Bikeboard.at Logo
+ Antworten
Ergebnis 1 bis 12 von 12
  1. #1
    -_-
    User seit
    May 2004
    Ort
    virgen/wien
    Beiträge
    4.344

    buchreferat: 19es Jhdt.

    halli hallo....

    muss in deutsch ein buchreferat halten über ein buch aus dem 19es jahrhundert....also späte klassik und romantik.......also wer weiß denn ein empfehlenswert buch??

  2. #2
    pro adern. Avatar von wuwo
    User seit
    Jan 2004
    Ort
    v+w
    Beiträge
    6.918
    1. Begriffserklärung

    2. Die literarische Romantik in Deutschland
    a.) Frühromantik
    b.) Hochromantik
    c.) Spätromantik

    3. Geistesgeschichtliche Grundlagen
    a.) Religion und Philosophie
    b.) Naturwissenschaft und Medizin
    c.) Geschichte und Politik

    1. Kunst- und Dichtungstheorien
    a.) Lyrik
    b.) Drama
    c.) Erzählprosa

    5. Ausklang und Nachwirkung der Romantik

    1. Begriffserklärung

    Romantik (Literatur)

    Der Begriff leitet sich vom altfranzösischen romanz, romant oder roman
    her, der ursprünglich alle in der Volkssprache (lingua romana) verfaßten
    Schriften, vor allem aber den höfischen Versroman bezeichnete. Später
    wurde er gebräuchlich für alle (in Versen oder Prosa verfaßten)
    "Romane". (Microsoft® Encarta ® 98 Enzyklopädie.)Seine Bedeutung im
    allgemeinen Sinn lautet: von Gefühl und Phantasie geleitetes Verhalten
    oder eine stimmungsvolle Umgebung oder Situation. Ursprünglich
    bedeutete er aber: übertrieben, zügellos, phantastisch. Im
    Sprachgebrauch der Romantik kann es aber auch "nichtklassisch" bedeuten.
    Zwischen 1810 und 1850 setzte sich dann Romantik als Epochenbegriff
    durch.

    2. Die literarische Romantik in Deutschland

    a.) Frühromantik (1795-1804)

    Die Frühromantik hatte ihren Ursprung in der Stadt Jena, die zum
    Herzogtum Sachsen Weimar gehörte. In den letzten Jahren des 18.
    Jahrhundert taten sich dort die Brüder August Wilhelm und Friedrich
    Schlegel, Friedrich Wilhelm Schelling und die beiden Dichter Ludwig
    Tieck und Novalis zusammen. Sie wollten ihr Leben anders gestalten als
    die "philisterhaften Bürger". Dies wollten sie aber nicht nur durch ein
    neues Kunstprogramm, sondern auch durch die Emanzipation der Frau
    erreichen.
    Die Dichter der Frühromantik ließen sich stark von der Wissenschaft
    leiten und lehnten sie nicht, wie die Stürmer und Dränger, von denen sie
    stark beeinflußt wurden, ab.
    Einige Dichter der Frühromantik waren sehr mit einem feinen Gefühl für
    andere Sprachen und Kulturen begabt. Deshalb übersetzten sie eine Menge
    literarische Werke aus dem Portugiesischen, Spanischen oder
    Italienischen ins Deutsche z. B. (Don Quijote 1799-1801). Diese Arbeit
    hatte bei den Lesern hohes Ansehen, denn nun konnten sie sich endlich
    einen Einblick in ausländische Kulturen verschaffen.
    Das Publikationsorgan der Frühromantik war die Zeitschrift "Athenäum".
    Sie war sozusagen das Sprachrohr der Romantiker.

    b.) Hochromantik (1805- 1814)

    Als das "Heilige Römische Reich Deutscher Nation" zusammengefallen war,
    hatten die Romantiker wieder ein neues Ziel. Der anfangs revolutionäre
    Aufschwung der Frühromantik wurde gestoppt, und die Hochromantiker
    wandten sich nun eher der altdeutschen Sprache und Literatur zu. Sie
    konzentrierten sich auf die Tradition des Deutschen Reiches, dessen
    Kennzeichen das Kaisertum, Rittertum, die gotische Kunst und christliche
    Frömmigkeit waren. "Die Geschichte wurde zum geistigen Zufluchtsort
    aller Personen, die mit der Gegenwart unzufrieden waren und sich durch
    die allgemeinen politischen Entwicklungen in ihrer Existenz bedroht
    fühlten.". (Zusammenfassung: Romantik /Internet )
    Achim von Arnim und Clemens Brenato wollten wieder den deutschen
    "Volksgeist" und seine schöpferischen Kräfte, durch die Sammlung von
    Märchen, Sagen, Volksbüchern und Liedern wecken. Und so gaben sie eine
    Sammlung von Volksliedern unter dem Titel "Des Knaben Wunderhorn"
    1805/06 heraus. Dadurch sollte sich dann ein Zusammengehörigkeitsgefühl
    der Deutschen einstellen, mit dem man sich von dem Französischen Einfluß
    abschirmen sollte.

    c.) Spätromantik (1815-1835)

    "Der Widerspruch zwischen der Sehnsucht nach Poesie und der Prosa des
    bürgerlichen Alltags prägte noch einmal im romantischen Sinne nach 1820
    veröffentlichte Dichtungen, z. B. von Joseph von Eichendorff, den man
    der Spätromantik zuordnet, der aber im Bewußtsein der späteren Leser der
    ′romantischste′ Dichter geworden ist." (Grundlagen - Stile - Gestalten
    der deutschen Literatur S.248)
    Der Mittelpunkt der Spätromantik war Berlin geworden, denn dort wurde im
    Jahre 1810 die Universität eröffnet und es zog viele Gelehrte dort hin.
    Hier wirkten E. T. A. Hoffmann, Adelbert von Chamisso, Friedrich de la
    Motte Fouqué u. a. . Hoffmann ist von diesen genannten wohl der
    Bekannteste. Er bevorzugte oft das Doppelgänger Motiv und beschrieb das
    Wunderbare im Alltag in seinen Romanen und Erzählungen. Er war es auch
    der durch die Begründung der Kriminalgeschichte die romantische Ironie
    auf den Höhepunkt brachte. Unter romantischer Ironie ist das Bewußtsein
    des Autors zu verstehen von der Unvereinbarkeit von Ideal und
    Wirklichkeit.

    3. Geistesgeschichtliche Grundlagen

    Das geistesgeschichtliche Fundament der Romantik war eine Strömung gegen
    den Rationalismus (Geisteshaltung, die das rationale Denken als einzige
    Erkenntnisquelle ansieht.) und Erkenntnisoptimismus der Aufklärung. Sie
    gewann aber mit der Zeit immer mehr transzendentalphilosophische
    (übernatürlich, übersinnlich) und okkulte Züge. Vorbereitend für diese
    Strömung wirkte in Deutschland die Gefühlskultur der Empfindsamkeit und
    des Pietismus. "Die der Romantik unmittelbar vorausgehende Epoche des
    Sturm und Drang bereitete mit ihrem Genieideal den Boden für die
    subjektivistische (ichbezogene)Weltsicht und einen differenzierten
    (vielschichtig; tiefgehend) Individualitätsbegriff
    (Persönlichkeitsbegriff)." (Encarta 98)


    a.) Religion und Philosophie

    "Charakteristisch für die romantische Philosophie war die Gegenposition
    zum mechanistisch - rationalistischen* Welt- und Menschenbild der
    Aufklärung, die, wie Julien Offroy de la Mettrie in seiner Schrift
    L′homme - machine (1748, Der Mensch eine Maschine), zu extremen
    Standpunkten vorgedrungen war." (Encarta 98)
    Der Zweifel an der Erkenntnissicherheit und das Bestreben nach magischen
    Formeln führten, wie bei Johann Gottlieb Fichte oder Friedrich Wilhelm
    von Schelling, zwangsläufig in den Grenzbereich zum Religiösen.
    Als Fichte weiter über die Sittenlehre Immanuel Kants nachdachte, fiel
    ihm ein neues System ein. In diesem System stand das absolute, sittlich
    freie und schöpferische Ich im Mittelpunkt (Wissenschaftslehre, 1794).
    In seinem ersten Hauptwerk (Ideen zu einer Philosophie der Natur, 1797)
    betonte Schelling, daß Geist und Natur eine Einheit bilden. Seiner
    Meinung nach war der unsichtbare Geist die Erscheinungsform der
    beseelten Natur. Die beseelte Natur wiederum war eine fortschreitende
    Selbstentäußerung des Geistes. Seine Behauptung, daß die Kunst die
    höchste Gestaltungsform des Irdischen sei, hatte viele Ähnlichkeiten mit
    Fichtes unbeweisbarer Annahme von der Freiheit des Künstlers, der sich
    nach Lust und Laune spielerisch - ironisch mit den endlichen und
    unendlichen Erscheinungsformen des Seins auseinandersetzen kann. Aber
    die Umdeutung des Endlichen in Unendliches oder des Gewöhnlichen in
    Geheimnisvolles - oder umgekehrt - verlieh der romantischen Philosophie
    einen Zug ins Paradoxe und Fragmentarische (Unvollendete). Dieser Ruf
    wurde aber durch die Alldurchdrungenheit oder gegenseitige Abhängigkeit
    der Elemente in der Schöpfung wieder ausgeglichen.
    Charakteristisch ist aber auch der Wunsch nach Vermischung der
    verschiedenen Sinnesbereiche.
    Diese Idealphilosophie machte sich auch, der bedeutendste romantische
    Theologe, Friedrich Schleiermacher, zu eigen. Seiner Meinung nach war
    der Kernpunkt der Religion das Gefühl des Individuums, mit der gesamten
    Schöpfung im Einklang zu stehen und das Unendliche zu spüren. Diese
    Ansicht stimmte auch mit Goethes pantheistischer Weltansicht überein und
    rückte den Gesichtspunkt des religiös - sittlichen Handelns in den
    Mittelpunkt.
    *Vernunft in den Mittelpunkt stellt, u. alles Denken u. Handeln von ihr
    bestimmen läßt

    b.) Naturwissenschaft und Medizin

    Die Entwicklung zum Übernatürlichen und Okkulten prägte auch die
    Naturwissenschaft, die unter dem Einfluß der transzendentalen
    Philosophie stand.
    Eines der wichtigsten Werke waren die "Nachtseite der
    Naturwissenschaft", das 1808 von Gotthilf Heinrich Schubert geschrieben
    wurde. Mit der "Nachtseite" war aber nicht das Geheimnisvolle gemeint,
    sondern das Unbekannte. "Schubert zeigte die Mängel der
    rationalistischen Wissenschaft auf und setzte u.a. seine Theorie des
    "kosmischen Fluidums" (Wirkung) dagegen, das alle Wesenheiten
    durchdringe und so das Unsichtbare im Sichtbaren faßbar machte."
    (Encarta 98)

    Auch die Medizin hatte ein Interesse an den parawissenschaftlichen
    Grenzphänomenen. Durch die begründete Theorie des "animalischen
    (tierisch; triebhaft) Magnetismus" von Franz Anton Mesmer erfuhr die
    Medizin eine höchst populäre Ausprägung. Doch diese Theorie streifte
    schon fast die Grenzen der Scharlatanerie.
    Der Freund von E. T. A. Hoffmann, David Ferdinand Koreff, wurde mit
    "magnetischen Kuren" zu einem der berühmtesten Modeärzten der oberen
    Gesellschaftsschicht. Diese "magnetischen Kuren" könnten die Vorläufer
    der Hypnotherapie sein.

    Wenn man diese Vermischungen von Wissen und Glauben, Religion,
    Wissenschaft und Philosophie einmal über einen langen Zeitraum
    betrachtet, kann man feststellen, daß dies nur zur
    Orientierungslosigkeit der Bevölkerung führte. Viele Leute, die den
    Durchblick verloren hatten, schlossen sich nun wieder der katholischen
    Kirche an.

    c.) Geschichte und Politik

    "Die Romantik entstand in der Umbruchphase der feudalen zur bürgerlichen
    Gesellschaft und bedeutete einen entscheidenden Schritt in der
    Entwicklung bürgerlichen Selbstbewußtseins." (Encarta 98) Aber die
    Romantik war anders als die vorausgehende Generation des Sturm und
    Drang, denn ihr fehlte das Aggressiv - Gesellschaftskritische. Das
    Geschichtsbild der Romantiker - vor allem aber der Spätromantiker -
    gründete auf die idyllische Sicht des Mittelalters mit dem deutschen
    Kaiserreich als letzter funktionsfähiger, homogener Staats- und
    Sozialeinheit. Die drei wichtigsten Strömungen der Zeit waren neben
    Goethes "Wilhelm Meister" und Fichtes Wissenschaftslehre auch die
    Französische Revolution.

    "Große Aufmerksamkeit beanspruchte das Thema Europa, z. B bei Novalis
    (Die Christenheit oder Europa, 1799) oder Joseph Görres (Europa und die
    Revolution, 1821). Zu dem löste der Kampf gegen Napoleon I. eine Flut
    patriotischen Schrifttums aus, z. B. "Geist der Zeit" (1806-1818) von
    Ernst Moritz Arndt und "Der Rhein, Deutschlands Strom und Deutschlands
    Grenze" (1813) u. a.

    4.Kunst- und Dichtungstheorien

    Die Kerngedanken der romantischen Welt- und Kunstanschauung waren die
    Prinzipien der Universalität und der Assimilation (Angleichung;
    Anpassung). (Encarta 98) Im 116. Athenäums - Fragment wird als
    Voraussetzung der "Universalpoesie" die "Willkür des Dichters" genannt.
    Diese duldet aber kein Gesetz über sich, er kann sozusagen schreiben und
    dichten wie er es für richtig hält. Die Persönlichkeit des Künstlers ist
    etwas Besonderes, sie nimmt nämlich synästhetisch die facettenreiche
    Welt in sich auf und stellt sie dann, durch einen schöpferischen Prozeß
    wieder dichterisch ausgeschmückt, dar. Daran knüpfte sich der Wunsch,
    die getrennten Gattungen durch eine "progressive Universalpoesie" zu
    vereinen und mit Philosophie, Religion und Kunsttheorie in Beziehung zu
    bringen.

    Stimmung und Erlebnis und manchmal Traumerfahrungen standen im
    Vordergrund, dies war genau der Gegensatz zu einer rationalistischen
    Dichtungsauffassung. Der Roman blieb aber bei den Romantikern eine
    Ausnahme, obwohl der Nuancenreichtum ihnen entgegenkam. Die Dramatik,
    die an sich ereignisbetont ist, litt unter der Verschmelzung von Epik,
    Drama und Lyrik. Aus diesem Grunde war sie auch schwach ausgeprägt. Die
    bedeutendsten Leistungen erbrachte die Romantik auf dem Gebiet der
    Lyrik. Die wichtigsten Schriften der Romantik sind die von Friedrich
    Schlegel "Über Goethes Meister" (1798), die Athenäum - Fragmente (1798)
    und Gespräch über die Poesie (1800).

    Die theoretischen Ansätze und Werke der romantischen Dichtung gaben auch
    der Kunst und Musik starke Impulse, z. B. das Naturempfinden und die
    Märchenmotive. Einige wichtigen romantischen Maler und Musiker waren,
    Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge, Franz Schubert und Felix
    Mendelssohn. Aber einer, nämlich unser Hoffmann war etwas Besonderes, er
    schrieb nämlich nicht nur, sondern war auch Musiker und Zeichner.

    a.) Lyrik

    Die romantische Lyrik stand im Spannungsfeld einer am Volkslied
    orientierten Schlichtheit und höchster sprachlicher Virtuosität
    (Meisterhaftigkeit). Zu der von Herder eingeleiteten und von Arnim und
    Brenato fortgeführten Rückbesinnung auf Volkslied und Volksdichtung
    traten Einflüsse der u. a. von Goethe begründeten Erlebnis- und
    Naturlyrik sowie als spezifisch romantische Elemente ein mystisch
    erfahrenes Christen- und idealisiertes Künstlertum. (Encarta 98)
    Zu den ersten bedeutendsten Werken gehören Novalis′ Geistliche Lieder
    (1799) und seine Hymnen an die Nacht (1800). Edward Young verband seine
    philosophischen Betrachtungen mit dem unheimlichen Reiz der
    Friedhofsszenerie. Edward Young gilt mit seinem Werk "Night Thougts"
    (1742-1745) zu dem Vorläufer der Schauerromantik. Bei Novalis ist das
    anders. Er ging von einem poetisch - idealisierten Bild des Nächtlichen
    aus, in dem der Tod in begieriger Hingabe und als neues Leben im
    christlichen Sinne erfahren wurde.

    Die Lyrik wurde volkstümlich durch Ludwig Uhland (Gedichte, 1815)
    Eichendorff (Gedichte, 18379), Wilhelm Müller (Die schöne Müllerin,
    18219 u. a. . Während bei Eichendorff das Naturerlebnis überwog, schrieb
    Chamisso zum ersten Mal über soziale Themen (Die alte Waschfrau).

    b.) Drama

    Im Mittelpunkt in der Dramen von A. W. Schlegel (Ion, 1802) und
    Friedrich Schlegel (Alarcos, 1802) stand das antike Vorbild. Bei Ludwig
    Tieck (Der gestiefelte Kater, 1797; Leben und Tod der heiligen Genoveva,
    1800 u. a.) war das anders; er orientierte sich an Shakespeare und an
    der Integration (Vereinigung) von Lyrik und Epik. Romantisch -
    phantastische Züge trugen die Dramen von Kleist (Das Käthchen von
    Heilbronn, 1808). Er war auch einer der ersten, der das moderne
    Lustspiel begründete. Andere wieder, wie Zacharias der sich an Schiller
    orientierte, repräsentierte die romantische Schicksalstragödie (Der
    vierundzwanzigste Februar, 1810) und dramatisierte die germanische
    Vorzeit und die deutsche Geschichte (Das Kreuz an der Ostsee, 1806).

    c.) Erzählprosa

    Friedrich Schlegel schreibt in seinem Brief über den Roman, daß alles
    das romantisch ist, was "einen sentimentalen Stoff in einer
    phantastischen Form", darstellt. Diese Vorstellung prägte das Bild der
    romantischen Erzählprosa. Als Vorbild galt Goethes Roman "Wilhelm
    Meisters Lehrjahre" (1795/96) und die "Glückseligen Inseln" (1787) und
    "Ardinghello" von Wilhelm Heinse. Die Frühromantiker hatten andere
    Vorbilder. Sie folgten nämlich dem Bildungs- und Entwicklungsroman. Aber
    die Einfügen von Gedichten und Liedern oder erzählenden Binnentexte
    beeinträchtigte häufig das Ergebnis und der Roman erhielt wenig
    Bedeutung, ähnlich wie bei den Dramen.

    Der Schauerroman, machte hierbei eine Ausnahme, z. B. das Buch von E. T.
    A. Hoffmann "Die Elixiere des Teufels" (1815-1816). Auch die romantische
    Novellistik war phantastisch geprägt. Sie lehnte sich an das Vorbild der
    Volksmärchen an, wie Tiecks "Der blonde Eckbert" (1797) und Eichendorffs
    "Aus dem Leben eines Taugenichts" (1826). Oder aber sie bewegte sich im
    Bereich der unheimlichen Alltagswelt, wie die "Nachtstücke" (1816) von
    E. T. A. Hoffmann. Mit seinem Werk "Der Goldene Topf" schuf Hoffmann ein
    romantisches Kunstmärchen, "in dem sich übernatürliche Elemente mit
    Gesellschaftssatire und kunstphilosophischen Betrachtungen mischen".
    (Encarta 98)

    Ein populäres Verfahren war die Einbindung mehrere Erzählungen und
    Novellen in einen erfunden Erzählrahmen. In diesem Rahmen wurden
    poetologische, kunsttheoretische und andere Fragen im Zusammenhang mit
    den Binnentexten diskutiert. Als Vorbild für Tieck ("Phantastus", 1812 -
    1816) und Hoffmann ("Die Serapionsbrüder", 1819-1821) waren lange Zeit
    Boccaccios "Decamerone" (1348-1353) und "Goethes Unterhaltungen
    deutscher Ausgewanderter" (1794-1795). "Vor allem bei Hoffmann standen
    phantastisch - transzendentale Phänomene als Manifestation (Kundgebung
    oder Sichtbarmachung) eines "höheren Seins" durchweg im Zusammenhang mit
    der Suche nach Welterkenntnis und der Vervollkommnung des Menschen im
    Kunstwerk." Encarta 98

    5. Ausklang und Nachwirkung der Romantik
    a.) Ausklang

    Die Romantik endete größten Teils mit der Unterwerfung unter den
    restaurierten Absolutismus des Staats und der Kirche. Doch die
    Spätromantik blieb bis 1830 schöpferisch tätig. Aber es erwies sich als
    undurchführbar Poesie und Realität sich durchdringen zu lassen, da die
    wirtschaftliche, politische und soziale Wirklichkeit immer mächtiger
    wurde. Der nachfolgende Realismus mußte sich von der Romantik trennen,
    weil das neue Zeitalter des Liberalismus und der Demokratie die
    Herrschaft der Poesie nicht mehr zuließ.

    b.) Nachwirkung

    Die Romantik brachte das Gedankengut der Aufklärung mit den
    tranzendentalphilosophischen Ansätzen, in denen sich die Philosophie des
    deutschen Idealismus vollendete, in Verbindung, und damit bereicherte
    sie die Ausdrucksart von Dichtung, Kunst und Musik. Aber sie regte auch
    das Interesse an der deutschen Geschichte, besonders am Mittelalter an,
    und dadurch entstanden "erste systematische Forschungen auf den Gebieten
    der Geschichtswissenschaft (Leopold von Ranke), Germanistik (Jakob und
    Wilhelm Grimm), vergleichenden Sprachwissenschaft (Jakob Grimm),
    Romanistik (Friedrich Christian Diez), Religionsgeschichte (Görres,
    Johann Jakob Bachofen) und Rechtsgeschichte (Friedrich Karl von Savigny,
    Bachofen)." Encarta 98

    Der zunächst politische Horizont der Romantik wich in den
    Befreiungskriegen endgültig einem national - konservativen
    Staatsverständnis.
    Andererseits wirkten viele kunsttheoretische Innovationen (Entwicklung
    neuer Ideen), wie z. B. das Prinzip des Gesamtkunstwerks, auf die
    folgenden Generationen (Thomas Mann, Richard Wagner). Innerhalb der
    Dichtung fand die Romantik starken Nachhall im Symbolismus und
    Surrealismus (Traumhaft, Unbewußte versucht darzustellen), sowie in
    zahlreichen neuromantischen Strömungen.

    Literatur: "Romantik (Literatur)", Microsoft ® Encarta ®
    98 Enzyklopädie. © 1993- 1997 Microsoft
    Corporation. Verfasser: Joachim Nagel
    Brockhaus Enzyklopädie
    Meyers Enzyklopädisches Lexikon
    (Internet) Zusammenfassung: Romantik
    Blickfeld Deutsch Peter Mettenleiter/ Stephan Knöge
    (Hrsg.) Oberstufe Sch

  3. #3
    Moderator Avatar von adal
    User seit
    Oct 2002
    Ort
    Wien
    Beiträge
    7.083
    Eichendorffs, "Aus dem Leben eines Taugenichts" (1826) ist wunderbar zu lesen, lehnt sich eher an die volkstümliche Erzählweise an, ist also für nicht Bücherfanatiker leicht zu lesen und nicht so ein Schulwerk.

    Und im Internet findest x fertige Referate dazu, würds allerdings wirklich lesen, zahlt sich aus. Wobei ich bin da kein Kriterium ...
    Weg

  4. #4
    Bergrat h.c. Avatar von futureliving
    User seit
    Apr 2004
    Ort
    wien 6
    Beiträge
    545
    Was denn genau für ein Buch?

    Philosophie, wissenschaftlich, künstlerisch, kulturtheoretisch oder einfach nur so ein Buch zur "Unterhaltung"

    Für die "leichte" Version würde ich Poe empfehlen. (Vielleicht die Abenteuer des Arthur Gordon Pym http://www.daswillichwissen.de/Edgar_Allan_Poe )

    oder etwas von Louise Otto Peters...zeigt sehr schön die Revolutionen die stattfinden im Kontext.

    Ich finde ja sehr schön: Victor Hugo: Der Glöckner von Notre Dame.

    Politisch ist K. Marx sicher eine gute Wahl. Als Jahrhundert das in einer Vielzahl von Manifesten endet ist sicher das Kommunistische Manifest ein politischer, sprachlicher und auch kultureller Meilenstein.

    Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl - von C. Darwin ist auch ein Dauerbrenner, aber am besten in Kombination mit verschiedenen Schriftwechseln und Kommentaren zur Zeit, die zeigen, warum er 22 Jahre gebraucht hat um sich zu trauen das zu veröffentlichen (unter Druck)

    so in etwa sieht so eine Sammlung aus, das 19. ist recht spannend.
    Wenn Du präzisieren kannst was Dir Spass macht, kann man bestimmt noch etwas ausgefalleneres finden.

  5. #5
    abgetaucht Avatar von Niiiki
    User seit
    May 2003
    Ort
    Mödling
    Beiträge
    5.959
    Bahnwärter Thiel
    Mozart auf der Reise nach Prag

    und ich weiß ned obs noch reinpasst: Die Verwandlung

    Die hab ich alle irgendwann ma referiert und hätte noch Handouts am Pc!
    "Man muß das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings."

  6. #6
    issmawuascht Avatar von Tyrolens
    User seit
    Apr 2003
    Ort
    Fucking
    Beiträge
    2.258
    Original geschrieben von adal
    Eichendorffs, "Aus dem Leben eines Taugenichts" (1826)
    Ich fad das Buch recht fad und auch inhaltlich falsch. Romantischer Unfug halt.
    Nicht zu vergleichen mit den absoluten Meisterwerken, die deutschsprachige Schriftsteller Anfang bis Mitte des 20 Jahrhunderts hervorbrachten.


    Wenn's eine Buch aus dem 19. Jh. sein soll:

    "Der Revisor" von Gogol wäre mein Tip.
    Oder, wenn Gogol zu früh lebte: "Der Idiot" von Dostojewskij.

    Der "Der Glöckner von Notre Dame" ist auch super. Schon alleine, weil das eine sehr aktuelle Geschichte ist. Aber das ist eigentlich bei jedem guten Buch so.

  7. #7
    Moderator Avatar von adal
    User seit
    Oct 2002
    Ort
    Wien
    Beiträge
    7.083
    Original geschrieben von Tyrolens
    Ich fad das Buch recht fad und auch inhaltlich falsch. Romantischer Unfug halt.
    Nicht zu vergleichen mit den absoluten Meisterwerken, die deutschsprachige Schriftsteller Anfang bis Mitte des 20 Jahrhunderts hervorbrachten.


    Wenn's eine Buch aus dem 19. Jh. sein soll:

    "Der Revisor" von Gogol wäre mein Tip.
    Oder, wenn Gogol zu früh lebte: "Der Idiot" von Dostojewskij.

    Der "Der Glöckner von Notre Dame" ist auch super. Schon alleine, weil das eine sehr aktuelle Geschichte ist. Aber das ist eigentlich bei jedem guten Buch so.
    Inhaltlich falsch? Das ist ein Märchen ... daher kanns auch kein Unfug sein.

    Der Revisor ist eher zeituntypisch, schwer lesbar (Drama) und eine Kopie, der Idiot für Schüler viel zu umfangreich, schwierig und vielschichtig. Da brauchst ein Semester für eine ordentliche Vorbereitung.

    Aber der bessere Roman ists ohne Zweifel ...
    Weg

  8. #8
    Fahrtechnikgefehlter Avatar von il Consigliere
    User seit
    Jul 2002
    Ort
    Wien
    Beiträge
    569
    Ich würde dir zu einem Werk von Georg Büchner raten, der als Mensch persönlich ein Aushängeschild für die damalige Zeit und ihre Bewegungen war. In der Schule wirst wahrscheinlich sowieso was von ihm lesen(müssen/dürfen).

  9. #9
    issmawuascht Avatar von Tyrolens
    User seit
    Apr 2003
    Ort
    Fucking
    Beiträge
    2.258
    Original geschrieben von adal
    Inhaltlich falsch? Das ist ein Märchen ... daher kanns auch kein Unfug sein.
    Auch Träume und Märchen haben eine Moral. Glaub´ ich halt.



    Der Revisor ist eher zeituntypisch, schwer lesbar (Drama) und eine Kopie, der Idiot für Schüler viel zu umfangreich, schwierig und vielschichtig. Da brauchst ein Semester für eine ordentliche Vorbereitung.

    Aber der bessere Roman ists ohne Zweifel ...
    So schwer lesbar kommt der mir nicht vor. Ist aber sicherlich individuell. Für einen 17 jährigen sicher schaffbar und auch wenn`s ein paar Wochen dauert - der Gewinn im Vergleich zur Standard-Schülerliteratur wäre enorm.

  10. #10
    -_-
    User seit
    May 2004
    Ort
    virgen/wien
    Beiträge
    4.344
    also wirklich eine saublöde anmerkung, aber es sollte wirklich nicht allzu dick sein (hoffe bücherwürmer verstehen das nicht falsch.....kein buch wird normal nach der dicker bzw. seitenzahl ausgesucht)...... aber ich habe ja auch noch andere sachen um die ich mich in der schule kümmern muss!!! muss auch eine facharbeit in deutsch schreiben....alles nicht so einfach!!

  11. #11
    Bergrat h.c. Avatar von futureliving
    User seit
    Apr 2004
    Ort
    wien 6
    Beiträge
    545
    ...dann scheint mit E.A. Poe gar nicht so schlecht. - ist ziemlich kurzweilig.

    Die Abenteuer der A. G. Pym hat so ca 200 seiten kleines Taschenbuch und wenn Du Deinen Lehrer breitschlagen kannst, dann machs über das Pendel - ist eine Kurzgeschichte - gibts in einem kleinen Sammelband - heisst die Grube und das Pendel - 4 Kurzgeschichten oder so...

    ...oh, da hab ich noch was gefunden:
    http://www.poedecoder.com/Qrisse/bioindex.html
    http://www.poedecoder.com/Qrisse/works/pit.html
    http://www.poedecoder.com/Qrisse/works/pym.html
    ich weiss, es ist die Deutschstunde, aber auf Englisch ist Poe wirklich noch mal um einiges besser!
    Geändert von futureliving (04-11-2004 um 19:46 Uhr)

  12. #12
    fixiert! Avatar von fullspeedahead
    User seit
    Aug 2003
    Ort
    Wien
    Beiträge
    10.058
    Original geschrieben von adal
    Eichendorffs, "Aus dem Leben eines Taugenichts" (1826)
    Ich seh in diesem Werk auch einen Klassiker der Romantik, ist sehr interessant, da man all die typischen Motive und Charakteristika der Romantik darin wiederfindet, wenn man was spannendes sucht -naja, aber es hat ja auch nur a paar Seiten!

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

  • Teile es!