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  1. #1
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    Welche Kurbelganitur ist die richtige?

    Liebe Mitglieder von BIKEBARD.at,

    ich habe folgendes Anliegen, und zwar tausche ich bei meinem ca. 30 Jahre alten Diamond Back Ascent LX wieder einmal die Kurbelwelle aus. Die ursprüngliche Kurbelwelle, der Shimano Deore LX-Serie, musste vor ca. 2 Jahren aus Altersschwäche ausgetauscht werden. Damals wurde eine Shimano Tourney FC-M171 Kurbelwelle verbaut. Diese ist naturgemäß nicht allzu hochwertig, hat aber in den gut 2 Jahren ihren Dienst getan und reichte für meine Zwecke (Schotterbiste, Fahrradweg um den See, leichtes Gelände) aus. Jedoch muss sie halt ca. alle 2 bis 3 Seasons komplett gewechselt werden, Die freundlichen Herrn im Fachhandel sagten mir, dass es für so alte Fahrräder mit 4-Kant-Tretlager und 3x7-Schaltung kaum mehr etwas gäbe und ich froh sein müsste, dass es überhaupt noch etwas gibt. Nun gibt es aber im Internet die Shimano Acera FC-M361 Kurbelganitur, die ca. gleich viel kostet wie die minderwertigere Tourney-Ganitur. Sie hat austauschbare Kettenblätter. Ich habe nun folgende Fragen, und bitte euch, um eure Ratschläge dazu.

    Welche Kurbel ist auf Dauer kostenwirtschaftlicher?
    Wie viel Kosten die Kettenblätter im Durchschnitt?
    Wo liegt der große Vorteil von Kettenblättern gegenüber einer DUAL-SIS-Kurbelanlage?
    Muss man bestimmte Kettenblätter kaufen oder kann man beliebige Shimano Kettenblätter mit der passenden Anzahl von Ritzel kaufen?
    Welche Erfahrungen habt ihr mit Kurbelblättern?
    Wie sieht es mit Kurbelwelle anderer Hersteller abseits von Shimano aus?
    Zu welcher Kurbel würdet ihr mir raten?


    Vielen Dank für eure Hilfe im Voraus! Lg eco
    Geändert von eco (14-05-2018 um 12:26 Uhr)

  2. #2
    Back2Blech Avatar von Siegfried
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    Servus und willkommen hier im Forum.
    Vorab erlaube ich mir, die Begriffe zu definieren, damit du anschließend auch genau weißt, was gemeint ist:

    -) Innenlager -> jenes Teil, das im Rahmen verschraubt ist, und auf welchem die Kurbelarme befestigt sind
    -) Kurbelarme -> die außenliegenden Teile, auf denen die Kettenblätter, sowie die Pedale befestigt sind
    -) Kettenblätter -> eigentlich selbst erklärend, aber jene Teile, die mittels Kette die Antriebskräfte übertragen
    -) Kettenradgarnitour -> die Gesamtheit aus Kurbelarmen und Kettenblättern (meist unabhängig vom Innenlager; das ist extra)
    -) Kassette -> Zahnräder-Paket am Hinterrad
    -) Umwerfer -> Bauteil, das die Kette an der Kurbel auf die unterschiedlichen Kettenblätter umlegt
    -) Schaltwerk -> Bauteil, das die Kette über die Kassettte (ugs. auch Ritzel genannt) bewegt

    Wenn ich dein Posting jetzt richtig lese, dann ist das Innenlager defekt? Wer diagnostiziert das und vor allem mit welchen Mitteln? Wurde die Kurbel abgebaut und das Lager kontrolliert? Oder ist es eine Ferndiagnose, weils halt sein könnte?

    Grundsätzlich gilt, dass man immernoch 4-Kant Lager kaufen kann. Vermutlich wird es sich bei dir um ein Innenlager des Typs BSA68 (BSA -> Gewindetyp; der Gegenspieler wäre ITA; 68 = Gehäsuebreite) sein, mit einem JIS (Japan. Industrial Standard -> Form der 4-Kant aufnahme) 4-Kant. Relevant ist lediglich, wie lange die Kurbelwelle selbst ist.

    Diese Lager kann man immernoch kaufen, und die haben meist auch eine sehr gute Qualität.

    Bei den Kettenblättern meine ich ebenfalls, dass man 7fach Kettenblätter einzeln zu kaufen bekommen könnte, wobei hier nach 2 - 3 Jahren ein völliger Verschleiss eher fraglich erscheint. Wer detektiert hier WIE den Verschleiss?
    Am Ehesten werden Kette (Längung) und Kassette (hinten) kaputt, aber das kann man mit einfachen Mitteln auch selbst messen. (Google: Kettenverschleiss Fahrrad Messen Messschieber). Wenn die Kette gelängt ist, ists wahrscheinlich,d ass auch die Kassette zum Tauschen ist; Kettenblätter sind mEn das Letzte, was verschlissen ist; es sei denn, man fährt im Jahr 10.000e Kilometer

    Grundsätzlich kannst du auch Kettenblätter von 8- oder 9fach Kurbeln verwenden, solange der Lochkreis (Begriff Googeln und abmessen) stimmt; wenn aber die FC-M171 verbaut ist, kannst du das vergessen, weil die Kettenblätter nicht getauscht werden können; da brauchts was anderes.

    Am schönsten wäre es mMn, wenn sich jemand findet, der in seiner Restekiste eine alte Shimano Kurbel in gutem Zustand mit einem Octalink-Innenlager daheim rumliegen hätte, die er dir für wenig Geld überlässt; der Einbau ist keine Hexere, wenn man eine Innenlagernuss und ein paar Inbusschlüsseln hat, und recht viel mehr Geld würd ich garnicht investieren.

    Sowas in der Art und ein passendes Innenlager und dann ist für 1000e Kilometer Ruhe: https://bikemarkt.mtb-news.de/articl...himano-fcm-522
    https://bikemarkt.mtb-news.de/articl...tenblatter-3x9 wäre sogar halbwegs aus der Zeit

  3. #3
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    Hallo Siegfried,

    mal herzlichen Dank für deine schnelle, umfangreiche Antwort und deine Ratschläge! Nun die Lager sind nicht kaputt - hab sie selbst aus- und wieder eingebaut - sie funktionieren, dank der hohen Qualität nach 30 Jahren noch einwandfrei. Leider haben heuer die Shifter ihren Dienst aufgegeben - sie mögen in Frieden ruhen. Daher müssen der Brems. und Schaltzug gewechselt werden und im Zuge dessen habe ich mich entschlossen auch die Kurbelwelle sowie den Zahnkranz zu wechseln. Leider ist es bei den günstigen Kurbelwellen, deren Kurbelblätter man nicht auswechseln kann so, dass diese nach 2 bis 3 Seasons schon verschließen. Macht man da eine neue Kette drauf - funktioniert die Schaltung schlecht und die neue Kette wird auch schneller verschließen. Daher mache ich gleich alles neu. Da ich jedoch die Kurbelwelle nicht alle 2 bis 3 Jahre tauschen möchte, stellt sich für mich die Frage, ob ich wieder eine Kurbelwelle mit austauschbaren Blättern kaufen soll, da sie wie oben erwähnt, derzeit der Preisunterschied zwischen der billigen Kurbelwelle und der hochwertigeren Kurbelwelle mit Blättern minimal ist. Jedoch stellt sich die Frage der Kostenwirtschaftlichkeit für die Zukunft und das hängt von der Notwendigkeit des Wechsel der Blätter sowie deren Kosten ab? Was kommt mit in Zukunft billiger. Die Blätter oder wieder der Austausch der Billigkurbel! Danke für die Antworten!

  4. #4
    Back2Blech Avatar von Siegfried
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    Die Kurbelwelle ist mir hinsichtlich Begrifflichkeit fremd; du meinst die Kettenradgarnitour? Versuch bitte, die obigen Definitionen zu verwenden, sonst wird's "interessant" falls der Thread länger läuft.

    Abhängig davon,w as du mit dem Rad noch vor hast, würde ich meinen, dass du langfristig besser fährst, wenn du nur die Kettenblätter tauschen musst; außerdem find ichs persönlich besser, nur das zu tauschen, was kaputt ist, anstatt ein ganzes Bauteil weg zu werfen.

  5. #5
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    Hallo lieber Siegfried,

    wieder besten Dank für deine schnelle Antwort. Ja, ich meine die
    Kettenradgarnitour, obwohl man im Englischen den Begriff "Chain Weel"verwendet, hast du mit deinem Einwand natürlich Recht! Mal danke für den kompetenten Ratschlag! Die Sache ist leider für mich als Laien in Sachen Kettenradgarnituren etwas verwirrend. Kann man im Prinzip jedes Kettenblatt bei der Garnitur verwenden, dass in Bezug aus den Lochkreis passt oder gibt es da für jedes Modell eigene - so wird es nämlich im Internet teilweise beschrieben - ob da nicht wieder Geldmacherreich dahinter steht. Wie viel Kosten Kettenblätter im Schnitt? Danke für die Antworten!


  6. #6
    Back2Blech Avatar von Siegfried
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    Bei den Kettenblättern muss man nur darauf achten, dass der Lochkreis passt, und dass sie Steighilfen haben (also keine Singlespeed-/Track Blätter). Die Freistellung für den Kurbelstern muss passen, aber das sind ggf. Dinge, die sich auch mit einem Dremel oder einer Feile etwas anpassen lassen; da hätte ich jetzt keine Hemmungen diesbezüglich.

  7. #7
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    Okay, mal herzlichen Dank für deine Antworten - du hast mit sehr geholfen damit! Die Anzahl der Ritzel variert je nach Kurbel - das kann mir egal sein oder? Danke für die Antworten!

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