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Garmin Edge 520

Er ist da! Lange hat es gedauert, bis Garmin mit dem Edge 520 einen wirklichen Nachfolger des beliebten Edge 500 auf den Markt gebracht hat. Während der 510er deutlich größer und mit Touchscreen daherkam, dürften sich die Entwickler beim neuen 520er auf alte Werte besonnen haben. So ist der Edge 520 richtig kompakt, kaum größer als der 500er, er wirkt aber dank moderner Optik edler und stylischer. Auch die inneren Werte überzeugen, denn das kleine Gehäuse ist vollgepackt mit Sensoren und Schnittstellen und bietet dem ambitionierten Biker eine mächtige Palette an Möglichkeiten der Anzeige, Auswertung, Live-Anbindung und vieles mehr. Sowohl Display als auch Bedienung sind ein großer Schritt in die richtige Richtung, und dass ein fehlender Touchscreen nicht unbedingt ein Nachteil ist, darauf werde ich im Detail noch eingehen.

Funktionen allgemein

Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Software wesentlich modernisiert wurde. Die CPU ist potenter und GPS- und Glonass-Empfänger sorgen für eine schnelle und vor allem genaue Positions-Findung. Die Bedienung und die Menüs sind intuitiver geworden und dank Koppelung mit dem Smartphone entfällt auch das manuelle Synchronisieren mit dem Computer. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Strava-Integration
  • GPS + Glonass
  • Kartendarstellung (auch von OpenMaps)
  • FTP-Test und Aufzeichnung
  • Erholungsvorschläge und VO2 Max Schätzung
  • Bluetooth Benachrichtigungen
  • Cycling Dynamics Integration
  • einfacheres Hochladen von Tracks via BaseCamp
  • Anbindungen von Garmin Varia-Systemen (Licht + Radar)
  • ANT+ Trainer Control für Tacx, Kickr, etc.
  • Programm-Schnittstelle für Drittanbieter via Garmin Connect IQ

Tech Specs

Abmessungen:4,9 x 7,3 x 2,1 cmEmpfänger:GPS + Glonass
Anzeigegröße:3,5 x 4,7 cmHöhenmesser:barometrisch
Gewicht:60g Speicherkarten:Nein
Akku-Laufzeit:ca. 15hInterner Speicher:100MB (50MB davon Origina-Karte)
Preis:€ 309,- Einzelgerät
€ 389,- Bundle mit Pulssensor
Verbindungen:Bluetooth, ANT+, USB

Halterung

Zusätzlich zu der einfachen, mit Gummiringerl fixierten und extrem flexibel einsetzbaren Garmin Standard-Halterung liegt dem Edge 520 auch die Aero-Lenkerhalterung bei. Ich war bis dato ein Fan der Sram-Lenkerhalterung. Für unsere Testbikes favorisiere ich mittlerweile die Garmin-Halterung, weil sie etwas flexibler ist. Sie funktioniert auch mit 35 mm dicken Lenkern, mit eckigeren Vorbauten wie dem Bontrager XXX und lässt sich dank Gelenk auch etwas einfacher montieren. Am Rennrad sorgt sie für einen idealen Sitz des Tachos im Sichtfeld vor dem Lenker, am Bike bevorzuge ich die zentrale Montage über dem Vorbau. Im Vergleich zu diversen Ahead-Halterungen lässt sich der Winkel mit dem Garmin-System perfekt einstellen.

  • auch bei fetten 35 mm Lenkernauch bei fetten 35 mm Lenkern
    auch bei fetten 35 mm Lenkern
    auch bei fetten 35 mm Lenkern
  • sorgt die Aero-Halterung für perfekten Sitzsorgt die Aero-Halterung für perfekten Sitz
    sorgt die Aero-Halterung für perfekten Sitz
    sorgt die Aero-Halterung für perfekten Sitz
  • zentriert vor oder über dem Vorbauzentriert vor oder über dem Vorbau
    zentriert vor oder über dem Vorbau
    zentriert vor oder über dem Vorbau
  • auch ohne Beleuchtung gut lesbarauch ohne Beleuchtung gut lesbar
    auch ohne Beleuchtung gut lesbar
    auch ohne Beleuchtung gut lesbar
  • selbst im Nacht-Modus in der Dämmerungselbst im Nacht-Modus in der Dämmerung
    selbst im Nacht-Modus in der Dämmerung
    selbst im Nacht-Modus in der Dämmerung

Display

Ein ganz wesentlicher Punkt bei allen Fahrradcomputern ist ein gut lesbares Display. Die Benchmark hat in dieser Kategorie meiner Meinung nach SRM mit dem PC8 gesetzt, das beinahe wie Amazons Kindle wirkt. Auch von Polars M400 war ich angetan, das aber wesentlich weniger Information darstellen kann als das ebenfalls gut lesbare Display des Garmin Edge 500. Hier ein Vergleichstest Garmin 500 vs. 800, bei dem man auch die Schwächen der damaligen Farb-Displays sieht. Mit dem höheren Akku-Verbrauch ein Grund, warum ich bis jetzt Bike-Computer mit Monochrom-Displays bevorzugt habe.

Das Display am Edge 520 besitzt keinen Touchscreen, und das ist für mich in mehrerlei Hinsicht ein großer Vorteil. Es ist in schwierigen Lichtsituationen deutlich besser lesbar als die bekannten Touchscreens von Garmin Edge 510 oder 1000. Eine unabsichtliche Bedienung beim Wegwischen von Regentropfen ist ausgeschlossen, und im Winter mit dicken Handschuhen lassen sie die Knöpfe leichter bedienen als der Touchscreen. Generell ist die Lesbarkeit in den meisten Lichtsituationen gleichwertig mit dem Edge 500. Selbst im Wald oder bei Licht-Schatten-Wechsel ist die Hintergrundbeleuchtung nicht nötig. Gegenlicht liebt der Edge 520, einzig wenn die tief stehende Sonne von hinten aufs Display scheint, wird es etwas finster. Wenn man doch einen Kritikpunkt finden möchte, ist das die Wahl der Fonts. Eine andere Schriftart könnte die Lesbarkeit noch ein wenig erhöhen, vor allem, wenn viel Information am Display steht.

  • ebenbürtig die Lesbarkeit des monochromen Edge 500 und des Farbdisplays am Edge 520ebenbürtig die Lesbarkeit des monochromen Edge 500 und des Farbdisplays am Edge 520
    ebenbürtig die Lesbarkeit des monochromen Edge 500 und des Farbdisplays am Edge 520
    ebenbürtig die Lesbarkeit des monochromen Edge 500 und des Farbdisplays am Edge 520
  • nur tief stehende Sonne im Rücken mögen beide nichtnur tief stehende Sonne im Rücken mögen beide nicht
    nur tief stehende Sonne im Rücken mögen beide nicht
    nur tief stehende Sonne im Rücken mögen beide nicht
  • in den meisten Fällen gibt's auch ohne Beleuchtung keine Problemein den meisten Fällen gibt's auch ohne Beleuchtung keine Probleme
    in den meisten Fällen gibt's auch ohne Beleuchtung keine Probleme
    in den meisten Fällen gibt's auch ohne Beleuchtung keine Probleme
  • im Wald ohne Beleuchtungim Wald ohne Beleuchtung
    im Wald ohne Beleuchtung
    im Wald ohne Beleuchtung

Bedienung

Zugegeben: Beim Umstieg vom Edge 500 auf den 520er heißt's dort und da umlernen. So haben sich die Postionen der Schalter ein wenig verändert und natürlich gibt's zwei Knöpfe mehr. Aber nach einer kurzen Phase der Eingewöhnung gab's kein Zurück mehr. Mit dem neuen Bedienkonzept ist ein versehentliches Starten, Stoppen oder Löschen der Aufzeichnung jetzt so gut wie ausgeschlossen. Beispielsweise werden die Anzeigen (Karte, Geschwindigkeit, etc.) nur eingeblendet, wenn auch eine Aufzeichnung stattfindet. Drückt man auf Stopp kommt sofort das Menü mit der Auswahl, die Aufzeichnung zu speichern oder zu verwerfen. Dazu kommen nicht nur die gewohnten Möglichkeiten, Displayseiten zu konfigurieren, sondern auch Aktivitätsprofile anzulegen, in denen man z.B. zwischen Rennrad (mit Powermeter), Mountainbike oder Bergsteigen unterscheidet.

Ganz generell hat Garmin anscheinend aus den kleinen Usability-Schwächen der Vergangenheit gelernt. Die Menüführung des Edge 520 wirkt jetzt wesentlich durchdachter und organisierter und die meisten Funktionen sind größtenteils selbsterklärend. Manche Menüs erscheinen Kontext-bezogen (Karten-Zoom, Strava-Segmente, Live-Track, etc.) Dazu kommt die neue Version von Garmin Connect Online und den iOS und Android-Apps, die modernisiert wurde und jetzt in kurzen Zyklen immer wieder am Laufenden gehalten wird.

  • Die Anzeigen lassen sich wie gewohnt frei  konfigurierenDie Anzeigen lassen sich wie gewohnt frei  konfigurieren
    Die Anzeigen lassen sich wie gewohnt frei konfigurieren
    Die Anzeigen lassen sich wie gewohnt frei konfigurieren
  • Die Kartendarstellung erlaubt trotz ihrer Größe effizientes NavigierenDie Kartendarstellung erlaubt trotz ihrer Größe effizientes Navigieren
    Die Kartendarstellung erlaubt trotz ihrer Größe effizientes Navigieren
    Die Kartendarstellung erlaubt trotz ihrer Größe effizientes Navigieren
  • selbst mit dicken Winterhandschuhen ist das Gerät gut zu bedienenselbst mit dicken Winterhandschuhen ist das Gerät gut zu bedienen
    selbst mit dicken Winterhandschuhen ist das Gerät gut zu bedienen
    selbst mit dicken Winterhandschuhen ist das Gerät gut zu bedienen

Hardware-seitig haben Knöpfe statt Touchscreen wie oben erwähnt nicht nur den Vorteil der besseren Lesbarkeit, die Knöpfe sind mit dicken Handschuhen auch einfacher zu treffen und ein nasses Display führt beim Drüberwischen nicht zur unabsichtlichen Bedienung. Alles in allem finde ich die Bedienung jetzt eine runde Sache.

  • Aufzeichnung StartAufzeichnung Start
    Aufzeichnung Start
    Aufzeichnung Start
  • grüner Rand bleibt ca. 2sec stehengrüner Rand bleibt ca. 2sec stehen
    grüner Rand bleibt ca. 2sec stehen
    grüner Rand bleibt ca. 2sec stehen
  • Aufzeichnung stoppAufzeichnung stopp
    Aufzeichnung stopp
    Aufzeichnung stopp
  • Menü nach dem StoppenMenü nach dem Stoppen
    Menü nach dem Stoppen
    Menü nach dem Stoppen

Bluetooth und ANT+ Verbindungen

Ein Muss für Poweruser war seit jeher die Möglichkeit, Pulsgurt, Puls-Armband, Leistungsmesser, Kadenz- und Geschwindkeitssensor uvm. mit ANT+ bzw. Bluetooth zu verbinden. Das funktioniert dank einfacher Menüführung selbsterklärend. Die Sensoren verbinden sich, sofern sie einmal gekoppelt waren, auch sehr schnell und mit Rückmeldung am Display. Das Smartphone wird mittels Bluetooth gekoppelt und die Kommunikation funktioniert in beide Richtungen. Einerseits werden Anrufe im Display des Edge 520 angezeigt, andererseits kann der Edge übers Handy auch mit Garmin Connect kommunizieren und so z.B. einen Live-Track verfügbar machen oder die letzten Aktivitäten automatisch speichern.

  • Im Menü gibt's die Möglichkeit Handy + Sensoren zu koppelnIm Menü gibt's die Möglichkeit Handy + Sensoren zu koppeln
    Im Menü gibt's die Möglichkeit Handy + Sensoren zu koppeln
    Im Menü gibt's die Möglichkeit Handy + Sensoren zu koppeln
  • Oben am Home-Screen wird deren Status angezeigtOben am Home-Screen wird deren Status angezeigt
    Oben am Home-Screen wird deren Status angezeigt
    Oben am Home-Screen wird deren Status angezeigt
  • Kurze Statusinfo gibt Rückmeldung: Telefon verbundenKurze Statusinfo gibt Rückmeldung: Telefon verbunden
    Kurze Statusinfo gibt Rückmeldung: Telefon verbunden
    Kurze Statusinfo gibt Rückmeldung: Telefon verbunden
  • Und hier die Meldung, nachdem der Livetrack am Telefon gestartet wurdeUnd hier die Meldung, nachdem der Livetrack am Telefon gestartet wurde
    Und hier die Meldung, nachdem der Livetrack am Telefon gestartet wurde
    Und hier die Meldung, nachdem der Livetrack am Telefon gestartet wurde

Datenaufzeichnung und GPS-Genauigkeit

Für mich hat sich folgendes Prozedere als ideal erwiesen. Ich starte den Garmin nach Anlegen des Pulsgurts und einer Umdrehung an der Kurbel (um den Powermeter aufzuwecken). In wenigen Sekunden werden Powermeter, Puls und Handy erkannt und gekoppelt. Innerhalb von ca. 30-60 sec bekomme ich noch im Vorraum GPS-Empfang. Beim Verlassen des Hauses drücke ich dann Start und "Aktuelle Höhe kalibriert” erscheint im Display. Beim Zurückkommen drücke ich auf Stopp und speichere die Tour, die wenige Sekunden später auch schon auf Garmin Connect im privaten Bereich online ist.

Beim Intervall wähle ich seit jeher "Aufzeichnung jede Sekunde” (im Menü Einstellungen -> System -> Datenaufzeichnung). Im Aktivitätsprofil hab ich lediglich den "Auto-Ruhezustand” aktiviert. Neben dem wesentlich schnelleren GPS-Empfang ist mir von Beginn an die höhere Genauigkeit aufgefallen. Die Probleme, die der Edge 500 entlang von Geländekanten hatte, gehören der Vergangenheit an. Generell war der 520er in den meisten Situationen präzise am Track - ein wesentlicher Fortschritt zum 500er. Puls- und Leistungsmessung waren ebenso akkurat. Die Probleme beim Live-Tracking wurden mittels Software-Update der App behoben. Problemchen gab es nur mit der ersten Softwareversion oder beim Bergsteigen bzw. Klettern in sehr steilem Gelände.

  • Ausschnitt Hausrunde Edge 500Ausschnitt Hausrunde Edge 500
    Ausschnitt Hausrunde Edge 500
    Ausschnitt Hausrunde Edge 500
  • Ausschnitt Hausrunde Edge 520Ausschnitt Hausrunde Edge 520
    Ausschnitt Hausrunde Edge 520
    Ausschnitt Hausrunde Edge 520

Installation Kartenmaterial


so sieht die Seite zum Erstellen der Karten aus
Man kann relativ einfach und mit wenigen Handgriffen Openstreetmap-Karten auf den Edge 520 kopieren. So funktioniert's:

Schritt 1:

  • Auf dieser Seite findet ihr die Karten zum Download: http://garmin.openstreetmap.nl/
  • Wählt als Maptype "Routable Bicycle" oder "Generic Routable New Style"
  • Bei "additional tiles" setzt ihr mit "Reset Selection" die Auswahl auf Null und könnt jetzt Kartenbereiche auswählen
  • Achtet dabei darauf, dass die Karte nicht größer als ca. 40-60 MB wird
  • Danach gebt ihr eure E-mail Adresse an und drückt "build my map"

Ihr erhaltet in Kürze ein Mail mit der Bestätigung und weitere 20-40 min. später eine weitere mit dem Download-Link eurer individuellen Karte.

Schritt 2:
  • verbindet euren Garmin mit dem Computer
  • im Ordner Garmin findet ihr eine Datei "gmapbmap.img". Sichert diese (Original-) Datei bei euch am Computer
  • Löscht die Datei "gmapbmap.img" am Garmin (am Mac müsst ihr danach noch den Papierkorb leeren)

Schritt 3:
  • Ladet das File mit der Endung *_gmapsupp.zip herunter
  • entpackt die Datei
  • Kopiert die Datei gmapsupp.img ins Verzeichnis Garmin auf dem Edge 520 (dorthin, wo die Original-Datei war)
  • Nennt die Datei gmapsupp.img jetzt um in gmapbmap.img

Nach dem Neustarten des Gerät sollte die Karte korrekt angezeigt werden.

Alternativen

Zwei weitere Links seien an dieser Stelle erwähnt, ohne auf die technischen Details der Installation einzugehen:
Das im Moment umfangreichste Tool um Karten auf den Edge 520 zu bekommen:
http://extract.bbbike.org/?lang=de

Ein weiterer Open Street Map-Anbieter bzw. Converter z.B für Garmin Basecamp oder QLandkarte
http://garmin.opentopomap.org/

Navigation


Kartenbereich mit ca. 53MB

Der Edge 520 verfügt zwar über keine Routing-Möglichkeit, aber bietet wie oben beschrieben eine Kartendarstellung via Openstreetmap. Das ist zwar im Moment noch nicht über Garmin direkt, sondern über eine Drittseite möglich, funktioniert aber relativ einfach.
Die Darstellung der Karte ist ausgezeichnet, und ist der entsprechende Maßstab mal eingestellt, hatte ich kaum mehr das Bedürfnis, den Zoom-Faktor zu ändern.

Navigations-Härtetest war das 2rcformatc im Herbst, bei dem es in kurzer Zeit möglichst viele Geocaches zu heben galt. Unsere Vorbereitung: Nach 4-5 Bier um 2 Uhr nachts die von den Kollegen gefladerten GPS-Punkte zu einer sinnvollen Linie verbinden. 15 min. später habe ich den Track dann via BaseCamp aufs Gerät geladen und siehe da, auch die POI (Points of Interest) waren am Display sichtbar. Die Bilanz: 2 h Fahrzeit, On- und Offroad, 12 km, 700 Hm und 8 Caches, was ohne Edge 520 definitiv länger gedauert hätte.

  • gute Planung am PC und am nächsten Taggute Planung am PC und am nächsten Tag
    gute Planung am PC und am nächsten Tag
    gute Planung am PC und am nächsten Tag
  • Freude über ein gefundenes Papierl im GlaslFreude über ein gefundenes Papierl im Glasl
    Freude über ein gefundenes Papierl im Glasl
    Freude über ein gefundenes Papierl im Glasl

Die Karte bietet dabei bei Weggabelungen genug Information, um ohne stehen zu bleiben den richtigen Weg oder auch kurzfristig Alternativen (mit weniger Höhenmetern) zu finden. Mittlerweile habe ich etliche kurze, lange und auch mehrtägige Touren auf Straße und im Gelände absolviert und bin noch immer begeistert über die Möglichkeit, die dieses doch kleine Display bietet. Nur zum Erstellen und Bearbeiten von Tracks und Touren eignet sich das kleine Teil nicht.

  • Zoom im Höhenprofil fehlt nach wie vorZoom im Höhenprofil fehlt nach wie vor
    Zoom im Höhenprofil fehlt nach wie vor
    Zoom im Höhenprofil fehlt nach wie vor
  • Die Kartendarstellung ist aber topDie Kartendarstellung ist aber top
    Die Kartendarstellung ist aber top
    Die Kartendarstellung ist aber top
  • Übersicht nach Beenden des TracksÜbersicht nach Beenden des Tracks
    Übersicht nach Beenden des Tracks
    Übersicht nach Beenden des Tracks

Strava

Die Strava-Live Segmente sind wahres Teufelszeug. Da sitzt man gerade noch verschlafen beim Frühstücks-Kaffee, aktiviert seinen Strava-Account, um nur Augenblicke später wie ein Irrer bergauf zu heizen, Puls auf Anschlag, mit Blick aufs Display, den immer größer werdenden Rückstand vor Augen. Wer plötzlich Rennen ohne Rennstrecke fährt, irgendwo im Nirgendwo, gegen Bekannte und Unbekannte, gegen sich selbst und die Zeit, für den ist es schon zu spät.

Voraussetzung für die Live-Segmente ist ein Premium-Account bei Strava. Gleich nach dem Hochladen des ersten Trainings sehe ich selbst auf meiner kleinen Hausrunde etliche Segmente, die irgendjemand vor meiner Strava-Zeit dort angelegt hat. Favorisierte Segmente werden mit dem Garmin automatisch synchronisiert und aktiviert. Am Gerät kann man dann noch die Pace wählen (KOM, Freund XY, oder die eigene Bestzeit) oder ganze Segmente inaktiv schalten. Sobald man sich dem nächsten Segment nähert, erscheint am Display die Info über Segment-Name und der Countdown in Meter zum Start. Während man sich im Segment befindet, gibt’s die Info über Rest-Distanz und Vorsprung bzw. Rückstand zur gewählten Pace.

Auch wenn ich mich eher zu den Genussbikern und Anti-Racern zähle, so hat mich das Rennfieber trotzdem irgendwie gepackt, weil man plötzlich einen virtuellen Gegner vor sich hat, der motiviert. Wenn man als Segment und Pace nicht gerade den Großglockner mit Hans Peter Obwaller wählt, sondern den Berg auf der Hausrunde mit der eigenen Bestzeit, sieht man schon während der Fahrt recht deutlich, wo man Zeit liegen lässt oder aufholt, bzw. auch, welches Bike wie gut bergauf geht.

  • pro Segment gibt's eine Bestenlistepro Segment gibt's eine Bestenliste
    pro Segment gibt's eine Bestenliste
    pro Segment gibt's eine Bestenliste
  • aus der Liste kann man ein Ziel wählenaus der Liste kann man ein Ziel wählen
    aus der Liste kann man ein Ziel wählen
    aus der Liste kann man ein Ziel wählen
  • das dann kurz vor Beginn des Segments erscheintdas dann kurz vor Beginn des Segments erscheint
    das dann kurz vor Beginn des Segments erscheint
    das dann kurz vor Beginn des Segments erscheint
  • nach dem Start sieht man Vorsprung bzw. Rückstandnach dem Start sieht man Vorsprung bzw. Rückstand
    nach dem Start sieht man Vorsprung bzw. Rückstand
    nach dem Start sieht man Vorsprung bzw. Rückstand
  • bis Minute 5 überzogen und dann abgebautbis Minute 5 überzogen und dann abgebautbis Minute 5 überzogen und dann abgebaut
    bis Minute 5 überzogen und dann abgebaut
    bis Minute 5 überzogen und dann abgebaut
  • Hauptsache nicht länger als 1min..Hauptsache nicht länger als 1min..Hauptsache nicht länger als 1min..
    Hauptsache nicht länger als 1min..
    Hauptsache nicht länger als 1min..

Garmin Connect oder wohin mit den Daten

Was die Auswertung angeht, bietet Garmin mittlerweile alle Möglichkeiten. Via Smartphone kann man den Edge automatisch synchronisieren, vorausgesetzt, das Hakerl ist in der App gesetzt. Man kann das Gerät aber auch manuell über USB Kabel synchronisieren, und auch Garmin Connect ist kein Muss. Zwar bietet es zahlreiche Schnittstellen zu allen möglichen Programmen, aber für User, die ihre Trainings nicht online haben und gleich direkt in WKO+ oder ähnliche Software importieren wollen, funktioniert der Sync wie gehabt oldschool via USB.

Das Gerät selbst bietet einige Auswertungen der letzten Ausfahrt an und informiert auf Wunsch über erreichte Ziele, empfohlene Ruhepausen, Tourdaten und errechnet auch Daten wie FTP oder ähnliches. Für letzteren gibt's folgende Prozedere:

Möglichkeit 1:
Aufwärmen und 60 min. ununterbrochen hinhalten, nie anhalten oder abfahren, immer auf Zug und die letzten Minuten bis zur absoluten Explosion

Möglichkeit 2:
5' all out
Päuschen
20' all out
FTP = 20' Watt-Avg minus 5%

  • der errechnete FTP-Wert macht nur Sinn mit einem Standard-Test-Prozedere (siehe oben)der errechnete FTP-Wert macht nur Sinn mit einem Standard-Test-Prozedere (siehe oben)
    der errechnete FTP-Wert macht nur Sinn mit einem Standard-Test-Prozedere (siehe oben)
    der errechnete FTP-Wert macht nur Sinn mit einem Standard-Test-Prozedere (siehe oben)
  • Nach einer knackigen Runde über 1:30 und Durchschnittspuls 170 schlägt der Garmin 31 h Pause vorNach einer knackigen Runde über 1:30 und Durchschnittspuls 170 schlägt der Garmin 31 h Pause vor
    Nach einer knackigen Runde über 1:30 und Durchschnittspuls 170 schlägt der Garmin 31 h Pause vor
    Nach einer knackigen Runde über 1:30 und Durchschnittspuls 170 schlägt der Garmin 31 h Pause vor
  • am Gerät selbst gibt es ein Protokoll, Trainings (mit Tracks) und Statistikenam Gerät selbst gibt es ein Protokoll, Trainings (mit Tracks) und Statistiken
    am Gerät selbst gibt es ein Protokoll, Trainings (mit Tracks) und Statistiken
    am Gerät selbst gibt es ein Protokoll, Trainings (mit Tracks) und Statistiken
  • Wichtig: nur mit dem Hakerl werden die Daten automatisch hochgeladenWichtig: nur mit dem Hakerl werden die Daten automatisch hochgeladen
    Wichtig: nur mit dem Hakerl werden die Daten automatisch hochgeladen
    Wichtig: nur mit dem Hakerl werden die Daten automatisch hochgeladen
  • Garmin Connect bietet zahlreiche Möglichkeiten der AuswertungGarmin Connect bietet zahlreiche Möglichkeiten der Auswertung
    Garmin Connect bietet zahlreiche Möglichkeiten der Auswertung
    Garmin Connect bietet zahlreiche Möglichkeiten der Auswertung
  • Segmente die in Garmin Connect angezeigt werdenSegmente die in Garmin Connect angezeigt werden
    Segmente die in Garmin Connect angezeigt werden
    Segmente die in Garmin Connect angezeigt werden
  • Fadensteig in Google EarthFadensteig in Google Earth
    Fadensteig in Google Earth
    Fadensteig in Google Earth
  • Fadensteig Details in Google EarthFadensteig Details in Google Earth
    Fadensteig Details in Google Earth
    Fadensteig Details in Google Earth
  • Nandlgrat Satellitenansicht Nandlgrat Satellitenansicht
    Nandlgrat Satellitenansicht
    Nandlgrat Satellitenansicht
  • je steiler das Gelände umso größer die Abweichungenje steiler das Gelände umso größer die Abweichungen
    je steiler das Gelände umso größer die Abweichungen
    je steiler das Gelände umso größer die Abweichungen
  • generell ist die Genauigkeit aber sehr gutgenerell ist die Genauigkeit aber sehr gut
    generell ist die Genauigkeit aber sehr gut
    generell ist die Genauigkeit aber sehr gut
  • am Bike und im flacheren Gelände meist perfekt am Trailam Bike und im flacheren Gelände meist perfekt am Trail
    am Bike und im flacheren Gelände meist perfekt am Trail
    am Bike und im flacheren Gelände meist perfekt am Trail

Kritikpunkte

Trotz intensiver Nutzung gab es kaum echte Schwächen, die sich der Edge 520 geleistet hat. Das Gröbste war ein Absturz in der ersten Software-Version. Nach 7 h Fahrzeit entlang eines Tracks ist das Display eingefroren. Der Power-Knopf führte dann dazu, dass das Power-Symbol ca. 1 h am Display blieb, ohne Möglichkeit, einzugreifen. Danach startete das Gerät neu und alles funktionierte wie gewohnt. Nur das Protokoll des Tages war leer, auch Garmin-Connect konnte nichts auslesen. Die .fit Datei war aber vorhanden und konnte manuell importiert werden.

Ein weiterer Punkt ist die Hintergrundbeleuchtung, für die es zwar einen Knopf gibt, der aber im Display zur Anzeige der Helligkeits-Stufen führt. Erst mit einem zweiten Klick kommt man zurück zum aktuellen Schirm.
Bei der Navigation entlang von Strava-Segmenten ist der Kartenausschnitt sehr groß, d.h. man sieht keine Details und Abzweigungen und man hat auch keine Möglichkeit, den Zoom-Faktor zu ändern. Man muss in dem Fall auf die Kartenansicht umschalten.
Der Temperatur-Sensor funktioniert jetzt bei kälteren Temperaturen relativ gut, zeigte aber im September und Oktober bei 20°C teilweise um 5-6°C zu wenig an.

Die meisten Punkte werden vielleicht mit einem der nächsten Firmware-Updates behoben. Ganz generell würde ich mir vom modernen Garmin Connect wünschen, dass in Zukunft auch eine Konfiguration des Edge 520 online möglich ist. Ähnlich wie bei SRM, wo man Display-Elemente einfach via Drag&Drop einstellt, wäre so etwas aufgrund des schieren Funktionsumfangs des Edge mittlerweile eine feine Sache und würde die Konfiguration und Umstellung wesentlich erleichtern.

  • im Rucksack versteckt, im steilen Geländeim Rucksack versteckt, im steilen Gelände
    im Rucksack versteckt, im steilen Gelände
    im Rucksack versteckt, im steilen Gelände
  • in die Hosentasche eingesteckt im steilen Abstiegin die Hosentasche eingesteckt im steilen Abstieg
    in die Hosentasche eingesteckt im steilen Abstieg
    in die Hosentasche eingesteckt im steilen Abstieg
  • bei Klick auf Beleuchtungs-Button erscheint immer der Helligkeitsreglerbei Klick auf Beleuchtungs-Button erscheint immer der Helligkeitsregler
    bei Klick auf Beleuchtungs-Button erscheint immer der Helligkeitsregler
    bei Klick auf Beleuchtungs-Button erscheint immer der Helligkeitsregler
Garmin Edge 520
Testdauer:3 Monate, >1.000 km
+Kompakte Form
+Gut lesbares Farbdisplay
+Vielseitigkeit / Funktionsumfang
+GPS-Genauigkeit
+Navigation
+Strava Live-Segmente
+Bedienung / Menüführung
oKeine Online-Konfiguration
oTemperatur-Sensor nicht immer exakt
oSoftware-Kleinigkeiten
(Hintergrundbeleuchtung nur mit Doppelklick, kein Zoom in Höhenprofil und bei Segmenten)
-kleinere Software-Bugs mit der ersten Firmware
BB-Urteil:Die neue Referenz in Sachen Bike-Computer

Der Garmin Edge 520 ist ein Meilenstein, was Fahrrad-Computer angeht, und für mich die neue Benchmark in dieser Kategorie. Er vereint zahlreiche wesentliche Funktionen und Vorteile, die ihn zum perfekten Begleiter und Allround-Werkzeug machen. Da wären in meinem internen Hitlisten-Ranking als erstes die GPS-Genauigkeit, die kompakte Größe, das gut lesbare Display, die vielen Schnittstellen zu Sensoren oder zum Smartphone, die Möglichkeit, Karten auf das Gerät zu laden, Tracks nachzufahren, die Strava-Integration und vieles mehr.

In manchen Bereichen mag es Geräte geben, die bestimmte Dinge besser können. Ein Edge 1000 bietet zum Navigieren mehr Anzeigefläche, der ebenfalls neue Garmin Edge 25 ist kompromisslos klein, aber die Summe der Möglichkeiten in dieser kompakten Form machen den Garmin Edge 520 zum ultimativen Schweizer Messer unter den Fahrrad-Computern und aus meiner Sicht im Moment einzigartig.
In den ersten drei Monaten hat sich das Gerät kaum Schwächen geleistet, überstand sogar eine (unabsichtliche) 40°-Wäsche und ein paar Minuten im Wäschetrockner. Der Edge 520 war ein wichtiger Begleiter bei Testberichten, zur Daten-Aufzeichnung in den Bergen oder auch als Navigations-Hilfe auf unbekannten Pfaden, und so darf mein alter 500er nach fünf Jahren in den verdienten Ruhestand oder in ein neues zu Hause.

Kommentare / Update

Schreibt uns in den Thread, wenn euch etwas interessiert. Der Bericht wird aktualisiert, sollte es Neuigkeiten geben oder am Gerät wieder etwas auffallen.


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Ergebnis 31 bis 45 von 424
  1. #31
    Trailliebhaber Avatar von Gipfelstürmer
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    Das mit dem Puls hatte ich bei meinem 500er in ca. 700h betriebsstunden 2-3mal, warum weiß ich bis heute nicht.

    Der 520er ist wie schon der 510er dank glonass jm einiges schneller beim finden der satelliten und zeichnet auch deutlich "feiner" auf. wenn ich mit dem 500er laufen gehen kann ich von glück sprechen wenn meine linie die gekaufenen strecke auch nur ein einziges mal berührt.

    Der bessere satteliten empfang und die bessere navigation bewegen mich auch schön langsam richtung 520er

  2. #32
    2RadChaot #1016 Avatar von exotec
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    Zitat Zitat von Gipfelstürmer Beitrag anzeigen
    Der bessere satteliten empfang und die bessere navigation bewegen mich auch schön langsam richtung 520er
    laufen ist echt nicht machbar mit dem 500er! die Aufzeichnung vom Lauf zum Kremser Silvesterlauf und der Lauf selbst waren nun endgültig das aus für meinen 500er und 520er bestellt.

  3. #33
    Trailliebhaber Avatar von Gipfelstürmer
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    May 2007
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    daham
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    wobei pace & distanz bei mir immer stimmen, mir kommt vor meine laufroute ist einfach immer um 5-10 m parallel verschoben, sehr komisch aufjedenfall, sogar mein handy (Nexus 5) kann das deutlich besser

  4. #34
    Admin Avatar von NoSane
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    Probleme mit den Pulswerten hatte ich mit dem 520 noch nicht, nur beim 500er, wobei hier das Problem Korrosion der Batterie im Pulsgurt war. Die Dichtungen sollte man auf jeden Fall mit Silikonfett behandeln, damit da ja kein Wasser dazu kommt.

    Der 520 findet den Satelliten deutlich schneller als der 500er. Wobei beim 500er ist wichtig, dass man die Aufzeichnung stoppt und resettet, bevor man das Gerät abdreht, dann findet er meiner Erfahrung nach auf die Satelliten schneller.

  5. #35
    Registrierter Benutzer Avatar von rukufi
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    Zitat Zitat von NoSane Beitrag anzeigen
    Probleme mit den Pulswerten hatte ich mit dem 520 noch nicht, nur beim 500er, wobei hier das Problem Korrosion der Batterie im Pulsgurt war. Die Dichtungen sollte man auf jeden Fall mit Silikonfett behandeln, damit da ja kein Wasser dazu kommt.

    Der 520 findet den Satelliten deutlich schneller als der 500er. Wobei beim 500er ist wichtig, dass man die Aufzeichnung stoppt und resettet, bevor man das Gerät abdreht, dann findet er meiner Erfahrung nach auf die Satelliten schneller.

    das mit dem stoppen und resetten ist für mich seit jeher pflicht.

    und nach dem besuch bei garmin.connect wird er geladen und sämtliche aktivitäten gelöscht.

    nur das mit den übertriebenen pulswerten hat er verhältnismässig oft.

    auf der loipe funktioniert er allerdings zu meiner freude problemlos...beim bergwandern insbesondere auf klettersteigen kannst ihn jedoch vergessen.

    als ehemaliger sigma-fan dennoch das für mich bisher beste gerät. natürlich reizt mich aufgrund nicht zuletzt dieses berichts der 520er...aber ich habe da was läuten hören soll auch 2016 angeblich am ende des jahres ein christkind herumschwirren..und da unsere besseren hälften ohnehin nie wissen mit welchen geschenken sie uns beglücken sollen.....

  6. #36
    Re-Member Avatar von kapi
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    Ich hatte auch jahrelang den 500er und der war vom Konzept für mich ideal, mit dem 520er hat Garmin endlich einen brauchbaren Nachfolger herausgebracht.

    Was mich beim 500er gestört hat (und das wurde alles besser mit dem 520)
    -keine automatische Hintergrundbeleuchtung
    -zum Hochladen der Aktivitäten ist zwingend das anstöpseln an den Computer nötig

    Dazu ist das Bedienkonzept beim 520er besser (Bikeprofile ändern,..) und der GPS Empfang (Glonass), damit sollte das Problem mit den Ecken in der Aufzeichnung erledigt sein (beim Radfahren konnte man das beim 500er mit einem Speedsensor verbessern).

    Zu hohe Pulswerte liegen eher am Brustgurt bzw an einem flatternden Trikot.

  7. #37
    Registrierter Benutzer Avatar von rukufi
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    das mit dem flatternden trikot und der korrosion der batterie im brustgurt wurde meines wissens schon vor langer zeit in einem anderen thread behandelt.
    sämtliche gegenmaßnahmen brachten keine lösung.
    aber wenns mich noch lang sekkierts werd ich glaube ich bald meiner werten gattin erklären müssen daß mein alter hin ist und ich nun leider leider einen neuen brauch...

  8. #38
    zwartrijder
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    Zitat Zitat von exotec Beitrag anzeigen
    laufen ist echt nicht machbar mit dem 500er! die Aufzeichnung vom Lauf zum Kremser Silvesterlauf und der Lauf selbst waren nun endgültig das aus für meinen 500er und 520er bestellt.
    Bist du dir sicher, dass die den Lauf besser aufzeichnen?

    Bzw. warum funktioniert die Garmin Uhr meiner Frau - mein 510 aber beim Laufen nicht?

    Warum habe ich in der Auswertung STRAVA meist mehr Kilometer als bei GARMIN CONNECT??

    An und für sich ist mir das ja egal - es geht aber ums Prinzip. Wenn sie schon ein Produkt um mehrere Hunderter verkaufen, dann sollte das auch funktionieren. Da ich aber nur nach Puls trainiere habe ich die meisten Funktionen gar nicht erst am Display.
    Ich hatte mir einmal die Geschwindigkeit anzeigen lassen - aufgefallen ist mir, dass die ab und zu von 34 auf 18 zurückfällt (darum wahrscheinlich der KM unterschied)
    Geändert von zwartrijder (04-01-2016 um 15:40 Uhr)

  9. #39
    Registrierter Benutzer Avatar von rukufi
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    @zwartrijder


    ich denke mal daß du dem garmin unrecht tust....meine vermutung ist daß es nicht am gerät sondern am satellitenempfang liegt. im innenstadtverkehr können dir solche abweichungen beim autonavi auch mal passieren...wie gesagt, eine vermutung. würde für mich logisch klingen. interessant finde ich auch daß bei mehreren personen, die alle den garmin verwenden, am ende jeder andere daten bezüglich höhenmeter und wegstrecke aufweisen...zwar geringfügig, mehr oder weniger, aber wie du sagst, vom prinzip her nicht einzusehen.

  10. #40
    Registrierter Benutzer Avatar von Tom Elpunkt
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    GPS-Geräte und deren Empfang sind natürlich immer von der Signalqualität abhängig und sollte hier etwas stören, "spinnt" automatisch die Aufzeichnung.

    Am besten zu beobachten bei steileren Hängen beim Wandern. Durch die Abschattung der Satelliten wird das Signal schlechter und automatisch spinnt der Track bzw. die Genauigkeit. Hab eine Fenix 2 und einen 510er und bei beiden Geräten das gleiche Phänomen. Auch sehr dichter Wald (muss aber wirklich dicht sein) oder eben bei vielen hohen Häusern an der Lauf- bzw. Radstrecke verfälschen das Signal und die Route verläuft schon mal 20 oder mehr Meter neben der eigentlichen Straße.

    Zum Thema schnelleres Finden des Satelitten hilft bei mir immer auf die große Kreuzung stellen, die 70 Meter von meinem Hauseingang weg ist. Vor der Türe braucht die Fenix teilweise bis zu 5 Minuten, um ein Signal zu haben. Auf der freien Kreuzung gehts in meist wenigen Sekunden.

    Beim 510er gibt es das Problem dank Glonass nicht, auch der 520er wird das nicht mehr haben.

    Manuelle Kalibrierung des Höhenmessers vor jeder Ausfahrt hat auch die Abweichungen bei den Höhenmetern bei mir wesentlich verbessert. Optimal dazu ist http://www.mapcoordinates.net/.

    Einfach Adresse raussuchen und Höhenmeter immer frisch eingeben beim Wegfahren und passt.

  11. #41
    zwartrijder
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    Zitat Zitat von rukufi Beitrag anzeigen
    meine vermutung ist daß es nicht am gerät sondern am satellitenempfang liegt. im innenstadtverkehr können dir solche abweichungen beim autonavi auch mal passieren
    In der Stadt geht er ja! Aber Freilandstrassen mag er nicht so gern.

    Aber wie gesagt: Ich hab den Tacho eh nicht am Display - von daher mehr oder weniger egal.
    Ich hab es nur in der Auswertung festgestellt, dass Strava und Garmin immer so zwischen 3 und 7 Kilometer auseinander sind.

    Ansonsten ist das Gerät TOP ich kann es nur weiterempfehlen.

  12. #42
    Registrierter Benutzer Avatar von CaptainSangria
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    Bei meinem 520er habe ich keine Abweichungen bei den Kilometern.
    Habe draußen GPS+GLONASS aktiviert.

    PS: Seit voriger Woche wird mir in Connect ein GPS Update angezeigt, das
    ich aber noch nicht installiert habe, weil ich ihn momentan eh nicht verwende.
    Geändert von CaptainSangria (05-01-2016 um 07:48 Uhr)
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  13. #43
    Admin Avatar von NoSane
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    Die Problematik mit den Höhenmetern ist ganz unabhängig vom Gerät, davon kann jeder Marathon-Veranstalter und auch GPS-Hersteller ein Lied singen

    Dem zu Grunde liegt ein komplexes mathematisches Problem, das eigentlich mit den vorhandenen Aufzeichnungsdaten immer nur schätzen kann (egal ob PC, Garmin, o.ä.)
    https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCstenl%C3%A4nge
    https://de.wikipedia.org/wiki/Selbst%C3%A4hnlichkeit

    Je nachdem wie genau man misst, welche Höhendifferenz bereits als Anstieg zählt, bekommt man mal mehr, mal weniger Höhenmeter raus (bzw. im Wikipedia-Artikel, je feiner die Messung, desto länger die Küste). Und das lässt sich eben nicht trivial mit Addieren von Anstiegen lösen.

    Dass bei schlechtem Empfang die Geschwindigkeit schwankt ist ganz normal, das kenn ich auch von allen Geräten, ist aber ein reines Anzeigenproblem, weil die Punkte ja trotzdem geschrieben werden. Die Kilometerzahl sollte am Ende passen. Was schon sein kann ist, dass die eine oder andere Software versucht die Aufzeichnung zu "glätten" und deshalb die Kilometer leicht variieren. Wenn man die einzelnen Mini-Strecken addiert sollte ohne Glättung aber immer die selbe Strecke rauskommen. Was meiner Erfahrung nach hilft ist sekundengenaue Aufzeichnung, die soll' eigentlich Pflicht sein, die Files werden zwar größer aber die Aufzeichnung wesentlich genauer.

  14. #44
    Registrierter Benutzer Avatar von Tom Elpunkt
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    Ich dachte die Höhenmessung ist bei den beschriebenen Geräten (Fenix 2, 510er, 520er) immer eine barometrische?

    Dein Beispiel stimmt bei der Längenmessung hat aber mit der Höhe nichts zu tun

    Siehe Wikipedia: Die Genauigkeit beträgt 2–20 Meter, wenn eine korrekte Ausgangshöhe oder der Druck auf Meeresniveau eingestellt wurde. Ein Höhenmesser wird nur zu Beginn der Tour auf die richtige Höhe eingestellt – Abweichungen sollten unterwegs nicht anhand von Höhenangaben (Landkarte, Wegweiser, GPS, etc.) korrigiert werden. Wenn man sich die Abweichungen einprägt, funktioniert der Höhenmesser gleichzeitig auch als Barometer: Gibt der Höhenmesser eine zu große Höhe an, ist seit Beginn der Route der Luftdruck gefallen, was auf eine kommende Wetterverschlechterung hinweisen kann. Ein scheinbarer „Aufstieg“ von 100 Höhenmetern entspricht näherungsweise einer Senkung des Luftdruckes um 12 hPa bzw. 12 mbar.

    Durch die Abweichung des Luftdruckes bei Wetterveränderungen kann es schon mal um eine gröbere Abweichung kommen.

    Wichtig ist einfach immer die Kalibrierung am Start der Tour, sonst kann es während der Aufzeichung zu Sprüngen kommen. Hatte ich mal nachdem ich nicht kalibriert hab und mittendrin hatte ich einen Sprung um 300 Höhenmeter. Es wurde statt 750 aufgestiegenen 1050 Höhenmeter aufgezeichnet, welche ich in Connect durch die GPS-Korrektur halbwegs hinbekommen habe.

    Die genauere Aufzeichnung der Entfernung kann mit mehr Messpunkten sicher verbessert werden (hier greift ja dein Beispielt mit den Küstenlängen). Wen das wirklich stört, sollte von "intelligenter Aufzeichnung" auf "jede Sekunde" umstellen und wird ein besseres Ergebnis erhalten. Bei "intelligenter Aufzeichnung" wird immer nur ein Punkt bei wesentlichen Richtungsänderungen gemacht und die Linie dazwischen als Gerade verbunden. Bei langen Strecken mit leichten Richtungsänderungen kann das natürlich zu Streckenabweichungen führen. Nachteil sind wie schon beschrieben die größeren Dateien und der höhere Akkuverbrauch.

  15. #45
    Admin Avatar von NoSane
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    Klar, barometrische Höhenmessung wie bei Fenix, 500er, 520er ist natürlich besser. Bei der Berechnung der Höhenmeter ist aber nicht die Messung das Problem, sondern die zugrundeliegende mathematische Formel.

    Das hier zeigt recht gut wo die Crux liegt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B...line-200km.png

    Aussage -> "Die britische Küste ist je nach Genauigkeit der Messung zwischen 2400km und 3400km lang"

    Da brauchst nur statt Küstenlinie Höhenlinie einsetzen ... ist das selbe Problem. Selbst wenn die Höhenpunkte in der Aufzeichnung passen, wird ein Programm sagen es sind 2400hm, ein anderes 3400hm und beide haben auf ihre Art recht Sprich, wenn man übertrieben gesagt jeden cm rauf/runter mitrechnet, kriegt man richtig viele Höhenmeter zusammen, wenn man allerdings nur Steigungen ab 10m zählt, werden's viel zu wenige Höhenmeter...

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