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Kona Abra Cadabra

Kona Abra Cadabra

04.03.10 16:32 31.515Text: NoPainFotos: Erwin Haiden... Sim Sala Bim, den NoPain prackt's am Heiligenstein bergab nicht mehr hin! Probefahrt mit dem kanadischen All Mountain Trail-Wunder inklusive Magic Link.04.03.10 16:32 31.521

Kona Abra Cadabra

04.03.10 16:32 31.521 NoPain Erwin Haiden... Sim Sala Bim, den NoPain prackt's am Heiligenstein bergab nicht mehr hin! Probefahrt mit dem kanadischen All Mountain Trail-Wunder inklusive Magic Link.04.03.10 16:32 31.521

Es mag geeignetere Testpiloten geben für ein 160-mm-Trailbike als einen passionierten Zeitfahrer. Und es mag aufg'legtere Testgebiete geben als die hügeligen Trails des Waldviertels und den lieblichen Downhill am Heiligenstein. Aber zum Zeitpunkt der Kona-Probefahrt war nun mal endlich wieder ein wenig Ruhe, Entspannung und Chillen daheim angesagt. An den Gardasee, die ligurische Küste oder wo immer das Abra Cadabra eigentlich zu Hause ist, kann sein potenzieller Käufer dann ja immer noch fahren.
Aber ignorieren wir doch mal die Befindlichkeiten des Schmerzlosen, und wenden unser Augenmerk jenem Teil zu, um das es eigentlich geht.

Auftritt ein All Mountain aus Scandium, blitzblank poliert und von fetzigem Grün kontrastiert. Der Hydroforming-Rahmen mit tief gezogenem Oberrohr, kompaktem Hinterbau, konischem Steuerrohr und asymmetrischen Kettenstreben gefällt - nicht zuletzt, weil bei sieben Größenabstufungen wirklich jeder Zwerg, Hüne oder sonstwie Gebaute die für ihn perfekte Wahl treffen kann. Die lebenslange Garantie auf den Rahmen ist ein weiterer Faktor, der dem Kona Pluspunkte verschafft, noch ehe NoPain überhaupt aufgesessen ist.


Bevor diese geschehen kann, gilt es freilich noch, eine Besonderheit zu inspizieren, die man außer auf anderen Kona-Modellen so wohl nirgendwo sonst finden wird: den Magic Link.
2008 erstmals präsentiert und 2010 überarbeitet, herrscht angesichts des rund um den Dämpfer angesiedelten Systems nach wie vor Erklärungsbedarf. Im Grunde genommen hat das herkömmliche Mehrgelenkssystem ein zusätzliches Gelenk mit einem Ausgleichs-Federelement erhalten, damit sich das Bike mittels automatischer Geometrie- und Federwegsjustierung unterschiedlichen Bedingungen anpassen kann. Kopf dahinter ist Brian Berthold – der ehemalige Motocrosser tüftelte bereits an Fahrwerken und der Aerodynamik für die Indycar- und Formel 1-Serie.
Im Vorjahr vom Freerider Coilair erstmals in die All Mountains übernommen, arbeitet unter dem Hauptdämpfer ein kleinerer Dämpfer, der es Ersterem ermöglicht, je nach Untergrund und Kettenzug nach vorne und hinten zu kippen und dadurch Federweg, Dämpfung und Geometrie zu verändern. Oder, wie Kona es ausdrückt: „Der Fahrer und der Trail sind die Schalter.“ Geht’s bergab, kippt der Hauptdämpfer nach hinten, der Travel erweitert sich auf 160 mm, das Tretlager und damit der Schwerpunkt kommen tiefer, der Winkel wird flacher. Tritt man (bergauf) in die Pedale, wippt der Dämpfer vor – weniger Travel, ein steilerer Lenkwinkel und ein höheres Tretlager sind das Ergebnis.
In der Theorie klingt das ziemlich komplex, und wahrscheinlich ist es das auch in der Praxis. NoPain kann das wurscht sein. Was ihn interessiert: Wie fühlt es sich an?
Also aufgesessen und losgefahren …

Specs: Kona Abra Cadabra 2011

Tech Specs

RahmenKona Race Light Scandium Butted 100-160mmKurbelShimano Deore XT 42/32/24
Größen14", 16", 17", 18", 19", 20", 22"SchalthebelShimano SLX
DämpferFox Float RP23SchaltwerkShimano Deore XT Shadow SGS
GabelFOX 32 Talas FIT RL 150mm w/15mm TAUmwerferShimano SLX
VorbauKona XC/RoadZahnkranzkassetteShimano SLX 11-34 10 spd
LenkerKona XC/BC Primo RiserKetteShimano SLX
SteuersatzFSA No.57ELaufräderEaston Haven Disc Wheelset
SattelstützeKona Primo Double Clamp w/offsetReifenMaxxis Ardent 26x2.25 Kevlar
SattelWTB Valcon RaceGewicht13,8 kg (o.P.)
Bremse vo/hiAvid Elixir R 185/160 mmPreis3.999,-

Für das Setup empfiehlt sich ein Blick auf die Anleitung. Ist die korrekte Abstimmung gefunden, muss selbst der skeptische Schmerzlose zugeben: Nyx zu merken von der permanenten Bewegung bzw. Anpassung. Bergauf verharrt der Magic Link in seiner geringsten Federwegsstufe von 100 mm. Bergab kommt man nebst den flacheren Winkeln in den Genuss einer etwas softeren Dämpferabstimmung bei gleichzeitig steigender Progressionsrate, und je nach Härte der Schläge von bis zu 60 mm Federweg zusätzlich.
Das Abra Cadabra liegt dabei gut in den Kurven, und was immer die hintere Federung nun wirklich macht: Das System scheint - zumindest in dem Rahmen, in dem NoPain es fordern kann - zu funktionieren. Schluckfreudig steckt es auch die steileren Wurzelstufen der Waldviertel-Trails weg, ein (zugegeben: absolut unfreiwillig passierter und nicht gerade enormer) Drop wurde weich abgefangen.
Insgesamt verzeiht das Bike so ziemlich alles außer verspätetes Anbremsen. Denn die Avid Bremsen stoppen die Fuhre trotz der relativ kleinen Bremsscheiben zwar schneller als erwartet, dennoch könnte die Verzögerung besser sein.

Testfahrt mit dem Abra Cadabra

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Ja! Die Abfahrt vom Heiligenstein (Langenlois-Zöbing) ist für wahre Downhiller lächerlich. Und nein, der alte Mann in dem Video kann es nicht besser.

In erster Linie wollten wir mit den beiden Action Cams das Zusammenspiel zwischen Federung und Dämfpung demonstrieren. Während die Gabel an einigen rumpeligen Stellen schon richtig arbeiten musste, war der fette Hinterbau-Dämpfer kaum aus der Ruhe zu bringen. Bergauf arbeitete er perfekt mit der kletterfreundlichen Geometrie zusammen.

Bergauf fällt das Gewicht von 13,8 kg (mit ein wenig Tuning bei den Teilen ließe es sich wohl recht einfach auf bis zu 11,5 kg abschlanken) einem konditionell gestählten Testfahrer wie dem Parttime-Inselbewohner nicht weiter negativ auf, da das Abra Cadabra recht fein läuft und gute Klettereigenschaften hat. Die auf 100 mm absenkbare Fox-Gabel tut hier ein Übriges.
Positiv machen sich die Maxxis-Reifen bemerkbar. Sie bieten ordentlich Traktion und bleiben auch auf nassen Wurzeln, Steinen und feuchtem Laub brav kleben. Letzteres sammelt sich allerdings, nebst kleinen Steinchen und Dreck, gerne im Flaschenhals, der sich zwischen Gummi und Schwingen-Strebe bildet, sprich: viel Freiheit ist da hinten nicht ...

Fazit

Eine Spaß-Fuhre, die je nach Kondi auch auf Touren mit steileren Anstiegen eingesetzt werden kann. Die wahren Stärken des Abra Cadabra liegen dank Zauber-Mechanismus, feinem Handling und toller Abstimmung aber freilich bergab. Während am Rahmen, bei den Laufrädern und Federelementen Top-Ware verbaut ist, wird bei den Komponenten und der Schaltung ein wenig gespart – aber so bleibt wenigstens auch dann noch was zu tun, wenn sich die Geldbörse vom 4.000-Euro-Loch wieder erholt hat …


Ergebnis 1 bis 15 von 15
  1. #1
    früher mal Weltmeisterin Avatar von NoMan
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    Kona Abra Cadabra

    Postet hier eure Kommentare

  2. #2
    Gymbo Avatar von JIMMY
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    4000 er für 14 kg ????? najo

    aber schön is

    wenn i 5000 hinleg,bekomm i dann eins mit 15 kg ?

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von MalcolmX
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    ausserdem ist die F150 RL NICHT das topmodell... keine einstellbare druckstufe...

    naja, wenn ein zeitfahrer von mountainbikes spricht

  4. #4
    More than back!!! Avatar von riffer
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    Zitat Zitat von JIMMY Beitrag anzeigen
    4000 er für 14 kg ????? najo

    aber schön is

    wenn i 5000 hinleg,bekomm i dann eins mit 15 kg ?
    Hab ich mir auch gedacht, zudem mit der leichten 32er -Gabel. Wie man da noch 2,3kg abspecken soll, ohne einen Kleinwagen finanzieren zu können...

  5. #5
    Staudenraschler Avatar von cirex
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    ehrlich? leider kein besonders guter beitrag. bin mir nicht sicher, ob die gewählte "teststrecke" wirklich geeignet ist, um ein 160mm bike zu testen. ich will jetzt gar nix zum fahrerischen können sagen (dem wurde ja auch schon proaktiv entgegen gewirkt). ich glaub auch nicht dran, dass sich 2,3kg "recht einfach" von dem bock reissen lassen... beim nächsten mal wirds besser, bestimmt! oder einfach nur mehr merida carbonhobeln testen
    XC legs,
    DH balls...
    ------------------------

    For Sale:

  6. #6
    Gymbo Avatar von JIMMY
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    i wollts ja ned sagen,aber gebts in zukunft solche räder leuten zum testen die bergabfahren können ( auch wenn sa sich manchmal a bissl weh tun )

    ...und seh i jetzt erst,das teil hat slx teile verbaut um den preis - geh leck

  7. #7
    Höhenmetersammler Avatar von PLR
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    ...und seh i jetzt erst,das teil hat slx teile verbaut um den preis - geh leck
    War auch mein Erster Gedanke, als ich das Bild mit dem SLX Schalthebel gesehen habe

    Nichts gegen SLX, ist ja im Allgemeinen sehr brauchbar, aber an einem 4000€ Teil finde ich selbst die XT Komponenten (Kurbel,Schaltwerk....) noch "unterdimensioniert" da würde ich mir schon eher eine XTR bzw XO wünschen.
    Aber nachdems ja doch eher zum Bergabfahren gedacht ist, werden sie wohl die Teile für ausreichend empfunden haben.

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von mw01
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    Auf der Teststreckn hätt a Hardtail oder a Cyclocross a genügt. Der Dämpfer schaut in dem Video net wirklich g'stresst aus.
    Wenigstens hatt er beim Downhill die Sattelstütze versenkt. ;-)

    Ansonsten, großen Dank für den informativen Biketest!

  9. #9
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Zitat Zitat von mw01 Beitrag anzeigen
    Auf der Teststreckn hätt a Hardtail oder a Cyclocross a genügt. Der Dämpfer schaut in dem Video net wirklich g'stresst aus.
    Wenigstens hatt er beim Downhill die Sattelstütze versenkt. ;-)

    Ansonsten, großen Dank für den informativen Biketest!
    Es war in Wirklichkeit viel steiler als es im Video aussieht. Das ist nur die Kamera-Perspektive. :-P

  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von höga
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    hauptsache die beine sind schön!

  11. #11
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    Aha...

    Kauft wer sowas?
    In der Preisklasse wuerde ich mir dann schon eher ein Scott Genius mit 12,3 Kilo kaufen.

    Was sind die Vorteile von diesem Bike gegenüber einem "vergleichbaren" Canyon Strive oder Cube Fritzz (160mm Federweg und aehnlichem Gewicht, aber "hochwertigere" Komponenten) die mich dazu veranlassen, 1000 - 1500.- Euro mehr auszugeben?
    Geändert von Loggo (22-03-2011 um 16:56 Uhr)

  12. #12
    Gymbo Avatar von JIMMY
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    Zitat Zitat von Loggo Beitrag anzeigen
    Kauft wer sowas?
    In der Preisklasse wuerde ich mir dann schon eher ein Scott Genius mit 12,3 Kilo kaufen.

    Was sind die Vorteile von diesem Bike gegenüber einem "vergleichbaren" Canyon Strive oder Cube Fritzz (160mm Federweg und aehnlichem Gewicht, aber "hochwertigere" Komponenten) die mich dazu veranlassen, 1000 - 1500.- Euro mehr auszugeben?
    DIE MARKE

    oder warum kauft man sich ein Spezi,trek und co ?

  13. #13
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    Schon klar...

    Zitat Zitat von JIMMY Beitrag anzeigen
    DIE MARKE

    oder warum kauft man sich ein Spezi,trek und co ?
    Das habe ich mit dem Scott gemeint. Die oben genannten Premiummarken haben in der vergleichbaren Preisklasse andere Komponenten und vor allem ein geringeres Gewicht (das ja bekanntlich der Nonplusultra Preistreiber ist).

  14. #14
    fixiert! Avatar von fullspeedahead
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    Ganz ehrlich - ich find den Beitrag leiwand. Ein Häupl wird nicht erfolgreicher, wenn er sich aalglatt wie ein Faymann präsentiert und ebenso steht Marke NoPain/Bikeboard eben nicht für kleines österreichisches IBC. Die Selbstironie und der Humor sind zwar gewissermaßen bitter notwendig, weil der Beitrag sonst außer exzellenten Bildchen nicht viel zu bieten hätt (drum versteh ich auch die Kritik), aber eigentlich find ichs ein ganz angenehmes Kontrastprogramm.

    Heutzutage muss man sich ja allerhand anhören, wenn man nicht das Radl kauft, das mit 3,84 Punkten Vorsprung Testsieger geworden ist, aber eigentlich ist das vollkommener Bullshit. Ich mein warum sollte das Bike für die allermeisten Biker, die keine Ambitionen haben bei Rennen vorn mitzufahren, ein schlechter Kauf sein, weils 13,8kg wiegt und wäre ein guter Kauf, wenns 12,8kg wiegt. Letztlich kanns da höchstens um eine "Mein-Handy-is-besser-als-dein-Handy"-Mentalität gehen, weil für das persönliche Fahrerlebnis und noch mehr für die Frage guter Kauf/schlechter Kauf ists relativ blunzn.

    Zum Bike selbst:
    - ich finds sehr schön, lässig und das Federungssystem interessant
    - ich finde dass eine Ausrichtung mit einer Fox36 ein stimmigeres Konzept abgegeben hätte
    - die Geometrie scheint sehr gut gelungen, 7 Größen sind wirklich fein (wenn auch für Händler zach)
    - obs einem die Kohle wert ist, kann nur jeder selbst bestimmen

    Der Kritik, dass ein 2.Testfahrer den Beitrag definitiv hätte aufwerten können, kann ich einiges abgewinnen. Eine genauere Aussage wie sich das Bike im Vergleich zur Konkurrenz verhält und für wen es daher besonders geeignet ist, wäre schon interessant gewesen. Interessierte und versierte Testfahrer hätte man sicher in den Reihen der BB-User finden können.

  15. #15
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    Wieso unbedingt abspecken??? Is doch eh kein Gewicht. Ausserdem hat das ABRA Cadabra, das hier getestet wurde, 13,1 kg und nicht 13,8.
    Ich komme aus der DH und Freeride-Ecke und finde das sher leicht. Ausserdem muss man den Magic Link auch in Betracht ziehen - finanziell und in Punkto Gewicht!!!

    Und für den Preis: bei CRC für wohlfeile 2300,- zu haben (2160,- wenn's nach Deutschland geschickt wird :-)

    Nochmal: lieber 1kg mehr am Radl, dafür stabil in allen Lebenslagen...und die meisten könnten das kg locker an sich selbst einsparen - IS BILLIGER!