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  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von milestone
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    Wien/Siegen, eine Reiseplanung

    Hallo

    Ich hatte mir vorgestellt heuer im Sommer auch eine Reise mit dem Rad zu unternehmen, zumindest in die eine Richtung. Ausgangspunkt ist Wien und das Ziel ist Siegen in Deutschland. Das sind in etwa 840km.
    Je nach Planer bekomme ich unterschiedliche Routen angeboten, einmal über Tschechien oder über Passau (beide in etwa gleiche Distanz). Ich dachte mir wenn schon etwa gleich lang, dann durch Gebiete wo ich mich bei einer Panne auch leichter verständigen kann.

    Die Frage ist wie viele Tage (5, 6 oder gar 7 Tage) bzw. wie sollte ich die Abschnitte am besten verteilen? Alle etwa gleich lang oder variieren mit ein oder zwei sehr langen Abschnitten? Sollten die Abschnitte Anfangs länger sein und dann eher abnehmen? Die Distanz an sich schreckt mich nicht und auch 200 oder 250km an einem Tag (wenn es nicht allzu hügelig ist) sollten schon mal drinnen sein - aber wann sollte so ein langer Tag geplant werden?
    Da ich das alleine durchziehen möchte, werde ich mich nicht mit Unterkunftsplanung und Reservierungen herumplagen, sondern einen kleinen rucksack packen und los fahren, ich denke ein Zimmer für eine Person und eine Übernachtung sollte man doch bekommen können.
    Wichtiger ist mir in der Planung die Erfahrung von Leuten die schon Touren gemacht haben wo der Schwerpunkt der Sreckenplanung liegt was Distanzen angeht, da habe ich überhaupt keine Idee wie ich das angehen soll?

    Lieben Gruß
    Thomas

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Rasu
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    Apr 2007
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    Hi

    Ich würde ev. Mehr Zeit einplanen, selber komm ich über 100km am Tag kaum hinaus, auch wenns gemütlich flach dahingeht. Vor allem wenn du unterwegs auch mal was sehen willst und nicht nur so schnell wie möglich on A nach B kommen willst. Fährst du mit Rennrad?
    Wenn du in Pensionen nächtigst brauchst du natürlich nicht iel Gepäck, aber ein minimum an Zeug fällt doch an, bisschen Werkzeug, bisschen Gewand, Regenjacke usw... Ich bekomme Rückenschmerzen wenn ich so lange einen Rucksack trage, und über ein paar tage nacheinander könnt ich das nicht machen, bin aber auch mit Bandscheibenproblemen geplagt, wenn du weisst dass das für dich kein Problem dartellt ists natürlich was anderes.
    Zur Route kann ich dir leider icht viel sagen.
    When the spirits are low, when the day appears dark, when work becomes monotonous, when hope hardly seems worth having, just mount a bicycle and go out for a spin down the road, without thought on anything but the ride you are taking. ~ Sir Arthur Conan Doyle

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von milestone
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    May 2012
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    Hallo

    Danke für den Input. Das mit einem Rucksack werde ich wirklich noch ausprobieren (müssen), um zu schauen wieviel ich da unterbringe und was. Jetzt wo Du es schreibst macht das wirklich Sinn. Da ich mir dazu ohnehin einen neuen besorgen muss, was wäre denn da g'scheit? Eher was kleineres denn ich bin nicht so der Rucksackfan am Rad. Gibt es gute Alternativen? (abgesehen von einem Begleitfahrzeug )

    Die Reise wird mit dem RR gemacht und dabei liegt die Zielsetzung nicht dabei sich die Gegend anzusehen, sondern tatsächlich die Strecke in einer kurzen Zeit zu bewältigen. Wenn man so will eine Tour mit täglichem Trainingscharaker. In einer "normalen" Arbeitswoche komme ich mit ein wenig Ehrgeiz auf gut 500km (700 wenn ich das Auto ganz stehen lasse), daher habe ich mir ausgemalt dass die 840 in etwa der Zeit vl. machbar sind, vor allem wenn ich dazu eh immer fast den ganzen Tag am Rad sitze statt im Büro.
    Ein Faktor wird dabei aber sicher das Gepäck sein. Mal kurz zusammengefasst: Rei in der Tube, Zahnpasta und -bürste, 1 Ersatzgarnitur, 1 Mantel, 2x Schlauch, Regenjacke, Überschuhe (notfalls auch immer angezogen), Ladegerät, MultiTool, Handy, Geld/Karte, Ausweis. mehr wollte ich da nicht mitnehmen. oder hab ich was vergessen?

    Lieben Gruß
    Thomas

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Golo
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    Mantel hab ich bisher nur auf mehrwöchigen Radreisen in entlegene Gebiete mitgenommen - für D und CZ (dort ist übrigens die Radinfrastruktur insoferne besser als in A oder D, weil es auch in kleinsten Orten Radgeschäfte gibt) mMn unnötig. Das was du mitnehmen willst (kein Wechselgewand für abends ?) passt auch in einen kleinen wasserdichten Packsack, den du unter dem Sattel befestigen könntest. Zum Thema Gepäcktransport am Rad sind schon halbe Bücher geschrieben worden - recht brauchbare infos gibts auf der bikefreaks.de-Seite.

    Wenn Geld eine Rolle spielt würde ich mir ein Smartphone mitnehmen und unterwegs kurzfristig ein Zimmer bei bookings.com (oder ähnlichen Portalen buchen) - da spart man oft gerade als Einzelreisender viel Geld. Zumindest in CZ findest du WLAN ziemlich flächendeckend. Wien willst du navigieren ? Nur GPS ist für Streckentouren zuwenig, Landkarten wirst du mitnehmen müssen.

    gute Fahrt wünscht Gerold

  5. #5
    \m/ Avatar von krusher
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    hallo milestone,
    gute entscheidung, sowas mal zu machen ich hab selber ein bissi erfahrung mit rennrad(bzw. ssp)-langstreckentouren durch zwei erfolgreiche städtetrips die letzten jahre: zuerst wien-kopenhagen, und dann letztes jahr gemeinsam mit feristelli wien-brüssel (vgl http://bikeboard.at/Board/showthread.php?158564-wien!-mitfahrer-innen-gesucht-f%FCr-wien-br%FCssel-im-mai). aus meiner sicht sind distanzen von 150-200km/tag mit dem rennrad bei erträglichem wetter überhaupt kein problem, das sollte trotz navigation eigentlich drinnen sein, wenns primär ums fahren geht. gepäckstechnisch bin ich einmal ausschließlich mit rucksack gefahren (deuter transalpine 26 oder sowas), und einmal mit einer sattelstützentasche plus rucksack (https://www.revelatedesigns.com/inde...=4&ProductID=1). weniger (am besten eigentlich kein!) gewicht am rücken zu haben ist schon äußerst angenehm und erspart einem verspannungen (ich hab dabei allerdings super erfahrungen mit kinesiotapes gemacht!). ansonsten kannst du dich routentechnisch auch ein bissi an der wien-brüssel tour anlehnen, so weit weg ist siegen dann auch nicht mehr von der strecke (entwerder bis würzburg und dann nach norden, oder sogar bis köln (rhein-radweg ist einsame spitze!!!) und dann nach osten). die mögliche distanz steigt schon ordentlich, wenn man nicht ständig stehenbleiben muss, um nach dem weg zu suchen, also orientiere dich optimalerweise an flüssen. www.radweit.de bietet auch geniale karten, nach denen man schon ganz gut fahren kann, auch wenns im detail manchmal fitzelig sein kann. aufpassen musst du auch, dass du bei so langen strecken als alleinreisender ausreichend motiviert bleibst, also vergiss nicht auf den mp3-player
    falls du im zuge der planung noch detailfragen hast (oder dir auch mal die viscacha in farbe und bunt ansehen willst oder sowas) - immer her damit

    ps: kleine packliste ist auch im brüssel-thread vorhanden: http://bikeboard.at/Board/showthread...=1#post2339216
    Geändert von krusher (13-05-2013 um 11:48 Uhr)

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von milestone
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    Hallo

    Das sind super Beiträge, Danke.

    @golo
    Dein/Euer Wien-Berlin Trip hat mich (auch) inspiriert sowas mal anzugehen. Mantel steht deshalb auf der Liste da ich letzte Woche (aufgrund eines Manteldefekts) mit 4 kaputten Schläuchen von einer Ausfahrt heimgekommen bin. Das war schon nervig und auf einer langen Tour hält das vermutlich ein wenig auf. Solche Schäden treten ja üblicherweise (zumindest bei mir) nicht 10m vor dem nächsten Radshop auf sondern irgendwo in der Pampa.

    Ich bin schon ein paar mal mit dem Motorrad auch auf Landstrassen durch Tschechien bis in die Lausitz (Sachsen) gefahren und was mir dabei in Erinnerung ist, ist dass die Strassen in CZ manchmal nicht sehr breit sind und doch ordentlich Schwerverkehr unetrwegs ist. Wie hast Du das in Erinnerung insbesondere mit dem Rad? Ich denke dass dort trotz allem vernünftiger überholt wird wie bei uns.
    Wenn ich da noch an die Landstrassen in Österreich denke, wirds wohl wurscht sein. Die Route über Tschechien wäre mir von der Topologie vermutlich sogar sympatischer. Müsste ich mir überlegen ob und wieviel Geld ich wechseln soll. Kannst Du ungefähr schätzen was so ein Standard-Satz pro Tag wäre, Essen und Übernachtung pro Person? Mehr als 2x Nächtigung sollte ich durch die Tschechei ja nicht brauchen.

    Was Navigation/Karten angeht hast Du sicher recht, wobei ich auf dem Smartphone ein gutes Navi drauf habe. Werd mal zu Freytag & Berndt schauen was die so im Kleinformat anbieten.
    Wechselgewand? ja was man alles nicht bedenkt. Wäre sicher sexy mit dem verschwitzten Radlergwand beim Abendessen. Wobei... mal sehen was ich sich da im Kleiderschrank findet. Ach herje Schuhe?, ich mag ja keine FlipFlops aber es warat wegen dem Gewicht.

    @krusher
    Cool, das ist mal eine Liste, meine war nichtmal halb so lang
    Einige Sachen (zB Beinlinge, Ärmlinge) habe ich gar nicht, andere wie eine Duschhaube müsst ich jetzt nicht unbedingt einpacken. Und für jene Sachen die mitkommen weiß ich schon wo das eingepackt wird. So eine Satteltasche werde ich mir zulegen, das ist so ziemlich genau das was ich mir vorstelle. Dazu eine kleine Tasche fürs Oberrohr und es kann gut sein dass ich dort mit etwas Überredungskunst alles reinbekomme. Super Tipp und mir es ist um einiges lieber ohne was am Rücken geschnallt zu haben zu fahren.

    Motivation? Vermutlich wird die Reise Ende Juli/Anfang August stattfinden (noch ein wenig Zeit für die Vorbereitungen vor allem die physische) Da werden wieder einige Geburtstage gefeiert und da will man doch rechtzeitig ankommen? Also ich wirklich denn das sind richtig liebe Menschen und ich bin gerne dort und dabei mein Wort zu halten rechtzeitig da zu sein ist mir Ansporn genug.

    Jetzt besorge ich mal was mir da alles noch fehlt (Bekleidungsteile, Taschen, Karten etc) und versuche mal eine Route festzulegen. Nicht nur dabei wird es noch genug Fragen geben, das ist sicher.

    Lieben Gruß
    Thomas

  7. #7
    \m/ Avatar von krusher
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    die duschhaube ist ein super regenschutz über dem helm - nicht nur bei längeren ausfahrten sehr nützlich

    zum thema manteldefekt kann ich die http://www.parktool.com/product/emer...tire-boot-tb-2 empfehlen. zumindest bis zur nächsten werkstatt sollt man damit kommen, und mitnehmen kann man die auch locker. ansonsten kann man den mantel auch mit gras füllen, um zumindest noch langsam damit zu rollen, ohne die felge komplett zu ruinieren...

    die landstraßen in .cz hab ich als sehr radelbar in erinnerung, solange ihre nummer mehr als einstellig ist. am besten gehen noch die dreistelligen straßen, da ist dann wirklich fast niemand mehr unterwegs. ich hab bei meinen übernachtungen in tschechien immer auch mit kreditkarte zahlen können, aber das war zugegebenermaßen immer in irgendwelchen nicht ganz kleinen furznestern. ansonsten hebst halt einen fünfziger ab, und wenns zuwenig ist, hebst halt nochmals was ab. das eine mal ist auch verschmerzbar

    navi auf dem smartphone is super, wennst unterwegs irgendwie zum laden kommst. mein supertolles eierphone hält mit sicherheit keinen tag navigieren durch, ohne zwischendurch an den tropf zu müssen, und selbst wenn ichs nur bei "kritischen" stellen einschalt, wirds schon blöd. offline papierkarten sind verlässlicher.

    es gibt auch so radlersandalen mit cleats, das wäre vielleicht eine alternative. irgendwie gehen sich so leichte sneakers aber trotzdem aus, man kann ja etwa waschzeug oder werkzeug reinstopfen in der tasche.
    aufgrund der wien-brüssel erfahrung würde ich auf warme kleidung im mai auf keinen fall mehr verzichten, im hochsommer ist das allerdings wirklich eher übertrieben. etwas nicht-radlgewandiges ist aber trotzdem am abend ganz leiwand, wenn man auf ein bier gehen will...

    auch wenn man irgendwohin kommen will/muss, kann es sein, dass man durch die permanente anstrengung über mehrere tage und das alleinsein ein bissi wucki wird, man befindet sich halt ein bissi in einer ausnahmesituation. musik (und zucker!) kann dann schon ganz gut helfen, einen über solche phasen hinwegzutragen. auch bei schlechtwetter kanns ganz gut sein, wenn man was hat, dass einem die laune ein bissi aufheitert...
    Geändert von krusher (13-05-2013 um 14:00 Uhr)

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von Golo
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    CZ hat ein dichtes Netz von kleinen kaum befahrenen Nebenstrassen (der Belag laesst halt oft Wuensche offen) - aber da braucht es schon eine gute Landkarte (auch um den Gesamtueberblick zu bewahren und sich nicht zu sehr mit Umwegen aufzuhalten). Das die Autofahrer eine Nummer ruecksichtsvoller sind als hierzulande entspricht auch meiner Erfahrung. Zum Finanzbedarf als Alleinreisender : Uebernachtung zwischen 10 (zB in Heimen auf Sportplaetzen oder im Sommer leer stehenden Studentenheimen) bis 30 Euro in Pensionen in touristischen Ecken musst du rechnen. Wie schon geschrieben : booking spart oft Geld und fast immer Zeit fuer Quartiersuche. Preiswerte Mittagsmenues (nicht immer radsportorientiert...) werden flaechendeckend angeboten und kosten 3-5 Euro. Wie in der SK wirst du auch oft auf Pizzerien treffen die Nudelgerichte anbieten (Pizza und Nudeln jeweils um die 5 Euro). Trinkwasser bekommst du in jedem Haus. Da man beim Abheben kleinerer Betraege und auch beim Zahlen mit Euro ziemlich draufzahlt benutze ich oft die Kreditkarte.

    Gute Fahrt!

  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von milestone
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    Hallo

    Danke Golo, Danke Krusher
    Eure Antworten helfen und sind Motivation zugleich. Hatte ich zu Beginn einfach im Kopf packen, aufsteigen und losfahren (natürlich nicht sooo oberflächlich) habe ich nun begonnen die Tour in Etappen einzuteilen und mir angesehen wo ich eigentlich genau lang muss/soll.
    Karten werden besorgt, ich denke selbst mit dem ganzen elektronsichen Helfern ist die gute alte analoge Hilfe unbedingt einzupacken. Meine Erfahrung bei solchen Sachen, hast sie mit brauchst Du sie wahrscheinlich nicht aber wehe Du hast keine dabei.
    Was den Stromverbrauch angeht habe ich mir nun einen Zusatzakku für 25 Euro bestellt und mit 11.200 mA (bei 290g) sollte das dann doch helfen genug Strom mitzuhaben. Laut Beschreibung erhöht man damit die laufzeit bei Navigation um mind. 25 Stunden. (Es sollten sich also zwei Tage ausgehen)

    Bei der Streckenplanung hatte ich zunächst ein sehr ambitioniertes Programm über 5 Tage aber die Strecke hätte jeden Tag noch mehr Höhenmeter und der längste Tag wären 172km bei 2500hm gewesen. Das schien mir für den 4. Tag zu schwer also habe ich das geändert. Nun sind es 6 Tage und die scheinen durchaus machbar zu sein.

    Tag 1 Wien bis Trebon (CZ)
    Distanz 171km, 1.220hm (955 bergab)
    Der Weg führt über Stockerau, Großweikersdorf, Maissau, Horn, Göpfritz an der Wild, Vitis, Schrems, Suchdol, Trebon
    Bis Maissau (die Gegend kenne ich bereits) geht es eher flach und dann beginnt es hügelig zu werden und das zieht sich dann mehr oder weniger bis Trebon.

    Tag 2 Trebon bis Plzen
    Distanz 153km, 1.350hm (1.470 bergab)
    Über Hubeka, Protivin, Pisek, Blatna, Spalene, Strahlavi nach Plzen.
    Der Beginn ist hügelig aber keine steilen Passagen bis nach Hluboka, dann wird es flacher mit nur wenigen immer wieder auftretenden kurzen leichten Anstiegen bis Pisek. Dann wird es wieder hügeliger und hat bei etwa 3/4 der Strecke eine etwas steilere Ecke drinnen, die aber nicht besonders lange dauert. Danach ist es wieder mehr oder weniger flach bis Plzen.

    Tag 3 Plzen bis Bayreuth
    Distanz 151km, 1.760hm (1.730 bergab)
    Das wird interessant, über Mesto Touskov, Stribro, in einer langen Schleife nach Tisova, Tachov, Barnau (D), Ebendorf, Kemnath bis Bayreuth
    Der Tag beginnt flach bis leicht hügelig und wird bis Tachov etwas anspruchsvoller und hat dann über etwa 80% der gesamten Strecke ständige bergauf Abschnitte. Erst kurz vor Bayreuth wird es wieder flacher aber nur etwa 10% der Strecke sind hügelfrei. Da sich die hm über die ganze etappe verteilen sind die Einzelanstiege nicht so schlimm (mit eienr Ausnahme) und das wird durchaus ein spannender Tag.

    Tag 4 war ursprünglich von Bayreuth nach Fulda gekennzeichnet aber das wäre mit 175km und 2.500hm zu schwer geworden, weil dann der Schlußtag auch noch mal 160km und 2.400hm gehabt hätte. So wurde es nun dieser

    Tag 4 Bayreuth bis Schweinfurt
    Distanz: 111km, 1.035hm (1.155 bergab)
    Eine leichtere Etappe über Hollfeld, Königsfeld, Bamberg, Edelsbach, Knetzgau, Theres, Gochsheim bis Schweinfurt
    Der Tag beginnt doch hügelig und hat bis zum Ende des 1. Drittels noch einige ganz nette Anstiege dabei um dann für gut 2/3 der Strecke recht flach zu führen.

    Tag 5 Schweinfurt bis Lauterbach (Hessen)
    Distanz: 102km, 1.691hm (1.622 bergab)
    Über Oberhulba, Oberleichtersbach, Bad Brückenau, Morten, Eichzell, Großenlüder bis Lauterbach (Hessen)
    Über die meiste Strecke flach bis hügelig und in etwa Mitte der Strecke ab etwa Oberhulba über Bad Brückenau bis Morten ergeben sich die meisten anstiege die auch anspruchsvoller sind. Das letzte Viertel ist wieder flacher aber nicht bretteben.

    Letzter und 6. Tag Von Lauterbach (Hessen) bis Siegen
    Distanz: 123km, 2.207hm (2.218 bergab)
    Über Homberg, Mahdorf, Cappel (Marburg), Weimar, Gladenbach, Eschenburg, Eiserfeld, Siegen
    Der letzte Tag, an dem es mir vermutlich schon egal ist wie lange ich das Rad schieben muss beginnt hügelig über etwa 1/4 der Strecke um dann flach über nicht ganz ein weiteres 1/4 weiterzugehen. Ab der Hälfte wird es lustig, denn ab da kommen einige Anstiege über fast den rest der Strecke. In der Karte wird das letzte Stück als flacher angegeben (das stimmt auch zum Teil, je nachdem wo man fährt). Einige ganz kleine kurze knackige Anstiege sind da immer noch drinnen. Wird ein heroischer letzter Tag, das steht fest.

    Die Tage selbst sind ja OK finde ich und wenn ich das zusammenzähle komme ich auf 811km und 9.248hm in 6 Tagen. Das wird spannend aber ich bin zuversichtlich das zu schaffen.

    Ich habe mir zur Strecke auch schon Übernachtungsmöglichkeiten gesucht und die Distanzen sind bereits von Quatier zu Quatier. Ob ich da auch reservieren soll weiß ich noch nicht, das lasse ich mir noch durch den Kopf gehen und mache es davon abhängig wie ich mit dem Gepäck auf solchen Strecken zurechtkomme.

    Nun werde ich versuchen die Höhenprofile zu trainieren um sowohl die Distanzen als auch die Abschnitte jeweils gut angehen zu können. dann werde ich wahrscheinlich ab ende Juni beginnen mit Gepäck zu trainieren um mich daran zu gewöhnen und das zusätzliche Gewicht auch noch in die Beine zu bekommen. Wer also ab Ende Juni einen vollbepackten Radfahrer fluchend und schimpfend von St. Andrä/Wördern Richtung Steinrigl, bei Rekawinkel oder bei Hadersfeld schieben ... ähm fahren sieht, einfach ignorieren


    Lieben Gruß
    Thomas

  10. #10
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    Hallo

    Zu gewünschten Packtaschen zu kommen ist heute offenbar gar nicht so einfach.
    Nachdem ich eigentlich die Revelate Desigs Viscache bestellen wollte war sie in Online Shops nicht erhältlich und eine Bestellung direkt bei revelate nicht möglich. Die einzige Alternative war die Version Pika zu nehmen, denn die war von einem europäischen Händler lieferbar. Dazu habe ich noch die kleine Zusatztasche Spocket genommen, die für das Kleinzeug fast unverzichtbar ist.
    Einziger Nachteil der Spocket ist dass man alles in wasserdichte Verpackungen geben muss, da der Aufsatz eher einem luftigen Netzsack gleicht und es keine geschlossene Tasche ist. Damit ist alles, anders als bei der Packtasche, der Witterung ausgesetzt. Damit sieht man natürlich was man drinnen hat und kann schneller dannach greifen - etwas das mit einem Klarsichtkunstoff (drunter) auch erreicht wäre, aber bitte.

    Die Verarbeitung der Tasche ist auf den ersten Blick sehr gut, bei näherem hinsehen würde man sich aber eine stabilere Verarbeitung wünschen. Die Nähte sind, bis auf eine Ausnahme alle nur einfach und auch bei den neuralgischen Stellen, auf die (nach meiner Erfahrung mit den Standardsatteltaschen) die meiste Belastung (unten) wirkt wäre eine stabilere Verarbeitung wüschenswert. Gerade die wasserdichten Kunstoffe wären vl. verklebt und genäht besser verarbeitet. Wenn die eine Naht aufgeht, zB durch scheuern, dann wars das mit wasserdicht.
    Das Gewicht 360g spricht eindeutig für diese Taschen aber ob das allein den Preis rechtfertigt kann ich noch nicht sagen. Ab heute werde ich damit (mit Wasserflaschen) bepackt meine Fahrten absolvieren und dann werde ich ja sehen wie gut und haltbar/belastbar die Taschen wirklich sind.

    Neben den Flaschen kommt auch ein weiteres Equipement hinzu dass ich bereits erhalten habe: Den Akku-ZusatzPack für das Telefon. Etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel und dass mit 10500mAh den Akku des Handys getesteter Weise für satte 4 Tage (+ ein bisserl) immer wieder vollständig auflädt. Mit 290g ein wertvolles Stück Stromunabhängigkeit.

    Ein bisserl Equipment steht noch auf der Einkauf- und Umtauschliste aber den Großteil habe ich eigentlich beinander. Was noch fehlt? Kondition und Kraft aber wie heißt es so schön, das macht man mit Verbissenheit und einer gewissen Justament-Einstellung wieder wett.

    Lieben Gruß
    Thomas

  11. #11
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    Hallo

    Langsam wird es ernst. Morgen in 2 Wochen, also am 27.7. gehts um 7 Uhr los. Die Tour habe ich nun auf 4 Tage angesetzt und das sollte drinnen sein.
    Da ich das nicht unbedingt dem Zufall überlassen will, habe ich heute mal geschaut wie weit ich an einem üblichen Freitag-Arbeitstag mit dem Rad fahren kann. Die Morgenrunde mit Roger (und ein paar km mit Leonidas) waren insgesamt fast 54km der Weg ins Büro gut 16km und eine ausgedehnte abendliche Runde in 4:50h 134,25km, macht zusammen gut 204km (gesamtzeit 7:25h). Ich bin gar nicht wirklich erschöpft, ich spüre eher dass ich als Morgenmuffel um 5 Uhr aufgestanden bin. Das war heuer die erste 200+ Runde und so gut wie heute habe ich mich nach solchen Distanzen noch nie gefühlt.
    Das beruhigt mich und ich kann mich nun die restlichen zwei Wochen weiter vorbereiten. Ich bin schon gespannt, das wird sich ein Abenteuer 4 Tage en suite 200+ km zu fahren und dazu auch ganz ordentlich hm.

    Lieben Gruß
    Thomas

  12. #12
    \m/ Avatar von krusher
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    bin grad selber über eine ähnliche Strecke von Wien über laa, pisek, bei plzen vorbei nach marienbad rauf und dann nach Westen über Bayreuth und Bamberg nach Würzburg Gefahren. werd voraussichtlich Anfang nächster Woche wieder daheim sein, und dann Spiel ich mich herum, die Tracks von runtastic zu exportieren und auch ein bissi was dazuzuschreiben... vorab nur soviel: absolut geniale Tour, radfahren in Tschechien ist jede Sekunde Wert, und selbst mit ssp waren so ca 180km bei 2500hm kein ernsthaftes Thema...

    edith: hier der link zur route, bei näherem interesse einfach nachfragen ansonsten: gute reise und genieß es!!!!
    Geändert von krusher (22-07-2013 um 16:29 Uhr)

  13. #13
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    Hallo

    Super Thread und super Bilder hast Du da gepostet. Da habe ich jetzt echt Bock am Samstag (endlich) loszufahren.

    Ich bin die letzten Wochen sehr viel gefahren (etwa 600km/Woche) und diese Woche gehe ich es ruhiger an um mich gut zu erholen. Maximal noch am Donnerstag und am Freitag zwei Tage (Abende) zum einrollen jeweils 90 bis 100km.
    Seit 3 Wochen bin ich immer öfter mit Gepäck gefahren und mittlerweile fahre ich damit fast den gleichen Schnitt wie vorher ohne dem Packerl. Es ist eigentlich alles fertig und startbereit. Heiß soll es werden und ich schätze ich werde mir noch eine Trinkflasche zusätzlich ins Trikot stecken. Ich freu mich einfach drauf und werde jede Sekunde genießen, da bin ich ganz sicher. Mal sehen wie ich unterwegs online sein kann, dann schreibe ich während der Reise - ansonst gibts eine Beschreibung und hoffentlich ein paar Bilder zum herzeigen, sobald ich in Siegen angekommen bin.


    Lieben Gruß
    Thomas

  14. #14
    Registrierter Benutzer Avatar von Golo
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    Zitat Zitat von milestone Beitrag anzeigen
    Heiß soll es werden und ich schätze ich werde mir noch eine Trinkflasche zusätzlich ins Trikot stecken.
    Halte ich persönlich in der Gegend wo du durchfährst nicht für notwendig - Wasser bekommst du überall (Tankstelle, Dorfbrunnen, Gasthäuser, Privathäuser - da wird dir auch oft eisgekühltes Mineralwasser angeboten, die Leute am Land sind - wie bei uns - sehr freundlich). Lieber 1 x mehr kurz stehenbleiben und nachfüllen als die heiße Brühe aus einer schon einer Stunde mitgeführten Flasche trinken - so halte ich es.

    Wenn du dich an deine geplaten Etappen fix halten willst würde ich am Morgen des jeweiligen Tages zB über booking ein Quartier für Abends bestellen - gerade in größeren Orten wie Pilsen oder Bayreuth (sind da nicht gerade Festspiele ? dann wäre das kein guter Etappenort) kann das Geld sparen.

    Gute Fahrt und gutes Wetter !

  15. #15
    \m/ Avatar von krusher
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    wasser bekommst du wirklich relativ regelmäßig, und mit 2 großen flaschen kommst du sicherlich bis zur nächsten tankstelle bzw. kannst einfach jemanden am weg fragen (oder zumindest ein armes gesicht aufsetzen und mit der wasserflasche winken, das verstehen die allermeisten ). ich hab übrigens an den heißeren tagen > 10l wasser (bzw. halt wasser mit pulver) getrunken

    golo hat (wie immer bei den reisetipps ) recht, zumindest letzte woche waren in bayreuth gerade festspiele, da würde ich nicht unbedingt schlafen (verfügbarkeit bzw. preise sind ein thema). ich wollts mir eigentlich auch näher ansehen, (war noch nie dort vorher), habs dann aber relativ schnell gelassen wegen der menschenmassen und bin einfach durchgefahren. abgesehen davon: schlafen in kleineren ortschaften hat (für mich zumindest) überhaupt etwas mehr reiz, es ist meistens etwas billiger, du kannst easy dein rad irgendwo unterbringen, die leute sind richtig (und nicht professionell) herzlich und freundlich, ...

    wenn du wirklich so viel trainiert hast, dann brauchst du dir gar keine sorgen machen, so eine tour klingt für die meisten wilder als sie dann ist. sobald du ernsthaft drüber nachdenkst, sowas zu machen, hast du meistens auch die kondi dafür in dem sinne also viel spaß und ich freu mich schon auf bilder und erfahrungsberichte!

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