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Cannondale Slate Force CX1

Cannondale Slate Force CX1

11.08.16 08:55 33.633Text: NoPainFotos: Forstus (Outdoor), Erwin Haiden (Studio)Langzeittest der revolutionären New Road Waffe, einem Hybrid aus Rennrad, Hardtail und Crosser, mit fetten 650b-Reifen und einer Lefty-Federgabel. + New Road Style von Castelli, POC & Giro11.08.16 08:55 33.647

Cannondale Slate Force CX1

11.08.16 08:55 33.647 NoPain Forstus (Outdoor), Erwin Haiden (Studio) This story is also available in EnglishLangzeittest der revolutionären New Road Waffe, einem Hybrid aus Rennrad, Hardtail und Crosser, mit fetten 650b-Reifen und einer Lefty-Federgabel. + New Road Style von Castelli, POC & Giro11.08.16 08:55 33.647

Hatten wir es vergangene Saison schon vorausgeahnt, besteht mittlerweile überhaupt kein Zweifel mehr: Gravelbikes sind die 29er unter den 26-Zöllern, das Plus inmitten der 650Bs, das Fatbike, der Schnürsenkel und das neue Mattschwarz. Gravelbikes liegen aktuell voll im Trend und jeder Hersteller ist bestrebt, zur Eurobike wenigstens eine Grinder-Neuheit hinauszuprügeln. Und sei es nur dem Crosser im vorhandenen Portfolio einen nach aussen gebogenen Lenker, flacheren Lenkwinkel oder neuen Schriftzug zu verpassen. Hauptsache, es steht "Gravel" drauf.

Relativ locker kann dies Cannondale sehen, denn die haben nicht nur gerade erst ihrem SuperX BallisTec Carbon Disc Crosser eine moderne Allround-Geometrie gegönnt, sondern sind mit dem im Vorjahr vorgestellten Slate bereits im Besitz einer revolutionären Gravel-Waffe, einem Hybrid aus Rennrad, Hardtail und Crosser, für das die Amerikaner die Unterkategorie "New Road" definiert haben.
Das Slate fühlt sich auf fast allen Untergründen pudelwohl, egal ob befestigt oder unbefestigt, und obwohl es mit echten Spezialisten in den Disziplinen "Straße", "Gelände" oder "Cyclocross" nicht wirklich mithalten kann, gibt es doch einen schmalen Grat auf dem es - je nach Fahrkönnen und Risikobereitschaft - unschlagbar scheint. So zählen Highspeed-Passagen auf Asphalt, nahezu unabhängig vom Straßenzustand, sowie im trockenen und festen Offroad-Gelände zu seinen Domänen.

 „Wir haben das Slate aus einem recht einfachen Grund gebaut: wir wollten ein Rad, das sich so fährt wie das Slate.“ 

Murray Washburn, Global Product Marketing Director Cannondale
Eye-Catcher: fette Reifen und eine Lefty-Federgabel

Cannondales "New Road Bike" läuft auf überdimensionierten 650bx42c Reifen aus dem Hause Panaracer. Die Idee dahinter: die 42 mm breiten Reifen erreichen in Kombination mit den kleineren 650b-Felgen nahezu den gleichen Radumfang eines klassischen 23 mm breiten Straßenreifens in 700x23c (Anm: wir haben nachgemessen und kommen eher auf 22 mm, aber sei's drum). So soll das Rennrad-Feeling, trotz aller Vorzüge des superbreiten Reifens in puncto Grip, Dämpfung und Haltbarkeit, On- und Offroad erhalten bleiben.

Die Lefty-Federgabel "Oliver" wurde ebenfalls für beide Welten - Road und Offroad - entwickelt, wiegt rund 1.195 g und hat 45 mm Vorlauf sowie 30 mm Federweg. Sie besitzt einen PBR-Druckschalter für Überlastdämpfung (Lockout) mit externer Zugstufeneinstellung und SoloAir-Luftfederung. Um eine optimale Anpassung an die Fahrergröße zu gewährleisten, ist sie mit vier unterschiedlichen Gabelbrückenabständen (100,2/112,9/125,6/137,6mm) erhältlich. Dank dieser Liebe zum Detail schlägt die Lefty-Integration mit nur 10 mm oberhalb des Steuerrohrs zu Buche und der gesamte Stack ist in Rahmengröße Medium gar nur um 9 mm höher als beim Supersix-Evo.

  • Ungewohntes Bild: Cannondales Lefty-Federgabel "Oliver" am Renner.
    Ungewohntes Bild: Cannondales Lefty-Federgabel "Oliver" am Renner.
    Ungewohntes Bild: Cannondales Lefty-Federgabel "Oliver" am Renner.

 "Das Schweizer Taschenmesser unter den Rennrädern." 

Tim Johnson, Cannondale Markenbotschafter
  • SRAM Force CX1 Antrieb mit 44 Z. vorne.SRAM Force CX1 Antrieb mit 44 Z. vorne.SRAM Force CX1 Antrieb mit 44 Z. vorne.
    SRAM Force CX1 Antrieb mit 44 Z. vorne.
    SRAM Force CX1 Antrieb mit 44 Z. vorne.
  • 30 mm Federweg30 mm Federweg30 mm Federweg
    30 mm Federweg
    30 mm Federweg

Der SmartFormed-Rahmen besteht aus 6069-Aluminium, einem sehr widerstandsfähigen und steifen Material, das Cannondale ursprünglich für das CAAD10 entwickelt hat. Er wiegt in Large gerade mal 1.200 Gramm, besitzt innenliegende Züge und ist Di2-kompatibel. Das Rahmendesign wurde von den aktuellen Supersix Evo- und CAAD12-Rennern entlehnt, dafür an einigen Ecken und Enden überdimensioniert, beispielsweise am massiven Steuerrohr, um den ungleich höheren Offroad-Kräften Herr zu werden.
Noch mehr laterale Steifigkeit gewinnt der Rahmen durch die 142x12 Steckachse hinten und das massive, asymmetrische BB30A Tretlager, das zudem genügend Platz für die breiten Reifen schafft. Die Geometrie des Rahmens ist Rennsport-orientiert, sprich langer Reach und große Sattel-Überhöhung, mit kurzen Kettenstreben von 405 mm für besonders hohe Agilität.

  • SmartFormed 6069 AlloySmartFormed 6069 AlloySmartFormed 6069 Alloy
    SmartFormed 6069 Alloy
    SmartFormed 6069 Alloy
  • 11-42 Z.11-42 Z.11-42 Z.
    11-42 Z.
    11-42 Z.
  • 650bx42c650bx42c650bx42c
    650bx42c
    650bx42c

Neben den voluminösen Reifen und der Federgabel sorgen obendrein die 27,2 mm dünne Sattelstütze, ein gut dämpfender Fabric Sattel und starke Profilierungen an den Ketten- und Sitzstreben (Save Plus Micro Suspension) für den exzellenten Grip und hohen Fahrkomfort. Im Gegensatz zur Gabel besitzt der Rahmen eine Flatmount-Aufnahme für Srams hydraulische Scheibenbremsen, Ösen am Unter- und Sitzrohr für zwei Flaschenhalter, sowie an den Ausfallenden und Sitzstreben zur Befestigung von Schutzblechen.

Cannondale Slate Force CX1

Slate Force CX1

RahmenSlate, SmartFormed 6069 Alloy, Di2 ready, Save Plus, BB30aGabelCannondale Lefty Oliver Carbon w/ PBR, 30 mm Travel, 45 mm off-set, IS-2000 (offen)
GrößenSM/MD/LG/XLTretlagerFSA BB30 Bearings
SteuersatzTange Seiki Head Shock IntegratedKurbelCannondale HollowGram Si, BB30a, w/ OPI SpideRing 44Z
VorbauCannondale C1, 6061 Alloy, 1.5", 31.8, -5 deg. 100 mmKassetteSram X1 XD Drive 10-42
LenkerCannondale C1 Ultralight, 7050 Alloy, CompactKetteSram PC-1170, 11-speed
LenkerbandCannondale Bar Tape w/Gel, 2.5 mmBremsenSram Force CX1 Hydraulic Disc, 160/140 mm
SattelstützeCannondale C1, Alloy, 27.2mm x 350 mmSchalthebelSram Force CX1 Hydraulic Disc
SattelFabric Scoop Radius Race, Ti RailsSchaltwerkSram Force 11s, mittellang
FelgenSlate Disc, 650b, 28H, weldedNabenLefty 50 Road front, Formula 142x12 mm thru rear, 28h
SpeichenDT Swiss AeroliteReifenCannondale Slate Folding TRS tubeless, 650x42c, by Panaracer
Gewicht8,67 kgPreis€ 3.999,-
Studiofotos
  • Unser Langzeittest-Bike in Größe Medium
    Unser Langzeittest-Bike in Größe Medium
    Unser Langzeittest-Bike in Größe Medium
  • Rahmen: SmartFormed 6069 Aluminium, Save Plus, BB30a, Di2 ready, FlatmountRahmen: SmartFormed 6069 Aluminium, Save Plus, BB30a, Di2 ready, FlatmountRahmen: SmartFormed 6069 Aluminium, Save Plus, BB30a, Di2 ready, Flatmount
    Rahmen: SmartFormed 6069 Aluminium, Save Plus, BB30a, Di2 ready, Flatmount
    Rahmen: SmartFormed 6069 Aluminium, Save Plus, BB30a, Di2 ready, Flatmount
  • Gabel: Cannondale Lefty Oliver Carbon, PBR, 30 mm Federgabel, 45 mm OffsetGabel: Cannondale Lefty Oliver Carbon, PBR, 30 mm Federgabel, 45 mm OffsetGabel: Cannondale Lefty Oliver Carbon, PBR, 30 mm Federgabel, 45 mm Offset
    Gabel: Cannondale Lefty Oliver Carbon, PBR, 30 mm Federgabel, 45 mm Offset
    Gabel: Cannondale Lefty Oliver Carbon, PBR, 30 mm Federgabel, 45 mm Offset
  • Farbe: Black Anodized mit Nearly Black und Anodized PurpleFarbe: Black Anodized mit Nearly Black und Anodized PurpleFarbe: Black Anodized mit Nearly Black und Anodized Purple
    Farbe: Black Anodized mit Nearly Black und Anodized Purple
    Farbe: Black Anodized mit Nearly Black und Anodized Purple
  • Kurbel: Cannondale HollowGram Si, BB30a, mit OPI SpiderRing, 44tKurbel: Cannondale HollowGram Si, BB30a, mit OPI SpiderRing, 44t
    Kurbel: Cannondale HollowGram Si, BB30a, mit OPI SpiderRing, 44t
    Kurbel: Cannondale HollowGram Si, BB30a, mit OPI SpiderRing, 44t
  • Laufräder: Lefty 50 Road Nabe,  Slate Disc 650b Felgen, geschweißt, 28 LochLaufräder: Lefty 50 Road Nabe,  Slate Disc 650b Felgen, geschweißt, 28 Loch
    Laufräder: Lefty 50 Road Nabe, Slate Disc 650b Felgen, geschweißt, 28 Loch
    Laufräder: Lefty 50 Road Nabe, Slate Disc 650b Felgen, geschweißt, 28 Loch
  • Vorbau: Cannondale C1 Ultralight, 6061 Aluminium, 100 mm, 1.5", 31.8 mm, -5°Vorbau: Cannondale C1 Ultralight, 6061 Aluminium, 100 mm, 1.5", 31.8 mm, -5°
    Vorbau: Cannondale C1 Ultralight, 6061 Aluminium, 100 mm, 1.5", 31.8 mm, -5°
    Vorbau: Cannondale C1 Ultralight, 6061 Aluminium, 100 mm, 1.5", 31.8 mm, -5°
  • Lenker: Cannondale C1 Ultralight, 7050 Aluminium, CompactLenker: Cannondale C1 Ultralight, 7050 Aluminium, Compact
    Lenker: Cannondale C1 Ultralight, 7050 Aluminium, Compact
    Lenker: Cannondale C1 Ultralight, 7050 Aluminium, Compact
  • Tretlager: FSA BB30aTretlager: FSA BB30a
    Tretlager: FSA BB30a
    Tretlager: FSA BB30a
  • Sattelrohr: Dropper Post kompatibelSattelrohr: Dropper Post kompatibel
    Sattelrohr: Dropper Post kompatibel
    Sattelrohr: Dropper Post kompatibel
  • Save Plus KettenstrebenSave Plus Kettenstreben
    Save Plus Kettenstreben
    Save Plus Kettenstreben

Geometrie

Die New Road-Geometrie der Amerikaner ist etwas eigenwillig und trotzdem in sich absolut stimmig. Einerseits fällt der Reach fast auf den Millimeter gleich mit Cannondales Supersix-Evo (385 vs. 387 mm in M) aus, auch der Stack (560 vs. 551 mm in M) ist ähnlich tief und der Gabelvorlauf (45 mm), sowie die Länge der Kettenstreben (405 mm) gar absolut gleich. Andererseits erzeugt der flachere Lenkwinkel (71,5° vs. 72,9° in M) einen deutlich längeren Radstand (996 vs. 980 mm in M) und größeren Nachlauf (66 vs. 58 mm) und sorgt für das sprichwörtliche "Fahren wie auf Schienen". Mehr Bodenfreiheit schafft das um 4 mm höher positionierte Tretlager (273 vs. 269 mm), speziell bei einfedernder Gabel.

Onroad - Der Reifendruck macht's

Obwohl das Slate das Beste aus beiden Welten vereinen will, geht es in der Realität erwartungsgemäß nicht ganz ohne Kompromisse. Und das fängt schon beim Reifendruck an, denn die Bandbreite ist mit angegebenen 40-75 psi (2,75 bis maximal 5,2 bar) sehr hoch. Tim Johnson, seines Zeichens 6-facher Amerikanischer Staatsmeister im Cyclocross, rät (abhängig vom Fahrergewicht) zu 2,75 bar im Gelände, bis zu 4 bar auf der Straße und zu 3 bar bei wechselndem Untergrund.
Ich muss gestehen, dass ich diese Empfehlung erst beim Tippen des Berichts entdeckt habe und größenteils, On- und Offroad, mit den Original-Butyl-Schläuchen, also ohne Tubless-Milch, mit nur 2,5 Bar unterwegs war. Ich hatte bei 70 Kilogramm Lebendgewicht weder Probleme mit irgendwelchen Defekten, noch walkten die Reifen unangenehm bzw. auffällig stark.

Den Negativfederweg der Lefty stellte ich entsprechend der angebrachten Gewichtstabelle per Luftdruck (145 psi bei 70 kg) ein, justierte den Rebound nach Gefühl und rührte sie nie wieder an. Na gut, "fast nie", denn ein paar Mal probierte ich während der Fahrt schon den Lockout aus. Da die Gabel jedoch zu Beginn ihres nur 30 mm langen Federwegs so fein ansprach und schon kurz danach extrem progressiv wurde, ließ ich die steife Gabel eigentlich permanent offen und konnte dabei auch nie störendes Wippen wahrnehmen.

Unabhängig von der aktuellen Fahrbahnbeschaffenheit - trocken, nass, geteert, gepflastert oder sandig - hatte ich immer ein sicheres Gefühl und mächtig Spaß auf schnellen Asphalt-Abfahrten und in den engsten Kehren. Gewichtsverteilung und Schwerpunkt waren ideal, die Übertragung der Bremskräfte exorbitant, Supermoto-Feeling pur.

Allerdings haben all diese Vorteile auch Schattenseiten, denn im Vergleich zu einem richtigen Rennrad fühlten sich die breiten und soften Reifen auf der Straße leicht schwammig an und rollten selbstverständlich nicht so gut ab. Ein erheblich höherer Luftdruck brachte zwar Abhilfe, dafür war der gewonnene Grip wieder dahin und die Laufleistung der Pneus leidete in der Mitte der Lauffläche gewaltig.
Zudem machte sich das Mehrgewicht gegenüber eines herkömmlichen Rennrads bei jeder Beschleunigung bzw. am Berg negativ bemerkbar und sorgte für ein indirekteres Fahrgefühl. Zur Ehrenrettung sei angemerkt, dass das Slate selbstverständlich flotter über den Asphalt flitzte als ein Mountainbike oder Crosser mit Stollen.

Positiv fand ich die große Bandbreite der Sram Force CX1 - denn mit 44/10 lässt sich in der Ebene mächtig Gas geben und mit 44/42 sollte man fast überall hinaufkommen. Andererseits muss man als Rennradler auch mit den großen Sprüngen zwischen den Gängen leben können, denn nicht immer findet man die perfekte Übersetzung für eine gleichmäßige Trittfrequenz.

Offroad - Der Reifendruck macht's

Slicks abseits befestigter Straßen, kann das gut gehen? Es kommt darauf an. Generell sorgten die breiten Reifen auf festen Forststraßen, Feldwegen und trockenen Waldpassagen für exzellenten Grip, gute Traktion und hohen Fahrkomfort. Selbstverständlich kommen die von Panaracer produzierten Reifen bei zu hohem Luftdruck etwas schneller an ihre Grenzen, weswegen sich für längere Gelände-Ausflüge ein Druck (abhängig vom Fahrergewicht) von 3 bar oder weniger empfiehlt.
Im gröberen Gelände schlug die Stunde der Lefty Oliver, vorausgesetzt, man hatte zuvor nicht vergessen, den Lockout zu deaktivieren. Die Federgabel schluckte mit ihren 30 Millimetern sowohl feinste Unebenheiten, als auch die härtesten Stöße oder Schlaglöcher, schonte die Handgelenke und vermittelte ein deutliches Plus an Sicherheit.

Weniger gut performten die profillosen Slicks trotz ihres Fischgrätenprofils in schnellen Kurven auf Naturböden aller Art und rutschten bei Nässe immer wieder durch. Ende Gelände war schließlich im schlammigen Morast, tiefen Schotter, auf losem Geröll und bei ruppigen Abfahrten. Fürs richtig derbe Terrain fehlen einfach die Stollen und man wäre - will man nicht in Schrittgeschwindigkeit ums Überleben kämpfen - mit einem Crosser oder Hardtail besser beraten.

 "Everything is fine until it isn't." 

Slicks abseits befestigter Straßen

Ihrem Einsatzzweck entsprechend funktionierten die Gravel-Reifen (siehe das Panaracer Modell Gravelking ohne Cannondale Branding) allerdings richtig gut und zeigen selbst jetzt nach mehr als 2.000 Kilometern keine gravierenden Gebrauchsspuren. Dies dürfte am niedrigen Luftdruck und dem relativ geringen Asphaltanteil von zirka 40% gelegen haben, da sich im Netz schon andere Slate-Besitzer nach etwa 1.500 Kilometern über verschlissene Reifen beklagten. Es scheint auch ein guter Pannenschutz (Puncture Protection Breaker) an Board zu sein - zumindest hatte ich trotz permanentem Unterschreiten des angegebenen Minimaldrucks, ich fuhr maximal 2,5 bar vorne und hinten, keinerlei Probleme mit Pannen.

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New Road Style im Detail

Zielgruppe: Who is (and who is not)?

Das Slate einem bestimmten Radtypen zuzuordnen fällt schwer. Ganz gewiss ist es kein Anfänger-Bike, es eignet sich wegen seiner sportlichen Sitzposition kaum für lange Endurance-Einsätze und kann echten Spezialisten in den Kategorien "Rennrad", "Mountainbike" oder "Cyclocross" ebenfalls nicht das Wasser reichen.

Wer allerdings eine Allzweckwaffe für die Straße und das Gelände sucht, auf Asphalt keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellen und sich in technischen Cross-Country-Abschnitten keinen KOM holen möchte, ist mit dem Slate bestens beraten. Es ist ein Allrounder für jeden, aber niemanden im Speziellen. Kein echtes Racebike, aber ein Bike für echte Racer.

ISIS NOT
Funbike / New Road
Gravelbike
Allrounder
Winter- / Schlechtwetterrad
Anfängerbike
Rennrad
Gran Fondo / Endurance
Cyclocrosser
Mountainbike Hardtail

 "Kein echtes Racebike, aber ein Bike für echte Racer." 

Bikeboard.at über das Slate Force CX1

Aktuell sind vom Slate drei Modelle erhältlich. Mit Shimano 105 um € 2.999,-, Ultegra um € 3.499,- und schließlich das hier vorgestellte Topmodell, Force CX1, mit 1x11-Antrieb für 3.999 Euro. Alle Bikes sind mit Scheibenbremsen ausgestattet und teilen sich den gleichen Rahmen, Gabel, Laufräder und Reifen.
Kommende Saison gesellen sich noch zwei günstigere Apex-Versionen - ein Damen- und ein Herrenmodell - mit Sram Apex 1x11 Schaltung, hydraulischen Disc-Brakes, und auffälliger Cannondale Solo Rigid Einarm-Gabel zum Line-up. Kostenpunkt 1.999 Euro.

Safety-Warning

Im April 2016 erhielten alle Slate Besitzer die folgende Information (v.d.Red. gekürzte Fassung):
"Dank des Feedbacks einiger Slate-Besitzern haben wir festgestellt, dass bei der Umstellung des Slates auf tubeless die Passgenauigkeit der Reifen auf den Felgen nicht die von uns angestrebten hohen Standards für Leistung, Sicherheit und Kompatibilität erfüllt. Dabei handelt es sich um ein Problem mit der Felge, nicht mit dem Reifen.

Die Verwendung des Slates mit den serienmäßig verbauten Schläuchen ist absolut sicher, aber im Interesse der Sicherheit sollten alle Benutzer, die ihr Slate mit den Serienreifen tubeless verwenden, die Benutzung des Fahrrads umgehend einstellen. Das Slate kann vorübergehend wieder mit der Serienbereifung und handelsüblichen Schläuchen benutzt werden. Benutzer, die ihr Slate auch in Zukunft tubeless fahren möchten, sollten einen Cannondale-Händler aufsuchen und sich für einen kostenlosen Austausch des kompletten Laufradsatzes anmelden."

Seit Mitte Juli können nun die Original-Laufräder gegen funktionierende Tubeless-Sätze mit Mavic XM419 Disc-Felgen getauscht werden. Wer auf Tubeless verzichten kann, sieht wohl besser von dem Austausch ab, denn die Mavic Felgen sind mit 19 mm Innenmaulweite um über 3 mm schmäler, dafür aber deutlich schwerer als die OEM-Version. Seit Juli 2016 werden allerdings auch die Neuräder ab Werk mit Mavic XM419 Disc-Felgen ausgeliefert, das Gesamtgewicht der Komplettbikes wird also geringfügig nach oben gehen.

Fazit

Cannondale Slate Force CX1
Modelljahr:2016
Testdauer:> 2.000 km (60% Offroad)
Preis:€ 3.999,00 UVP
+Avantgardistisches und innovatives Konzept
+Hoher Komfort der seinesgleichen sucht
+Do-it-all Fun-Bike
+1x11-Übersetzung mit hoher Bandbreite
+ OnroadNiedriger Druck garantiert Grip und Spaß ohne Ende
+ OffroadNiedriger Druck sorgt für lange Reifen-Lebensdauer
- OnroadHoher Druck und lange Asphalt-Passagen reduzieren die Reifen-Lebensdauer
- OffroadGrip stößt bei Nässe und im tiefen Untergrund schnell an seine Grenzen
-OEM-Laufräder vor Juli '16 nicht Tubeless-kompatibel
-Mühevolle Einstellung der Sattelneigung (vordere Schraube schwergängig)
BB-Urteil:Allzweckwaffe für die Straße und das Gelände für Individualisten und Freigeister.

Obwohl viele Hersteller das klassische Gravelbike als entschärften Cyclocrosser mit gemäßigter Geometrie interpretieren, schielt Cannondale mit dem Slate in eine völlig andere Richtung. So sitzt man auf dem New Road Bike recht gestreckt und mit deutlicher Überhöhung, wie auf einem richtigen Rennrad, während der lange Radstand, die dicke Bereifung und die solide Mini-Federgabel für extreme Laufruhe, exzellenten Grip und einen bis dato nicht bekannten, hohen Fahrkomfort sorgen. Die dünne, weit ausgezogene Sattelstütze mit Flex, ein gut dämpfender Sattel von Fabric und starke Profilierungen an den Ketten- und Sitzstreben (Save Plus Micro Suspension) tragen das ihre dazu bei.

Vor allem im trockenen und festen Offroad-Gelände sowie in Highspeed-Abfahrten auf Asphalt - nahezu unabhängig vom Straßenzustand - ist das Slate in seinem Element. Trotz der vielgerühmten Federeigenschaften sind Rahmen, Gabel und Laufräder stets steif genug um besten Vortrieb zu gewährleisten und auch den einhergehenden Belastungen härtester Bremsmanöver standzuhalten. Denn Srams hydraulische Scheibenbremsanlage Force CX1 arbeitet ausgezeichnet und beißt gut dosiert, aber kräftig zu.

Die Frage, ob das Slate einem klassischen Gravelbike oder Cyclocrosser vorzuziehen ist, kann der Test leider nicht beantworten. Denn wie heißt es so schön: Der Zweck heiligt die Mittel.


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  1. #1
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Schönberg am Kamp
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    Cannondale Slate Force CX1

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  2. #2
    Registrierter Benutzer
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    Graz
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    Das Ding wird wohl polarisieren und ich oute mich mal: Für mich der ultimative Griff ins Klo.
    Wie im Artikel angedeutet, wenn der Einsatzbereich zu sehr ausgeweitet wird, kanns im Endeffekt gar nichts mehr vernünftig. Aber manche Modelle dienen gar nicht dazu großartig verkauft zu werden, sondern die Marke zu unterstützen. bin gespannt, ob ich irgendwann eins in freier Wildbahn antreffen werde (ausser wenn dahinter ein Fotograf steht natürlich - @Forstus: Tolle Bilder!)

  3. #3
    langsam alt Avatar von hermes
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    bringts das: +600 gramm (schätzungsweise) für 3cm federweg? nehmen bei den fetten schlapfen und bei 3bar nicht die reifen schon fast soviel? wobei das gesamtgewicht ja trotzdem nicht so schlecht ist.
    die optik lass ich mal beiseite, ist c'dale merkmal.
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    i tät gern so gscheit radlfahrn können, wie i deppat reden kann

  4. #4
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    Mich hat eine Testfahrt überzeugt. Für die Strasse brauch ichs sowieso nicht, deshalb ist mein Setup ein leicht profilierter Stollenpnö mit 3bar. Macht auf Waldwegen und Schotterstrassen riesen Spaß.

    Für die abendliche 1,5h Vernichtung ist es ideal, ich fahr wann ich will und wo ich will ohne Humbold.

  5. #5
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    Also ich kann mich "ruffl" nur anschließen - auch mich hat das Slate voll überzeugt und habe nach knapp 3 Monaten knapp 2000km damit runtergespult.
    Es macht unglaublich viel Spass mit dem Ding zu fahren und egal wo man damit fährt, man(n) ist immer flott unterwegs. Der einzige Nachteil ist, dass mein Cannondale Ultimate und mein S-Works Tarmac im Keller verstauben...

    Meiner Meinung nach bringen die 3cm sehr wohl was, da es bei "gemütlichen" Trails bzw. auf Asphalt, Schlaglöcher super weg dämpft.

    Für mich persönlich ein perfekter Allrounder, wo ich nicht im Vorhinein überlegen muss wo ich hinfahre. Das Slate hat mich so auf viele neue Strecken gebracht, die ich mit dem RR/MTB so nie gefahren wäre.

  6. #6
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Schönberg am Kamp
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    Zitat Zitat von hermes Beitrag anzeigen
    bringts das: +600 gramm (schätzungsweise) für 3cm federweg? nehmen bei den fetten schlapfen und bei 3bar nicht die reifen schon fast soviel? wobei das gesamtgewicht ja trotzdem nicht so schlecht ist.
    die optik lass ich mal beiseite, ist c'dale merkmal.
    Um den Komfort-Unterschied zu "erfahren" habe ich anfänglich immer wieder zwischen dem Slate und meinem Ritchey Swiss Cross mit 700x35c Reifen hin- und hergewechselt. Obwohl das Ritchey einen komfortablen Stahlrahmen besitzt und auch mit wenig Luftdruck gefahren wurde, kam es komfortmäßig nicht einmal ansatzweise an das Slate heran. Ich kämpfte auch lange Zeit mit Beschwerden meiner beiden gebrochenen Hände und Finger und konnte mit dem Ritchey die ersten Wochen gar nicht fahren, weil ich bei jedem Schlagloch den Lenker auslassen wollte. Mit dem Slate hatte ich kein Problem.
    Kurz: die 3 Zentimeter bringen mehr als die Zahlen versprechen.

    Eine Rigid-Lefty einzubauen kann meiner Meinung nach nur eine Frage des Preises sein. Das Mehrgewicht - GERADE beim Graveln - wäre mir die Lefty in jedem Falle wert. Aber natürlich geht es auch ohne, man ist ja auch Jahrzehnte mit starren Mountainbikes herumgefahren.

  7. #7
    Benutzter Avatar von ventoux
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    Zitat Zitat von 6.8 Beitrag anzeigen
    ......aus dem Grund kommt nächstes Jahr auch die starre Lefty
    Starre Lefty halte ich für sinnlos. Man holt sich nur die Nachteile ins Boot, wie eventuelle Probleme beim freihändig fahren, ohne einen Nutzen zu haben.
    Einzig die unverkennbare Cannondaleoptik hat man halt, wem es gefällt.
    Target 2017:

    ??

  8. #8
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    Zitat Zitat von ventoux Beitrag anzeigen
    Starre Lefty halte ich für sinnlos. Man holt sich nur die Nachteile ins Boot, wie eventuelle Probleme beim freihändig fahren, ohne einen Nutzen zu haben.
    Einzig die unverkennbare Cannondaleoptik hat man halt, wem es gefällt.
    ..genau zumal die starre Variante auch nicht leicht werden wird.
    Ansonsten - optisch ist das Rad leider geil.
    Dank an den Autor, super Artikel.

  9. #9
    SUB10 Avatar von Snowbike
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    Das Erfreulichste am Test ist der Nopain am Rad, wer hätte das vor ein paar Monaten noch gedacht! Das Rad gefällt mir!
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    SNOWBIKE

  10. #10
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Zitat Zitat von Snowbike Beitrag anzeigen
    Das Erfreulichste am Test ist der Nopain am Rad, wer hätte das vor ein paar Monaten noch gedacht! Das Rad gefällt mir!
    Danke dir, in der Tat - das ist sehr erfreulich.

  11. #11
    Innen-oben-Fahrer Avatar von netdesk
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    Zitat Zitat von Snowbike Beitrag anzeigen
    Das Erfreulichste am Test ist der Nopain am Rad, wer hätte das vor ein paar Monaten noch gedacht! Das Rad gefällt mir!
    Ich hab mir dreimal die Augen gerieben und nach einem innerlichen "is a des? na. gibts net. gibts des? na. doch, des is a, leck fettn" hin und her war ich dann sehr erstaunt und erfreut unterm artikel den nick "NoPain" zu lesen

  12. #12
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    Bin absoluter Fan des Slate! Ok, kurzer Frust wegen der rückholaktion, aber sonst echt die reine Freude!
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    Geändert von heavyrider77 (11-08-2016 um 20:24 Uhr)

  13. #13
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  14. #14
    Rockstar in Austria Avatar von Essi
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    Zitat Zitat von ruffl Beitrag anzeigen
    Mich hat eine Testfahrt überzeugt. Für die Strasse brauch ichs sowieso nicht, deshalb ist mein Setup ein leicht profilierter Stollenpnö mit 3bar. Macht auf Waldwegen und Schotterstrassen riesen Spaß.

    Für die abendliche 1,5h Vernichtung ist es ideal, ich fahr wann ich will und wo ich will ohne Humbold.
    Ruffl, wo sind die Zeiten als wir ein leichtes Hardtail mit Starrgabel dem Bisamberg rauf und runter geprügelt haben?

    Ich bin mir noch nicht so sicher ob ich so ein Radl wirklich brauch. Straßenräder, MTB, 2 Crosser... und kein Platz im Keller! Und die Alte hängt mir deswegen in den Ohren....

  15. #15
    Registrierter Benutzer Avatar von mrwulf
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    @nopain Wie hat dir das Castelli Imprevisto Trikot gefallen. Wie ist das Tragegefühl vor allem wenn man schwitz? Fällt da die Impregnierung negativ auf?

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