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Everesting am Kahlenberg

Everesting am Kahlenberg

12.04.17 09:40 21.580Text: NoMan, MabeFotos: Jürgen BartlDie Welt ist ein Dorf und ihr höchster Berg steht in Wien. Martin Berndorfer vergnügte sich am 10.4. in Döbling mit Bergauffahren: 9.065 Hm!12.04.17 09:40 21.868

Everesting am Kahlenberg

12.04.17 09:40 21.868 NoMan, Mabe Jürgen BartlDie Welt ist ein Dorf und ihr höchster Berg steht in Wien. Martin Berndorfer vergnügte sich am 10.4. in Döbling mit Bergauffahren: 9.065 Hm!12.04.17 09:40 21.868

Der höchste Berg unseres Planeten misst bekantlich 8.848 Meter und steht im Himalaya. Weil dieses Gebirge meteorologisch mitunter unwirtlich, für die meisten Erdenbewohner weit weg und für Radfahrer generell schlecht zugänglich ist, wurde das „Everesting“ erfunden: Eine beliebige Bergstrecke so oft rauf (und wieder runter) fahren, bis die Höhenmarke des Mount Everest geknackt ist – detaillierte Informationen zu den Spielregeln dieser Nonstop-Challenge gibt es auf www.everesting.cc.

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Der Everest-Bezwinger

BB-Urgestein Martin "Mabe" Berndorfer, nach durchaus trainingsintensiven Racer-Jahren zum Genuss-Biker mutiert, war schon seit längerem von der Idee des Everesting fasziniert. Auf seiner wochenlangen Suche nach einer adäquaten Strecke stieß er schließlich auf die wortwörtlich naheliegendste: den Kahlenberg im 19. Wiener Gemeindebezirk.
Von den generell erst fünf Österreichern, die ein gemäß Hells 500-Regeln gültiges Everesting geschafft haben, hatte sich keiner in der Bundeshauptstadt aufgehalten. "Damit war für mich klar: Ich wollte das erste Wiener Everesting schaffen!", so Berndorfer. Erste Testfahrten mit Rennrad und Mountainbike ergaben außerdem, dass der untere Streckenabschnitt auf Dauer zu steil werden würde. Somit stand fest: Es würde das obere Hells 500-Segment mit durchschnittlich acht Prozent Steigung und Zwischenstichen von 14 bzw. 13%, sowie 124 m Höhenunterschied auf 1,6 Kilometern werden.

Mabe gefiel der Abschnitt auch aus anderen Gründen: "Schöne Aussicht nach Süden und Osten - da tut sich was am Himmel; fast auf der ganzen Länge Fahrverbot; Hydranten oben und in der Mitte; Parkmöglichkeit direkt an der Strecke; nahe von zu Hause; Segment ist nicht zu lang: in diesem Fall finde ich kürzer besser, dadurch versulzen die Beine nicht so sehr beim Downhill - man bleibt warm."
Bezüglich Materialwahl entschied sich der frühere "fanatische Trainingsstatistiker" (O-Ton Martin) für sein Titan-Hardtail: Dropper-Stütze raus, leichte Reifen drauf, und fertig war der Hobel mit 9,9 kg Kampfgewicht und XX1-Schaltung (10-42) mit Rotor Inpower.

Am Montag, den 10.4., Schlag Mitternacht ging es schließlich los. Wetter prächtig, Vorbereitungs-Stress dahin - der RST-Ligist startete bewaffnet mit seiner Lupine Piko ins Abenteuer. Mit schweren Beinen erst, immer besseren dann, spulte er Anstieg um Anstieg ab.
Die Nacht verlief bis auf eine – für alle Beteiligten gut ausgegangenen - Kollision mit einem Marder und gelegentlichen Licht-Wacklern unspektakulär, die von Frau und Tochter am Vortag auf die Straße gepinselten Anfeuerungsparolen halfen über die anfängliche Nervosität hinweg.
Mit Sonnenaufgang (!) stellten sich die ersten Freunde und Begleiter ein, und auch wohltuende Routine: „Das Prozedere ist in jeder Runde gleich: Nach der Abfahrt einen schönen Bogen für die Umkehr, zwei Schluck trinken, richtigen Gang einlegen und dann geht's immer steiler werdend, nach einem streng geregelten Gangschema aufbauend auf den Wattwerten, nach oben. Diese Gangschema hab ich bis zum Schluss aufrechthalten können - das hab ich nicht erwartet! Oben um die Halteverbotstafel herum Richtung Brunnen - Waden dehnen, hinteren Oberschenkel dehnen, Laptasten drücken, und aufs Neue.“

Diverse Rechenaufgaben (wieviele Hm/h schaffe ich, wann knacke ich den 3.000er, …) sowie die strikte Konzentration auf Wattwerte und Nahrungsaufnahme (Bananen, Riegel, dünn gemischter Energy-Drink sowie ein herrlich salziger nudelsalat um 13:00 Uhr) halfen beim mentalen Überbrücken der Zeit.
Die meisten Motivation brachte jedoch das Unterstützungskommittee. Insgesamt 15 Begleiter fuhren einen Teil des Weges mit Mabe mit, der Fleißigste von ihnen kam auf 23 Auffahrten.

Am Gipfel

Nach 74 Auffahrten war es schließlich vollbracht. Martin stand auf dem Mount Everest! Um sicher zu gehen, hängte er jedoch noch eine Runde an. Somit war um 18:46:40, nach 16:50:30 reiner Fahrzeit, das Ziel auf 9.065 Meter erreicht. Der spannendste Moment folgte jedoch noch: der Druck auf die Speichern-Taste am GPS-Gerät …
Nun wartet der Gipfelstürmer gespannt auf Nachricht aus Australien und die Aufnahme in die Hall of Fame der Hells 500. Was er da geleistet hat, kann Martin noch nicht ganz fassen, und zwei Tage später ist er auch nach wie vor ein bisschen müde. Aber da geht’s „echten“ Everest-Besteigern wohl ähnlich ...


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  1. #61
    Registrierter Benutzer Avatar von Karl_rudolf
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    Ich wünsche euch auch viel Erfolg!
    Mein Everesting konnte ich am 14.4. erfolgreich beenden. Eine Zusammenfassung findest du hier

    lg
    Karl
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  2. #62
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  3. #63
    Re-Member Avatar von kapi
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    Zitat Zitat von Karl_rudolf Beitrag anzeigen
    Ich wünsche euch auch viel Erfolg!
    Mein Everesting konnte ich am 14.4. erfolgreich beenden. Eine Zusammenfassung findest du hier

    lg
    Karl
    Gratulation!
    Irgendwann möchte ich auch Everesting probieren, aber auf das Segment (das praktisch vor meiner Haustür liegt) wäre ich nie gekommen, aber die Idee find ich gut!
    kapi auf Strava

    Ötztaler 2013: 10:00 | 2014: 8:40 | 2015: 8:26 | 2016: 8:21 | 2017: 8:20 | 2018: 8:58 | 2019: 8:24 | 2020: ?:??

  4. #64
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    Zitat Zitat von kapi Beitrag anzeigen
    Gratulation!
    Irgendwann möchte ich auch Everesting probieren, aber auf das Segment (das praktisch vor meiner Haustür liegt) wäre ich nie gekommen, aber die Idee find ich gut!
    Danke!
    Die geographische Nähe -quasi auch vor meiner Haustür- und die gleichmäßige Steigung waren mit ausschlaggebend für das Segment.
    Nachträglich betrachtet kann ich es empfehlen ;-)
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  5. #65
    Registrierter Benutzer Avatar von Hinti81
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    Herzliche Gratulation.
    noch dazu in einer Topzeit !!!

  6. #66
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    Zitat Zitat von Hinti81 Beitrag anzeigen
    Herzliche Gratulation.
    noch dazu in einer Topzeit !!!
    Danke!!
    Ich habe gelernt, dass die Vorbereitung -nicht nur muskulär, sondern auch strategisch und mental- ein wesentlicher Faktor ist.
    Nicht das es dann von alleine geht , aber es erleichtert das Vorhaben ungemein! Die Zeit ist ein schöner Bonus, dafür das es meine Premiere war *freu*

    Lg
    Karl
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  7. #67
    ' Avatar von feristelli
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    Zitat Zitat von Karl_rudolf Beitrag anzeigen
    .. auch strategisch ..
    Welche Strategie legt man sich da zurecht?

  8. #68
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    Zitat Zitat von feristelli Beitrag anzeigen
    Welche Strategie legt man sich da zurecht?
    Ich habe mir jeweils eine Strategie für
    - Ernährung
    - Leistung
    - Pausen
    im Vorfeld zurecht gelegt.
    Ernährung und Leistung war OK und umsetzbar. Das Pausenmanagement musste ich nachjustieren. Da war ich ein wenig zu optimistisch.
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  9. #69
    Registrierter Benutzer Avatar von Hinti81
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    hallo Leute,
    es hat funktioniert. es war richtig hart, aber zum Glück hab ich bald genug begonnen und immer wieder Freunde und Familie an der Seite gehabt.
    16h 5min reine Fahrzeit, in Summe warens 17h37 min.
    anbei der Link zur Fahrt: https://www.strava.com/activities/1543428000
    die Fahrt wurde auch schon in die Hall of Fame aufgenommen.
    so, jetzt werde ich mich wieder aufs Sofa legen und die Beine aushängen lassen.

  10. #70
    Registrierter Benutzer Avatar von Karl_rudolf
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    Gratuliere! Spitzen Leistung!
    Lege dich auf‘s Sofa, lass die Füße hängen - Und: Genieße den Erfolg !
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  11. #71
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    *ausgrab*

    Was im Vorjahr gut war, wurde heuer verbessert
    Damit ist nicht unbedingt Wetter für mein Everesting gemeint, sondern die Leistung. Anbei eine Zusammenfassung des Er- und Durchlebten zum Nachlesen.
    Everesting_2019.pdf
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  12. #72
    Re-Member Avatar von kapi
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    Zitat Zitat von Karl_rudolf Beitrag anzeigen
    *ausgrab*

    Was im Vorjahr gut war, wurde heuer verbessert
    Damit ist nicht unbedingt Wetter für mein Everesting gemeint, sondern die Leistung. Anbei eine Zusammenfassung des Er- und Durchlebten zum Nachlesen.
    Everesting_2019.pdf
    Super Leistung, natürlich schon auf Strava gecheckt
    Wären Begleiter am Rad hilfreich/erlaubt/gewünscht?
    kapi auf Strava

    Ötztaler 2013: 10:00 | 2014: 8:40 | 2015: 8:26 | 2016: 8:21 | 2017: 8:20 | 2018: 8:58 | 2019: 8:24 | 2020: ?:??

  13. #73
    Registrierter Benutzer Avatar von Karl_rudolf
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    Zitat Zitat von kapi Beitrag anzeigen
    Super Leistung, natürlich schon auf Strava gecheckt
    Wären Begleiter am Rad hilfreich/erlaubt/gewünscht?
    Danke !

    Begleiter sind in jedem Fall erlaubt. Die Regeln des Everestings sind relativ "flach".
    Ob ein Begleiter hilfreich ist hängt mEn stark vom Durchführenden ab: Ich sehe ein hohes Potential an Verleitung zum überpacen wenn der Begleiter zu motiviert ist. Ich kann sehr gut damit umgehen, dass ich alleine fahre. Der große Vorteil dabei ist, dass ich keinerlei Rücksicht nehmen oder Gespräche führen muss
    Hingegen Besuchern am Strassenrand kann ich -vor allem zur fortgeschrittenen Stunde- sehr viel abgewinnen. Und so ein gelieferter Kaffee kann die Moral wieder heben ;-)
    Es gibt aber sicherlich Fahrer, die Gesellschaft beim Fahren benötigen um die notwendige Motivation aufbringen zu können.

    Wenn du jemanden benötigst/gerne dabei hättest melde dich ist ja nicht weit weg von mir

    lg
    Karl
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  14. #74
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    Glückwunsch Karl! Tolle Leistung.

    Irgendwann möchte ich dieses Projekt auch noch starten :-)

    LG Florian

  15. #75
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    Gratulation! Letztes Jahr "Everesting", heuer "The limit" und nächstes Jahr "The journey"?

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