht mehr von den Pedelec Verordnung betroffen), sondern eben ein KFZ. ÖAMTC sollte das bestätigen können. Knackpunkt ist wie gesagt eine Zulassung (Nummerntaferl..) in einem Land, wo man das Ding eben zulassen darf und kann.

fraglich ist aus menier Sicht nur mehr, in welchem Land man so ein Pedelec (und wie viel Watt usw usw) als Moped zulassen darf.. und ob ich dort teure Einzelgenehmigungen brauche.

lg, xLink

<MM>
17-09-2009, 13:56
Was - € 3000,- soll das Anmelden / Zulassen kosten?
Wo müßte man's denn - wenn schon - anmelden? Bei der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft?

Diese so geschilderte geradezu überbordende Bürokratie dürfte so manchem Hersteller aber gar nicht schmecken. - Gibt's da keine Initiativen dagegen?

Gruber Assist umgeht sicher keine Gesetze - sie bauen nur keine Drosselung ein. Wenn's wer haben möchte, dann wird's auf Wunsch gemacht; von Haus aus aber ist die nicht enthalten, weil es offenbar FÜR HERSTELLER nicht vorgeschrieben ist, sondern nur FÜR DEN BETREIBER, was ja auch Sinn macht angesichts der erwähnten 200-km/h-Autoboliden, die dann vom jeweiligen Fahrer auf die Temolimits gedrosselt werden (indem man einfach nicht zuviel aufs Gaspedal steigt ;) ).

Kraeuterbutter
17-09-2009, 15:10
@xlink:
ja, ich hatte dich da zuerst falsch verstanden
hatte oben dann erst nachträglich
"EDIT: hab das mit dem 2.-Wohnsitz überlesen.. ja, vielleicht könnte man so.. hmmm"
eingefügt, also ich weiß wie du das meinst

@<MM>:

Diese so geschilderte geradezu überbordende Bürokratie dürfte so manchem Hersteller aber gar nicht schmecken. - Gibt's da keine Initiativen dagegen?
hmm.. den Herstellern von Bikes kanns vielleicht sogar recht sein
legal ists so nämlich nicht möglich mit nem 250 Euro nachrüstsatz günstig zu einem 40km/h Fahrrad zu kommen
will man ein 40km/h Fahrrad, dann führt kein Weg um die Fertig-S-Pedelecs von den paar wenigen Anbietern vorbei


Gruber Assist umgeht sicher keine Gesetze - sie bauen nur keine Drosselung ein. Wenn's wer haben möchte, dann wird's auf Wunsch gemacht; von Haus aus aber ist die nicht enthalten, weil es offenbar FÜR HERSTELLER nicht vorgeschrieben ist, sondern nur FÜR DEN BETREIBER
da hast mich dann wahrscheinlich falsch verstanden
natürlich ist das Bike ansich NICHT illegal, und Gruber Assist als Firma umgeht somit auch keine Gesetze

KTM macht ja auch nix illegales weil sie Motocross-Motorräder herstellt
NUR: mit denen darf man nicht auf der Strasse fahren
das wars, was ich meinte

klar kannst dir einen 500Watt Nabenmotor bei ebay bestellen, mit dem dann 50km/h möglich sind..
ist nix illegales dabei
nur darfst damit dann nicht auf ner Strasse rumfahren

BionX lässt sich durchs umprogrammieren schneller machen,
BIF ebenfalls,
auch einige der China-Billig-Sets lassen sich durch Steckbrücken von ihrer 25km/h Beschränkung befreien usw. usf.

aber einige Hersteller weisen dann auch darauf hin, dass ohne Drosselung das Teil nimma StvO Konform ist..

so.. meine Akkus sind voll
war 2 Monate im Urlaub,
bin in Vietnam, Kamboscha und Laos nur mit "Single-Speed-Rädern" gefahren
und die waren weiß gott nicht vergleichbar mit den so modischen Fixxies hierzulande
nö: alle hatten kaputte Tretlager
bei allen war der Sattel so tief, dass ich fast nen rechten Winkel im Knie am tiefsten Punkt der Pedale hatte
mit allen braucht man fast ne halbe Minute um auf ca. 18km/h zu kommen *gg*

freu mich jetzt schon riesig, mit meinem Elektroradl hier wieder ne Runde drehen zu können

Kraeuterbutter
17-09-2009, 15:12
doppelposting

Kraeuterbutter
17-09-2009, 15:14
kurz noch wegen der ganzen Bürokratie und Gesetze..

ich wollte mir mal nen Schubanhänger bauen..
zumindest für Deutschland siehts hier so aus:

http://www.bobtec.de/schubanhaenger.html

also wer soll sich da noch auskennen ??

sowas in die Richtung hätte mir vorgeschwebt:
http://www.bobtec.de/img/Extrawheel-E-Trailer_FN-Trike.jpg

Kraeuterbutter
18-09-2009, 11:41
Hallo...


@<mm>:
<mm>schrieb:

zur Geschwindigkeitsdrosselung: Gruber Assist verwendet eine andere Art der Regelung, nämlich eine von den Pedalumdrehungen abhängige. Das ist - lt. Firmenauskunft - der entscheidende "Freibrief" zur gesetzestreuen Überschreitung des 25-km/h-Limits.

[...]

Von Gruber Assist weiß ich halt dezidiert, daß sie ihre Firma nie eröffnet hätten, wären sie in diese 20- bzw. 25-km/h-Beschränkung gefallen, das war ein echtes KO-Kriterium bei der Firmengründung.

und weiters schrieb <mm>:

Naja, typsicher Fall von Halbwissen halt.

Erkundigt euch!

Natürlich ist das Gruber-System legal.

Mein Güte! Frag' einfach nach dort!

:rolleyes:
ich hab das jetzt gemacht, hab mich bei GruberAssist erkundigt ;)

ich hab Gruber Assist eine mail geschrieben und - das muss man auch mal sagen - jetzt sehr schnell Antwort bekommen!
Und zwar nicht nur nen Einzeiler.
Da sollten sich manch andere Elektrobikehersteller mal ein Beispiel dran nehmen


die Antwort lautet sinngemäss (um nicht die email hier reinzukopieren was wohl nicht rechtens wäre):
Sie bieten den Antrieb mit und ohne Abregelung an.
Grund ist der, weil der Antrieb auch oft in Mountainbikes eingebaut wird.

(ich denke: auf Mountainbikes findet man oft den Aufkleber: "nicht für den Gebrauch im StVo-Raum bestimmt" (oder so ähnlich) -> also wie von mir vermutet für die Hansel die in Tirol nur offroadmässig die Berge hochfahren ;) )

weiters:
sollte ich eine Abregelung wünschen, können sie die auf jeden von mir gewünschten Wert einstellen
weiters hat sie mir geschrieben, dass - neu in Österreich - für Österreich 25km/h gilt

ich hatte auch gefragt, wie die Abregelung funktioniert (dumm wie beim Panasonic-System über die Motordrehzahl, was dazu führt, dass in kleinen Gängen schon weit unter den 25km/h abgeregelt wird, oder über die Radumdrehungszahl)

hier hat sie geantwortet, dass es sich um einen Drehzahlsensor am Hinterrad handelt, den man nicht übergehen könne. Also unabhängig vom eingelegten Gang (das ist gut) bei 25km/h abgeregelt wird. Es würde genau beim Erreichen der eingestellten Geschwindigkeit abgeregelt werden, der Motor ausgeschaltet (das finde ich aus Erfahrung mit anderen Bikes die das auch so machen eher weniger gut... eine progressive Abregelung wäre hier angenehmer wie ein abschalten).

zu guter letzt hat sie mir noch geschrieben: "Sie haben Recht, der GRUBER Assist ist wirklich etwas „Eigenes“, allerdings gelten hier die Regeln für die STVO genau wie bei jedem anderen Fahrzeug. "

geantwortet hat mir Julia Timmerer, Assistenz der Geschäftsführung


somit können wir wohl festhalten, das es wahrscheinlich nix is mit
"´Freibrief´ zur gesetzestreuen Überschreitung des 25-km/h-Limits."
zumindest auf keinen Fall laut EU-Norm

in Österreich ist das aber alles schwammiger
im anderen Thread (dort mit dem vielen Halbwissen ;) ) ist man geteilter Meinung.
Martinko, verkauft selber E-Bikes in Wien, ist im Moment an einem Regler dran, der eventuell für uns Österreicher das Gesetzt ausnutzt
in die gleiche Bresche würde auch der Gruberassist schlagen

andere meinen aber, dass es einfach nur noch keine Rechtssicherheit diesbezüglich gibt.

Zitat:
Sollte das Gesetz unklar formuliert sein, dann wird die richterliche Rechtsfortbildung die Lücke ausfüllen. So lange man also keine Rechtsprechung hat, besteht keine Rechtssicherheit.

[...]

Das Problem ist, dass der österreichische Gesetzgeber die Bauartgeschwindigkeit wohl zu einer Zeit definiert hat, als er die Eigenart eines Pedelecs noch nicht kannte (vermutlich gab es auch noch keine) und so der menschliche Antrieb nicht ausdrücklich Berücksichtigung finden konnte.

Wie diese Lücke letztlich durch die Rechtsprechung in Österreich ausgefüllt wird ... ?

Kraeuterbutter
21-09-2009, 00:57
neues recht gefälliges Bike:
http://www.thoemus.ch/index.php?id=508

http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=107686&stc=1&d=1253487547

Akku sitzt im Rahmen und ist wechselbar
dabei mit 36V 10Ah angenehm gross

NoWhere
21-09-2009, 10:43
Das gefällt mir schon sehr gut!

Wenn dieses Konzept - Batterie im Rahmen integriert und doch leicht wechselbar - auch von anderen Herstellern übernommen wird, damit die Preise fallen, dann kann ich mir schon vorstellen, dass ich mir so etwas in ein paar Jahren für den Stadtverkehr kaufe.

http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=107686&stc=1&d=1253487547


Ich würde ja so etwas bei einem Freerider witzig finden, am besten gleich mit Kurbellager-Getriebe und -E-Motor im Zentrum. Dann würden die Bikes auch bergauf wieder Spaß machen und bergab macht das Mehrgewicht dann nicht so viel aus.

Kraeuterbutter
22-09-2009, 17:13
der hier hat sie auch ein sehr schönes Elektrofahrrad gebaut

mit dem schnellen Bafang-Motor, den ich auch habe
(gibts im Set mit Regler und Zubehör für 250 Euro)

http://www.pedelec-forum.de/forum/showthread.php?t=2909

also das Bike würde mir schon sehr gut gefallen
mit ca. 16kg inkl. fettem 36V 10Ah-Akku auch noch recht leicht für ein Elektrofahrrad

http://www.pedelec-forum.de/forum/attachment.php?attachmentid=3044&d=1253624927

http://www.pedelec-forum.de/forum/attachment.php?attachmentid=3046&d=1253625453

<MM>
27-09-2009, 01:28
Endlich konnte ich ein BionX-Leihrad in Form eines umgerüsteten Specialized Stumpjumpers ergattern, um damit beim letzten Tiroler reinrassigen MTB-Bergsprint in dieser Saison an den Start zu gehen. Wobei: Am Start stand ich freilich nicht damit - die Teilnehmer sollten ja nicht irritiert werden. Ich wartete nach dem Startschuß geschlagene 8 (acht!) Minuten, ehe ich losfuhr.

Ergebnis: 27:25 min, gleichbedeutend mit 15.5 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit über ~7.5 km / 800 hm (also ~10.6 %) resultierend in 1750 hm/h Vertikalschnitt (das sind TdF-Werte). Die durchschnittliche Leistung berechnet sich über m*g*h/t zu 444 W; wenn also der BionX-Motor ständig auf Anschlag stand und 250 W lieferte, hab' ich noch etwas weniger als 200 muskuläre Watt beigesteuert (das stimmt sehr plausibel mit meiner Dauerleistungsfähigkeit lt. letztjährigem Leistungstest überein).

Der Beste aus der Elite-Klasse fuhr übrigens ~31:25 min. D. h. ich wär' ohne die 8 min Startverzögerung ganze vier Minuten vor dem Tagesschnellsten Lizenzler im Ziel gewesen... - noch dazu schneller als der österr. Staatsmeister im MTB-Hillclimb.

Das soll nur hervorkehren, was die Systeme leisten. In meinem konkreten Fall bringt mir so ein 250-W-BionX eine Leistungsverdoppelung (+100 %).

Meine rein muskuläre Zeit über diese Strecke betrug anno 2006 übrigens 42:20 min. Verglichen mit den heutigen 27:25 min war ich also zeitlich gesehen um mehr als ein Drittel schneller (35 %).

Videos gibt's dazu auch:

a) "Rückspiegelkamera" vom Start: http://www.youtube.com/watch?v=HOWpjTQWyQc
b) der Start der Rennteilnehmer: http://www.youtube.com/watch?v=oN-Z1ueGAiI

Und hier die GPS-Anzeige im Ziel (wobei ca. 1½ min Fahrzeit draufgeschlagen wurden, zustandegekommen durch das Bewegen zwischen Zielankunft und dem Knipsen dieser Fotos): http://twitpic.com/j8as1

Kraeuterbutter
27-09-2009, 10:17
Hallo <MM>,
herzlichen Dank für deinen Erfahrungsbericht !

paar Dinge sind mir aufgefallen:

Die durchschnittliche Leistung berechnet sich über m*g*h/t zu 444 W; wenn also der BionX-Motor ständig auf Anschlag stand und 250 W lieferte, hab' ich noch etwas weniger als 200 muskuläre Watt beigesteuert (das stimmt sehr plausibel mit meiner Dauerleistungsfähigkeit lt. letztjährigem Leistungstest überein).
ich glaub du nimmst hier die 250Watt zu wörtlich

der BionX leistet bis 600Watt in der Spitze
250Watt ist die S1 Dauerleistung (die er wohl hat, auch um vom Gesetz her Europa benutzt werden zu dürfen.. wir Ösis haben hier ja sogar offiziell eine 600Watt Grenze (S1 Dauerleistung, kurzzeitig darf es auch mehr sein))

Definition: Betriebsart S1 – Dauerbetrieb
Betrieb mit einer konstanten Belastung, die so lange ansteht, dass die Maschine den thermischen Beharrungszustand erreichen kann [...].
Die entsprechende Abkürzung ist S1.
Falls ein Elektromotor zum Beispiel für 5 Watt Nenndauerleistung ausgelegt ist, bedeutet dies, daß die Spule des Elektromagneten ununterbrochen mit einer Eingangsleistung von 5 Watt ohne thermische Beschädigung operieren kann.


also dein Motor kann - auch wenn auf Anschlag gefahren - andere Werte wie 250Watt geleistet haben
dann kommt aber hinzu: der BionX ist ein getriebeloser Direktläufer, am Berg auf niedrige Geschwindigkeiten runtergebremst kann er seine maximale LEistung nimma abgeben
vielleicht kommts mit 250Watt in deinem Fall zufällig sogar ganz gut hin, aber es hat sich so angehört, als ob du das aufgrund des Aufdruckes "250Watt" so errechnet hättest..

war das schon die neue Version des Motors? die mit der neuen Software, die den Motor leiser macht, ihn unter Last mit weniger Vibrationen laufen lässt?
am Video mit Kamera nach hinten hört jedenfalls vom Motor so gut wie gar nix, also sehr leise

und: könntest einen Vergleich zum GruberAssist ziehen, mit dem du ja auch schon unterwegs warst..
schätze mal der BionX wird kräftiger sein (bei deinem 15,5km/h Schnitt was ja recht schnell ist sollte er es wohl jedenfalls sein)
wahrscheinlich hat der Gruber nur mehr Power, wenn man sich im 1. Gang wirklich ganz langsam mit 6-8km/h wo ne 30%-Steigung raufkämpft

effizienter müsste der BionX auch sein, zumindest über einen grossen Teil des Geschwindigkeitsbereiches

welche Version des BionX war es denn jetzt eigentlich? die normale 250er, die schnelle 500er oder die Bergstarke 250HT ?

nett, dass du am Ziel nicht durchs Ziel gefahren bist... ;)

Kraeuterbutter
27-09-2009, 10:41
mein nächstes Projekt (aber noch in ferner Ferne) wird wohl sowas werden:

http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=107953&stc=1&d=1254040406

http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=107954&stc=1&d=1254040406

http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=107955&stc=1&d=1254040406

http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=107956&stc=1&d=1254041215


das Cannonedale Super V ist noch nicht fertig, deshalb der wüste Kabelverhau

sind nicht meine Bikes, sondern von Nader bzw. Grosserschnurz aus dem pedelec-forum

jedenfalls: es handelt sich beim Motor um den 200Watt starken "Tonqxin"
der wiegt nur 2,1kg (also fast nur halb so schwer wie der BionX)
klar, kommt noch das Gewicht der Halterung, Ritzel und Kette hinzu
auch verliert man so bei diesem Aufbau vorne ein Kettenblatt, weil das ja vom Motor benötigt wird
(man könnte das z.b. durch eine Dualdrive hinten kompensieren)

die Vorteile: der Motor kann hier die Schaltung mitbenutzen
kann also - auch wenn man mit 6km/h langsam den steilsten Berg hochkrabbelt - mit seiner idealen Drehzahl laufen, seine maximale Power immer abgeben, bei jeder gefahrenen Geschwindigkeit

somit hat er dann langsam am Berg 3 - 4mal mehr Drehmoment wie wenn er direkt im Reifen verbaut wäre
also wird zur Bergziege
trotzdem hat man auch bei 40km/h in der Ebene noch volle Unterstützung

der Tonqxin intern besitzt ein Reibrollengetriebe, das praktisch lautlos ist
da er in dieser Konfiguration nicht von der Drehzahl her runtergewürgt wird, läuft er auch am Berg sehr leise und vibrationsarm
bei den Erfahrungsberichten war sogar zu lesen, dass er - trotz des Reibrollengetriebes und trotz der zusätzlichen Kette - am Berg leiser ist wie ein BionX am Berg
und das heißt schon was

also wenns mit der Kohle passt werd ich das nächstes Jahr angehen

ein PRoblem stellt die Kurbel dar..
wenn man keinen extra Freilauf verbaut, dann muss man mit Klickies fahren, damit einem der Motor nicht auf die Wadl schlagen kann
Freilaufkurbeln wie sie http://www.bike-elektro-antrieb.ch/ in ihren Bikes verwenden kosten aber ordentlich Geld :(

mal schaun
der tonqxin selber kostet irgendwas um 160 Euro, Regler gibts ab 40 Euro
also doch mal ein Eck billiger als BionX
vom Prinzip her wäre es vergleichbar mit dem Gruber Assist,
nur leise und min. doppelt so stark


achja, noch ein Vorteil: die beiden Laufräder bleiben leicht (ungefederte Masse)

xLink
27-09-2009, 13:48
kann man eigentlich auf der linken Seite vom Radl auch eine Kurbel mit (zumindest einem) Zahnkranz montieren? Dann könnte man den neuen linken Zahnkranz für den Motor nehmen, und die drei rechten für die Schaltung..
Geht das?
Ich hab ja bisher noch keine Kurbel vollständig demontiert und weiß darum nicht ob das klappen würde..

cu, x-Link

Kraeuterbutter
27-09-2009, 14:04
http://www.bike-elektro-antrieb.ch/home.htm baut ja schon länger solche Räder, nur (leider) mit einem recht lauten Getriebemotor

aber die hatten auch mal bei ihrenTests eine Variante, wo das Kettenblatt für den Motor auf der anderen,linken Seite sass..

inzwischen bauen sie es aber so: mit 4 Kettenblättern:
http://www.bike-elektro-antrieb.ch/Aktuelle%20Bilder/Maraton%20%2707_640.jpg
Akku sitzt in der Getränkeflasche

oder ab so: http://www.bike-elektro-antrieb.ch/Aktuelle%20Bilder/All%20Mountain%20%2708_1.jpg
2 Kettenblätter (eins für Motor, eins für dich)
und hinten ne 14 Gang Rohloff ;)
http://www.bike-elektro-antrieb.ch/Aktuelle%20Bilder/Dual%20Drive%20ll_01.jpg

optisch finde ich ne ganz gute Lösung
leider eben ist der Motor deutlich lauter wie ein Nabenmotor :(

<MM>
28-10-2009, 00:44
Rein optisch und funktionell (läuft auch mit Rohloff) find ich diese Spielart auch sehr sympathisch. :) - Danke fürs Reinstellen!

<MM>
28-10-2009, 00:48
Zur 25-km/h-Thematik hab' ich noch zwei Stellen gefunden, die es wert sind, zitiert zu werden (aber ohne Wertung, also rein infohalber):

http://www.maxx.de/frmain_bikes_pedelecs.htm
Da steht bzgl. Gruber Assist in der rechten Spalte im unteren Drittel der Seite:

Steuerung: elektronisch; einfache Zuschaltung durch Ein/Aus-Lenkertaster. Achtung: Es besteht keine gesetzlich vorgeschriebene Abregelung bei 25 km/h

Und anno 2003 schrieb extraenergy.org http://www.extraenergy.org/main.php?language=de&category=information&id=755 über die EU-Richtlinie "2002/24/EC zur Typenprüfung für zwei- und dreirädrige Fahrzeuge" mit Hinweis auf das Fabrikat "Swizzbee":

Die Swizzbee AG aus dem schweizerischen Baar hat als erste Firma eine europäische Straßenzulassung für ihr Pedelec bekommen, dessen Motor nicht bei 25 km/h abschaltet. Das Swizzbee 50C ist bis 35 km/h schnell, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Über einen Knopf am Lenker kann man es auch ohne Mittreten als Moped bis maximal 15 km/h fahren. [...]

gerry
01-11-2009, 18:47
Würde sich auf meine DHler auch gut machen *gg* aber dafür mit mehr Watt!

gerry
02-11-2009, 14:27
Ein paar Fragen hätte ich noch:
Wo bekommt man den tonqxin inkl Regler? gibts denn auch stärker? 300 - 600W oder so?
Und ganz wichtig wie schauts mit der Freilaufkurbel aus. Gibts sowas überhaupt zu kaufen und wie funktioniert die?
Sry für die vielen Fragen.

@Kräuterbutter. Komme aus GU. Ev. könnt ma sich mal treffen?
:wink:

Kraeuterbutter
03-11-2009, 20:59
@<MM>: Gruberassist schreibt doch selber auf ihrer Seite mittlerweile das bei 25km/h schluss ist (gesetztes halber)
das Swissbee wird als S-Pedelec verkauft, somit kein Pedelec mehr, kein Fahrrad mehr

Freilaufkurbeln:
http://www.bike-elektro-antrieb.ch/

einfach mal ins Shop gehen.. die haben auch eine Kurbel für Downhill


ansonsten: hier noch ein paar Bilder eines besonders schönen Tongxin-Kettenmotor-Umbaues...
wobei: Umbau ist da wohl falsch, der hat gleich das ganze Radl selber gebaut (2 Räder)

für nächstes Jahr hat er ein Rad mit im Rahmen liegenden Tongxin und im Rahmen liegenden Akku angekündigt.. darf man wohl gespannt sein...

10,9kg (INKL. des Antriebes, ohne akku)

http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=109614&stc=1&d=1257278380


http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=109615&stc=1&d=1257278380

im gegensatz zum Schweizer Antrieb und zum Gruber Assist ist dieser Antrieb hier nahezu lautlos !

Kraeuterbutter
03-11-2009, 21:03
hier noch Bilder von seinem 1. Bike, dass mittlerweile seine Frau fährt:

http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=109616&stc=1&d=1257278499


http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=109617&stc=1&d=1257278499


http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=109618&stc=1&d=1257278499


http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=109619&stc=1&d=1257278499

Kraeuterbutter
03-11-2009, 21:05
hier noch Bilder von der MOtorhalterung...

http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=109620&stc=1&d=1257278668


http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=109621&stc=1&d=1257278668


http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=109622&stc=1&d=1257278668

gerry
04-11-2009, 12:35
Danke für die Info. Hab jetzt mal eine Anfrage an Novosport (http://www.novosport.de/?Produkte:Elekroantrieb_als_Nachr%FCstsatz:Paket_% 22Klein%2C_leicht%26nbsp%3Bund_leise%22)geschickt, welche den Tongxin inkl Regler haben. Fein wäre wenn sie den Motor auch in 36V hätten.

Bez der Freilaufkurbel hab ich eine Anfrage an die Schweizer http://www.bike-elektro-antrieb.ch/ abgeschickt.

Jetzt heißts erstmal abwarten :zzzz:

EDIT:Wegen Akku hab ich noch ne Frage: Empfehlungen? Erfahrunggsmäßig denk ich eher was kleines und dafür 2 Stk. oder? Also so 10Ah Akkus sind doch noch sehr schwer :eek:

<MM>
04-11-2009, 17:15
@<MM>: Gruberassist schreibt doch selber auf ihrer Seite mittlerweile das bei 25km/h schluss ist (gesetztes halber)
das Swissbee wird als S-Pedelec verkauft, somit kein Pedelec mehr, kein Fahrrad mehr

Ja - und was willst du damit sagen? Wenn es drauf hinausläuft, daß du damit bestätigst, daß ich - wertfrei - die obigen Links zitiert habe, okay. Ansonsten wende dich bitte an die Zitatquellen und urgiere dort!

Daß man optional die Beschränkung bei 25 km/h von Gruber haben kann, steht ja auch schon längst dort - aber NICHT des Gesetzes halber. Man kann ein Gruber Radl auch OHNE Beschränkung fahren - so wie jedes andere elektrifizierte Fahrrad, das "von sich aus" nicht schneller als 25 km/h fährt. Und kein Gruber-Radl kann das - ob mit oder ohne Beschränkung ist dabei völlig irrelevant. Es kann's einfach nicht.

Was man zusätzlich per eigener Muskelkraft hinzuleistet, fällt nicht in den Rahmen des Gesetzes.

Ganz plakatives Beispiel: Wenn ich ein elektrifiziertes Fahrrad habe, das durch seine Motorisierung (wie auch immer die aussehen mag) 10 km/h fährt, und ich stecke soviel Muskelleistung hinein, daß ich in Summe 50 km/h erreiche, ist das VÖLLIG OKAY, denn damit breche ich keine Gesetze (sofern grad kein Schild mit einer 30er-Bechränkung dort steht ;) ).

Verwendet man aber ein elektrifiziertes Fahrrad, das durch seine Motorisierung (wie immer die auch aussehen mag) 50 km/h "von sich aus" fährt, greift das Gesetz und verbietet dies.

Das alles ist unabhängig von Firmen, Marken und Typen. Es geht rein um die maximal zulässige Geschwindigkeit bzw. die zulässige Dauerleistung.

Noch ein Beispiel: Wenn ich mit einem - mit Nabenantrieb-Antrieb ausgestattetem - Fahrrad, 35 km/h schnell unterwegs bin, ist es für den außenstehenden Beobachter unmöglich allein durch meine Erscheinung zu erkennen, ob nun allein der Motor diese Geschwindigkeit erwirkt oder es das Hybrid Mensch-Maschine ist, das diese Geschwindigkeit erwirkt.

Was ich damit sagen möchte:

Solange es auf den Straßen nicht von Pedelecs/Ebikes geradezu wimmelt, kümmert das genau niemanden von den Ordnungshütern.

Ich bitte um eine lebhafte Debatte dazu! Je mehr Widerrede jetzt kommt, umso besser! Denn es herrscht absolute Verwirrung zu diesem Punkt. Und ich finde das fatal für den an sich tollen Trend E-Mobilität.

Kraeuterbutter
04-11-2009, 17:16
die Motoren (Tongxins) von oben stammen meines wissens alle von Frank Scheftlein ( http://www.das-elektrorad.de/ )
nur so zur Info
der Mann hat auch immer ein Ohr und bei Problemen sehr hilfsbereit

Akkus: kommt immer auf den Einsatzzweck an

<MM>
04-11-2009, 17:23
Man rüstet auf: http://twitpic.com/o8f5a

(vgl. ggf. auch direkt auf der Homepage)

Kraeuterbutter
04-11-2009, 18:17
ähnliche Stellenanzeige gabs vor kurzem von BOSCH (die die Bohrmaschinen bauen)

hier wurde nach einen Fachmann für den Bereich Pedelec-Elektrofahrräder gesucht (also Pedelec und Elektroräder wurden dezitiert in der Anzeige sogar angeführt)
es rumort, dass es von BOSCH bezüglich Elektrorad in nächster Zeit auch was geben soll...

wegen dem "urigieren" (musste mal nachschlagen was das genau bedeutet ;) - das 25km/h-Thema hast aber du wieder hochgebracht)

wie interpretierst du denn die Zeile von www.maxx.de ?

Achtung: Es besteht keine gesetzlich vorgeschriebene Abregelung bei 25 km/h
ich glaub nämlich anders wie ich..

ich interpretiere sie so:
"Achtung: das Rad mit dem GruberAssist-Antrieb das hier verkauft wird besitzt keine Abregelung bei 25km/h wie es vom Gesetzgeber für den Strassenverkehr vorgesehen ist"

ich glaub die haben das einfach ein wenig unglücklich ausgedrückt..
ich hab ja Gruber Assist angeschrieben, und die haben mir im Mail bestätigt, dass die 25km/h Grenze fürs Gruber Assist genauso gilt wie für jedes andere Pedelec

da sie es aber auch etwas schwammig geschrieben hat, hab ich sie gerade eben nochmal gebeten die Aussage diesbezüglich zu präzisieren

definitive Tatsache ist jedenfalls, dass Gruber Assist ohne 25km/h Abregelung laut EU-Regel (und somit z.b. in Deutschland) NICHT strassenzugelassen ist
ohne Pedelec-Sensor auch nicht

wir in Österreich brauchen keinen Pedelec-Sensor, aber die 25km/h gelten bei uns auch

in Deutschland gibts ja noch die schnelle S-Pedelec-Klasse (bis 45km/h)
(mittlerweile mit Führerscheinpflicht, Anmeldepflicht, Nummerntafelpflicht, Seitenspiegelpflicht, ...)
diese S-Pedelec-Klasse gibts bei uns NICHT
die Zulassung als S-Pedelec hat aber das Gruber Assist wohl ebenfalls nicht

also ich weiß nicht genau was du mit deinem Posting sagen wolltest, ich war der Meinung dass du damit zeigen wolltest das man mit Gruber Assist doch schneller wie 25km/h fahren DARF
dem ist meiner Meinung nach nicht so

(aber die Experten streiten sich da ja auch noch für Österreich, wegen der Bauartgeschwindigkeitsangabe...)

gerry
05-11-2009, 07:34
Erstmal danke für die Infos aber jetzt werfe ich mal was dazu:
Wenn wir hier schon von Gesetzen reden usw. dann muß ich auch erwähnen dass wir MTB'ler in Österreich uns sowieso in einem "Graubereich" bewegen. Denn mal ehrlich, wo ist MTB wirklich erlaubt? und wo fahren wir überall? Ein MTB ist nicht für den Straßenverkehr zugelassen (wird aber zum Großteil geduldet). Und ich rede hier von "richtigen" Mtb's und nicht von Bauhaus - Rädern mit Lichtern und Rückstrahlern usw. welche beim ersten Offroadkontakt ohnehin alles verlieren...
Also, was ich sagen will, was hilft mir ein für den Straßenverkehr zugelassener E -Bikeantrieb (damit meine ich auch den Gruber) wenn das Bike selbst nicht für den Straßenverkehr zugelassen ist?

Zusatz: mir ist schon klar dass E Antriebe auch in anderen (für die Straße zugelassenen) Bikes verbaut werden.!

Ride on

Kraeuterbutter
05-11-2009, 07:50
das Problem ist, das sich die 2 Fälle nicht vergleichen lassen...

Fahren mit einem zu schnellen Elektrofahrrad ist nicht gleichzusetzen mit dem Fahren ohne Licht oder dergleichen

ich hab grad ned die Zeit den Link zu suchen (heut am Abend vielleicht):

z.b. Deutschland:
fahren mit einem zu schnellen Elektrofahrrad ->
es handelt sich dann nicht mehr um ein Fahrrad
sondern um das führen eines nicht angemeldeten Motorfahrzeuges
dann kommt dazu: Fahren ohne Führerschein
und dann kommt dazu: Fahren ohne Versicherungsschutz (wofür bis zu 1 Jahr Gefängnis steht)

es geht nicht darum, dass einen ein Polizist aufhält..
es geht darum, dass man auf der STrasse mit so einem Teil fährt, und ein Kind unerwartet zwischen 2 Autos auf die Strasse läuft und man dieses niederscheibt..
das ganze dann ohne Versicherungsschutz
das kann dann finanziell Existenzbedrohend werden

in England (siehe englisches Pedelec-Forum) wurden und werden Elektrobikes die zu schnell sind von der Polizei bei kontrollen einkasiert und verschrottet

also ein zu schnelles Elektrofahrrad fällt aus der Kategorie Fahrrad raus und in die Kategorie Motorfahrzeug rein
und dann ist man ohne Führerschein, Zulassung und Versicherung (!) unterwegs

in Deutschland gibts unter anderem die S-Pedelec-Klasse
bis jetzt ist es im deutschen Pedelec-Forum aber noch niemanden gelungen (bzw. es hat sich noch niemand drüber getraut), ein Elektrofahrrad mit mehr wie 25km/h für die STrasse zuzulassen
so eine Einzelzulassung kostet nämlich zwischen 2000 und 3000 Euro

deshalb kann man da nur auf Räder zurückgreifen, wo das bereits gemacht wurde vom Hersteller
(Flyer, Kalkhoff, Lohmeyer, ....)

diese Räder haben dann sowas wie ne Generalzulassung...
ABER: bei diesen Rädern darfst dann wieder nix ändern..
z.b. ne HS33 draufmachen, weil die HS11 zu schwach ist ?
geht nicht, ist nicht erlaubt

oder im Winter Spikereifen montieren, weil die Originalreifen fürn Winter zu rutschig sind ?
geht nicht, nicht erlaubt

man müsste jedesmal zum Tüv das Rad neu abnehmen lassen

wie genau (kompliziert/einfach) das in Österreich abläuft ?
tja
die meisten werden halt einfach auf Risiko fahren
ich fahre am Land wo Risiko eines Unfalles mit Personenschaden für mich überschaubar gering ist
ich fahre aber sicher NICHT mit dem Rad in der Stadt -> im FAlle eines Unfalles könnte mich das sehr sehr teuer kommen

gerry
05-11-2009, 08:15
Versteh schon was du meinst.

Mir gings dabei nicht um die Geschwindigkeit bzw. um die Leistung vom Motor. Was ich sagen wollte war nur, auch wenn alles am Antrieb passt und das Bike als Petelec duchgeht bist du noch lange nicht auf der gesetzlichen richtigen Seite. Wie das dann Versicherungstechnisch, im Falle eines Unfalls aussieht kann ich nicht beurteilen. Schwer zu sagen wo da die Grenzen sind. Aber ich denke mir, so wie auch du meinst, ein MTB inkl eines nicht für die Straße zugelassenen E-Antrieb UND dann noch ein Unfall (mit Pers. schaden)... :f: ich glaub da ist egal ob du Schuld daran hast oder nicht.
Aber selbst mit einem MTB (ohne Antrieb) könnte das Probleme bereiten.

Was meinen Einsatzbereich betrifft so werde ich keine 50kmh (;), mit oder ohne Treten) mit meinem Bike zusammen bekommen (es sei denn bergab :devil:). Für mich soll es nur eine Bergauffahrhilfe werden um meinen DH'ler den Berg hoch zu bringen. Und ein wenig werd und will ich dazu treten sonst könnt ich mir gleich eine Quantia oder E KTM kaufen.

Kraeuterbutter
05-11-2009, 20:16
so..
hier nun die Bestätigung von Gruber Assist:



Sehr geehrter [..],

in Österreich gilt die selbe Regelung wie in Deutschland: um mit ein Elektrorad (egal welcher Art) auf öffentlichen Straßen legal zu fahren, muss eine Abriegelung bei 25 km/h installiert sein. Dies gilt natürlich auch für den GRUBER Assist.



Der Großteil unserer Kunden verzichtet allerdings darauf, da die Räder mit GRUBER Assist meist Offroad bzw. auf Bergwegen verwendet werden. Eine Abriegelung ist natürlich gegen Aufpreis (€ 110,00) aufrüstbar. Ich bitte Sie dies bei der Bestellung gleich zu erwähnen, da es komplizierter ist die Abriegelung im Nachhinein zu installieren.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung!

mit freundlichen Grüßen

Julia Timmerer
Assistenz der Geschäftsführung
---------------------------------------------------------------------------------
Gruber Antrieb GmbH & Co KG


soviel zum Thema Gruber Assist und erlaubt auf Strassen ohne Begrenzung..
nix is damit, wie vermutet

Kraeuterbutter
05-11-2009, 20:26
[..]

Mir gings dabei nicht um die Geschwindigkeit bzw. um die Leistung vom Motor. Was ich sagen wollte war nur, auch wenn alles am Antrieb passt und das Bike als Petelec duchgeht bist du noch lange nicht auf der gesetzlichen richtigen Seite.

ja, das ist natürlich klar
ein legaler Motor macht noch lange nicht eine fehlende Beleuchtung wett

ABER: ein fehlender Reflektor, Klingel, ... ist eben was anderes, wie
ein deutlich zu schneller Motor
(im deutschen Forum meinen viele, dass 20% Toleranz bei der Geschwindigkeit wohl noch durchgehen müsste)

jedenfalls glauben wohl viele, dass ein zu schnelles Elektrofahrrad vergleichbar wäre mit 130km/h fahren auf einer Bundesstrasse wo nur 100km/h erlaubt sind (Auto)
dem ist eben nicht so, weil wenn ich mit dem auto 130km/h fahre, fahre ich immernoch mit einem auto, habe immernoch den passenden Führerschein, bin immernoch versichert

beim Elektrorad ists halt leider schlimmer
was scheinbar viele nicht wissen





Was meinen Einsatzbereich betrifft so werde ich keine 50kmh (;), mit oder ohne Treten) mit meinem Bike zusammen bekommen (es sei denn bergab :devil:). Für mich soll es nur eine Bergauffahrhilfe werden um meinen DH'ler den Berg hoch zu bringen.

naja, steil bergauf wirst ja ned über 25km/h kommen
somit könntest du sogar ein "legales" Bike aufbauen und trotzdem deine Ziele erreichen



Und ein wenig werd und will ich dazu treten sonst könnt ich mir gleich eine Quantia oder E KTM kaufen.
hmm.. also jeh nach Antrieb würd ich das anderes sehen:
nicht "ein wenig werd ich dazu treten" sondern eher ein wenig wird der Motor dich unterstützen
an einem steilen Berg wird dich zumindest keiner der derzeit erhältlichen Motoren einfach so hochschieben.. also das ordentliche Treten wird dir nicht erspart bleiben

Kraeuterbutter
03-04-2010, 07:47
kleines Update...

vautech hat wieder ein geiles Radl gebaut...

14,4kg Abfahrgewicht als Fully INKLUSIVE (!) Motor, Regler, Messeinheit UND 37V 10Ah Akku und Pedale


zum Vergleich:
das KTM e-race Hardtail mit BionX-Antrieb wiegt ~21kg und hat einen etwas kleineren Akku

hier paar Bilder... Wahnsinnsteil finde ich

http://www.pedelec-forum.de/forum/attachment.php?attachmentid=5470&d=1270061291

http://www.pedelec-forum.de/forum/attachment.php?attachmentid=5472&d=1270061425

die Gabel soll extrem fein ansprechen.. klar, bei der Bauweise verkanntet ja nix

das Urmodell fertig zum Abformen für Negativform
http://www.pedelec-forum.de/forum/attachment.php?attachmentid=5467&d=1270060784

1 und 2 Stadien vorher:
http://www.pedelec-forum.de/forum/attachment.php?attachmentid=5475&d=1270065990

http://www.pedelec-forum.de/forum/attachment.php?attachmentid=5476&d=1270066125


als Motor verwendet er wieder den quasi lautlosen Tongxin
Leistung: 230Watt max. Output (350Watt max. Input)
also ca. doppelte Leistung vom (lauten) Gruber Assist

Kraeuterbutter
03-04-2010, 07:49
achja, falls nicht klar sein sollte: der Akku, Regler, Messeinheit sitzen ebanfalls im Rahmen,
der Akku kann bei bedarf von hinten (unterhalb der Sattelstütze) in den Rahmen geschoben werden

muss eine Schraube des Hinterbaus gelöst werden

Damz
03-04-2010, 09:12
cool, innovativ, aber sauhässlich.....