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Mitterwallner holt WM-Gold

Mitterwallner holt WM-Gold

09.10.20 08:31 1.228Text: PM, NoManFotos: Moritz AblingerMona Mitterwallner sorgte im XCO der Juniorinnen für die erste österreichische Goldmedaille bei der MTB-WM in Saalfelden Leogang. Auch Team-Relay und E-Bike-Bewerbe sind ausgefochten.09.10.20 08:31 1.366

Mitterwallner holt WM-Gold

09.10.20 08:31 1.366 PM, NoMan Moritz AblingerMona Mitterwallner sorgte im XCO der Juniorinnen für die erste österreichische Goldmedaille bei der MTB-WM in Saalfelden Leogang. Auch Team-Relay und E-Bike-Bewerbe sind ausgefochten.09.10.20 08:31 1.366

Das erste WM-Gold in ihrer jungen Karriere, und das bei der Heim-WM: Mona Mitterwallner jubelte in Saalfelden Leogang über Gold im Cross Country- Juniorinnenbewerb. "Ich habe so lange auf diesen Tag hingearbeitet, so viel trainiert, so hart an mir selbst gearbeitet. Auf den letzten Metern ins Ziel konnte ich meine Tränen kaum noch zurückhalten. Dieser Tag ist einfach pure Emotion!"

Als Führende der UCI Weltrangliste bei den Juniorinnen hielt die junge Tirolerin dem Erwartungsdruck bei der Heim-WM in Saalfelden Leogang stand - mehr noch: Die 18-jährige pulverisierte die Konkurrenz förmlich. Sie siegte mit einem Fabelvorsprung von 1 min. 56 sec. und sicherte Österreich damit die insgesamt neunte WM-Goldmedaille bei den Mountainbikern.
Auf Rang zwei holte Luisa Daubermann die erste WM-Medaille für Deutschland, Bronze ging an die Tschechin Aneta Novotna. Cornelia Holland wurde als zweitbeste Österreicherin 13.

Die Bedingungen dabei waren schwierig. Zwar hatten sich die Regenwolken des Vortages verzogen, der Wind legte sich und die Sonne kam zum Vorschein. Dennoch präsentierte sich der Kurs über weite Teile sehr schmierig und matschig, dann aber stellenweise auch wieder trocken - ein anspruchsvolles Wechselspiel. Die Favoritinnen Mona Mitterwallner und Puck Pieterse (NLD) setzten sich nach gutem Start direkt an die Spitze. Nachdem Mitterwallner ihre holländische Verfolgerin abgeschüttelt hatte, baute die Tirolerin ihre Führung Runde für Runde aus. Am Ende überquerte sie mit 1:15:55 als erste die Ziellinie.

"Mir war schon bewusst, dass es letztlich nur eine Platzierung gibt, mit der ich wirklich zufrieden bin. Der Druck, den du dir selber machst, ist aber natürlich enorm. Das Rennen war alles anderes als einfach für mich. In der ersten Runde hatte ich einen schweren Sturz, der mich sehr verunsichert hat, da sind die anderen wieder aufgefahren. Danach habe ich gewusst, dass ich pushen muss. Es ist in dem Matsch nicht einfach, die Abstände zu halten, auch meine Kette ist einige Male rausgesprungen. Aber ich habe gewusst, dass die Form passt", analysierte Mitterwallner.


Lennart-Jan Krayer unterwegs zu Gold.

Das Rennen der Junioren entwickelte sich zu einem spannenden Mehrkampf mit wechselnden Führungsrollen. Erst mit dem letzten Anstieg setzte sich der in Runde drei gemeinsam mit Janis Baumann (SUI) an die Front gelangte Lennart-Jan Krayer (GER) an die Spitze des Feldes und gab die Führung im Lauf der letzten Runde nicht mehr ab. Nach 1:16:39 stand der junge Deutsche als Junioren-Weltmeister fest, 40 Sekunden dahinter platzierte sich der Schweizer, gefolgt vom im Zielsprint gegen den anfänglich führenden Riley Amos (USA) erfolgreichen Luca Martin (FRA).
Daniel Churfürst wurde als bester Österreicher 12.

Team-Relay an Frankreich

Die französische Cross Country-Mixed Staffel sicherte sich zum Auftakt der UCI Mountainbike World Championships am Mittwoch bei wahrem Dreckswetter – kalt, nass, windig - den fünften Weltmeistertitel im Team-Bewerb.
Erstmals in der Geschichte des Team Relays gingen bei der WM in Leogang sechs Athletinnen bzw. Athleten je Mannschaft an der Start. Die „Grande Nation“ tat dies mit Mathis Azzaro, Luca Martin, Loana Lecomte, Lena Gerault, Olivia Onesti und Jordan Sarrou. Auf der Schlussrunde zeigte der französische Elitefahrer, warum er im Weltcup regelmäßig auf dem Podium vertreten ist und setzte sich mit 1 min 27,3 Vorsprung gegen den von den Italienern auf die Schlussposition gesetzten U23-Fahrer Juri Zanotti durch.
Für Aufsehen sorgte das junge österreichische Team, das zwischenzeitlich sogar auf Goldkurs lag und mit Rang sechs das beste WM-Ergebnis einer österreichischen Staffel einstellen konnte. Und das, obwohl U23-Medaillenfavoritin Laura Stigger krankheitsbedingt passen musste und aufgrund einer Magen-Darm-Malaise leider sogar ihren Start im Einzelbewerb zurückziehen und die Heimriese antreten musste. Max Foidl, Mario Bair, Lukas Hatz, Corina Druml, Mona Mitterwallner und Cornelia Holland hielten die rot-weiß-roten-Fahen jedoch mehr als hoch. Mona Mitterwallner, brachte die österreichische Staffel vor dem letzten Wechsel sogar auf Goldkurs und übergab als Führende an die erst 17-jährige Niederösterreicherin Cornelia Holland, die dann auf der letzten Runde lediglich fünf starke Herren, die von den anderen Nationen als Schlussfahrer eingesetzt wurden, ziehen lassen musste.

Pidcock und Pugin bei E-Bewerb vorn

Mit den E-MTB Cross Country Bewerben ging der lange erste Renntag zu Ende. Bei den Herren siegte der junge Brite Tom Pidcock, der scheinbar alle Disziplinen des Bikesports beherrscht: Mountainbike, Cyclo-Cross, Roadbike, Bahn und nun eben auch E-Bike. Mit 35 Sekunden Vorsprung setzte er sich gegen den Franzosen Jerome Gilloux und den Dänen Simon Andreassen durch.
Bei den Damen sorgte Melanie Pugin für das zweite französische WM-Gold des Tages. Pugin setzte sich gegen die beiden starken Schweizerinnen Kathrin Stirnemann und die letztjährige Weltmeisterin Nathalie Schneitter durch. Aus österreichischer Sicht belegte Jacqueline Mariacher im E-MTB Cross Country Rennen einen weiteren Top Ten Rang am ersten Tag der UCI Mountainbike Weltmeisterschaften in Saalfeden Leogang für das rot-weiß-rote Aufgebot. Die Osttirolerin landete auf Platz zehn.

Next Steps: XCO U23, Downhill-Quali

Im Cross Country geht es am Freitag um 15:00 Uhr weiter mit den U23 Herren. Mit der Qulifikation im Downhill wird es nach den donnerstäglichen Trainings auch auf der spektakulär adaptierten Speedster-Strecke ernst.
Neben zahlreichen Anpassungen wurde eigens für die WM ein komplett neuer Streckenabschnitt gebaut. Teil dieser neuen, extrem steilen und – zumindest momentan noch – überaus rutschigen Waldpassage des Downhill-WM-Tracks ist unter anderem der größte Sprung, den es in den vergangenen Jahren in einem Weltcuprennen gegeben hat: Ein vier Meter hoher Kicker lässt die Rider über einen zehn Meter tiefen Graben fliegen. Sprunglänge: rund zehn Meter – imposant, spektakulär. Und wie geschaffen für die Lokalmatadorin Vali Höll, die ihn im Training als bislang einzige Dame nebst Tahnee Seagrave gesprungen ist.

Resultate, Zeiten und mehr Informationen zur WM gibt es unter: www.bikewm2020.com


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  1. #1
    früher mal Weltmeisterin Avatar von NoMan
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  2. #2
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    Unglaublich! Herzliche Gratulation an Mona und auch an die Staffel!

  3. #3
    Geht scho! Avatar von FloImSchnee
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    Geeeewaltig!


    Und so wild, der Gatsch...