Bikeboard.at Logo
+ Antworten
Seite 1 von 2 12
Ergebnis 1 bis 15 von 26
  1. #1
    Registrierter Benutzer
    User seit
    Apr 2015
    Ort
    Wien
    Beiträge
    9

    Verkehrsunfall mit PKW, Schuldfrage?

    Hallo liebe BikeBoard-Gemeinde,

    bin schon länger stiller Mitleser, muss aber nun leider wegen einem Unfall euren Rat einholen.

    Unfallhergang: Ich komme als Rennradfahrer auf Trainingsfahrt (laut StVO) die Straße entlang. Ein PKW kommt von der anderen Straßenseite von einem Parkplatz und reiht sich auf meiner Fahrbahn vor mir ein. Da der PKW nur 25-30 km/h fährt bleibe ich hinter ihm. Wir sind die einzigen Verkehrsteilnehmer weit und breit. Ungefähr 5 Sekunden nachdem der PKW auf meine Spur kommt trifft ein Radweg auf die Fahrbahn und wird somit zum Fahrradstreifen. Ich wechsle also auf den Fahrradstreifen. weitere 3 Sekunden später kommt es zu einer ungeregelten dreistrahligen Kreuzung. Ich fahre zu diesem Zeitpunkt auf Höhe des PKW-Hecks auf meinem Fahrradstreifen. Direkt vor der Kreuzung sehe ich einmal den rechten Blinker des PKWs und segle auch schon über seine Motorhaube als er rechts einbiegen will.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	IMG_20160303_165530.jpg
Hits:	275
Größe:	491,0 KB
ID:	175040
    1. Stellt die Unfallstelle in Fahrtrichtung dar.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	IMG_20160303_165404.jpg
Hits:	281
Größe:	596,2 KB
ID:	175041
    2. Sicht von "gegenüber". Man sieht dass der Fahrradweg erst kurz davor auf die Fahrbahn trifft.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	IMG_20160303_165429.jpg
Hits:	262
Größe:	652,4 KB
ID:	175042
    3.Ebenfalls Sicht von der gleichen Straßenseite aber von vorne. Es wird zwar noch Platz für den Fahrradstreifen gelassen aber ist nicht mehr markiert.

    Rechtsschutzversicherung habe ich keine. Anwalt habe ich schon kontaktiert.

    Was ich mich frage ist wieso der Fahrradstreifen so komisch im Nichts endet.
    An euren Meinungen von wegen Schuldfrage, Vorgangsweise etc. wäre ich interessiert.

    Liebe Grüße Florian

  2. #2
    Back2Blech Avatar von Siegfried
    User seit
    Aug 2003
    Ort
    Most4tel
    Beiträge
    18.529
    Bei Personenschaden musst du die Polizei verständigen, die den Unfall aufnehmen muss.
    Du musst zum Arzt oder ins Krankenhaus, wo der Personenschaden erstmal angezeigt wird.
    Aus dem Zusammenspiel vom Polizeibericht und Krankenhausbefund wird der Unfallhergang rekonstruiert und die Schuldfrage geklärt.

    Was dann genau herauskommt, ist fraglich, denn der Autolenker wird argumentieren, dass er dich nicht gesehen hat und/oder dass du dich im toten Winkel befunden hast usw. usw....

    Ich vermute, dass es auf Teilschuld rauslaufen wird und jeder seinen Schaden selbst übernimmt.

  3. #3
    Registrierter Benutzer
    User seit
    Apr 2015
    Ort
    Wien
    Beiträge
    9
    Polizei inkl. Unfallkommando war da. Rettung hab ich reversiert da ich dachte ich habe nichts außer die Schürfwunden. Wie sich später herausgestellt hat habe ich eine Handwurzelfraktur.
    Beim Amtsarzt war ich auch schon, sie spricht von schwerer Körperverletzung.

    Ich weiß nicht ob das gut herausgekommen ist aber der PKW hat mich erst wenige Sekunden vor dem Unfall sehen müssen als er auf meine Spur kam. Ich schließe daraus dass mein Unfallgegner sehr unaufmerksam war.

    Danke für deine Einschätzung

  4. #4
    Registrierter Benutzer
    User seit
    Nov 2013
    Ort
    Wien
    Beiträge
    239
    Eine Rechtsschutz rentiert sich immer - bist du vielleicht beim ARGUS, dann hättest du eine Versicherung. Nach einem Unfall wurde mir von ARGUS der RA Alois Eichinger (Rochusgasse) zugewiesen, der wohl so ziemlich alles für ARGUS-Versicherte macht und dementsprechend Erfahrung mit Fahrrad-Unfällen hat.

    Für mich hört es sich schon so an, als ob die Schuld hier den Autofahrer trifft. Fraglich ist, ob du den Unfall hättest verhindern können (was deine "Pflicht" wäre) und somit eine Mitschuld hast...

  5. #5
    Registrierter Benutzer
    User seit
    Apr 2015
    Ort
    Wien
    Beiträge
    9
    Nein bin auch nicht bei ARGUS. Ist aber das nächste was ich machen werde. Nun da ich dabei war kann ich dir sagen dass ich den Unfall nicht vermeiden konnte. Wie das juristisch entschieden wird ist eine andere Frage.

  6. #6
    Registrierter Benutzer
    User seit
    Nov 2013
    Ort
    Wien
    Beiträge
    239
    Ja das ist eine andere Frage. Ich hätte auch einmal laut Gutachter einen Unfall verhindern können müssen (habe es aber nicht geschafft).

  7. #7
    Registrierter Benutzer
    User seit
    Apr 2002
    Ort
    Wien/Mödling
    Beiträge
    1.184
    Ich kann dir aus (leider mehrfacher) eigener Erfahrung sagen, dass das ganze bei mir wie folgt ganz unproblematisch abgelaufen ist: dein Anwalt schickt ein Schreiben mit Schmerzensgeldforderung und Honorarnote an den Unfallgegner. Dieser übergibt die Sache seinem Anwalt und/oder seiner Haftpflichtversicherung. Diese setzte sich mit deinem Anwalt in Verbindung. Wenn die Versicherung halbwegs menschlich ist, dann wird sie ein Angebot machen (bei mir warens rund 4000 EUR für einen Handwurzelknochenbruch). Wenn die Lage aus Sicht der Staatsanwaltschaft klar ist, dann bekommen beide Gegner ein Schreiben mit Einspruchsfist und Einstellung des Verfahren. Der Verursacher bekommt bei schwerer Körperverletzung eine mehrjährige Probezeit oder sogar eine Vorstrafe aufgebrummt.

  8. #8
    Jetzt auch in 29 Zoll Avatar von yellow
    User seit
    Jun 2002
    Ort
    Baden
    Beiträge
    11.065
    oida,
    das hier ist in den letzten Jahren wirklich zum reinen Straßenfahrerforum verkommen und da sind dann immer die anderen schuld (Autofahrer bevorzugt)...

    In der Situation hier - Fahrzeug "reiht sich ein" und beschleunigt dann nicht wie blöde die Straße entlang - würde ich auf dem Rad SCHON AUS SELBSTSCHUTZ damit rechnen, dass Fahrer gleich mal irgendwohin abbiegen wird, weil das nämlich in 9 von 10 Fällen so kommen wird.
    Und das das war es dann ja auch, anscheinend bei der 1. Gelegenheit wo das möglich war.
    Und Du kommst langsam von rechts hinten immer näher ran, bzw. bis auf gleiche Höhe im toten Winkel.

    Es wird wohl genau darauf hinauslaufen wie der BikeR getippt hat, inkl. der Körperverletzung,
    dabei gehöraten Dir 100 %, schließlich bist Du der "von hinten kommende, schnellere Schifahrer"
    Geändert von yellow (06-03-2016 um 10:57 Uhr)

  9. #9
    Zeit wirds! Avatar von shroeder
    User seit
    Jun 2007
    Ort
    wien
    Beiträge
    13.143
    Zitat Zitat von yellow Beitrag anzeigen
    oida,
    das hier ist in den letzten Jahren wirklich zum reinen Straßenfahrerforum verkommen und da sind dann immer die anderen schuld (Autofahrer bevorzugt)...
    Hihi, Alltagsrassismus unter Radlfahrern, oder nur Neid darauf, dass Andere andere Feindbilder als Grünröcke ham?
    verkaufe:

    nix

  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von fanti
    User seit
    Mar 2013
    Ort
    Wien/Castion Veronese
    Beiträge
    373
    oida,
    das hier ist in den letzten Jahren wirklich zum reinen Straßenfahrerforum verkommen und da sind dann immer die anderen schuld (Autofahrer bevorzugt)...

    In der Situation hier - Fahrzeug "reiht sich ein" und beschleunigt dann nicht wie blöde die Straße entlang - würde ich auf dem Rad SCHON AUS SELBSTSCHUTZ damit rechnen, dass Fahrer gleich mal irgendwohin abbiegen wird, weil das nämlich in 9 von 10 Fällen so kommen wird.
    Und das das war es dann ja auch, anscheinend bei der 1. Gelegenheit wo das möglich war.
    Und Du kommst langsam von rechts hinten immer näher ran, bzw. bis auf gleiche Höhe im toten Winkel.

    Es wird wohl genau darauf hinauslaufen wie der BikeR getippt hat, inkl. der Körperverletzung,
    dabei gehöraten Dir 100 %, schließlich bist Du der "von hinten kommende, schnellere Schifahrer"
    Würden bloß alle am Gürtel so die Spuren wechseln Laut StVO hast am Fahrradstreifen eigentlich sowieso Vorrang und rechts zu überholen ist auch erlaubt ist (Ist ja auch der grosse Sinn dieser Streifen in der Stadt).

  11. #11
    Registrierter Benutzer
    User seit
    Apr 2015
    Ort
    Wien
    Beiträge
    9
    @Bike_R Die Sache ist bvereits im Rollen. Allerdings hat das ganze mit einem Schreiben des Anwalts meines Unfallgegners begonnen in dem er mir alles mögliche vorhält und 2000€ Schadensersatz für seine alte Kiste fordert. (Mein Unfallgegner hat eine Rechtsschutzversicherung)

    @yellow Im Nachhinein ist man immer schlauer. Ich war aber definitiv nicht im toten Winkel und überholt habe ich auch nicht. Ich war also weder Schifahrer (?) noch war ich schneller als er, ich war gleich schnell wie er und auf meiner eigenen "Spur", für seinen re. Außenspiegel sehr gut sichtbar, aber hat offensichtlich weder Schulterblick noch Spiegelblick gemacht. Außerdem nicht rechtzeitig geblinkt. ABER was mich am meisten am Fehlverhalten meines Unfallgegners ärgert ist dass ich überhaupt nirgends hinschauen müsste weil ich einfach noch weiß dass hinter mir irgendwo ein Radfahrer rumgurkt, und wenn ich schon so langsam fahre dann muss ich damit rechnen dass Radfahrer nach wenigen Sekunden immer noch in der Nähe sein werden. Wie gesagt, ich hätte das ganze defensiver angehen können/müssen, und ich hab für mich auch was dazu gelernt, aber trotzdem habe ich mich innerhalb der StVO bewegt.

    @fanti Was mich nur an dem Radstreifen irritiert ist dass er nicht über die Kreuzung geführt/angezeichnet ist. Ist das üblich/ korrekt so? Und er endet dann ebenfalls unbeschildert bei den Schrägparkplätzen 20 Meter weiter (da ist dann kein Platz mehr für Radstreifen vorgesehen).

    LG

  12. #12
    Registrierter Benutzer
    User seit
    Nov 2013
    Ort
    Wien
    Beiträge
    239
    Wenn der Radweg endet,hast du nachrang. Radwege dürfen vor Kreuzungen enden...

  13. #13
    Registrierter Benutzer Avatar von fanti
    User seit
    Mar 2013
    Ort
    Wien/Castion Veronese
    Beiträge
    373
    In der StVO ist das Ende so festgelegt:

    7. Radfahrstreifen: ein für den Fahrradverkehr bestimmter und besonders gekennzeichneter Teil der Fahrbahn, wobei der Verlauf durch wiederholte Markierung mit Fahrradsymbolen und das Ende durch die Schriftzeichenmarkierung „Ende“ angezeigt wird;
    Wie das hier ausgelegt wird, kann dir wohl nur ein "Verkehrs-Jurist" erklären.

  14. #14
    Registrierter Benutzer
    User seit
    Apr 2015
    Ort
    Wien
    Beiträge
    9
    @AWIN Das heißt du meinst selbst wenn direkt vor der Kreuzung noch die blaue Bodenmarkierung für Radstreifen ist,
    endet der Radstreifen ohne dass das noch irgendwie angezeigt werden muss vor der Kreuzung weil er nicht über die Kreuzung geführt wird?#

    @fanti So habe ich mir das auch vorgestellt, nur passiert das bei diesem Fahrradstreifen halt nicht. Der endet einfach ohne dass es angezeigt wird.
    Das lässt dann auch die Frage offen wo genau er dann endet, nach der Kreuzung wurde ja sogar rechts neben der "Haupt"spur Platz für einen Fahrradstreifen gelassen.

  15. #15
    das hier so zu thematisieren, wird dir im Endeffekt nicht helfen. an deiner stelle würde ich einmal ein erstgespräch
    mit einem RA führen.*

+ Antworten
Seite 1 von 2 12

Ähnliche Themen

  1. Rennrad Zeitwert nach Verkehrsunfall
    Von donWaldi im Forum Rennrad
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 26-04-2012, 16:50

Stichworte

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

  • Teile es!