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  1. #1
    UNSCHULDSVERMUTER Avatar von NoControl
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    365 EURO Öffi Ticket

    Finde ich als Pendler natürlich eine ausgezeichnete Idee.
    Bitte unterschreibt alle recht fleissig!

    https://www.openpetition.de/petition...deroesterreich


    Danke

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von MalcolmX
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    ich weiss nicht so recht.
    wenn man es auf die spitze treibt, könnte man zur ansicht gelangen, dass mittel solcher maßnahmen jene pendler, die eben bewusst relativ weit rausgezogen sind, um günstig wohnen zu können, quasi von der allgemeinheit subventioniert werden.

    andererseids ist natürlich jeder einzelne, der (aus was für gründen auch immer) beim täglichen pendeln auf öffis umsteigt, ein gewinn für die gesellschaft.

    also persönlich bin ich nciht ganz so sicher, wie mir der vorschlag gefällt.

  3. #3
    UNSCHULDSVERMUTER Avatar von NoControl
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    wie man in wien sieht funktioniert das perfetto!
    früher sind meine narrischen kollegen aus dem 21., 22 und 23 bezirk in die firma im 19. mit dem auto gefahren ... heute kommen alle öffentlich!

    jeder der das auto zugunsten der öffis stehen lässt ist ein gewinn.

  4. #4
    Back2Blech Avatar von Siegfried
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    Es gibt ein paar Punkte, die man da nicht unberücksichtigt lassen darf.

    Ich hab 120km Arbeitsweg jeden Tag.
    1km kostet mit meiner alten Gurke 0,22 € (Sprit, Versicherung, Service, Reifen,.....berücksichtigt!)
    1 Monat im Parkhaus kostet 33€
    Die Jahreskarte kostet 102€/Monat und 12 Monate im Jahr, also 1224€/Jahr.
    Bei 225 Arbeitstagen sind das mit dem Öffi 5,44€/Tag oder 0,045€/km.

    Folglich

    120km/Tag x 0,22€ = 26,4€/Tag
    1 Jahr hat ca. 250 Arbeitstage - 5 Wochen Urlaub = 225 Arbeitstage/Jahr
    26,4€/Tag x 225 Arbeitstage = 5940€
    zzgl. 10 Monate Parken (33€ x 10 Monate wg. Urlaub und so) = 330€

    Daher sind wir im Jahr bei 5940 + 330 = 6270€/Jahr fürs Pendeln mit dem Auto.

    Dem gegenüber steht das Öffi-Pendeln mit 1224€/Jahr, also etwa nur 1/5 der Kosten fürs Auto.

    Ich rechne dann weiter: 1,5 Std. fürs Pendeln mit dem Auto stehen 3Std. mit dem Öffis (Gesamtfahrzeit hin/retour)
    Rechne ich mit einem Stundensatz von 10€ macht das:

    Die Zeit im Auto kostet 15€
    Die Zeit im Öffi kostet 30€, also etwa das Doppelte.

    Die Differenz bei den Fahrtkosten machen etwa 5000€ aus. Das entspricht 500 Stunden. Umgelegt sind das 312x mit dem Auto fahren oder 166x mit den Öffis. Das heißt also, dass die Zeitersparnis übers Jahr in Kosten umgelegt einen Gewinn ausmachen würde, wenn man die Zeit bezahlt bekäme, bzw. die Zeitdifferenz wertschöpfend nutzen kann. Das mag für Selbstständige und Manager gelten, aber nicht für den gemeinen Pendler.

    Plus kommt dazu, dass sich, Motivation und Engagement vorausgesetzt, auch moderne Pendlerzüge (z.B. Westbahn) zum Arbeiten (also wieder wertschöpfend) nutzen ließen, wenn ma drinsitzt und hacklt.

    Realistisch betrachtet ist also Pendeln mit den Öffis SEHR günstig, wenn man das Auto mit allen anfallenden Kosten, also mit Kostenwahrheit, gegenüberstellt.

    Je geringer die Wegstrecke ist, desto kleiner wird die Kostenschere, aber eben auch das Zeitfenster.

    Nimmst du heute einen Pendler, der z.B. kurze Anreise zum BHF Tullnerfeld hat, und der nach Wien rein muss, ist er mit dem Zug günstiger und schneller als wenn er mit dem Auto über den Rieder- oder Exel-Berg irgendwo ins Herzen von Wien rein muss.

    Das 365€-Ticket ist eine super Sache, kostenmäßig extrem interessant UND: Eine Wahlkampfidee der Grünen, die aber im allgemeinen Wahlkampf-Krawall ziemlich untergegangen ist. Wer aber kein Problem damit hat, eine "Grüne" Idee zu unterstützen: Her damit, sag ich, denn das wär das erste mal, dass die Politik aktiv was weiterbrächte, das mir im eigenen Börsel hilft, anstatt mir immer wieder was raus zu nehmen.

    365€/225 Arbeitstage = 1,62€/Tag oder in meinem Fall 0,014€/km, also etwa nurnoch 1/3 von dem, was ich derzeit zahl, oder in absoluten Zahlen 860€/Jahr Ersparnis

    Klar bin ich dafür!
    Geändert von Siegfried (05-03-2013 um 15:39 Uhr)

  5. #5
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    Was bei solchen Rechnungen aber zu beachten gillt: es is meist nicht Öffi oder Auto sondern Öffi und Auto. Weil nur weil man mit den Öffis in die Arbeit kommt heißt das nicht das man komplett auf das Auto am Wohnort verzichtet.

  6. #6
    Back2Blech Avatar von Siegfried
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    Ich finde die Rechnung dahingehend korrekt, dass mich mein vorhandenes Auto durchs Öffi-Pendeln um etwa 5000€/Jahr weniger kostet und ich 30.000km/Jahr weniger fahre. Anstatt der insgesamt etwa 42.000km im Jahr fahr ich folglich "nur" 12 - 13tkm/Jahr. Das senkt die Gesamtkosten für Treibstoff, Wartung, Reifen,..... Die Fixkosten für Versicherung, Wertverlust usw. bleiben unverändert, aber führen trotzdem kummuliert dazu, dass der Kilometer, den ich NICHT für die Arbeit fahre, unterm Strich günstiger wird. Heißt: Pendle ich öffentlich, wird meine Privat-Fahrerei auch günstiger

    @OnTopic:
    Selbst, wenn ich privat ein Auto unterhalte, tu ich mir finanziell WEIT LEICHTER, wenn die Jahreskarte fürs Öffi nurnoch 1/3 davon kostet, was ich derzeit ablege. DAS ist eine gute Sache für mich PERSÖNLICH. Ich unterstütze diese grüne Initiative, auch, wenn ich politisch nicht im Grün-Lager heimisch bin.
    Geändert von Siegfried (05-03-2013 um 15:51 Uhr)

  7. #7
    UNSCHULDSVERMUTER Avatar von NoControl
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    *na oben schieb*

    haben schon alle brav unterschrieben?

  8. #8
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    Zitat Zitat von MalcolmX Beitrag anzeigen
    ich weiss nicht so recht.
    wenn man es auf die spitze treibt, könnte man zur ansicht gelangen, dass mittel solcher maßnahmen jene pendler, die eben bewusst relativ weit rausgezogen sind, um günstig wohnen zu können, quasi von der allgemeinheit subventioniert werden.

    andererseids ist natürlich jeder einzelne, der (aus was für gründen auch immer) beim täglichen pendeln auf öffis umsteigt, ein gewinn für die gesellschaft.

    also persönlich bin ich nciht ganz so sicher, wie mir der vorschlag gefällt.
    Ganz so einfach ist die Sache nun auch nicht. Es gibt genügend Leute die ihren Job wechseln (müssen) und da dann eben auch pendeln müssen obwohl sie das eigentlich nie wollten bzw. ein Haus aus der Familie übernehmen. Und wenn alle nur mehr in der Stadt wohnen würden wäre es dort auch sicher noch vieel angenehmer und noch viel billiger und die Preise in der Provinz würden dafür teurer werden weil man ja noch mehr seine Ruhe hat.
    Und wenn man es wirklich auf die Spitze treibt müsste sowieso eine km abhängige Maut die mit den gefahrenen km sinkt her. Dann passt das auch wieder wenn die Vielfahrer die Wenigfahrer subventionieren.
    Dieser post könnte Sarkasmus enthalten.
    „Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.“ - Marie von Ebner-Eschenbach
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    The shock absorber handbook von J.C. Dixon
    Lexikon Motorentechnik von van Baahuysen / Schäfer

  9. #9
    UNSCHULDSVERMUTER Avatar von NoControl
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    *nach oben schieb*

    immer schön weiter unterschreiben

  10. #10
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    Da möchte ich mich auch gerne einbringen.
    Ich pendle von Schwanenstadt nach Wels (ca. 27km/Strecke). Von März bis Oktober nutze ich dann die Strecke als Training und fahre mit dem Rad.
    Die Monatskarte Zug + Bus kostet mich 89 €. Da kriege ich nicht einmal den Benzin für mein Auto.
    Abgesehen davon, haben wir uns ein Auto eingespart. Bzw. meine Frau ist froh, das sie Tagsüber mein Auto daheim hat und mit den Kindern flexibler ist.
    Natürlich verbringe ich viel Zeit auf der Schiene, aber die lässt sich mit Tablet, Kindle oder Bikezeitung sehr gut nützen.

    Was mich als Pendler extrem ärgert an solchen Kampagnen ist, das sie wieder nur für einen geringen Anteil der österreichischen Bevölkerung gilt.
    Neulich hatte ich unseren Betriebsrat auf das in den Medien sehr angepriesene "Jobticket" angesprochen.
    Dabei kann man von der Firma eine kostenlose Öffi Jahreskarte haben, kriegt dafür aber keine Pendlerpasuchale. Die Firma kann die Karte steuerlich absetzen.
    Nach einigen Recherchen, kam natürölich heraus, das es dieses "Jobticket" offensichtlich nur für die Osthälfte des Landes gäbe (Wien NÖ und BGLD)
    Also eine ziemliche Ente unserer Politiker.

    Aber Grundsätzlich würde ich solche Unterstützungen gut heißen. Vorausgesetzt es gibt sie für alle.

  11. #11
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    Done! danke für den Hinweis. Finde ich gut. Bei momentan 104 euro für die Monatskarte (Wien plus zwei Zonen) kann man da eigentlich nur Gewinnen.

  12. #12
    UNSCHULDSVERMUTER Avatar von NoControl
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    Zitat Zitat von Radon Beitrag anzeigen
    Da möchte ich mich auch gerne einbringen.
    Ich pendle von Schwanenstadt nach Wels (ca. 27km/Strecke). Von März bis Oktober nutze ich dann die Strecke als Training und fahre mit dem Rad.
    Die Monatskarte Zug + Bus kostet mich 89 €. Da kriege ich nicht einmal den Benzin für mein Auto.
    Abgesehen davon, haben wir uns ein Auto eingespart. Bzw. meine Frau ist froh, das sie Tagsüber mein Auto daheim hat und mit den Kindern flexibler ist.
    Natürlich verbringe ich viel Zeit auf der Schiene, aber die lässt sich mit Tablet, Kindle oder Bikezeitung sehr gut nützen.

    Was mich als Pendler extrem ärgert an solchen Kampagnen ist, das sie wieder nur für einen geringen Anteil der österreichischen Bevölkerung gilt.
    Neulich hatte ich unseren Betriebsrat auf das in den Medien sehr angepriesene "Jobticket" angesprochen.
    Dabei kann man von der Firma eine kostenlose Öffi Jahreskarte haben, kriegt dafür aber keine Pendlerpasuchale. Die Firma kann die Karte steuerlich absetzen.
    Nach einigen Recherchen, kam natürölich heraus, das es dieses "Jobticket" offensichtlich nur für die Osthälfte des Landes gäbe (Wien NÖ und BGLD)
    Also eine ziemliche Ente unserer Politiker.

    Aber Grundsätzlich würde ich solche Unterstützungen gut heißen. Vorausgesetzt es gibt sie für alle.
    ich bin nicht sicher ob für das jobticket schon die gesetzliche grundlage geschaffen wurde.

    was das 365 euro ticket angeht so liegt das darin begründet das zuerst die wiener grünen mit der 365 euro kernzone gestartet sind, und die NÖ grünen nun nachziehen wollen. ist also landes sache.
    da ihr in OÖ aber mit dem rudi anschober einen fähigen grünen habt kann ich nur empfehlen dein anliegen ihm zu schreiben

  13. #13
    ================ Avatar von t.steels
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    das 365 euro ticket für NÖ ist genauso ein schwachsinn wie seinerzeit die 100 euro ansage der grünen für die kernzone wien.
    weil warum....einfach nicht finanzierbar!

    ich bin sozusagen aus der branche und habe täglich mit diesem thema zu tun.
    die jetzigen jahreskartenpreise im VVNB sind auch nur ein kleiner teil von den tatsächlichen kosten....da muss nochmal ca. 100% vom bund und land draufgelegt werden, damit das überhaupt gefahren werden kann.

    d.h. eine JK die 1200,- kostet, kostet in wahrheit rund 2300,-....und das ist nicht nur bei den jahreskarten so...das ist bei jedem ticket.
    die rechnung ist ganz einfach....wenn die JK um 365,- kommt, muss irgendwer (bund od. land) den rest finanzieren.
    in summe reden wir da von mehreren millionen euro/pro jahr nur für NÖ.
    das kann ich mir, bei der momentanen budgetsituation, nun wirklich nicht vorstellen!

    selbst die reduktion von rund 430,- auf 365,- hat in wien so viel geld gekostet...den fehler machens nicht 2x!

    und unterm strich ist es ja nicht so, dass weniger geld bei den verkehrsunternehmen ankommt,
    darum sind solche "wahlzuckerln" nix anderes als eine weitere belastung der steuerzahler.....die differenz zahlen wir alle gemeinsam!

    das is leider öft das problem bei den politikern, kündigen groß was an und vergessen dabei sich ausreichend zu informieren....wenn sie dann die kosten vorgelegt bekommen, ist meistens schluß mit lustig....hab ich schon zu oft erlebt! (siehe 100 euro vs. 365 euro)

  14. #14
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    unterschreiben bitte

  15. #15
    Jetzt auch in 29 Zoll Avatar von yellow
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    Zitat Zitat von Radon Beitrag anzeigen
    (ca. 27km/Strecke).
    Die Monatskarte Zug + Bus kostet mich 89 €. Da kriege ich nicht einmal den Benzin für mein Auto.
    60 Km/Tag --> = 1 Tank pro Monat,
    oder check Dir was anderes wie den Hummer

    Zeitersparnis / einfacheres Retourkommen ist doch üblicherweise der Grund nicht öffentlich zu fahren.

    Das mitm Rad find ich toll, wünsch Dir möglichst viele Tage, wo das auch gut geht. Dafür bin ich leider zu faul

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