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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe zur Lenkkopflagerjustierung



Hartlander
29-03-2008, 15:22
Kann mir vielleicht jemand eine (detaillierte) Anleitung geben, oder verlinken (am Besten mit Bildern), wie ich das Spiel aus dem Lenkkopf meines gebraucht gekauften KTM LC bekomme?

Ich habe zwar schon an alten Stahlrahmen herum geschraubt, an den Carbonrahmen habe ich mich aber bisher nicht herangetraut. Da ich nächste Woche eine Tour fahren möchte, würde ich gerne das besagte Spiel entfernen, in eine Werkstatt will ich es aber nicht geben, da ich erst wieder danach in Wien bin und es bei uns keine Werkstatt gibt, der ich das Rad anvertrauen will.

Sollte ich also versuchen das auf eigene Fast zu richten, ich denke das entsprechende Werkzeug ist vorhanden, oder sollte ich noch fahren (der Ritchey-Ring unter den Spacern bewegt sich maximal 0,5 mm) und das Rad dann in Wien zur Inspektion geben?

Danke schon mal für die rege Anteilnahme!

Free__Rida
29-03-2008, 16:11
Servus,

ganz einfach.

1. Beide Klemmschrauben vom Vorbau öffnen
2. Die Schraube oben von der Abdeckkappe langsam anziehen bis das Spiel weg ist. Testen kannst du das, indem du die Vorderradbremse ziehst und das Rad vor und zurückbewegst.
Wenn du zuviel anziehst, dann dreht sich der Lenker nicht mehr durch anschubsen bis zum Anschlag. Wenn es zu locker ist, hast du noch Spiel. Also nur so weit, dass das Spiel verschwunden ist und der Lenker sich noch leicht drehen lässt ;)
3. Wenn kein Spiel mehr vorhanden ist, den Vorbau evtl. wieder gerade ausrichten und die beiden klemmschrauben vom Vorbau wieder abwechselnd Handfest (5Nm) anziehen.

PS: Ob Carbon oder Alurahmen ist bei der Sache vollkommen egal, eingestellt wird immer so. Kaputtmachen kann man nichts :)

Viele Grüße

Free__Rida

Hartlander
29-03-2008, 16:29
Servus,

ganz einfach.

1. Beide Klemmschrauben vom Vorbau öffnen
2. Die Schraube oben von der Abdeckkappe langsam anziehen bis das Spiel weg ist. Testen kannst du das, indem du die Vorderradbremse ziehst und das Rad vor und zurückbewegst.
Wenn du zuviel anziehst, dann dreht sich der Lenker nicht mehr durch anschubsen bis zum Anschlag. Wenn es zu locker ist, hast du noch Spiel. Also nur so weit, dass das Spiel verschwunden ist und der Lenker sich noch leicht drehen lässt ;)
3. Wenn kein Spiel mehr vorhanden ist, den Vorbau evtl. wieder gerade ausrichten und die beiden klemmschrauben vom Vorbau wieder abwechselnd auf ca 15Nm (Handfest) anziehen.

PS: Ob Carbon oder Alurahmen ist bei der Sache vollkommen egal, eingestellt wird immer so. Kaputtmachen kann man nichts :)

Viele Grüße

Free__Rida

Dankeschön! Habe die 2 Klemmschrauben Dann wieder Handfest angezogen, wird schon passen! :toll:

Supermerlin
04-04-2008, 12:05
Und als Abschluß empfiehlt es sich dann noch nocheinmal die Schraube durch die die Abdeckkappe und Kralle noch einmal nachzuspannen.

lg, Supermerlin

Hartlander
04-04-2008, 22:49
...wieder abwechselnd auf ca 15Nm (Handfest) anziehen.

Ich habe jetzt das ganze mit dem Drehmomentschlüssel "nachgeprüft" und kann ganz froh sein, dass ich die von Dir empfohlenen 15Nm nicht beherzigt habe, denn sowohl laut einem Mechaniker als auch laut roadbike.de (http://www.roadbike.de/know-how/werkstatt/steuersatz-pflegen-alle-schritte-im-bild.204634.9.htm?skip=8) sollten es nicht mehr als 5Nm sein. Immerhin ein drittel :f:

Zacki
05-04-2008, 09:05
schad, dass ich das jetzt erst les, "15NM, und wurscht, ob Alu oder Carbon, da kamma eh nix kaputtmachen...." beim Rahmen machts eh nix, wenn ma an Carbon-Vorbau auf dem Carbon-Gabelschaft mit 15NM anknallt....:rolleyes:

Normalerweise sollten die Drehmomente irgendwo vermerkt sein, am Produkt selbst oder der Hersteller HP, 15 NM sind auf jeden Fall zu viel, selbst der Syntace VRO wird nur mit 10NM angezogen, und des is grad ka Leichtbau....

Free__Rida
05-04-2008, 11:47
Ich habe jetzt das ganze mit dem Drehmomentschlüssel "nachgeprüft" und kann ganz froh sein, dass ich die von Dir empfohlenen 15Nm nicht beherzigt habe, denn sowohl laut einem Mechaniker als auch laut roadbike.de (http://www.roadbike.de/know-how/werkstatt/steuersatz-pflegen-alle-schritte-im-bild.204634.9.htm?skip=8) sollten es nicht mehr als 5Nm sein. Immerhin ein drittel :f:

Die 15Nm waren wohl etwas zuviel, das geb ich zu, aber selbst damit hättest du nichts kaputt gemacht.

--> Deswegen hab ich ja noch "Handfest" dazugeschrieben. Jeder normale Mensch mit etwas feingefühl weiß, ab wann der Vorbau festklemmt. Und wenn dich Nm Angaben interessieren, dann such sie die raus...ich hab sowas noch nie gebraucht und mir ist auch noch nie irgendwas abgerissen oder abgefallen.

Und wenn du nicht mit einer Montagepaste, die die Reibkraft erhöht, arbeitest, wette ich mit dir das bei 5Nm sich der Vorbau mit etwas kraft verdrehen lässt. Na dann viel Spaß damit...


schad, dass ich das jetzt erst les, "15NM, und wurscht, ob Alu oder Carbon, da kamma eh nix kaputtmachen...." beim Rahmen machts eh nix, wenn ma an Carbon-Vorbau auf dem Carbon-Gabelschaft mit 15NM anknallt....

Normalerweise sollten die Drehmomente irgendwo vermerkt sein, am Produkt selbst oder der Hersteller HP, 15 NM sind auf jeden Fall zu viel, selbst der Syntace VRO wird nur mit 10NM angezogen, und des is grad ka Leichtbau....

Wenn du schon was zitierst, dann bitte richtig. Ich hab net geschrieben das Carbon oder Aluvorbau sondern das Carbon oder Alurahmen egal ist.
Außerdem hat Hartlander einen Aluvorbau --> keinen Carbonvorbau, das macht einen großen unterschied....

Also bitte keine Wörter im Mund rumdrehen... :)

LG F_R

Nichts für Ungut -- habe den Beitrag oben berichtigt auf 5Nm, dass andere nicht zu schaden kommen ;)

alkfred
05-04-2008, 20:25
Und als Abschluß empfiehlt es sich dann noch nocheinmal die Schraube durch die die Abdeckkappe und Kralle noch einmal nachzuspannen.

lg, Supermerlin

warum dies? (sorry, versteh i net....)

Supermerlin
05-04-2008, 20:55
warum dies? (sorry, versteh i net....)

Gleich vorweg - ich lasse mich bezüglich dieser meiner Aussage nicht umstimmen. Und wenn 1000 Leute hier herinnen sagen, daß es Unfug ist. :) Ich habe folgende Erfahrung gemacht:

Einst nannte ich ein ETS-X 70 mein Eigen mit einer niegel nagel neuen Marzocchi Z1 Freeride mit 130 mm Federweg. Dort hatte ich eine Gabelkralle montiert (eine Originale von Chris King) - die wollte warum auch immer nicht wirklich halten (was ich aber Anfangs nicht wußte). Und troz deutlicher Überschreitung der Drehmomente der Klemmschrauben am Vorbau hat sich bei etwas heftigeren Abfahrten der Steuersatz gelockert.

Dann bin ich dahinter gekommen, daß die Kralle rutscht - also Chris King Kralle raus, Noname Kralle hinein - und siehe da die hielt dann, Gabel wieder rein, Vorbau festgeklemmt (alles das gleiche Material und alles im gleichen Reinheitszustand, am Ende Abdeckkappe noch einmal deutlich festgespannt. Von da an hat sich nie wieder Spiel eingeschlichen.

Übrigens hab ich daß mit dem Hubschraufer einmal besprochen und ich glaub mich zu erinnern, daß er es ebenso macht wie ich (und ich glaub auch der Potschnflicker - aber bei beiden glaube ich es nur und weiß es nicht ganz sicher)

Seit diesem Erlebnis wird bei mir nach dem Spannen des Vorbaus die Abdeckkappe immer nocheinmal nachgespannt. Des weiteren sind bei mir Abdeckkappen NIE aus Kunststoff und diese windigen Aluschrauben werden bei mir aus vernünftige Stahlschrauben verbannt.

lg, Supermerlin:)

alkfred
05-04-2008, 21:03
versteh schon, wie du´s meinst. will auch nicht behaupten, dass es unfug ist (deine ausführungen sind durchaus nachvollziehbar).

mir ist´s nur komisch vorgekommen, weil ich genau das gegenteil mache ;)
ich entlaste die schraube nach dem einstellen leicht, bis jetzt ohne probleme.

Supermerlin
05-04-2008, 21:07
Das lustige ist nur, daß Vorbau, Steuersatz usw. alles gleich blieb, bis auf die Gabel - vorher hat sich nichts gelockert, das Problem mit dem Steuersatz trat erst mit der neuen Gabel und der rutschenden Kralle auf, wie ich wieder eine "feste" Kralle hatte, war das Problem behoben, seither verfahre ich wie oben beschrieben.

lg, Supermerlin

hubschraufer
09-04-2008, 22:10
Übrigens hab ich daß mit dem Hubschraufer einmal besprochen und ich glaub mich zu erinnern, daß er es ebenso macht wie ich (und ich glaub auch der Potschnflicker - aber bei beiden glaube ich es nur und weiß es nicht ganz sicher)

Seit diesem Erlebnis wird bei mir nach dem Spannen des Vorbaus die Abdeckkappe immer nocheinmal nachgespannt. Des weiteren sind bei mir Abdeckkappen NIE aus Kunststoff und diese windigen Aluschrauben werden bei mir aus vernünftige Stahlschrauben verbannt.

lg, Supermerlin:)

...ist richtig, mache ich auch und nenne es "vorspannung geben". im grunde nichts anderes wie es eine schraubensicherung mit federring oder sprengring es auch macht.

Potschnflicker
10-04-2008, 07:39
...ist richtig, mache ich auch und nenne es "vorspannung geben". im grunde nichts anderes wie es eine schraubensicherung mit federring oder sprengring es auch macht.


Deckt sich mit meinen Gedankengängen (und hat sich 100%ig bewährt) und denen der Hersteller. Daher auch eine herstellerseitige Drehmomentangabe für diese Schraubverbindung.

Das Lockern der Schraube nach Fixierung der Vorbauschrauben bewirkt ein zunehmendes Spiel im Steuerlager. Die Klemmung des Vorbaus (Anzugsmoment der Vorbauschrauben im zulässigen Bereich) reicht definitiv nicht aus.

noc
10-04-2008, 23:56
Hab ein Problem mit meinem Steuersatz/Vorbau
Würd gern einen Ring mehr reingeben, aber dann siehts so aus:

http://elitepicturehost.com/up_imgs/img_5e9cd99d25f100e946e614b8c429b366.jpg

Wohl eher nichtmehr zu empfehlen oder?

wamm
11-04-2008, 10:05
jaja, 3 x abgeschnitten und noch immer zu kurz... :D

IMHO nicht wirklich empfehlenswert.

hubschraufer
12-04-2008, 18:03
...die obere klemmschraube liegt deutlich über dem
schaftende, ich würde es aus sicherheitsgründen nicht machen...

lizard
12-04-2008, 20:05
Deckt sich mit meinen Gedankengängen (und hat sich 100%ig bewährt) und denen der Hersteller. Daher auch eine herstellerseitige Drehmomentangabe für diese Schraubverbindung.

Das Lockern der Schraube nach Fixierung der Vorbauschrauben bewirkt ein zunehmendes Spiel im Steuerlager. Die Klemmung des Vorbaus (Anzugsmoment der Vorbauschrauben im zulässigen Bereich) reicht definitiv nicht aus.

wie so oft führen viele wege nach rom ...

nach deinen angaben müßte ich dauernd mit einem lockeren steuersatz kämpfen ... tue ich aber nicht!
(und tausende andere hätten auch das problem)

das wort "definitiv" klingt so nach "in stein gemeißelt" -
für dich paßt deine vorgangsweise,
für mich meine.

ich sehe keinen technischen grund für ein nachziehen,
im grunde ist diese schraube nur zum lagerspiel einstellen da
(und keine schraubverbindung im klassischen sinne),
danach könnt ich sie genausogut entfernen.


was ich bei neuaufbauten bzw. einbau einer steuerung mache:
mehrere vollbremsungen mit der vorderbremse, oft sind die innereien im steuersatz dann etwas nachgesessen --> spiel.

Potschnflicker
12-04-2008, 20:27
Dort hatte ich eine Gabelkralle montiert (eine Originale von Chris King) - die wollte warum auch immer nicht wirklich halten (was ich aber Anfangs nicht wußte). Und troz deutlicher Überschreitung der Drehmomente der Klemmschrauben am Vorbau hat sich bei etwas heftigeren Abfahrten der Steuersatz gelockert.

Dann bin ich dahinter gekommen, daß die Kralle rutscht - also Chris King Kralle raus, Noname Kralle hinein - und siehe da die hielt dann, Gabel wieder rein, Vorbau festgeklemmt (alles das gleiche Material und alles im gleichen Reinheitszustand, am Ende Abdeckkappe noch einmal deutlich festgespannt. Von da an hat sich nie wieder Spiel eingeschlichen.


@lizard

Dies ist ein Bericht, der sich mit meinen Erfahrungen absolut deckt. Mag sein, dass viele Wege nach Rom führen. Jeder kann bei seinem Hobel rumschrauben, wie ihm beliebt. Du kannst ja deinen Kunden ja die Kralle/Kappe/Schraube entfernen mit der von dir angeführten Begründung. Man kann auch bei Bremsbelägen den Sicherungssplint weglassen/entfernen (mit derselben Begründung). Unsereiner weiss schon, warum man was wie macht.

Nach meinem Wissensstand ist Supermerlin ein diplomierter Maschinenbauingenieur (man korrigiere mich, sollte ich falsch liegen), also mit ein wenig Wissen beleckt....:D

Definitiv ist jedenfalls, dass die Klemmung (bei eingehaltenen Anzugsmomenten) nicht ausreicht, das Lagerspiel dauerhaft im korrekten Zustand zu halten. Mir ist klar, dass das einigen nicht schmeckt, aber die Dinge sind halt so, wie sie sind. Ich kann leider nyx dafür-definitiv.

noc
12-04-2008, 22:07
...die obere klemmschraube liegt deutlich über dem
schaftende, ich würde es aus sicherheitsgründen nicht machen...

Danke für die Bestätigung! (an Wamm auch)

Habs aus Sicherheitsgründen aber eh sein lassn. ;)

lizard
13-04-2008, 11:17
@lizard

Dies ist ein Bericht, der sich mit meinen Erfahrungen absolut deckt. Mag sein, dass viele Wege nach Rom führen. Jeder kann bei seinem Hobel rumschrauben, wie ihm beliebt. Du kannst ja deinen Kunden ja die Kralle/Kappe/Schraube entfernen mit der von dir angeführten Begründung. Man kann auch bei Bremsbelägen den Sicherungssplint weglassen/entfernen (mit derselben Begründung). Unsereiner weiss schon, warum man was wie macht.

Nach meinem Wissensstand ist Supermerlin ein diplomierter Maschinenbauingenieur (man korrigiere mich, sollte ich falsch liegen), also mit ein wenig Wissen beleckt....:D

Definitiv ist jedenfalls, dass die Klemmung (bei eingehaltenen Anzugsmomenten) nicht ausreicht, das Lagerspiel dauerhaft im korrekten Zustand zu halten. Mir ist klar, dass das einigen nicht schmeckt, aber die Dinge sind halt so, wie sie sind. Ich kann leider nyx dafür-definitiv.

dann hast du ja auch sicher eine erklärung dafür, warum es bei meinen mtb zu keiner lockerung des steuersatzes kommt!
(der easton vorbau ist normal angezogen und der steuersatz ist ein ritchey wcs)

und nicht eine ahead schraube mit dem bremssplint vergleichen,
du willst ja techniker sein und kein polemiker!

freu mich schon "definitiv" auf deine technische erklärung!


kurz meine gedanken dazu: wird der steuersatz locker, muß der vorbau wohl ein paar zehntel nach oben gerutscht sein - was gleichzeitig aber auch heißen würde, daß er sich verdrehen könnte / würde. verdreht sich aber der vorbau nicht, so bleibt der abstand gabel - vorbau konstant.

Potschnflicker
13-04-2008, 13:44
dann hast du ja auch sicher eine erklärung dafür, warum es bei meinen mtb zu keiner lockerung des steuersatzes kommt!
und nicht eine ahead schraube mit dem bremssplint vergleichen,
du willst ja techniker sein und kein polemiker!


Der Vergleich mit dem Splint ist keineswegs polemisch gemeint. Nach deiner Ansicht ist die Kombination Deckel/Kralle/Schraube nach Einstellung des Lagerspiels überflüssig. Auch auf einen Sicherungssplint wirkt im Normalzustand keinerlei Kraft. Deshalb der Vergleich. Kein auch nur halbwegs vernünftiger Mensch würde auf den Splint verzichten.

@topic

Es ist durchaus möglich, dass die Klemmwirkung des Vorbaus am Gabelschaft bei eingehaltenen Anzugsmomenten zumindest eine Zeit lang ausreicht, das Lagerspiel konstant zu halten. Verlassen darf man aber sich darauf nicht. Grund dafür ist unter anderem, dass aufgrund von Fertigungstoleranzen die Klemmwirkung nicht gleichmässig im gesamten Klemmbereich zum Tragen kommt.

Die Klemmwirkung ist allgemein so ausgelegt, dass im Falle eines Sturzes sich die Verbindung Vorbau/Schaft verdrehen kann. Das hat im Fahrbetrieb keinerlei Auswirkung, der Lenker kann (und soll) sich nur im Sturzfall verdrehen. Zur Sicherung des Lagerspiels (was besonders bei integrierten Lagerbauarten ein Sicherheitsfaktor ist)- nicht nur zur Justierung- dient eben die Kombi Deckel/Schraube/Kralle (oder Expander o.ä.).

Solltest du allerdings recht haben mit deiner Ansicht, so verkaufst halt Radln ohne Deckel/Kralle/Schraube. Kann ja nyx passieren nach deiner Ansicht (das ist jetzt polemisch :devil:). Mir solls gleich sein.

Ich gehe selbst so vor, wie es sinnvoll und sicher ist. Damit bin ich in Rom angekommen und werde dort auf dich warten....(Vorsicht: Wieder Polemik pur.....:devil:).

lizard
13-04-2008, 17:57
nochmal: d.h.: du gehst von einer - wenn auch minimalen - längenänderung zw. konus und vorbau aus?!



ps.: habe noch keinen kunden kralle, kappe, ... ausgebaut, bzw. solches empfohlen. (auch wenn meine meinung verschieden zu deiner ist! ;))

pps.: mir gehts hier nicht um rechthaberei, nehme gerne erfahrungen anderer an, solange sie technisch belegbar sind!
wenn mir jemand plausibel erklären kann, daß ein vorbau minimal nach oben wandern kann (durch die von unten kommenden stöße) ohne das er sich dabei (zwangsweise) verdrehen läßt - okay, wäre ein ansatz!
wobei: reicht die relativ geringe vorspannung (kraft) der aheadschraube aus, um den "nach oben wandernden" vorbau wieder nach unten zu drücken ...? bzw. gegen die doch deutlich höheren kräfte eines stoßes von unten entgegenzuwirken?

Potschnflicker
13-04-2008, 20:10
@lizard

Die Stösse von unten (also von der Achse) sind grundsätzlich nicht das Problem, sondern eher die dadurch verursachten Lastwechsel am Vorbau/Lenker. (Bei freihändiger Fahrt würde die Klemmung nur geringer Last unteliegen, bei einem- möglicherweise noch schweren+kräftigen Fahrer- kommen noch enorme Hebelkräfte zum Tragen). Dazu noch die Lastwechsel bei Wiegetritt...

Wenn also einige ungünstige Toleranzen (die meist mehr oder weniger vorhanden sind- beispielsweise ein nicht wirklich rundes Schaftrohr oder, viel häufiger ein nicht masshaltiger Vorbau), so kommt es statt einer flächigen Belastung im Klemmbereich nur zu einer mehr oder weniger grossen punktuellen Reibfläche, die mit den einwirkenden Kräften nicht so ganz fertig wird. Erkennbar ist das am Tagbild des Vorbaus bzw. des Gabelschaftrohres. So etwas kommt nicht selten vor. Das kannst du in der Praxis sicher öfter beobachten (wennst gezielt darauf schaust). Ich habe das schon relativ häufig gesehen (besonders bei den Leuten, die das Lagerspiel mit einer Zwinge einstellen).

Der Deckel verhindert relativ zuverlässig eine Änderung am Lagerspiel, er dient, so würde ich es nennen, als Anschlag für den Vorbau- oder als Sicherung (analog zu Splinten an Belagsbefestigungen oder den Kunsstoffdeckeln an Shimanos HT II Kurbeln).

lizard
14-04-2008, 18:19
gute erklärung!
den vergleich mit der HT II kurbel find ich gut, bzw. die vorstellung das die kappe als anschlag dient.

was meinst du mit tagbild? und wie der zusammenhang mit der zwinge?

Supermerlin
14-04-2008, 18:34
gute erklärung!
den vergleich mit der HT II kurbel find ich gut, bzw. die vorstellung das die kappe als anschlag dient.

was meinst du mit tagbild? und wie der zusammenhang mit der zwinge?

tagbild ist gleichbedeutend mit Tragbild (da is an der Tastatur was schief gegangen :D), wenn man genau hinsieht kann man zwischen Vorbau und Schaftrohr die Stellen erkennen, die die Kräfte übertragen und jene, die zur Kraftübertragung nicht beitragen.

lg, Supermerlin

lizard
14-04-2008, 18:42
okay, erster teil geklärt - hätte es grundsätzlich so verstanden,
nur hat mich dann das wort "tagbild" verwirrt.

Supermerlin
14-04-2008, 19:06
Ich versuch es mal mit einem anderen Beispiel (vielleicht hilft es).

Neuer Kolbenring:
Wenn der eine Zeit lang am Kolben im Zylinder betrieben wurde, dann sieht man jene Stellen am Kolbenring, die Kontakt mit der Zylinderwandung hatten und welche nicht - auch eine Form des Tragbildes.

Zwischen Vorbau und Schaftrohr der Gabel kommt das Tragbild etwa so zu Stande:
Beim Festklemmen des Vorbaus gibt es zwischen dem Vorbau und dem Schaftrohr der Gabel Stellen, die nach dem Festklemmen die auftretenden Kräfte übertragen und Stellen, die an der kraftschlüssigen Verbindung "nicht beteiligt" sind - also keine Kräfte übertragen.
Wenn jetzt mit dem Radl noch gefahren wird kann man sich vorstellen, daß zwischen Vorbau und Schaftrohr der Gabel "Mikrobewegungen" stattfinden. Die Flächenpressung und diese Mikrobewegungen machen dann Scheuerspuren an beiden Teilen und die sind dann das Tragbild.

(so in etwa halt).

lg, Supermerlin

lizard
14-04-2008, 20:17
danke supermerlin!
das war soweit eh klar, nur die sache mit der zwinge nicht! ;)

inwieweit gibt es unterschiede im tragbild, ob ich eine aheadschraube anziehe oder nicht - bzw. eine zwinge zum lagerspiel einstellen nehme?

(nur zur klarstellung ;): ich hab noch nie ein lagerspiel mit einer zwinge eingestellt! kommt mir russisch vor ...)

hubschraufer
15-04-2008, 01:41
...ich habe versucht diese druck und reibmale fotografisch darzustellen. im heutigen trend alles zu schwärzen ist es nur mit einer dünnen fettschicht einigermaßen sichtbar zu machen. hab aber in meiner wühlkiste einen vorbau gefunden der
besonders in der lenkerklemmung siegel zeigt.

meine theorie ist auch dass die kralle nicht nur optisch eine verwandtschaft mit tellerfedern - (kegelige ringschale) - hat, sondern auch als solche wirkt.
unter vorspannung wird es ihr daher möglich sein während einer oder mehrerer mikrobewegungen das abwandern der klemmverbindung zu reversieren - rückholfeder.

es wäre auch zu überlegen ob das wandern der schellenverbindung nicht nur durch mechanische beanspruchung sondern auch durch schwingungen hervorgerufen werden kann. gabelflattern oder durch die bremsen induziert ?
ich stell das einmal in den raum...

mir ist es auch lieber wenn die primärverbindung ihre bestimmung allein erfüllt, die vorspannung werde ich aber weiterhin als aktion der passiven sicherheit beibehalten.

Supermerlin
15-04-2008, 10:56
Zur Kralle möchte ich nur anmerken, daß sie in Verbindung mit einer M6 Schraube sogar sehr hohe Kräfte in Axialer (der der Schraube) Richtung erzeugen kann.

Wenn es eine Stahlschraube (8.8) ist mit M6 schafft die je nach Reibung im schlechtesten Fall etwa 9000N Spannkraft (danach macht es dann knack - versteht sich also als Maximalkraft - da ist keine Sicherheit mehr drinnen).

Mir ist es noch nie gelungen eine gut sitzende Kralle mit einer M6 aus dem Schaftrohr wieder herauszuziehen. Somit ist so eine Kralle mit entsprechender M6 Schraube sehr wohl in der Lage genug axiale Kraft auch im Betriebsfall zur Verfügung zu stellen.

lg, Supermerlin

Matthias
15-04-2008, 12:46
Zur Kralle möchte ich nur anmerken, daß sie in Verbindung mit einer M6 Schraube sogar sehr hohe Kräfte in Axialer (der der Schraube) Richtung erzeugen kann.

Wenn es eine Stahlschraube (8.8) ist mit M6 schafft die je nach Reibung im schlechtesten Fall etwa 9000N Spannkraft (danach macht es dann knack - versteht sich also als Maximalkraft - da ist keine Sicherheit mehr drinnen).

Mir ist es noch nie gelungen eine gut sitzende Kralle mit einer M6 aus dem Schaftrohr wieder herauszuziehen. Somit ist so eine Kralle mit entsprechender M6 Schraube sehr wohl in der Lage genug axiale Kraft auch im Betriebsfall zur Verfügung zu stellen.

lg, SupermerlinDa reist man vorher das Gewinde raus.
Denn die Hülse in der Kralle ist aus Alu oft.

Supermerlin
15-04-2008, 12:49
Da reist man vorher das Gewinde raus.
Denn die Hülse in der Kralle ist aus Alu oft.

Was ja kein Widerspruch zu meiner Aussage ist. :)

lg, Supermerlin

Matthias
15-04-2008, 12:57
Was ja kein Widerspruch zu meiner Aussage ist. :)

lg, SupermerlinEh, ich wollte nur sagen, dass zuerst das Gewinde der Kralle ex geht, bevor sich die Kralle entgegen ihrer Einschlagrichtung rausbewegt.

Supermerlin
15-04-2008, 13:03
Eh, ich wollte nur sagen, dass zuerst das Gewinde der Kralle ex geht, bevor sich die Kralle entgegen ihrer Einschlagrichtung rausbewegt.

Schraube (wohlgemerkt Stahl nyx Alu oder wie heißt das ganz leichte Zeugs - Titan ??? :D) ist mir auch schon mal abgerissen bei so einem Versuch.

lg, Supermerlin

hubschraufer
15-04-2008, 13:15
...mir geht es aber nicht um das krallen nicht nach oben extrahieren können sondern darum, dass dieser endanschlag elastisch im schaft verankert ist. ich möchte das noch weiter spinnen: hätte es sinn die kappe als tellerfeder auszubilden? ...

Supermerlin
15-04-2008, 13:20
Glaub nicht, weil das System mit der Kralle eh schon sehr elastisch ist - da sind wir ja praktisch wieder einmal bei einer "Dehnschraube" angekommen.

Das diese Kralle-Schraubeverbindung sehr elastisch ist merkt man daran, wenn man sie spannt: der Widerstand nimmt relativ langsam zu. Verschraubt man z.B. zwei dicke Bleche miteinander (wovon das dem Schraubenkopf zugewandte Blech ein Durchgangsloch und das untere ein Gewinde für die Schraube hat), so ist beim Aufsetzen des Schraubenkopfes auf das Blech (und wenn alle Luft herausen ist), ein plötzlicher Anstieg beim Zusammenschrauben am Schraubenschlüssel zu erkennen - also eine sehr steife Schraubverbindung.

lg, Supermerlin

Potschnflicker
15-04-2008, 17:10
....das war soweit eh klar, nur die sache mit der zwinge nicht! ;)



Nun, es gibt schon einige Leute, die ohne Kralle oder Expander das Lagerspiel justieren. Dazu kann man eine Zwinge nehmen, die ganze Chose zusammenpressen, dann wieder ein Stück aufmachen und das Lagerspiel dann eben mittels Zwinge einstellen und die Vorbauschrauben anziehen. Ein Weg, der nicht empfehlenswert ist. Trotzdem wird er angewendet.

@Tagbild

Hab das "R" vergessen bzw. unterschlagen. Die Sekretärin hatte ihren freien Tag.....so hab ich halt eine "tagende Olle" (= tragende Rolle) eingenommen. Also net Tagbild oder Trugbild, sondern "Tragbild". Tragbilder sagen eine Unmenge über mechanische Belastungen, Verschleiss usw. aus.

DaFatalBert
15-04-2008, 19:50
halliehallo zusammen!

nachdem ich mir das ganze durchgelesen habe möcht ich hier meine persönliche meinung kunt tun...

ich glaube das diese viel-um-schriebene M6 schraube für das eine gut ist, nämlich das axiale anpressen des vorbaus zum steuersatz VOR dem festziehen der vorbauschrauben!

eine guten bsp in Cannondale -> die verbauen bei den tandems keine "m6 schrauben"!! da wir die vorspannung mittels einem konischen ring zwischen vorbau und steuersatz erzeugt!

wenn diese m6 schraube nachher noch vorgespannt wird, dann würde sich der vorbau, sollte er sich bewegen, ja noch mehr zum steuersatz hin gedrückt werden,oder?

für die vorspannung und das sichere halten finde ich, ist die verbindung kralle+m6 schraube+aheadkappe viel zu elastisch.

tragbild -> sagt nix drüber aus ob sich der vorbau axial verschiebt, er kann sich bewegen ohne das er sich verschiebt -> es wird der gabelschaft und der vorbau nie exakt zylindrisch sein und dadurch gibt es unterschiedlich anpresskräfte und abdrücke am vorbau und schaftrohr.

bei meinen bikes ist jedenfalls die vorspannung zwischen vorbau und steuersatz sehr geringe -> mit etwas kraft kann ich die distanzscheiben von hand verdrehen, gleich nach dem einstellen und auch noch nach diversen ausritten...

wobei das alles nur meine erfahrungen und gedankengänge sind -> wie deis bei einem 90 kg biker aus schaut kann ich mit meinen 60 kg lebendgewicht net beurteilen... do könnt schon sein das er die m6 a noch mit ausreißt wenn er in den wiegetritt geht und ordentlich am lenker zieht...

grüße
Jürgen

Potschnflicker
15-04-2008, 20:52
tragbild -> sagt nix drüber aus ob sich der vorbau axial verschiebt, er kann sich bewegen ohne das er sich verschiebt -> es wird der gabelschaft und der vorbau nie exakt zylindrisch sein und dadurch gibt es unterschiedlich anpresskräfte und abdrücke am vorbau und schaftrohr.



Ein enstsprechendes Tragbild sagt sehr wohl aus, wie und in welche Richtung sich zwei oder mehrere Bauteile zueinander bewegen. Es ist sehr leicht (auch für Laien) ein Verdrehen Vorbau/Lenker oder eine Vertikalverschiebung des Vorbaues zu unterscheiden. Diese Indikatoren sind recht eindeutig.

Seit es Aheadvorbauten gibt, befasse ich mich mit dieser Technik. Wenn sich was bewegt hat (häufiger als man annimmt), so war es immer so, dass sich das Lagerspiel vergrössert hat, nie verringert (eh logisch).

lizard
17-04-2008, 12:54
@ tragbild: die abbildung eines "wandernden" vorbaus ist ja nicht scharf abgebildet - sprich der übergang von voller klemmkraft zu einem bereich mit weniger ist ja fließend: wie soll man da bewegungen (falls überhaupt vorhanden! dies wird ja eher theoretisch angenommen) von zehntel millimeter erkennen können?

hab mich hoffentlich verständlich ausdrücken können.


und ein anderes system stell ich mal zur diskussion:
cannondale mit einer lefty gabel ...!
oben und unten ein lager, dichtring oben drauf, vorbau - fertig!
keine kralle, kappe & schraube - nur ein plastikdeckel.
nach eurer theorie müßte hier zwangsweise im fahrbetrieb ein lagerspiel entstehen oder?

auf in die nächste runde! :D

Supermerlin
17-04-2008, 13:08
auf in die nächste runde! :D

Ich bleib dabei - ich hab bei gleichem Material, Unterschiede nur einmal rutschende Kralle und dann feste Kralle diese Erfahrung gemacht (ich selber !!!) - und vielleicht war es auch nur irgend ein Zauberspruch den ich dann bei der zweiten Montage gemurmelt habe (unwissentlich) das es jetzt hält, aber Fakt ist: es tut nicht weh, kostet keinen Mehraufwand und bei mir funktioniert es ==> seit dieser Erfahrung hab ich das an allen mir anvertrauten Rädern so gemacht und werde es weiter machen.

Zu Deinen restlichen Aussagen hab ich grad keine Zeit eine Antwort zu geben, das geht sich leider in einem 3-Zeiler nicht aus, da muß man ein bißchen weiter ausholen, vielleicht habe ich später Lust.

lg, Supermerlin

st. k.aus
17-04-2008, 13:27
..
...
...
...
und ein anderes system stell ich mal zur diskussion:
cannondale mit einer lefty gabel ...!
oben und unten ein lager, dichtring oben drauf, vorbau - fertig!
keine kralle, kappe & schraube - nur ein plastikdeckel.
nach eurer theorie müßte hier zwangsweise im fahrbetrieb ein lagerspiel entstehen oder?

auf in die nächste runde! :D

:toll: genial irgendwie ...
z.b.:http://www.cannondale.com/asset/iu_files/techcenter/2007_lefty_speed_dlr2_sl_owners_manual_supplement_ en.pdf - seite23

Potschnflicker
18-04-2008, 09:57
@ tragbild: die abbildung eines "wandernden" vorbaus ist ja nicht scharf abgebildet - sprich der übergang von voller klemmkraft zu einem bereich mit weniger ist ja fließend: wie soll man da bewegungen (falls überhaupt vorhanden! dies wird ja eher theoretisch angenommen) von zehntel millimeter erkennen können?



Der Übergang kann auch mehr oder weniger abrupt sein (man denke z.B. an nicht perfekte Entgratung des Vorbaus-> relativ häufig), es liegt nicht immer nur an geringen Ungenaugkeiten.

@Lefty

Der Vergleich hinkt ein wenig.

Hier handelt es sich um eine Doppelbrückengabel, bei der beide Gabelbrücken in das klemmende System eingebunden sind. Der Vorbau selbst ist für das Lagerspiel irrelevant. Eingestellt wird das Spiel an der Unterseite, analog zu einem Expander oder Kralle.

lizard
19-04-2008, 19:32
@ lefty: die neuen kenn ich leider nicht mehr,
bis vor ca. 2 jahren war unten noch keine schraube.

einfach nur oben & unten eine brücke, vorbau - fertig.

Phil S.
26-05-2008, 20:48
Also Lagerspiel einstellen, dann Vorbauschrauben auf korrektes Anzugsmoment bringen. Danach die Abdeckkappe nicht lockern, sonst entsteht wieder Spiel im Steuersatz, weil die Klemmung Steuerrohr-Vorbau in der Regel axiale Bewegung zulässt.

Dann wird aber ein Nachziehen der Abdeckkappe zum Klemmen des Steuersatzes führen, oder?

LG, Phil

Supermerlin
26-05-2008, 22:56
Also Lagerspiel einstellen, dann Vorbauschrauben auf korrektes Anzugsmoment bringen. Danach die Abdeckkappe nicht lockern, sonst entsteht wieder Spiel im Steuersatz, weil die Klemmung Steuerrohr-Vorbau in der Regel axiale Bewegung zulässt.

Dann wird aber ein Nachziehen der Abdeckkappe zum Klemmen des Steuersatzes führen, oder?

LG, Phil

Nein - das konnte ich bisher nicht beobachten. Abgesehen davon soll ein Steuersatz meinem Empfinden nach durchaus eine Vorspannung haben - bei entsprechendem Material führt das NICHT zu einem Klemmen der Lenkung. Jedenfalls mach ich das bei meinen Chris King Steuersätzen schon einige Jahre so und habe damit keine Probleme.

Außerdem würde ich behaupten, daß die auftretenden Belastungen während des Betriebes eines MTB eher dazu führen das der Vorbau Luft in den Steuersatz bringt, als daß er zu einem Klemmen führen würde.

lg, Supermerlin

Supermerlin
26-05-2008, 23:24
Also Lagerspiel einstellen, dann Vorbauschrauben auf korrektes Anzugsmoment bringen. Danach die Abdeckkappe nicht lockern, sonst entsteht wieder Spiel im Steuersatz, weil die Klemmung Steuerrohr-Vorbau in der Regel axiale Bewegung zulässt.

Dann wird aber ein Nachziehen der Abdeckkappe zum Klemmen des Steuersatzes führen, oder?

LG, Phil

Nein - das konnte ich bisher nicht beobachten. Abgesehen davon soll ein Steuersatz meinem Empfinden nach durchaus eine Vorspannung haben - bei entsprechendem Material führt das NICHT zu einem Klemmen der Lenkung. Jedenfalls mach ich das bei meinen Chris King Steuersätzen schon einige Jahre so und habe damit keine Probleme.

Außerdem würde ich behaupten, daß die auftretenden Belastungen während des Betriebes eines MTB eher dazu führen das der Vorbau Luft in den Steuersatz bringt, als daß er zu einem Klemmen führen würde.

lg, Supermerlin

Potschnflicker
27-05-2008, 09:10
Außerdem würde ich behaupten, daß die auftretenden Belastungen während des Betriebes eines MTB eher dazu führen das der Vorbau Luft in den Steuersatz bringt, als daß er zu einem Klemmen führen würde.


Nicht nur MTB, möchte ich betonen.

Gestern erst wieder bei einem Trekkingradl nachgewiesen: Stark verschlissener Kunststoffdeckel, grosses Lagerspiel (Lager Ritchey Pro). Spiel (mit Kunststoffdeckel) nach Justierung nach kurzer Probefahrt wieder vorhanden. Nach Umrüstung auf Aludeckel aus meinem Fundus Problem behoben.

Phil S.
27-05-2008, 12:38
Nein - das konnte ich bisher nicht beobachten. Abgesehen davon soll ein Steuersatz meinem Empfinden nach durchaus eine Vorspannung haben - bei entsprechendem Material führt das NICHT zu einem Klemmen der Lenkung. Jedenfalls mach ich das bei meinen Chris King Steuersätzen schon einige Jahre so und habe damit keine Probleme.

Außerdem würde ich behaupten, daß die auftretenden Belastungen während des Betriebes eines MTB eher dazu führen das der Vorbau Luft in den Steuersatz bringt, als daß er zu einem Klemmen führen würde.

lg, Supermerlin
Mit der Vorspannung sehe ich ´s genauso.

Die Abdeckkappe ziehe ich nach dem Einstellen auch immer fest. Bisher habe ich es aber eigentlich nur deswegen getan, damit die aufs Grad genau ausgerichtete Beschriftung nicht wieder schief wird und ich beim Lesen von "KING SEALED BEARING" keinen Krampf im Hals krieg.
Dabei bin ich aber davon ausgegangen, dass die Vorbauklemmung damit nicht erkennbar beeinflusst wird. Wenn mein endgültiges Anzugsmoment nämlich axial auf den Steuersatz wirksam würde, wäre das dann mehr als nur "Vorspannung". Da wird das Kurvenfahren sicher unlustig - oder schon lustig, je nachdem für wen.

Was wir auch nicht wirklich klar ist:
Wie soll sich die Klemmung Steuerrohr-Vorbau axial bewegen, ohne dass es zu einer Verdrehung käme. Das Szenario, wo ein Drehmoment die Klemmung überfordert und dann auch eine axiale Verschiebung mit auftritt, erscheint logisch. Die dafür notwendigen Kräfte stelle ich mir aber lieber nicht vor. Ein schiefer Vorbau war bei mir zum Glück bisher nur Folge ungenauer Schrauberei. Im Fahrbetrieb hat sich da noch nie etwas bewegt.

Ich muss direkt einmal ohne Abdeckkappen fahren, schauen, was passiert!

LG, Phil

Golemcity
13-07-2008, 16:44
bei meinem steuersatz rann in den letzten tagen nur mehr braune soße raus. wahrscheinlich rost. als ich den steuersatz auseinander nahm war keine einzige kugel mehr drin. hab mal 4mm kugeln rein gegeben die sind rumgelegen aber etwas zu groß. weiß jemand die größe der kugeln im steuersatz?

alkfred
13-07-2008, 19:01
bei meinem steuersatz rann in den letzten tagen nur mehr braune soße raus. wahrscheinlich rost. als ich den steuersatz auseinander nahm war keine einzige kugel mehr drin. hab mal 4mm kugeln rein gegeben die sind rumgelegen aber etwas zu groß. weiß jemand die größe der kugeln im steuersatz?

ähem, scherzpost oder dein ernst?

Hartlander
13-07-2008, 20:57
ähem, scherzpost oder dein ernst?

hab ich mir auch gleich beim Lesen gedacht, wo sollen die Kugeln denn hin sein? :rofl:

Golemcity
13-07-2008, 21:00
ähem, scherzpost oder dein ernst?

ist mein ernst. die größe der kugeln hab ich glaub ich schon. ein achtel zoll müßten es sein. muß ich mir morgen in der firma besorgen. meine vermutung ist das die kugeln vom rost aufgefressen wurden. wären sie heraus gefallen hätte ich das hören müssen. da ich letzte woche 9000 HM bergab fuhr und meine knie ganz braun von den rostspritzern warn hat es mich dann doch interessiert.

Hartlander
13-07-2008, 22:21
....meine vermutung ist das die kugeln vom rost aufgefressen wurden. wären sie heraus gefallen hätte ich das hören müssen....

:rofl: :rofl: :rofl:

m0le
13-07-2008, 22:34
ist mein ernst. die größe der kugeln hab ich glaub ich schon. ein achtel zoll müßten es sein. muß ich mir morgen in der firma besorgen. meine vermutung ist das die kugeln vom rost aufgefressen wurden. wären sie heraus gefallen hätte ich das hören müssen. da ich letzte woche 9000 HM bergab fuhr und meine knie ganz braun von den rostspritzern warn hat es mich dann doch interessiert.

http://www.cosgan.de/images/midi/frech/k010.gif http://www.cosgan.de/images/smilie/frech/a075.gif

Golemcity
14-07-2008, 10:21
wie es aus sieht nimmt mich keiner ernst.